Kategorie: Geborgen Wachsen

In Beziehung von Anfang an – der nicht gebärende Elternteil und der Beziehungsaufbau zum Kind

Auf einmal ist da dieser kleine Mensch neu im Leben, der kennengelernt werden möchte. Aber nicht nur das: Neben dem Kennenlernen muss er auch versorgt werden, denn für die Befriedigung vieler Bedürfnisse sind Kinder einige Jahre auf Erwachsene angewiesen. Glücklicherweise sind Bedürfnisbefriedigung und Kennenlernen eng miteinander verbunden: Während wir das Kind in den Schlaf begleiten, erfahren wir, ob es lieber im engen Hautkontakt liegt oder etwas mehr Raum braucht. Wir erfahren im Spiel und Alltagsroutinen, welches Temperament es mit sich bringt. Wir erfahren im Alltag, ob es sich sicherer fühlt in engem Körperkontakt oder auch ohne diesen ruhig liegen und die Welt wahrnehmen kann. All diese vielen Routinen und Situationen ermöglichen, das Kind wahrzunehmen, zu verstehen und auf die Bedürfnisse angemessen zu reagieren. Wir bekommen einen Eindruck von diesem Kind und dieser ermöglicht uns, zukünftig leichter auf Bedürfnisse eingehen zu können. Wir beginnen, zu verstehen, wie dieses Kind „tickt“, was es wirklich mag und was nicht.

Es bildet sich eine Beziehung aus über das feinfühlige Wahrnehmen des Kindes. Wichtig dafür ist, dass wir es in diesen Alltagssituationen begleiten. Nur wenn wir wirklich verstanden haben, wer dieser neue Mensch wirklich ist, können wir Bedürfnisse angemessen beantworten oder zumindest begleiten. Daher ist es wichtig, Zeit für das Kennenlernen zu haben.

„Aber ich kenne es gar nicht!“

Gerade der nicht gebärende Elternteil ist manchmal anfangs etwas zurückgezogen: Das Gefühl, das Kind weniger zu kennen, weil es nicht in einem selbst herangewachsen ist, kann zum Hindernis werden. Dabei muss auch die Gebärende das Kind nach der Geburt erst einmal neu kennenlernen und sich mit ihm vertraut machen: Nur weil es 10 Monate im Körper der einen Person herangewachsen ist, bedeutet es nicht, dass diese von Anfang an alles „richtig“ machen und wissen würde. Eltern stehen oft gleichermaßen vor einem Neustart mit dem Baby im Arm und brauchen beide eine Zeit des Eingewöhnens, Kennen- und Liebenlernens.

Gemeinsame Zeit

Es ist nicht schlimm, wenn anfangs nicht jeder Handgriff sitzt. Hebamme, Kinderarzt/Kinderärztin, Familienpfleger*in können hier hilfreich zur Seite stehen. Wichtig für den Aufbau der Beziehung ist es, diese vielen Alltagsroutinen mit dem Kind überhaupt erst einmal anzugehen – für beide Elternteile. Gemeinsam das Baby beobachten, es wickeln, beruhigen, tragen, in den Schlaf bringen – dass diese Aufgaben bringen uns dem Kind näher und lassen das Kind erfahren, dass Bedürfnisse sicher von mehreren Personen beantwortet werden können.

„Männer werden […] durch die Schwangerschaft der Partnerin auch hormonell beeinflusst und auf das Umsorgungsverhalten vorbereitet. Wichtig ist allerdings, dass die Väter sich auch einbringen dürfen, die Mütter also eine positive Einstellung gegenüber der Kompetenz des Vaters haben.“

S. Mierau „Mutter.Sein“ (2019), S. 52

Diese Bedürfnisbefriedigung ist wichtig: Im Laufe der Zeit bildet das Kind eine Art Hierarchie aus in Bezug auf die Personen, von denen es die Befriedigung von Bedürfnissen einfordert. Jene Personen, die besonders häufig und zuverlässig Bedürfnisse befriedigen, werden bevorzugt, wenn sie anwesend sind. Gelingt es beiden Eltern von Anfang an, sich aktiv einzubringen und gleichwertig als Bezugsperson zur Verfügung zu stehen, sind die Anforderungen des Kindes ausgewogen. Andernfalls entsteht häufig nach einer Zeit ein Ungleichgewicht: Das „verlässlichere“ Elternteil wird eher angefragt und gewünscht, die Versorgungslast liegt eher bei einem Elternteil. Das kann den Effekt verstärken, dass sich der andere Elternteil weiter zurückzieht und die Versorgungslast immer mehr beim anderen liegt.

„Treffen bedürfnisorientierter Erziehungsstil und autoritärer Erziehungsstil zusammen, führt das langfristig zu Konflikten nicht nur in Bezug auf die Erziehung der Kinder, sondern auch zu Konflikten zwischen den Eltern. Kinder bevorzugen dann den bedürfnisorientierten Elternteil, die Aufgabenteilung gerät in eine Schieflage, weil das Kind natürlicherweise einen Partner mehr beansprucht.“

S. Mierau „Mutter.Sein“ (2019), S. 194

Beziehungsaufbau konkret: Was kann ich von Anfang an tun?

Nahezu alle Interaktionen rund um das Baby können von beiden Eltern gleichermaßen wahrgenommen werden und sollten es auch. Nicht nur, um der Gebärenden im Wochenbett Lasten abzunehmen und sie nach der Geburt zu unterstützen, sondern ganz konkret für den Beziehungsaufbau und die Wahrnehmung der elterlichen Aufgaben. Gerade Pflegesituationen sind wunderbare Momente, um mit dem Baby in Kontakt zu kommen und im Austausch zu sein: Hier können die Signale des Babys ungestört beobachtet und beantwortet werden. Wird das Baby in Tragetuch oder Tragehilfe getragen, kann ebenso der Kontakt intensiviert werden und es ist leichter, schon kleine Signale des Babys wahrzunehmen.

Gerade am Anfang gemeinsam Elternzeit zu nehmen bedeutet daher mehr, als „nur“ zur „Unterstützung“ zu Hause zu bleiben. Es bildet den Boden für die Ausbildung der Beziehung von Anfang an. Es gibt die Möglichkeit, das eigene Kind wirklich kennen zu lernen und willkommen zu heißen in der Familie. Und es ermöglicht, schneller und tiefer in das Elterngefühl hinein zu wachsen und damit vertraut zu werden und auch zukünftig eine tragfähige Beziehung zum Kind zu haben.

