Kategorie: Rezension

Kinderbücher über Gefühle

Alle Gefühle sind erlaubt! Kinder lernen nicht nur in der Kindheit die breite Palette der Gefühle kennen, sondern lernen auch durch uns und ihre Umgebung, wie sie damit umgehen können. Durch unsere Hilfe in den frühen Jahren erfahren sie, wie welche Gefühle benennen können, wie sie sich verhalten können und an en sie sich wenden können, wenn sie Hilfe bei der Regulation brauchen. Mit Büchern können wir das noch unterstützen.

Weinen, lachen, wütend sein

Dagmar Geisler hat im Oetinger Verlag eine Reihe schöner Kinderbücher veröffentlicht, unter anderem auch die hier sehr beliebte Serie um Luzie und Lottchen. In ihrem Buch „Weinen, lachen, wütend sein dafür bin ich nicht zu klein“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) greift sie alle Gefühle, die Kinder haben, auf und zeigt, wie sie ausgedrückt werden und in welchen Situationen sie gefühlt werden in einfacher Sprache und Reimen für Kinder ab 2 Jahren. Etwas schade ist, dass ausgrechnet das Wort „trotzen“ mit verwendet wird dafür, wenn das Kind wütend ist. Dennoch geht das Buch sehr positiv auch mit den Gefühlen um, die oft von Erwachsenen als negativ bewertet werden. Gekuschelt wird darin sowohl mit Papa, als auch Mama. Ihr Resumé: „Lachen, weinen, traurig sein, gehört zu mir dazu. Kichern, schreien, wütend sein und trotzen. Ab und zu. Kuscheln toben, lustig sein, streicheln sanft und sacht. Doch was ich am liebsten mag: lachen, dass es kracht!“

Wohin mit meiner Wut?

Auch von Dagmar Geisler ist das Buch „Wohin mit meiner Wut?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) das sich explizit mit dem Gefühl „Wut“ beschäftigt für Kinder ab 5 Jahren. Hier wird in Worten und Bildern gezeigt, wie sich Wut äußern kann in ihrer ganzen Vielfalt. Es erläutert, dass Wut manchmal das Herz ganz schnell klopfen lässt und man manchmal auch ganz steif davon wird. Wut kann ganz schnell auftauchen oder langsam hochkochen und es kann ganz verschiedene Anlässe dafür geben, wütend zu werden. Manchmal möchte man anderen weh tun, wenn man wütend ist, aber weil das keine gute Lösung ist, werden andere Möglichkeiten aufgezeigt: schreien, Kissen verprügeln, auf den Boden stampfen, Wutmännchen malen,… Und es lädt Kinder dazu ein, sich zu entschuldigen, wenn man ungerecht behandelt wurde oder mit anderen die Situationen zu besprechen, die man als ungerecht empfindet, auch mit den Eltern. Dazu gibt es einen kurzen Erwachsenen-Informationsteil, der erklärt, warum dieses Gefühl wichtig ist und nicht unter den Tisch gekehrt werden sollte, und es werden Adressen von Beratungsstellen aufgeführt.

Das NEINhorn

Dem Thema der Autonomiephase widmen sich auch Marc-Uwe Kling und Astrid Henn mit dem NEINhorn (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). Hier stehen weniger die unterschiedlichen Gefühle im Vordergrund, sondern mehr das Streben nach Selbständigkeit auf unterschiedliche Art, die das NEInhorn, der WASbär, der NaHund und die KönigsDOCHter illustrieren. Neben der von Wortwitz geprägten Geschichte wird auch vermittelt, dass es für Kinder anstrengend ist, wenn Eltern immer nur versuchen, Harmonie herbeizuführen und das NEIN als problematisch angesehen wird. Für das kleine NEINhorn ist es wohltuend, sich mit den anderen Figuren, die auf ihre Weise ihre Autonomie ausdrücken, zusammen zu tun. Dabei wird vermittelt, dass es natürlich auch dort zu Streit kommen kann, der eben auch dazu gehört. Ein wirklich amüsantes Buch, das durch die Zeit des NEIN begleitet für Kinder von 3 bis ca. 6 Jahren.

Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit

Die „Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit“ von Eva Eland (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) wendet sich ebenfalls den Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren zu, hier mit der Betrachtung des Gefühls Traurigkeit. Auch dieses Gefühl ist eines, das öfter ausgeschlossen wird oder von dem Eltern einfordern, dass es schnell behoben werden sollte. Mit ruhigen, zarten Bildern wird hier nun gezeigt, wie die Traurigkeit unerwartet erscheint, uns folgt und wir sie nicht loswerden. Statt zu versuchen, sie auszusperren, tut es gut, sich mit ihr zu beschäftigen und mit ihr zu malen, Musik zu hören oder raus zu gehen in die Natur. Manchmal verschwindet sie dann auch wieder, wenn sie angenommen wurde. Ein schönes, ruhiges Buch, das Möglichkeiten zum Umgang mit der Traurigkeit aufzeigt und damit auch Eltern zeigt, dass auch dieses Gefühl seinen Platz haben kann.

Männer weinen

Der Umgang mit dem Weinen aus verschiedenen Gründen wird in Jonty Howleys „Männer weinen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) für Kinder ab 3 Jahren dargestellt: Am morgen geht der kleine Levis zum ersten Mal zu seiner neuen Schule und sein Vater erklärt ihm ratlos, dass Männer nicht weinen würden. Levi weint dementsprechend nicht, sieht aber auf dem Weg zur Schule viele unterschiedliche Männer, die eben doch weinen: Weil sie sich verabschieden von anderen, während sie ihrer Arbeit nachgehen. Schließlich weint Levi doch kurz, findet in der Schule schnell Anschluss und kommt schließlich nach Hause, wo ihn sein weinender Vater begrüßt, der ihm sagt, dass er aus Unsicherheit und eigener Angst diesen Rat gab und Männer eben doch weinen und das auch ganz in Ordnung so ist. Ein niedliches Buch gerade für Jungen, von denen noch immer oft eingefordert wird, dass sie nicht weinen sollten.

