Kategorie: Basteln

Einen Feengarten basteln aus Waldfundstücken

Gerade jetzt ist eine wunderbare Jahreszeit für lange Waldausflüge, denn im Wald lässt sich mit Kindern wunderbar spielen, es lassen sich gemeinsam Pflanzen und Tiere entdecken und dazu kann dort auch viel eingesammelt werden, das später als Bastelmaterial zu Hause Verwendung findet für ganz unterschiedliche Bastelprojekte, beispielsweise einem kleinen Feengarten.

Was im Wald für einen Feengarten gesammelt werden kann:

  • Moos
  • Steine
  • Baumrinde
  • Äste und Zweige (wer eine Säge hat, kann dickere Äste zu Hause in Scheiben sägen)
  • Fruchtbecher von Bucheckern
  • Tannenzapfen

Für die Verarbeitung zu Hause benötigt ihr dazu:

  • Heißkleber
  • nach Belieben: ein Brett als Unterlage
  • es können auch Fertigteile an Puppenmöbeln oder Feentüren verbaut werden oder ihr bastelt beispielsweise aus FIMO kleine Fenster und Türen oder andere Accessoires
  • auch Murmeln oder Kristalle sind ein schöner Zusatz

Feengärten können ganz unterschiedlich aussehen und auf der Fensterbank stehen und dort bespielt werden oder in einer wettergeschützten Stelle im Garten aufgebaut werden. Sie sind kleine, magische Orte, die von Kinderhand oder Elternhand aufgebaut werden. Manchmal hinterlassen die Feen auch kleine Botschaften oder sie haben eine Nuss aus der Küche stibitzt…

Noch mehr zum Thema Wald:

Noch mehr Ideen, was im Wald unternommen werden kann, gibt es übrigens in diesen Buchempfehlungen. Was der Wald über das Klima berichtet, kann hier nachgelesen werden. Und einen tollen Snack für spannende Ausflüge findet ihr hier.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Malen mit Kindern – Wie wir die Kreativität unserer Kinder einschränken und was wir stattdessen tun können

„Nein, eine Blume muss aber anders aussehen!“, „Da hast Du aber eine schöne Sonne gemalt!“, „Schau mal, einen Fisch malst du besser so!“, „Ich hab dir hier was vorbereitet, das musst du nur noch ausschneiden!“ – Wir sind das Anleiten der Kinder so sehr gewohnt, das „Beibringen“ und das Schulen, dass wir manchmal übersehen, was wir unseren Kindern durch besonders viel Anleitung und Schulung wegnehmen: die Kreativität, den Stolz auf die Selbständigkeit, die Individualität.

Der Weg ist das Ziel

Oft denken wir Kreativität und Kunst in fertigen Werken: Am Ende soll dort ein ansehnliches Produkt stehen, das vorzeigbar ist: ein Mensch, eine Blume, eine Landschaft. Aber für Kinder ist – gerade in den jüngeren Jahren – nicht das Ergebnis das Ziel, sondern der Weg. Wie bei so vielen anderen Dingen geht es beim Gestalten und Malen zunächst weniger um das Produkt, sondern um die Freude am Umgang mit einem Material und dem Ausprobieren von Fähigkeiten. So wird mit großer Freude in großen und kleinen Kreisen der Arm über das Papier geschwungen, es wird mit Gefühl und Anstrengung gekritzelt. Es wird aufgedrückt und mal ganz leicht über das Papier gestrichen, um zu sehen, was sich tut. Und dann wird betrachtet, wie Farben ineinander fließen, wie sie sich mischen und was dies ergibt. Die Frage „Oh, hast Du einen Baum gemalt?“ lenkt den Blick auf etwas, was das Kind vielleicht nicht ausdrücken wollte, nicht im Blick hatte. Vielleicht sieht es für uns wie ein Baum aus. Sehr wahrscheinlich hat das Kind aber zunächst einfach experimentiert. Statt der Frage danach, was da nun auf dem Bild zu sehen ist und der Ablenkung vom Tun, können wir, wenn das Kind fertig ist, auch sagen: „Du hast du mit viel Energie an diesem Bild gearbeitet!“ oder „Da hast du viele Farben benutzt!“/“Du hast mit einer einzigen Farbe ein ganzes Bild gestaltet.“