Weiterer positiver Effekt: Wertschätzung

Und noch ein anderer, positiver Nebeneffekt tritt durch das gleich verteilte Umsorgen des Kindes auf: Die Aufgaben rund um die Kinderversorgung werden transparenter und es fällt leichter, diese Tätigkeiten wert zu schätzen. Das Wissen darum, wie schwierig es wirklich manchmal ist, ein Baby in den Schlaf zu bringen oder zu wickeln oder sich im Babyalltag nicht selbst zu vergessen, gibt eine Wertschätzung gegenüber derjenigen Person, die dies gerade leistet – egal welche dies nun ist.

Gerade in Bezug auf den Aufbau der Beziehung und dem Kennenlernen des Kindes spricht also vieles dafür, das Umsorgen des Kindes von Anfang an zwischen den Eltern – sofern beide verfügbar sind – aufzuteilen.
Wie habt Ihr das gemacht?

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Basteln mit Blättern

Der Herbst ist da. Und überall fliegen gerade nun die bunten Blätter umher. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine wunderbare, überall verfügbare, variable und preiswerte Bastelzutat.

Füchse aus Ahornblättern

Blätterfüchse

Mit etwas Deckweiß, etwas schwarzer Deckkastenfarbe, einem Pinsel und ein wenig Fantasie werden aus Ahornblättern ganz schnell kleine Füchse, die am Fenster oder an der Wand den Herbst in die Wohnung bringen. Beim Anmalen einfach den Blattlinien folgen, dabei ergibt sich ganz von allein der weiße Bart des Fuchses und die schwarze Nase.

Zutaten für Ginkgo-Elfen

Ginkgo-Elfen

Ein paar Mal sind wir schon herumgeschlichen um die uns bekannten Ginkgo-Bäume in der Stadt und haben darauf gewartet, dass die Blätter endlich gelb werden und abfallen. Denn wie jedes Jahr werden die Blätter gesammelt, gepresst und dann mit Holzperlen und etwas Farbe verwandelt. In goldene Farbe getaucht mit etwas Märchenwolle werden so aus Blättern zauberhafte Engel für den Weihnachtsbaum wie hier. Wer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, kann aber auch mit Holzperle, Stoffresten und etwas Farbe kleine Herbst-Elfen basteln, die am Fenster oder über dem Jahreszeitentisch schweben können.

Fertige Ginkgo-Elfen

Blatt-Abdrücke

Für die kleinsten Kinderhände sind getrocknete Gingko-Blätter allerdings noch schwierig in der Handhabung. Aber auch sie können schon gestalterisch mit den bunten Blättern umgehen: Indem die Blätter einfach unter Papier gelegt und dann mit einem Wachsmalblock durchgepaust werden beispielsweise.

So einfach, aber schön für die Kleinsten

Und wenn Ihr noch mehr Ideen sucht für das Basteln mit Blättern: Hier wurde ein lustiges Insekt aus Blättern gebastelt. Oder es kann auch Konfetti aus getrockneten Blättern ausgestanzt werden wie hier. Ganz besonders schon ist auch eine solche Blätterlaterne aus Birkenlaub.

Und was macht Ihr so mit Blättern?
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dein geschützter Raum für die Geburt

Auch wenn wir es manchmal anders lesen: Es gibt nicht den einen perfekten Raum für die Geburt. Dafür sind wir alle zu unterschiedlich, unsere Lebensbedingungen unterscheiden sich, unsere Bedürfnisse unterscheiden sich. Was mir persönlich wichtig ist, damit ich mich sicher und wohl fühle, kann etwas ganz anderes sein als das, womit du dich wohl und sicher fühlst. Und noch mehr: Es kann sich auch von Geburt zu Geburt bei einer Person verändern.

Wohl und sicher

„Wohl und sicher“ sind genau die Rahmenbedingungen, die wir brauchen. Gebärende sollten sich bei der Geburt wohl und sicher fühlen. Welche Faktoren dabei Wohlbefinden oder ein Gefühl von Sicherheit auslösen, ist unterschiedlich: Während Sicherheit für einige darin besteht, ein Netzwerk an moderner Medizin im Hintergrund zu wissen, ist es für andere ausreichend, auf das Können der Hebamme zu vertrauen. Für wieder andere Gebärende kann der Sicherheitsbegriff noch einmal anders gefasst sein und es ist von noch größerer Bedeutung, nur vertraute Personen um sich zu haben und genaue Absprachen in Bezug auf Eingriffe zu treffen.

Wir alle bringen unsere eigene Geschichte, unsere eigenen Erfahrungen zur Geburt mit und für jede Gebärende können die Rahmenbedingungen daher variieren, die das Gefühl von Sicherheit herstellen. Auch wie wir mit Schmerz umgehen, wie wir Schmerz wahrnehmen, unterscheidet sich – und somit auch der Umstand, wie wir bei der Geburt eventuell damit umgehen oder unterstützt werden (müssen). Unsere eigene Vergangenheit beeinflusst uns auch unter der Geburt und bei manchen Gebärenden kann die Angst vor dem Schmerz oder Geburt auch so groß sein, dass Sicherheit für sie bedeutet, sich diesen Gefühlen nicht auszuliefern. Als Außenstehende können wir nicht beurteilen, was sich für einen anderen Menschen wie anfühlen sollte. Wir sollten akzeptieren, dass jeder Mensch anders ist, anders fühlen kann, Bedürfnisse in einer anderen Ausprägung hat.

Wichtig in Bezug auf Wohlbefinden und Sicherheit sind auch die Menschen, die die Geburt begleiten: Der französische Gynäkologe Michel Odent spricht in seinem Buch „Die Natur des Orgasmus“ sogar davon, dass Angstgefühle übertragen werden können und Menschen mit einem hohen Adrenalinspiegel in der Nähe einer Gebärenden dazu führen, dass auch bei ihr der Adrenalinspiegel ansteigen kann. – Wir müssen uns sicher fühlen bei der Geburt und in guten Händen.

Fühlen wir uns sicher und geschützt bei der Geburt, wird auch das Hormon Oxytozin ausgeschüttet, das nicht nur die Kontraktionen der Gebärmutter verursacht, sondern auch die Schmerzgrenze hebt und Mut gibt. Es entsteht also ein Kreislauf der Unterstützung, wenn wir uns sicher fühlen. Positiv auf die Ausschüttung dieses Hormons wirken sich auch Wärme, Ruhe und Abgeschiedenheit aus.

