Geborgen geboren – im Krankenhaus

Was auch immer du gehört hast und von wem: Die Geburt, die du erleben wirst, ist einzigartig. Bei jedem Kind. Es wird die Geburt deines Kindes sein und wie auch  immer sie geplant ist und wie sie dann tatsächlich abläuft: Du wirst dein Bestes geben für diese Geburt, denn alle Mütter tun alles,was sie können, damit ihre Kinder gut und sicher geboren werden.

– Susanne Mierau Geborgen Wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden

Manchmal – eigentlich sogar recht oft – geht das Leben einen ganz anderen Weg mit uns als wir ihn uns vorgestellt haben. Manchmal muss man von Plänen abweichen, muss unbekannte Wege beschreiten. In der Elternschaft ist es besonders schwer, wenn man von dem, was man sich vorgestellt hat, abweichen muss. Auch die Geburt gehört zur Elternschaft und gerade hier ist es schwer, andere Wege zu gehen als die, die man sich gewünscht hat. Andere Wege als die, die man vielleicht schon kennt. Ich habe zwei Kinder außerhalb einer Klinik geboren, doch dieses Mal führte mich unser Weg an einen Ort, den ich für die Geburt nicht vorgesehen hatte. Einige Male dachte ich genau an dieses oben stehende Zitat aus meinem Buch, das ich einige Monate zuvor selber geschrieben hatte – ohne zu wissen, dass es mich selbst so bald betreffen würde.

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Ich erwache um halb zwei morgens von Wehen. In den letzten Tagen und Nächten hatte ich immer wieder welche, die aber wieder weg gingen. Diese sind schmerzhafter und gehen nicht mehr zurück. Ich weiß: Die Geburt hat begonnen. Ich wecke kurz meinen Mann, sage ihm, dass er aber weiter schlafen kann. Ich höre kurz den Atemgeräuschen meiner Familie zu: Ein Erwachsener, zwei Kinder. In der nächsten Nacht wird hier ein weiterer kleiner Atemzug zu hören sein, denke ich mir. Im Dunkel der Wohnung schreibe ich über diese letzten Stunden mit meinem Kind in meinem Bauch – ohne zu wissen, wohin mich dieser Weg heute noch führt und wie lang er noch sein wird.

Mk9KkmQWPJCINpTe.jpgIch denke an das Armband mit Perlen, die mir meine Gästinnen zum Blessingway mitgebracht hatten und lege es um. Später nehme ich es für die Badewanne ab und vergesse es im Trubel des Tages wieder anzulegen. Aber in Gedanken nehme ich meine Freundinnen mit zur Geburt, denke an ihre guten Wünsche, an ihr Vertrauen.

Um halb vier kommen die Wehen in einem Abstand von 8 Minuten und sind zwischendurch schon recht schmerzhaft, so dass ich sie lauter vertönen muss. Ich rufe meine Hebamme an und sage ihr Bescheid. Sie beruhigt mich und sagt, ich solle mich später wieder melden, wenn sie etwa 5 Minuten Abstand haben und noch intensiver sind. Wir sind auf einem guten Weg, denke ich mir. Heute wird mein Baby geboren!

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Um 5 Uhr lasse ich Wasser in die Wanne ein, wecke meinen Mann endgültig und rufe meine Freundin Anja an. Die Kinder sollten, wenn sie es wollen, zu ihr nach Hause gehen können unter der Geburt oder sie wollte sich hier um sie kümmern. Ich denke, sie werden sicherlich in etwa einer Stunde aufwachen, weshalb ich langsam die Vorkehrungen dafür treffen muss. Wie wird es wohl für sie sein? Meine große Tochter hat bereits die Geburt ihres Bruders bei uns zu Hause zu großen Teilen erlebt. Wie wird es für den Kleinen werden? Werden sie bleiben oder gehen wollen?

In der Badewanne komme ich etwas zur Ruhe, die Schmerzen werden sanfter, die Wehen bleiben recht regelmäßig. Ich streiche über den Bauch mit dem verblassten Hennatattoo. Nach einer dreiviertel Stunde gehe ich wieder aus der Wanne, die Hebamme wird gegen 6 Uhr angerufen, dass die Wehen in unterschiedlicher Intensität nun etwa alle 5 Minuten kommen. Sie macht sich auf den Weg zu uns. Es ist ein Gefühl freudiger Erwartung in mir: Bald wieder das Baby in meinen Armen liegen. Wie wird es wohl aussehen? Dunkel wie die Schwester oder hell wie der Bruder?

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Hebamme und Freundin sind eingetroffen, die Kinder sind wach und mit ihrem Vater in der Küche. Ich bin seit 6 Stunden wach mit regelmäßigen Wehen, die nun schon recht schmerzhaft sind. Die erste Untersuchung durch die Hebamme ergibt jedoch, dass der Muttermund noch kaum geöffnet ist, die Fruchtblase steht. Ich denke an die letzte Hausgeburt, dass ich zu dieser Uhrzeit schon kurz vor der letzten Geburtsphase war. Die ersten beiden Geburten begannen mit einem Blasensprung. An diesem Tag werde ich noch oft denken, wie anders diese Geburt ist im Vergleich zu den anderen. Jede Geburt ist einzigartig, erinnere ich mich. Beginn nicht mit dem Vergleichen, denn jedes Kind will seinen Weg haben und seinen eigenen Weg gehen. Es geht nicht um meine Vorstellung, sondern den richtigen Weg für uns.

