Kategorie: Buchvorstellung

Buchempfehlungen für Eltern an Herbsttagen

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Über den Spätsommer und in den letzten Wochen habe ich den im Laufe des Jahres immer anwachsenden Stapel an ungelesenen Büchern auf meinem Schreibtisch verringert: In den Urlaub haben mich einige Bücher begleitet, auf Arbeitsreisen und auch nun an den dunklen Herbstabenden, an denen ich mit einem Tee im Bett sitze und vor, bei oder nach der Arbeit ein wenig lese. Eine Auswahl dieser Bücher möchte ich hier vorstellen: Weiterlesen

Ich! Will! Aber! Nicht! – Die Trotzphase verstehen und gelassen meistern

Mit meinem ersten Kind gab es keine richtige Trotzphase in dem Sinne, dass es sich auf den Boden warf und stampfte. Es gab eine einzige Szene, die mein Mann mit ihr erlebte, die wie aus einem Buch hätte stammen können (und die jetzt in einem Buch steht) – das war es. Dann kam mein zweites Kind und alles war anders. „Ich will aber nicht!“ wurde mein steter Begleiter durch die letzten beiden Jahre. Begleitet von einem „Ich will aber das!“ oder „Ich will etwas ganz anderes!“ Ich fragte mich oft: Wie kann es denn nur sein, dass dieses Kind so ganz anders ist, wo es doch auch mein Kind ist, wo die Rahmenbedingungen doch nahezu gleich sind. Ich begann zu recherchieren über Temperamente, über Geburtsfolgen und  Rahmenbedingungen und stellte wieder einmal fest: Jedes Kind ist eben anders.

Was den unterschiedlichen Kindern mit unterschiedlichen Temperamenten jedoch gleich ist, ist dass sie alle eine liebevolle und unterstützende Begleitung über die Jahre hinweg brauchen. Eine Begleitung, die nicht verurteilt, die sich nicht über schlechtes Benehmen beschwert und Kinder bestraft, auf stille Treppen setzt oder anders verletzt. Eine Begleitung, die wirklich eine Begleitung ist und sich auf das Kind einlässt.

Das fällt uns heute oftmals nicht einfach. Gerade dann nicht, wenn wir selbst anders groß geworden sind. Uns fehlen manches Mal Vorbilder, Ideen, Anregungen. Uns fehlen Beispiele, wie so ein Alltag mit einem kleinen Kind, dass auf Selbständigkeit und Ressourcen bedacht ist, gestaltet sein kann. Gerade dann, wenn unsere Umgebung heute das nicht besonders bedenkt bei unseren Tagesrhythmen und gesellschaftlichen Strukturen. Und was uns ganz besonders fehlt, ist auch ein wohlwollender Blick auf uns selbst und darauf, dass wir unser Bestes geben und es manchmal eben trotzdem schwer ist und wir uns auch verzeihen sollten, wenn mal etwas nicht so gut läuft.

All diese Gedanken, Überzeugungen und Erfahrungen habe ich zusammengefügt zu meinem Buch über die „Trotzphase“, in dem ich erkläre, warum sie eigentlich auch nichts mit Trotz zu tun hat und warum Autonomie auch nie nur eine Phase ist. Als ich vor über einem Jahr, kurz nach dem Erscheinen von Geborgen wachsen, von GU gefragt wurde, ob ich für sie nicht ein Buch über bindungsorientierte Begleitung durch die Trotzphase schreiben wollen würde, weil sie diesen Weg in ihrem Programm gerne besonders aufnehmen möchten, war ich erst einmal überrascht und musste eine Weile nachdenken. Dann entschied ich, dass ich dieses Buch schreibe. Für mich und meine Kinder, um über Wege und Individualität zu schreiben. Für all diejenigen, die sich auch immer wieder fragen, ob eigentlich nur ihr Kind so sei und warum die Kinder in einer Familie so unterschiedlich wären. Und für die, die noch immer denken, dass ein schreiendes Kind allein auf einer Treppe sitzen sollte. Und dieses Buch „Ich! Will! Aber! Nicht!“ ist heute erschienen.