Den geschützen Raum herstellen

Wärme, Ruhe, Abgeschiedenheit, Vertrauen – diese Rahmenbedingungen sind in der aktuellen Situation um die Geburtshilfe schwer zu finden. Die außerklinische Geburtshilfe ist stark zurück gegangen, in den Kliniken unterliegen Geburten ebenfalls Personalmangel (insbesondere Hebammenmangel) und Klinikroutinen. Gebärende benötigen aber dennoch den geschützten Raum der Geburt, um Problemen vorzubeugen, die als traumatisch erlebte Geburten nach sich ziehen. Aktuell setzen sich dafür Vereine wie motherhood e.V. ein und auch der Roses Revolution Day macht jedes Jahr aufmerksam darauf, woran es aktuell mangelt. Und dennoch besteht dieser Mangel weiterhin und wir können nur versuchen, in diesem Mangel es so angenehm wie möglich zu machen.

Zunächst einmal ist daher wichtig, für sich selbst zu bestimmen: Was bedeutet für mich Sicherheit und Wohlbefinden? Welche Faktoren müssen für mich erfüllt werden? Dabei ist es nicht wichtig, welche Entscheidungen andere Gebärende aus Familie, Freundeskreis oder Geburtsvorbereitungskurs getroffen haben, sondern was ganz individuell ein Gefühl von Sicherheit gibt: Wer sich für eine außerklinische Geburt entscheidet, nur weil das andere gemacht haben, sich dabei aber nicht wohl fühlt, tut sich selbst keinen Gefallen – und andersrum. Nur du kannst entscheiden, ob du dich wohl fühlst zu Hause, im Geburtshaus, in einer „normalen“ Geburtsklinik oder einer Klinik mit Perinatalzentrum. Einfluss auf die Entscheidung nehmen natürlich auch Schwangerschaftsverlauf und eventuelle Diagnosen.

Nachdem die grundlegenden Fragen nach dem individuellen Sicherheits- und Wohlbefindensgefühl geklärt sind, kann dann im zweiten Schritt betrachtet werden, wie an dem ausgewählten Ort in besonderer Weise dafür gesorgt werden kann: Eine außerklinische Geburt wird von einer freien Hebamme begleitet. Wie sieht es aber in der Klinik aus: Gibt es Beleg-Hebammen? Wie ist die Versorgungssituation vor Ort: Brauche ich vielleicht neben Geburtspartner*in noch eine weitere vertraute Person, die vor Ort ist, damit sich diese privaten Geburtsbegleiter*innen abwechseln können und die Gebärende nicht allein ist? Das Verlassenheitsgefühl ist es oft, das Gebärende als sehr belastend unter der Geburt erleben. Welche sonstigen Rahmenbedingungen können für ein persönliches Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden sorgen: Gibt es Musik, Kuschelkissen, Kuscheldecken, Düfte, Teesorten, Essen,… die sich positiv auswirken könnten? Es erscheint uns rational vielleicht absurd, zur Geburt mit solchen Dingen zu kommen, aber hier, an diesem Tag und zu dieser Zeit zählt, dass sich die Gebärende wirklich wohl und sicher fühlt. Und wenn dafür der alte Kuschelteddy dabei sein muss, dann ist das so. Unbedingt von Vorteil ist auch, wenn die begleitende(n) Person(en) sicher sind: gut informiert über die Geburt, weil sie selbst an einem Geburtsvorberitungskurs teilgenommen haben, gut selbst versorgt mit Nahrungsmitteln und darum wissend, dass auch sie mal eine Pause brauchen und sich nehmen können. Wir können auch schon vorsorgen für die Zeit nach der Geburt: Zu Hause das Nest einrichten, in dem sich die Familie finden kann. Familie und Freunde informieren, womit sie uns nach Geburt unterstützen dürfen: vom Bekochen/Bebacken über Aufräumhilfe bis Babysitting von Geschwisterkindern. Sollte es Probleme mit dem Stillen geben, schon vorab die Liste an Stillberaterinnen zur Verfügung haben, die in der Nähe sind. Wissen, ob Kinderarzt/Kinderärztin die erste U-Untersuchung auch zu Hause durchführt. – Auch solche Vorarbeiten können Sicherheit vermitteln.

Mit diesen Überlegungen können wir versuchen, einen guten Raum für die Geburt herzustellen. Nicht immer beugen diese Rahmenbedingungen Eingriffen vor oder können die so genannte Interventionskaskade verhindern. Es liegt nicht alles in unserer Hand – auch das sollten wir vorab wissen. Wenn es anders läuft, ist das nicht deine Schuld. Manchmal verläuft die Geburt ganz anders als geplant. Manchmal ist der Start ins Elternleben anders als geplant – und dennoch kann auf so viele verschiedenen Arten eine gute, sichere Beziehung zwischen Eltern und Kind hergestellt werden. Aber es gibt nicht per se ein „besser“ oder „schlechter“ in Bezug auf den Geburtsort. Richtig ist zunächst das, wo du dich ganz persönlich geschützt, begleitet und umsorgt fühlst in qualifizierten Händen und unter Berücksichtigung deiner individuellen Bedürfnisse.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Mit Kindern basteln: Kastanien

Gerade fallen sie wieder auf die Erde und an windigen Tagen und nach Regenschauern sind die Straßen mit ihnen bedeckt: Kastanien. Kaum etwas können wir im Herbst so zahlreich finden und vielfältig verwenden. Vom Spielzeug im Kaufmannsladen über Bastelmaterial bis zur Zutat für Reinigungsmittel: mit Kastanien können wir ganze Nachmittage füllen.

Schon in ihrer puren Form sind Kastanien wunderbare Elemente für den Kaufmannsladen und die Puppenküche. Sie werden im Spiel zu Brötchen, Kartoffeln, als Eier in Eierbecher gesetzt. In großer Menge können sie als Kastanienbad genutzt werden: Eine Schublade oder andere Holzkiste voller Kastanien, in die sich das Kind hinein setzen kann ist eine schöne, taktile Erfahrung (Achtung: Kastanien sind Kleinteile, die verschluckt werden könnten).

Kastanienwichtel mit Knetbienenwachs

Natürlich lassen sich Kastanien aber auch wunderbar verbasteln. Wir alle kennen wahrscheinlich die Kastanienmännchen, die mit Hilfe eines Kastanienbohrers und Streichhölzern gebastelt werden: Tiere, Menschen, Fabelwesen entstehen so an langen Nachmittagen. Mit etwas Bienenwachsknete werden daraus noch einmal andere Figuren. Auch in Kombination mit anderen Naturschätzen wie Eicheln, Bucheckernschalen oder Haselnüssen lassen sich so ganz zauberhafte Figuren für den Jahreszeitentisch und das Fensterbrett zaubern.

