Kategorie: Buchvorstellung

Bücher zum Thema „Garten und Gärtnern mit Kindern“

Kindern die Natur näher bringen, geht auf vielfältige Weise: Mit ihnen in die Natur gehen, den Wald besuchen und die Tiere und Pflanzen dort beobachten, mit ihnen spazieren gehen, passende Dokumentationen ansehen – und ganz wichtig ist natürlich die Selbsterfahrung und das Be-Greifen der Natur für Kinder. Pflanzprojekte können dabei eine tolle Unterstützung sein. Und das ist nicht nur mit eigenem Garten möglich, sondern auch zu Hause auf dem Balkon oder der Fensterbank.

aus „Urban Gardening“

„Urban Gardening“

Im Buch „Urban Gardening“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Lia Leendertz und Mark Diacono aus dem Knesebeck Verlag geht es darum, wie Gemüse auf kleinstem Raum angebaut werden kann: vom kleinen Gärtchen im Hinterhof über begrünte Treppenstufen, Sprossen im Glas in der Küche, hängende Salate bis hin zur eigenen Pilzkultur: Hier gibt es Tipps und Inspirationen für das Gärtnern auf kleinem Raum. Auch wenn das Buch nicht in die Tiefe geht, gibt es Anregungen und Ideen, um wirklich auch auf kleinem Raum eine Begrünung anzulegen und vielleicht sogar ein wenig Nutzpflanzen für sich selbst anzulegen. Eine schönes Buch für alle, die erst einmal darüber nachdenken wollen, wo überall Platz für etwas Grün bei ihnen zu finden ist.

aus: „Garten Lust“

„Garten Lust“

Im Buch „Garten Lust. Träume verwirklichen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Robert Sulzberger, erschienen im Kosmos Verlag, geht es um das Anlegen eines eigenen Gartens: von der Planung über die Gestaltung und Praxistipps bis zu den Pflanzen. Ein Buch für absolute Einsteiger*innen in die Gartenarbeit mit praxisnahen Tipps und ehrlichen Überlegungen wie „Sie können alles in Eigenarbeit erstellen oder alles bei Fachleuten in Auftrag geben. In der Regel wird man sich zwischen diesen Extremen bewegen. Denn für die erstgenannte Lösung haben die meisten nicht genug Zeit und handwerkliche Fähigkeiten und für die zweite nicht genügend Geld.“ Im Buch gibt es deswegen verschiedene bebilderte Ideen, die vorgestellt werden für das Anlegen von Gartenwegen, Sitzplätze, Vorgarten, Wassergarten oder das Anpflanzen von Zwergbäumen. Auch die benötigten Geräte werden vorgestellt. Ein einfaches Buch zum Einstieg in die Gartenwelt, das erst einmal die Grundlagen erklärt und ein paar Ideen aufzeigt, wie man einen Garten planen kann und was dabei bedacht werden sollte.

aus: „Garten Lab für Kinder“

„Garten Lab für Kinder“

Im „Garten Lab für Kinder“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) gibt es 52 Projekte rund um das Gärtnern mit Kindern. Von der Anzucht im Eierkarton über ein selbstgemachtes Saatband, das Pflanzen in alten Schuhen, das Anlegen eines Pizzagartens oder einen selbstgemachten Wurmkompost. Alle Ideen sind ausreichend bebildert, notwendige Materialien sind aufgelistet und mit einfachen Schritten erklärt. Ein schönes Buch mit einfachen Ideen, die mit Kindern im Garten umgesetzt werden können und ihnen das Wachsen näher bringen.

aus: „Pflanz dich glücklich“

„Pflanz dich glücklich“

Auch „Pflanz dich glücklich“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) wendet sich an Kinder und bringt 37 Tipps für den Garten und Zuhause mit, sortiert nach Monaten, in denen sie umgesetzt werden können. So gibt es beispielsweise im Juni Pflanzendruck, Sonnenblumenwettwachsen, Erdbeerableger und Essbare Blüten, während im Dezember Steinkakteen gebastelt werden und Blumenampeln geknotet. Das Buch ist durchweg illustriert und der Comicstil ist ansprechend für Kinder, aber Fotos wie im „Garten Lab“ sind manchmal für Kinder hilfreicher. Dennoch sind es schöne Ideen, die zum Nachmachen einladen und auch so einfach sind, dass lesende Kinder mit dem Buch selbständig Ideen umsetzen können.

aus: „Naturkinder“

„Naturkinder“

Im Buch „Naturkinder: Ideen, Rezepte und Aktionen für drinnen und draußen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) zeigt Pädagogin, Bloggerin und Naturkind-Gruppenleiterin Caroline Hosemann in zehn Kapiteln, was Kinder mit und in der Natur anfangen können. Nicht nur auf den Garten bezogen, sondern auch zu Ausflügen einladend gibt es Ideen für Blumentattoos, Blumenfarben, Marmeladen- und Kräutersuppenrezepte, DIY-Anleitungen für Rosen- oder Vanillebad, Eisbilder im Winter und Natur-Dekorationen für zu Hause. Ein wirklich schönes Buch, das wir schon einige Jahre haben und immer wieder als Inspiration durchgehen.

„Was blüht denn da?“

„Was blüht denn da?“

Wer in der Natur unterwegs ist oder im eigenen Garten Blumen anbaut, vielleicht auch essbare Blüten, kann mit den Kindern die Vielfalt der Blumen betrachten und ihren Nutzen besprechen: Denn viele Blumen, die wir am Wegesrand finden, sind nicht nur „einfach“ schön, sondern können In Ölen oder Cremes, in Salat oder als andere Zutat verwendet werden – und einige sind natürlich auch giftig. Mit „Was blüht denn da?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) bekommen Kinder einen guten Überblick über die Vielfalt der Blumen, sortiert nach Farben, so dass diese leicht nachgeschlagen werden können. Schnell ist ersichtlich, ob eine Blume giftig ist oder nicht und wann sie blüht.

Eine Auswahl an Sachbüchern zum Thema „Pflanzen und Blumen“ findest Du hier.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

* Transparenz:
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die Geborgen Wachsen im Falle einer Bestellung eine Provision erhält, ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Wir empfehlen dennoch, den lokalen Buchhandel durch das Einkaufen vor Ort zu unterstützen. Viele Bücher gibt es darüber hinaus zum Ausleihen in den öffentlichen Bibliotheken. Hier kann beispielsweise nach Büchern in den Bibliotheken in Berlin-Brandenburg gesucht werden.
Das Buch „Was blüht denn da?“ wurde auf Anfrage vom Verlag als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, die anderen Bücher wurden selbst gekauft.

Bücher zum Thema „Blumen und Pflanzen“

Den Kindern die Abläufe der Natur näher zu bringen, ist wunderbar, denn es eröffnet einen großen Spielraum für Erkundungen, Ausflüge und Experimente. Wie man aber damit anfängt, ist für manche Familien gar nicht so einfach. Besonders dann, wenn Wissen zum Thema Blumen und Pflanzen fehlt, man nicht giftige Pflanzen pflücken anfassen oder geschützte unwissentlich pflücken möchte. Kinderbücher rund um Blumen und Pflanzen sind deswegen nicht nur für Kinder, sondern auch Eltern eine gute Begleitung auf dem Weg in die Natur.