Einen guten Orten schaffen für künstlerisches Handeln

Damit wir unseren Kindern einen guten Ort für ihr künstlerisches Handeln geben können, müssen wir uns oft ein wenig zurücknehmen mit unseren Gedanken. Einfacher fällt uns dies, wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse auch geschützt sehen. Natürlich ist der freie, kreative Umgang mit Farben und Materialien auch damit verbunden, dass es hier und da kleckert und danach einiges aufzuräumen ist. Damit uns diese Gedanken an „die Sauerei“ nicht davon abhalten, unserem Kind Freiheit zu geben oder dazu führen, beständig einzuschreiten, ist die passende Gestaltung des Malortes wichtig. Folgende Punkte können wir beachten:

  • An einem Malort für Kinder sollte das Kleckern erlaubt sein. Entweder es gibt einen Bereich, in dem das Kleckern egal ist (Garten, Werkstatt, abgegrenzter Bereich im Kinderzimmer), oder der Bereich kann für die Gestaltungszeit entsprechend geschützt werden, beispielsweise mit ausgelegten Zeitungen.
  • Auch bei der Auswahl der Materialien kann darauf geachtet werden, dass sie gleichzeitig dem kindlichen Handeln Freiheit geben und dennoch den Fähigkeiten des Kindes entsprechen. Beispielsweise können leicht auswaschbare Kinderfarben genutzt werden oder Farben in passenden Schalen angeboten werden, so dass Kinder sie gut bedienen können. Auch Tabletts, auf die Blatt und Farben gestellt/gelegt werden können, können hilfreich sein.
  • Materialien sollten für Kinder gut zugänglich sein, damit sie sich frei bedienen können und aussuchen, mit was sie gerade umgehen wollen. Neben den Materialien für alltägliche Kreativität kann es aber auch solche geben, die nur nach Anfrage oder gemeinsam genutzt werden, weil sie aufwändiger sind.
  • Plane genügend Zeit für Kreativität ein und auch das Säubern, so dass nicht durch Zeitdruck Stress und Streit entsteht. Auch das Säubern des Kindes im Anschluss sollte mitgedacht werden.
  • Missgeschicke passieren. Mal wird etwas umgeschüttet, mal wird über den Rand gemalt. All das ist normal und passiert. Je nach unserer aktuellen Grundstimmung können wir besser oder schlechter mit solchen Missgeschicken umgehen. Es ist gut, die eigene Grundstimmung vorher im Blick zu haben, bevor wir ein Kreativangebot machen. Zu viel Stress und Angespanntheit wirkt sich auch auf das Kind aus.

Beschreiben ohne zu bewerten

Und auch dann, wenn das Kind dann später konkret etwas abbilden möchte, können wir diesen Versuchen wertschätzend begegnen. Statt unser Augenmerk auf das zu lenken, was fehlt, was schief oder realitätsfern ist, können wir die positiven Aspekte des Bildes hervorheben oder einfach das Kind bitten, das eigene Bild zu beschreiben und ihm dabei wirklich zuhören.

Oft sind wir versucht, unsere Leistungsgedanken auf kindliche Kunstwerke zu übertragen: So muss es richtig aussehen. So ist es falsch. Andere Kinder können schon viel besser Menschen zeichnen. Schau mal, wie das andere Kind das macht. So wird Kreativität zum Wettkampf und die eigentliche Freude, der Flow und die Gestaltungsfreude gehen verloren. Ermöglichen wir unseren Kindern doch lieber, die Freude am Erschaffen und am Ausleben zu behalten, indem wir nicht be- oder abwerten, sondern einfach annehmen. Auch hier gilt: Kinder wollen gesehen werden, statt gelobt.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Foto: Ronja Jung für geborgenwachsen.de

Das Frühlings- und Sommerblumenleuchten einfangen – Blütenkerzen mit Kindern herstellen

Vielleicht kennt Ihr die Geschichte der kleinen Maus Frederick, die für den Winter nicht wie die anderen Mäuse Vorräte sammelt, sondern Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Ganz ähnlich können auch wir den Frühling und Sommer in seiner leuchtenden Blütenpracht aufbewahren mit Blütenkerzen.

Blütenkerzen lassen sich in wenigen Schritten mit Kindern selber herstellen. Auf einem Spaziergang pflückt ihr hierzu zunächst einige Blüten. Es müssen keine besonderen sein, auch Gänseblümchen oder Scharfgabe sehen getrocknet schön aus. Diese Blüten werden in einem dicken Buch einige Tage getrocknet und dann weiterverarbeitet

Blütenkerzen aus Wachs

Aus Wachs lassen sich warm leuchtende Blütenkerzen auf einfache Weise herstellen. Ihr braucht hierfür:

  • eine Avocado (die nachhaltige Idee, eine Avocado zu nutzen, stammt von @growingawildchild) oder einen Luftballon
  • (Bienen)wachs
  • getrocknete Blüten
  • Teelichtdocht

Das Wachs wird in einer kleinen Schüssel im Wasserbad geschmolzen und aus dem Topf genommen. Die ausgehöhlte Avocado oder der leicht aufgeblasene Ballon wird als Form genutzt und in das Wachs getaucht. Indem die Form immer wieder kurz eingetaucht und wieder herausgeholt wird, bildet sich eine dicker werdende Schicht Wachs um die Form.