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Ich entschließe mich, dass die Kinder doch lieber gehen sollen, damit ich noch mehr bei mir sein kann. Die Kinder freuen sich. Wir entscheiden, dass Anja bleibt und mein Mann die Kinder zu Anjas Familie nach Hause fährt. Es tut gut, neben Mann und Hebamme eine Freundin bei der Geburt dabei zu haben. Es ist schön, zwischendurch zu lachen und sich einfach wohl zu fühlen im Kreise von Menschen, die einem nah sind. Ich fühle mich gut aufgehoben mit Hebamme, Mann und Freundin. Menschen, denen ich vertraue, die sich liebevoll um mich kümmern. Menschen, die mich kennen und mir auf diese Weise auf diesem Weg zur Seite stehen können. Ihre reine Anwesenheit beruhigt mich, ihre Worte geben mir Kraft, ihre Berührungen Stärke.

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Die Wehen haben keine große Wirkung in Bezug auf die Öffnung des Muttermundes. Es ist bereits 10 Uhr und ich denke wieder, dass bei der letzten Hausgeburt nun mein Kind schon geboren war. Die Blase steht noch immer, ich bin erschöpft und ruhe etwas auf dem Sofa aus. Ein Zweifel macht sich etwas breit in mir.

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Es gibt bis mittags keine Veränderungen. Die Hebamme beginnt ein vorsichtiges Gespräch mit mir: Darüber, dass ich seit vielen Stunden wach bin, dass sich keine Veränderungen zeigen, dass ich erschöpft bin und die Wehen den Muttermund nicht öffnen, der kleine Babykopf noch weit oben im Becken ist und auch keinen Druck ausübt auf den Muttermund.  Vielleicht sei es jetzt Zeit, um über einen alternativen Weg nachzudenken? Jetzt, ganz in Ruhe.

Ich nicke. Ja, es stimmt alles. Ich fühle mich sicher durch diese Entscheidung. So gerne ich zu Hause bleiben würde, wäre es wahrscheinlich keine gute Idee. Für dieses Kind und mich ist dies nicht mehr richtige Geburtsort. Es ist nicht geborgen, wenn es für einen Menschen hier nicht sicher ist. Warum auch immer. Wieder denke ich an die anderen Geburten. Daran, dass bei denen doch alles so selbstverständlich ohne Hilfen ging. Keine Eingriffe, keine Medikamente. Mein Körper kann das doch eigentlich!? Aber diesmal wohl nicht. Diese Geburt wird ohne Hilfe nicht möglich sein. Jede Geburt ist anders, jedes Kind geht seinen Weg. Es gibt nicht den einen immer richtigen Weg, sage ich mir als wir in den Krankenwagen steigen. Der Kreißsaal im nächstgelegenen Krankenhaus ist voll, wir fahren in das nächste Krankenhaus.

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Auch in diesem Krankenhaus ist der Kreißsaal voll, ich werde ins Vorwehenzimmer gebracht. Hier werde ich nun viele Stunden verbringen und schließlich mein Kind gebären. Nach der Übergabe und Erklärung aller Einzelheiten geht meine Hausgeburtshebamme. Sie bestärkt mich noch einmal, dass dies die richtige Entscheidung war.

Ich bin glücklich, dass sie da sind: Mann und Freundin. Sie halten in den nächsten Stunden meine Hände, massieren meinen Rücken, holen Getränke. Ist einer aus dem Zimmer, ist der oder die andere da. Die Krankenhaushebamme ist sehr nett und respektvoll. Sie erklärt, nimmt keine Eingriffe vor ohne sie vorher zu besprechen. Doch ich merke, dass sie viel zu tun hat. Hätte ich nicht meine Begleitungen, würde ich mich allein fühlen. Dies wohl umso mehr, wenn es meine erste Geburt wäre. So aber fühle ich mich gestützt. Es ist nicht der Weg, den ich eigentlich gehen wollte, aber ich bin wohl behütet auf ihm. Besonders großes Glück habe ich auch damit, dass Anja nicht nur Freundin, sondern auch Hebamme ist. Ich bin emotional und fachlich rundum versorgt.

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Die Stunden vergehen, es wird langsam dunkel. Ich hatte mir den Verlauf des Tages so anders vorgestellt. Aber es ist alles richtig so, wie es jetzt ist. Schließlich darf gerade hier nicht mein Kopf entscheiden, darf ich nicht meine eigenen Wünsche und Vorstellungen über mein Wohl und das des Kindes stellen. Mit drei Hebammen habe ich nun gesprochen: Nein, es hätte keinen anderen Weg gegeben. Dieses Kind  bei dieser Geburt konnte nicht gesund den Weg zu Hause gehen. „Das ist es, wofür Geburten in Krankenhäusern da sind,“ sagt eine von ihnen, „wenn es auf natürlichem Weg nicht geht.“ Hausgeburten sind gut und sicher – gerade weil die beteiligten Menschen mit Bedacht umgehen, Entscheidungen treffen und abwägen. Und es ist ein Segen, dass es eine Alternative dazu gibt, erfahre ich heute auf diese Weise.

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Um 19:19 Uhr ist mein Sohn geboren, liegt zwischen meinen Beinen und ich nehme ihn hoch zu mir. Fünf Menschen sind in diesem Raum bei der Geburt im schwachen Licht: mein Mann, meine Freundin, die Hebamme, mein Sohn und ich. Endlich ist er da, dieser kleine Mensch, der empört schreit. Eine lange Reise liegt heute hinter uns und eine noch viel längere vor uns.

