Kategorie: Schwangerschaft

Slow pregnancy – Die Geburt von Annas drittem Kind

Anna berichtet in dieser Kolumne Monat für Monat von ihrer dritten Schwangerschaft. „Slow pregnancy“ umschreibt ihren achtsamen, bewussten Umgang mit dieser Zeit und den Gedanken, die sie sich rund um das Schwangersein macht.

Lange habe ich überlegt, ob ich einen Geburtsbericht schreiben möchte. Als Abschluss meiner Schwangerschaftskolumne und Übergang in meine neuen Artikel zur achtsamen Babyzeit bietet es sich natürlich an, dennoch ist eine Geburt ein sehr intimer Vorgang.

Erwartungen an die Geburt

Ich selbst lese gern Geburtsberichte. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich häufig entweder Berichte von traumatischen Geburten (und diesen Müttern muss auch zugehört werden!) oder von wunderschönen Hausgeburten (die bestärken, aber vielleicht auch etwas unter Druck setzen, dass die eigene Geburt ebenso perfekt laufen soll) gefunden habe. Ich war davon ausgegangen, dass meine Geburt eher in die zweite Kategorie fallen würde und ich habe durchaus eine Erwartungshaltung aufgebaut (natürlich auch durch die Geburten, die ich bisher erlebt habe). Und in gewisser Weise entsprach die Geburt meines dritten Kindes auch meinen Erwartungen – nur auf eine etwas andere Weise.

Die Geburt war deutlich schwieriger als ich das erwartet hatte. Obwohl es das dritte Kind war, obwohl ich mich mit Hypnobirthing beschäftigt hatte, obwohl ich sehr positiv und entspannt herangegangen bin. Und ich weiß, dass diese Geburt im Krankenhaus ganz anders ausgegangen wäre. Wie ich sie empfunden hätte, hätte von dem Einfühlungsvermögen und der Hebammen und Ärzt*innen abgehangen – und nicht von mir selbst (natürlich gibt es auch schwarze Schafe unter den Hausgeburtshebammen, aber zum Glück lernt man diese meist vorher kennen und kann abstimmen, ob man zueinander passt). Im Krankenhaus wäre mein Baby mit Saugglocke gekommen und ich hätte deutlich mehr Geburtsverletzungen davon getragen. Dass sie letztendlich eine wundervolle, bestärkende und fast verletzungsfreie Erfahrung für mich geworden ist, verdanke ich der Begleitung durch zwei kompetente und erfahrene Hebammen.

Und deswegen möchte ich meine Geschichte erzählen. Nicht um Krankenhäuser zu verteufeln, für deren Existenz ich sehr dankbar bin, aber um einen Gegenpol zu bieten und um Mut zu machen.

Es geht los!

Es war Sonntagmorgen. In den letzten Tagen hatte ich immer wieder Kontraktionen gespürt, die aber wieder aufgehört hatten. Nun kamen sie immer wieder, noch in großen Abständen und eher kurz, aber ich spürte, dass es losging.

Wir verbrachten den Vormittag zu Hause. Die jüngere Tochter hatte schlechte Laune. Unsere älteste Tochter war stark erkältet aufgewacht, hatte noch schlechtere Laune und konnte in diesem Zustand auch nicht wie ursprünglich überlegt zu Freunden oder den Nachbarn gehen (die auch Kinder hatten, die sie angesteckt hätte). Also hielten wir aus. Federten ab. Und wurden selbst immer schlechter gelaunt. Ich fragte mich, wie ich in dieser Situation ein Kind bekommen sollte, gleichzeitig war mir klar, dass sich das Baby mindestens Zeit lassen würde, bis die Kinder schliefen.

Am Nachmittag kam dann aber eine gute Freundin vorbei und es wurde besser. Die Dreijährige war in der Zwischenzeit auf dem Sofa eingeschlafen, deutlich besser gelaunt aufgewacht und der Großen ging es auch wieder etwas besser. Die drei gingen zusammen einkaufen, brachten Blümchen mit und backten dann zusammen den Geburtstagskuchen in der Küche, während wir aufatmeten. Und noch in dem Gedanken daran kommen mir die Tränen der Freude, solche wundervollen Menschen in meinem Leben zu haben.

Abends wechselte sich die Freundin dann mit einer anderen Freundin ab, die über Nacht bleiben wollte. Sie las den Kindern noch vor und ich begleitete sie in den Schlaf. Die Abstände zwischen den Wehen waren nicht kleiner geworden, die Wehen selbst nicht viel stärker. Ich war währenddessen einfach ruhig und atmete besonders tief, die Kinder bekamen es zwar mit, aber es interessierte sie nicht sehr. Wir erzählten ihnen, dass sie beim Aufwachen wahrscheinlich ihr Geschwisterchen begrüßen können würden.