Das Farbenmonster

Das Farbenmonster von Anna Llenas (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) begleitet hier nun schon das zweite Kind und das schön gestaltete Popup-Buch ist noch immer ein wunderbarer Anlass, um über die Vielfalt von Gefühlen zu sprechen und mit Kindern die einzelnen Gefühle und ihren Ausdruck zu ergründen. Am Morgen ist das Farbenmonster ganz durcheinander und muss mit Hilfe einer Freundin die Gefühle erstmal sortieren: Da gibt es die gelbe, leuchtende Freude, die blaue Traurigkeit, die rote Wut, die schwarze Angst, die grüne Gelassenheit und das rosa Verliebtsein. Alle Gefühle sind umschrieben und und die zugehörigen Pop-Ups bilden die Gefühle schön ab. Die Angst als „feige“ zu bezeichnen, ist nicht ganz so passend, aber insgesamt wird die Vielfalt und der Ausdruck von Gefühlen gut eingefangen und lädt dazu ein, mit dem Kind darüber zu sprechen, wie genau unterschiedliche Gefühle wahrgenommen werden. Auf jeden Fall ist das Buch eine Überraschung und ein Augenschmaus für Kinder ab 3 Jahren und Eltern.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die Geborgen Wachsen im Falle einer Bestellung eine Provision erhält ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die vorgestellten Bücher sind Rezensionsexemplare (Männer weinen) oder selbst gekauft (Das Farbenmonster, Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit, Das NEINhorn, Wohin mit meiner Wut, Weinen, lachen, wütend sein)

Kinderbücher rund um „Monster“

Wie Kinder auf Monster aufmerksam werden, kann ganz unterschiedlich sein: sie hören davon im Kindergarten/auf dem Spielplatz/von anderen Kindern im Freudeskreis, sehen einen Film oder finden ein Buch in der Bibliothek. Gerade in der magischen Phase der Kinder, in der ohnehin alles möglich ist, kann der Gedanke an Monster auch Angst machen. Manchmal können es auch größere Kinder oder andere Erwachsene sein, die Kindern mit dem Gedanken an Monster oder Geister bewusst Angst machen wollen. Natürlich sollten solche Gruselgeschichten nicht als Erziehungsmittel genutzt werden, dennoch finden sie immer wieder einen Eingang in die Kinderzimmer. Glücklicherweise gibt es aber zahlreiche schöne Kinderbücher, die das Thema „Monster“ aufgreifen, damit aber liebevoll und kreativ umgehen und Kindern vermitteln: Du musst vor Monstern keine Angst haben, selbst wenn du an sie glaubst.

aus: Millie und das Einschlafmonster

Millie und das Einschlafmonster

„Millie und das Einschlafmonster“ von Brigitte Luciani und Eve Tharlet (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) behandelt ein recht typisches Angstthema kleiner Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter: Angst beim Einschlafen davor, dass ein Monster erscheinen könnte: Millies Eltern gehen aus und ihre Geschwister passen auf Millie auf. Aber nachdem Millie eingeschlafen ist, wacht sie doch ängstlich auf. Die Geschwister gehen liebevoll auf sie ein und haben dann doch auch ein wenig Angst. Gemeinsam finden sie heraus, dass das Monster eigentlich nur auch ein gemütliches Kuschelbett haben möchte und bereiten deswegen ein Monsterbett außerhalb des Dachsbaus, damit Millie gut schlafen kann.

aus: Warum Monster Zähne putzen

Warum Monster Zähne putzen

Im Buch „Warum Monster Zähne putzen“ von Jessica Martinello und Grégoire Mabire (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel)  kommt gleich eine ganze Reihe von Monstern vor, die überall wohnen. Angst haben muss dennoch kein Kind davor, denn die Monster sind alle sehr nett oder ängstlich. Sie alle fürchten sich allerdings vor den schlimmsten Monstern überhaupt: Kariesmonster. Deswegen putzen auch alle Monster ihre Zähne. Das Monster unter dem Bett ist so empfindsam, dass es dafür eine ganz besonders feine Zahnbürste benötigt aus Kinderhaaren. Das ist der einzige Grund, warum es immer unter dem Bett hockt und dort die herumliegenden Haare aufsammelt. Die Hauptfigur im Buch lernt jedenfalls, dass alle Monster sich die Zähne putzen und der Zahnarzt ein Super-Held ist, der nur deswegen einen Mundschutz trägt, damit die Kariesmonster ihn nicht erkennen. Wir haben bei diesem Buch schon oft gelacht und mein persönliches Lieblingsmonster ist seither das Monster unter dem Bett.

aus: Monsta

Monsta

Das Buch „Monsta“ von Dita Zipfel und Mateo Dineen  geht einen anderen Weg. Auch hier lebt ein Monster unter einem Kinderbett, aber es ist sehr klein und möchte das Kind eigentlich gerne ein wenig gruseln, aber „leider“ nimmt das Kind dieses kleine Monster einfach nicht wahr und schläft einfach jede Nacht. Das Monster beschließt deswegen, auszuwandern und sich einen anderen Job zu suchen in einer Monster-Show, in der es schließlich glücklich wird. Schade an dem Buch ist allerdings, dass es versucht, kindgerecht zu wirken im Text und der Geschichte, dabei aber der Text bewusst voller Rechtschreibfehler gehalten wurde (beispielsweise wird „Kind“ „Kint“ geschrieben). Das ist für die erwachsenen Vorleser unnötig und anstrengend beim Vorlesen und für Kinder, die vielleicht erste Worte schreiben, ungünstig für den Schriftspracherwerb. Auch die Geschichte ist nur bedingt gegeignet für Kinder, denn das kleine Moster ist erst wütend, dann traurig darüber, dass es gar nicht wahrgenommen wird und auch die Beschreibung „Eine Nacht hab ich nachgeguckt. In dir drinnen. Hab den Grusel gesucht, den Schreck und die Angst.“ kann empfindsame Kinder eher verstören mit dem Gedanken, dass ein Monster in ihnen nachsieht. Auch die Formulierung „Du bist unreparierbar, Kint“ ist weniger kindgerecht. Deswegen: Dieses Buch würde ich bei Monster-Ängsten nicht empfehlen.

aus: Knietsche und die Angst

Knietzsche und die Angst

Das kleine Heftchen „Knietzsche und die Angst“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist eher für Kinder ab dem (Vor)schulalter geeignet, denn es behandelt das Thema Angst schon etwas tiefgründiger: Mit wenigen Sätzen erklärt es, dass unsere Angst wie ein innerer Tiger ist, der manchmal in Alarm gerät. Es erklärt, was bei Angst im Körper passiert und wovor viele Menschen Angst haben. Dass wir Ängste haben, ist völlig normal, bekommen Leser*innen erklärt. Abschließend ruft es zum gemeinsamen Gespräch auf darüber, wovor das Kind Angst hat und welche Angst es vielleicht loswerden möchte.