Es war anders als geplant, anders als ursprünglich gewünscht. Und doch war es schließlich auf seine Weise richtig. Eine Geburt an einem Ort, den ich zunächst nicht als geborgenen Geburtsort beschrieben hätte, den wir aber dazu gemacht haben. „Geborgenheit ist etwas, das wir mit unseren ganz eigenen Zutaten selbst herstellen.“

Eure
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  • kidsaholic

    Hallo Susanne, erstmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu eurem Neuankömmling! Schon seit längerer Zeit, lese ich auf deinem Blog. Wie auch deine anderen Beiträge, löst dieser ein warmes und geborgenes Gefühl bei mir aus! Ich freue mich für dich und dein Baby, dass du die Geburt trotz Krankenhaus so gut annehmen konntest. DU selbst hast die Geborgenheit mit Hilfe deiner Liebsten und deinen eigenen Zutaten hergestellt! Mit deiner Liebe, deiner Achtsamkeit, deiner Zuversicht und Fürsorge! Ich wünsche euch weiterhin alles Liebe! Manuela

  • Julie

    Danke, dass du das mit uns geteilt hast!! Und ich freue mich sehr, dass alles gut gegangen ist, wenngleich nicht so wie geplant. Alles Gute weiterhin für euch alle und ein gutes Ankommen im Leben zu fünft 🙂

  • dasnuf

    Danke, dass du dieses Erlebnis mit uns teilst. Ich hab den ganzen Tag an dich gedacht <3

  • Lernbegleiterin

    Ich denke, dieser Text wird vielen Müttern Mut machen, und anderen noch mehr Demut schenken. Vielen Dank dafür und Alles Gute!

  • Liebe Susanne,

    auch ich danke dir sehr für diesen wunderschön geschrieben Geburtsbericht. Du schaffst es, einem sogar Mut zu machen, wenn etwas mal ganz anders läuft als geplant. Ich hatte schon gespannt den Beginn der Geburt und weitere Nachrichten mitverfolgt und fand es beeindruckend, dass du es schaffst, uns ein wenig auf diese Reise mitzunehmen. Darum hatte ich mich auch schon auf den angekündigten Geburtsbericht gefreut. Es ist so schön, wenn eine Frau diese Dinge teilt und damit so viel natürliches Wissen und Erfahrungen weitergibt, die einem sonst vielleicht gar nicht zugänglich wären, auch wenn ich bei jeder Geburt oder dem Geburtsbericht heulen muss. Es ist doch immer wieder wahnsinnig ergreifend.

    Konntet ihr dann eigentlich nach der Geburt wieder nach Hause fahren?

    Ich wünsche euch alles Liebe und Gute und bin sehr dankbar für deine regelmäßig inspirierenden und Mut machenden Worte.

    Liebe Grüße
    Sabrina

  • Tabea Laue

    Danke für deinen ehrlichen und tief berührenden Geburtsbericht. Ich hoffe er wird ganz vielen Frauen Mut machen, die sich ganz viele Gedanken über ihre anstehende Geburt machen … über die Frage nach Sicherheit & Geborgenheit.

    Ich wünsche euch jetzt ein stärkendes Wochenbett <3

    ~Tabea

  • Glucke

    Ein wunderschöner zart und doch sehr ehrlich geschriebener Geburtsbericht. Viele Mütter rund auch Krankenhaushebammen werden sich sehr wohl mit diesen Zeilen fühlen und in der schwierigen Lage, der Hebammen, zeigen, wie wichtig Sie sind, egal wo ein Kind zur Welt kommt. Ruht euch weiter aus. Liebste Grüße Dani

  • Sophie (www.kinderhaben.de)

    Ein toller Bericht, danke dafür! Er nimmt mir ein bisschen die Angst vor der Klinik. Meine größte Sorge wäre es nämlich, wenn bei einem weiteren Kind keine Hausgeburt möglich wäre. Ich habe einfach Panik vor der Krankenhaussituation. Gleichzeitig würde ich mich genau wie du immer für die sicherste Lösung entscheiden. Es ist schön zu lesen, dass auch abgebrochene Hausgeburten ein schönes Ende finden. Und vor allem finde ich auch die Aussage ganz wichtig: Hausgeburten sind sicher, wenn erfahrene Hebammen abschätzen können, wann es besser ist, in die Klinik zu gehen. 🙂 Alles gute euch fünfen!

  • Danke für deinen Bericht! Es ist wirklich schön zu lesen, dass auch eine Krankenhausgeburt so schön ablaufen kann.
    Das macht mir Mut für meine eigene Geburt, die nächste Woche wohl im Krankenhaus eingeleitet wird.
    Ich hoffe ich schaffe es vorher noch dein Buch zu lesen!

    Liebe Grüße, Biene

  • teresa bücker

    Liebe Susanne, erst noch einmal ganz herzlichen Glückwunsch an euch alle zum neuen Familienmitglied und Danke fürs Teilen der Erlebnisse. Ich hatte ursprünglich auch eine Hausgeburt geplant und wenige Tage vorher ergab sich dann, dass die Geburt im Krankenhaus eingeleitet werden musste – allerdings auf Rat einer sehr verständnisvollen und netten Ärztin, die ihr erstes Kind selbst Zuhause bekommen hatte. Die Erfahrung im Krankenhaus war dann auch rund um gut und geborgen und hat meine Vorbehalte gegenüber Krankenhäusern ausgeräumt. Ich hatte erst große Angst, auf „fremde“ Hebammen zu treffen und dachte, eine Einleitung würde mit Sicherheit zum Kaiserschnitt führen – was sich nicht bewahrheitet hat. Die Erfahrung, die ich für uns und mich mich daraus mit genommen habe, ist, dass es sinnvoll ist, sich nicht festzulegen, sondern offen zu bleiben und Vertrauen zu haben, aber auch, dass es uns im Krankenhaus hat ernst genommen zu werden, da Ärztinnen und Hebammen wussten, dass wir uns intensiv mit der Geburt und wie das Kind auf die Welt kommen soll beschäftigt haben. Ich hatte das Gefühl, daher hatte auch das Krankenhauspersonal Vertrauen in uns und hat uns und unsere Wünsche sehr stark respektiert. Falls ich noch ein Kind bekomme würde ich gern eine Hausgeburt haben, ich habe aber keine Angst mehr vorm Krankenhaus und das, in dem unser Baby zur Welt kam, empfehle ich nun immer Freundinnen, die eine Klinikgeburt möchten.

