Kategorie: Babyschlaf

Die ersten Nächte mit Baby und Geschwisterkind

In der Schwangerschaft bereiten sich Eltern oft schon auf viele Themen vor – und bei jedem weiteren Kind wissen sie mehr, was wichtig und was weniger wichtig ist. Dennoch sind die ersten Tage mit einem neuen Kind immer wieder neu und anders und gerade dann, wenn schon größere Geschwister da sind, müssen sich nicht nur Eltern und Kind finden, sondern auch das große Geschwisterkind einen neuen Platz einnehmen. Gerade die Routinen des Alltags ändern sich, wenn auf einmal wieder ein Baby im Haus ist. Diese Routinen und Rituale betreffen sowohl Morgenroutinen, Pflege, das Einnehmen von Mahlzeiten, als auch eben das Einschlafen und die nächtliche Ruhezeit. Gerade wenn das größere Geschwisterkind noch im Kleinkindalter ist, ist dies Nachtruhe oft ein schwieriges Thema und es kommt nicht selten zu Streit oder Problemen im neuen Alltag.

Das große, kleine Geschwisterkind

Betrachten wir also zunächst das große, kleine Geschwisterkind: Auch im Kleinkindalter ist der Schlaf noch nicht wie bei einer erwachsenen Person und gerade jetzt, wo das Kind selbständiger wird, sich weiter fortbewegt und andere Zusammenhänge denkt, wird das Einschlafen manchmal zum Problem: die Fantasie lässt wilde Tiere unter dem Bett wohnen oder Monster. Auch Albträume können Kindern Angst vor dem Einschlafen machen. Wann Kinder allein einschlafen, ist ganz unterschiedlich. Dass sie aber im Kleinkindalter noch nicht allein einschlafen wollen, ist recht weit verbreitet. Und selbst wenn das Einschlafen allein funktioniert, kommen viele Kinder nachts doch noch zu den Eltern: im Alter zwischen 2-7 Jahren mindestens einmal pro Woche (siehe pdf).

Es ist also ohnehin recht normal, dass das große, kleine Geschwisterkind noch in den Schlaf begleitet werden will. Nun, in der neuen Situation mit Baby, stellt sich der Alltag neu um – eine Herausforderung für viele Kinder. Sie fordern aus ihrem Bindungsbedürfnis heraus jetzt Sicherheit, Schutz und Nähe der Bezugspersonen ein. Dies umso mehr in Situationen, die ohnehin schwierig sind, die ohnehin noch nicht leicht bewerkstelligt werden können. Gerade jetzt wollen sie noch mehr sichergehen, dass wirklich alles gut ist.

Wechsel der Einschlafbegleitung – oft schwierig

In vielen Familien erleben Kinder in den ersten Jahren immer gleiche oder sehr ähnliche Zubettgehroutinen: Oft bringt ein Elternteil das Kind ins Bett, liest noch etwas vor, bleibt dabei, bis das Kind schläft. Oft sind es die Mütter, die diese Aufgabe übernehmen. Ist ein neues Baby auf einmal da, wird in diesem Fall oft gewechselt: Auf einmal bringt der andere Elternteil das größere Geschwisterkind ins Bett. Was Erwachsenen als ganz logische Idee erscheint, ist es für Kinder nicht zwangsweise auch. Sie bilden oft eine Bindungshierarchie aus: Die Person, die das Kind am häufigsten und/oder bedürfnisorientiertesten begleitet, steht in dieser Hierarchie ganz oben und wird in erster Linie zur Bedürfniserfüllung eingefordert – auch wenn die andere Bezugsperson anwesend und verfügbar ist. Wechseln nun „einfach“ die Bezugspersonen, auch wenn der andere Elternteil auch geduldig vorliest, da bleibt, die Hand hält etc., ist das für das Kind nicht dasselbe wie zuvor. Es möchte am alten, Sicherheit gebenden Ritual festhalten.

Das große Geschwisterkind ins Bett bringen

Hilfreicher als ein Wechsel beim großen Geschwisterkind ist es daher oft, wenn das größere Kind wie bislang begleitet wird und das Baby während der Einschlafbegleitung einen Wechsel erlebt: Es ist noch nicht so stark festgelegt wie das größere Kind und kann mit dem anderen Elternteil nun ein eigenes Ritual entwickeln. Vielleicht, indem es in dieser Zeit in der Trage bei einem Spaziergang getragen wird. Oder in einem anderen Raum mit dem anderen Elternteil kuschelt. Je nach Situation und Temperament/Bedürfnissen der Kinder können natürlich auch beide Kinder gleichzeitig in den Schlaf begleitet werden. Schläft das Baby regelmäßig früher ein, spricht natürlich auch nichts dagegen, es ruhig neben sich liegen zu lassen und dem größeren Kind eine Geschichte vorzulesen, sofern dies für das Geschwisterkind in Ordnung ist.

Platz für nächtliche Besuche

Schläft das größere Geschwisterkind schon in einem eigenen Bett, vielleicht sogar eigenen Zimmer, sollte bedacht werden, dass es nachts dazu kommen kann und einen sicheren Schlafplatz für sich, aber auch das neue Baby einnimmt. Das bedeutet, dass die Geschwister in der Babyzeit nicht nebeneinander im Familienbett schlafen sollten, sondern voneinander getrennt, da sich Kinder im Schlaf auf das Baby legen könnten oder durch Kuscheltiere oder Decken die Atmung des Babys behindern könnten. Ein sicherer Schlafplatz im Familienbett, der nur dem älteren Geschwisterkind gehört, wenn es nachts oder morgens dazukommen möchte, ist ein Signal des Willkommens und der Sicherheit.