Ist sie etwa 0,5cm dick, können die getrockneten Blüten auf das weiche Wachs aufgelegt und angedrückt werden. So wird die Form nochmal ein oder zweimal eingetaucht, so dass die Blüten gut umhüllt sind.

Ist das Wachs abgekühlt und getrocknet, wird die Avocado bzw. der Ballon entfernt. Eine frische Avocado lässt sich mehrmals verwenden, wenn sie vorsichtig entfernt wird.

Anschließend wird der Teelichtdocht in die Schale gegeben und etwas heißes Wachs wird in die Form gegossen.

Blüten-Windlichter

Noch einfacher als die Blütenkerzen lassen sich Windlichter basteln. Hierzu benötigt Ihr:

  • Transparentpapier
  • getrocknete Blüten
  • Klebestift
  • Joghurtdeckel
  • ggf. Washi-Tape

Zunächst wird ein passendes Stück Transparentpapier zurechtgeschnitten: Es sollte um den Joghurtdeckel passen plus ein Zentimeter Zugabe für die Klebefläche. Zudem sollte es am unteren Ende ebenfalls einen Zentimeter Klebefläche haben. Diese wird zu kleinen Zacken geschnitten, damit sie um den Joghurtdeckel geklebt werden kann.

Die Blüten werden mit dem Klebestift auf das Papier geklebt, dann wird die das Transparentpapier am Joghurtdeckel befestigt. Bei Bedarf kann der untere Rand noch mit Washi-Tape gestaltet und verschönert werden.

Und nun: viel Freude beim Einsammeln von Frühlings- und Sommererinnerungen.
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Wasser-(Farb-)Spiele für Kinder

Viele Eltern kennen das eine „Spielzeug“, das immer dann hilft, wenn nichts anderes gute Laune macht, alle Ideen ausgegangen sind, Kinder in den kühleren Monaten nicht ausreichend draußen spielen und matschen können: Wasser. Schüttspiele von Kanne zu Glas und wieder zurück, in andere Gläser und Gefäße machen Kindern oft große Freude.

Schüttspiele mit Wasser

Mit Schüttspielen lernen die Kinder etwas über Mengen: Passt der Inhalt der Kanne in dieses Glas? Im großen dünnen Glas sieht es nach mehr aus als im kleinen bauchigen Glas. Und sie fördern spielerisch ihre Motorik, indem sie versuchen, zielgenau umzuschütten und einzuschenken. Für Schüttspiele brauchen wir dabei gar keine besonderen Materialien, denn alle Zutaten finden wir meist direkt im Haushalt. Das können sein:

  • Gläser unterschiedlicher Größe
  • Schüsseln
  • eine kleine Kanne
  • Trichter
  • Siebe
  • Pipetten
  • ein Tablett als Unterlage
  • Lappen zum Aufwischen

Mit farbigem Wasser spielen

Erweitert kann das Schüttspiel werden, indem Farbe mit ins Spiel gebracht wird. Das kann zum Beispiel einfache Wasserfarbe sein, mit der Flüssigkeiten gefärbt werden. Ein schöner Effekt ist das „Entfärben“ von Krepppapier: Dazu wird in mehrere Gläser Wasser gefüllt und ein kleines Stück einfarbiges Krepppapier dazu gegeben. Das Krepppapier verliert im Wasser Farbe, werden die Papierreste nach kurzer Zeit entnommen, bleibt das bunte Wasser im Glas zurück.

Mit den Grundfarben Geld, Rot, Blau können Kinder dann beliebig experimentieren und die Farben mischen: Was ergeben Rot und Gelb? Was ergeben Blau und Rot? Auch mit einer Spritze macht es Spaß, die Farben in kleinen Mengen zu vermischen.

Eine besonders schöne Variante des Farbmischens ist auch der Farbkreis mit wanderndem Wasser: Die Gläser mit den Grundfarben Gelb, Rot und Blau werden im Kreis im Wechsel mit einem leeren Glas aufgestellt. Die Gläser werden dann mit dünnen Streifen Küchenrolle verbunden. Nun wandert aus den jeweils mit den Grundfarben befüllten Gläsern das farbige Wasser über das Küchenpapier in die leeren Gläser und mischt sich dort.