Das Baby spürt, wenn die Mutter unter Stress ist

Und dann schliefen sie endlich. Und mir wurde klar: Nun kann unser Baby kommen. Langsam wurden die Abstände zwischen den Kontraktionen kleiner, sie waren aber immer noch relativ kurz. Wir warnten die Hebamme telefonisch vor, sagten ihr aber, dass es noch eine Weile dauern würde.Erst kurz vor Mitternacht riefen wir sie wieder an. Die Wellen kamen nun alle drei Minuten, hatten sich aber in ihrer Intensität noch nicht sehr verändert. Als sie ankam, war der Muttermund erst 5cm geöffnet. Es würde also noch eine Weile dauern.

Die Zeit danach habe ich nur sehr verschwommen in Erinnerung. Ich weiß, dass die Wehen intensiver wurden, dass ich immer wechselte zwischen Kniestand, herumlaufen und auf dem Sofa sitzen, bei jeder Kontraktion gehalten von meinem Mann. Bei den Geburten zuvor wollte ich nie angefasst werden, dieses Mal fühlte ich mich unglaublich verbunden mit diesem wundervollen Menschen, mit dem ich nun das dritte Kind gebären sollte. Er hielt mich im Arm, streichelte mein Haar, übte Druck auf mein Kreuzbein aus, wenn ich ihn darum bat, küsste mich und auch wenn ich die Wehen langsam als sehr schmerzhaft empfand und sehr viel lauter war als bei den Geburten zuvor fühlte ich mich doch unendlich geborgen.

Die Fruchtblase platzt!

Und dann endlich platzte die Fruchtblase und sofort spürte ich eine riesige Erleichterung und hatte wieder Kraft. Jetzt würde es nicht mehr lange dauern. Mein Baby würde kommen! Die Presswehen begannen, der Schmerz war weg – und dann ging es nicht weiter. Das Köpfchen kam nicht voran. Ich stand auf, lief herum, ging in die tiefe Hocke, legte mich auf dem Sofa auf die Seite – aber das Köpfchen rutschte einfach nicht tiefer. Die Herztöne waren sehr gut, aber es tat sich einfach nichts. Eine Stunde verging. Und in mir kamen schon Szenarien hoch, dass ich doch ins Krankenhaus verlegt werden müsste, dass mein Körper nicht in der Lage wäre, dieses Baby zu gebären – aber dann hörte ich die Stimmen der Hebammen (die zweite war mittlerweile da), die mir sagten, dass die dunklen Haare schon zu sehen seien, dass es weiterginge, dass ich das gut mache. Und ich ließ mich wieder fallen.

Ein Sternengucker?

Meine Hebamme fühlte nach und dann hieß es auf einmal „kleine Fontanelle auf 7 Uhr“. Und mir wurde klar, warum es nicht so recht weiterging. Die kleine Fontanelle ist am Hinterkopf. Wenn sie auf 7 Uhr ist, bedeutet das, dass das Gesicht nach „vorne“ zeigt. Ein Sternengucker?

Die Hebammen besprachen mich. Dann setzten sie meine Freundin auf einen Stuhl, meinen Mann auf einen zweiten und mich mit je einem Bein auf dem Schoß zweier mir so wichtiger Menschen dazwischen. Und so in der Luft hängend gebar ich bei Sonnenaufgang den Kopf meines Kindes, im Kniestand dann den Rest des Körpers, und dann hockte ich auf dem Boden und nahm meinen Sohn entgegen und all die Anstrengung war vergessen und ich spürte diese überwältigende Liebe, von der alle Mütter berichtet hatten und die bei meinen Töchtern immer etwas auf sich warten lassen hatte. Dieses Ereignis war so gewaltig gewesen, ich hatte eine solche Urkraft gespürt, und nun fiel alles von mir ab.

Ich legte mich aufs Sofa und bestaunte mein Baby und alle standen um mich herum und ich fühlte mich so richtig wie selten zuvor. Wir würden das schaffen mit drei Kindern. Genau so sollte es sein.

Kurze Zeit später kam dann komplikationslos die Plazenta und als die Nabelschnur auspulsiert war, trennte mein Mann sie ab. Unser Sohn schmatzte und ich legte ihn an, was tatsächlich schwieriger war als ich erwartet hätte, weil er immer wieder einschlief und den Mund nicht richtig öffnete. Aber dann trank er.

Die Stunden danach

Es war ruhig geworden. Die Hebammen hatten leise aufgeräumt, meine Freundin hatte sich verabschiedet und war ins Bett gegangen und auch mein Mann wollte versuchen, noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Meine Hebamme schrieb das Protokoll zu Ende, dann machte sie die erste Vorsorgeuntersuchung, wog und maß mein Baby, das deutlich größer und schwerer war als das der letzte Ultraschall ergeben hatte. Dann verabschiedete auch sie sich und ich schlief auf dem Sofa ein, das Baby auf dem Bauch und ein Glücksgefühl im Bauch.