Unruhe in der Nacht

Ist das größere Kind dann mit im Familienbett oder schläft angrenzend in eigenem Bett, sorgen sich viele Eltern, ob die Geräusche des Babys nicht den Nachtschlaf des größeren Kindes stören könnten. Auch hier ist es unterschiedlich und einige Kinder schlafen gut auch bei unterschiedlichsten Geräuschen, während andere schneller aufwachen. Bevor das gemeinsame Schlafen aber ausgeschlossen wird aus dem Gedanken heraus, das größere Kind könnte davon gestört werden, lohnt sich ein Versuch, ob es wirklich so ist oder der Vorteil der Nähe überwiegt.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Die Frage ist nicht „Wann schläft das Kind?“ sondern „Warum denke ich, es würde wie ich schlafen?“

Mit dem Schlaf der Kinder haben es viele Eltern ein Problem – nicht nur im ersten Jahr, wenn sich das Baby langsam umgewöhnt von dem Erfahrungsraum im Uterus zu dem Leben in unserer Mitte und den Tag-Nacht-Rhythmus, sondern auch im zweiten Lebensjahr, wenn die Nächste noch immer unterbrochen sind, es schlechte Träume gibt, Zähne durchbrechen und die vielen Entwicklungen die Nachtruhe unruhiger werden lassen. Und selbst in den Jahren danach ist der Schlaf nicht immer ohne Unterbrechungen: auch da gibt es schlechte Träume oder den Nachtschreck, Angst vor Monstern oder Geistern unter dem Bett oder Wachstumsschmerzen.

Und die Eltern sind müde und erschöpft und denken sich so manches Mal: „Wann schläft das Kind denn nun endlich?“ oder „Kann es nicht einfach schlafen so wie ich?“ – Das Problem, das sich aber immer wieder auftut, ist das Unverständnis gegenüber den kindlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Denn Kinder schlafen nicht aus bösem Willen heraus anders, wachen nachts nicht auf, um uns zu ärgern und kommen auch nicht ins Elternbett gekrabbelt, um uns aufzuwecken. Sie tun all das, was sie eben einfach Kinder sind und nicht anders können.

Was uns hilft in schlaflosen Zeiten

Was uns hilft in all den Jahren, in denen unser Schlaf anders ist als zuvor, in denen wir in Stundentakten aufwachen, oder nachts noch einmal aufstehen müssen, um ein Kind zur Toilette zu begleiten oder durch einen schrillen Kinderschrei aus dem Tiefschlaf gerissen werden, ist natürlich zunächst, dass wir darauf schauen, wie wir selbst genügend Schlaf bekommen können, indem wir uns mit einem anderen Elternteil die Zeiten und die Verantwortlichkeit aufteilen oder – sofern dies nicht möglich ist – tagsüber unseren Schlafbedarf decken können. Hilfe und Unterstützung sind in so vielen Situationen die ersten Maßnahmen, an die wir denken sollten.

Und im zweiten Schritt ist die Anpassung unseres Denkens wichtig: Wir denken so oft negativ von unseren Kindern. Oder denken, dass wir sie nur irgendwie dazu bewegen müssten, so zu schlafen, wie wir es tun. Wahrscheinlich haben wir einfach noch nicht den richtigen Trick gelesen! Oder das richtige Rezept gefunden! Es muss doch eines geben.

Die Wahrheit aber ist: Das wirkliche Geheimrezept ist es, zu verstehen, wie das Kind ist und was es braucht. Der Versuch der reinen Anpassung an unseren Erwachsenenschlaf führt in den meisten Fällen nicht zu Erfolg. Jedenfalls nicht ohne Verluste von Entspannung und Vertrauen, wenn wir das Kind unter Druck setzen und Dinge fordern, die es eigentlich noch nicht erbringen kann. Wir denken von unseren Kindern so oft als kleine Erwachsene, als Miniaturausgaben, die sich unserem Leben anpassen könnten/würden/müssten. Aber Kinder sind Kinder.

Es ist normal…

Es ist normal, dass ihr Schlaf noch anders ist als unserer. Es ist normal, dass sie Nähe brauchen von uns Erwachsenen, die ihnen Schutz und Wärme bieten in der Nacht. Es ist normal, dass sie Angst haben vor der Dunkelheit, denn sie wissen noch nicht, dass Nächte sicher sind und sie behütet hier bei uns schlafen können. Es ist normal, dass sie nachts aufwachen und unsere Nähe suchen, wenn ein Alptraum sie erschreckt hat und sie ihn nicht einordnen können. Es ist normal, dass sie manchmal eben doch nochmal Hunger oder Durst haben oder nochmal auf Toilette müssen, weil sie es noch nicht richtig einschätzen können. Es ist normal, dass sie eben einfach Kinder sind. Und wir ihre Eltern, die sie annehmen, schützen und behüten. – Und die auch wieder andere Nächte haben werden, wenn die Kinder soweit sind.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Foto: Katja Vogt

Einschlafrituale als Brücke zum Schlaf für Babys und Kleinkinder

Und wieder ist es Abend und wieder stellt sich die Frage: Wie schläft das Kind ein? Muss es jetzt eigentlich schon allein einschlafen können? Und wenn nicht jetzt, wann dann? Wie lange werde ich hier liegen/sitzen/stillen, damit das Kind in den Schlaf findet? Und warum erzählen die anderen eigentlich, dass bei ihnen alles ganz anders läuft?

