Alle Artikel von Susanne Mierau

Wenn Dein Kind auf einmal „Ich!“ sagt…

„Ich! Groß!“ Mit Staunen blicke ich in ein empörtes kleines Gesicht. Fast möchte ich empört zurück blicken, als mir klar wird: Das stimmt ja. Das Kind mir gegenüber ist dem Babyalter schon längst entwachsen. Dort vor mir steht kein Baby, sondern ein selbständiges Kleinkind, das für die eigenen Bedürfnisse eintritt, das Ideen tatkräftig verfolgt. Ein Kind, das „Ich!“ sagt und es so meint. Manchmal fällt es nur so schwer, den Gedanken an das kleine Kind los zu lassen. Weiterlesen

Sei Gefühlsübersetzer/in für Dein Kind!

Manchmal ist es gar nicht so einfach für uns als Eltern, aber gerade auch für die Kinder, mit den eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. Gerade wenn sie noch klein sind, scheint manchmal eine Woge von Gefühl über sie hinweg zu brausen, die sie mitzureißen droht – oder es gar tut. Als Eltern stehen wir manchmal daneben und verstehen nicht so recht, was diese Flut ausgelöst hat und auch nicht, wie wir mit ihr umgehen können. Dabei ist ein erster Weg zur Hilfe einfach nur die Beschreibung dessen, was gerade passiert. Weiterlesen

Kranke Kinder mit Liebe pflegen

„Mama, es geht mir nicht gut!“ sagst Du und schaust mich aus müden Augen an. Kleine Arme strecken sich mir entgegen und ich trage Dich auf meinem Arm, streichle Deinen Kopf. Ich kann Dir das Kranksein nicht abnehmen, so gern ich es würde. Ich merke, wie warm Dein kleiner Körper ist, wie schnell Dein Atem geht und wie erschöpft Du bist von den Tagen des Krankseins. Ich merke, wie sich die Erschöpfung in mir breit macht: Darüber, zu wenig zu schlafen und immer wieder aufzuwachen. Darüber, Dich vom Kranksein ablenken zu wollen und doch nur schlechte Laune entgegen zu bekommen. Darüber, wie wenig ich ausrichten kann. Weiterlesen

„Geborgen wachsen“ und Attachment Parenting – Gehört das zusammen oder nicht?

In der letzten Zeit wird auf verschiedenen Kanälen immer wieder nach Definitionen von modernen Erziehungskonzepten gesucht. „Attachment Parenting“, „Unerzogen“, „Bindungsorientierte Elternschaft“, „Bedürfnisorientierte Elternschaft“ – Eltern haben es schwer, sich in dem Durcheinander der Begrifflichkeit zurecht zu finden. Manchmal sind sie auch überfordert von dem, was anscheinend eine gute Beziehung ausmachen soll. Auf der anderen Seite ist oft die Frage zu lesen: „Brauchen wir überhaupt einen Begriff?“ wenn es darum geht, dass Elternschaft leben heute eben nicht mehr starr ausgerichtet, sondern als sich wandelnder Prozess betrachtet wird, der die Beziehung von Eltern und Kind in den Vordergrund rückt und nicht das Abhandeln von strikten Regeln oder Empfehlungen. Was gehört dazu, um eine sichere Bindung auszubilden und was ist ganz persönlicher Gestaltungsspielraum? Weiterlesen

Wochenende in Bildern 10./11. Februar 2018

Manchmal laufen die Dinge ganz anders als geplant: Eigentlich wollte ich am Samstag in unserem gemütlichen großen Bett auf dem Land aufwachen neben Mann und Kindern, mich an den gedeckten Frühstückstisch setzen und einen Kaffee trinken. Tatsächlich beginnt der Tag um 4:45 Uhr in einem Flughafenhotel in Paris. Beruflich war ich in Paris (mehr dazu in der Highlight Instastory). Mein Rückflug am Tag zuvor wurde jedoch plötzlich gestrichen und nach vielen Tränen und einer abenteuerlichen Suche nach Hilfe auf dem Pariser Flughafen bin ich schließlich nachts in einem Hotel gelandet.  Weiterlesen

Der Kompass: Irgendwann ist auch mal Schluss! Über das Nein sagen.

Ruth ist Mutter von drei Kindern und eine der bekanntesten Personen, die sich im Netz für das „unerzogene Leben“ mit Kindern einsetzt. Anders als viele denken, bedeutet „unerzogen“ jedoch nicht, dass Kinder sich selbst überlassen werden. „Unerzogen“ ist nicht „laisser faire“, sondern bezieht sich ganz besonders darauf, dass die Beziehung in den Mittelpunkt gerückt und betrachtet wird. Um darüber aufzuklären und mehr Menschen zu informieren, hat mir Ruth diesen Text mit ihrem Blick auf „das Nein“ gesendet: Weiterlesen

Slow pregnancy – Annas Schwangerschaft Woche 15

Anna berichtet in dieser Kolumne Monat für Monat von ihrer dritten Schwangerschaft. „Slow pregnancy“ umschreibt ihren achtsamen, bewussten Umgang mit dieser Zeit und den Gedanken, die sie sich rund um das Schwangersein macht.

Ich bin in der Schwangerschaftswoche, in der das Baby so groß ist wie eine Zitrone. Das weiß ich, weil meine App es mir sagt. Es ist mir nicht wichtig. Zum ersten Mal nehme ich eine Schwangerschaft wirklich in Ruhe wahr. In meinem Bauch wächst unser drittes Kind heran. Es gibt mir ein letztes Mal die Gelegenheit, um mich ganz einzulassen auf das Wunder, das ein neues Leben bedeutet. Weiterlesen