Kinderbuch „Die Wiese“

Die Wiese – Ein Zoom Bilderbuch

Für die kleineren Kinder ab 4 Jahren kann der Weg in die Natur erst einmal über das Zoom-Bilderbuch „Die Wiese“ (Amazon*Buch 7* | Buchhandel) von Hans Baltzer und Christa Holtei führen, das bei Beltz erschienen ist. Hier wird von weit oben aus der Vogelperspektive immer tiefer in das Geschehen in der Wiese vorgedrungen. Zunächst wird sie aus der Vogelperspektive betrachtet und Kinder erfahren, welche Vögelarten in dieser Höhe besonders vorkommen. Die nächste Ebene ist auf Menschenhöhe und es wird betrachtet, welche Tiere sich im Schutz der Gräser befinden. Noch etwas genauer wird dann hingesehen auf der Wiese: hier sind Schmetterlinge und Spinnen und Vögel wie die Feldlerche zu finden. Innenmitten der hohen Gräser befinden sich dann noch Feldmaus, Maulwurf und Blindschleiche. Dann werden die Insekten und Würmer betrachtet. „Die Wiese“ ist ein schönes Bilderbuch für alle kleinen Kinder, die es genauer wissen wollen und zu einzelnen Tieren ganz konkrete Angaben wünschen.

Kinderbücher aus der Reihe Wiese? Weshalb? Warum?

Wieso? Weshalb? Warum? Bilderbücher mit Klappen

Die Serie „Wieso? Weshalb“ Warum?“ aus dem Ravensburger Verlag hat für viele Themen schön aufgearbeitete Kinderbücher. Auch rund um Pflanzen und Natur gibt es hier die passenden Bücher für Kinder von 4 bis 7 Jahren.

Im Buch „Alles über Bäume“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) erfahren Kinder, was ein Baum ist, wie unterschiedlich Bäume sind, wo sie wachsen und überall zu finden sind. Außerdem wird der Aufbau von Bäumen (einzelne Schichten den Stamms ebenso wie Unterteilung in Wurzeln, Stamm, Krone) erklärt und das Wachstum vom Samen bis zum Baum nachgezeichnet. Letztlich wird auch darauf eingegangen, wo wir im Alltag überall Holz finden und warum es wichtig ist, Bäume zu schützen. Ein Eichhörnchen begleitet dabei von Doppelseite zu Doppelseite durch das Buch. Hervorzuheben ist auch, dass das Buch Kinder unterschiedlicher Hautfarbe abbildet und damit nebenbei auf natürliche Weise einen Aspekt gesellschaftlicher Vielfalt abbildet. Die vielen Klappen machen das Vorlesen interaktiv und helfen, einige Aspekte noch einmal visuell zu verdeutlichen. Als Begleitung für Projekte rund um das Thema „Bäume“ ist dieses Buch sehr hilfreich und bietet auch für Erwachsene spannende Informationen.

„Wir entdecken die Pflanzen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist sehr ähnlich gestaltet und aufgebaut. Hier geht es um Pflanzen allgemein und Kinder erfahren alles rund um Blätter, Wurzeln und Zwiebeln, Blüten und die Entwicklung zu Früchten. Mit vielen bunten Pflanzenabbildungen gibt es hier sehr viel zu entdecken und durchaus interessante Informationen auch für Eltern. Auch wenn hier nur wenige Menschen abgebildet sind, wäre es schön gewesen, einen ebenso vielfältigen Ansatz zu wählen wie in dem Buch über Bäume.

Kinderbuch „Buch der Blumen“

Buch der Blumen – kunstvolle Bilder für Kinder ab 8 Jahren

Für größere Kinder ist das „Buch der Blumen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) eine Augenweide und erfreut zudem mit interessantem Wissen zu einzelnen Blumen. Der bekannte Illustrator Olaf Hajeks hat hier zu einzelnen Blumen passende Portraits geschaffen: Ein Bild zu einer Blume erzählt ihre ganze Geschichte: Was sie so besonders macht, woher sie kommt, wofür sie verwendet wird. Es sind detailreiche Bilder, die zum Verweilen einladen. Daneben wird jedes der bunten Bilder durch einen passenden Text ergänzt, der die Besonderheiten der Pflanze noch einmal zusammenfasst und erklärt, woher sie kommt und wofür sie verwendet wird. Ein schönes Buch für Kinder, die schon tiefer eintauchen in die Verwendung einzelner Pflanzen.

Kinderbuch „Das Museum der Pflanzen“ + Mitmachbuch

Das Museum der Pflanzen

Auch aus dem Prestel Verlag ist „Das Museum der Pflanzen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Katie Scott und Kathy Willis. Wer „Das Museum der Tiere“ kennt, hat hier nun das passende Pendant für die Pflanzenwelt für Kinder ab 8 Jahren. Es geht noch einmal tiefer ins Detail als das „Buch der Blumen“, erklärt die Herkunft der Pflanzen und geht auf einzelne Gattungen genauer ein. Neben den Informationen zu den Pflanzen gibt es schöne Illustrationen in warmen Farben mit jeweils ausführlicher Legende. Dadurch eignet sich das Buch beispielsweise sehr gut als Begleitung für Schulprojekte rund um die Pflanzenwelt und auch als Vorlage zum Abzeichnen. Passend dazu gibt es „Mein großes Mitmachbuch“, das diesen bildenden Charakter des Buches aufgreift und noch fortführt in insgesamt 36 Mal- und Rätselbögen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben zum Abfragen von Wissen ebenso wie zum Weitermalen von Pflanzen. Beides zusammen eignet sich für den Unterricht ebenso wie für private Projekte rund um Pflanzen für Kinder, die ein deutliches Interesse an Botanik haben.

Ideen für unterwegs

Natur und Pflanzen unterwegs – 2 Ideen für Ausflüge

Besonders große Freude macht es natürlich, die Pflanzen nicht nur zu Hause in Büchern zu studieren, sondern direkt in der Natur damit umzugehen. Hierfür gibt es für Kinder unterschiedlicher Alersgruppen verschiedene Begleitmaterialien, die auch Eltern, die vielleicht noch nicht so sehr im Thema stehen, an die Hand nehmen für Ausflüge und Forschungsprojekte.

„Der Grüffelo Naturführer“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) für Kinder ab 4 Jahren ist ein Heft, das mitgenommen werden kann in die Natur. Hier gibt es Sticker, mit denen markiert werden kann, was man im Wald alles gesehen hat. So wird beim Spazierengehen der Blick direkt auf die Natur gelenkt und zu Hause kann noch einmal gemeinsam reflektiert werden, was alles gesehen und erlebt wurde: Welche Blätter wurden gesehen? Welche Tiere? Wurde Vogelgezwitscher gehört und Grasrascheln oder Froschquaken? Welche Tierspuren wurden entdeckt etc.? Ein wirklich schönes Buch für kleine Entdecker, das zum Kennenlernen des Waldes einlädt. Und vielleicht wurde ja sogar der Grüffelo gesehen?

Die Bestimmungskarten „50 heimische Bäume“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) hingegen sind eher für ältere Kinder ab 6 Jahren zu benutzen: Auf 50 Karten wird jeweils ein Baum mit seinen Besonderheiten abgebildet: Vom Namen über die Größe, seine Blätter und Früchte bis hin zu besonderen Details dieses Baums.

Kinderbuch „Der magische Blumenladen“

Der magische Blumenladen – ein Roman

Dem Pflanzenthema können sich Kinder auch auf andere Weise nähern: „Der magische Blumenladen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Gina Mayer mit Illustrationen von Joëlle Tourlonias lässt die Freude an der magischen Welt der Blumen entstehen und bietet mit einem beigefügten Rezept für Lavendel-Karamell-Bonbons gleich auch eine praktische Erfahrung für den kreativen Einsatz von Pflanzen. In Band 1 dieser Serie lernen wir Violet kennen, die bei Pflegeeltern lebt, aber besonders gern im Blumenladen ihrer Tante Abigail ist, den sie an zwei Tagen in der Woche besuchen darf. Schnell merkt Violet, dass in diesem Blumenladen irgendetwas anders ist und ihre Tante offenbar Geheimnisse hat in Bezug auf die wunderbaren Blumen. Als sie dann das zitronengelbe Buch findet, in dem nur sie die Blumen dreidimensional sehen und auch riechen kann, während ihre Freunde ein ganz normales Buch vor sich haben, beginnt Violets Abenteuer. Denn die Rezepte und Beschreibungen der Pflanzen sind magisch und zeigen die Welt der Blumenwunder auf. Der Roman macht Kindern Lust, die vielfältige Welt der Blumen selbst zu entdecken, denn selbst wenn sie nicht magisch sind, gibt es viele spannende Tees und Rezepturen mit Blumen auszuprobieren.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

* Transparenz:
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die Geborgen Wachsen im Falle einer Bestellung eine Provision erhält, ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Wir empfehlen dennoch, den lokalen Buchhandel durch das Einkaufen vor Ort zu unterstützen. Viele Bücher gibt es darüber hinaus zum Ausleihen in den öffentlichen Bibliotheken. Hier kann beispielsweise nach Büchern in den Bibliotheken in Berlin-Brandenburg gesucht werden.
Die vorgestellten Bücher wurden auf Anfrage von den Verlagen als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt.

