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Hausmittel für Kinder: Wickel, Auflagen und Kompressen

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Der Herbst ist da und damit die ersten Schniefnasen, ein kleiner Husten hier oder auch manchmal leicht erhöhte Temperatur. Zeit, um einerseits die Hausapotheke aufzufrischen mit Medikamenten für den Notfall, aber auch um die kleinen Alltagshelfer bereit zu legen, die bei kleineren Erkrankungen oder zur Überbrückung gut genutzt werden können. Wickel können für junge und ältere Menschen bei einigen Erkrankungen eine Linderung verschaffen und sind gerade auch bei Kindern ein schönes Ritual.

Wickel, Kompresse oder Auflage?

Fast jeder kennt den Klassiker unter den Wickeln: Wadenwickel bei Fieber. Aber auch bei Husten und anderen Beschwerden können Wickel angewendet werden. Nahezu jeder Körperbereich kann damit versorgt werden: Unterschieden wird zwischen den klassischen Wickeln, bei denen ein Körperteil vollständig umwickelt wird (Z.B. Brustwickel), den Auflagen, die nur aufliegen, nicht aber alles umfassen und Kompressen, die auf kleinen Körperstellen liegen, wie z.B. Ohrkompressen. Grob unterscheidet man auch warme und kalte Wickel:  Kalte Wickel werden insbesondere bei Fieber und Entzündungen eingesetzt, aber auch bei Verstauchungen/Prellungen oder Insektenstichen. Warme Wickel hingegen fördern die Durchblutung und entspannen, beispielsweise bei Bauchschmerzen. 

Anwendungsregeln für Wickel

  1. Zunächst muss der Raum angenehm warm sein, so dass das Baby oder Kind entkleidet werden kann ohne dass es sofort auskühlt oder wegen der Kälte weint oder sich verkrampft. Gut ist es, in einem warmen Raum zu wickeln und das Kind dann in einen anderen Raum zu bringen, in dem zuvor gelüftet wurde. Die entspannende Wirkung eines Wickels vertieft die Atmung.
  2. Zeit nehmen: kein Handy, keine Ablenkungen.
  3. Bevor gewickelt wird, sollten alle „Wickelzutaten“ in Reichweite gelegt werden, damit der Wickel schnell angelegt werden kann und Eltern nicht in die Versuchung kommen, das Kind kurz allein auf dem Wickeltisch liegen zu lassen, um etwas zu holen (Achtung: Sturzgefahr, Kinder niemals allein auf dem Wickeltisch liegen lassen – auch nicht, wenn sie krank und schläfrig sind!).
  4. Mit dem Kind reden: Sprachlich begleiten, was gemacht wird. Das ist auch schon für die ganz kleinen Kinder schön und hilfreich.
  5. Nachfragen: Ist es gut so? Wenn sich das Kind unwohl fühlt, muss der Wickel wieder entfernt werden.

Wie sieht ein Wickel aus?

Dank Wickelsets ist das Anlegen eines Wickels nicht besonders schwer. Die Tücher sollten mehrmals vorgewaschen werden, damit sie angenehm weich sind. Der eigentliche Wickel besteht meistens aus 3 Tüchern:

Das Innentuch kommt direkt auf die Haut und sollte so groß sein, dass es den zu behandelnden Bereich bedeckt. Es kann aus Baumwolle, Leinen oder Seide bestehen. Leinen ist besonders gut für kalte Wickel, da es Körperwärme gut ableitet. Hat man kein extra Wickelset, kann man auch ein Geschirrtuch oder eine Mullwindel als Innentuch verwenden. Das Innentuch ist der Träger des Mittels, das zur Anwendung gebracht wird. Es wird in Wasser oder Tee getränkt oder bei einem Quarkwickel mit Quark bestrichen. Dann wird es straff und faltenfrei (damit der Wirkstoff gut einziehen kann und es bequem ist) auf die entsprechende Körperstelle aufgelegt.

Über das Innentuch, das auf der Haut aufliegt, kommt das Zwischentuch. Das Zwischentuch ist insbesondere dafür da, das Außentuch vor dem Durchweichen zu schützen. Es sollte größer sein als das Innentuch, um alles gut abzudecken. Es kann aus Baumwolle sein. Für wärmende Wickel am Hals oder auf der Brust eignet sich besonders Heilwolle, die den wärmenden Effekt verstärkt.

Die letzte Schicht nach außen bildet das  Außentuch, das die Temperatur des Wickels für einige Zeit halten und vor Durchweichen schützen soll. 

Wie Wickel wirken

Wickel können wärmen oder kühlen – je nach Material, dem verwendeten Hausmittel (Quark, Zitronenwasser, Öl, Bienenwachs,…), der Feuchtigkeit des Tuches und der Dauer der Anwendung.