Farbenspiel mit Kastanien

Mit etwas Farbe wird aus den Kastanien auch ein Farbspiel zum Zuordnen: Das weiß der Kastanien wird angemalt, Eicheln können ebenfalls einfach mit Deckfarben angemalt werden und so entstehen verschiedene Elemente für das Farbenspiel: Eine Holzschale kann außen ebenfalls in den entsprechenden Farben angemalt werden oder in eine andere Schüssel wird ein Papier in der passenden Farbe geklebt. Dann können die Farben benannt und entsprechend zugeordnet werden.

Noch mehr Bastelideen

Schöne Kastanienideen findet Ihr auch auf Instagram, beispielsweise die Kastaniengirlande, Kastanienkette oder Wurfkastanienrakete. Sie können in der Kastanienbahn rollen, oder schon für Halloween als Fledermäuse gestaltet werden.

Kastanien für die Großen

Und schließlich können selbst wir Erwachsenen die kleinen braunen Kugeln noch verarbeiten: Schon zehn gesammelte Kastanien können mit einem Messer einfach zerkleinert und dann mit 300ml warmem Wasser übergossen werden. Über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag die Kastanienreste entfernen und die Flüssigkeit als Waschmittel benutzen. Auch einfaches Putzmittel oder Shampoo kann man aus Kastanien herstellen.

Vielleicht habt Ihr ja noch eine andere tolle Kastanienidee? Dann gerne her damit!
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Bücher über Vielfalt in Rollen und Gesellschaft

Unsere Kinder wachsen in eine Gesellschaft hinein mit vielen verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit Menschen unterschiedlicher Religionen, unterschiedlichem Aussehen. Sie wachsen in eine Gesellschaft, in der es ganz verschiedene Familienmodelle gibt und in der wir immer mehr darauf achten, dass alle Menschen mit ihren individuellen Hintergründen, Temperamenten und Geschichten hier leben. Das war nicht immer so und manchmal ist es gut, Klischees in Ruhe zu besprechen und anhand eines Buches gemeinsam zu reflektieren.

Kinderbuch „Irgendwie Anders“

Irgendwie Anders

Irgendwie Anders (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) war das allererste Buch, das ich über das „anders sein“ jemals gesehen habe. Damals hatte ich noch keine eigenen Kinder und bin in einem Kindergarten auf dieses Buch gestoßen. Im Rahmen einer Qualitätsuntersuchung in der Kita sollte auch im Bücherregal nachgesehen werden, ob es auch Bücher gibt, die die Vielfalt der Gesellschaft in Rollen etc. abbilden. Ich habe es sofort ins Herz geschlossen und mir vorgenommen: Sollte ich jemals eigene Kinder haben, werde ich dieses Buch in unser Regal stellen. Viele Jahre später fand ich es auf einem Flohmarkt, erinnerte mich und nahm es mit.

„Irgendwie Anders“ wohnt allein auf einem Berg. Eigentlich möchte „Irgendwie Anders“ gerne Freunde haben, aber irgendwie passen die Wesen im Umfeld einfach nicht: Sie spielen anders, essen anders, malen anders… Irgendwie Anders ist allein. Bis es an der Tür klopft und dort „Etwas“ steht. Im Gegensatz zu Irgendwie Anders weiß Etwas gleich, dass die beiden etwas verbindet – sie sind anders. Es braucht einen Moment, bis Irgendwie Anders das versteht und in Etwas einen Freund findet, der auch irgendwie anders ist als Irgendwie Anders, aber dennoch zu ihm passt. Es ist ein wirklich schön gezeichnetes und sanftes Buch, um mit kleineren Kindern über das Anderssein zu sprechen.

Kinderbuch „Das kleine Blau und das kleine Gelb“

Das kleine Blau und das kleine Gelb

Ein Buch schon für kleinen Kinder ist „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Leo Lionni. Es passt aus mehreren Gründen in diese Reihe der Bücher, denn in dem Buch geht es um das kleine Gelb und das kleine Blau, die Freunde sind. In der gesamten Geschichte gibt es keine Geschlechtszuweisungen, das Kind kann ganz allein festlegen, welche Farbflecken wen symbolisieren. Darüber hinaus geht es aber in dem Buch um das Gleich- und Anderssein: Denn als das kleine Blau und das kleine Gelb sich vor Freude umarmen, werden sie zusammen grün. Aber so passen sie gar nicht mehr in das Zuhause des Blaus und Gelbs, die sie so erst einmal nicht erkennen und erst nachdem die Kinder geweint und sich so getrennt haben, ihre Kinder verstehen und dann selber erfahren, was sich verändert, wenn man sich verbindet.

Kinderbuch „Sigurd und die starken Frauen“

Sigurd und die starken Frauen

Im Buch „Sigurd und die starken Frauen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Jutta Nymphius und Volker Fredrich geht es um Familienmodelle und Rollenverteilung. Ausgang der Geschichte ist die tatsächlich auf Tatsachen beruhende Erkenntnis, dass ein Wikingergrab lange als Grab eines Kriegers betrachtet wurde und sich kürzlich herausstellte, dass dieses Grab eigentlich einer KriegerIN gehört (diese Geschichte findet Ihr auch in meinem neuen Buch Mutter.Sein). Die Frage, die im Kinderbuch dadurch aufgetan wird, ist die, wer eigentlich die Kinder betreut hat, wenn die Frauen als Kriegerinnen unterwegs waren. Im Buch wird davon ausgehend beschrieben, dass bei den Wikinger*innen eben die Männer mit den Kindern zu Hause blieben, sie trugen, bekochten und umsorgten. Aber so richtig zufrieden sind die Männer damit nicht und schließlich kommt es zu einer Diskussion: Einige der Kriegerinnen wollen nämlich auch gar nicht Kriegerinnen sein, sondern lieber im Dorf bleiben. Und einige Dorfbewohner wollen lieber Krieger sein. Alles wird also besprochen und schließlich bunt gemischt nach den Vorlieben der einzelnen Menschen. Und wenn Vater und Mutter beide mit dem Schiff losfahren wollen, dann bleibt das Kind bei Freunden im Dorf.

Eine lustige und bunte Geschichte über Rollenverteilung und Zuwendung. Und dass Kinder natürlich auch im Bett ihrer Väter nachts Zuflucht finden können. Ein wenig schade ist, dass die Väter, die ja eigentlich für die Mütter stehen, anfangs sehr klischeehaft dargestellt werden, aber die Geschichte ist insgesamt lustig und lädt zum Nachdenken ein über die Rollenverteilung in der eigenen Familie, wie auch zum Gespräch mit Kindern.