Eure

 

Hier findet Ihr erste Buchbesprechungen zu Ich! Will! Aber! Nicht!

„Trotzdem hat die Autorin keine utopische Erwartungshaltung an die Eltern. Wir sollen nicht fortan nur noch mit der absolut selbstreflektierten und pädagogisch wertvollen Brille durch den Familienalltag gehen. Nein, auch wir als Eltern haben ein Recht auf unsere Gefühle. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen“
vonguteneltern.de

„Ein wundervolles Buch für Eltern die einen anderen Weg suchen, die sich einen achtsamen Umgang miteinander und mit ihren Kindern wünschen. Ein „Ratgeber“ der einen neuen Blickwinkel ermöglicht und mit alten Ammenmärchen und schwarzer Pädagogik aufräumt.“
wasliestdu.de

Eine Lesung aus dem Buch könnt Ihr hier ansehen.

Noch mehr Ideen und Artikel zur „Trotzphase“ habe ich hier auf Pinterest gesammelt.

Geborgene Kindheit – Wie bindungsorientiertes Leben nach dem 1. Geburtstag klappt

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Mit dem Baby bindungsorientiert zu leben, ist nicht so schwer, wenn wir erst einmal verstanden haben, welche Grundbedürfnisse es hat und wenn wir die Signale unseres Kindes deuten können. Anfangs ist das manchmal nicht einfach, aber mit den Wochen und Monaten geht es immer besser. Schwieriger wird es, wenn sich das Kind anfängt, mit er Umwelt auseinander zu setzen und wir auf einmal nicht mehr ganz so einfache Antworten geben können. Denn wir merken: Mein Kind möchte die Welt erkunden – und das manchmal auf ganz andere Weise, als ich mir das selbst vorgestellt habe. Unsere erwachsenen Vorstellungen treffen auf die Vorstellungen des Kindes – das bringt manchmal Konfliktpotential mit sich. Doch gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass wir uns immer wieder sagen: Das Verhalten meines Kindes ist sinnvoll, auch wenn ich den Sinn vielleicht gerade nicht verstehe.

„Wenn wir unsere Kinder durch das Leben begleiten, begleiten sie auch uns auf einer Reise. Wir brechen gemeinsam auf in eine neue Zeit, deren Ziel wir meistens nicht so genau kennen. Wir haben einen Leitstern, nach dem wir uns ausrichten, aber meistens keinen direkten Weg. Wir gehen Umwege, erleben Abenteuer, gehen durch durstige Strecken und hüpfen an anderen Tagen leichtfüßig barfuß durch sattes Gras. Dabei ist neben uns ein kleiner Mensch, der immer größer wird auf dieser Reise und lernt, sie immer selbständiger zu gehen.“

Sehr oft stehen wir nach dem ersten Geburtstag auf einmal auch vor den Anforderungen anderer und der Gesellschaft und wissen nicht, wie wir diese mit dem von uns gewählten Weg vereinbaren können. Auf einmal soll das Kind, das bis eben noch ein Baby war, nicht mehr mit uns in einem Bett schlafen? Auf einmal wird Sauberkeit zum Thema? Und was ist eigentlich mit dem Kindergarten, muss mein Kind da wirklich hin? Und wenn das für uns der richtige Weg ist, worauf muss ich dabei achten?

Gerade nach dem ersten Geburtstag werden wir mit dem Thema „Verwöhnen“ noch einmal neu konfrontiert. Das Familienbett und langes Stillen sind für viele Menschen ein Anzeichen, dass hier ein Kind „verzogen“ wird. Aber gerade jetzt sind dies hilfreiche Mittel, um sich in der aufregenden neuen Welt zurechtzufinden. Wir können entspannt bleiben, denn solange wir eine Balance finden zwischen Wurzeln und Flügeln, gehen wir einen richtigen Weg.

