Kategorie: Wohnen

Ein Bereich nur für mich – Wenn Geschwister sich Zimmer teilen {Werbung}

Ich wurde schon oft gefragt, ob Geschwisterkinder eigene Kinderzimmer brauchen und ob Kinder überhaupt eigene Räume bräuchten. Kinderzimmer sind, wie so vieles andere, eine kulturelle Entwicklung. Nicht überall auf der Welt haben Kinder eigene Zimmer und dieser Blick auf andere Kulturen kann es uns auch ein wenig erleichtern, mit Erwartungen umzugehen.

Spielsachen vor kleinen Geschwisterkindern sichern

Kinder brauchen in der frühen Kindheit nicht unbedingt eigene Räume. Was aber wichtig ist, sind immer wieder auch Rückzugsbereiche für sich und Orte, an denen auch mal allein gespielt werden kann, wenn dies gerade ein Bedürfnis ist. Gerade für die älteren Geschwister ist es auch wichtig, dass sie Orte haben, an denen sie ihre Lieblingsspielzeuge und die Dinge, die sie nicht teilen wollen, aufbewahren können. Auch die sorgsam aufgebauten Spielwelten, die noch mehrmals benutzt werden wollen, brauchen Schutz.

Ideen für geschützte eigene Bereiche

Wie aber können – gerade bei beengtem Raum – solche geschützten Bereiche geschaffen werden? Kleine Rückzugsbereiche sind auf vielfältige Weise möglich: ein durch Regale abgegrenzter Bereich wie ein kleines Rechteck, ein umgebauter Spielständer, hinter den sich Kinder zurückziehen können. Selbst ein kleiner Schrank kann zu einer kleinen Höhle werden oder einem Kuschelraum zum Lesen. Vielleicht gibt es eine kleine Kammer, die umgestaltet werden kann zu einem Spielraum, einem Labor oder einem Lesezimmerchen.

Kürzlich im Kindermuseum entdeckt: einen zur Lesehöhle umgebauten Schrank

Spielsachen können dort aufbewahrt werden, wo sie für die kleinen Hände des Geschwisterkindes nicht erreichbar sind: in einem hohen Regal, in einem verschlossenen Schrank, auf einer Hochebene oder einem Spielpodest, das nur für das größere Geschwisterkind gedacht ist, vielleicht sogar nur motorisch so erreichbar ist, dass das kleine Kind nicht hinauf kommen kann. Denn auch wenn viele Dinge im Geschwisteralltag geteilt werden können und es auch gut ist, wenn das Teilen ein natürliches Bestandteil des Alltags ist, gibt es eben auch die Dinge, die nur einem Kind gehören und für dieses eine besondere Bedeutung haben: Kuscheltiere, Lieblingsspielsachen und vielleicht auch besondere Bücher.

Sich zurückziehen zu können ist wichtig

Ein eigener Bereich in der Höhe – geschützt vor kleineren Geschwistern

Wir haben passend zum Kinderbett einen Spielturm im Kinderzimmer als Rückzugsmöglichkeit. Hier ist der Raum, der nur einem Kind gehört und all die Dinge beherbergt, die nicht geteilt werden sollen. Ein Ort, der bestimmt ist für das Spiel eines Kindes. Natürlich dürfen Geschwister hierhin auch eigeladen werden und nicht selten sitzen sie dennoch zusammen dort und spielen eben gemeinsam. Oder das kleinere Kind fragt: „Darf ich xy von Dir ausleihen?“ Es gibt Gesprächsanlässe und Raum für soziale Verhandlungen: Bewusstes Ablehnen oder Zusagen. Bewusstes Teilen oder auch für sich selber und die eigenen Dinge einstehen. Nicht immer ist das konfliktfrei, aber ein Rückzugsbereich gibt auch für den Konflikt Sicherheit.

Rückzugsbereiche geben auch wieder Raum für ein anderes Miteinander: Ich lade dich zu mir ein, ich teile bewusst mit dir.