  • Ines

    Liebe Susanne, auch ich danke dir von ganzem Herzen für alles, was du mit uns auf deinem wundervollen Blog teilst. Seit 2013, seit mein erstes Kind zu Welt kam, lese ich intensiv mit- denn ich war eine von vielen äußerst verunsicherten und sehr ängstlichen Müttern, die mit unzähligen und leider unsäglichen, wenn auch gut gemeinten RatSCHLÄGEN bombardiert, oft schlaflos und traurig auf deiner Seite landete und hier aufatmen und wieder lächeln durfte, weil alles, was du geschrieben hast, mir so sehr aus dem Herzen sprach und mich bestärkte, den ganzen Ballast abzuwerfen und mich so gut wie möglich um mich selbst und das kleine große Wunder zu kümmern und auf die Stimme meines Herzens zu hören, die mittlerweile laut genug ist. Meine erste Geburt erlebte ich beängstigend traumatisch, obwohl in einer recht guten Klinik mit entsprechenden Bedingungen, die zweite Geburt war dagegen ein Osterspaziergang in der heimischen Badewanne, so wie ich es erhofft und erträumt hatte. Unter anderem auch durch die vielen Inspirationen und mutmachenden Impulse auf deiner einladenden und sehr informativen Seite. Herzlichen Glückwunsch zu all deinen geborgenen Geburten und ich wünsche dir viel, viel Kraft und Leichtigkeit, deinen wundervollen Weg weiter zu gehen. Und nochmal Danke. Von Herzen.

  • Lotta

    Vielleicht ist das der erste Schritt weg vom schlechten Gewissen für die Mütter, die sich bewusst für das Krankenhaus oder gar einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden. Der letzte Satz birgt die Hoffnung dafür.

  • herzlichen glückwunsch und vielen dank für das teilen!

  • Tanja Liebl

    Hallo Susanne!

    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt und DANKE für Deine Zeilen! Sie zeigen einfach die Wichtigkeit in Gedanken flexibel zu sein und es anzunehmen, wenn die Geburt einen anderen Weg geht, als man sich selbst vorgestellt hat.
    Mir ist das auch in meiner Arbeit als Hebamme ein wichtiges Anliegen und ein Schwerpunkt in der Geburtsvorbereitung.

    Alles Liebe und schöne Kuschelstunden,
    Tanja

    http://www.tanjaliebl.at

  • Anne

    Ganz lieben Dank für diesen sehr schönen, persönlichen Bericht. Gerade weil nicht alles nach Plan gelaufen ist, macht er Mut und gibt Zuversicht. Er kommt für mich genau zur richtigen Zeit. Mein erstes Baby soll in ca. 2 Wochen auf diese Welt kommen. Mein Partner und ich haben uns schon sehr früh für eine Hausgeburt entschieden und ein Krankenhaus ist ganz und gar nicht der Ort, den ich mir für die Geburt unseres Kindes wünsche. Jedoch liegt das Kleine seit längerem in BEL und sofern sich das nicht mehr ändert, ist keine Hausgeburt möglich. D.h. auch für uns heißt es umdenken, offen bleiben für andere Wege und vertrauensvoll schauen, wo und wie das Baby das Licht der Welt erblicken möchte. Vielleicht ist der ideale Weg, den wir dafür geplant haben, für das Baby eben nicht der ideale Weg.

  • Berta

    Liebe Susanne,
    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Sohnes.
    Ich finde den Bericht auch toll und ehrlich und ich finde, dass es eine echter Segen ist, dass du so klug bist, es genau so zu sehen.
    Es ist immer die Gefahr, sich alles viel zu genau vorzustellen. Dann kann man enttäuscht werden. Aber das Leben und besonders Geburten KANN man sich gar nicht vorher vorstellen. Man muss offen bleiben und sehen was passiert. Und es ist doch so privilegiert, dass wir in einem Land leben, wo es all diese Möglichkeiten gibt, wenn man sie braucht.
    Ich habe zwei extratolle Geburten im Krankenhaus erlebt. Mit Beleghebamme und meinem Mann (auch in Berlin). Es war sehr intim und ich fühlte mich zu jeder Zeit geborgen (daran hatte besonders die Beleghebamme sehr großen Anteil). Ich finde auch Hausgeburten völlig legitim. Aber lange Rede kurzer Sinn: ich möchte unterschreiben, was du in deinem letzten Satz sagst: es kommt viel weniger auf den Ort an, als auf die innere Einstellung und die Menschen um dich herum.
    Habt eine schöne Zeit <3

  • Carola

    Liebe Susanne und liebe Familie Mierau,
    auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Ankunft des neuen Familienmitglieds und ganz lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht! Ich habe selbst noch kein Kind, aber habe natürlich auch einige Vorstellungen darüber, was ich mir für die erste Geburt wünsche. Trotzdem sehe ich es so, dass man sich nicht auf einen Weg versteifen sollte. Es macht mich immer traurig zu lesen, dass frischgebackene Mütter ganz verzweifelt sind, weil ihre Geburt nicht so gelaufen ist, wie sie es geplant hatten, oder weil es „nur“ ein Kaiserschnitt wurde. Das Allerwichtigste ist doch, dass es allen gut geht, auch wenn dafür eine außerplanmäßige Entscheiduung getroffen wird. Danke, dass du mich mit deinem Bericht in meiner Sicht noch einmal bestärkt hast.
    Was mir aus deinem Bericht allerdings nicht ganz klar wir (eventuell aufgrund der fehlenden Erfahrung?), wie man dir im Krankenhaus helfen konnte, was zu Hause nicht möglich war. War die Verlegung einfach eine Sicherheitsmaßnahme, weil die Geburt so lange gedauert hat? Oder hast du Medikamente oder andere geburtsfördernde Maßnahmen im Krankenhaus bekommen? Vielen Dank schonmal im Voraus für deine Antwort.
    Alles Liebe,
    Carola