Noch mehr Farbideen? Hier werden Tulpen mit buntem Wasser gefärbt. Hier werden bunte Schokolinsen für ein Farbexperiment genutzt.

Spielkästen und Spielwelten für Kinder anbieten

Gerade ist es nass-kalt und das Wetter lädt wenig dazu ein, Zeit draußen zu verbringen. Auch wenn es gut ist, jeden Tag ein wenig hinaus zu gehen, ist in vielen Familien der Schwerpunkt der gemeinsamen Zeit aktuell zu Hause zu finden. Manchmal schleicht sich dann hier oder da Langeweile ein oder die Anreize für das vertiefte Spiel gehen aus, wenn das Kind nicht aktuellen Entwicklungsbedürfnissen für Grob- und Feinmotorik nachkommen kann.

Eine immer wieder schöne Idee für Kinder sind vorbereitete Spieltabletts oder -kisten. Mit ihnen können sich viele Kinder intensiv über einen längeren Zeitraum beschäftigen. Oft kommen sie in einen Flow-Zustand beim Umfüllen, Schütten, Rühren, Harken.

Wie ein solches Tablett oder Kiste gestaltet sein kann, ist ganz verschieden: Es kann ein Wald gebaut werden oder eine kleine Murmelstrecke aufgebaut werden. Mit Linsen, Couscous oder Reis kann die Landschaft weiter gestaltet werden. Oder es wird von vorn herein ein Tablett angeboten, bei dem der Schwerpunkt mit Trichtern und Kellen und Löffeln auf dem Umverteilen liegt.

Bei der Vorbereitung eines Spieltabletts oder einer Kiste können wir uns fragen: Womit beschäftigt sich mein Kind gerade gerne? Was sind die Schwerpunkte seiner aktuellen Entwicklung? Mit welchen Kleinteilen kann es gefahrlos spielen? Füllt es gerne um? Baut es gerne? Auch eine Kiste mit Hirse oder Kinetischem Sand und Bagger kann eine schöne Idee sein. Oder eine Kiste mit ungekochten Spirelli-Nudeln und Kindertöpfen und Besteck.

Natürlich geht bei diesen Spielen auch etwas daneben. Das kann anschließend aufgekehrt und wieder verwendet werden für das nächste Tablett. Übrigens sind auch Schüssel mit hartem, gefärbten Reis eine schöne Spielidee wie hier oder selbst hergestellter kinetischer Sand aus Mehl und Öl wie hier. Wer keine Lebensmittel verwenden möchte zum Umfüllen, kann auch ein Tablett mit Knöpfen anbieten.

Als Unterlage/Gefäß für das Spiel bieten sich kleine Kisten, Tabletts oder auch eine alte Holzschublade aus einer Kommode an.

Der Fantasie für Spieltabletts und -kisten sind keine Grenzen gesetzt.
Probiert es doch einmal aus.
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Jahresrückblick für Kinder: Mit Naturmaterialien das vergangene Jahr in Erinnerung rufen

Wenn es nach der Weihnachtszeit wieder ruhiger wird und die Zeit zwischen den Jahren (erst dann) wirklich besinnlich wird, nehmen sich viele Erwachsene einen kleinen Jahresrückblick vor. Auch für Kinder ist der Beginn eines neuen Jahres mit einem Neubeginn verbunden. Die Tage werden langsam wieder länger, Silvester steht bevor. Nach den Weihnachtsferien ändert sich für Schulkinder die Jahreszahl in den Heften und manche werden schon nach Vorsätzen fürs neue Jahr gefragt. 

Bei uns wollte ich zum Jahresrückblick ein Fotoalbum mit den wichtigsten Ereignissen des Jahres vorbereiten. Da jedoch die Zeit gerade zum Ende des Jahres leider fehlt, wird es kein pünktliches Fotoalbum geben, um die Höhepunkte des Jahres chronologisch festzuhalten. Ganz auf einen Rückblick verzichten wollte ich dennoch nicht, und für einen geschriebenen ist meine Tochter noch viel zu klein. 