Schau auf dein Kind

Bei allen Gemeinsamkeiten, Durchschnittswerten und Studien zum Schlaf und insbesondere zum Schlaf von Kindern ist es dennoch so, dass Schlaf und besonders das Einschlafen viele individuelle Komponenten hat. Manche Kinder schlafen leichter allein ein, anderer schwerer. Manche Kinder brauchen länger eine Einschlafbegleitung, manche kürzer. Manche Kinder kommen gut zur Ruhe im engen Körperkontakt, manchen reicht die Stimme einer Bezugsperson oder eine Berührung. Wir sollten uns weniger mit den anderen Kindern und ihren Gewohnheiten beschäftigen und mehr das Kind sehen, das sich direkt vor uns befindet: Was ist es, was dieses Kind beruhigt? Was hilft diesem, meinem Kind, in den Schlaf zu finden? Und auch: Was ist es bei diesem Kind, während ein anderes meiner Kinder vielleicht anders ist?

Der langsame Weg in den Schlaf

Während Babys oft einfacher den Weg in den Schlaf finden, ist es bei Kleinkindern manchmal schwieriger. Wir merken: Das Kind ist müde. Aber es findet nicht hinein in den Schlaf, will noch hier entdecken, da spielen oder noch eine Geschichte erzählen oder vorgelesen bekommen. Wie so oft merken wir auch hier: Es geht um Entwicklungsressourcen. Das Kleinkind möchte noch weiter lernen, erfahren oder fordert nach einem langen Tag noch Beziehung und Zuwendung von Bezugspersonen ein. Aber auch Babys sind manchmal nicht einfach in den Schlaf zu begleiten. Hilfreich ist es deswegen, wenn wir unser Denken über das Einschlafen ändern: Einschlafen „passiert“ nicht von Jetzt auf Gleich, sondern ist ein Prozess, eine Entwicklung. Und diese braucht auch, dass die Rahmenbedingungen richtig und Bedürfnisse erfüllt sind: nach Wärme, Sättigung, Sicherheit, aber eben auch das Gefühl, dazu zu gehören und emotional gesättigt zu sein am Ende des Tages.

Wenn diese Grundbedürfnisse erfüllt sind, können wir sehen, wie wir das Kind in den Schlaf begleiten. „In den Schlaf begleiten“ zeigt uns bereits als Redewendung, dass es eine Begleitung ist über einen Zeitraum. Eine Ruhe, die sich nach und nach ausbreitet in den Abläufen, in den Aktivitäten. Ein Übergang vom aufregenden Tag in ein langsames Geschehen bis hin zur richtigen Ruhe. Und welches Ritual hier für diesen Übergang zum Beruhigen, zum Zur-Ruhe-Finden gut ist, entscheidet jede Familie für sich. Sie können unterschiedlich sein, diese Rituale. Vielen Kindern hilft Regelmäßigkeit, einige mögen aber auch einen Wechsel der Rituale.

Sanft in die Abendruhe überführen: das Bad

Auf viele Kinder hat ein entspanntes Bad am Abend eine beruhigende Wirkung. Manche aber werden dadurch auch eher aufgeregt und genießen das Spiel im Nass aufgeweckt. Hier muss entschieden werden, welcher Typ das Baby oder Kleinkind ist. Spezielle Badezusätze mit für Babys und Kleinkindern geeigneten (!) ätherischen Ölen können unterstützen, werden aber ein Kind, das durch das Bad eher angeregt wird, nicht müde machen. Außerdem ist ein tägliches Bad für die empfindsame Babyhaut nicht empfehlenswert, daher eignet sich das Bad nur bedingt als regelmäßiges Ritual für den Übergang.

Vor dem Schlafen: eine Massage?

Eine Massage ist Nahrung für Haut und Gefühlswelt: Bei der Massage sind wir mit dem Baby verbunden, achten auf die Signale des Babys und berücksichtigen diese, sind zugewandt und kommunizieren. Mit einem Öl können wir dabei die Haut pflegen und mit sanften und rhythmischen Streichbewegungen beruhigen. Dabei ist eine ganz konkrete Technik nicht unbedingt erforderlich: Streichbewegungen von der Körpermitte hin zu den Extremitäten entspannen eher. Wichtig dabei: Darauf achten, welche achtsamen Berührungen das Baby wirklich mag und mit welchem Druck dabei massiert werden kann: Manche Kinder mögen sanfte Streicheleinheiten, manche einen stärkeren Druck.

Einschlafstillen/-trinken

Es ist der Klassiker unter den stillenden Familien: Das Baby schläft an der Brust ein. Viele Babys tun das sehr lange sehr zuverlässig. „Einschlafstillen wirkt so zuverlässig wie eine Narkose“ schreibt dementsprechend auch Hebamme und IBCLC Anja C. Gaca: Das Kind ist im Körperkontakt, dadurch gewärmt, beruhigt vom Herzschlag und dem Rhythmus der Atmung, gesättigt und an der Nahrungsquelle, in Sicherheit gewogen und dazu mit schlaffördernden Inhaltsstoffen der Muttermilch versorgt. Ist Einschlafstillen schlimm? Nein, solange es für die stillende Person und das Baby in Ordnung ist, kann beruhigt in den Schlaf gestillt werden. Ist das Stillen als Brücke zum Schlaf nicht mehr gewünscht, braucht das Baby ein anderes Ritual, an das es herangeführt und dabei begleitet wird, bis es dieses übernommen hat. Praktisch ist, wenn das Baby nicht ausschließlich an der Brust einschläft, sondern auch andere Übergänge nutzt, die dann für die Umstellung herangezogen werden können. Dass das Baby erst einmal auf dem alten Ritual beharrt, ist normal. Mit einer beständigen und einfühlsamen Begleitung aber wird es an eine neue Möglichkeit herangeführt.