  • Glückskindmama

    Hallo Susanne,
    erstmal herzlichen Glückwunsch und vielen herzlichen Dank für diesen tollen Bericht! Seit knapp über 2 Jahren verfolge ich Euren wunderbaren Weg schon und bin froh, hier meinen eigenen immer mal wieder bestätigt zu bekommen 😉
    Beim lesen Deiner Zeilen wurde mir wieder mal bewusst, dass wir Mütter wirklich in jeder Situation das richtige Gespür für uns und unsere Kinder haben und wie wichtig es ist, darauf zu vertrauen. Ich kann Dein Empfinden während dieser Entscheidung und Stunden sehr gut nachvollziehen.
    Bei mir startete die Geburt zu Beginn wunderbar. Fruchtblase geplatzt, danach mit meinen zwei tollen Hebammen im Geburtshaus, Muttermund schnell geöffnet und dann hat sich unser Glückskind im letzten Moment nochmal gedreht und kam als Sterngucker nun einfach nicht mehr durch. Ich spürte direkt, dass er irgendwo hängt – also, gemeinsame Entscheidung mit „meiner“ Hebamme und Mann, ok wir fahren nun ins KH. Da gab es wieder die Entscheidung, fahren wir in die große Klinik mit Säuglingsintensiv, deren Ruf im Bereich der Neantologie top ist, dafür einen weniger guten Ruf bei der Wöchnerinnen und vor allem Stillbetreuung aufweist, oder in die kleinere Klinik ohne Säuglingsintensiv, allerdings zertifiziertes Stillfreundliches KH mit gutem Ruf. Da Herztöne bisher immer unauffällig waren, ab in zweiteres.
    Hier Übergabe an eine wunderbare Hebamme, die wirklich ein absoluter Glücksfall war und eine etwas überforderte Assistenzärztin. Auch wenn ich im Vorfeld das KH immer meiden wollte wenn es geht, war mir in dem Moment bewusst, das es nun absolut richtig ist. Doch auch hier, trotz PDA und Wehentropf, der kleine Mann kam einfach nicht durch und ich spürte nach einigen Stunden, das wird einfach nichts auf natürlichem Wege. Also brachte ich das Thema Kaiserschnitt auf. Die Assistenzärztin war der Ansicht, dass dies absolut nicht nötig sei, wir schaffen dies auch auf natürlichem Wege und ich musste sie wirklich davon überzeugen, dass ich nun beileibe keine Schwangere bin, die wild auf invasive Eingriffe ist – zur Erinnerung, ich komme schließlich aus dem GH hierher – aber mein Gefühl sagt, wir sollten es tun und zwar JETZT. Letztlich hörte sie dann doch auf uns und es ging in den OP. Und auch indem Moment „ärgerte“ sich ein Teil von mir, dass es so anders läuft als geplant, gerade einen KS hatte ich für mich immer ausgeschlossen – aber zeitgleich wusste ich auch, ja, es ist wieder die richtige Entscheidung und es ist notwendig.
    Letztlich waren wir keine Minute zu spät im OP. Denn noch mitten während der Vorbereitung, als ich schon auf dem Tisch lag, gingen die Herztöne plötzlich auf Null. Hektik brach um mich aus und schnellstmöglich wurde der Schnitt gesetzt. Ich merkte wie mein Sohn „rausgerupft“ wurde und dann dauerte es 10 endlose Minuten bis die Anästhesistin zu mir sagte, „wir haben ihn – er musste reanimiert und intubiert werden – es hat gedauert, aber jetzt haben wir ihn“. Er wurde dann direkt mit dem Säuglingsrettungswagen abgeholt – zuerst hieß es, ich könne ihn gar nicht mehr sehen, dann haben sie ihn mir doch für 10 Sekunden gezeigt, bevor er auf die Neantologie kam. Als ich aus dem Aufwachraum wieder raus war, wollte ich mich natürlich so schnell wie möglich in das andere KH verlegen lassen, das hätten alle Beteiligten auch auf Wunsch sofort getan – allerdings wurde mir gleich gesagt, in dem KH in welche mein Sohn nun lag war die Wöchnerinnenstation am anderen Gelände von der Säuglingsintensiv. Ich muss also dort auch so mobil sein, um zumindest im Rollstuhl zu sitzen, damit ich zu ihm darf. Aufgrund der schnelle des gesetzten Schnittes, hatte ich selbst jedoch massive Probleme und konnte über drei Tage hinweg nicht mal sitzen. Also traf ich gemeinsam mit den Ärzten und Schwestern vor Ort die Entscheidung, ich lasse mich erst verlegen, wenn ich ihn dort auch sehen kann und bis dahin helfen sie mir so gut wie möglich trotz allem das Stillen zu ermöglichen. Den das war nun mein großes Ziel – es gab zu diesem Zeitpunkt (und übrigens bis heute nicht) keinen Hinweis auf die Ursache des Herzstillstandes. Ob aufgrund des Sauerstoffmangels Schäden entstanden sind, konnte uns auch niemand sagen (auch hier können wir heute sagen: es geht ihm wunderbar 🙂 – wenn ich schon die so wertvollen ersten Minuten/Stunden/Tage des Bondings verpasst habe (und als Sozialpädagogin hat man da plötzlich wieder alles an Bindungstheorie leibhaft vor Augen stehen, was man je gelernt hat). Und die Schwestern waren wunderbar, sie haben geduldig mit mir das Kolostrum ausgestrichen, per Spritze jeden einzelnen Tropfen aufgefangen, die ersten 4 ml mit mir gefeiert als hätte ich eben den Mount Everest bestiegen und mein Mann hat das ganze in der Kühltasche durch die Stadt gefahren, damit es der Kleine zusätzlich zur Pre bekam. 4 Tage später konnte ich schon 20 ml abpumpen und als es soweit kam, das ich endlich in der Lage war, mich aufzusetzen, wurde mein Sohn vorzeitig von der Neantologie entlassen und zog mit Mann und mir in ein Familienzimmer in „unserem“ kleinem KH. Und als wir drei 2 Wochen später nach Hause gingen, hatten wir es tatsächlich geschafft – ich stillte voll und wir brauchten keine einzige Flasche Pre mehr. Leider hielt dies nicht mal eine Woche an – dann landete ich nach ner Not-OP auf der Intensiv (hatte mir beim KS einen Keim eingefangen) mit Bauchfellentzündung und Sepsis. Mann und Baby zogen wieder oben ins Familienzimmer und je nach Stand der Antibiose wurde mir mein Sohn sogar auf die Intensiv gebracht zum stillen. Sonst gab es für ihn wieder PRE und ich musste pumpen und verwerfen. Nach 4 Tagen haben bei mir die Antibiotika dann zum Glück angeschlagen und ich durfte wieder hoch und als wir diesmal 3 Wo später das KH verließen stillten wir wieder voll. Heute ist mein Sohn 2 1/2 und wir stillen immer noch gerne je nach Bedarf.
    Auch wenn ich lange mit mir gehadert habe und mir meine erste Geburt immer anders vorgestellt habe, wusste ich tief im Inneren von Anfang an, dass jede der einzelnen Entscheidungen richtig war – auch wenn ich es lieber anders gehabt hätte. Und ich hatte zum Glück nie die Situation, dass über meinen Kopf hinweg entschieden wurde – und so konnte ich auch alle Folgen annehmen – selbst den Keim, denn das war auch ein Grund, warum ich das KH lieber gemieden hätte 😉
    Aber diese Erfahrung hat mich in einem zutiefst bestärkt. Man sollte auf sein Bauchgefühl hören – bei der Geburt, beim alltäglichen Begleiten der Kinder, beim Leben! Und ich wünsche allen Schwangeren und Eltern, dass sie diese Intention spüren, erkennen und annehmen können. Und Deine Worte und Berichte helfen so vielen dabei! Danke dafür!!!! (Auch wenn ich jetzt viel mehr geschrieben hab als geplant, SORRY! – irgendwie schweife ich bei dem Thema immer aus 😉