Der Spielturm von Livipur ist gerade für unsere beengten Berliner Wohnverhältnisse eine gute Möglichkeit, um Raum nach oben zu schaffen für einen Rückzugsort. Er kann nicht nur alleine stehen, sondern – noch platzsparender – über das Lisa Bett gebaut werden. Und dieses Bett kann später, wenn das letzte Kind auch aus dem Familienbett ausgezogen ist, umgebaut werden in ein Hochetagenbett. Daneben bietet die Lisa Serie aber auch noch zahlreiche andere Möglichkeiten: als normales Bett, als einzelnes Hochbett, als Hochbett mit Schreibtisch darunter, als Himmelbett… Und später vielleicht auch einfach als Gästebett, wenn die Kinder irgendwann ausgezogen sind. Denn mit 90×200 cm ist es auch für Erwachsene nutzbar. Hergestellt sind alle Teile der Serie aus Bio-Erlenmassivholz mit biologischer Öl/Wachsbehandlung.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Selber anziehen: Anregungen zur Gestaltung eines Kinderkleiderschranks

Kürzlich habe ich auf dem Blog eine Reihe begonnen zum Thema Lass das Kind mal machen! – Warum das Selbermachen so wichtig ist“ und darin auch darüber geschrieben, was Eltern beachten können, damit sich Kinder selbständig anziehen können. Franziska von franzisaidwhat hat mir etwas später geschrieben, wie sie dieser Artikel zu einer Veränderung angeregt hat: Weiterlesen

Alles Wichtige zum Spielen auf 2qm – IKEA-Hack MYDAL Hochbett

Der Platz in unserer Wohnung ist knapp, die Kinder teilen sich ein Spielzimmer. Seitdem der Sohn jedoch gut klettern kann und auch die Hochebene der Tochter erklimmen kann, brauchen wir auch für ihn einen extra Rückzugsbereich, einen eigenen Spielbereich. Nachdem ich lange nach verschiedenen Möglichkeiten Ausschau gehalten und geplant habe, habe ich mich entschlossen, ihm aus einem Hochbett eine eigene Hochebene zu bauen – preislich recht günstig und doch variabel. Basis für die Hochebene bildet das MYDAL Etagenbett. Weiterlesen

Ein Prinzessinnenschreibtisch – Upcycling für den Schulstart

In diesem Jahr kommt meine Tochter wahrscheinlich in die Schule. nach und nach legt sie ihre Vorschulart ab, ist gerade nicht Fisch, nicht Fleisch. Das Spiel ändert sich, ihre Konzentrationsfähigkeit, ihre Interessen. Auf einmal wird sie groß. Für den Schulstart werden wir im nächsten halben Jahr viele Vorbereitungen treffen: Sie bekommt einen Bereich eingerichtet, in dem sie Hausaufgaben machen kann mit einem Schreibtisch und ihren liebsten Bastel- und Malmaterialien. Weiterlesen

Wenn meine Küche berichten würde…

Heute habe ich sicher den halben Tag in der Küche verbracht. Doch es geht nicht wirklich darum, was ICH in der Küche getan habe, sondern was WIR in der Küche tun, die ganze Familie. Was wir IMMER in der Küche tun, denn die Küche ist auf ihre Weise das Zentrum unseres Lebens. Wir frühstücken, essen zu Mittag, nehmen die Obstmahlzeit am Nachmittag ein, essen Abendbrot. Weiterlesen

Kinderzimmerlampe schnell und einfach selbst gemacht

 Heute möchte ich Euch zeigen, wie man mit ganz einfachen Mitteln preiswert eine schöne (Kinderzimmer-)Lampe selber machen kann, ganz individuell. Ich selber benutze Serviettentechnik sehr gerne, zum Beispiel zur Verschönerung von Geburtstagsgeschenken oder für die Geschenketütchen bei Kindergeburtstagen. Für die Lampe braucht es nicht viel: Weiterlesen

Wickeltisch selbstgebaut – einfach, schnell, preiswert und schön

Gerade haben wir uns ein Haus aus dem Land gekauft und renovieren das alte Bauernhaus Stück für Stück. Daher werdet Ihr hier nun immer mal wieder auch Ideen für Räume und Gestaltung finden. Als erster wichtiger Raum ist das Bad bei uns dran und im Bad benötigen wir einen Wickeltisch. Weiterlesen

Kräuterspirale für den Garten selbst anlegen

Das Wochenende steht mit gutem Wetter vor der Tür. Bei gutem Wetter sind wir gerne im Garten und im Sommer ist am Samstag immer unser Grilltag. Für dieses Wochenende zeige ich Euch deswegen heute eine schöne DiY-Idee, die recht schnell geht, mit Kindern Spaß macht und dazu noch das Grillfest oder Eure Küche bereichtert: das Anlegen einer Kräuterspirale. Weiterlesen

