Monat: Januar 2018

Hudern – Über den Wert des Kuschelns im Elternbett

Sich in den Armen eines anderen Menschen geschützt, gewärmt und umsorgt fühlen. Positive Nähe zu einem Menschen, den wir mögen, kann so viel bedeuten, so viel geben. Nach einem langen, anstrengenden Tag voller Eindrücke, voller Erfahrungen und Erlebnisse kann es so wohltuend sein, sich in die Arme eines Menschen zurück zu finden und darunter Schutz zu finden wie unter einem großen Flügel, der einen von der Welt abschirmt. Weiterlesen

Ungeduld

„Beeil Dich doch!“, „Komm jetzt bitte mit!“, „Gib das mal her!“, „Mach das vorsichtig!“ – Wir alle kennen die Sätze der Ungeduld, wir alle sind als Eltern auch einmal ungeduldig. Wie so oft, sagt die Ungeduld aber eigentlich nicht aus, was unsere Kinder falsch machen oder besser oder anders machen sollten. Oft sagt die Ungeduld etwas über uns selbst aus und über unseren Blick auf das Kind oder unseren Alltag. Weiterlesen

Nachhaltig und sicher: Schulrucksäcke von ergobag {Werbung}

Schulrucksäcke sind die täglichen Begleiter unserer Schulkinder und müssen dabei viele verschiedene Aufgaben erfüllen: In erster Linie sollen sie ergonomisch und bequem sein, nicht zu schwer, alle notwendigen Materialien aufnehmen und sicher transportieren. Und schließlich sollen sie auch noch den Kindern gefallen – ein großer Anspruch. Darüber hinaus gibt es jedoch auch weitere Aspekte, auf die geachtet werden kann und die sich ergobag besonders vorgenommen hat: Nachhaltigkeit und Sicherheit. Weiterlesen

Zum ersten Mal Vater werden

Gerade wird ein Bekannter von mir zum ersten Mal Vater. Ich verfolge seine Tweets, seine Statusmeldungen auf Facebook. Ich bin gerührt von seinen Gedanken und Gefühlen. Ich bin berührt, wenn ich die Aufregung, die Vorfreude und die Liebe zwischen seinen Zeilen lese. Ich bin gerührt, weil dort Bindung entsteht. Gerade jetzt, in diesem Moment, in dem das Baby noch im Bauch der Mutter ist und sich das zarte Band ausbildet, das zwischen Eltern und Kind verläuft. Das zarte Band, das über die Zeit stärker wird, das auch mal gestrafft ist und dann wieder locker. Jetzt entwickelt es sich und ich wünsche, es wird stark und kräftig und bildet mit vielen anderen Bändern der Bindung einen Teppich, der dieses Kind ein Leben lang weich bettet. Weiterlesen

Wenn Temperamente in der Familie aufeinander treffen

Kinder sind keine zu füllenden Gefäße. Sei kommen nicht in unser Leben und wir „machen etwas“ aus ihnen. Wir verformen nicht, sondern begleiten sie auf ihrem Weg, denn jedes Kind kommt schon auf die Welt mit einem Wesen, einem Temperament. Dieses Temperament ist seine persönliche Art. Im Laufe der Zeit verändert es sich etwas durch die Erfahrungen, die das Kind im Laufe des Lebens macht und durch die Art, wie wir damit umgehen. Aber die Grundmelodie eines Menschen bleibt bestehen. Sein Temperament ist angeboren. Weiterlesen

Natürliche Babykleidung von Anfang an – Von Naturzwerge Kindermode

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Wenn wir an die erste Kleidung für unsere Kinder denken, sollten wir daran denken, woher sie kommen, welche Erfahrungen sie bislang gemacht haben und was sie brauchen. Nicht (nur) die Optik eines Kleidungsstückes sollte entscheiden, ob unser Kind es tragen kann und sollte, sondern vor allem die Passform und natürlich das Material, das die Haut unseres Kindes berührt.