Zwei Stunden später wachte ich wieder auf und hörte leise Stimmen aus dem Kinderzimmer. Dann tapsten nackte Kinderfüße über das Parkett und zwei verschlafene Köpfe schauten über die Sofalehne. „Kommt, schaut euch euer Brüderchen an!“, lud ich die beiden ein und da strahlten sie und die letzten Sorgen verschwanden aus meinem Herzen (denn die beiden hatten sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft vehement eine Schwester gewünscht). Mein Mann kam ins Wohnzimmer und wir legten das Baby seinen Schwestern in den Arm und machten Bilder, die die beiden dann in den Kindergarten mitnehmen sollten. Sie zogen fröhlich und stolz von dannen und wir verschliefen den Vormittag.

Und so begann unser Leben zu fünft. Anders als erwartet. Nicht so ruhig und sanft, wie ich es kannte und mir ausgemalt hatte. Aber selbstbestimmt und kraftvoll.

Anna ist Mutter von drei Kindern. Sie hat Neurowissenschaften und kognitive Psychologie studiert und ist Trageberaterin. Mehr von ihr könnt Ihr auf Instagram lesen unter @langsam.achtsam.echt . Ihre Schwangerschaftsberichte: Woche 15 hier, Woche 20 hier, Woche 25 hier, Woche 30 hier , Woche 34 hier und von Woche 40 hier 

 

Dos und Don’ts im Wochenbett: So sind Wochenbettbesuche schön. 7 Tipps für Besucher*innen

Wenn das lang ersehnte Baby im Familien- oder Freundeskreis geboren ist, wollen es viele Menschen begrüßen und die Familie beglückwünschen, beschenken und ihre Freude zum Ausdruck bringen. Gerade die ersten Tage und Wochen aber sind eine sensible Phase, in der sich die kleine neue Familie erst einmal kennen lernen möchte und Zeit und Ruhe benötigt – und liebevolle, fürsorgliche und passende Unterstützung, wenn sie diese wirklich wünscht. Mit diesen Tipps fürs Wochenbett kannst Du eine Familie auf ihrem Weg wirklich unterstützen:

1. Den richtigen Zeitpunkt für den ersten Besuch bestimmen die Eltern

Frisch geborene Babys sind zauberhaft: Es ist toll, einen Menschen ganz am Anfang begrüßen zu können und zu bewundern, wie er die ersten Male die Welt erblickt. Aber: Dieses Wunder ist nun vor allem den Eltern vorbehalten. Sie sind es, die nun eine Beziehung zu ihrem Baby aufbauen. Gerade die Mutter hat vielleicht eine mehr oder weniger anstrengende Geburt zu verarbeiten, das Baby ebenso. Vielleicht fühlt sich die Mutter nicht wohl, hat Schmerzen oder das Stillen bereitet ihr noch Probleme und sie braucht Ruhe, um sich einzufinden. Kleine Babys sind auch noch mit einer Woche zauberhaft und auch noch später. Nicht sofort ins Frühwochenbett eingeladen zu werden, ist keine Abweisung und muss nicht negativ interpretiert werden. Im Gegenteil: Mit dem Besuch zu warten bis zum richtigen Zeitpunkt ist ein zusätzliches Geschenk. Deswegen gilt: Warte auf eine Einladung für den ersten Besuch und gehe nicht spontan vorbei mit der Erwartung, in die Wohnung gelassen zu werden.

2. Sei ein Geschenk!

Beim Begrüßen eines kleinen Menschen sind wir schnell verleitet, unsere eigene Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen: Einmal das kleine Baby halten, es streicheln und tragen. Tipps weiter geben, die für uns wichtig waren, weil wir es schon wissen… Beim Wochenbettbesuch ist es jedoch wichtig, selbst das Geschenk zu sein und sich an die Bedürfnisse vor Ort anzupassen: Das beginnt bei den Rahmenbedingungen: Plane nur einen kurzen Besuch ein, parfümiere Dich nicht, denn sowohl die Mutter als auch das Baby sind gerade sehr empfindsam. Vielleicht möchten die Eltern das Baby noch nicht in fremde Hände legen: Schenke Verständnis dafür und fordere nichts ein und stelle keine Erwartungen auf. Erwarte keine saubere Wohnung und keinen gedeckten Tisch, sondern bringe selber etwas mit für den Tisch.

3. Geschenke sind gut, wenn sie für alle sind

Es gibt so zauberhafte Babysachen, die verschenkt werden können. Oft ist die Familie aber schon gut ausgestattet für die ersten Wochen. Babykleidung sollte daher lieber nach Absprache vorher geschenkt werden und oft ist es sinnvoll, lieber Sachen für die späteren Monate auszuwählen, wenn das Baby der Erstausstattung entwachsen ist. Ins Wochenbett kann mitgebracht werden, was der ganzen Familie gut tut: Vielleicht ein kleines Körbchen mit gekochtem Essen oder anderen Leckereien für die Eltern, einer schönen Wasserflasche für die Mutter, damit sie beim Stillen daraus trinken kann (sofern sie stillt), (Trocken)früchte, einem schönen Buch für das Wochenbett und natürlich ein Geschenk für Geschwisterkinder, wenn es diese gibt.