Kinderbuch „Was ist, wenn man anders ist“

Wie ist es, wenn man anders ist?

Was sind Ungerechtigkeiten und wie sehen die in unserer Gesellschaft aus? „Wie ist es, wenn man anders ist?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) beschäftigt sich mit dieser Frage für Kinder ab 5 Jahren. Hier geht es um Rassismus und Intoleranz: Überall auf der Welt gibt es unterschiedliche Menschen, aber manche werden unfair behandelt, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder aus einem anderen Land kommen. Kinder bekommen erklärt, was Intoleranz meint, woher Vorurteile kommen und warum es gemobbten Kindern in der Schule nicht gut geht. Das Buch zeigt auf, warum Menschen fliehen und wie wir im Alltag mit Unterscheidlichkeit umgehen sollten.

Es ist keine bunte Geschichte, sondern ein sachliches Buch, das ganz konkret älteren Kindern Begriffe erklärt und im Schlussteil noch Internetseiten empfiehlt für weitere Informationen. Ein gutes Buch, um mit größeren Kindern im schulalter über diese Themen zu sprechen und Begriffe aufzuarbeiten.

„Stories for Kids who Dare to be Different“ und „Stories for Boys who Dare to be Different“

Die Geschichten der anderen

Das erste Buch dieser Art, das ich für meinte Tochter gekauft habe, war „Good Night Storys for Rebel Girls“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel), später kamen als Geschenke von Freund*innen noch „Stories for Boys who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) dazu und „Stories for Kids who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). In allen Büchern gibt es Portraits von Personen, die eigene Wege gegangen sind und sich gegen Ansichten anderer oder Rollenvorgaben durchgesetzt haben: mutige Geschichten, lustige Geschichten – auf jeden Fall regen alle von ihnen zum Nachdenken an und sind für Gespräche geeignet. Vielleicht nicht unbedingt als Gute-Nacht-Geschichten, denn teilweise gibt es längeren Redebedarf.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die vorgestellten Bücher haben wir selbst gekauft oder von Freund*innen geschenkt bekommen.

Einschlafbegleitung mit großen Kindern

„Aber in dem Alter muss das Kind noch nun wirklich alleine schlafen können!“ habe ich kürzlich bei einem Gespräch von Schuleltern gehört. Sehr wahrscheinlich kann das Kind auch im Schulalter allein einschlafen, wenn es das Gefühl erworben hat, sicher zu sein an diesem Schlafort und bei Bedarf bei den Eltern das Bedürfnis nach Schutz und Nähe einfordern kann. Und dennoch gibt es auch darüber hinaus Gründe, warum das Kind in den Schlaf begleitet werden kann. Denn nur weil es etwas kann, bedeutet es nicht, dass es das muss.

Vielleicht war der Tag voll und anstrengend. Vielleicht gab es nach der Schule noch eine Verabredung oder einen Termin oder Hausaufgaben oder es musste unbedingt in Ruhe gespielt werden… Und dann ist auch schon der Abend da und es war viel zu wenig Zeit, um vom Tag zu berichten, um die Ereignisse des Tages los zu lassen. Und genau jetzt, am Abend, tut das noch einmal so gut: Sich den Tag von der Seele zu reden. Sagen, was heute besonders schön war und was blöd erlebt wurde. Einen Blick zurück werfen auf den Tag. Nicht allein, sondern gemeinsam. Das Gefühl, dazu zu gehören, mit allen Gedanken aufgehoben zu sein.

Viele Kinder können und wollen mit 6,7,8… Jahren allein in einem Bett einschlafen und dort die Nacht verbringen. Manche Kinder brauchen aber auch noch Nähe oder nachts eine andere Person an der Seite, wenn sie aus dem Schlaf hochschrecken. Und viele Kinder brauchen einfach noch lange eine Begleitung am Abend, gerade dann, wenn die Zeiten unruhig sind. Ob uns das besorgen sollte? Denken wir einen Moment an uns selbst und unsere eigenen Bedürfnisse. Denken wir daran, dass gerade abends Menschen dazu neigen, zu grübeln und Gedanken hin und her zu wälzen und dann gerne einmal mit der/dem Partner/in darüber sprechen. Vielleicht sogar aus dem Halbschlaf hochschrecken und sagen: „Weißt du was, ich muss dir dringend noch erzählen, dass…“ Wahrscheinlich kennen wir alle diese Momente. Und auch Kinder haben sie. Auch sie müssen abends manchmal noch ihre Gedanken aussprechen, um dann beruhigt in die Nacht zu finden. Und auch bei Kindern ist das in Ordnung – warum auch nicht?

Manchmal sind es auch keine Worte, die wir am Abend nach einem anstrengenden Tag brauchen – und anstrengende Tage gibt es gerade zum Schulbeginn oft -, sondern das Gefühl, gehalten zu werden. Einfach im Arm eines anderen Menschen liegen, die Nähe genießen, das wohlige Gefühl des Vertrauens und die Beruhigung, die durch das Oxytocin in unseren Körper strömt. Manchmal braucht es das an Tagen, an denen so viel neu ist, an denen sich ein Kind vielleicht in der neuen Schule ausgegrenzt gefühlt hat oder das schmerzende Gefühl hat, nicht dazu zu gehören.

Wenn unsere großen Kinder in den Schlaf begleitet werden wollen, ist das meist kein Zeichen eines Mangels an Regulationsfähigkeit, sondern ein Zeichen für einen Bedarf. Bedarf nach Nähe, Vertrautheit, Zuwendung. Und mit der kleinen Geste der Zuwendung am Abend, mit dem Zuhören im Bett, mit einem um die Schultern gelegten Arm können wir ihnen am Ende des Tages das wohlige Gefühl geben, in dieser aufregenden Welt einen sicheren Ort zu haben, an dem sie den Tag loslassen können. Was für ein wunderbares Gefühl muss das sein.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Entwicklungsgespräche führen im Kindergarten

Wenn euer Kind einen regulären Kindergarten besucht, habt ihr wahrscheinlich schon häufiger Entwicklungsgespräche geführt oder sie stehen bald an. Häufig sind diese Gespräche einfach noch mal eine Bestätigung: meinem Kind geht es hier gut, es entwickelt sich „normal“. 

Manchmal gibt es jedoch Gespräche, die sich einfach nicht gut anfühlen. Das kann ganz verschiedene Ursachen haben, z.B. das Gefühl der einseitigen Betrachtung oder Stigmatisierung des eigenen Kindes. Wie könnt ihr damit umgehen?