Wird etwas Kaltes auf die Haut aufgelegt, ziehen sich zunächst die Blutgefäße zusammen, um einem Wärmeverlust vorzubeugen. Die Stelle kühlt leicht ab. Doch nicht nur auf der betreffenden Stelle wirkt der Kältereiz:  Er aktiviert auch das vegetative Nervensystem, so dass sich die Blutgefäße verengen, der Blutdruck gesteigert und die Atmung vertieft wird. Auch der Stoffwechsel wird angeregt, weshalb es beim Wechseln von kalten Wickeln gut ist, sie auszuspülen vor erneutem Anlegen: der Körper entgiftet, weil sich die Poren durch den nassen Wickel weiten und die Abbauprodukte so gut über die Haut ausgeschieden werden können. Bleibt der Wickel dann aber länger auf der Haut und das Tuch trocknet, wird der einstmals kühlende Wickel warm durch die Körperwärme. Diese Wärme wird beispielsweise bei Halswickeln genutzt.

Warme Wickel entspannen und lösen Krämpfe. Sie werden feucht und warm (aber nicht heiß) aufgelegt und regen die Durchblutung an, wodurch mehr Sauerstoff und Nährstoffe an den Ort der Auflage gelangen.

Natürlich können Wickel aber auch einfach durch ätherische Öle wirken und müssen nicht über die Temperatur Einfluss nehmen, wie beispielsweise bei beruhigenden Auflagen mit Lavendelöl oder bei Zwiebelkompressen für die Ohren.

Anwendungsbeispiele

Wickel gibt es viele verschiedene und sie werden oft zusammen mit klassischen Hausmitteln eingesetzt: Kartoffelwickel sind beispielsweise eine häufige Anwendung bei Halsschmerzen ohne Fieber am Abend. Eine warme, zerdrückte Kartoffel wird dann in ein Tuch eingeschlagen und mit Halswickelset oder Schal einwirken lassen. Bei Fieber und Halsschmerzen wird eher ein Quarkwickel gemacht. Bei Husten kann auch ein Bienenwachswickel Linderung verschaffen, entweder fertig gekauft oder nach dieser Anleitung hergestellt. Der Wadenwickel kann bei Kindern ab etwa 2 Jahren dann angewendet werden, wenn das Fieber nicht mehr steigt, das Kind am ganzen Körper warm ist und schwitzt. Er hilft dann beim Senken des Fiebers. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die sich vom Körper erwärmenden Tücher regelmäßig ausgewechselt werden, um die kühlende Wirkung zu erzielen. Etwa 3-4 Durchläufe mit kühlenden Tüchern werden insgesamt gemacht. „Kühlend“ bedeutet nicht, dass kaltes Wasser verwendet wird: für die fiebersenkenden Wadenwickel wird lauwarmes Wasser benutzt.

Verschiedene Wickel für Kinder

1 Wadenwickel für Kinder von Petit & Grands
2 Ohrkompressen von Wickel & Co.*
3 selbstgemachter Bienenwachswickel, auch fertig zu kaufen von Wickel & Co.*
4 Brustwickel von Wickel & Co.*
5 Halswickel von Wickel & Co.*

Wann zum Arzt?

Hausmittel können eine gute und oft auch schnelle Hilfe sein, um bei Erkrankungen Linderung zu verschaffen. Wichtig ist, die Kinderärztin/den Kinderarzt hinzu zu ziehen, wenn Verdacht auf eine Kinderkrankheit besteht, Symptome nicht eindeutig eingeordnet werden können, Eltern unsicher sind, ein Fieber andauert oder Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen besser werden. Wer ätherische Öle verwenden möchte, sollte sich an fachkundiger Stelle über deren richtige Anwendung informieren. Gerade bei Kindern gibt es hier Einschränkungen. Auch bei Ohrenschmerzen sollte ein Besuch der Ärztin/des Arztes erfolgen. Ohrenschmerzen (aber auch andere Schmerzen) können für Kinder sehr schlimm sein und es ist wichtig, sie nicht den Schmerzen zu überlassen, sondern eine geeignete Schmerzbehandlung zu ermöglichen. Hausmittel sind toll, aber manchmal ist mehr als Wickel, Tee und Kompressen notwendig. Außerhalb der Öffnungszeiten der eigenen Kinderärztin kann auch der Kinderärztliche Bereitschaftsdienst in Anspruch genommen werden bzw. Notdienstpraxen. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen muss natürlich umgehend der Rettungsdienst der Feuerwehr gerufen werden.

Eure

 

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Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Heilpraktikerin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Elternblogs über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Wochenende in Bildern 13./14. Oktober 2018

Das war wohl die bislang anstrengendste Woche dieses Jahres, voll von unterschiedlichen Aufgaben, Herausforderungen und Gefühlen. Nach mehreren Übernachtungen auf einem Klappbett im Krankenhaus wache ich am Samstag allein in einem Doppelbett in einem Hotelzimmer in Hamburg auf: Ich bin als Referentin auf den Attachment Parenting Kongress eingeladen. Die Familie muss in diesem Jahr zum ersten Mal in Berlin bleiben.