Spontan habe ich mich deshalb für einen einfachen Rückblick anhand der Jahreszeiten entschieden. Ich habe dabei auf Naturmaterialien zurückgegriffen, die sich im Laufe des Jahres angesammelt hatten. Wir haben ein kleines Holztablett, auf dem nach einem Naturausflug die Fundstücke landen. Nicht jedes Mal natürlich, aber ab und an wurden die Taschen vollgestopft mit schönen Steinen, Schneckenhäusern oder Besonderheiten wie kleinen Eicheln mit Hütchen, Früchten und Blumen (Beim Sammeln bitte auf den Schutzstatus von Pflanzen achten). Die Naturfundstücke fanden durch das Holztablett einen neuen Platz in unserem Wohnzimmer, um zuhause weiter bespielt zu werden. Da ich diesen Jahresrückblick nicht geplant hatte, ist vieles davon nach einiger Zeit wieder zurück in die Natur gewandert und unser kleines Holztablett wurde neu bestückt. Im nächsten Jahr möchte einzelne Stücke in eine kleine Kiste oder Box legen, um sie dann am Ende des Jahres noch einmal herauszuholen und die Geschichten zu diesen Schätzen in Erinnerung zu rufen. 

Für den Jahresrückblick habe ich jedoch Schneckenhäuser, getrocknete Pflanzen, besondere Steine, und gepresste Blätter gefunden. Das spiegelt natürlich nicht all die Naturerlebnisse wieder, die wir in diesem Jahr erlebt haben. Aber es lässt das Jahr für ein (Klein-)kind noch einmal Revue passieren. Es erinnert daran, was in der Natur passiert ist und was draußen alles erlebt wurde. 

Für einen Jahresrückblick mit Naturmaterialien braucht ihr: 

  • Festes Papier
  • Stifte
  • Kleber
  • Naturmaterialien wie Schnecken, gepresste Pflanzen, Steine, Sand, Muscheln, Stöcke
  • wenn vorhanden Fotos, Skizzen, gemalte Bilder, etc. aus dem vergangenen Jahresrückblick

Für unseren Jahresrückblick reichte ein DIN A4 Blatt. Wer im Laufe des Jahres ein Natur-Journal gepflegt hat und dort Skizzen von Pflanzen und Tieren oder Erlebnissen festgehalten hat, benötigt vielleicht ein größeres Papier. Ebenso wenn Fotos oder Bilder hinzugefügt werden sollen. Anschließend wird das Papier in vier Spalten geteilt, für jede Jahreszeit eine. Gemeinsam mit dem Kind wird das Material vorbereitet und die Ereignisse in Erinnerung gerufen. Je nach Alter kann anders begonnen werden, ich begann mit der Frage nach dem Wetter. So wurden Wolken, Sonne und Regen gemalt und das Wetter in den unterschiedlichen Jahreszeiten in Erinnerung gerufen. Dann überlegten wir gemeinsam, wann die gepressten Blumen geblüht hatten und was daraus entstand. Da wir in Spanien leben war unser Material etwas schwierig zuzuordnen, denn so klare Jahreszeiten wie in Deutschland gibt es hier nicht. Die Mandelblüten kamen schließlich zum Frühling, die fertige Mandelfrucht legten wir in den Herbst. Die Oliven kamen in den Winter, zusammen mit viel Regen. Meine Tochter malte die Umrisse einer Schnecke und eines Stein, von Mandeln und Oliven nach und wir erzählten uns, wann und wo wir diese Dinge entdeckt hatten. 

Der Weg ist das Ziel

Das Ziel des Jahresrückblicks ist nicht das Ergebnis eines besonders hübschen Kunstwerks. Wertvoll ist vor allem das Gespräch darüber, was alles draußen erlebt wurde. Gab es Ereignisse, die besonders aufregend waren? Welche Tiere wurden gesichtet, welche Pflanzennamen wurden neu gelernt? Gab es einen besonderen Lieblings-Kletterbaum und wenn ja, wie sah dieser im Frühling aus; wie im Herbst?  Welche Früchte, Beeren, Pilze wurden gesammelt? Wurde draußen in der Natur übernachtet – und wenn ja, wie sah die Unterkunft aus? Wurden Hütten gebaut und aus welchem Material waren sie? Vielleicht können Zeichnungen angefertigt werden, mit einem kleinen Bauplan, was dafür benötigt wurde. 

Ausblick auf das nächste Jahr

Ein Jahresrückblick ist ein guter Zeitpunkt, um sich auf die Erlebnisse des vergangenen Jahres zu besinnen. Gleichzeitig sind die Gedanken dabei auch immer schon ein wenig im nächsten Jahr. Welche Pläne, welche Ziele warten dort auf uns? Für Kinder sind solche Gedanken je nach Alter noch zu abstrakt. Aber auch für sie wird mit dem Jahreszeiten-Rückblick auch ein Ausblick auf die wärmeren, kommenden Jahreszeiten gegeben. Mit den Erinnerungen an das Hüttenbauen im letzten Jahr können Pläne für einen passenden Standort im nächsten Jahr geschmiedet werden. Oder, je nach Wetterlage, auch erst mal nur für Schneemann und Schneefrau im Januar. 