Ist das Baby geboren, wird es zum ersten Mal in Stoff umhüllt. Zunächst mit einem Handtuch, das es warm und weich umgibt und später zum ersten Mal in Windeln und Kleidung. Nie zuvor spürte es Kleidung auf der Haut und all diese Reize sind neu: Fühlt sie sich warm oder kühl auf der Haut an? Kratzt ein Etikett auf der Haut, engt eine Hose am Bauch ein, ist eine Naht unbequem?

Aber nicht nur die Passform ist wichtig, sondern auch die verwendeten Materialien, Farben und Veredelungen: Nicht selten ist Kinderkleidung mit Schadstoffen belastet, die sich u.a. negativ auf das Immunsystem und die Fruchtbarkeit auswirken können, zu allergischen Reaktionen oder anderen Problemen führen. Daher ist es gut, auf die Textil-Siegel zu achten. Katrin Lange, Gründerin von Naturzwerge Kindermode, hat bereits in ihrem Bekleidungstechnik-Studium einen Schwerpunkt auf nachhaltige Fasern gelegt und ihre Diplomarbeit über den Anbau von kontrolliert biologischer Baumwolle geschrieben. In ihrem Shop verkauft sie daher nur Kinderkleidung, die über das GOTS Zertifikat verfügt (definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten Produktionskette und gleichzeitig Sozialkriterien), IVN BEST zertifiziert sind (Siegel mit höchsten Ansprüchen an textile Nachhaltigkeit und das maximal realisierbare Niveau) oder regional aus GOTS zertifizierten Stoffen hergestellt werden. Schon für die Kleinsten gibt es hier eine breite Palette an Produkten, die diese Kriterien erfüllen.

Verlosung

ein zauberhaftes Erstlingsset aus Katrins Shop könnt Ihr hier gewinnen:

  • Verlost wird ein Erstlingsset aus dem Sortiment von Naturzwerge Kindermode, bestehend aus einer Mütze von Reiff, einem Wickelbody von Pigeon, einer Mitwachshose von Fräulein Nachbar und einer Strickjacke von Sense Organics
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog
    Bitte kommentiert mit vollständigem Namen oder in anderer Weise individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Die Teilnahme beginnt am 11. Januar 2018 um 08:00 Uhr und endet am 11. Januar 2018 um 24 Uhr (Teilnahmeschluss). Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 12. Januar 2018.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar zur Teilnahme benachrichtigt. Schaut deswegen einfach wieder vorbei, ob Ihr ausgelost wurdet.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

Eure

 

Elterntränen

Wie viele Tränen habe ich in der Elternschaft schon geweint? Aus Erschöpfung, Wut, Überlastung, Glück, Trauer, Versagensgefühlen? Wie oft war ich wohl verzweifelt? Es sind so viele Momente, in denen die Tränen über meine Wangen gelaufen sind: bei den Geburten – aus Freude, Glück, Angst, Schmerz -, in der Zeit mit einem kleinen Baby – aus Überforderung, Müdigkeit, Erschöpfung, Liebe, Glücksgefühl -, in der Zeit mit größeren Kindern – aus Sorge, vor Lachen, aus Kummer, aus Überwältigung. Immer wieder gibt es diese Momente, in denen Tränen ihren Raum haben. Und ihn haben müssen, denn auch die Tränen gehören dazu. Ich erinnere mich daran, wie ich weinend am Fenster stand mit meinem schreienden Baby und nicht wusste, was ich tun soll, um es zu beruhigen. Erinnerungen an das Gefühl der Scham dabei, der Angst, der Überlastung, der Sorge. Ich erinnere mich an die Tränen der Erleichterung, nachdem mein Kind auf dem Schulweg verschwunden war und ich es wieder in den Armen hielt. So viel Liebe, so viel Angst.