„Wurzeln, das ist das Urvertrauen, die sichere Bindung. Sie kann nicht existieren ohne die Flügel, die wir unseren Kindern auch mitgeben. Nicht erst dann, wenn sie groß sind, sondern schon von Anfang an. Kinder brauchen von Anfang an Wurzeln *und* Flügel. Sie brauchen Urvertrauen in uns und sie brauchen von uns das Vertrauen in sie.“

In meinem neuen Buch „Geborgene Kindheit“ geht es um all dies: Um die Entwicklungen nach dem ersten Geburtstag und warum sie sinnvoll sind und wie es uns Eltern gelingt, sie einfach anzunehmen. Es geht darum, auf dem eigenen Weg zu bleiben und ihn sicher weiter gehen zu können, egal was andere sagen. Es geht um all die Dinge, die sich vielleicht ereignen: Familienzuwachs, Verlust von Familienmitgliedern und den Alltag, der nicht immer wie in Bullerbü sein muss. Und es geht auch darum, dass wir Eltern uns bei unserem Wunsch nach einem bindungsorientierten Leben mit unseren Kindern nicht selbst verlieren. Denn eines ist ganz klar: Bindungsorientiertes Leben hat nichts mit Helicopterparenting zu tun, sondern lässt Freiheiten für alle. Wir alle im System Familie können nur mit Wurzeln und Flügeln einen entspannten Alltag haben.

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen zum Buch.
Eure

 

*Der Text enthält einen Affiliate-Link zu meinem Amazon-Konto. Hierdurch erhalte ich eine Provision für jeden Verkauf, die sich jedoch nicht auf den Einkaufspreis nieder schlägt.

Die neuen Elternberater*innen von nebenan

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Als ich kürzlich etwas auf Facebook schrieb, kommentierte eine Leserin: „Ich habe mir nur Bücher (über Leben mit Kindern) gekauft, die auch einen Blog haben oder zumindest auf Facebook oder Twitter aktiv sind. So kann ich mir eher ein Bild über die Haltung machen.“ Darüber dachte ich eine Weile nach und stellte fest: Ja, da hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen: Was Eltern heute wollen, sind keine Ratschläge aus dem Elfenbeinturm, sondern von echten Menschen, von Familien – so, wie es eigentlich schon immer war. Weiterlesen

Aus dem Bücherregal im Januar 2017

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Zu Weihnachten haben sich viele neue Bücher in unserem Kinderbücherregal eingefunden und andere haben ihre Reise in andere Kinderzimmer angetreten. Denn die Regel ist: Für neue Bücher verlassen uns alte. Einige kommen in eine Kiste und werden dort aufbewahrt für das nächst kleinere Geschwisterkind. Viele andere geben wir aber weiter an Freunde, Kindergarten, Schule, wenn sie lange nicht gelesen wurden. Heute zeige ich Euch die Bücher, die neu zu uns gekommen sind. Weiterlesen

Was Du alles nicht brauchst für Dein Baby – Neues aus dem Geborgen Wachsen Verlag

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Im letzten Jahr haben wir das Crowdfunding für die Erstlingsbox gemacht, das sehr gut gelaufen ist. Innerhalb von 2 Tagen hatten wir das Fundingziel erreicht. Nach dem Projekt bei Startnext, über das ich demnächst mit allen positiven und negativen Seiten noch einmal gesondert berichte, gab es bereits weitere Anfragen nach unserer Erstlingsbox. Im Rahmen dieser Aktion habe ich ein kleines Booklet geschrieben: Was Du alles nicht brauchst für Dein Baby (Amazon / Geborgen Wachsen Shop). Eine kleine Broschüre mit 56 Seiten, die zum Nachdenken darüber anregen soll, was wirklich wichtig ist für die erste Zeit und auf welche Dinge man im ersten Lebensjahr mit einem guten Gewissen verzichten kann. Denn eigentlich brauchen Babys gar nicht so viel, wie uns oft eingeredet wird. Darin wird nicht direkt von einzelnen Produkten abgeraten, aber es gibt einen Überblick über beachtenswerte Punkte bei der Auswahl von Produkten: von der Kleidung über Pflegeprodukte, Nuckel, Fläschchen und Beikost über das Kinderzimmer, die Ausstattung für unterwegs und Spielsachen.