Raus in den Wald mit Kindern

Eigentlich ist jede Jahreszeit im Wald mit Kindern toll: Im Frühling erwacht der Wald neu, im Sommer spenden die Bäume Schatten und es ist angenehm kühl. Im Herbst nun können zahlreiche Schätze gesammelt werden, die den Winter über als Bastelmaterialien dienen und daneben gibt es nun auch noch einmal Tiere zu beobachten und Pilze zu suchen. Mit der richtigen Ausrüstung können so halbe oder ganze Tage im Wald verbracht werden.

Ausrüstung für lange Waldabenteuer

Für ein langes Waldabenteuer wird erst einmal der Rucksack gepackt. Er sollte bequem sein und nicht von der Schulter rutschen, weshalb ein Rucksack mit Brustgurt besonders praktisch ist. Sinnvoll ist es auch, im Rucksack eine herausnehmbare Sitzmatte zu haben wie im Waldfuchs von Deuter (Amazon* | Hersteller) oder unserem – leider nicht mehr produziertem – Waldi von Affenzahn. Neben Trinkflasche mit Wasser und gefüllter Brotdose kommen in den Rucksack Beutel für Schätze, meistens bei den größeren Kindern ein Seil und Karabinerhaken, Notizheft und Stifte, manchmal ein Naturbuch und dazu natürlich ein Kindertaschenmesser, wir benutzen schon seit Jahren die Kindermesser von Opinel (Amazon* | Hersteller) .

Den Wald kennenlernen – Bücher, die begleiten

Seit kurzer Zeit haben wir ein neues, tolles Buch in unserem Naturbücherregal: „Pilze – Verrückte Fakten über Fliegenpilz, Hefe und Co.“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) neben dem Pilzführer für den Waldspaziergang gibt dieses Buch für Kinder viele tolle Impulse und Informationen rund um die Mykobiota. Kinder erfahren, welche verschiedenen Arten es gibt, welche gegessen werden können und welche giftig sind, wie sie über den Winter aufbewahrt werden können, was daraus gekocht oder gebacken werden kann. Der größte Pilz der Welt und überhaupt flächenmäßig größte Organismus auf der Erde ist übrigens ein 8,9 Quadratkilometer großer Pilz in Oregon. Dies und viele andere Informationen finden sich in dem schönen Buch.

Eine tolle Vorbereitung auf Waldabenteuer bietet auch Buch + CD „Wer grunzt denn da?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). Die CD hat Christoph Biemann, bekannt aus „Sendung mit der Maus“ besprochen. Darauf finden sich die nach Jahreszeit unterteilt Tiergeräusche, für den Herbst beispielsweise Eichhörnchen, Eichelhäher, Wildschwein, Reh und Rothirsch. Im Begleitbüchlein finden sich noch einmal kurze Fakten zu den 25 häufigsten Waldtieren, die hier vorgestellt werden. Ein schönes Buch + CD, um Ausflüge vor- und nachzubereiten.

Wer sich lieber den Bäumen widmen möchte, findet in der Kartensammlung „50 heimische Bäume“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) kurz und knapp alle Informationen über Bäume, ihre Blätter und besondere Eigenschaften. Die Blätter sind so abgebildet, dass gesammelte Blätter später den Bäumen zugeordnet werden können oder im Wald eine Bestimmung erfolgen kann.

Wer noch neu ist im Bereich Waldausflüge ist, kann sich als Begleitung für die ersten Ausflüge auch ein kleines Waldquis mitnehmen wie „Peter & Piet – Mein großes Waldquiz“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). Damit kann im Wald gemeinsam alles angesehen werden, es kann gemeinsam einigen Fragen nachgegangen werden und die ersten Ausflüge haben damit einige Anhaltspunkte. Später ergeben sich von den Kindern oft eigene Ideen und Spielanlässe, wenn sie mit dem Spiel in der Natur ohne „Spielzeug“ vertrauter sind.

Habt Ihr noch Tipps und Ideen für Waldausflüge? Dann schreibt sie hier gerne in die Kommentare.
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die vorgestellten Bücher, Karten und Messer haben wir selbst gekauft .

Bücher über Vielfalt in Rollen und Gesellschaft

Unsere Kinder wachsen in eine Gesellschaft hinein mit vielen verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit Menschen unterschiedlicher Religionen, unterschiedlichem Aussehen. Sie wachsen in eine Gesellschaft, in der es ganz verschiedene Familienmodelle gibt und in der wir immer mehr darauf achten, dass alle Menschen mit ihren individuellen Hintergründen, Temperamenten und Geschichten hier leben. Das war nicht immer so und manchmal ist es gut, Klischees in Ruhe zu besprechen und anhand eines Buches gemeinsam zu reflektieren.

Kinderbuch „Irgendwie Anders“

Irgendwie Anders

Irgendwie Anders (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) war das allererste Buch, das ich über das „anders sein“ jemals gesehen habe. Damals hatte ich noch keine eigenen Kinder und bin in einem Kindergarten auf dieses Buch gestoßen. Im Rahmen einer Qualitätsuntersuchung in der Kita sollte auch im Bücherregal nachgesehen werden, ob es auch Bücher gibt, die die Vielfalt der Gesellschaft in Rollen etc. abbilden. Ich habe es sofort ins Herz geschlossen und mir vorgenommen: Sollte ich jemals eigene Kinder haben, werde ich dieses Buch in unser Regal stellen. Viele Jahre später fand ich es auf einem Flohmarkt, erinnerte mich und nahm es mit.

„Irgendwie Anders“ wohnt allein auf einem Berg. Eigentlich möchte „Irgendwie Anders“ gerne Freunde haben, aber irgendwie passen die Wesen im Umfeld einfach nicht: Sie spielen anders, essen anders, malen anders… Irgendwie Anders ist allein. Bis es an der Tür klopft und dort „Etwas“ steht. Im Gegensatz zu Irgendwie Anders weiß Etwas gleich, dass die beiden etwas verbindet – sie sind anders. Es braucht einen Moment, bis Irgendwie Anders das versteht und in Etwas einen Freund findet, der auch irgendwie anders ist als Irgendwie Anders, aber dennoch zu ihm passt. Es ist ein wirklich schön gezeichnetes und sanftes Buch, um mit kleineren Kindern über das Anderssein zu sprechen.

Kinderbuch „Das kleine Blau und das kleine Gelb“

Das kleine Blau und das kleine Gelb

Ein Buch schon für kleinen Kinder ist „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Leo Lionni. Es passt aus mehreren Gründen in diese Reihe der Bücher, denn in dem Buch geht es um das kleine Gelb und das kleine Blau, die Freunde sind. In der gesamten Geschichte gibt es keine Geschlechtszuweisungen, das Kind kann ganz allein festlegen, welche Farbflecken wen symbolisieren. Darüber hinaus geht es aber in dem Buch um das Gleich- und Anderssein: Denn als das kleine Blau und das kleine Gelb sich vor Freude umarmen, werden sie zusammen grün. Aber so passen sie gar nicht mehr in das Zuhause des Blaus und Gelbs, die sie so erst einmal nicht erkennen und erst nachdem die Kinder geweint und sich so getrennt haben, ihre Kinder verstehen und dann selber erfahren, was sich verändert, wenn man sich verbindet.