Unser Spielraum – Wie ein Zimmer für zwei gestaltet sein kann

In der letzten Zeit habe ich viele Einblicke in andere Kinderzimmer erhalten. Eltern vom Mars zeigen ein Kinderzimmer nach Montessori, und auch Nestling gewährt Einblicke in die kindliche Spielumgebung. Da bei uns die Kinder im Familienbett schlafen, haben wir ein Spielzimmer, das für beide gemeinsam eingerichtet ist und dass sie sich teilen. Neben einem großen Schrank, in dem die Kinderkleidung für beide aufbewahrt wird, ist der Raum ausschließlich als Spielraum gedacht und wird auch so benannt. Natürlich funktioniert das nicht immer reibungslos mit den beiden und es gibt auch Streit um Spielzeug, um Bücher, um Stifte. Aber ich denke, dass dies auch gute und wichtige Erfahrungen sind und zur Kindheit mit dazu gehören. Geschwister sind Geschwister. Generell ist das Spiel bei uns viel von der Waldorfpädagogik inspiriert, aber schaut doch einmal selber:

Spielzimmer01

Unser Neuzugang im Zimmer ist der Bauernhof mit extra Pferdestall. Obwohl der Weihnachtsmann diesen eigentlich der Tochter gebracht hat, wird er auch sehr viel schon vom Sohn bespielt, der das Haus gern ein- und ausräumt und Tiergeräusche nachmacht.

Spielzimmer02

Links neben dem Bauernhof  schließt sich eine selbst gebaute Ebene an, die unsere Bau- und Konstruktionsebene bildet. Hier sind im Regal Bausteine, Dominosteine, Autos, Bagger etc. damit nach Herzenslust gebaut und gestapelt werden kann. Dass die Bauecke auf einer Hochebene ist, ist kein Zufall: Als Krabbler kam der Sohn hier noch nicht hinauf und konnte so die Bauwerke der Tochter nicht umreißen. Und als abgegrenzter Bereich stehen Häuser und Türme auch nicht im Weg und werden deswegen weniger umgerannt.

Spielzimmer03

Auf der anderen Seite des Zimmers findet sich dann der Rollenspielbereich. Er ist das Kernstück des Zimmers, denn beide Kinder lieben es, hier zu spielen. Hier gibt es einen kleinen Kaufmannsladen (im Bild links) und dann die Hochebene mit darunter liegender Puppenwohnung. Wie man einen Einkaufsladen auch preiswert bestücken kann, zeige ich Euch demnächst im Blog.

Spielzimmer04

Die Puppenwohnung verfügt über eine Küchenzeile mit Herd und Waschbecken – was man eben so braucht als Puppeneltern. Licht gibt es auch, damit es hinter dem Vorhang geheim-kuschelig ist.

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Über der Puppenwohnung befindet sich die Hochebene für die Tochter. Der Sohn kommt hier (hoffentlich) noch eine Weile nicht hinauf und es ist das ihr ganz eigener Ort, an dem aufbewahrt wird, was der kleine Bruder nicht erreichen soll.

Spielzimmer06

Jedes Kind hat auf seiner Höhe ein Bücherregal. Eines für die Tochter…

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… eins für den Sohn.

Das war dann auch schon der Rundgang durch unseren Spielraum. Nur eine mobile Spieleinheit haben wir noch:

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Eine große Holzkiste, die in die Stube oder auch in die Küche oder ins Schlafzimmer passt. Darin finden sich meistens Sachen zum Umfüllen, Sortieren, Stecken oder Bauen. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich längere Zeit in einem anderen Raum sein muss und der Sohn bei mir sein möchte.

 

Geschwister sind toll, aber Rückzugsorte auch – Wie wir einen Rückzugsort für die große Tochter fanden

Geschwister zu haben ist toll. Nicht umsonst heißt es, dass die Geschwisterbeziehung die längste Beziehung des Lebens ist – in den meisten Fällen. Kinder wachsen gemeinsam auf, machen gemeinsam Erfahrungen in der Familie und auch außerhalb. Sie können sich streiten und auch wieder vertragen. Sie sind füreinander da, obwohl sie auch manchmal gern allein sind. Eine Geschwisterbeziehung kann beständig sein: Sie dauert an, auch wenn man schon ausgezogen ist aus dem Elternhaus und Geschwister bleibt man auch nach dem Tod der Eltern. Auch wenn Kinder in Spielgruppen, Krippen und Kindergärten heute vielfältige andere Beziehungen mit Kindern eingehen können, ist die Geschwisterbeziehung etwas Besonderes. Sie kann nicht nachgeahmt werden durch Freundschaftsbeziehungen. Nur Geschwister wissen, wie es ist, Tag und Nacht zusammen zu sein, sich Eltern und Spielzeug zu teilen. Und gerade weil es diese extreme Nähe gibt, ist auch Rückzug unter Geschwistern immer wieder ein Thema.
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