Manches Mal habe ich mich geschämt für meine Tränen. War verärgert darüber oder besorgt. Vor den anderen Menschen, aber auch vor meinen Kindern. Durfte ich weinen? Durfte ich schwach sein? Sei es nicht meine Aufgabe, einen Plan von der Welt zu haben und voran zu gehen? Aber Tränen bedeuten nicht zwangsweise, den Weg nicht zu kennen. Sie bedeuten auch, dass der Weg gerade besonders ist: besonders schön oder besonders schwierig.

Wie oft reden wir davon, dass unsere Kinder frei sein sollen, dass sie fühlen dürfen und sollen und dass wir sie nicht einengen wollen mit in ihren Gedanken und Gefühlen? Wie oft erklären wir, wie wichtig es sei, dass Kinder getröstet werden müssen, um sich geborgen zu fühlen und versagen es uns selbst, weil wir nicht zeigen, dass wir gerade Trost oder Zuwendung brauchen?

Unsere Kinder haben nicht die Aufgabe, uns zu trösten. Sie sind nicht verantwortlich dafür, dass es uns besser geht. Den Rahmen für unser eigenes Wohlbefinden können wir nur selbst oder mit anderen erwachsenen Menschen gestalten. Aber unsere Kinder dürfen erleben, wie es uns geht, solange wir sie damit nicht verängstigen oder verstören. Wir müssen uns für Tränen nicht schämen. Tränen entlasten, wenn wir sie weinen, sie schwemmen Hormone aus unserem Körper, sie geben einem Gefühl ein Ventil. Wir können weinen und brauchen Menschen, die uns trösten. Anteilnahme, Verständnis, Hilfe, Mitgefühl. Wir müssen als Eltern nicht beständig nur „stark“ sein oder so erscheinen. Wir dürfen zeigen, dass auch wir schwach sind. Dass wir Hilfe und/oder Trost brauchen, annehmen und es uns danach oder damit besser geht. Wir dürfen zeigen, dass es gut tut, Hilfe einzufordern und anzunehmen.

So, wie ein Kind weinen darf und von uns Trost gespendet bekommt, dürfen auch wir Eltern weinen und Trost von anderen einfordern. Unsere nahe Umgebung ist dafür da, dies aufzufangen. Und sie kann uns auch das Feedback und die Unterstützung geben, wenn das Weinen sehr viel wird und wir vielleicht selbst noch nicht gemerkt haben, dass wir mehr Hilfe brauchen, als wir denken.

Eure

Das weinende Baby und die „Nimm-mich-hoch-Beinchen“

Während der Recherchen für mein neues Buch über viel weinende Babys, stieß ich kürzlich auf eine aktuelle Studie über Beruhigungsstrategien von Müttern: In einer vergleichenden Studie, an der 684 Frauen aus elf verschiedenen Ländern teilnahmen, wurde festgestellt, dass es ein kulturübergreifende gleiches Handeln bei Müttern gibt, wenn ihr Baby zu weinen beginnt: Sie nehmen es hoch, tragen es und sprechen mit ihm.  Weiterlesen

Willkommen, Selbständigkeit – Die „Ich will!“-„Ich will aber nicht!“ Zeit ist angebrochen

Die Selbstbestimmung und Selbständigkeit hat von Anfang an Raum im Wachsen eines Kindes. Jedes Kind braucht diesen Raum für die Entwicklung: Von Anfang an entscheidet es auch ein Stück weit selbst in aller Angewiesenheit auf den Erwachsenen: Es zeigt – je nach Temperament – seine Bedürfnisse an. Es wendet sich ab, wenn es nicht mehr spielen möchte, es fordert Nähe oder Ruhe ein durch die Signale. Wir nehmen diese Signale wahr und beantworten sie. – So jedenfalls in den ersten Monaten. Aber dann, irgendwann, kommt dieser Moment, in dem auf ein Signal des Kindes unsere gewohnte Antwort irgendwie fehl schlägt. Es scheint, wir haben es falsch verstanden. Oder die falsche Antwort. Oder es gibt aktuell keine richtige Antwort auf das eigentlich bekannte Signal. Das ist der Moment, in dem klar wird: Es hat sich etwas verändert. Weiterlesen