Kinderbuch „Sigurd und die starken Frauen“

Sigurd und die starken Frauen

Im Buch „Sigurd und die starken Frauen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Jutta Nymphius und Volker Fredrich geht es um Familienmodelle und Rollenverteilung. Ausgang der Geschichte ist die tatsächlich auf Tatsachen beruhende Erkenntnis, dass ein Wikingergrab lange als Grab eines Kriegers betrachtet wurde und sich kürzlich herausstellte, dass dieses Grab eigentlich einer KriegerIN gehört (diese Geschichte findet Ihr auch in meinem neuen Buch Mutter.Sein). Die Frage, die im Kinderbuch dadurch aufgetan wird, ist die, wer eigentlich die Kinder betreut hat, wenn die Frauen als Kriegerinnen unterwegs waren. Im Buch wird davon ausgehend beschrieben, dass bei den Wikinger*innen eben die Männer mit den Kindern zu Hause blieben, sie trugen, bekochten und umsorgten. Aber so richtig zufrieden sind die Männer damit nicht und schließlich kommt es zu einer Diskussion: Einige der Kriegerinnen wollen nämlich auch gar nicht Kriegerinnen sein, sondern lieber im Dorf bleiben. Und einige Dorfbewohner wollen lieber Krieger sein. Alles wird also besprochen und schließlich bunt gemischt nach den Vorlieben der einzelnen Menschen. Und wenn Vater und Mutter beide mit dem Schiff losfahren wollen, dann bleibt das Kind bei Freunden im Dorf.

Eine lustige und bunte Geschichte über Rollenverteilung und Zuwendung. Und dass Kinder natürlich auch im Bett ihrer Väter nachts Zuflucht finden können. Ein wenig schade ist, dass die Väter, die ja eigentlich für die Mütter stehen, anfangs sehr klischeehaft dargestellt werden, aber die Geschichte ist insgesamt lustig und lädt zum Nachdenken ein über die Rollenverteilung in der eigenen Familie, wie auch zum Gespräch mit Kindern.

Kinder- und Jugendbuch „Liebe Deinen Körper“

Liebe Deinen Körper. Die Anleitung zur Selbstliebe

Wieviele Frauen haben gerade heute Probleme mit ihrem eigenen Körperbild? Das Schönheitsideal unserer Gesellschaft ist allgegenwärtig, während wir eigentlich eine so große Vielfalt an unterschiedlichen Körpern haben. Das Buch „Liebe Deinen Körper“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Jessica Sanders, illustriert von Carol Rosetti, zeigt jungen Mädchen, dass wir alle unterschiedlich sind und dies nicht nur normal, sondern gut so ist. Neben einer Anleitung zur Selbstreflexion über all die Dinge, die der eigene Körper so tun kann, gibt es auch Tipps für Self-Care im Alltag und Telefonnummern von Hilfs-Hotlines. Es geht darum, junge Mädchen darin zu stärken, einfach sie selbst zu sein auf die Art, wie sie eben sind und sein wollen. Ganz besonders hervorstechend neben dem wichtigen Inhalt sind die wirklich bezaubernden Illustrationen von Carol Rosetti: hier sind Mädchen und Frauen unterschiedlichster Hautfarbe, Größe, mit und ohne Behinderung, mit Achselhaaren oder ohne zu sehen. Ein wirklich schönes Buch.

Kinderbuch „Was ist, wenn man anders ist“

Wie ist es, wenn man anders ist?

Was sind Ungerechtigkeiten und wie sehen die in unserer Gesellschaft aus? „Wie ist es, wenn man anders ist?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) beschäftigt sich mit dieser Frage für Kinder ab 5 Jahren. Hier geht es um Rassismus und Intoleranz: Überall auf der Welt gibt es unterschiedliche Menschen, aber manche werden unfair behandelt, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder aus einem anderen Land kommen. Kinder bekommen erklärt, was Intoleranz meint, woher Vorurteile kommen und warum es gemobbten Kindern in der Schule nicht gut geht. Das Buch zeigt auf, warum Menschen fliehen und wie wir im Alltag mit Unterscheidlichkeit umgehen sollten.

Es ist keine bunte Geschichte, sondern ein sachliches Buch, das ganz konkret älteren Kindern Begriffe erklärt und im Schlussteil noch Internetseiten empfiehlt für weitere Informationen. Ein gutes Buch, um mit größeren Kindern im schulalter über diese Themen zu sprechen und Begriffe aufzuarbeiten.

„Stories for Kids who Dare to be Different“ und „Stories for Boys who Dare to be Different“

Die Geschichten der anderen

Das erste Buch dieser Art, das ich für meinte Tochter gekauft habe, war „Good Night Storys for Rebel Girls“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel), später kamen als Geschenke von Freund*innen noch „Stories for Boys who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) dazu und „Stories for Kids who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). In allen Büchern gibt es Portraits von Personen, die eigene Wege gegangen sind und sich gegen Ansichten anderer oder Rollenvorgaben durchgesetzt haben: mutige Geschichten, lustige Geschichten – auf jeden Fall regen alle von ihnen zum Nachdenken an und sind für Gespräche geeignet. Vielleicht nicht unbedingt als Gute-Nacht-Geschichten, denn teilweise gibt es längeren Redebedarf.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

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Sommerbücher für Kinder

Der Sommer ist da und mit ihm die Sommerferien mit kleinen und großen Abenteuern, aber auch ruhigen Momenten der Stille, des Anlehnens und Ausruhens. Für die Mittagspausen im Schatten oder die gemeinsame Ruhe am Abend habe ich eine kleine Auswahl an Sommerbüchern für Euch zusammengestellt:

Sommer – Das Bilderbuch

Die Bücher von Eva-Maria Ott-Heidmann sind Klassiker unter den Bilderbüchern. Wie auch zu den anderen Jahreszeiten gibt es ein „Sommer“ Bilderbuch (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) mit bunten und detaillierten Doppelseiten, auf denen alles zu finden ist, was den Sommer ausmacht: Blumen, Insekten, Lagerfeuer, Baden im See, Obst, spielende Kinder und immer wieder versteckt dazwischen kleine Wichtel, die ein wenig Zauber in die Bilder bringen.

Tausend schöne Dinge – zu lesen und zu hören

In dem Album „Tausend schöne Dinge“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) besingt Songwriter Johannes Stankowski die Dinge, die im Sommer erlebt werden: Es geht um das Planschen im Garten, gegrilltes Gemüse, Freundschaft, Schatzsuchen, Urlaub und gemeinsame Zeit – die einfachen Dinge, die die Sommerferien ausmachen. Im zugehörigen Pappbuch sind alle Lieder aufgeschrieben und in einfachen Bildern illustriert.

„Genießt die Zeit, bald sind wir aus dem Haus.
Jetzt sind wir noch da,
drum seid gescheit und macht was Schönes draus!
Kommt schon, Paps- und Mama-Maus!“

Nick und der Sommer mit Oma

Benji Davies ist mit seinem Buch „Beste Freunde“ in unserem Bücherregal gelandet, das wir immer wieder gerne vorlesen. Nun hat sich für den Sommer sein Buch „Nick und der Sommer mit Oma“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) dazu gesellt: Die Geschichte von Nick, der eigentlich bei seinem Vater lebt, die Ferien aber bei seiner auf den ersten Blick merkwürdigen Großmutter verbringt. Als Nick während eines Ausflugs in Not gerät, rettet seine Großmutter ihn und einen Vogelschwarm und sie verbringen schließlich noch schöne Ferientage gemeinsam. Wie auch schon in „Beste Freunde“ bestechen auch hier wieder die wunderschönen Illustrationen.