Einen kleinen Eindruck vom Inhalt bekommst Du hier in der Leseprobe. Ab 1. Februar gibt es das Booklet sowohl bei Amazon als auch im Buchhandel.

Damit das Booklet auch die richtige Form hat, haben wir nach einigen Überlegungen einen Verlag gegründet, den Geborgen Wachsen Verlag. Darin wollen wir zukünftig kleine praktische Broschüren zu einigen Schwerpunktthemen veröffentlichen – als Ebooks und in Printform. Zu den Themen, die mir besonders wichtig sind und zu denen ich immer wieder Anfragen zu Beratungen erhalte. Nun gibt es zunächst das „Was Du alles nicht brauchst für Dein Baby“ (Amazon / Geborgen Wachsen Shop). Als nächstes wird mein Ebook über Beikost überarbeitet und erscheint dann in Print und als Ebook. Später kommt dann das Hausmittel-Booklet, das ich schon eine Weile vor mir her schiebe. Aber geplant sind hier nicht nur Booklets von mir, sondern auch von anderen Menschen, die etwas über bindungsorientierte Elternschaft zu sagen haben und anderen Familien kleine Hilfestellungen an die Hand geben wollen, die schnell und einfach zu lesen sind. Habt Ihr schon Wunschthemen, zu denen Ihr mehr lesen möchtet, aber noch keine passende Literatur gefunden habt?

Eure

Bestellmöglichkeiten „Was Du alles nicht brauchst für Dein Baby“
Amazon: Druckausgabe | Ebook (Kindle)
Geborgen Wachsen Shop: Druckausgabe | Ebook
Buchhandlungen: Das Buch ist über den lokalen Buchhandel beziehbar. Fragt ggfls. nach und verweist auf die Verlagsseite, wo Buchhandlungen das Booklet beziehen können.

Slow Family: Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern

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Am vergangenen Wochenende habe ich Nicola Schmidt und Julia Dibbern auf dem Attachment Parenting Kongress getroffen. Wie immer, wenn ich auf die beiden stoße, habe ich auch dieses Mal wieder ihre enorme Energie und ihren Tatendrang bewundert. Zwei Frauen, die die Welt für Familien ein wenig verändern wollen. Am 10. Oktober kommt ihr neues Buch in die Buchläden, das diesem Gedanken Rechnung trägt: Slow Family: Weiterlesen

Herbstbücher für Kinder

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Der Herbst ist da und auch in unserem Bücherregal ist er schon angekommen. Passend zu jeder Saison werden die Bücher im Regal ausgewechselt und nun habe ich die Herbstbücher vom Schrank geholt und gleich wurden sie wieder angesehen, dabei hat sich das Interesse vom letzten Jahr verlagert: Waren die Bilderbücher im letzten Jahr noch attraktiv für den mittleren Sohn, ist er nun ganz begeistert von den richtig langen Geschichten und natürlich dem wunderbaren Herbstlied/-gedicht vom Herbst auf der Leiter. Auch so bemerkt man, wie die Kinder wachsen und größer werden. Im nächsten Jahr wird der Babysohn zum ersten Mal das Bilderbuch mit den Klappen im Herbst betrachten… Das sind unsere aktuellen Herbstlieblinge, die wir zum Teil auch schon recht lange haben: Weiterlesen

Aus dem Bücherregal im Juli

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Es sind Ferien und wir verbringen viel Zeit draußen. Deswegen ist die Lesezeit etwas weniger als sonst, aber natürlich gibt es auch im Sommer die kleinen Momente des Ausruhens, besonders in der Mittagszeit und am Abend. Zeit, um zur Ruhe zu kommen in der aufregenden Ferienzeit. Um ein wenig Entspannung in den Alltag zu bringen, lesen wir momentan diese Bücher: Weiterlesen