Auch Babys, die nicht an der Brust, sondern aus der Flasche trinken, nutzen dieses oft als Einschlafhilfe und die damit verbundene Bedürfnisbefriedigung auf vielen Ebenen durch Körperkontakt und Zuwendung. Auch hier gilt: Solange es in Ordnung ist, ist es ein schönes Ritual. Das Baby lernt hierbei aber insbesondere das Nuckeln als Brücke in den Schlaf kennen und wünscht sich dieses auch zukünftig beim Weg in den Schlaf. Viele Eltern sind davon irgendwann erschöpft. Fühlt es sich nicht gut an, kann ein anderer Übergang gesucht werden – oder schon früher das direkte Einschlafen nicht mit dem Nuckeln verbunden werden, sondern ein Zwischenschritt zwischen dem Trinken und Einschlafen eingefügt werden: Das Baby wird fast schlafend abgelegt und ohne Nuckeln weiter begleitet.. Wichtig ist dabei, dass – unabhängig ob Muttermilch oder künstliche Säuglingsnahrung – Babys oft noch lange nachts Nahrung brauchen, die Mahlzeiten also durchaus noch wichtig sind, wenn das Baby Hunger hat.

Wiegen und Tragen

Das Wiegen und Tragen sind ebenso wunderbare Einschlafrituale für den Übergang. Im Tragetuch, der Babytrage oder im Kinderwagen oder der Federwiege schlafen Babys durch den Rhythmus und die Bewegung – eine Erinnerung an die vorgeburtliche Zeit des Gewiegtwerdens zusammen mit dem Gefühl, sicher in der Nähe der wiegenden Bezugsperson zu sein.

Wie auch beim Ablegen beim Einschlafstillen gilt auch hier, dass sich das Baby erst dann aus der Trage heraus gut ablegen lässt, wenn es die erste Tiefschlafphase erreicht hat. Erst nach etwa 20 Minuten REM-Schlaf geht das Baby in den Tiefschlaf über und lässt sich so auch ablegen. Wird es vorher abgelegt, erschrickt es oft. Wiegen und tragen sind daher eine gute Methode, um in den Schlaf zu begleiten, aber können auch einige Zeit in Anspruch nehmen. Sie sind oft auch das Mittel der Wahl, wenn nach dem Einschlafstillen ein neues Ritual gesucht wird.

Im Bett: Singen und Erzählen

Ist die Zeit des Einschlafstillens oder -tragens vorbei, werden die Babys/Kleinkinder im Bett in den Schlaf begleitet. Einige Familien wählen dies auch gleich als Methode zur Begleitung, so dass das Baby von Anfang an das Bett als sicheren und beruhigenden Schlafort wahrnimmt, sofern es sich mit dem Einschlafen im Bett begnügt. Für all jene, die erst später im Bett das Einschlafen begleiten, bietet sich ein Übergang zwischen den beiden Phasen an: Ein Lied, das beim Einschlaftragen gesungen wird, kann dann auch im Bett gesungen werden und so an die Einschlafzeit erinnern. Manchmal gibt es auch Lieder oder eine Musik, die schon aus der Zeit im Uterus noch bekannt ist. Generell gilt: unsere Stimmen sind vertraut, schenken Sicherheit und das Gefühl, dass umsorgende Personen in der Nähe sind. Babys schlafen deswegen – anders als wir manchmal denken – gar nicht so gerne in der Stille, sondern bevorzugen normale Hintergrundgeräusche, die signalisieren: alles in Ordnung, die Familie ist da.

Wer bringt das Baby ins Bett?

Der- oder diejenige mit ausreichend Kraft und Ruhe bringt das Baby ins Bett. Unsere Kinder spüren sehr gut, wenn wir angespannt sind oder unruhig, weil wir keine Lust haben, nach einem ohnehin schon anstrengenden Tag auch noch zwanzig Minuten im Bett zu liegen beim Kind. Diese Anspannung überträgt sich und lässt auch das Kind unruhiger werden. Die Brücke zum Schlaf baut deswegen die Person, die dafür die notwendige Gelassenheit mitbringt. Dabei gilt aber auch: Rituale können zwischen Eltern unterschiedlich aussehen: Während das Baby bei einer Person in den Schlaf gestillt wird, wird es bei der anderen vielleicht getragen oder in den Schlaf gesungen. Es gibt kein Richtig oder Falsch in der liebevollen Begleitung, nur unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen.

Und wie sieht Euer Ritual aus?
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Weiterführende Literatur:
Mierau, Susanne (2016): Geborgen wachsen. Wie Kinder glücklich groß werden. – München: Kösel.
Mierau, Susanne (2017): Geborgene Kindheit. Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten. – München: Kösel.
Lüpold, Sibylle (2014): Ich will bei euch schlafen! (Ein-)Schlafen lernen mit Co-Sleeping. – Freiburg: Urania Verlag.
Renz-Polster, Herbert/Imlau, Nora (2016): Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten. – München: Kösel.

Wie Babys schlafen

Der Schlaf von Babys und Kindern ist eines der großen Themen in den ersten Jahren. Wir lesen davon, dass „Kinder schlafen lernen“ müssen, dass Schlaf wichtig sei für die Entwicklung und zu wenig Schlaf ungesund, wir stellen uns Fragen darüber, ob nun Mittagsschlaf wirklich wichtig ist, wenn wir abends doch gerne ein wenig Zeit für uns hätten ohne Kind. Wie also ist es nun mit dem Schlaf? Können oder müssen Kinder das lernen oder machen sie das von ganz allein? Und wie verändert sich das Schlafen im Laufe der Zeit?