4. Aufmerksamkeit für alle

Bei einem Besuch im Wochenbett ist natürlich der neue kleine Mensch ein wesentlicher Besuchsgrund, aber eine ganze Familie möchte nun Aufmerksamkeit und Zuwendung haben. In den Gesprächen sollte es sich nicht nur um das Baby drehen, sondern um die Gefühle und das Empfinden aller. Ganz besonders wichtig: andere Kinder der Familie. Sie sollten nach Möglichkeit zuerst begrüßt werden, bekommen ein eigenes kleines Geschenk oder Mitbringsel und werden nach ihrem Empfinden gefragt.

5. Zuhören ist wichtig

Aber nicht nur die Aufmerksamkeit für alle ist wichtig und das Fragesteller. Besonders wichtig ist es nun, zuzuhören: Was wollen die Familienmitglieder erzählen, was loswerden? Wo wollen sie Freude teilen und wo vielleicht auch Kummer und Sorgen? Hier setzt eine liebevolle Unterstützung an: Ich verhelfe nicht meine eigene Geschichte über, sondern nehme die Geschichte dieser Familie auf und schaue, wo ich sie unterstützen kann. Wenn sie wirklich Hilfe brauchen und dies sagen, biete ich individuelle Hilfe an oder schaue mich nach Unterstützung um.

6. Wirklich helfen

Viele Familien brauchen eher Zeit statt Zeug im Wochenbett: Sie brauchen Zeit, um die Geburt zu verarbeiten und im Bett zu liegen und sich kennen zu lernen. Hilfe ist, anzubieten, mit den größeren Geschwistern zu spielen oder spazieren zu gehen. Hilfe ist, essen zu kochen oder vorbei zu bringen. Hilfe ist, einmal durch die Wohnung zu saugen oder einen Gutschein für eine Putzhilfe für die erste Zeit zu schenken. Hilfe ist es, beim Verlassen der Wohnung den Müll mit hinunter zu nehmen. Es können so kleine Dinge sein. Hilfe ist all das, was die Familie wirklich entlastet und einander näher bringt.

7. Anerkennung der persönlichen Familienentscheidungen

Jede Familie geht ihren Weg. Und immer sieht er ein wenig anders aus. Wir haben in unserer Familie, in unserer persönlichen Situation mit einigen Dingen gute Erfahrungen gemacht, mit anderen schlechte – jede Familie geht ihren ganz eigenen Weg. Wir können liebevoll unsere Empfehlungen mit auf den Weg geben, aber wir sollten immer die Entscheidungen einer anderen Familie anerkennen. Das fängt beim Namen des Kindes an, geht über die Ernährungsweise und Kleidung bis hin zu Tragen, Stoffwindeln oder Abhalten. Und auch wenn wir selbst auf Erfahrungen zurück blicken können, darf diese Familie nun ihre ganz eigenen Erfahrungen sammeln.

Und was sind Eure ganz persönlichen Tipps?
Eure

 

Vorbereitung auf die Geburt durch Yoga

Yoga und Schwangerschaft passen so wunderbar zusammen. Körper und Yoga insgesamt, Geist und Yoga und einfach Mensch und Yoga, aber das würde nun zu weit führen.
Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft meine regelmäßigen Besuche im Yogastudio geliebt. Jedes mal kam ich ein wenig leichtfüßiger, entspannter und vor allem ohne den für Schwangere oft typischen Watschelgang dort raus.
Nun bin ich nicht mehr schwanger und liebe aber das Schwangerenyoga noch immer heiß und innig und zwar dann, wenn ich es unterrichte. Warum ich finde, dass Schwangerschaft und Yoga so gut zusammenpassen und warum ich Schwangerenyoga zusätzlich als gute Vorbereitung für die Geburt sehe, davon berichte ich Euch.

Vorteile von Yoga auf körperlicher Ebene

Erst einmal: im Schwangerenyoga geht es um Lockerung, Dehnung, Entspannung und das Abmildern eventueller Beschwerden. Übungen, mittels derer Lockerung im Beckenbereich erzielt wird, bringen mehr Beweglichkeit zurück in den Körper von Anfang an. Eine Rücken schonende Ausrichtung kann das typische Ziehen im unteren Rücken abmildern oder verhindern. Mit den Beinen an der Wand können Schwellungen durch Wassereinlagerungen zurückgehen, das Herz-Kreislauf-System wird entlastet und überhaupt kann das Ganze sehr entspannend sein.
Mit Übungen zur Öffnung des Brustraums wird das tiefe Atmen unterstützt, das mit Wachsen des Bauches ja gern mal einer eher flachen Atmung weicht. Das ist besonders am Ende der Schwangerschaft oft eine Wohltat.
Auf körperlicher Ebene ist da also schon einmal so Einiges zu holen. Ich glaube aber, eine gute Yogastunde geht tiefer.