Astrid Lindgrens: Ferien auf Saltkrokan

Astrid Lindgren gehört zum Sommer. Für die kleineren Kinder sind es die Geschichten aus Bullerbü, für die größeren die „Ferien auf Saltkrokan“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) . Auch hier ist es wieder ein allein erziehender Vater, der hier mit seinen Kindern Urlaub im Schreinerhaus auf Saltkrokan macht. Schnell lernen sie die Bewohner*innen der kleinen Insel kennen und schließen Freundschaften, die sie an Saltkrokan binden, so sie all ihre Sommermonate verbringen möchten. Wie viele andere Geschichten von Astrid Lindgren ist auch diese gekennzeichnet von den unterschiedlichen Temperamenten, die aufeinander treffen und den kindlichen Ideenreichtum. Eine wunderschöne Geschichte zum Vorlesen über die Ferien – oder selberlesen für größere Kinder.

Für Abenteuer*innen: Entdeckungen in der Natur

Für Abenteuer müssen wir nicht weit weg fahren, denn sie liegen schon vor unserer Tür, wenn wir genau hinsehen. In den Ferien ist Zeit, um auf Entdeckungstour zu gehen mit den Kindern und zu sehen, was uns wirklich alles umgibt an Tieren und Pflanzen. Die Kinder Naturführer von KOSMOS wie „Welcher Gartenvogel ist das?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel)  sind dafür tolle Begleiter: Nach Größe sortiert (etwa so groß wie ein Spatz/ein Star/eine Elster/eine Gans) kann hier nachgeschlagen werden, welcher Vogel gesichtet wurde und was seine besonderen Merkmale sind. Ausflüge werden so zu ganz besonderen Beobachtungstouren.

Auf Reisen: Alles festhalten im eigenen Buch

Fotos sind schön, aber aufgeschriebene Erinnerungen auch. Im „Kinder Künstler Reisebuch“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) können Kinder mit Worten und Zeichnungen ihre Erlebnisse festhalten: ein Geruchsprotokoll, Autokennzeichen, die Musik des Sommers und viele andere Dinge neben einem klassischen Tagebuch. Für größere Kinder eine schöne Aufgabe für ruhige Momente.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die Bücher „Tausend schöne Dinge“ und „Welcher Gartenvogel ist das?“ habe ich als Rezensionsexemplare erhalten. Alle anderen Bücher sind im lokalen Buchhandel selbst gekauft.

Eine Eisteeparty für Kinder

Es ist Sommer: Draußen im Grünen lässt es sich wunderbar picknicken, aber auch an weniger sonnigen Tagen ist eine kleine Teeparty mit Puppen, Kuscheltieren und Kindern eine gute Idee, um einen Tag zusammen zu gestalten und gemeinsam zu entspannen.

Was braucht es für die Teeparty? Getränke, Snacks und Kuchen – und natürlich ein paar Gäst*innen. Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch praktisch ist es, den Kuchen gleich in kleinen Portionen zu backen: Muffinformen waren gestern, heute wird einfach in Tassen und Bechern gebacken. So gibt es viele einzelne Portionen ohne Papiermüll, direkt aus der Tasse zu essen mit Löffel oder Gabel. Dazu ein paar Fruchtspieße oder – wer es lieber herzhaft mag – ein paar Cracker.

Rezept „Zitronentassenkuchen“ aus „Kinder Party Küche“

Kuchen aus der Tasse

Unter Abwandlung der Backzeit lässt sich jeder Rührkuchen auch in einer Tasse backen. Für eine Eisteeparty habe ich den frischen Zitronen-Tassenkuchen aus dem Buch „Kinder Party Küche“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ausgesucht. Ein einfaches Rezept, das auch mit den Kindern zusammen zubereitet werden kann. Für den Teig braucht Ihr:

250g Butter
160g Zucker
5 Eier
2 TL Backpulver
350g Weizenmehl
1 unbehandelte Zitrone
120ml Milch

Butter und Zucker schaumig rühren, dann Eier zugeben, Backpulver und Mehl. Saft und geriebene Zitronenschale (davon gebe ich nicht die ganze hinein, das ist uns persönlich zu intensiv) untermengen, dann noch die Milch dazu geben.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Tassen fetten und mit Paniermehl auskleiden, dann zu 2/3 mit Teig füllen und ca. 30 Minuten backen.

Wer mag (bei uns gehört es zum Kuchen meistens dazu), kann noch Puderzucker und Zitronensaft anrühren zu einem Zuckerguss und den Kuchen mit Streuseln garnieren. Wir haben im Bioladen Schmetterlinge aus Oblaten gefunden, die unsere Kuchen zusätzlich verschönern.

Ein Rezept für veganen Zitronenkuchen findet Ihr zum Beispiel hier.

Eistee

Eistee ist eines unserer Sommer-Lieblingsgetränke in verschiedenen Variationen. Oft mit der Grundlage Hagebuttentee, der dann mit Beeren und Eiswürfeln aufgefüllt wird. Bei Stadtmama gibt es weitere Eisteerezepte, zur Erbeerzeit passt gerade auch noch dieser Erdbeer-Eistee. Sehr lecker klingt aber auch der Wassermelonen-Smoothie von Rebecca.

Schnelle Teeparty mit wenig Aufwand

Wir kennen es alle: Manchmal haben wir einfach zu wenig Zeit oder Lust, um lange in der Küche zu stehen und brauchen dennoch eine schnelle Aufmunterung oder kleine Abwechslung für den Tag, um zum Beispiel schlechte Laune zu vertreiben. Die Teeparty kann auch ganz schnell aus dem Ärmel gezaubert werden: Gekaufte Muffins mit etwas Schokoladenguss und Streuseln verzieren – oder sogar mit Popcorn. Gefrorene Obststücke in Wasser geben mit Strohhalm – fertig. Eine Tischdecke darunter, eine Kerze auf den Tisch und natürlich Kuscheltiere und Puppen nicht vergessen.

Und dann können sich alle noch verkleiden, in Stoffe wickeln und Hüte aufsetzen.
Viel Spaß beim gemeinsamen Zubereiten, feiern und naschen am Wochenende,
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Das Buch „Kinder Party Küche“ ist im lokalen Buchhandel selbst gekauft.

Kinderbücher aus Indien

Eine Kindheit ohne Bilderbücher? Unvorstellbar für mich. Schöne, gut illustrierte Kinderbücher sind in Indien allerdings gar nicht so leicht zu finden. Die Auswahl ist geringer, und gerade auch Geschichten indischer Autorinnen und Autoren sind eher rar. Gleichzeitig ist die Bedeutung, die ich Büchern beimesse, auch eine kulturelle Prägung. Ich kenne es eben so aus Deutschland. Dabei gibt es nach wie vor sehr viele Kinder auf dieser Welt, die mit wenigen oder keinen Büchern aufwachsen.

Und es gibt ja  auch andere Möglichkeiten, Geschichten mit Kinder zu teilen! Von unserer Nachbarsfamilie weiß ich, dass weniger vorgelesen, als erzählt wird: Dort erzählt der Papa abends die  Mahabharata, ein indisches Epos, zu dem auch die berühmte Weisheitsschrift Bhagavadgita gehört. 