Wichtig ist: Wenn sich unsere Kinder ängstigen, sollten wir das Ernst nehmen. Ängste sollten nicht verlacht, nicht veralbert oder ignoriert werden. Wie auch bei anderen Gefühlen lernt das Kind gerade, wie es mit ihnen umgehen kann und dafür braucht es noch unsere Unterstützung. Wir können Traumfänger basteln, auf Monstersuche gehen oder ein Monsterspray nutzen, um sie fernzuhalten. Gleichzeitig können wir unseren Kindern versichern und zeigen, dass wir da sind, Schutz geben und bei allen Ängsten Ansprechpartner*innen sind. Bücher können ein Anlass sein, um über Ängste zu sprechen und Ideen zu finden, damit umzugehen.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die vorgestellten Bücher sind Rezensionsexemplare (Millie und das Einschlafmonster + Knietzsche und die Angst) oder selbst gekauft (Warum Monster Zähne putzen + Monsta)

Bücher über Vielfalt in Rollen und Gesellschaft

Unsere Kinder wachsen in eine Gesellschaft hinein mit vielen verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit Menschen unterschiedlicher Religionen, unterschiedlichem Aussehen. Sie wachsen in eine Gesellschaft, in der es ganz verschiedene Familienmodelle gibt und in der wir immer mehr darauf achten, dass alle Menschen mit ihren individuellen Hintergründen, Temperamenten und Geschichten hier leben. Das war nicht immer so und manchmal ist es gut, Klischees in Ruhe zu besprechen und anhand eines Buches gemeinsam zu reflektieren.

Kinderbuch „Irgendwie Anders“

Irgendwie Anders

Irgendwie Anders (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) war das allererste Buch, das ich über das „anders sein“ jemals gesehen habe. Damals hatte ich noch keine eigenen Kinder und bin in einem Kindergarten auf dieses Buch gestoßen. Im Rahmen einer Qualitätsuntersuchung in der Kita sollte auch im Bücherregal nachgesehen werden, ob es auch Bücher gibt, die die Vielfalt der Gesellschaft in Rollen etc. abbilden. Ich habe es sofort ins Herz geschlossen und mir vorgenommen: Sollte ich jemals eigene Kinder haben, werde ich dieses Buch in unser Regal stellen. Viele Jahre später fand ich es auf einem Flohmarkt, erinnerte mich und nahm es mit.

„Irgendwie Anders“ wohnt allein auf einem Berg. Eigentlich möchte „Irgendwie Anders“ gerne Freunde haben, aber irgendwie passen die Wesen im Umfeld einfach nicht: Sie spielen anders, essen anders, malen anders… Irgendwie Anders ist allein. Bis es an der Tür klopft und dort „Etwas“ steht. Im Gegensatz zu Irgendwie Anders weiß Etwas gleich, dass die beiden etwas verbindet – sie sind anders. Es braucht einen Moment, bis Irgendwie Anders das versteht und in Etwas einen Freund findet, der auch irgendwie anders ist als Irgendwie Anders, aber dennoch zu ihm passt. Es ist ein wirklich schön gezeichnetes und sanftes Buch, um mit kleineren Kindern über das Anderssein zu sprechen.

Kinderbuch „Das kleine Blau und das kleine Gelb“

Das kleine Blau und das kleine Gelb

Ein Buch schon für kleinen Kinder ist „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Leo Lionni. Es passt aus mehreren Gründen in diese Reihe der Bücher, denn in dem Buch geht es um das kleine Gelb und das kleine Blau, die Freunde sind. In der gesamten Geschichte gibt es keine Geschlechtszuweisungen, das Kind kann ganz allein festlegen, welche Farbflecken wen symbolisieren. Darüber hinaus geht es aber in dem Buch um das Gleich- und Anderssein: Denn als das kleine Blau und das kleine Gelb sich vor Freude umarmen, werden sie zusammen grün. Aber so passen sie gar nicht mehr in das Zuhause des Blaus und Gelbs, die sie so erst einmal nicht erkennen und erst nachdem die Kinder geweint und sich so getrennt haben, ihre Kinder verstehen und dann selber erfahren, was sich verändert, wenn man sich verbindet.

Kinderbuch „Sigurd und die starken Frauen“

Sigurd und die starken Frauen

Im Buch „Sigurd und die starken Frauen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) von Jutta Nymphius und Volker Fredrich geht es um Familienmodelle und Rollenverteilung. Ausgang der Geschichte ist die tatsächlich auf Tatsachen beruhende Erkenntnis, dass ein Wikingergrab lange als Grab eines Kriegers betrachtet wurde und sich kürzlich herausstellte, dass dieses Grab eigentlich einer KriegerIN gehört (diese Geschichte findet Ihr auch in meinem neuen Buch Mutter.Sein). Die Frage, die im Kinderbuch dadurch aufgetan wird, ist die, wer eigentlich die Kinder betreut hat, wenn die Frauen als Kriegerinnen unterwegs waren. Im Buch wird davon ausgehend beschrieben, dass bei den Wikinger*innen eben die Männer mit den Kindern zu Hause blieben, sie trugen, bekochten und umsorgten. Aber so richtig zufrieden sind die Männer damit nicht und schließlich kommt es zu einer Diskussion: Einige der Kriegerinnen wollen nämlich auch gar nicht Kriegerinnen sein, sondern lieber im Dorf bleiben. Und einige Dorfbewohner wollen lieber Krieger sein. Alles wird also besprochen und schließlich bunt gemischt nach den Vorlieben der einzelnen Menschen. Und wenn Vater und Mutter beide mit dem Schiff losfahren wollen, dann bleibt das Kind bei Freunden im Dorf.

Eine lustige und bunte Geschichte über Rollenverteilung und Zuwendung. Und dass Kinder natürlich auch im Bett ihrer Väter nachts Zuflucht finden können. Ein wenig schade ist, dass die Väter, die ja eigentlich für die Mütter stehen, anfangs sehr klischeehaft dargestellt werden, aber die Geschichte ist insgesamt lustig und lädt zum Nachdenken ein über die Rollenverteilung in der eigenen Familie, wie auch zum Gespräch mit Kindern.

Kinderbuch „Was ist, wenn man anders ist“

Wie ist es, wenn man anders ist?