Der Fokus auf das Innere

In einer guten Schwangerenyoga-Stunde wirst du dazu angehalten, ganz genau nachzuspüren, deinen Fokus nach innen zu richten und deine Aufmerksamkeit für dich und deinen Körper zu schulen. Unter der Geburt ist es gut, in einen Zustand zu kommen, an dem das Außen nicht mehr wahrgenommen wird: Du fühlst Dich sicher und frei und kannst Dich nun ganz auf Dich konzentrieren, Dich fokussieren. Außerdem erfährst Du, Deinen Impulsen und ebenso den Signalen deines Körpers nachzugehen, die dir sagen „bis hierhin und nicht weiter“. Du wirst vielleicht an der ein oder anderen Stelle auch mal das Aushalten trainieren.

Wenn du regelmäßig Entspannung erfahren hast, wird es dir leichter fallen, dich zu entspannen, denn auch Entspannung kann man lernen.

Und ebenso das Entspannen und Loslassen. Dies sind wichtige Aspekte der Geburt: Einer Wehe standhalten, sie veratmen und loslassen. Es ist für eine Geburt essenziell, den Körper gut zu spüren – Grenzen, aber auch Möglichkeiten wahrzunehmen und Entspannung ganz bewusst herstellen zu können.

Gelernte Übungen auf die Geburt übertragen

Eine regelmäßige Praxis – ob angeleitet oder zuhause im Wohnzimmer – kann ungemein unterstützen: Wenn du erfahren hast, dass sich dein Körper in bestimmten Positionen oder Bewegungsabläufen besser anfühlt als in anderen, kannst du das unter der Geburt beachten.
Wenn du regelmäßig Entspannung erfahren hast, wird es dir leichter fallen, dich zu entspannen, denn auch Entspannung kann man lernen. Ein entspannter Körper und ein entspannter Geist helfen ungemein beim Loslassen – und deine Schwangerschaft loszulassen, den Weg zu eröffnen, dass dein Baby nun zu dir kommt, das ist ein wichtiger Punkt unter der Geburt.

Yogaübung: Das Aushalten

Eine einfache Alltagsübung zum Ausprobieren

Vielleicht hast du auch das (Aus)halten in deinen Yogastunden gelernt.
Ich mache sehr oft eine Übung, in der ich gemeinsam mit meinen Schülerinnen die Arme auf eine bestimmte Art weit ausstrecke und wir das halten – für 90 Sekunden erst einmal. Ich weise immer wieder daraufhin, den Rest des Körper zu entspannen, den Atmen bewusst weiter tief zu lenken statt ihn wohlmöglich anzuhalten und vor allem auch den Kiefer zu lockern. Denn ein angespannter Kiefer führt zu einem angespannten Beckenboden – diesen wollen wir aber unbedingt weit und entspannt unter der Geburt.

Nach dieser ersten Runde von 90 Sekunden geht’s in eine zweite, längere Runde. Für diese Runde biete ich das Tönen an. Wenn dir Yoga bekannt ist, dann kennst du das typische „Om“ zu Beginn und Abschluss der Stunde. Das Tönen hat im Wesentlichen zwei Vorteile: Der erste ist, dass das Tönen helfen kann, Anspannung abzuleiten, sie quasi durch diesen Ton aus dem Körper zu leiten. Hört sich komisch an? Probier’s aus! Oder vielleicht kennst du das, wenn du (nicht schwanger!!!) etwas Schweres hochhebst – das ist oft von einem Ächzen, einem Stöhnen begleitet. Oder? Genau das ist es!

Der zweite Vorteil des Tönens ist, dass dabei der Mund leicht geöffnet ist, dadurch der Kiefer entspannt. Du erinnerst dich? WEITE!

SAVASANA – Die Entspannung

Und nun zu dem Teil, der – unabhängig von Schwangerschaft – für viele das Highlight der Yogastunde ist: SAVASANA. Savasana ist die Entspannung am Ende der Stunde. Dafür nimmst du dir alle Hilfsmittel, die dich unterstützen – eine Decke, ein Augenkissen (ein kleines, mit Reis oder ähnlichem und Lavendel befülltes Kissen, dass durch die Schwere auf den Augen hilft, diese ruhig zu halten und zusätzlich durch den Lavendel die Entspannung unterstützt), etwas unter das Knie, den Kopf – all das, was dir hilft, es dir maximal gemütlich zu machen. Dann wirst du je nach Studio oder Lehrer/Lehrerin hineingesprochen, das heißt, mittels Worten in die Entspannung begleitet oder direkt in Stille gelassen, vielleicht folgt eine ruhige Musik oder auch nicht, das ist ganz individuell.