Die Woche war sehr voll und es war eine große Herausforderung, alles einigermaßen miteinander zu vereinbaren. Eigentlich hatte ich meinen Vortrag zum Thema „Trotzphase? Autonomiephase? Überhaupt eine Phase?“ schon fertig, habe dann aber doch noch morgens einige Ergänzungen eingebaut zum Thema Wortwahl mit Beispielen aus dem Film, dessen Erscheinen gerade so viele Menschen bewegt und protestieren lässt. Noch habe ich ihn nicht ganz gesehen, wurde aber dazu und zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Danach kann ich sicherlich mehr berichten.
Mein Vortrag in Hamburg war ausgebucht und auch im Anschluss haben sich interessante Gespräche ergeben zu diesem und anderen Themen mit Hebammen und Elternberater*innen. Die Präsentation ist hier zu sehen. Ein rundum schöner und voller Tag. Am Abend geht es jedoch schon zurück nach Berlin: Zum Ende dieser Woche gibt es noch einen Geburtstag, der gefeiert werden will.

Ein Sonntagmorgen wie genau vor 6 Jahren. Als wir um 10 Uhr zusammen mit der Großmama am Frühstückstisch sitzen, denke ich daran, wie genau jetzt vor 6 Jahren hier in diesem Raum mein Kind geborgen wurde: ich am Schreibtisch stehend. Mit der Schwangerschaft und Geburt dieses Kindes hat all dies hier angefangen, Geborgen Wachsen.
Am Tag zuvor habe ich noch ein reges Gespräch geführt über Geschenke und Spielsachen und ob Kinder nun viel oder wenig brauchen würden und wie sehr wir manchmal auch die Last der eigenen Vergangenheit aus der eigenen Kindheit mit hinein tragen in unsere Entscheidungen: dafür ganz viele Spielsachen anzuschaffen, wenn man selbst einen Mangel hatte, oder dafür, ganz wenige zu nutzen, wenn man ganz bewusst mit Konsum umgehen möchte. Letztlich ist es wohl so, dass viele Sachen noch lange keine glückliche Kindheit ausmachen – glücklicherweise. Und ein Schwelgen im Überfluss weder notwendig ist in Hinblick auf die Entwicklung, noch ein sinnvolles Ziel in Zeiten des glücklicherweise eintretenden Konsumwandels. Ein immer wieder spannendes Thema, weil es so viele Blickwinkel hat, die berücksichtigt werden wollen. Das Kind hier freut sich jedenfalls über die wenigen, dafür sorgsam bedachten Geschenke.

Die Großmama schenkt jedem Kind einen Butterstempel, über die sie sich sehr freuen. Damit hat schon mein Mann gespielt und ich glaube, wir werden in der nächsten Zeit sehr hübsch portionierte Butterstücken haben.

Auf Wunsch des Kindes geht es dann zusammen in die Trampolinhalle und die Kinder und selbst wir Eltern springen bis alle müde sind. So hat die schwierige Woche einen wirklich schönen und entspannten Abschluss gefunden und wir alle freuen uns auf ein wenig Normalität in der nächsten Woche.

Und wie war Euer Wochenende?
Und wie macht Ihr das mit Geschenken und Spielzeug allgemein?
Eure

 

 

Friede-Freude-Mutter-Kuchen: Die Brüste machen keine gute Mutter

In dieser Woche gab es viele tolle Artikel rund um die Weltstillwoche. Ein besonders schöner ist auch dieser von Lisa, die als Hebamme selbst einen schwierigen Stillstart hatte und auf ihrem Blog hier schreibt: „„Stillen ist wichtig für Mutter und Kind, aber nicht um jeden Preis.“ Wie hoch der Preis sein darf, sollte jede Frau allein für sich bestimmen.“

Wochenende in Bildern 06./07. Oktober 2018

Es gibt so Tage und Wochenenden, an denen läuft alles schief. Egal wie sehr man sich anstrengt, da wird einfach nichts Gutes draus. Und es gibt Tage und Momente, die sich für immer einbrennen, die man nicht mehr los wird. Und dieses war eines, an dem all das vorkam. Es begann damit, dass die Kinder und ich das Frühstück selber machen mussten, weil mein Mann zu einer Beerdigung gefahren ist, um sich von einem Menschen zu verabschieden, der ihm viel bedeutet hat. Nur hatte er die Uhrzeit falsch notiert und würde zu spät kommen. Das umso mehr, da er lange im Stau stand.

Zwei von drei Kindern spielen vergnügt im Garten mit Wasser und Spritzen und machen sich vollkommen nass. Aber sie haben Spaß und die Sachen trocknen wieder.

Nur einem Kind geht es gar nicht gut. Und auch Wärmflasche und Tee bringen nichts. Auch nicht Ruhe und Hörspiele und Lieblingsessen. Irgendwann gibt es den Moment, an dem ich denke: Wir müssen ins Krankenhaus. Ohne Auto auf dem Land mit drei Kindern ist das nicht so einfach. Und der Bus fährt am Wochenende nur ganz selten. Also warten, umsorgen, denn Mann und Auto kommen ja wieder. Irgendwann nach der Beerdigung und dem Stau auf dem Rückweg. Vielleicht ja ein Leistenbruch? Oder Blinddarm? Rückweg: Wieder Stau und irgendwann endlich angekommen im Krankenhaus in einer langen Schlange der wartenden Eltern mit kranken Kindern. Direkt vor uns ein kleines Mädchen mit Platzwunde in der Schlange und blutverschmierten Eltern. Davor ein verschnupftes, fiebriges Kind. Während ich noch darüber nachdenke, wann nun ein Notfall wirklich ein Notfall ist, wird das Kind an meiner Seite ganz schlaff und sackt zusammen. Mit anderen wartenden Eltern wird es hinein getragen. Das ist definitiv einer der Momente, die man nicht mehr vergisst. Diese Angst, diese Sorge, die Gedanken, die blitzschnell durch den Kopf gehen. Nach Untersuchungen und Warten werden wir aber wieder nach Hause gelassen: Lieber zu Hause beobachten, Ursache unklar. Also vielleicht doch kein Notfall. Oder nur jetzt noch nicht.