Und es gibt sie doch auch hier, die wunderbaren Kinderbücher! Beim Verlag Tara Books habe ich eine ganze Reihe außergewöhnlicher Funde gemacht, von denen ich eine kleine Auswahl vorstellen möchte. Einige der Bücher gibt es sogar auch auf deutsch, denn der Tara Verlag ist weit über die Grenzen Indiens hinaus bekannt und beliebt. Auch die Herstellung der Bücher ist bemerkenswert: Die Illustrationen und Geschichten stammen teilweise von Künstlerinnen und Künstlern aus dem ländlichen Indien, deren Kunst sonst kaum über ihre Dörfer hinaus wahrgenommen wird. Gedruckt werden viele der Bücher in der hauseigenen Siebdruckwerkstatt.

In einem indischen Dorf

So sehr Indiens Städte boomen und modernisiert werden – das traditionelle Leben auf dem Dorf ist nach wie vor noch sehr verbreitet. Davon wird in diesem Buch erzählt. Hier gibt es soviel zu entdecken, dass man sich an Wimmelbücher erinnert fühlt. Jede Seite ist von einem kurzen erklärenden Text begleitet, der einen kindgerechten Einblick in indische Lebensweisen auf dem Dorf bietet. Ein spannender Einblick in eine ganz andere Lebenswelt. Gemalt ist dieses Buch, das sich Seite um Seite der Länge nach ausklappen lässt, im Malstil der bengalischen Patua. Von Rohima Chitrakar und V. Geetha. Ab 6 Jahre.

Sun and Moon

Dieses Buch enthält Erzählungen und Bilder von Sonne und Mond, gemalt in verschiedenen kunsthandwerklichen Traditionen von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Regionen Indiens. Erhältlich ist das Buch zwar nur auf English, doch der Text beträgt nur wenige Zeilen und ist leicht zu übersetzen. Die Bilder sind wunderbar anzusehen, wie eine Meditation für Kinder und Erwachsene über die natürlichen Rhythmen, in die unser Leben eingebettet ist: „The sun gives birth to life and the moon gives rise to time“. Lesealter: 6-9 Jahre. 

Wasser 

Dieses Buch berührt mich sehr, weil es ein wirklich großes Problem aufgreift. Sauberes Wasser gehört in Indien zu den kostbarsten Dingen überhaupt. Viele Menschen habe keinen Zugang dazu. In der Zukunft wird sich die Lage durch Klimawandel und hohen Wasserverbrauch weiter verschlimmern. Kein Thema für ein Kinderbuch? Tara Books hat es gewagt. 

In diesem Buch erzählt eine indische Künstlerin aus dem Stamm der Gond vom Leben auf ihrem Dorf. Von den wachsenden Schwierigkeiten, dort Wasser zu finden. Von der „Gier“ der Stadt, dem enormen Ressourcenverbrauch, der mit dem Leben dort einhergeht. Eingebettet in ihre Erzählung ist eine Fabel ihres Stammes über den Umgang mit Wasser. Darin geht es um die Grenzen der natürlichen Ressourcen, die wir respektieren müssen. Und darum, was geschieht, wenn wir das nicht tun. Es geht auch um die Ungerechtigkeit, dass für die Verschwendungssucht der Reichen die ohnehin schon Armen bezahlen müssen.

„Was kann ich tun, um die Leute dazu zu bringen, ihre Seite der Abmachung mit der Natur einzuhalten? Alles, was ich anzubieten habe ist…die Geschichte der Schwestern und den See.“ Dieses Buch gibt Menschen eine Stimme. Es erlaubt uns die Sichtweise der Menschen auf dem Dorf nachzuvollziehen. So können wir uns dem schwierigen Thema im Gespräch mit Kindern nähern. Wir können gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir mit Ressourcen umgehen und welche Konsequenzen das hat für andere. Sowohl Text und Thematik sind für ältere Kinder (ab 12), die Illustrationen aber sind auch für sich wunderbar zu betrachten und machen das Buch für alle Altersgruppen interessant. Von Subhash Vyam.

Ein indischer Strand

TaraBooks arbeitet nicht nur mit indischen Künstlerinnen und Künstlern, sondern mit Menschen aus aller Welt zusammen: Dieses Buch von einer Französin gestaltet, die einige Tage in Chennai am Meer verbrachte und dort verwundert feststellte, wie sehr sich ein Strand in Indien von einem in Europa unterscheidet. Wie das Leben am Strand aussieht, zeigt dieses Buch. Die Illustratorin fertigte zunächst Skizzen an, die sie dann in Linoldrucke übertrug. So entstanden schwarz-weiß-Bilder, die das lebendige Treiben am Wasser zeigen, bei Tag und bei Nacht. Das Buch ist voller kleiner Geschichten, aber ohne Text. Es hat jedoch Platz, um eigenen Text einzufügen oder die Bilder auszumalen. Das Buch ist so gestaltet, dass es aufgeklappt werden kann, aufgestellt wie ein Panorama oder wie ein Stern, oder auch ganz normal gelesen. Lesealter: 4-8 Jahre. Von Joëlle Jolivet.

Klopf! Klopf! 

Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein kleines Mädchen vermisst seinen Teddybär und macht sich auf die Suche. Alle Stockwerke des Hauses klappert es ab und entdeckt dabei ganz verschiedene Welten, Menschen und wundersame Dinge. Die Gestaltung des Buches stellt den Inhalt auf wunderbare Weise nach: Zimmer für Zimmer und Stockwerk für Stockwerk entfaltet sich das Haus, bis es in ganzer Größe vor uns liegt. Das Buch ist eine Anregung, Geschichten auf Papier auch anders zu erzählen und eine schöne Inspiration, mit älteren Kindern auch mal selbst Bücher zu basteln. Lesealter: 5-6 Jahre. Von Kaori Takahashi.

Wir werden mit unseren Kindern nicht mehr guten Gewissens kreuz und quer durch die Welt fliegen können. Aber wir können uns ein wenig Welt in die Kinderzimmer holen. Mit Büchern zum Beispiel. Denn eine Ahnung davon, wie Menschen anderswo leben, brauchen wir mehr denn je. 

Anka Falk hat einen Magister in Rhetorik und Pädagogik und ist Körperpsychotherapeutin, Coach und Dozentin. Von 2007-2017 arbeitete sie in Lehre und Forschung an einem experimentellen Design Institut in der Schweiz. Sie ist im Alter von 37 Jahren mit ihrem Mann nach Indien gegangen. Ihr Kind hat sie in Deutschland geboren, ist dann aber zurück gegangen nach Indien und berichtet von ihrem Alltag dort. Zudem bloggt sie auf ljuno.de und gibt einen Einblick in ihr Alltagsleben in Indien hier auf Instagram 

Die Bücher können im Online-Shop des Verlags (tarabooks.com) erworben werden. Sie werden nach Deutschland verschickt. Vielen Dank an Tara Books für die Bereitstellung von Rezensionsexemplaren. 

Kinderbücher zum Thema Umweltbewusstsein

Mit den #fridaysforfuture sehen wir, wie bewegt Kinder vom Umweltthema sind. Eine Studie zeigt nun, dass es den Kindern nicht – wie ihnen oft vorgeworfen wird – einfach nur um „schulfrei“ geht, sondern sie mit ihrem Protest wirklich etwas bewegen wollen und sich auch thematisch mit den Umweltthemen auseinander setzen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns mit Umwelt, Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit beschäftigen. Wir als Erwachsene, aber auch unsere Kinder.