Und mal einen Moment einfach nur liegen, nichts erledigen, nichts halten – das ist doch für uns alle schön. Und wenn du nun gerade schwanger bist, dann erlaube dir solche Pausen doch einfach öfter. Kleine Momente, in denen du innehältst und versuchst, dich zu entspannen.
Denn dein Körper nährt und trägt dein Baby, du leistest Unglaubliches. 

Und weil ich geschrieben habe, dass es wichtig ist, den eigenen Impulsen nachzugehen, ist natürlich nicht nur jene Yogastunde gut, die ähnlich abläuft wie ich es hier geschildert habe. Wenn du dich gern auspowerst und schweißtreibend praktizierst – go for it 😉 Meine Worte über eine „gute Yogastunde“ spiegeln mein persönliches Befinden wider.
Was dir gut tut, weißt du selbst am besten. Und wenn du es noch nicht weißt – teste es doch aus. Es lohnt sich, das zu wissen.


Linda ist Yogalehrerin, Coach und Hypnobirthing-Lehrerin und Mutter von drei Kindern. Mehr über Yoga und Hypnobirthing könnt Ihr auf ihrem Blog theurbannature.de lesen. Einen weiteren Einblick bekommt ihr auch hier auf Instagram.

Was erlebt ein Kind im Mutterleib? – Ideen für Kinder in Kindergarten und Schule

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Was erlebt ein Baby im Mutterleib? Diese Frage ist für alle größeren Kinder spannend, die Geschwister werden. Spätestens in der Schule im Aufklärungsunterricht kommt dieses Thema näher und will bearbeitet werden, auch wenn es keinen Nachwuchs gab, der diese Frage aufbrachte. Denn es ist nicht nur wichtig, wie Kinder entstehen, sondern auch, wie sie sich entwickeln und warum. Kinder können hieraus ein Verständnis entwickeln, was Babys auch nach der Geburt brauchen und was auf sie zukommt. Zudem legen wir einen Grundstein dafür, wie sie selber einmal mit Babys umgehen. Weiterlesen

Geburtsbegleiter*innen werden wichtiger denn je

Als ich vor sechs Jahren meine letzten Geburtsvorbereitungskurse im Geburtshaus gab, wollten viele Frauen dort gebären. Es war klar, dass sie dort in guter Umgebung, begleitet von ihren jeweiligen Hebammen gebären würden. Auch die anderen Frauen hatten damals Hebammen an ihrer Seite. Dieses Geburtshaus gibt es mittlerweile nicht mehr – wie viele andere auch nicht mehr. Geburten sehen heute anders aus: weniger begleitet, weniger sicher ist der Geburtsort, wenn Kreißsäle überfüllt sind. Oft höre ich von Frauen, dass sie weder für die Geburt eine Beleghebamme finden, noch eine Hebamme für die Vorsorge in der Schwangerschaft oder die Betreuung im Wochenbett. Das Problem der überfüllten Kreißsäle habe ich schon selbst bei der Geburt meines letzten Kindes erlebt, obwohl die Situation damals nur ein Vorbote des Problems war. Geburten haben sich verändert und damit die Anforderungen an die Rahmenbedingungen, die wir ändern müssen.

Die Bedeutung der Hebammenhilfe

Hebammen sind die Fachfrauen zur Begleitung von Geburten. Sie sind in ihrer Arbeit nicht zu ersetzen und es ist äußerst problematisch, dass durch die hohen Versicherungskosten und die schlechte Bezahlung und die Einschränkungen ihrer Tätigkeiten dieser Berufsstand weiter bedroht wird. Es ist wichtig, dass wir uns alle für den Erhalt der Hebammen einsetzen. Gleichzeitig müssen aber auch die Frauen, die aktuell durch die Unterversorgung von Hebammenarbeit betroffen sind, bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sie trotz des Mangels gute Geburten erleben können.

Ausnahmesituation: erste Geburt

Jede Geburt ist besonders, jede Geburt kann unterschiedlich sein, sich unterschiedlich anfühlen, unterschiedlich verlaufen. Jede einzelne Geburt ist individuell. Und doch sind oft die ersten Geburten ganz besondere Situationen, weil Geburt zum allerersten Mal erlebt wird. Geburten finden heute hinter verschlossenen Türen statt, fernab von anderen Frauen. Wer das erste Mal ein Kind gebiert, ist damit oft zum ersten Mal bei einer Geburt anwesend und hat zuvor keine gebärende Frau erlebt, gehört, begleitet. Auch wenn wir Kurse zur Vorbereitung besuchen, wenn wir Videos auf YouTube ansehen, wenn wir Fotos in Büchern sehen: So richtig vorbereitet auf das, was kommt, sind wenige Frauen. Die Wucht der Gefühle, des Geburtsschmerzes, der Anforderungen ist oft neu. Wir wissen dann, wie Geburt ist, wenn wir sie miterleben. Und was auch wichtig ist: Weil wir wissen, wie es sich für uns anfühlt und was für uns gut und richtig war, wissen wir es nicht für alle anderen.