Die restliche Nacht ist unruhig. Aber das ist nichts Neues, denn gerade sind die Nächte ohnehin kurz. Das letzte Kind ist in der „Trotz“phase und wacht oft wütend nachts auf. Oder ganz früh morgens. Oder ist prinzipiell verstimmt, weil es die Geschwisterkinder in besserer Versorgung wähnt in Hinblick auf Nahrung, Zuwendung oder irgendetwas anderes. Ressourcen, immer geht es um Ressourcen. Ich glaube, keines meiner Kinder war jemals so wütend wie dieses. Vielleicht lese ich mal in meinem eigenen Buch nach oder höre meinem eigenen Vortrag aufmerksam zu, den ich nächsten Samstag in Hamburg halte zu genau diesem Thema.

In einer recht ruhigen Minute schaffe ich es aber, den neuen Newsletter vorzubereiten. Wie immer gibt den Anstoß zum Inhalt mein Alltag und diesmal geht es um „Irgendwas ist immer“ und „Probleme, die Gewichtheben gehen“. Im Hintergrund beklebt der Sohn Briefumschläge mit Adressetiketten, denn diese Woche wollen auch noch die vorbestellten neuen Bücher signiert und verschickt werden. Und wenn wir jetzt früh genug anfangen, dann klappt das auch trotz der Sachen, die vielleicht in dieser Woche noch so passieren. Denn irgendwas ist ja immer. Bei Euch eigentlich auch?

Eure

 

 

Spielen und experimentieren mit Pepper Mint {Werbung & Verlosung}

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Puppenhäuser, Bauernhöfe und Co. sind wunderbar variable und tolle Spielsachen, die Kinder über viele Jahre begleiten. KOSMOS hat nun mit der Pepper Mint Reihe diese Spielidee auf eine neue Stufe gehoben: Pepper Mint Baumhaus Abenteuer und Pepper Mint Tiefsee Abenteuer sind Experimentierkasten und Puppenhaus zugleich: Ein Spielzeug, das nicht nur das Rollenspiel mit Figuren ermöglicht, sondern dabei zahlreiche Erfahrungen machen lässt aus dem Bereich der Physik und schon der Aufbau ist Spiel- und Lernerfahrung in einem.

Los geht es: Pepper Mints Abenteuerwelt aufbauen

Nehmt Euch einen Nachmittag Zeit mit Eurem Kind und begebt Euch mit Pepper Mint auf ein spannendes Abenteuer: Einmal besucht Pepper Mint ihre Tante, die in einem Baumhaus im Dschungel lebt. Das Baumhaus ist mit Flaschenzügen, Seilwinden, Rollen und Zahnrädern ausgestattet und Pepper Mint erlebt dort einige Abenteuer im Aufbau dieses besonderen Wohnortes. Ein anderes Mal begibt sich das rothaarige Mädchen auf eine Expedition ins Bermuda-Dreieck und erfährt dort so einiges über Hydraulik. Mit Schläuchen, Spritzen und einem kleinen Motor wird hier experimentiert und schließlich gibt es noch die selbstgebaute Seifenblasenmaschine.

Baumhaus und Schiff können jederzeit variabel bespielt werden, aber schon der Aufbau ist Spiel- und Lernspaß: Über aufeinander aufbauende Geschichten werden Baumhaus und Schiff ausgestattet und die gut bebilderten Anleitungen lassen Schritt für Schritt ein Experiment entstehen. Die Anleitungen sind leicht verständlich für Schulkinder ab 8 Jahren und können auch schon allein verfolgt werden. An einigen Stellen ist es aber hilfreich, Unterstützung zu bekommen, wenn doch einmal ein Teil schwerer zusammengefügt werden kann oder nicht ganz klar ist, wie ein Knoten für die hochziehbare Brücke gebunden werden soll. Außerdem macht es große Freude, gemeinsam auf diese physikalische Reise zu gehen und zusammen all die vielen kleinen Details und Möglichkeiten auszuprobieren.

Eine ganz neue Abenteuerwelt

Auch nach dem Aufbau lädt die Spielwelt von Pepper Mint zum Spielen und Experimentieren ein. Pepper Mint kann sehr gut mit anderen kleinen Spielfiguren kombiniert und von ihnen besucht werden. So sind Baumhaus und Schiff schon bald von Freunden bewohnt und werden ausgiebig bespielt. Durch die besonderen Zusätze dieser „Puppenhäuser“ ermöglichen sie im Spielalltag immer wieder eine Auseinandersetzung mit den physikalischen Gesetzen und laden zum Abwandeln ein. Körbe aus anderen Spielsets werden an Seilbahn und Flaschenzug gehangen und das Katapult schießt Papierbotschaften hinüber in die kleine Spielzeugstadt. Die Variationen für das Spiel sind unbegrenzt.