Wie aber kann dieses Thema kindgerecht aufgearbeitet werden ohne Kindern extreme Zukunftsängste aufzuladen oder die Verantwortung für das Wohlergehen fälschlicherweise auf den kleinen Schultern abzuladen? Spielerischer Umgang zum Thema Müll, Müllvermeidung und Ernährung ist ein Anfang. Aber auch Kinderbücher können für Eltern und Kinder ein guter und sanfter Einstieg sein. – Und diese gibt es schon für jedes Alter, wie diese kleine Auswahl zeigt:

Der Traum vom Wald

„Der Traum vom Wald“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist ein sanft und schön illustriertes Kinderbuch von Ayano Imai: Kinder ab drei Jahren können hier in die Geschichte eines kleinen Jungen eintauchen, der der Spur eines Hasen folgt, der mit einem Säckchen in die kahle Natur läuft, um dort die Samen aus dem Säckchen zu vergraben.Nach ihm kommen weitere Tiere und tun es ihm gleich. Der Junge schläft ein und erwacht in dem Wald, der daraus gewachsen ist und vielen Tieren ein Zuhause bietet. Als er auf dem kahlen Feld wieder aufwacht, beginnt er damit, selber Eicheln einzupflanzen für den Traum vom Wald. Ein wirklich schönes Kinderbuch, das ganz sanft zeigt, welch schöner Raum die Natur ist und wie wir uns mit kleinen Schritten einsetzen können, um ihr Gutes zu tun. Vielleicht gerade jetzt für den Frühling eine schöne Idee, um gemeinsam mit Kindern Blumenpflanzaktionen in der Stadt oder im Garten zu planen.

Hier sind wir: Anleitung zum Leben auf der Erde

Oliver Jeffers macht wunderschöne Kinderbücher. Man kann ihm auch auf Instagram folgen und erhält dort einen Einblick in seine Arbeit, die auch immer ein wenig mit einer politischen Aussage verbunden ist. Sein Buch „Hier sind wir: Anleitung zum Leben auf der Erde“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist für Kinder von 4 bis 6 Jahren ein schönes Buch, in dem die Vielfalt der Welt dargestellt wird: Wasser und Land, Berge und Tiefen, Städte und Natur, der menschliche Körper und die Vielfalt der Menschen. Alle angerissenen Themen des Lebens auf der Erde werden in einen Zusammenhang gestellt des Miteinanders („Groß sieht sie aus, unsere Erde. Aber wir sind ja auch viele, darum sei nett. es gibt genug für alle.“) und des sinnvollen und nachhaltigen Umgangs mit der Erde („Sie ist alles, was wir haben.“). Ein Buch, das sowohl vom Inhalt als auch durch die Zeichnungen besticht.

Manolito

Für die größeren Kinder ab 10 Jahren kann es dann etwas komplexer werden, wie in Friedrich Hechelmanns „Manolito“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel): Manolito ist ein elfenartiger Junge, der aus einem Labor flieht und sich aufmacht nach Aronia, um die Welt der Tiere zu retten, denn diese konnten bei den Menschen nicht überleben. In dem schön illustrierten Buch geht es hinter der Geschichte um Manolito eigentlich um die Zerstörung der Natur und um moderne Konsumkritik, dies aber in der Märchengeschichte verpackt ist und so zum Nachdenken und gemeinsamen Diskutieren anregt.

Meine Kuh will auch Spaß haben

Astrid Lindgren hat nicht nur die uns allen bekannten Kinderbücher geschrieben. „Meine Kuh will auch Spaß haben“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist ihr Buch für größere Teenager, das einen Artikel wiedergibt, den die weltbekannte Kinderbuchautorin zusammen mit einer Tierärztin für eine Tageszeitung geschrieben hat. Darin geht es um die Zustände in der Massentierhaltung und um Tierschutz. Auch wenn der Text bereits 1990 erschienen ist, ist er noch immer aktuell. In dieser neuen Auflage des Buches gibt es deswegen ein aktuelles Nachwort von Mitautoren Kristina Forslund, das auch noch einmal betont, dass es Astrid Lindgren nicht um Veganismus ging, sondern um einen anderen Umgang mit Tieren, Tierhaltung und Schlachtung und Veränderungen in der Politik.

Hierzu kann jeder seine persönliche Meinung haben, ob nun Fleisch heutzutage hier noch verzehrt werden muss oder nicht, aber das Buch führt schon einmal in die grundlegende Thematik ein. Es ist aber nichts für zarte Gemüter, denn es geht tatsächlich um die harten Fakten: „Wenn das Schwein betäubt und abgestochen und ausgeblutet ist, dann wirft man es in den Brühkessel. Da kann es passieren, dass es nicht ausreichend ausgeblutet ist, sondern in dem brühheißen Wasser wieder zum Leben erwacht und so lange verzweifelt herumschwirrt, bis es ertrinkt“ Daher als Empfehlung nur für die großen Kinder, die sich ohnehin aktuell mit Massentierhaltung auseinandersetzen (wie oft in Schulprojekten) oder für Erwachsene.

Kinderbuch: „Umweltschutz“ aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?

Wieso? Weshalb? Warum? Umweltschutz

Wer richtig mit Informationen in das Thema Umweltschutz einsteigen möchte, kann das mit dem passenden Buch „Umweltschutz“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) aus der Wieso? Weshalb? Warum? Reihe von Ravensburger tun. Das Buch bietet für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren zahlreiche Informationen über den Klimawandel, Erderwärmung und ihre Auswirkungen, Plastik und Mikroplastik, Müll und viele andere Themen. Die Informationen sind dabei kindgerecht aufgearbeitet und stellen die Problemlage dar, ohne zu ängstigen. Die bunten Seiten sind dabei vielfältig gestaltet mit knappen Informationstafeln, Bildern, aber auch Interviews mit Experten und schließlich sogar einem Quiz, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu schätzen und Ideen, was jede*r im Alltag tun kann. Ein gutes Buch, um tiefer in das Thema einzusteigen, auch als Unterstützung für Schulprojekte.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

* Transparenz:
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die Geborgen Wachsen im Falle einer Bestellung eine Provision erhält, ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Wir empfehlen dennoch, den lokalen Buchhandel durch das Einkaufen vor Ort zu unterstützen. Viele Bücher gibt es darüber hinaus zum Ausleihen in den öffentlichen Bibliotheken. Hier kann beispielsweise nach Büchern in den Bibliotheken in Berlin-Brandenburg gesucht werden.
Die vorgestellten Bücher wurden auf Anfrage von den Verlagen als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt.

Gute Nacht Geschichten für kleine und größere Kinder

Gute-Nacht-Geschichten sind wahrscheinlich neben Schlafliedern eines der häufigsten Rituale beim Zubettbringen von Kindern. Nach nun nahezu 10 Jahren Begleitung von Kindern in den Schlaf haben wir im Laufe der Jahre einige Bücher gelesen. Manche wurden von Kind zu Kind weiter getragen und können nun schon nahezu auswendig erzählt werden. Sie sind schon ein wenig abgegriffen und die größeren Kinder sagen manchmal: Ach nein, das kennen wir schon! Und setzen sich dann doch wieder dazu und hören der Geschichte zu, die sie schon so viele Male vorgelesen bekommen haben.

Gute Nacht, Gorilla

„Gute Nacht, Gorilla“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist eines unserer liebsten Gute-Nacht-Bücher, das wir schon seit der Kleinkindzeit des mittleren Sohns haben. Die Zootiere in diesem Bilderbuch wollen nicht allein im Zoo schlafen und so schleichen sie sich gemeinsam bei der abendlichen Runde des Zoowärters durch den Zoo hinter ihm her bis zu ihm nach Hause in sein Schlafzimmer. Leider verraten sie sich und werden von der Frau des Zoowärters wieder zurück gebracht. Aber der kleine Gorilla und die Maus finden trotzdem ihren Weg ins Zoowärterbett. Unbedingt beachten: den kleinen rosa Luftballon suchen und die Anzahl der Personen am Fenster des gelben Hauses zählen.

Gute Nacht kleiner Löwe Emil

„Gute Nacht kleiner Löwe Emil“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist ein ruhiges Buch zum Einschlafen: Überall auf der Welt schlafen die Tiere bereits: die Katzenkinder, die Bären, die Kamele, die Koalas, die Robben, die Wölfe – nur der kleine Löwe Emil in der Savanne kann nicht schlafen. Aber Mutterlöwe hat eine Idee: Zähl doch mal die Sterne – und schon schläft auch der kleine Löwe ein. Ein unaufgeregtes Buch in Reimform für müde Kinder.