Eure

Veronika hat Biologie, Naturschutz und Landschaftsplanung studiert und ist Mutter einer Tochter. In ihrer Kolumne „Naturorientiertes Aufwachsen“ berichtet sie von Wegen, auf denen Kindern die Liebe und der Respekt zur Natur als Samenkorn mitgegeben werden können.  Mehr über Veronikas Arbeit und ihre aktuellen Texte zu grünen Themen findet ihr auf ihrer Homepage, Instagram oder Twitter.

Eine Adventsspirale selber machen: Der besinnliche Adventskalender und -kranz für Familien

Die Adventsspirale ist eine schöne Möglichkeit, um den Kindern Tag für Tag zu zeigen, wie das Weihnachtsfest näher rückt. Dabei wird dieses Näherrücken als Ritual in den Alltag eingebunden und das Kind ist aktiv beteiligt. Die Adventsspirale kann ganz einfach zusammen mit Kindern hergestellt und dann immer wieder verwendet werden.

Das brauchst Du für die Adventsspirale:

  • Modeliermasse, Ton oder Salzteig (eine Anleitung mit Salzteig findest Du hier)
  • eine oder mehrere Murmeln
  • nach Bedarf: Holzscheibe als Unterlage
  • nach Bedarf: Wasserfarben und/oder Goldlack zum Bemalen
  • nach Bedarf: Dekorationsmaterial
  • nach Bedarf: Heißklebepistole

Forme eine lange Schlange und messe aus, ob darauf für 24 Vertiefungen Platz ist. Lege die Schlange dann in Form einer Spirale auf eine Unterlage. Dann füge die Vertiefungen ein, indem Du beispielsweise eine Murmel hinein drückst.

Nach dem Trocknen kann die Spirale angemalt werden mit einfachen Wasserfarben oder auch Goldlack für die Vertiefungen.

Abschließend kann dann mit Heißkleber noch passende Dekoration aufgebracht werden, beispielsweise in der Natur gesammelte Naturschätze wie Moos, Tannenzapfen etc. Auch Figuren können die Adventsspirale ergänzen.

Wir nutzen die Adventsspirale in diesem Jahr auch als Adventskranz und haben für die Tage der Adventssonntage jeweils eine Baumkerze in die entsprechende Mulde gestellt. Die Murmel zieht dann daran vorbei.

Die kleinen Mulden für jeden der 24 Tage können mit Murmeln, Naturschätzen, Glasnuggets oder Holzperlen aufgefüllt werden. So ist sichtbar, wie wir uns immer mehr dem Weihnachtsfest nähern.

Noch mehr Ideen für Rituale und Alltagsgestaltung für die Weihnachtszeit findest du hier. Und hier gibt es außerdem eine Sammlung an schönen Weihnachtsbüchern für Kinder.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Basteln mit Blättern

Der Herbst ist da. Und überall fliegen gerade nun die bunten Blätter umher. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine wunderbare, überall verfügbare, variable und preiswerte Bastelzutat.

Füchse aus Ahornblättern

Blätterfüchse

Mit etwas Deckweiß, etwas schwarzer Deckkastenfarbe, einem Pinsel und ein wenig Fantasie werden aus Ahornblättern ganz schnell kleine Füchse, die am Fenster oder an der Wand den Herbst in die Wohnung bringen. Beim Anmalen einfach den Blattlinien folgen, dabei ergibt sich ganz von allein der weiße Bart des Fuchses und die schwarze Nase.

Zutaten für Ginkgo-Elfen

Ginkgo-Elfen

Ein paar Mal sind wir schon herumgeschlichen um die uns bekannten Ginkgo-Bäume in der Stadt und haben darauf gewartet, dass die Blätter endlich gelb werden und abfallen. Denn wie jedes Jahr werden die Blätter gesammelt, gepresst und dann mit Holzperlen und etwas Farbe verwandelt. In goldene Farbe getaucht mit etwas Märchenwolle werden so aus Blättern zauberhafte Engel für den Weihnachtsbaum wie hier. Wer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, kann aber auch mit Holzperle, Stoffresten und etwas Farbe kleine Herbst-Elfen basteln, die am Fenster oder über dem Jahreszeitentisch schweben können.