Ausgezeichnet mit dem „Toy Award 2018“, nominiert für „Das goldene Schaukelpferd 2018“

Baumhaus und Schiff sind aus Holz und daher stabil und langfristig bespielbar. Nur wenige Einzelteile sind aus Pappe gefertigt und etwas empfindsamer. Für dieses besondere Experimentier-Spiel-Abenteuer wurde das Pepper Mint Baumhaus Abenteuer bereits mit dem „Toy Award 2018“ ausgezeichnet und nominiert für „Das goldene Schaukelpferd 2018“ in der Kategorie „Spiel und Technik“. Ein unglaublich toller Experimentierkasten, nicht nur für Mädchen. Wie variabel die beiden Experimentierkästen sind und wie sie aufgebaut werden, könnt Ihr auf Instagram in der Instastory verfolgen.

Verlosung: Gewinne eines der beiden Sets von Pepper Mint

Für alle Kinder ab 8 Jahren kann ich die tollen Pepper Mint Sets wirklich sehr empfehlen. Hier sind sie auf viel Freude gestoßen und werden von den beiden großen Kindern sehr gerne bespielt. Ein absolutes Lieblingsspielzeug. Ich freue mich daher, unter Euch auch je eins der beiden tollen Sets von KOSMOS zu verlosen:

  • Verlost wird je ein KOSMOS „Pepper Mint Baumhaus Abenteuer“ und „Pepper Mint Tiefsee Abenteuer“
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog: Welches der beiden Sets würdest Du für Dein Schulkind gewinnen wollen?
    Bitte kommentiere nur einmal und entscheide Dich zwischen einem der beiden Sets. 
  • Bitte kommentiert individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Versand ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Die Teilnahme beginnt am 5. Oktober 2018 um 8:00 Uhr und endet am 08. Oktober 2018 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 09. Oktober 2018.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar zur Teilnahme benachrichtigt, sowie direkt angeschrieben
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

Eure

 

Die Gewinner*innen sind ermittelt und wurden per Mail kontaktiert.

Der erste Stillmoment & die unglaublichen Kompetenzen des Babys

Dieser erste Moment nach der Geburt, wenn Mutter und Kind sich ansehen, ineinander versinken und die Zeit fast einen Moment stehen bleibt. Bei manchen gibt es diesen Zeitpunkt früher, bei anderen später – je nachdem, wie die Geburt verlaufen ist. Diesen Moment genießen, ganz ineinander eintauchen und sich kennen lernen: So siehst Du aus, so riechst Du, so fühlst Du Dich an – auf Seiten des Kindes und Seiten der Eltern. Ein magischer Moment.

Gerade jetzt haben wir eigentlich alle Zeit der Welt – oder sollten sie haben. Aber oft wird in Filmen, Büchern oder auch durch Fachpersonal vor Ort vermittelt: Nun musst Du Dich beeilen und das Kind anziehen und stillen. Aber das Baby kommt – wenn es reif und gesund zur Welt kommt ohne Gründe, die schnelles Eingreifen notwendig machen – auch mit dem Wunsch zu uns, von Anfang an die Welt mit allen Sinnen kennen zu lernen. Und die Welt beginnt genau jetzt mit dem Menschen, auf dem es liegt und dessen warme Haut es spürt.

Dein Baby lernt Dich jetzt kennen

Da liegt es nun und nimmt zum ersten Mal den Herzschlag nicht aus dem inneren des Körpers wahr, sondern über die Brust im Hautkontakt. Es hört die bekannten Stimmen, aber ganz anders als zuvor. Es fühlt Körperwärme dort, wo es im Körperkontakt steht und spürt zum ersten Mal Kälte an den Stellen, die nackt sind. Es spürt Stoff auf der Haut zum ersten Mal dort, wo es von einer Decke bedeckt ist. Es spürt Haut, aber ganz anders als zuvor im Mutterleib, denn sie fühlt sich anders an.

Instinktiv weiß das Baby, wohin es nun möchte und folgt dem eigenen Geruchssinn, verbunden mit den anderen Sinnen. Wenn es ausreichend geruht hat, beginnt es, sich zu bewegen. Liegt das Baby nun nackt bäuchlings auf nackter Brust oder Oberbauch der Mutter, beginnt es vielleicht, mit dem Kopf und Mund die Brust zu suchen und die Haut um sich mit dem Mund zu ertasten. Es leckt oder saugt an der Haut, die es umgibt, um zu erkennen, ob es sich um die Haut der Brust handeln könnte. Es weiß instinktiv, dass sich die Haut der Brustwarze anders anfühlt als andere Haut und nimmt die unterschiedlichen Empfindungen wahr. Vielleicht beruhigt es sich durch das Saugen zunächst noch einmal, bevor es wieder mit der Suche beginnt. Es kann sich mit den Füßen abstoßen, den Kopf bewegen oder gar ruckartig zu einer Seite schnellen lassen. Auf diese Weise bewegt es sich selbst zu seinem Zielort.