  • Maike Popeike

    Mein erstes Kind war eine Spontangeburt im Geburtshaus, das zweite ein Notkaiserschnitt in der 30.Woche. Beides waren gute Geburten für mich. Beide Male waren wir gut versorgt. Wenn man sie braucht, sind Krankenhäuser ein Segen. (Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe!:-)
    Danke fürs Teilen.

  • Ein sehr berührender Bericht, vielen Dank dafür! Ich kann gar nicht mitreden, denn unsere Kinder sind bisher alle zu Hause oder im Geburtshaus zur Welt gekommen – aber wer weiß was die Zukunft noch bringt.
    Dieser Bericht macht jedenfalls viel Mut!

    Weiterhin alles Gute!!

  • Liebe Susanne,
    auch von mir herzlichsten Glückwünsche!
    Vor einiger Zeit schon auf Dein Blog gestoßen und immer gerne mitlesend, habe ich das, was Du zu Deiner dritten Schwangerschaft geschrieben hast, mit Spannung verfolgt und war wirklich baff, wie regelmäßig du uns die ganze Zeit daran hast teilhaben lassen. Danke dafür – und danke auch für diesen Bericht, der gerade deshalb so ermutigend wirkt, weil Du dabei so authentisch bleibst – unabhängig davon, wie sich die äußeren Umstände gestalten. Respekt. Ich selbst habe, erst mit dem Geburtshaus liebäugelnd, dann doch geplant im Krankenhaus entbunden, die Geburt war ok, die Zeit auf der Station danach ziemlich furchtbar. Tatsächlich macht mir Dein Bericht nochmal mehr Mut, bei einer zweiten Schwangerschaft nicht im Krankenhaus zu entbinden – es wird deutlich, wie gut begleitet man auch in anderen Kontexten sein kann.
    Ich habe mich auch gefragt, was im Krankenhaus dann der entscheidende Aspekt für eine sicherere Geburt war – vielleicht ist das nichts, worüber Du berichten möchtest – falls doch, würde es mich sehr freuen.
    Alles Gute Euch!

  • Rosa Kirschblüte

    Herzliche Glückwünsche! Ich hab heute erfahren das unser 3.kind auch wieder n Junge wird,….auch wenn der Geburtsort noch nicht feststeht, hoffe ich doch sehr das es keine Klinikgeburt wird! Leider ist die einzig betreuende Hebamme 200 km weit weg. So das wir uns mit den Gedanken an eine Ferienwohnung angefreundet haben,…… noch sind es 4 monate bis dahin, ….. ich hoffe soooooooooo sehr auf eine 2. HAUSGEBURT! Denn meine Erfahrungen bei unserm 1. waren alles andere als schön.

  • Westerwald 83

    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures dritten Wunders. Auch ich musste lernen das die dritten manchmal einen ganz eigenen Kopf haben. Nach total unkomplizierten zwei Geburten stellte ich mich auf eine weitere solche ein. Doch endete diese dann in einem Kaiserschnitt. Da die kleine Maus die Nabelschnur vorm Kopf hatte und die Herztöne unter den Wehen weg gingen. Aber gerade deshalb bin ich froh das es all diese Möglichkeiten gibt wenn man sie braucht.
    LG Desiree

  • Miriam

    Was fuer ein schoener Bericht – ich hatte zwei gewollte Krankenhausgeburten. Fuer mich war es einfach wichtig zu wissen, dass im Notfall alles um die Ecke ist. Das hat mir das noetige Gefuehl von Sicherheit gegeben.

    Die erste Geburt war lang, ein Sternengucker, Geburtsstillstand etc., aber ich hatte immer das Gefuehl, dass ich in die Entscheidungen mit einbezogen wurde, und da an dem Tag wenig im Krankenhaus los war, wurde ich bestens betreut, hatte ausserdem eine Hebamme in der Ausbildung, die nur fuer mich zustaendig war.

