Kategorie: Schwangerschaft

Slow pregnancy – Annas Schwangerschaft Woche 15

Anna berichtet in dieser Kolumne Monat für Monat von ihrer dritten Schwangerschaft. „Slow pregnancy“ umschreibt ihren achtsamen, bewussten Umgang mit dieser Zeit und den Gedanken, die sie sich rund um das Schwangersein macht.

Ich bin in der Schwangerschaftswoche, in der das Baby so groß ist wie eine Zitrone. Das weiß ich, weil meine App es mir sagt. Es ist mir nicht wichtig. Zum ersten Mal nehme ich eine Schwangerschaft wirklich in Ruhe wahr. In meinem Bauch wächst unser drittes Kind heran. Es gibt mir ein letztes Mal die Gelegenheit, um mich ganz einzulassen auf das Wunder, das ein neues Leben bedeutet. Weiterlesen

Zum ersten Mal Vater werden

Gerade wird ein Bekannter von mir zum ersten Mal Vater. Ich verfolge seine Tweets, seine Statusmeldungen auf Facebook. Ich bin gerührt von seinen Gedanken und Gefühlen. Ich bin berührt, wenn ich die Aufregung, die Vorfreude und die Liebe zwischen seinen Zeilen lese. Ich bin gerührt, weil dort Bindung entsteht. Gerade jetzt, in diesem Moment, in dem das Baby noch im Bauch der Mutter ist und sich das zarte Band ausbildet, das zwischen Eltern und Kind verläuft. Das zarte Band, das über die Zeit stärker wird, das auch mal gestrafft ist und dann wieder locker. Jetzt entwickelt es sich und ich wünsche, es wird stark und kräftig und bildet mit vielen anderen Bändern der Bindung einen Teppich, der dieses Kind ein Leben lang weich bettet. Weiterlesen

Begegnung & Dankbarkeit

„Susanne?“ Ich blicke in zwei Augen, die mir so vertraut sind. Einen kurzen Moment der Einordnung braucht es, denn ich habe sie 7 Jahre nicht gesehen. Aber wenn man in einem besonderen Moment in ein Augenpaar blickt, vergisst man es nie. Dieser Augenblick war die Geburt meines ersten Kindes. Und diese Augen gehören zu der Hebamme, die die Geburt meines ersten Kindes begleitet hat. Weiterlesen

Bitte berühren – Warum Hebammenarbeit unersetzbar ist

In der letzten Woche war ich beim Hebammenkongress des Hebammenverbandes und habe dort über „Neue Medien in der Geburtsvorbereitung“ gesprochen. Ich habe einen Überblick gegeben darüber, welche Medien Eltern heute nutzen, auf welche Weise sie davon beeinflusst werden und welches Potential für die Hebammenarbeit darin liegt. Es ist ein spannendes Thema, denn in der Schwangerschaft – und eigentlich schon beim Kinderwunsch – werden wir auf vielfältige Weise beeinflusst. Anders als früher suchen wir unsere Hilfen nicht mehr bei uns bekannten Personen, sondern aus Büchern, Zeitschriften, Fernsehen und Internet. Weiterlesen

Das Recht, die Geburt gut zu finden

„Wie geht es Dir denn jetzt, so ein Jahr nach der Geburt?“ wurde ich kürzlich gefragt. Ich bewegte den Kopf hin und her und überlegte, wie es mir aktuell so ginge als Mutter von drei Kindern und an der Schwelle vom Baby- zum Kleinkindalter. Aber die Fragende wollte gar nichts über mein aktuelles Allgemeinbefinden wissen, sondern meinte, ob ich die Geburt verarbeitet hätte. Verarbeitet? Weiterlesen

Geborgen geboren – im Krankenhaus

Was auch immer du gehört hast und von wem: Die Geburt, die du erleben wirst, ist einzigartig. Bei jedem Kind. Es wird die Geburt deines Kindes sein und wie auch  immer sie geplant ist und wie sie dann tatsächlich abläuft: Du wirst dein Bestes geben für diese Geburt, denn alle Mütter tun alles,was sie können, damit ihre Kinder gut und sicher geboren werden.

– Susanne Mierau Geborgen Wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden

Manchmal – eigentlich sogar recht oft – geht das Leben einen ganz anderen Weg mit uns als wir ihn uns vorgestellt haben. Manchmal muss man von Plänen abweichen, muss unbekannte Wege beschreiten. In der Elternschaft ist es besonders schwer, wenn man von dem, was man sich vorgestellt hat, abweichen muss. Auch die Geburt gehört zur Elternschaft Weiterlesen

Der Geburtsbeginn – unsere gemeinsame Reise in ein neues Land

Es ist halb zwei morgens. Das Ziehen im Bauch hat mich geweckt, mir ist übel. Vor drei Stunden schrieb mir meine Freundin noch, dass sie bald ins Bett gehen würde und in ein paar Stunden meinen Anruf erwartet. Dunkel ist es in unserer Wohnung und alle schlafen. Alle bis auf uns beiden: das Baby in meinem Bauch und mich. Dies sind nun unsere letzten Stunden, die wir so ganz eins verbringen werden. Weiterlesen

Lieben

Ich erinnere mich noch sehr gut an das Gefühl, mein erstes Kind in mir zu tragen und daran, wie die Liebe zu diesem Kind gewachsen ist. Tag um Tag, Monat zu Monat. Als ich sie das erste Mal in meinen Armen hielt – so klein und wohlriechend und dunkel – war es das überwältigendste Gefühl der Welt: Mein Kind! Ich sah sie an, sah jedes Haar, jede Hautfalte und wusste, dass ich sie immer lieben würde. Von diesem Tag an bis zum Ende meines Lebens.

Als ich wieder schwanger wurde, beschlich mich die leise Angst: Wirst Du ein zweites Kind so lieben können wie dieses erste? Weiterlesen