Gerade dann, in dieser besonderen Zeit der ersten Geburt ist es wichtig, von Menschen begleitet zu werden, die diese Gefühle auffangen können. Menschen, die uns versichern: Das ist normal, Du machst das gut! Menschen, auf die wir uns verlassen können, dessen Einschätzung wir vertrauen, weil sie erfahren sind. Das sind Hebammen.

Und auch bei der zweiten, dritten, vierten… Geburt ist es gut, einen solchen Menschen bei sich haben, der die Unterschiedlichkeit auffängt und uns immer wieder verdeutlicht: alles ist gut. Und wenn es doch eine Komplikation gibt, kann dieser Mensch damit umgehen und sie sicher begleiten.

Wenn es an Hebammenbegleitung mangelt: Unterstützung durch andere

Durch die veränderten Rahmenbedingungen fehlen vielen Frauen nun aber genau diese Begleiterinnen durch die Geburt. Sie erleben sich als allein, als hilflos, als verlassen in einer ganz besonderen Situation in ihrem Leben. Die Rahmenbedingungen in vielen Kliniken sind so schlecht, dass die dort arbeitenden Hebammen nicht alle Frauen gleichzeitig so begleiten können, wie sie es individuell benötigen. Schuld daran trägt aber nicht das Personal. So kommt es, dass gerade am Anfang der Geburt Frauen und Paare über viele Stunden allein gelassen oder gleich wieder allein nach Hause geschickt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu kehren. Manche bekommen ihre Kinde rin Autos, auf dem Parkplatz, ungeplant zu Hause.

Unser Aprilscherz „Die Autogeburt“ wurde viel geteilt und kommentiert, aber eigentlich ist er kein wirklicher Scherz, sondern nur die Zuspitzung der aktuellen Situation: Die ungeplante Alleingeburt bzw. Geburt an einem nicht ausgewählten Geburtsort ohne Fachperson an der Seite ist keine bloße Dystopie mehr, sie ist für einige Frauen bereits Realität geworden. Während an einigen Stellen die geschlossenen Kreißsäle zu mehr Hausgeburten führen, sind an anderen Stellen Frauen ängstlich und bieten Geld, um doch noch eine Hebamme zu finden. Tatsache aber ist: An zahlreichen Orten gibt es eine Unterversorgung und viele Frauen finden keine Hebammen.

Unter der Geburt brauchen wir jedoch andere, die uns stützen, die uns helfen, die uns begleiten. Zwar kann ein Partner/eine Partnerin, eine Freundin, eine Mutter keine Hebamme ersetzen in ihren Tätigkeiten, aber liebevolle Menschen an unserer Seite können uns ein gutes Gefühl geben, Sicherheit und Geborgenheit. Sie können da sein, umsorgen, streicheln, Tee bringen, Essen anbieten. Sie können den Rücken massieren oder unsere Lieblingsmusik auflegen. Sie können an einem Ort, an dem wir gebären, an dem durch Personalmangel nicht genug Menschen zur Versorgung bereit stehen, –unterstützen.

Geburtsbegleitung durch andere: So können Freundinnen und Familie helfen

Viele Mütter beschreiben, wie die Elternschaft sie einsam gemacht hat. Doch gerade als Familie brauchen wir ein Netzwerk, wir brauchen andere. Nicht nur für praktische Arbeiten, sondern auch als emotionale Stütze. Und dies beginnt nicht erst in der Babyzeit, nicht im Wochenbett, sondern schon vorher.

Neben Hebammen gibt es Doulas, die Geburten begleiten und Frauen und Paare unterstützen. Sie sind nicht für die medizinische Versorgung zuständig, sondern geburtserfahrene Frauen, die sich um die emotionale Unterstützung kümmern und um das, was sonst noch wichtig und hilfreich ist. Eine Studie aus dem Jahr 1995 (Klaus/Kennel/Klaus) gibt an, dass durch eine solche Begleitung die Geburtsdauer verkürzt werden kann und weniger medizinische Interventionen notwendig sind. Doch auch das kostenpflichtige Doula Angebot ist nicht überall verfügbar oder bezahlbar.