Mama, ich kann nicht schlafen

„Mama, ich kann nicht schlafen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) lese ich den Kindern gerne vor, weil ich den Humor des Buches einfach mag: Die Mutter versucht ihr Kind ins Bett zu bringen, das aber noch nicht müde ist. Deswegen erzählt sie dem Kind, was die müden Tiere so tun: dieLeoparden, die sich auf den Baum zum Schlafen legen, die Störche, die auf einem Bein schlafen, die Fische, die mit offenen Augen schlafen… Das Kind nimmt das alles sehr wörtlich und probiert die Schlafgewohnheiten der Tiere aus, um jedes Mal festzustellen, dass es nicht klappt so und die immer müder werdende Mutter erklärt immer wieder „Jeder schläft anders“ und berichtet wieder von einem anderen Tier. Ein Buch, das gute Laune macht bei der Einschlafbegleitung und daran erinnert: Überall sitzen müde Eltern, die versuchen, ihre Kinder ins Bett zu bringen.

Herr Untermbett

Angst vor Monstern unter dem Bett? Wenn diese Phase ansteht, ist das Gute-Nach-Buch „Herr Untermbett“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) genau richtig: Tim wollte gerade einschlafen, als auf einmal Herr Untermbett auftaucht, der gerne auch im Bett mitschleifen möchte. Weil dieser aber schnarcht, braucht Tim seine Ohrenschützer und findet bei der Suche auf einmal die Monster Knitterich und Knüllerich in der Schublade, die dann auch gerne zu ihm ins Bett wollen. Aber damit nicht genug: von überall her tauchen kleine Monster auf und wollen mit ins Bett – bis Tim schließlich auszieht. Ein Buch, um einen anderen Blick auf Monster unterm Bett zu bekommen.

Mia schläft woanders

Über „Mia schläft woanders“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) haben wir schon so viele Male gelacht mit den großen Kindern, die schon einmal woanders übernachtet haben. Denn Mia ist zum ersten Mal bei ihrer Freundin zum Übernachten und irgendwie ist es gar nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat: das Essen schmeckt nicht, sie muss auf der unbequemen Matratze auf dem Fußboden schlafen und dann träumt sie auch noch wilde Träume und verläuft sich, bis sie mit ihrer Freundin unter dem Waschbecken einschläft. Auf jeden Fall ist es kein Buch, das vor einem Übernachtungsbesuch gelesen werden sollte, denn es geht tatsächlich darum, dass Mia das Übernachten gar nicht toll findet. Aber für jene Kinder, die eben nicht gerne woanders übernachten oder das Übernachten woanders nicht schön fanden, bietet es einen Gesprächsanlass, um darüber zu reden und ihnen zu erklären, dass es auch andere Kinder gibt, denen es so geht und dass wir manchmal Dinge ganz anders wahrnehmen als sie sind.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen.

Achtsam durch 2019 – Ein Guter Plan Family mit Geborgen Wachsen {Werbung & Verlosung}

Eigenwerbung

Ein achtsamer und entspannter Familienalltag ist das, was wir uns alle wünschen und was im Alltag dennoch so schwer fällt. Da gibt es Arbeit, Haushalt, Kinder, eventuell Partnerschaft, Freundschaften, vielleicht Hobbys… Die Liste der Alltagsdinge ist lang und nicht selten unübersichtlich. Und dann ist es nicht selten auch noch so, dass es uns trotz der vielen 1000 Aufgaben schwer fällt,  „Nein“ zu sagen, wenn noch mehr Aufgaben an uns heran getragen werden. Entspannung und Achtsamkeit sind da nicht nur Herausforderungen, sondern können sogar noch zu einem Druck werden, zu einem weiteren Programmpunkt der Alltagsliste.

Wie Ein Guter Plan Family entstand

2015 haben meine Freundin Milena und Jan zusammen das Crowdfunding für Ein Guter Plan gemacht, dem achtsamen Kalender mit der Botschaft: „Wir glauben: Das wichtigste Buch in deinem Leben sollte über dein Leben sein.“  Milena und Jan haben diesen Kalender, der auch schon mit dem Red Dot Award ausgezeichnet wurde, entwickelt, weil sie ihn selbst brauchten und haben ihre eigenen Techniken für Achtsamkeit und Meditation darin verarbeitet, die ihnen ganz persönlich durch schwierige Zeiten geholfen haben. Schon über 90.000 verkaufte Exemplare haben ihn zu einem der erfolgreichsten Planer weltweit gemacht.

Was für mich an dem Kalender, den ich seit 2015 selbst immer nutzte, fehlte: Eine Anpassung an das Familienleben, das noch einmal ganz besondere Herausforderungen mit sich bringt. Immer wieder haben wir darüber gesprochen, haben Ideen zusammengetragen und schließlich ist er entstanden: Ein Guter Plan Family – mit den lange bewährten Techniken des Ein Guter Plan und mit zusätzlichen Techniken, Inhalten und einer an den Familienalltag orientierten Aufteilung.

Ein Guter Plan Family – So begleitet er Dich

Der Ein Guter Plan Family ist in drei Teile gegliedert: Es gibt am Anfang eine Bestandsaufnahme: Wo stehst Du? Was macht Dich glücklich? Wo willst Du hin und musst Du überhaupt irgendwo hin? Dieser Blick in sich selbst hinein ist klärend, aber nicht immer einfach. Im zweiten Teil gibt es einen ganzheitlichen Terminkalender für Termine, Aufgaben, eine Reflexion mit der Achtsamkeitsampel für den Alltag und den Zielen und Aufgaben für den nächsten Monat. Im dritten Teil findest Du Listen, Informationen und Platz für Notizen, Spiele für unterwegs und allgemeine Alltagshilfen.

Nimm Dir mit, was Du brauchst

Mit Ein Guter Plan Family wollen wir Dich begleiten und unterstützen auf Deinem ganz persönlichen Weg. Es gibt keine Richtlinien, keine vorgegeben Wege. Du bestimmst selbst, was Du machst und wie. Wir begleiten Dich lediglich durch kleine Anregungen durch Deinen Alltag. Wir wollen Dir helfen, Dein Augenmerk auf das zu richten, was wirklich wichtig ist im Alltag: Du und Deine Familie. Kleine wöchentliche Achtsamkeitstipps können Dir auf diesem Weg helfen. Wir wollen Dich unterstützen, im Alltag auf Dich und Euch zu achten und Milena und Jan haben das Jahr 2019 auch zum Jahr „Zweitausendneinzehn“ erklärt, um zu verdeutlichen: Es ist auch okay, Dinge abzulehnen: keine Glorifizierung von Stress, keine Selbstausbeutung, keine Selbstoptimierung.

Verlosung

Ein Guter Plan Family kann Dich verständnisvoll, achtsam und entspannt durch Dein Jahr begleiten – wie auch immer es aussehen wird. Insgesamt drei Exemplare auf verschiedenen Kanälen verlose ich, um mit Euch durch das Jahr zu gehen.

  • Verlost wird hier auf dem Blog ein „Ein Guter Plan Family“ in Deiner Wunschfarbe (auf Instagram und Facebook finden ebenfalls Verlosungen statt, unabhängig von dieser)
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog: Welche der drei Farben ist Deine Wunschfarbe?
  • Bitte kommentiert individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Versand ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Die Teilnahme beginnt am 27. November 2018 um 9 Uhr und endet am 29. November 2018 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 30. November 2018.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar zur Teilnahme benachrichtigt, sowie direkt angeschrieben
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Versand ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

Eure

 

Die Verlosung ist beendet, die Gewinnerin wurde benachrichtigt.

 

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.