Spürt in euch hinein: Ihr seid die Experten für euer Kind und kennt es am besten. Das heißt nun nicht, dass ihr die Einschätzungen von Erzieher*innen einfach in den Wind schlagen sollt (denn diese haben wiederum einen pädagogischen Background und äußern im besten Falle Befürchtungen etc. nicht leichtfertig, sondern nach sorgfältiger Überprüfung ihrerseits). Dennoch solltet Ihr für euch überprüfen, ob ihr den Dingen, die genannt wurden, so zustimmen könnt und euer Kind wiedererkennt.

Gesprächsbereitschaft: Steht nicht allem ablehnend gegenüber, aber macht deutlich: mein Kind ist wunderbar, so wie es ist. Es sind höchstens und lediglich die Handlungen, die hier im Fokus stehen sollten. 

Sucht gemeinsam nach Lösungen: Was erschwert dem Kind die Situation? Geht keiner Schuldfrage nach, sondern schafft ein gegenseitiges Hilfesystem fürs Kind, dass sich der Frage widmet: Was braucht dieses Kind, um sich hier im Kindergarten wohl zu fühlen und gut anzukommen? Und wie können wir gemeinsam ihm dabei helfen?

Geduld: Wenn es um reine charakterliche Dinge geht oder Entwicklungsunterschiede, die ihre Zeit brauchen: habt Geduld. Und  bittet die Erzieher*innen, diese ebenfalls zu haben.

Akzeptanz für die Einzigartigkeit von Kindern: Kein Kind muss in ein Raster passen. Dein Kind spielt zufrieden mit sich und mag keine Großgruppensituationen, scheut diese sogar? Vielleicht bist du ja selbst ebenfalls ein Mensch, der wenige, ausgewählte Freunde hat und damit vollkommen zufrieden ist. Nicht jedes Kind muss ein „Gruppenleader“ sein, sofern es sich mit seiner Situation wohl fühlt.

Chance: Seht Konflikte auch immer als Gelegenheiten, um gemeinsam zu wachsen. 

Entwicklungsgespräche als Anregung

Meistens erfüllen Entwicklungsgespräche einen ganz zentralen Zweck: Sie stellen den Kontakt und die Verbindung zwischen Pädagog*innen und Eltern sicher. Deswegen: habt Mut, freut euch auf die Möglichkeit, euch auszutauschen und in Verbindung mit den Menschen zu treten, die euer Kind Tag für Tag begleiten. Und scheut euch dennoch nicht, ihre Ansichten zu hinterfragen. Bei den Farbtupfern vermeiden wir daher das Wort „Entwicklungsgespräch“ und sprechen lieber von „Begleitungsgesprächen“, denn Worte schaffen Realität.

Janine Ringel ist Sozialpädagogin (BA) und Mutter von zwei Kindern (2014 und 2017 geboren). 2017 hat sie zusammen mit ihrem Mann den kleinen, bindungsorientierten, auf Achtsamkeit und GFK basierenden Kindergarten „Farbtupfer“ in Lübeck für Kinder von 2-6 Jahren gegründet und arbeitet darüber hinaus in der Elternberatung. Sie ist ausgebildet in gewaltfreier Kommunikation nach M.B.Rosenberg. Mehr von Janine findet Ihr auf auf  farbtupfer.org oder hier   auf Instagram.

Wie fühlt sich der Herbst mit Minimalschuhen an? {Werbung}

Der Herbst ist mit Kindern eine wunderbare Jahreszeit: Gemeinsam kann viel in der Natur erlebt und Schätzen können geborgen werden: Bucheckern, Eicheln, Kastanien, Stöcker und Steine werden gesammelt. Die Farben des Herbstes werden betrachtet, Blätter gesammelt und Bilder in Herbstfarben gemalt. Aber wie fühlt sich eigentlich der Herbst an?

Mit Kindern auf Entdeckungstour gehen

Mit dem Rucksack auf dem Rücken, ausgestattet mit einem Kindertaschenmesser, Proviant und vielleicht noch einem Pilzsammelbuch, lässt sich ein ganzer Nachmittag wunderbar in der Natur verbringen. So viele Dinge gibt es zu entdecken. Aber nicht nur der Geruchssinn wird beansprucht bei einem Waldspaziergang, bei dem es schon pilzig-feucht riecht, auch das Sehen kann viele Eindrücke wahrnehmen. Daneben hält der Herbst auch für den Tastsinn Überraschungen bereit, denn Kinderhände wollen berühren und spüren – und Kinderfüße können fühlen, wie sich der Boden im Herbst anfühlt, wenn sie über Kastanien und Eicheln laufen.

Gerade gibt es so viel in der Natur zu finden – und zu fühlen

Minimalschuhe im Herbst – ein Abenteuer

Minimalschuhe haben eine besonders dünne und flexible Sohle. Daher kann der Untergrund gut wahrgenommen werden. Der Fuß kann sich in seinen Bewegungen dem Untergrund anpassen, was zu einem sicheren Gang und angenehmem Laufgefühl führt.

Während im Frühjahr und Sommer das Barfußgehen gerade auch für Kinder eine wunderbare Option ist, um sich mit dem Laufen vertraut zu machen und sich gut fortzubewegen, wird das in den kühleren Monaten oft schwerer. Natürlich sind Kinder auch weiterhin aktiv und wollen sich bewegen. Ein Schuh sollte auch in den kühleren Monaten den Fuß nicht einschränken: Mit einer flexiblen Sohle ausgestattet, ermöglicht ein Minimalschuh Bewegungsfreiheit und gleichzeitig Schutz. Im Herbst und Winter ist es zudem wichtig, dass der Schuh auch vor den Witterungsbedingungen schützt, d.h. Feuchtigkeit abhält und den Fuß wärmt, ohne dass dieser schwitzt.

Natürlich sind diese Vorteile von Minimalschuhen auch in der Stadt nutzbar, denn auch hier wird geturnt, balanciert, gespielt, gerannt. Mit Minimalschuhen hat das Kind dabei ein gutes Gefühl für den Untergrund.

Leicht und mit sehr biegsamer Sohle: Der Herbst-/Winterschuh „Hund“ von Affenzahn

Minimalschuhe für Herbst/Winter von Affenzahn

Nachdem Affenzahn für das Frühjahr erfolgreich die erste eigene Minimalschuh-Kollektion auf den Markt gebracht hat, sind nun die Modelle für Herbst und Winter nachgerückt. Auch dieses Mal gibt es farbenfrohe Designs, passend zu den Kinderrucksäcken, aber auch einige schlichtere Varianten. Auch in der Materialauswahl gibt es eine breite Palette: Von den veganen Modellen Koala und Dino über die Woll-Modelle Hund und Vogel bis hin zu den Ledermodellen Tiger und Bär.