Auch wenn wir versucht sind, an dieser Stelle einzugreifen und das Baby selbst aufzunehmen und an die Brust zu legen, müssen wir es nicht tun. Denn unser Kind ist von Anfang an kompetent und strebt nach Autonomie – nicht erst im Alter von 2 oder 3 Jahren, sondern von Beginn an. Wir können uns zurück lehnen (im wahrsten Sinne des Wortes) und warten – eine Tätigkeit, die wir in den folgenden Jahren immer wieder tun werden: abwarten, das Kind machen lassen. Gerade jetzt und hier, in den ersten Momenten des Familienlebens, lernen wir einen der wichtigsten Eckpfeiler der Elternschaft: Vertrauen in das Kind und dessen Fähigkeiten.

Selbstwirksamkeit: Das Baby findet die Brust

Irgendwann wird das Baby die Brust gefunden haben durch das Riechen, Tasten, Fühlen. Manchmal muss es durch den Arm der Mutter ein wenig gestützt werden, damit es nicht vom Körper rutscht. Aber den Großteil des Weges schafft es ganz allein. Vielleicht befühlt es die Brust mit dem Mund, vielleicht nimmt es die kleinen Hände oder Fäuste zu Hilfe, um die Brust zurecht zu schieben. Vielleicht ruht es sich noch einmal aus und legt den Kopf ab. Irgendwann wird es jedoch den Mund öffnen und mit dem Stillen beginnen – selbstbestimmt und aus eigener Kraft.

Der Vorteil dieses babygeleiteten Anlegens ist, dass das Baby selbst wirksam ist, dass es uns bereits nun, ganz am Anfang, etwas Wesentliches lehrt über den Blick auf das Kind und das Stillen so meist gut und komplikationslos starten kann, da durch die Eigenaktivität des Kindes Anlegeprobleme vermieden werden können, die den Stillstart erschweren. Nicht nur unmittelbar nach der Geburt können daher die Reflexe und Intuition des Babys genutzt werden, um zu stillen, sondern in den ersten Wochen. Gut ist es, wenn Mutter und Kind im direkten  Haut-zu-Haut-Kontakt sein können hierfür.

Eure

 

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Geburtsvorbereiterin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Elternblogs über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Wochenende in Bildern 29./30. September 2018

In dieses Wochenende starten wir mit unseren drei Kindern plus Übernachtungskind. Wie das bei solchen Übernachtungstagen ist, sind die Kinder schon recht früh wach. An diesem Wochenende passt das gut, denn wir haben ohnehin viel vor: Ich verbringe beide Tage bei einer Weiterbildung, mein Mann und die Kinder sind verabredet mit alten Kindergartenfreundinnen und Familie. Der kleine Sohn ist ein wenig kränklich und lässt mich nicht gerne losgehen an diesem Samstag. Eigentlich wäre ich auch gerne noch ein wenig länger am schön gedeckten Tisch sitzen geblieben.

Mein Wochenende dreht sich rund um Brüste und Stillen. Meine letzte Weiterbildung in Bezug auf das Stillen ist schon viele Jahre her und es ist wichtig, altes Wissen aufzufrischen und von neuen Studien kompakt zu erfahren. Wusstet Ihr zum Beispiel welche Farben das Kolostrum, die Neugeborenenmilch, so haben kann? Wer sich dafür interessiert, kann sich die Kolostrumkarte mal ansehen.
Es tut so gut, sich manchmal mit anderen Fachkräften auszutauschen und zu hören, welche Erfahrungen sie in der Praxis machen, was sie gerade bewegt. Und ich merke auch, wie sehr mir diese Arbeit fehlt und wie gut es ist, dass ich wieder auf dem Weg dorthin bin, mehr praktisch zu arbeiten in Einzelberatung und Kursen.

Als ich abends nach Hause kommen, sind Herz und Kopf voll mit Gedanken und Anregungen. Der Magen ist leer. Wie gut, dass der große Sohn entschlossen hat, ein Abendessen für mich zu kochen. Unbedingt alleine. Als ich das Foto mache, fällt mir auf, wie dunkeln es nun schon wieder abends ist und wie dieses Jahr langsam zu Ende geht. Und dabei auch, wie groß mein mittlerer Sohn nun schon ist, dass er mir abends eine Bohnenpfanne selbst zubereitet. War er nicht eben noch ganz klein?

Am nächsten Morgen geht es schon früh wieder los ins Krankenhaus zum zweiten Weiterbildungstag. Mit dabei ist meine Kurs- und Beratungspuppe. Mit dieser im Arm oder in der Tasche wurde ich schon oft schräg angesehen von der Seite und natürlich schauen auch heute die Leute zweimal hin. Ein wenig freut es mich auch, dass die Menschen hinsehen, wenn ein „Baby“ scheinbar zu wenig bekleidet oder falsch getragen unterwegs ist.