Die gute Nachricht ist: Babys müssen nicht schlafen lernen, sie schlafen schon ganz selbständig von Anfang an. Die von vielen Erwachsenen allerdings als schlecht wahrgenommene Nachricht ist: Sie schlafen anders als wir. Und genau das bringt uns manchmal in eine Zwickmühle. Nach der Geburt hat das Baby erst einmal keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus: Schlafen und Wachen wechseln sich ab. Wie bei uns Erwachsenen ist auch schon für die Kleinsten der Schlaf wichtig, u.a. für das Gehirn und die Lernprozesse. Daher haben sie auch einen anderen Schlafrhythmus und eine andere Verteilung der Schlafphasen. Noch im Uterus besteht der Schlaf des ungeborenen Babys zu nahezu 100% aus REM-Schlafphasen, bei neugeborenen Kindern aus etwa 70%. Diese Schlafphase, in der die Augen sich unter den Lidern schnell bewegen (REM = Rapid Eye Movement) dient dem Gehirn zum Sortieren und Verarbeiten von Eindrücken – wir lernen, insbesondere auch emotionale Erlebnisse verfestigen sich hier.

Das Baby lässt sich nicht ablegen!

Vom Wachzustand geht das Baby zunächst in den REM-Schlaf über und dann in den Tiefschlaf: Viele Eltern wissen, dass sich das Baby, obwohl es doch gerade eingeschlafen scheint, nicht gleich ablegen lässt. Es erwacht sofort, wenn wir es ablegen, wenn es eine Diele knarzen hört oder sich die Situation in einer anderen Art für das Baby spürbar ändert. Und auch wenn uns Erwachsenen das oft als unpraktisch für uns selbst erscheint, ist es dieses Schlafverhalten für das Baby durchaus sinnvoll: Während dieser ersten Schlafphase ist es noch aktiv genug, um zu überprüfen, ob die Rahmenbedingungen für einen Schlaf wirklich gut sind, oder ob es nicht doch vorher noch einmal versorgt werden muss oder andere Rahmenbedingungen braucht, beispielsweise weil es zu kühl oder zu warm bekleidet ist, weil es spürt, dass es allein ist und dieses Gefühl seinem Bedürfnis nach Sicherheit widerspricht.

Das Baby wacht nachts auf!

Nach etwa 20 Minuten REM-Schlaf geht das Baby dann in den Tiefschlaf über: Nun lässt es sich ablegen. Nach einem Schlafzyklus von etwa 50 Minuten erwacht das Baby mehr oder weniger kurz, häufig zur Nahrungsaufnahme. Zudem überprüft es nun wieder, ob die Rahmenbedingungen weiterhin gut sind. Fühlt es sich beispielsweise schutzlos, wird es erwachen und weinen, um die Bezugspersonen zu sich zu holen. Auch bei einem Ausscheidungsbedürfnis erwachen die Babys oder werden unruhig. Wer das Baby abhält, merkt, dass es nach dem Ausscheiden wieder gut einschlafen kann.

Auch ältere Kinder und sogar wir Erwachsene wachen nachts auf – allerdings können wir selbständig wieder einschlafen und müssen (meistens) nicht durch eine andere Person wieder in den Schlaf begleitet werden, weil wir genug Erfahrungen im Laufe der Zeit gesammelt haben und wissen, dass wir an unserem Schlafort sicher sind. Auch verlängern sich im Laufe des Lebens die Schlafzyklen: Bei einem Erwachsenen dauern sie 90 bis 120 Minuten an – wir wachen also in späteren Jahren seltener auf pro Nacht.

Babys schlafen nicht durch – oder doch?

Dass Babys nicht in dem Sinne durchschlafen, wie wir von durchschlafen denken, ist also ganz normal. Die Gesamtschlafdauer bei Babys variiert stark: Neugeborene schlafen zwischen 11 und 20 Stunden am Tag, 6 Monate alte Babys zwischen 9 und 17 Stunden. Und auch nach der Babyzeit ist der Schlafbedarf noch unterschiedlich und einige Kinder brauchen noch länger einen Mittagsschlaf und andere hören früher damit auf. Mit „durchschlafen“ wird in der Regel ein Zeitfenster von 5 Stunden bezeichnet. Im ersten Jahr wachen viele Babys noch drei Mal und mehr nachts auf. Und selbst nach dem ersten Geburtstag schlafen Kinder noch nicht in dem Sinne durch, wie wir es uns oft wünschen würden.

Mit dem Babyschlaf umgehen

Dass Babys also so schlafen, wie sie schlafen, ist richtig und normal. Leider kollidiert es dennoch mit unseren erwachsenen Schlafgewohnheiten – und unseren Erwartungen hierzulande. Während in Costa Rica davon ausgegangen wird, dass Kinder etwa mit 3,5 Jahren durchschlafen, erwarten dies in Indien Eltern erst von 5jährigen. Zudem gibt es selbst in der voranschreitenden Entwicklung immer wieder mal Rückschritte in Phasen, in denen das Baby besondere neue Entwicklungen durchläuft und daher unruhiger schläft oder wenn es beispielsweise einen Infekt hat oder Zähne bekommt.

Wichtig ist daher: Den Schlaf des Babys so annehmen, wie er ist. Babys brauchen einfühlsame Begleitung und keine Schlaftrainings. Wichtig ist es dennoch, dass auch wir Erwachsene auf unsere Schlafbedürfnisse achten. Daher ist es gut, wenn sich Eltern abwechseln können, damit beide ausreichend Schlaf bekommen. Praktisch für ein gutes Schlafgefühl ist auch der so genannte „Ammenschlaf“: Schlafen Mutter und Baby in körperlicher Nähe (das Baby beispielsweise im Familienbett oder Beistellbett), nähern sich die Schlafphasen von Mutter und Kind an, wodurch die erwachsene Bezugsperson nicht aus dem Tiefschlaf gerissen wird durch das erwachte Baby, sondern oft kurz vor dem Baby erwacht, schnell auf die Bedürfnisse eingehen kann und dann selbst wieder schnell in den Schlaf findet. der Schlaf kann so erholsamer sein beim Co-Sleeping als bei räumlicher Trennung.