Was sind Ungerechtigkeiten und wie sehen die in unserer Gesellschaft aus? „Wie ist es, wenn man anders ist?“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) beschäftigt sich mit dieser Frage für Kinder ab 5 Jahren. Hier geht es um Rassismus und Intoleranz: Überall auf der Welt gibt es unterschiedliche Menschen, aber manche werden unfair behandelt, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder aus einem anderen Land kommen. Kinder bekommen erklärt, was Intoleranz meint, woher Vorurteile kommen und warum es gemobbten Kindern in der Schule nicht gut geht. Das Buch zeigt auf, warum Menschen fliehen und wie wir im Alltag mit Unterscheidlichkeit umgehen sollten.

Es ist keine bunte Geschichte, sondern ein sachliches Buch, das ganz konkret älteren Kindern Begriffe erklärt und im Schlussteil noch Internetseiten empfiehlt für weitere Informationen. Ein gutes Buch, um mit größeren Kindern im schulalter über diese Themen zu sprechen und Begriffe aufzuarbeiten.

„Stories for Kids who Dare to be Different“ und „Stories for Boys who Dare to be Different“

Die Geschichten der anderen

Das erste Buch dieser Art, das ich für meinte Tochter gekauft habe, war „Good Night Storys for Rebel Girls“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel), später kamen als Geschenke von Freund*innen noch „Stories for Boys who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) dazu und „Stories for Kids who Dare to be Different“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). In allen Büchern gibt es Portraits von Personen, die eigene Wege gegangen sind und sich gegen Ansichten anderer oder Rollenvorgaben durchgesetzt haben: mutige Geschichten, lustige Geschichten – auf jeden Fall regen alle von ihnen zum Nachdenken an und sind für Gespräche geeignet. Vielleicht nicht unbedingt als Gute-Nacht-Geschichten, denn teilweise gibt es längeren Redebedarf.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Die vorgestellten Bücher haben wir selbst gekauft oder von Freund*innen geschenkt bekommen.

Kooperatives Brettspiel: Hanni Honigbiene

Rezensionsexemplar*

„Meine ersten Spiele: Hanni Honigbiene“ (Amazon** | Buch 7** | Hersteller) beinhaltet zwei kooperative Würfelspiele für Kinder ab 2 Jahren. Im Sinne der Kooperation geht es in diesem Spiel darum, gemeinsam auf ein Ziel hin zu arbeiten. Es wird nicht gegeneinander, sondern miteinander gespielt.

Variante 1

In der ersten Spielvariante fliegt Hanni Honigbiene über die bunte Blumenwiese von einer bunten Blüte zur nächsten, bringt den Nektar zum Bienenstock, wo er zum Honig wird und schließlich ein Honigglas befüllt. Ziel ist es, gemeinsam das Honigglas zu füllen und hoffentlich so viele nicht verwelkte Blumen anzufliegen, dass das Glas voll werden kann.

Reihum wird gewürfelt: Die gewürfelte Farbe wird benannt und dann die dazu passende Blüte ausgesucht. Hanni Honigbiene fliegt zur Blüte, die dann in den aufgestellten Bienenstock geworfen wird und durch den unteren Schlitz mit der Rückseite, die einen Honigtropfen zeiht, heraus fällt. Dieser Honigtropfen wird dann in das Glas gegeben. Wird allerdings die verwelkte Blüte gewürfelt, muss eine Blütenkarte aus dem Spiel genommen werden. Passiert das zu oft, kann nicht genug Honig gesammelt werden.

Variante 2

Die zweite Spielvariante ist eine Art Memoryspiel: Hier werden die runden Plättchen mit dem Honigtropfen nach oben ausgelegt. Ziel ist es, die gewürfelte Farbe aufzudecken und die entsprechende Blüte dann in den Honigstock zu stecken, um dann mit dem Honigtropfen wieder das Glas zu befüllen. Auch hier kann wieder die verwelkte Blüte gewürfelt werden, was zum Ausscheiden eines Plättchens aus dem Spiel führt. Ziel ist es wieder, das Honigglas zu füllen.

Fazit

Beide Spielvarianten sind schön gestaltet und der aufgestellte Bienenkorb im Spielkarton lädt zum Spielen ein. Die Spieldauer ist ausreichend kurz, so dass ein zweijähriges Kind sich daran erfreuen kann und auch wenig komplex. Etwa 10 Minuten pro Spiel kommen zusammen. Die zweite Variante ist etwas anspruchsvoller, aber durch die geringe Anzahl an Blüten-/Tropfenplättchen (10 Stück) altersangemessen. Alle Spielmaterialien sind für Kleinkindhände ausreichend groß und auch stabil. Insgesamt ein niedliches erstes Brettspiel für kleine Kinder.

In der Spielanleitung findet sich noch eine Kurzinformation über Bienen für ältere Kinder. Prinzipiell lädt das Spiel dazu ein, sich mit dem Thema „Bienen“ zu beschäftigen oder das Spiel zu nutzen, wenn das Thema gerade aktuell ist, beispielsweise im Frühjahr. Passend dazu können Bücher über Bienen gelesen werden und im Frühjahr Blumensamen gesäht werden.

* Das Spiel „Meine ersten Spiele: Hanni Honigbiene“ wurde nach Anfrage als Rezensionsexemplar von der Firma Haba zur Verfügung gestellt. Die hier abgebildete Rezension spiegelt unsere persönliche Meinung wieder.
**Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen.

Kooperatives Brettspiel: Die Legende der Irrlichter

Rezensionsexemplar*

„Die Legende der Irrlichter“ (Amazon** | Buch 7** | Hersteller) ist ein kooperatives Brettspiel aus dem Hause Haba für 4 Teilnehmer*innen ab 6 Jahren. Gespielt wird auf einem interaktiven Spielplan mit LED-Labyrinth, betrieben durch Batterien.

Geschichte

Als Team geht es zusammen darum, das Schloss Luxantis von König Nachtula vor den Schattenwesen zu bewahren. Um die Schattenwesen zu besiegen, müssen im Lichterwald-Labyrinth verzauberte Gegenstände eingesammelt werden. Aber das ist gar nicht so einfach, denn die roten Irrlichter bringen die Gefährt*innen gerne vom Weg ab. Nur gemeinsam können alle Gegenstände eingesammelt und die Schattenwesen besiegt werden.