Wir haben uns für das Woll-Modell Hund entschieden, welches – wie schon in der Sommervariante – einen einfachen Schließmechanismus hat und auch durch die Ausrichtung des kleinen Labels an der Rückseite des Schuhs dem Kind leicht ermöglicht, den Schuh selber an- und auszuziehen. Die umlaufenden Reflektoren geben im trüben Herbstwetter einen weiteren Sicherheitsbonus. Mehrere Schichten sollen den Schuh wärmen und gleichzeitig vor äußerer und innerer Feuchtigkeit schützen. Gleichzeitig ist auch dieser Minimalschuh wieder besonders leicht mit nur 418g für einen Winterstiefel. Besonders schön: Dieses Mal gibt es eine herausnehmbare Sohle, mit deren Hilfe die Passform immer mal überprüft werden kann, falls der Fuß wieder gewachsen ist. Das Mikrofaser-Material der Oberseite besteht zu 50% aus recyceltem PET-Gewebe.

Mit den Minimalschuhen von Affenzahn konnte hier der beginnende Herbst so auch schon an den Füßen gespürt werden – eine schöne Möglichkeit, um mit allen Sinnen wahrzunehmen. Die neuen Herbstmodelle gibt es im ausgewählten Fachhandel und online. Für die Wahl der richtigen Größe sollte beim Onlinekauf auf jeden Fall der Größenberater genutzt werden: Passend zu jedem Modell gibt es die Möglichkeit, eine Schablone in der gewünschten Größe auszudrucken, auf die sich das Kind stellen kann. So kann überprüft werden, ob der Schuh in Breite und Länge passt.

Und nun: Viel Spaß bei den Abenteuern im Herbst!

Ich hab mich lieb! – Das Selbstwertgefühl von Kinder fördern

„Ich hab Dich lieb, Kind!“ sage ich meinem Sohn am Abend. Mit strahlenden Augen blickt er mich an und erklärt „Ich hab mich auch lieb, Mama!“ – Einen Moment stocke ich. Ob ich nachfrage, ob er mich auch lieb hat? Aber eigentlich brauche ich das gar nicht, denn wenn er erklärt, dass er sich selbst lieb hat, ist das eigentlich ausreichend und sagt viel mehr als „nur“ etwas über das Empfinden aus.

Selbstwert als wichtige Eigenschaft der Zukunft

Kinder im Wachsen zu begleiten, bedeutet, sie auf das zukünftige Leben vorzubereiten. Was sie brauchen werden, wissen wir heute nicht genau. Was wir ihnen aber auf jeden Fall für eine ungewisse Zukunft mitgeben können, ist ein Vertrauen in sich selbst, ein gutes Bild von sich selbst. Denn durch ein positives Bild von sich selbst, gehen sie an schwierige Aufgaben leichter heran. Sie denken nicht: „Oje, das sieht aber schwer aus!“ sondern „Puh, das sieht schwer aus, ich probier das aber mal aus!“ Sie begegnen Herausforderungen, anstatt sich vor ihnen zu verstecken. Dabei können sie ihr eigenes Können und ihre Grenzen gut einschätzen. Sie wissen, dass es immer auch Hindernisse und Schwierigkeiten gibt, können damit aber umgehen, beispielsweise indem sie sich Hilfen organisieren, recherchieren, nach Lösungen aktiv suchen.

Selbstwert entsteht nicht durch Lob

An der Entstehung dieses Selbstwertes können wir Eltern aktiv beteiligt sein, und zwar auf eine entspannte Weise. Wir müssen nicht beständig unsere Kinder loben, um ihnen ein gutes Gefühl für sich selbst zu vermitteln. Im Gegenteil: Lob bewertet bestimmte Handlungen oder Eigenschaften, beim Selbstwertgefühl geht es aber um die gesamte Persönlichkeit, die als wertvoll betrachtet wird. Lob vermittelt dem Kind, dass es nicht um seiner Persönlichkeit, seiner Ganzheit wegen geliebt wird, sondern für bestimmte Handlungen und Eigenschaften. Natürlich wünscht es, dass es für diese bestimmten Aspekte seines Selbst immer weiter gelobt wird, weil das Kind aus Bindungssicht darum bemüht ist, von den Bezugspersonen angenommen und geliebt zu werden: Es fordert also beständig mehr Lob ein. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass die schon bei sich selbst als hervorragend wahrgenommenen Aspekte in den Gedanken des Kindes ja nicht weiter ausgebaut werden müssen – Loben würde dann das Handeln einschränken. Lob ist also kein Mittel, um Kindern ein gutes Selbstwertgefühl zu vermitteln (ausführlicher über Lob hier bei Gewünschtestes Wunschkind).

Wir müssen unseren Kindern auch nicht beständig übertrieben vermitteln: „Du bist stark“, „Du bist unabhängig“, „Du bist toll“. Denn auch hier heben wir nur die Besonderheiten hervor, aber nicht ein grundlegendes Gefühl der Akzeptanz.

Selbstwert wird im Alltag gestärkt

Anstatt durch gezieltes Lob können wir das Selbstwertgefühl des Kindes im Alltag stärken durch unsere Begleitung. Wir müssen dafür gar nicht viel tun, sondern eher beobachten und begleiten: Finden wir heraus, was unsere Kinder wirklich gerne machen und ermöglichen wir ihnen, genau das zu tun. Nehmen wir wahr, wie das Kind ist und akzeptieren wir das: auch dann, wenn das Kind ein ganz anderes Temperament hat als wir selbst, anderen Hobby nachgehen möchte als wir es uns gewünscht haben. Vermitteln wir dem Kind, dass es so, wie es ist, in Ordnung ist und versuchen wir nicht beständig, es „besser“ zu machen, indem wir erklären, wie es schöner/netter/adretter aussehen würde, wie es liebenswerter/cooler/beliebter wäre. Ein Kind ist, wie es ist. Es kommt mit einem bestimmten Temperament zu uns, mit bestimmten Stärken und Schwächen. Akzeptieren wir die Schwächen und erlauben wir dem Kind, die eigenen Stärken und Interessensgebiete auszubauen.