Wohlig erschöpft komme ich am Spätnachmittag zurück. Die Kinder hatten einen schönen Tag draußen mit vielen Unternehmungen und nun kehrt langsam doch noch ein wenig Wochenendruhe ein. Die Kinder spielen, packen die Sachen für den Montag zusammen, mein großes Kind übt sich an der Harfe und ich genieße den Moment, dabei zuzuhören. Die Kerze wird auf dem Tisch angezündet und wieder ist das Gefühl da, dass es nun schon so früh dunkel wird und das Jahr langsam zu Ende geht. Morgen beginnt bereits der Oktober: ein Kindergeburtstag steht an, mein Vortrag auf dem Attachment Parenting Kongress und in drei Wochen schon das nächste Weiterbildungswochenende.

Eure

Weg und wieder zurück – Über den sicheren Hafen, den (Klein)kinder brauchen

Die Neugierde treibt dich voran: „Ich da hoch, ja, Mama?!“ Lustig jauchzend springen Kinder auf der Hüpfburg vor Dir auf und ab. „Ich da auch hoch, ja?!“ Ich mag keine Hüpfburgen, denke ich mir und denke zugleich, dass ich Dir keine Angst vor dem Leben mit auf den Weg geben möchte. „Ja, geh da auch rauf. Ich warte hier.“ sage ich. Zwei unbeholfene Beine, die doch selbst noch gar nicht so lange laufen können, klettern empor. Ein kleines Stück, dann bleibst Du stehen und kommst zurück gerannt in meine Arme. Wieder zurück in die Hüpfburg, ein Stück weiter jetzt, wieder zurück in meine Arme. Wieder ein Stück tiefer in die Hüpfburg, wieder in meine Arme. Ein wenig wie im Leerbuch, denke ich, bevor Du wieder voll Abenteuerlust davon rennst. Ein Stück weiter jetzt, denn Du fühlst Dich sicher.

Mut entwickelt sich

„Jetzt geh endlich hüpfen!“ hätte ich auch sagen können, ungeduldig. Ob mein Kind dann ausdauernd springen gegangen wäre? Manchmal braucht es es ein wenig Zeit, um Mut zu fassen. Das kennen wir Erwachsene auch: Erst einmal vorsichtig den Weg ausprobieren, der gefährlich aussieht. Vorsichtig den Fuß aufsetzen: trägt mich die Brücke? Vielleicht noch einmal zögern, vielleicht doch einen Schritt zurück gehen. Nachdenken: alles ist in Ordnung. Mein Kleinkind ist noch nicht erwachsen, analysiert nicht die Situation und zieht Schlüsse. Mein Kleinkind trifft Entscheidungen noch auf einer sehr begrenzten Auswahl an Erfahrungen – manchmal sind die Entscheidungen falsch. Worauf es sich oft beruft, neben der Neugierde, die es antreibt, bin ich: Vertraue ich ihm hier? Erscheine ich entspannt? Und bin ich da, um aufzufangen, zu trösten, Hilfe zu leisten? Gibt es einen sicheren Hafen für eine Rückkehr?

Jeden Tag erleben wir mit einem Kleinkind viele Male die Situation, dass es sich von uns entfernt, um etwas zu erkunden, neugierig die Welt zu entdecken, um dann zu uns zurück zu kommen, um in der Nähe zu sein und schließlich wieder aufzubrechen. Ein Kreislauf aus Nähe und Distanz. Aus der Sicherheit, uns als sichere Basis zu wissen, bricht das Kind immer wieder zu Abenteuern auf.

Auch Eltern brauchen Mut

Für uns Eltern bedeutet diese Phase des Kindes, dass auch wir Mut aufbringen müssen: Mut und Vertrauen in das Kind und seine Fähigkeiten. Es los lassen, damit es selbst erkunden kann und darauf vertrauen, dass es uns signalisiert, wenn es unsere Unterstützung braucht. Mut, nicht vorher einzugreifen*, um das Kind nicht einzuschränken. Da sein, aber als Beobachter*in. Mut, auszuhalten, an einem Ort zu sein, nur um für den Notfall da zu sein. Die Ruhe und eventuell Stille aushalten, die es mit sich bringt, wenn man nur dafür da ist, damit jemand zu einem zurück kommen kann. Mut, sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen, sondern auf genau dieses Hier und Jetzt einzulassen. Mut, unsere eigenen Ängste nicht auf das Kind zu übertragen und toll zu finden, wie das Kind die Welt erkundet – auch wenn es das anders macht, als wir es uns vielleicht wünschen würden. Mut, genau dieses Bedürfnis des Kindes jetzt zu zu lassen und es zu begleiten, wenn nötig. Und auch den Mut, dann notwendige Entscheidungen zu treffen, wenn sie von einem erwachsenen Menschen getroffen werden müssen.