Fertige Ginkgo-Elfen

Blatt-Abdrücke

Für die kleinsten Kinderhände sind getrocknete Gingko-Blätter allerdings noch schwierig in der Handhabung. Aber auch sie können schon gestalterisch mit den bunten Blättern umgehen: Indem die Blätter einfach unter Papier gelegt und dann mit einem Wachsmalblock durchgepaust werden beispielsweise.

So einfach, aber schön für die Kleinsten

Und wenn Ihr noch mehr Ideen sucht für das Basteln mit Blättern: Hier wurde ein lustiges Insekt aus Blättern gebastelt. Oder es kann auch Konfetti aus getrockneten Blättern ausgestanzt werden wie hier. Ganz besonders schon ist auch eine solche Blätterlaterne aus Birkenlaub.

Und was macht Ihr so mit Blättern?
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Mit Kindern basteln: Kastanien

Gerade fallen sie wieder auf die Erde und an windigen Tagen und nach Regenschauern sind die Straßen mit ihnen bedeckt: Kastanien. Kaum etwas können wir im Herbst so zahlreich finden und vielfältig verwenden. Vom Spielzeug im Kaufmannsladen über Bastelmaterial bis zur Zutat für Reinigungsmittel: mit Kastanien können wir ganze Nachmittage füllen.

Schon in ihrer puren Form sind Kastanien wunderbare Elemente für den Kaufmannsladen und die Puppenküche. Sie werden im Spiel zu Brötchen, Kartoffeln, als Eier in Eierbecher gesetzt. In großer Menge können sie als Kastanienbad genutzt werden: Eine Schublade oder andere Holzkiste voller Kastanien, in die sich das Kind hinein setzen kann ist eine schöne, taktile Erfahrung (Achtung: Kastanien sind Kleinteile, die verschluckt werden könnten).

Kastanienwichtel mit Knetbienenwachs

Natürlich lassen sich Kastanien aber auch wunderbar verbasteln. Wir alle kennen wahrscheinlich die Kastanienmännchen, die mit Hilfe eines Kastanienbohrers und Streichhölzern gebastelt werden: Tiere, Menschen, Fabelwesen entstehen so an langen Nachmittagen. Mit etwas Bienenwachsknete werden daraus noch einmal andere Figuren. Auch in Kombination mit anderen Naturschätzen wie Eicheln, Bucheckernschalen oder Haselnüssen lassen sich so ganz zauberhafte Figuren für den Jahreszeitentisch und das Fensterbrett zaubern.

Farbenspiel mit Kastanien

Mit etwas Farbe wird aus den Kastanien auch ein Farbspiel zum Zuordnen: Das weiß der Kastanien wird angemalt, Eicheln können ebenfalls einfach mit Deckfarben angemalt werden und so entstehen verschiedene Elemente für das Farbenspiel: Eine Holzschale kann außen ebenfalls in den entsprechenden Farben angemalt werden oder in eine andere Schüssel wird ein Papier in der passenden Farbe geklebt. Dann können die Farben benannt und entsprechend zugeordnet werden.

Noch mehr Bastelideen

Schöne Kastanienideen findet Ihr auch auf Instagram, beispielsweise die Kastaniengirlande, Kastanienkette oder Wurfkastanienrakete. Sie können in der Kastanienbahn rollen, oder schon für Halloween als Fledermäuse gestaltet werden.

Kastanien für die Großen

Und schließlich können selbst wir Erwachsenen die kleinen braunen Kugeln noch verarbeiten: Schon zehn gesammelte Kastanien können mit einem Messer einfach zerkleinert und dann mit 300ml warmem Wasser übergossen werden. Über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag die Kastanienreste entfernen und die Flüssigkeit als Waschmittel benutzen. Auch einfaches Putzmittel oder Shampoo kann man aus Kastanien herstellen.

Vielleicht habt Ihr ja noch eine andere tolle Kastanienidee? Dann gerne her damit!
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Mit kleinen Dufthelden durch den Familienalltag {Werbung}

Der Alltag ist nicht nur für uns Eltern nicht immer einfach, sondern auch für unsere Kinder hält er so manche Herausforderung und so manches Abenteuer bereit. Sie wachsen in unser Leben hinein und vieles, was sie erleben, ist gänzlich neu und unbekannt. Sie kennen sich nicht aus in dieser Welt und haben manchmal Angst, sind verunsichert, müssen neu Mut fassen. Was uns so einfach und logisch erscheint, ist für Kinder manchmal eine Herausforderung.