Erlauben wir dem Kind, Erfolge selbst zu haben und zu fühlen. Das beginnt schon bei Kleinigkeiten im Alltag wenn unsere Kinder noch klein sind: Lassen wir sie ihre Worte aussprechen, die sie sich so mühselig zurechtgelegt haben, lassen wir sie die Erfahrung machen, selbst sitzen, krabbeln, laufen zu lernen, anstatt sie hinzustellen und an den Armen zu halten, damit sie erste Schritte tun. Warten wir ab, statt schnell einzugreifen und lassen wir Kinder eigene Lösungen finden.

Wenn das Kind seine Schwächen als solche wahrnimmt und Hilfe braucht, begleiten wir es einfühlsam und vermitteln nicht, dass es in diesem Bereich „dumm“ oder „faul“ ist, sondern erklären wir, dass Menschen unterschiedlich sind und unterschiedliche Kompetenzen haben. Für die Schule mag es an einigen Stellen wichtig sein, dass auch die Bereiche, in denen Kinder nicht gut sind, aufgebaut werden, aber auch dabei können wir darauf achten, den Kindern ein positives Grundgefühl zu lassen dafür, dass die eigenen Schwerpunkte eben in anderen Bereichen liegen und das auch okay ist.

Selbstsicher sein, ohne Selbstsicherheit einzufordern

Unsere Kinder können ein gutes Gefühl für sich entwickeln, ohne dass wir sie darin speziell unterrichten müssten oder das von ihnen einfordern. Im Gegenteil: Der Weg dorthin führt über Eigenständigkeit und Akzeptanz – und neben Wurzeln auch besonders Flügeln. So entwickeln sie ein Gefühl für „Ich hab mich lieb!“ Und wenn sie das von sich denken, bedeutet es, dass wir ihnen sehr viel auf den Weg mitgegeben haben und unseren Kindern jene Liebe mitgegeben haben, die sie brauchen, um sich selbst zu lieben.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Die Erziehung für morgen

Manchmal ist es nicht so einfach sich über Nachhaltigkeit mit anderen zu unterhalten, denn es gibt viele unterschiedliche Meinungen dazu, was wie getan werden kann und Sinn macht und ob es überhaupt einen Sinn machen würde, wenn wir als einzelne Familien nachhaltig leben: schließlich braucht es politische Lösungen für nachhaltige Regelungen. Und natürlich stimmt es, dass dringend politische Lösungen gefunden werden müssen – bessere und innovativere als die kürzlich verabschiedeten. Dass sich das Klima wandelt, ist nicht bestreitbar. Dass dies bereits jetzt auf einen Großteil der Bevölkerung gravierende Auswirkungen hat, ebenso nicht. Noch sitzen wir hierzulande in einem ziemlich komfortablen Boot, das auf privilegiertem Wasser treibt – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber darauf sollten wir uns nicht ausruhen: Weder in Anbetracht der Menschen, die unter unserem Luxus bereits heute leiden, noch in Anbetracht der Menschen hierzulande und unserer Kinder. Denn Nachhaltigkeit und Klimaschutz bedeutet nicht nur, dass wir heute versuchen, das Ausmaß der Schäden in einem Rahmen zu halten, sondern es bedeutet auch, dass wir unsere Kinder schon heute auf das Morgen vorbereiten.

Die Welt ändert sich – Erziehung muss mitgehen

Die Welt ändert sich. Das hat sie schon immer getan, aber heute ist die Art des Wandels größer, gefährlicher. Die Welt ändert sich in einem Ausmaß, das nicht nur rasant ist, sondern auch die Lebensbedingungen so gravierend ändert, dass wir es uns nur schwer vorstellen können: die Temperaturen ändern sich, die Vegetation, die Lebewesen. Wie wir (über)leben können, ändert sich. Erziehung ist seit jeher der Weg, Kinder in das Leben zu begleiten und sie auf das eigenständige Leben vorzubereiten. Wir leben vor, wie sie sich in der Gesellschaft bewegen können, worauf sie Rücksicht nehmen müssen, welche Werte richtig und wichtig sind. Wir bringen ihnen im Dialog Sprache bei, zeigen ihnen das Lesen und Schreiben. Wir bereiten sie auf das vor, was sie später erwartet.

Was unsere Kinder erwartet, ist eine Zeit, in der sie mit Ressourcen noch achtsamer umgehen müssen als wir es aktuell oder in naher Zukunft tun. Sie erwartet eine Zeit, in der Ressourcen begrenzt sind und werden. In der sie global denken müssen statt regional. Sie erwartet eine Zeit, in der sie innovativ und kreativ sein müssen, in der soziale Aspekte des Miteinander von großer Bedeutung sind, Empathie und gegenseitige Unterstützung.

Unsere „Erziehung“ heute sollte sie auf diese Erfordernisse vorbereiten: Indem wir darum bemüht sind, ihnen sichere Bindungsbeziehungen zu ermöglichen, geben wir ihnen bereits viel mit auf den Weg, was sie später an sozialen Komponenten benötigen. Darüber hinaus können und sollten wir ihnen jedoch schon heute vorleben, ressourcenschonend mit der Welt umzugehen. Wir sollten durch ein gutes Beispiel voran gehen und unseren Kindern vorleben, wie wir selbst nachhaltig mit Ressourcen umgehen, können uns je nach Alter des Kindes über die Umwelt austauschen, können ins Gespräch gehen, warum wir bestimmte Dinge nicht (mehr) tun und wie es anders geht. Wir können Augen und Herzen öffnen für die Menschen, denen es weniger gut geht. Wir können gemeinsam abenteuerlich neue Wege gehen: gemeinsam nachhaltige Wege recherchieren, berechnen und überprüfen, wie wir zusammen ohne Flugzeug an das Reiseziel kommen, können gemeinsam Putzmittel oder Kosmetik herstellen. Im Supermarkt können wir zusammen die Schilder von Obst und Gemüse lesen und die Äpfel aus der Region kaufen statt aus Übersee. Und später können wir auf der Landkarte ansehen, woher so manches Obst überhaupt anreist. Wir können zusammen einen Kalender anlegen über saisonales Obst und Gemüse und dabei lernen, welche Nahrungsmittel wann wachsen. Wir können überlegen, wie wir die (noch) reiche Ernte für den Winter haltbar machen und ein paar Sachen zusammen ausprobieren. Wir können – ohne Dogma, aber bestimmt – mit einer nachhaltigen Lebensweise beginnen, die ein natürlicher Teil des Aufwachsens ist und Kinder vorbereitet auf die Zukunft und gleichsam vielleicht heute bereits einen kleinen Teil dazu beiträgt, die Auswirkungen der Vergangenheit zu begrenzen.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.