Was Abenteurer*innen brauchen

Kinder, gerade Kleinkinder, brauchen den sicheren Hafen. Als sicherer Hafen sind wir der Ort, an den sie zurück kehren können. Manchmal reicht aber auch nur der Blick über die Schulter, um sich zu vergewissern, dass der Hafen nicht weit weg ist. Manchmal braucht es die Sicherheit, dass er noch in Rufweite ist. Es tut gut, zu erfahren, dass das, was man gerade tut, von einer anderen Person wertgeschätzt wird. Dafür brauchen wir keine großen Worte, keine langen Ausschweifungen. Es kann ein Blick sein, eine Geste: Ich sehe Dir zu, weil ich Dir gerne zusehe. Ich habe gesehen, dass Du gerade etwas gemacht hast, dass Du noch nie zuvor geschafft hast. Wichtig ist vor allem: Es überhaupt wahrnehmen zu können. Wir müssen nicht die ganze Zeit auf das spielende Kind fokussiert sein, aber wir können es im Blick haben, in der Nähe sein und aufmerksam bleiben für das, was nun gerade kommt: Nähe oder Erkundung. – Und sie dann wieder abwechselt.

Eure

* gefährliche Situationen (wie Straßenverkehr u.a.) sind hiervon ausgeschlossen

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Geburtsvorbereiterin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Elternblogs über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Auf großer Fahrt mit Kindern und Affenzahn Trolleys {Werbung & Verlosung}

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Erst vor kurzer Zeit ging es bei uns einmal wieder auf große Fahrt: Mit drei Kindern verreisen ist nicht immer einfach, denn es kommt bei einer längeren Reise zu viel Gepäck, das transportiert werden will. Gut ist es, wenn die Kinder daher selber zuständig und aktiv dabei sein können. Auf unsere letzte Fahrt haben uns die neuen Trolleys von Affenzahn begleitet: Jedes Kind hat seinen eigenen Koffer, den es selbst befüllt hat und unterwegs zieht.

Kinder beim Packen beteiligen

Kleidung und Spielsachen für eine Reise einpacken, ist bei uns nicht nur Elternsache. Um Konflikten wie „Du hast mein Lieblingshemd vergessen!“ oder „Wo ist mein Kuschelschwein?“ am Urlaubsort vorzubeugen, helfen die Kinder beim Packen mit und sind zu einem großen Teil (je nach Alter) verantwortlich für ihren Kofferinhalt. Damit aber dennoch nicht zu viel oder zu wenig eingepackt wird, haben wir einen Packtrick: Jedes Kind bekommt eine grobe Einpackliste, an der es sich orientieren kann. Auf dieser Liste sind die Anzahl von Kleidungsstücken vermerkt, die es benötigt. Aus dem Kleiderschrank holt dann jedes Kind die Sachen, die es mitnehmen möchte, selbst. Beim Einräumen in den Koffer wird zusammen durchgezählt und abgehakt. Beim kleinsten Sohn ist natürlich noch etwas mehr Unterstützung notwendig, aber letztlich bleibt das Gefühl: Ich habe meinen Koffer selbst gepackt.

Kindgerechte Reisebegleiter

Damit wir Eltern nicht alle Gepäckstücke selber tragen müssen, sind kindgerechte Reisebegleiter eine große Erleichterung: Koffer, die leicht und handlich genug sind, damit Kinder sie selber ziehen und bewegen können. Affenzahn hat deswegen das Sortiment an nachhaltigen Kinderrucksäcken um ebenso nachhaltiges Reisezubehör ergänzt: Die Trolleys Timmy Tiger, Finn Frosch, Vicky Vogel und Bobo Bär sind ebenso wie ihre „älteren Rucksackgeschwister“ durchdachte Reisebegleiter. Die Trolleys in Handgepäckgröße haben nicht nur einen gepolsterten Tragegriff und Schultertragegurt (damit die Eltern die Tasche doch mal schnell beim Umsteigen auf die Schulter nehmen), sondern auch ein höhenverstellbares Gestänge, um von Kindern und Eltern gezogen werden zu können. Im Inneren gibt es ein Fach für schmutzige Wäsche, außen eine Tasche, um die Reisespielsachen gut erreichbar zu verwahren. Auf der bekannten Ziehzunge können alle wichtigen Daten der Besitzerin/des Besitzers notiert werden, damit alles auch gut am Urlaubsort ankommt.

Passend zum Trolley gibt es Kinderkulturtaschen, in der Zahnbürste, Zahncreme, Sonnencreme, Haarbürste etc. Platz finden. Trolley und Kulturtasche werden wie auch die Rucksäcke u.a. aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Als bluesign® Partner werden die Produktionsschritte von Affenzahn bezüglich der ökologischen Richtlinien überprüft.

Verlosung: Ein Trolley Deiner Wahl

Geht auch Ihr bald auf Reise? Dann habt Ihr hier die Chance, an einer Verlosung eines Trolleys + Kulturtasche Eurer Wahl teilzunehmen:

  • Verlost wird ein Trolley + Kulturtasche aus der neuen Affenzahn Kollektion
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog: Welcher der vier Trolleys sollte Euch begleiten?
  • Bitte kommentiert individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Die Teilnahme beginnt am 27. September 2018 um 8:00 Uhr und endet am 27. September 2018 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 28. September 2018.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar zur Teilnahme benachrichtigt, sowie direkt angeschrieben
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

Eure

 

Die Verlosung ist beendet, die Gewinnerin ist markiert und benachrichtigt.