    Die zweite Geburt wurde bei 40+13 eingeleitet. Ich sage immer, die kleine Maus waere immer noch drin, wenn da nicht nachgeholfen worden waere. Da gab es keine Anzeichen, dass es bald los gehen wuerde, oder dass sich irgendetwas aendern wuerde, und am Ende war sie innerhalb von einer Stunde da.

    Was ich nicht so ganz verstanden habe, ist, was nun am Ende im Krankenhaus gemacht wurde bzw. warum es wichtig/sicherer war, die Verlegung zu machen?

    Herzlichen Glueckwunsch zur Geburt eures kleine Mannes. Ein gutes Einleben und viel Spass beim Familienleben zu fuenft.

  • Ol Ja

    Liebe Susanne,

    herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn. Er ist so süß☺ ich freue mich sehr für euch und danke für deinen Geburtsbericht.

  • Mit Tränen in den Augen danke ich Dir von Herzen für diese wunderbaren Worte. Ich fühle mich der Geburt der Motte und mir so nah und spüren so vieles wieder. Es ist unendlich wunderbar das du uns einen so intimen Einblick gewährst. Den konnte ich erst heute lesen, denn ich wollte ihm die Ruhe und Aufmerksamkeit schenken, den dieser Einblick verdient hat. Den ersten wert ist.

    Danke und willkommen kleiner Engel. Fühle Dich wohl – fühle Dich geborgen in dieser Welt.

    JesSi Ca

  • Reinhilde Godulla

    Liebe Susanne, von ganzem Herzen wünsche ich dir viel Kraft und euch allen viel Glück, Gesundheit und wunderbares wachsen in Geborgenheit! Alles Liebe, eure Reinhilde

  • Julia Mey

    Ich bin gerührt. Du hast mit Sicherheit genau das – für Dich – Richtige gemacht. Ich wollte damals meinen Sohn auf normalem Wege bekommen – letztlich wurde es ein Kaiserschnitt. Manchmal muss man mitten unter der Geburt umdenken. Die Hauptsache ist immer das gesunde Endergebnis ;-). Ganz herzlichen Glückwunsch zum Söhnchen.

  • Kerstin

    Zu allererst meine herzlichsten Glückwünsche! <3
    Ich bin bisher in meiner eigenen kleinen Welt so vergraben gewesen, dass ich doch wirklich spät dran bin. Ich wünsche euch eine wunderschöne erste Zeit zu fünft und ein kuscheliges Wochenbett.

    Geburten kann man nicht wirklich planen, man muss vieles wirklich einfach annehmen. Und ich freue mich zu lesen, dass ihr eine schöne geborgene Geburt hattet. Wo auch immer. Das ist fast sekundär. Nur fast. Natürlich hat man vorher Wünsche und Idealvorstellungen und davon kann man sich niemals frei machen.Es ist eine Kunst, dann die Ereignisse so anzunehmen, wie sie kommen ohne zu hadern. Es ist schon zu lesen, dass es dir/euch gelungen scheint.

    Bei meiner ersten Geburt schien irgendwie klar, dass das eine komplizierte Aktion in einer großen Klinik wird. Vermutlich Kaiserschnitt. Zwillinge und so.
    Ich bin froh, dass mein Arzt mich darin bestärkt hat, es einfach abzuwarten und auf die Dinge zu vertrauen, die da kommen. Ich habe mich soweit vorbereitet, wie ich denn nun musste, aber mehr auch nicht. Am Ende habe ich gehofft und auch ein wenig gezittert, in meinem Wunschkrankenhaus entbinden zu dürfen. Weil ich mich da aufgehoben fühlte. Trotzdem war die große Klinik immer eine Option und eine Art Backup.

    Es hat geklappt, es war eine wunderschöne, begleitete, spontane Geburt nach Blasensprung. Das Backup-Team der Klinik wartete wohl vor dem Kreissaal, um im Notfall… ich habe sie nicht gesehen, sie kamen nicht herein. Alles lief gut.

    Um die zweite Geburt habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich hatte Zwillinge geboren. Spontan. Schnell. Eine schöne Geburt. Was sollte kommen?
    Die zweite Geburt mit unserem kleinen Krümelchen war ganz anders und bei weitem nicht so "sanft". Es ging nicht so einfach, wie zwei Jahre zuvor. So ist das manchmal, auch wenn man es nicht erwartet hat.

    Ich finde es daher umso bewunderswerter, wie wundervoll du damit umgehst. Dass alles anders kam als erwartet. Ein absolut rührender Geburtsbericht.

    Liebst Kerstin

  • Ulli

    Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Sohn, er ist ja unglaublich süß!! Und dann vielen lieben Dank für den schönen Bericht!! Meine erste Geburt war auch so ganz ganz anders als geplant – ich wollte ambulant entbinden, ohne Medikamente – am Ende wurde nach 10 Tagen eingeleitet, in allen erdenklichen Varianten, ich bekam mal mehr mal weniger Wehen, die alle aber wieder verschwanden ohne den Muttermund zu öffnen. Es wurde auch versucht ihn manuell zu öffnen, ich war überall dabei, weil ich immer noch von einer natürlichen Geburt träumte…nach 5 Tagen wurde es dann allerdings doch ein Kaiserschnitt, länger wäre für mein Kind (und wohl auch nicht für mich) nicht gut gewesen. Ich bin froh über meinen gesunden Sohn und derzeit schwanger mit einer kleinen Tochter, bin schon sehr gespannt wie die nächste Geburt sein wird!! Alles Liebe, Ulli