Wer dennoch nicht auf Unterstützung verzichten möchte, kann auch andere Bezugspersonen um Teilnahme bitten. Noch ist uns der Gedanke vielleicht fremd, weil wir eine andere Gebärkultur entwickelt haben in den vergangenen Jahren. Aber auch geburtserfahrene Freundinnen, Schwester, Mutter, Partner können begleiten, wenn die Gebärende diesen Gedanken als angenehm empfindet. Für die Geburt im Krankenhaus ist eine solche Begleitung sinnvoll, besonders bei manchmal langen Eröffnungsphasen. So lastet auch nicht die ganze Begleitung auf den Schultern des heute oft begleitenden Partners und es ist möglich, sich in der Begleitung abzuwechseln und zwischendurch Kraft zu tanken. Zu Hause kann eine Freundin sich um die Kinder kümmern, kann Tee kochen, Essen vorbereiten, Musik anmachen, kann mit Wehen ertönen und lachen und einfach da sein. Geburt kann auch wie ein Fest sein. Wichtig dabei ist: Menschen, die uns zu Geburten begleiten, sollten selbst eine positive Einstellung zur Geburt haben und nicht unter Ängsten leiden. Michel Oden (2011) berichtet, dass die Angst unter der Geburt ansteckend ist: Haben Menschen in der Umgebung einer Gebärenden einen hohen Adrenalinspiegel, reagiert sie ebenfalls mit einem Anstieg des Adrenalins. 

Geburtsvorbereitung heute

Wenn ich heute einen Geburtsvorbereitungskurs geben würde, wäre er anders als vor 6 Jahren. Die neuen Rahmenbedingungen müssen auch in die Vorbereitung von Frauen einfließen und wir brauchen neue Konzepte, um Frauen unter den schlechten Bedingungen gute Geburten zu ermöglichen. Das bedeutet nicht, den Kampf um eine politische und rechtliche Verbesserung der Lage aufzugeben. Es bedeutet aber, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur für unsere Rechte und Bedürfnisse demonstrieren müssen, sondern auch Möglichkeiten schaffen müssen, um den Frauen, die jetzt schwanger sind und gebären, Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ein Ansatzpunkt dafür wäre, Familie und/oder geburtserfahrene Freundinnen wieder mehr in Geburten einzubeziehen, einen „Geburten-Clan“ zu schaffen, der zumindest die emotionale Versorgung übernimmt unter der Geburt und gerade nicht das Gefühl aufkommen lässt, allein und ausgeliefert zu sein. Darauf sollten wir heute Gebärende vorbereiten: Schafft Euch Eure geburtsfreundliche Situation.

Eure

 

Geburt: Begleitet werden statt entbunden

Gestern vor zwei Jahren habe ich mein letztes Kind geboren. Heute vor neun Jahren mein erstes. Drei Geburten habe ich erlebt innerhalb von 9 Jahren: eine im Geburtshaus, eine zu Hause, eine im Krankenhaus. Sie alle waren ganz unterschiedlich: unterschiedlich lang, unterschiedlich schmerzhaft, unterschiedlich laut und auch die Kinder, die geboren wurden, waren bei der Geburt ganz verschieden in ihrem Verhalten. Jede Geburt wurde von einer anderen Hebamme begleitet. Beständig waren nur ich und mein Partner, der immer an meiner Seite war.  Weiterlesen

Zum ersten Mal Vater werden

Gerade wird ein Bekannter von mir zum ersten Mal Vater. Ich verfolge seine Tweets, seine Statusmeldungen auf Facebook. Ich bin gerührt von seinen Gedanken und Gefühlen. Ich bin berührt, wenn ich die Aufregung, die Vorfreude und die Liebe zwischen seinen Zeilen lese. Ich bin gerührt, weil dort Bindung entsteht. Gerade jetzt, in diesem Moment, in dem das Baby noch im Bauch der Mutter ist und sich das zarte Band ausbildet, das zwischen Eltern und Kind verläuft. Das zarte Band, das über die Zeit stärker wird, das auch mal gestrafft ist und dann wieder locker. Jetzt entwickelt es sich und ich wünsche, es wird stark und kräftig und bildet mit vielen anderen Bändern der Bindung einen Teppich, der dieses Kind ein Leben lang weich bettet. Weiterlesen

Begegnung & Dankbarkeit

„Susanne?“ Ich blicke in zwei Augen, die mir so vertraut sind. Einen kurzen Moment der Einordnung braucht es, denn ich habe sie 7 Jahre nicht gesehen. Aber wenn man in einem besonderen Moment in ein Augenpaar blickt, vergisst man es nie. Dieser Augenblick war die Geburt meines ersten Kindes. Und diese Augen gehören zu der Hebamme, die die Geburt meines ersten Kindes begleitet hat. Weiterlesen

Bitte berühren – Warum Hebammenarbeit unersetzbar ist

In der letzten Woche war ich beim Hebammenkongress des Hebammenverbandes und habe dort über „Neue Medien in der Geburtsvorbereitung“ gesprochen. Ich habe einen Überblick gegeben darüber, welche Medien Eltern heute nutzen, auf welche Weise sie davon beeinflusst werden und welches Potential für die Hebammenarbeit darin liegt. Es ist ein spannendes Thema, denn in der Schwangerschaft – und eigentlich schon beim Kinderwunsch – werden wir auf vielfältige Weise beeinflusst. Anders als früher suchen wir unsere Hilfen nicht mehr bei uns bekannten Personen, sondern aus Büchern, Zeitschriften, Fernsehen und Internet. Weiterlesen