Wie geht es Euch mit dem Schlaf Eures Babys?
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Passende Bücher zum Thema:
Mierau, Susanne (2016): Geborgen wachsen. Wie Kinder glücklich groß werden. – München: Kösel.
Mierau, Susanne (2019): Mutter.Sein. Von der Last eines Ideals und dem Glück des eigenen Wegs. – Weinheim: Beltz.
Lüpold, Sibylle (2014): Ich will bei Euch schlafen! (Ein-)Schlafen lernen mit Co-Sleeping. – Freiburg: Urania Verlag.
Renz-Polster, Herbert/Imlau, Nora (2016): Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten. – München: GU.
Schwarz, Diana/Ludwig, Frauke (2018): Baby Basics. Alles, was ihr über euer Baby wissen solltet. – München: Kösel.

Das Baby lässt sich nicht ablegen – Wege zum gefühlt sicheren Schlafort

Endlich, endlich ist das Baby eingeschlafen. Nachdem es so lange getragen und gehalten wurde. Behutsam legen wir es ab, vorsichtig in das gemütliche, sichere Bett. Ganz langsam, damit es nicht aufwachen möge, schleichen uns hinaus und achtend darauf, dass keine Diele knarzt, wir nicht stolpern und das Kind aufwecken. Wir atmen kurz durch – und dann weint das Baby und ist doch wieder wach.

Zunächst ein Gedankenexperiment

Stellen wir uns einen Moment vor, wie wir warm und sicher einschlafen neben Partner oder Partnerin. Alles ist vertraut, gemütlich. Wahrscheinlich ist es auch dir schon passiert, dass du in der Nacht aufgewacht bist, du deine Hand ausgestreckt hast und eine Leere im Bett ertastet hast. Huch, wo ist denn…? Hast du wahrscheinlich kurz gedacht, die Geräusche aus dem Bad gehört und bist dann spätestens beim Zurückkommen wieder eingeschlafen. Nun stell dir vor, du erwachst plötzlich an einem anderen Ort als dem Einschlafort – allein. Deine Verunsicherung wird wahrscheinlich größer sein. Und dies, obwohl du ein erwachsener Mensch bist, der sich um sich selbst kümmern kann und befähigt ist, die Grundbedürfnisse selbst zu befriedigen.

Wenn Babys woanders aufwachen

Stellen wir uns nun das Baby vor, das im Körperkontakt auf dem Arm einschläft. Es fühlt sich sicher und geborgen. Hier wird es gewärmt und ist davor geschützt, allein liegend zu frieren. Hier wird es sanft gewiegt, eine Bewegung, die es kennt und die signalisiert: ein Mensch ist bei dir, der sich um deine Bedürfnisse kümmern kann. Es hört den beruhigenden Herzschlag, wenn es an die Brust eines anderen Menschen angelehnt ist. Vielleicht fühlt es sich auch der Nahrungsquelle nahe, wenn es gestillt wird oder weiß, dass es so im Arm liegend gefüttert wird, wenn es Hunger hat. Eine Umgebung also, die rundum geborgen ist und vielfach Bedürfnisse befriedigen kann.

Erwacht es nun an einem anderen Ort, ist es verunsichert. Und mehr noch: Es kann noch nicht wie wir erwachsenen Menschen nachdenken und logische Schlussfolgerungen ziehen. Es denkt nicht: „Mama/Papa sind ja nebenan, sie brauchen wohl jetzt abends ein wenig Zeit für sich und haben mich hier sicher abgelegt.“ Es weiß nur: Es ist allein und als Lebewesen, das sich selbst nicht versorgen kann, das nicht einmal aufstehen und weglaufen kann, ist das Allein- und Wehrlossein gefährlich. Deswegen weint es, macht auf sich aufmerksam und erklärt damit, dass es schutzlos ist und Fürsorge braucht.

Das Baby versucht, die negative Erfahrung zu vermeiden

Das Baby wacht also auf, die Eltern beruhigen es wieder, legen es wieder ab, das Baby wacht wieder auf – ein Kreislauf entsteht. Jedes Mal wieder erklärt das Baby: Aber ich bin doch so sicher eingeschlafen, ich möchte weiterhin sicher sein. Und jedes Mal wieder erklären wir Eltern: Ich begleite dich in den Schlaf und du kannst doch hier sicher schlafen. Wir verstehen uns gegenseitig nicht. Ein Missverständnis, das auf beiden Seiten zu Frustration führt:

Die Eltern, die ihren gewünschten ruhigen Abend nicht finden. Das Kind, das auch vermeiden möchte, dass es wieder die negative Erfahrung macht, gefühlt unsicher aufzuwachen und deswegen zunehmend abends gegen das Einschlafen ankämpft. Für alle Beteiligten eine ungünstige Situation.

Was bedeutet das nun?

Familienleben bedeutet, die Bedürfnisse aller zu berücksichtigen und zu versuchen, sie ausgewogen zu gestalten. Es bedeutet, sich einander anzunähern von beiden Seiten. Die Fähigkeiten des Kindes, uns entgegen zu kommen, sind aber in den ersten Jahren sehr begrenzt. Aber dennoch sind sie da. In Bezug auf das Schlafen kann das nämlich bedeuten: Ich möchte in Deiner Nähe schlafen, aber das muss nicht im Bett sein.