Spiel

Maximal 4 Spieler*innen können sich auf dieses Abenteuer begeben. Gemeinsam wird in der Spielfeldmitte gestartet von wo aus sich das Team aufteilen muss: Wer sammelt welche Gegenstände ein, damit die insgesamt 8 Schattenwesen, die sich auf Schloss Luxantis zubewegen, aufgehalten werden können? Jedes Schattenwesen zeigt auf der Schattenwesen-Karte, welche Objekte es aufhalten können. Gemeinsam muss sich also die Gruppe verständigen, wer welches Objekt einsammelt und in welcher Reihenfolge das sinnvoll ist. Die Spieler*innen spielen im Uhrzeigersinn: Jede*r kann die eigene Spielfigur in einer Runde maximal 5 Felder weit bewegen und würfelt abschließend. Der Würfel zeigt an, ob anschließend die rote Taste gedrückt werden muss (die gefährlichen roten Irrlichter leuchten auf und senden, wenn sich jemand auf ihnen befindet, denjenigen zum Start zurück), die blaue Taste mit den blauen Glühwürmchen den sicheren Weg anzeigt, der schwarze Wirbel die blauen und roten Glühwürmchen den Weg verändern lässt oder sogar ein Schattenwesen ein Feld vorrücken kann zum Schloss.

Das Spiel ist sowohl in der Komplexität als auch Geschichte herausfordernd und für Kinder, die es gerade gerne magisch mögen, passend. Der Schwierigkeitsgrad kann (und muss je nach Spieler*innenanzahl) angepasst werden: Sind es nur zwei Spieler*innen, ist es schwer, das gesamte Spielfeld auf der Suche nach den passenden magischen Objekten zu überqueren, um die Schattenwesen zu bekämpfen. Hier können daher dann einfacher zu besiegende Schattenwesen ausgewählt werden (die nur 1 oder 2 magische Objekte benötigen, um bekämpft zu werden). Wer es komplizierter mag, kann die schwereren Schattenwesenkarten einsetzen.

In einer großen Gruppe von vier Personen hat es hier besonders große Freude bereitet. Bei jeder Teamgröße ist es jedoch wichtig, gemeinsame Absprachen zu treffen, gemeinsam zu planen und wirklich miteinander zu spielen. Durch die Änderungen des schwarzen Wirbels wird das Spiel immer wieder spannend – solange auch ausreichend oft die Schattenwesenseite des Würfels gewürfelt wird und die Spielteilnehmer*innen auch gegen die Zeit spielen. Die roten Irrlichter sind nicht zwangsweise ärgerlich, wenn die Teammitglieder erkennen, dass ein rotes Irrlicht auch nutzbringend eingesetzt werden kann, weil so der Weg zur Spielfeldmitte verkürzt wird.

Fazit

Ein schönes Spiel für eine Gruppe, bei dem wirklich gut zusammengearbeitet werden muss und das auch für ältere Kinder spannend bleiben kann, wenn passend gewürfelt wird. Die LED-Lichter sind dabei natürlich ein Highlight und geben dem Spiel einen besonderen Zauber.

Schade ist, dass die magischen Objekte auf den Schattenwesenkarten sehr klein abgebildet sind und bei voller Besetzung des Spiels nicht von jeder Position gleich gut erkannt werden kann, welche magischen Objekte für welches Schattenwesen eingesammelt werden müssen. Da sie sich auch ähneln, kann es zu Verwechslungen kommen.

Insgesamt aber ein schönes Spiel, das durch die Veränderungen immer wieder neu gespielt werden kann.

* Das Spiel „Die Legende der Irrlichter“ wurde nach Anfrage als Rezensionsexemplar von der Firma Haba zur Verfügung gestellt. Die hier abgebildete Rezension spiegelt unsere persönliche Meinung wieder.
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Kooperatives Brettspiel: Einhorn Glitzerglück

Rezensionsexemplar*

„Einhorn Glitzerglück: Eine Party für Rosalie“ (Amazon** | Buch 7** | Hersteller) ist ein kooperatives Lauf- und Sammelspiel aus dem Hause Haba für Kinder ab 4 Jahren. Als kooperatives Spiel geht es hier darum, als Gruppe gemeinsam ein Ziel zu verfolgen – es wird also nicht gegeneinander gespielt, sondern miteinander.

Geschichte

Einhorn Rosalie ist neu im Wolkenland, weshalb die Einhörner Glitzerglück, Sternenstaub, Wunderblume und Zauberwirbel eine Willkommensparty veranstalten wollen. Dazu müssen alle Freund*innen gefunden und zur Partywolke gebracht werden und auch alle Wolkenkristalle wollen eingesammelt werden bevor Rosalie auf der Partywolke eintrifft. – Die Partyvorbereitungen sind also der Haupthandlungsstrang des Spiels.

Spiel

Gemeinsam müssen also die Partygäst*innen gefunden werden, die sich auf den verdeckten Freunde-Plättchen auf dem Spielfeld befinden. Hier ist es gut, sich ein wenig anzusprechen: Wer geht wo entlang. Die Zusammenarbeit bestimmt das Spiel, denn es gibt ausschließlich das gemeinsame Ziel, alle Partyvorbereitungen abzuschließen, bevor Rosalie eintrifft (die immer eine Wolke weiter ziehen darf Richtung Partywolke, wenn ihr Bild gewürfelt wird). Ein gemeinsames Spiel, das spannender wird, je näher Rosalie der Partywolke kommt: Schaffen wir es, alle Vorbereitungen abzuschließen, bevor sie eintrifft?

Das Spiel ist ab 4 Jahren empfohlen, dementsprechend ist es nicht allzu komplex und auch die Spieldauer ist überschaubar für junge Kinder. Die Materialien sind gut auch für kleine Kinderhände nutzbar, das Spielbrett wird zusammengepuzzelt und auch die Partygäst*innen werden in das Spielbrett eingepasst sobald sie eingesammelt wurden. Die Geschichte erinnert ein wenig an den Spielklassiker „Mein erster Obstgarten“, ist aber ein wenig komplexer durch die verdeckten Partygäst*innen, die eingesammelt werden wollen und die Wolkenkristalle, die erdreht werden müssen.

Fazit

Ein schönes Spiel, das meine Söhne gerne spielen. In einigen Rezensionen wird bemängelt, dass Spiel und Verpackung sehr von der Farbe Rosa dominiert werden, aber wir haben keine Auswirkungen auf die Spielfreude festgestellt. Gerade für jüngere Kinder ist es ein schönes und nicht zu komplexes oder langes Spiel. Für Kinder im Schulalter ist es dann vielleicht etwas zu leicht, aber dennoch eine schöne Möglichkeit, damit ein älteres Geschwisterkind mit einem kleineren zusammen ein Brettspiel ohne gewinnen oder verlieren spielen kann, was ja sonst gerade bei jüngeren Kindern in der Autonomiephase nicht immer reibungslos verläuft. Ein Spiel, das auch nach mehrmaligen Spielen immer wieder Freude macht und anders ist.