  • Hannah Bak

    Liebe Susanne,

    Vielen Dank für diesen ehrlichen und ruhigen Geburtsbericht. Ich bin seit nunmehr 7 Wochen Mutter und die Geburt war auch das komplette Gegenteil von meiner Vorstellung, sie endete sogar mit einem Kaiserschnitt unter Vollnarkose, da alle Versuche, meinen Muttermund zu öffnen fehlschlugen und das trotz vorzeitigem Blasensprung. Ich habe es angenommen und jetzt sitze ich hier im Bett mit meinem Sohn im Arm und wir beide frühstücken.
    Deinen Blog habe ich erst nach der Geburt entdeckt, leider. Alles was du schreibst strahlt eine positive Gelassenheit aus und berichtet so unaufgeregt und authentisch vom Familienleben. Das ist schön!
    Hab einen schönen Tag und ein tolles Wochenende.
    Mit besten Grüßen,
    Hannah

  • Rosa Kirschblüte

    danke für deinen Bericht! 😀 Ich hatte für meinen 3. auch wieder eine Hausgeburt geplant,.. weil die vom zweiten so wunderschön war sind wir extra 200 km gefahren,.. haben eine Ferienwohnung angemietet und meine Hebamme bestellt,.. aber auch bei uns kam alles andere. Am errechneten Termin bekam ich nachmittags um 3 Uhr wehen und wir ließen die Kids bei den Großeltern um uns auf die Geburt vorzubereiten. Aber nach 11 h Wehen passierte nix,.. nur das die Herztöne unter den Wehen bei bestimmten Positionen immer wieder schlechter wurden,.. also suchte auch meine Hebamme mit uns das Gespräch. das es nicht gut aussieht und ich nach 11 h Wehen so erschöpft sei und sich Geburtstechnisch nix getan hat. deswegen würde sie mich lieber ins KKH begleiten. Und dort weiter betreuen lassen,.. Also fuhren wir schweren Herzens ins KKH,.. dort angekommen war es schon kurz nach Mitternacht und durch die Aufregung wurden die wehen deutlich schwächer und seltener,.. im KKH wurde dann wieder CTG geschrieben und es war unauffällig,.. am ende wurde untersucht und der MUMU war ein cm auf. Immerhin! Und dann wurde entschieden das ich dableiben sollte. Wenn die nächsten CTG´s unauffällig seinen könnte ich wieder Heim. Aber morgends gabs wieder dieselben Auffälligkeiten also musste ich bleiben. die nächsten Ctg´s waren unauffällig und ich machte mir schon Hoffnungen doch „zuhause“ entbinden zu können. aber beim Entscheidenen CTG gabs dann wieder auffälligkeiten,.. also nicht zuhause,..inzwischen hatte ich mich angefreundet mit dem Gedanken im Notfall auch per Kaiserschnitt zu entbinden. Auf keinen Fall wollte ich aber so ein Stress wie bei meinem ältesten wo ich gegen meinen willen 10 tage nach Termin mit SSvergiftung und Bluthochdruck mit Tabletten eingeleitet wurde.
    Aber die Klinik in der ich war war klein und eher einem Geburtshaus ähnlich,.. meine Ängste und Wünsche wurden angehört,.. ich konnte Fragen stellen und klären und fühlte mich einfach wohl,… nach 2 Tagen des ausruhens und warten und mit sanften mitteln einleitens gingen dann abends um 20 Uhr wieder mit Wehen los,.. ich rief meinen Mann an und als er da war wurde wieder CTG geschrieben,.. eigendlich wollte ich ja ein entspannungsbad nehmen,.. aber das CTG dauerte und dauerte an,.. die wehen wurden stärker und unangenehmer,.. das wasser wurde kalt und rausgelassen,.. 2 stunden später durfte ich dann doch in der Wanne und die Wehen kamen dann ca alle 3-5 minuten,.. die Wanne war sehr angenehm,.. aber irgendwann meinte die Hebamme ich müsste raus denn die Herztöne würden wieder schlechter werden,… die nächsten Stunden verbrachten wir im Kreissaal. leider passierte nicht viel,.. außer das der Muttermund sich langsam öffnete,.. morgens halb 5 fehten immer noch 4 cm und wir gingen erst mal spazieren und Treppensteigen,.. aber das brachte nix,.. also wurde ich um 5 uhr an den Wehentropf gelegt,.. um 8 uhr wurde die Fruchtblase eröffnet weil der Kleine immer noch nicht ins Becken rutschen wollte. weitere 3 h später wurde dann mein Sohn 4 tage nach ET geboren. da die Herztöne unter der Geburt runter gingen kam dann doch wieder die Saugglocke zum einsatz und außer mir pressten noch weitere 4 Leute unsern dritten Jungen aus mir herraus. Dann stellte man fest das seine Nabelschnur ihn an den Füßen umschlungen hielt. Das war wohl der Grund warum die Herztöne immer wieder runter gingen und er einfach schlecht ins Becken rutschen konnte. Er kam mit 54 cm und 38 cm Kopfumfang und 4360 gramm auf die Welt. Ganze 500g schwerer als der zweite und fast genau ein Kg schwerer als der erste. Am ende war ich 15 h im Kreissaal und echt ziemlich erschöpft,.. „Zuhause“ wäre alles sicher anders gelaufen,.. Wir sind froh unser gesundes Kind und ohne jegliche Verletzung überlebt zu haben! Ich bin überaus Dankbar für meine Hebamme die uns so ehrlich beraten und betreut hat. Und auch für diese Posetive Krankenhauserfahrung.Nun ist unser 3. noch nicht ganz eine Woche alt und wenn ich ihn so neben mir liegen sehe freu ich mich einfach über das Wunder das in meinem Bauch hherrangewachsen ist und unsere Familie nun Komplett gemacht hat.

  • Milena

    Vielen Dank! Es tut gut über ähnliche Erlebnisse zu lesen <3

  • Nathalie

    Unglaublich – fast 1:1 zu der Geburt meines Sohnes. Nur war ich davor vier Tage schon im KH, da zwei Wochen über Termin. Aber dann, von Anfang bis Ende von der Uhrzeit fast gleich – nur meiner kam um 19.21 Uhr <3