Weichen wir doch einmal von unseren Gedanken ab, dass Menschen unbedingt in einem Bett schlafen müssen: Nehmen wir das schlafende Baby stattdessen einfach mit zu uns und lasses es auf unserem Schoß auf dem Sofa schlafen während wir lesen (und ja, selbst während wir einen Film sehen). Lassen wir es im Körperkontakt neben uns liegen, während wir noch eine Mail am Laptop schreiben auf dem Sofa. Oder verlegen wir unser Abendritual einfach in das Familienbett neben das Kind.

Das Kind darf sich darauf verlassen, dass das Bett der Ort ist, an dem es einfach nur zur Ruhe kommen kann, ein Ort, der immer gleich und sicher ist. Ist es müde, wird es dort behutsam abgelegt, vielleicht mit den immer gleichen Worten wie „Nun ist es Zeit zum Ausruhen, und du darfst in deinem Bett schlafen“. Auch das zum Einschlafen gestillte Kind kann mit diesen immer gleichen Worten abgelegt werden, die es beim Hinlegen noch hört.

S. Mierau „Geborgen wachsen“ S. 81f.

Um das Kind nicht zu verwirren durch den veränderten Schlafort können wir es nach und nach daran gewöhnen, dass das Bett ein sicherer Schlafort ist, in dem es einschlafen kann. Begleiten wir es dort in den Schlaf und beruhigen wir es auch dort zunehmend, wenn es erwacht, damit es erfährt: hier ist keine Gefahr, ich kann mich auch hier wieder entspannen. Nach und nach entwickelt sich dann eine Sicherheit und das Verständnis, dass das Bett auch ein sicherer Schlafort ist. – Und ansonsten probieren wir es mit all jenen Alternativen, die unseren Abend entspannen.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Schlafbedürfnisse – aus Elternsicht

Da liegt also das kleine Baby, so lieb und kuschlig in den Armen und schläft. Endlich. Die kleinen Augen sind geschlossen, der Atem geht ruhig. Und mit diesem langsamen Atem werden auch wir müde. Endlich. Aber das Baby will nicht abgelegt werden, wacht wieder auf bei jeder Bewegung. Und so tragen wir weiter trotz der Müdigkeit. Elternschlaf ist nicht einfach zu finden. Nicht am Anfang und auch nicht später, wenn das Baby Zähne bekommt oder Kleinkind nachts aufwacht, wenn es vom Nachtschreck geweckt wird und schreit. Auch in Krankheitsnächten, bei Veränderungen wird der Schlaf gestört und schließlich sitzen wir nachts wach und warten auf unsere großen Kinder, wenn sie die ersten Male nachts ausgehen. Als Eltern ist es nicht so einfach mit dem Schlaf.

Nicht schlafen – gehört doch dazu, oder?

Wir lesen es überall, hören es überall: „Schlaf wird überbewertet“ heißt es so oft aus Elternmündern. Aber stimmt das wirklich? Wir erklären Eltern so bereitwillig, dass Schlafentzug eben zum Kinderhaben dazu gehört und wir uns daran gewöhnen müssten. Aber vielleicht machen wir einen Denkfehler? Vielleicht haben wir uns daran gewöhnt, dass wir zu wenig Schlaf bekommen, dass wir müde sind, weil es anders nicht in unseren überfüllten Alltag passt. Aber vielleicht ist der Schlafentzug doch gar nicht so normal und richtig, wie wir annehmen.

Auswirkungen von Schlafmangel

Wir wissen es alle: Wenn wir nicht schlafen, sind wir müde. Aber das ist eben nicht alles, was der Schlafmangel mit uns macht. Und gerade in Hinblick auf das Zusammenleben mit Kindern ist es wichtig, dass wir den Schlafmangel einmal genauer ansehen: Schlafmangel wirkt sich nämlich auch auf unsere Beziehungen und unseren Umgang miteinander aus. Schlafen wir zu wenig, wirkt sich das in unserem Gehirn auf den Bereich aus, der uns die Absichten und Handlungen anderer Menschen verstehen lässt. Wir können uns weniger gut in unser Gegenüber hinein versetzen. Gerade das aber ist im Familienalltag mit Baby oder Kleinkind besonders wichtig: Um feinfühlig reagieren zu können, müssen wir Signale interpretieren und dann darauf reagieren. Das stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Schlafmangel führt im Gegenteil eher dazu, dass wir uns zurück ziehen.

Wir können dadurch auch eine gereiztere Grundstimmung haben, weil das Gefühlszentrum im Gehirn durch den Schlafmangel überreagiert. Wir sind gestresst, genervt, schimpfen eher, sind verärgert. Und gerade das ist etwas, was das Zusammenleben mit Kindern sehr schwierig macht. Wir reden immer davon, dass wir weniger schimpfen und entspannter reagieren wollen im Alltag mit unseren Kindern. Dafür ist es wichtig, dass wir unsere Grundbedürfnisse wie das Schlafbedürfnis erfüllen. Schlafmangel ist ein Nährboden für negative Interaktionen und Überforderung im Familienalltag, genauso wie Stress.

Manchmal kann der Schlafmangel auch wirklich gefährlich werden: Denn durch den Schlafmangel sind wir unkonzentrierter und unsere Reaktionsfähigkeit sinkt. – Auch dies sind Faktoren, die im Leben mit Baby und Kleinkind wichtig sind. Wenn wir vollkommen übermüdet sind und einschlafen, können wir zudem in einen so tiefen Schlaf sinken, dass wir nicht merken, dass wir uns im Schlaf auf das Baby rollen, denn starker Schlafentzug wirkt wie Alkohol. – Das Familienbett ist also bei sehr starkem Schlafentzug keine gute Idee. Besser ist das Baby dann im Babybalkon aufgehoben oder im Bett neben dem Elternbett.