* Das Spiel „Einhorn Glitzerglück: Eine Party für Rosalie“ wurde nach Anfrage als Rezensionsexemplar von der Firma Haba zur Verfügung gestellt. Die hier abgebildete Rezension spiegelt unsere persönliche Meinung wieder.
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Kinderbücher aus Indien

Eine Kindheit ohne Bilderbücher? Unvorstellbar für mich. Schöne, gut illustrierte Kinderbücher sind in Indien allerdings gar nicht so leicht zu finden. Die Auswahl ist geringer, und gerade auch Geschichten indischer Autorinnen und Autoren sind eher rar. Gleichzeitig ist die Bedeutung, die ich Büchern beimesse, auch eine kulturelle Prägung. Ich kenne es eben so aus Deutschland. Dabei gibt es nach wie vor sehr viele Kinder auf dieser Welt, die mit wenigen oder keinen Büchern aufwachsen.

Und es gibt ja  auch andere Möglichkeiten, Geschichten mit Kinder zu teilen! Von unserer Nachbarsfamilie weiß ich, dass weniger vorgelesen, als erzählt wird: Dort erzählt der Papa abends die  Mahabharata, ein indisches Epos, zu dem auch die berühmte Weisheitsschrift Bhagavadgita gehört. 

Und es gibt sie doch auch hier, die wunderbaren Kinderbücher! Beim Verlag Tara Books habe ich eine ganze Reihe außergewöhnlicher Funde gemacht, von denen ich eine kleine Auswahl vorstellen möchte. Einige der Bücher gibt es sogar auch auf deutsch, denn der Tara Verlag ist weit über die Grenzen Indiens hinaus bekannt und beliebt. Auch die Herstellung der Bücher ist bemerkenswert: Die Illustrationen und Geschichten stammen teilweise von Künstlerinnen und Künstlern aus dem ländlichen Indien, deren Kunst sonst kaum über ihre Dörfer hinaus wahrgenommen wird. Gedruckt werden viele der Bücher in der hauseigenen Siebdruckwerkstatt.

In einem indischen Dorf

So sehr Indiens Städte boomen und modernisiert werden – das traditionelle Leben auf dem Dorf ist nach wie vor noch sehr verbreitet. Davon wird in diesem Buch erzählt. Hier gibt es soviel zu entdecken, dass man sich an Wimmelbücher erinnert fühlt. Jede Seite ist von einem kurzen erklärenden Text begleitet, der einen kindgerechten Einblick in indische Lebensweisen auf dem Dorf bietet. Ein spannender Einblick in eine ganz andere Lebenswelt. Gemalt ist dieses Buch, das sich Seite um Seite der Länge nach ausklappen lässt, im Malstil der bengalischen Patua. Von Rohima Chitrakar und V. Geetha. Ab 6 Jahre.

Sun and Moon

Dieses Buch enthält Erzählungen und Bilder von Sonne und Mond, gemalt in verschiedenen kunsthandwerklichen Traditionen von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Regionen Indiens. Erhältlich ist das Buch zwar nur auf English, doch der Text beträgt nur wenige Zeilen und ist leicht zu übersetzen. Die Bilder sind wunderbar anzusehen, wie eine Meditation für Kinder und Erwachsene über die natürlichen Rhythmen, in die unser Leben eingebettet ist: „The sun gives birth to life and the moon gives rise to time“. Lesealter: 6-9 Jahre. 

Wasser 

Dieses Buch berührt mich sehr, weil es ein wirklich großes Problem aufgreift. Sauberes Wasser gehört in Indien zu den kostbarsten Dingen überhaupt. Viele Menschen habe keinen Zugang dazu. In der Zukunft wird sich die Lage durch Klimawandel und hohen Wasserverbrauch weiter verschlimmern. Kein Thema für ein Kinderbuch? Tara Books hat es gewagt. 

In diesem Buch erzählt eine indische Künstlerin aus dem Stamm der Gond vom Leben auf ihrem Dorf. Von den wachsenden Schwierigkeiten, dort Wasser zu finden. Von der „Gier“ der Stadt, dem enormen Ressourcenverbrauch, der mit dem Leben dort einhergeht. Eingebettet in ihre Erzählung ist eine Fabel ihres Stammes über den Umgang mit Wasser. Darin geht es um die Grenzen der natürlichen Ressourcen, die wir respektieren müssen. Und darum, was geschieht, wenn wir das nicht tun. Es geht auch um die Ungerechtigkeit, dass für die Verschwendungssucht der Reichen die ohnehin schon Armen bezahlen müssen.

„Was kann ich tun, um die Leute dazu zu bringen, ihre Seite der Abmachung mit der Natur einzuhalten? Alles, was ich anzubieten habe ist…die Geschichte der Schwestern und den See.“ Dieses Buch gibt Menschen eine Stimme. Es erlaubt uns die Sichtweise der Menschen auf dem Dorf nachzuvollziehen. So können wir uns dem schwierigen Thema im Gespräch mit Kindern nähern. Wir können gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir mit Ressourcen umgehen und welche Konsequenzen das hat für andere. Sowohl Text und Thematik sind für ältere Kinder (ab 12), die Illustrationen aber sind auch für sich wunderbar zu betrachten und machen das Buch für alle Altersgruppen interessant. Von Subhash Vyam.

Ein indischer Strand

TaraBooks arbeitet nicht nur mit indischen Künstlerinnen und Künstlern, sondern mit Menschen aus aller Welt zusammen: Dieses Buch von einer Französin gestaltet, die einige Tage in Chennai am Meer verbrachte und dort verwundert feststellte, wie sehr sich ein Strand in Indien von einem in Europa unterscheidet. Wie das Leben am Strand aussieht, zeigt dieses Buch. Die Illustratorin fertigte zunächst Skizzen an, die sie dann in Linoldrucke übertrug. So entstanden schwarz-weiß-Bilder, die das lebendige Treiben am Wasser zeigen, bei Tag und bei Nacht. Das Buch ist voller kleiner Geschichten, aber ohne Text. Es hat jedoch Platz, um eigenen Text einzufügen oder die Bilder auszumalen. Das Buch ist so gestaltet, dass es aufgeklappt werden kann, aufgestellt wie ein Panorama oder wie ein Stern, oder auch ganz normal gelesen. Lesealter: 4-8 Jahre. Von Joëlle Jolivet.

Klopf! Klopf! 

Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein kleines Mädchen vermisst seinen Teddybär und macht sich auf die Suche. Alle Stockwerke des Hauses klappert es ab und entdeckt dabei ganz verschiedene Welten, Menschen und wundersame Dinge. Die Gestaltung des Buches stellt den Inhalt auf wunderbare Weise nach: Zimmer für Zimmer und Stockwerk für Stockwerk entfaltet sich das Haus, bis es in ganzer Größe vor uns liegt. Das Buch ist eine Anregung, Geschichten auf Papier auch anders zu erzählen und eine schöne Inspiration, mit älteren Kindern auch mal selbst Bücher zu basteln. Lesealter: 5-6 Jahre. Von Kaori Takahashi.

Wir werden mit unseren Kindern nicht mehr guten Gewissens kreuz und quer durch die Welt fliegen können. Aber wir können uns ein wenig Welt in die Kinderzimmer holen. Mit Büchern zum Beispiel. Denn eine Ahnung davon, wie Menschen anderswo leben, brauchen wir mehr denn je. 

Anka Falk hat einen Magister in Rhetorik und Pädagogik und ist Körperpsychotherapeutin, Coach und Dozentin. Von 2007-2017 arbeitete sie in Lehre und Forschung an einem experimentellen Design Institut in der Schweiz. Sie ist im Alter von 37 Jahren mit ihrem Mann nach Indien gegangen. Ihr Kind hat sie in Deutschland geboren, ist dann aber zurück gegangen nach Indien und berichtet von ihrem Alltag dort. Zudem bloggt sie auf ljuno.de und gibt einen Einblick in ihr Alltagsleben in Indien hier auf Instagram 

Die Bücher können im Online-Shop des Verlags (tarabooks.com) erworben werden. Sie werden nach Deutschland verschickt. Vielen Dank an Tara Books für die Bereitstellung von Rezensionsexemplaren. 

Gute Nacht Geschichten für kleine und größere Kinder

Gute-Nacht-Geschichten sind wahrscheinlich neben Schlafliedern eines der häufigsten Rituale beim Zubettbringen von Kindern. Nach nun nahezu 10 Jahren Begleitung von Kindern in den Schlaf haben wir im Laufe der Jahre einige Bücher gelesen. Manche wurden von Kind zu Kind weiter getragen und können nun schon nahezu auswendig erzählt werden. Sie sind schon ein wenig abgegriffen und die größeren Kinder sagen manchmal: Ach nein, das kennen wir schon! Und setzen sich dann doch wieder dazu und hören der Geschichte zu, die sie schon so viele Male vorgelesen bekommen haben.

Gute Nacht, Gorilla

„Gute Nacht, Gorilla“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist eines unserer liebsten Gute-Nacht-Bücher, das wir schon seit der Kleinkindzeit des mittleren Sohns haben. Die Zootiere in diesem Bilderbuch wollen nicht allein im Zoo schlafen und so schleichen sie sich gemeinsam bei der abendlichen Runde des Zoowärters durch den Zoo hinter ihm her bis zu ihm nach Hause in sein Schlafzimmer. Leider verraten sie sich und werden von der Frau des Zoowärters wieder zurück gebracht. Aber der kleine Gorilla und die Maus finden trotzdem ihren Weg ins Zoowärterbett. Unbedingt beachten: den kleinen rosa Luftballon suchen und die Anzahl der Personen am Fenster des gelben Hauses zählen.

Gute Nacht kleiner Löwe Emil

„Gute Nacht kleiner Löwe Emil“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) ist ein ruhiges Buch zum Einschlafen: Überall auf der Welt schlafen die Tiere bereits: die Katzenkinder, die Bären, die Kamele, die Koalas, die Robben, die Wölfe – nur der kleine Löwe Emil in der Savanne kann nicht schlafen. Aber Mutterlöwe hat eine Idee: Zähl doch mal die Sterne – und schon schläft auch der kleine Löwe ein. Ein unaufgeregtes Buch in Reimform für müde Kinder.

Mama, ich kann nicht schlafen

„Mama, ich kann nicht schlafen“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) lese ich den Kindern gerne vor, weil ich den Humor des Buches einfach mag: Die Mutter versucht ihr Kind ins Bett zu bringen, das aber noch nicht müde ist. Deswegen erzählt sie dem Kind, was die müden Tiere so tun: dieLeoparden, die sich auf den Baum zum Schlafen legen, die Störche, die auf einem Bein schlafen, die Fische, die mit offenen Augen schlafen… Das Kind nimmt das alles sehr wörtlich und probiert die Schlafgewohnheiten der Tiere aus, um jedes Mal festzustellen, dass es nicht klappt so und die immer müder werdende Mutter erklärt immer wieder „Jeder schläft anders“ und berichtet wieder von einem anderen Tier. Ein Buch, das gute Laune macht bei der Einschlafbegleitung und daran erinnert: Überall sitzen müde Eltern, die versuchen, ihre Kinder ins Bett zu bringen.

Herr Untermbett

Angst vor Monstern unter dem Bett? Wenn diese Phase ansteht, ist das Gute-Nach-Buch „Herr Untermbett“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) genau richtig: Tim wollte gerade einschlafen, als auf einmal Herr Untermbett auftaucht, der gerne auch im Bett mitschleifen möchte. Weil dieser aber schnarcht, braucht Tim seine Ohrenschützer und findet bei der Suche auf einmal die Monster Knitterich und Knüllerich in der Schublade, die dann auch gerne zu ihm ins Bett wollen. Aber damit nicht genug: von überall her tauchen kleine Monster auf und wollen mit ins Bett – bis Tim schließlich auszieht. Ein Buch, um einen anderen Blick auf Monster unterm Bett zu bekommen.

Mia schläft woanders

Über „Mia schläft woanders“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel) haben wir schon so viele Male gelacht mit den großen Kindern, die schon einmal woanders übernachtet haben. Denn Mia ist zum ersten Mal bei ihrer Freundin zum Übernachten und irgendwie ist es gar nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat: das Essen schmeckt nicht, sie muss auf der unbequemen Matratze auf dem Fußboden schlafen und dann träumt sie auch noch wilde Träume und verläuft sich, bis sie mit ihrer Freundin unter dem Waschbecken einschläft. Auf jeden Fall ist es kein Buch, das vor einem Übernachtungsbesuch gelesen werden sollte, denn es geht tatsächlich darum, dass Mia das Übernachten gar nicht toll findet. Aber für jene Kinder, die eben nicht gerne woanders übernachten oder das Übernachten woanders nicht schön fanden, bietet es einen Gesprächsanlass, um darüber zu reden und ihnen zu erklären, dass es auch andere Kinder gibt, denen es so geht und dass wir manchmal Dinge ganz anders wahrnehmen als sie sind.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

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Ideen für kleine Weltraum-Entdecker

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Das Thema „Weltraum“ ist bei uns seit einigen Monaten ganz bedeutsam. Nicht nur wurde mittlerweile ein Teil des Kinderzimmers schwarz gestrichen und mit Planeten versehen, der Weltraum beherrscht nun auch unser Bücherregal und die meisten Freispielzeiten. Wie es mit Kindern so ist, lerne ich beständig dazu: Wie lange es dauert, bis ein Sonnenstrahl um die Erde geflogen ist, wie lang eine Lichtsekunde ist und warum der Pluto nun doch kein Planet mehr ist.