Die „magische Phase“ in der Kindheit

Als wäre dieses Leben nicht schon überraschend genug, gesellt sich in der magischen Phase der Kinder auch noch eine ganz ausgeprägte Fantasie hinzu: Im Alter zwischen etwa zwei und fünf Jahren denken Kinder, dass ihr Denken und Handeln Einfluss nehmen können auf Dinge, die damit nicht wirklich in Verbindung stehen. Alles ist möglich: sowohl alle schönen Dinge, als auch alle schlimmen Dinge, die erdacht werden können. Was auch immer das Kind sich ausdenkt, welche Sorgen es jetzt gerade auch hat, braucht es dabei Beistand und Begleitung. Ein „Das ist nicht schlimm, das denkst du dir nur aus!“ hilft dem Kind nicht.

Sich auf die Magie einlassen

Was wir also tun können, anstatt vom Kind unser eigenes logisches Denken zu verlangen, ist, uns auf die Magie einzulassen und sie selbst einzubinden in den Alltag: Monster und Krokodile unter dem Bett können verjagt werden mit einem Monsterspray. Ein Traumfänger über dem Bett fängt die schlimmen Träume ein. Und wenn es an Mut fehlt, hilft vielleicht ein Hosentaschenzwerg mit einem Mutzauber.

Ätherische Öle als Begleiter im Familienalltag

Ätherische Öle können den Familienalltag begleiten und bereichern: Die konzentrierten Pflanzenstoffe können beispielsweise einen Einfluss nehmen auf die Stimmung, können Erinnerungen hervorrufen oder beruhigen. Daher wurden beispielsweise für das „Beschütz mich Raumspray“ von Primavera das ätherische Öl der aufmunternden Orange, entspannenden Mimose und der beruhigende Copaiva-Balsam kombiniert zu einem Spray, mit dem gemeinsam am Abend Fantasiewesen hinweggesprüht werden können. Die ermutigende Zeder findet sich hingegen neben der entspannenden Mandarine und dem Kraft gebenden Kardamom im Drachen-Mut Duft Roll-on für Kinder, der als kleines Ritual in verzagten Momenten aus der Tasche gezogen werden kann (zusammen mit unserem kleinen Kuschel-Mut-Drachen). Und wenn es abends eines kleinen, beruhigenden Abendrituals bedarf, kann das „Träum süß“-Öl mit beruhigendem Lavendel und Benzoe Siam und dem ätherischen Öl der ausgleichenden Ho-Blätter auf einen Wattebausch getropft werden und dieser in ein kleines Tüchlein gebunden über dem Bett als Duft-Fee schweben.

Ein kleines Ritual, verbunden mit einem schönen und wohltuenden Duft, kann unsere Kinder auf diese Weise gut begleiten bei den kleinen oder größeren Herausforderungen. Ein kleiner Hosentaschenzwerg oder -drache kann eine zusätzliche Unterstützung sein. Weder das eine, noch das andere wird das introvertierte Temperament eines Kindes in ein extrovertiertes verwandeln, aber wir können ein wenig Hilfe und Unterstützung mit auf den Weg geben, um das Kind gut zu begleiten. Und so einfach kannst du ihn für dein Kind basteln:

Der kleine Mutdrache lässt sich ganz einfach und schnell basteln. Du brauchst dafür nur etwas Filz, eine Holzperle, einen Pfeifenputzer, Nadel und Faden, Kleber, Füllmaterial und Stifte für das Gesicht.

  • Male zunächst die Form auf dem Filz vor für eine Seite und pause diese dann ab.
  • Knicke den Pfeifenputzer in der Mitte, setze die Holzperle mit etwas Kleber auf den gefalteten Draht. Die anderen Enden des Pfeifenputzers faltest du zur Mitte. Sie dienen zur Stabilisierung der Arme.
  • Lege Kopf und Arme auf die Unterseite, gebe etwas Füllmaterial darauf und lege die Oberseite auf. Nun kannst du Ober- und Unterseite miteinander vernähen. Wenn du magst, kannst du vorher noch eine kleine Tasche annähen. In diese können kleine Botschaften auf Papier gesteckt werden.
  • Die Naht kann ruhig ein wenig unordentlich aussehen – das passt bei diesen kleinen Hosentaschenpüppchen gut.
  • Abschließend nimmst du ein Stück Stoff, faltest es zu einem Dreieck und nähst die lange Seite zusammen. Für die Drachenmütze habe ich noch ein paar Zacken hinein geschnitten. Die fertige Mütze wird mit Kleber am Kopf befestigt.
  • Abschließend kannst du mit Stiften noch das Gesicht aufmalen.

Mit Duft und Hosentaschenzwerg zusammen können viele Abenteuer ein wenig „magisch“ unterstützt werden. Und wer hätte nicht gerne einen kleinen Drachen an der Seite?
Eure