Das themenzentrierte Bücherregal

Kinderbücher sind besondere Schätze und wir haben tatsächlich eine Vielzahl unterschiedlichster Bücher zu verschiedenen Themen wie den Jahreszeiten, Tod, Freundschaft, Geschwisterkinder (bekommen), Naturerlebnisse und eben auch eine ganze Reihe an Weltraumbüchern mittlerweile. Damit diese Menge aber nicht zu unübersichtlich und letztlich unbenutzbar wird, reduzieren wir die Bücher immer wieder, indem einzelne phasenweise weggelegt werden, die gerade nicht interessant sind. So ergeben sich immer wieder themenzentrierte Bücherregale wie unser aktuelles Weltraumregal.

In unserem Weltraumregal tummelt sich mittlerweile eine bunte Mischung an unterschiedlichen Büchern, die von uns Eltern gekauft, von den Kindern erworben oder von anderen geschenkt wurden. Das erste Buch, das Einzug gehalten hat, war „Wir entdecken den Weltraum„* aus der Wieso? Weshalb? Warum? Serie von Ravensburger: Ein Pappbuch mit vielen Klappen zum Entdecken und vielen spannenden kleinen Details über das Weltall, die Funktionsweise von Raketen und das Leben im Weltraum in einer Raumstation für Kinder ab 4 Jahre. Etwas anspruchsvoller für Kinder ab 7 Jahre ist „Professor Astrokatz Universum ohne Grenzen„*, in dem von Maus und Katze im Großformat schon komplexere Inhalte erklärt werden wie das Erdmagnetfeld, die einzelnen Planeten mit ihren Besonderheiten benannt werden und Sternenbilder gezeigt werden. Ein Buch, das wirklich schon in die Tiefe geht und viele Gesprächsanlässe bietet. Ein wenig zwischen diesen beiden Büchern befindet sich der „Kinder-Weltraumatlas mit Pop-up-Planeten„*. Hier ist wieder ein interaktiver Lesespaß zu finden, wenn sich das Sonnensystem auf der ersten Seite ausklappt und zu den einzelnen Themen noch extra Informationskarten aus den Seiten gezogen werden können, die alle Fakten enthalten, beispielsweise dass die Sonne einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern hat und eine Oberflächentemperatur von 6000°C. – Das Buch für Kinder ab 6 Jahren, die es genau wissen wollen. „Das Planetarium„* von Prestel für Kinder ab 8 Jahren bringt noch einmal viele besondere Details und Hintergrundwissen in Verbindung mit wirklich schönen, ästhetischen Bildern: Interessierte Kinder erfahren alles über das Sonnensystem, die Milchstraße, den Nachthimmel mit seinen Sternenbildern und auch über den Urknall das vermeintliche Ende des Universums. In der Komplexität der Sachverhalte auf jeden Fall ein Grundschulbuch, das aber auch Erwachsene auf eine spannende Reise mitnimmt und viele interessante Fakten präsentiert. Lesenswert und empfohlen ab 10 Jahre ist Lucy und Stephen Hawkings Buch „Der geheime Schlüssel zum Universum„*, eine Geschichte, die durch das Universum mit seinen Wundern führt. In die Geschichte sind viele spannende Fakten zum Universum eingebunden und das Vorlesen macht Freude.

Für den kreativen Umgang mit dem Weltraum gibt es „Mein Wisch-und-weg-Buch im Weltraum„* für Kinder ab 4 Jahren, in dem mit abwischbarem Stift kleine Aufgaben gelöst werden können. Hier ist das immer eine beliebte Beschäftigung auf längeren Reisen. Auch schön sind die „400 reusable stickers Space“, die Astronauten, Planeten, Raketen und Sonden enthalten.

Wer einen Kindergeburtstag oder eine Weltraumparty plant, kann Cupcakes und Kuchen mit  dem Dekoset Weltraum von Meri Meri* verzaubern: Astronaut, Sternschnuppe, Rakete und Planet verwandeln einfaches Gebäck in besondere Weltraumhäppchen. Die Dekoration ist viel zu schön zum Wegwerfen nach dem Essen und ziert bei uns im Anschluss die Wand, neben dem „Sternkarte“ Poster von Gretas Schwester und erweitert das Weltraumspiel.

Habt Ihr noch mehr Weltraum-Anregungen für Kinder? Dann teilt sie gerne in den Kommentaren.
Eure

 

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Welt retten und bei Amazon bestellen, passt das? Ehrlich gesagt: Nicht so richtig. Im Moment habe ich aber noch keine gute Lösung für alternative Einkaufsmöglichkeiten, die auch wirklich von Euch genutzt werden. Seien wir ehrlich: Oft geht man dann doch zu Amazon, um zu bestellen. Alternativ könnt Ihr die Produkte auch im Einzelhandel, in Buchhandlungen oder anderen Onlineshops erwerben.
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Herbstbücher für Kinder

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Der Herbst ist da und auch in unserem Bücherregal ist er schon angekommen. Passend zu jeder Saison werden die Bücher im Regal ausgewechselt und nun habe ich die Herbstbücher vom Schrank geholt und gleich wurden sie wieder angesehen, dabei hat sich das Interesse vom letzten Jahr verlagert: Waren die Bilderbücher im letzten Jahr noch attraktiv für den mittleren Sohn, ist er nun ganz begeistert von den richtig langen Geschichten und natürlich dem wunderbaren Herbstlied/-gedicht vom Herbst auf der Leiter. Auch so bemerkt man, wie die Kinder wachsen und größer werden. Im nächsten Jahr wird der Babysohn zum ersten Mal das Bilderbuch mit den Klappen im Herbst betrachten… Das sind unsere aktuellen Herbstlieblinge, die wir zum Teil auch schon recht lange haben: Weiterlesen