Was tun gegen Schlafmangel?

Insbesondere Mütter leiden unter dem Schlafmangel – und zwar über viele Jahre hinweg. Das liegt nicht nur daran, dass sie das Baby nachts stillen oder füttern, sondern insgesamt an einer ungleichen Verteilungen von Aufgaben und zu wenig Selbstfürsorge. Für ein wenig Abhilfe vom Schlafmangel sorgt der so genannte „Ammenschlaf„: Schlafen Mutter und Baby beieinander, gleichen sich die Schlafzyklen an. Erwacht das Baby, werden wir deswegen nicht direkt aus dem Tiefschlaf gerissen, sondern aus der REM-Schlafphase. Können das Baby direkt im Bett versorgt werden (mit Nähe, Zuwendung oder Nahrung), müssen Eltern nicht aufstehen, wonach das Einschlafen oft noch schwerer fällt und die Schlafdauer kürzer wird. Es kann also durchaus helfen, dass Eltern und Kinder beieinander schlafen (wichtig dabei: auf eine sichere Schlafumgebung achten, um dem Plötzlichen Kindstod vorzubeugen).

Wichtig ist, dass (sofern vorhanden) beide Elternteile ausreichend Schlaf bekommen. Nicht nur der eventuell erwerbstätige Elternteil muss für den Alltag und die Arbeit ausgeruht sein, sondern auch der Elternteil, der den Tag mit dem Kind verbringt. Es ist daher wichtig, gemeinsam langfristig einen Plan zu entwickeln, wie der Schlaf für Eltern sichergestellt werden kann. Einige teilen die Nächte auf, andere achten auf Möglichkeiten des Schlafes am Tag, so dass ein Elternteil schlafen kann. Besonders schwierig ist es natürlich da, wo ein Elternteil zum Abwechseln fehlt. Hier braucht es Unterstützungsangebote, die tagsüber ein wenig Nachholschlaf ermöglichen.

Viele Eltern tappen allerdings auch in die Aufräumen-Falle: Wenn das Baby schläft oder gerade mit jemand anderem spazieren geht, wird lieber schnell hier aufgeräumt, noch eben die Wäsche erledigt oder das Bad geputzt. Das Ausruhen wird dabei ganz vergessen. Für einen entspannten Alltag sind die Ruhepausen – gerade in Hinblick auf die Beziehung – aber besonders wichtig, wie wir gesehen haben.

Was Eltern also wirklich brauchen: Schlaf. Und Möglichkeit, wie sie diesen Schlaf finden, denn dass Babys und Kinder nachts nicht durchschlafen, ist normal. Daran können – und sollten wir (durch so genannte „Schlaflernprogramme“) nichts ändern. Woran wir aber etwas ändern können und sollten sind die Anforderungen an Elternschaft (perfekt aufgeräumte Wohnungen neben dem Kinderumsorgen und andere Verpflichtungen, die vom Schlaf abhalten) und die Unterstützung für Eltern, dass sie gleichberechtigt Schlaf finden können.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Frag dich „Was“ statt „Wieviel“

Wieviel Nähe ist richtig, wieviel ist zu viel? Wieviel Schlaf ist richtig, wie wenig zu wenig? Wieviel Beikost ist richtig, wann ist es zu viel und wann zu wenig? In der Elternschaft beschäftigen wir uns fortwährend mit der Frage nach dem Maß: zu viel oder zu wenig – in allen Bereichen. Doch ist die Frage nach dem Maß eigentlich gar nicht die entscheidende Frage und versperrt uns auch den richtigen Blick auf das Kind.

Eltern auf der Suche nach Orientierung

In Zeiten der Orientierungslosigkeit ist es so hilfreich, harte Fakten zu haben, an denen wir uns festhalten können. Und „orientierungslos“ das sind wir manchmal, wenn die Elternschaft beginnt und dieser kleine, neue Mensch auf einmal in unseren Armen liegt. Oder wenn eine neue Aufgabe hinzu kommt, die uns bislang unbekannt war. Oder wenn wir auf der Suche sind nach anderen Wegen als denen, die wir selbst erlebt haben. All diese Situationen können uns hilflos machen und verstärken den Wunsch, sich an etwas festzuhalten, Regeln zu haben.

Regeln sind manchmal zu starr

Viele der festen Regeln versperren uns jedoch den Blick auf das Kind und die wirklichen Bedürfnisse: Wenn das Baby Hunger hat, möchte es nach Bedarf Nahrung erhalten – dies sowohl über die Brust, wenn es gestillt wird, als auch durch die Flasche, wenn es Premilch erhält. Anstatt uns an Uhrzeiten, Stillabständen oder Mengenangaben festzuhalten, ist es gut, die Sättigungszeichen im Blick zu haben: Die Frage ist: Hat mein Kind Hunger und wann nicht mehr anstatt zu fragen: Wieviel Hunger könnte es in Milliliter haben?

Wenn das Kind Nähe braucht, sollten wir uns als Eltern fragen: Wie kann ich meinem Kind Nähe gut vermitteln anstatt nach Regeln zu suchen wieviel Nähe Kinder wirklich brauchen – denn das Bedürfnis danach ist individuell: manche Babys und Kinder benötigen viel Nähe und längere Zeit noch mehr Sicherheit, um dann in die Abenteuer der Welt aufzubrechen und andere weniger.

Wenn das Kind müde ist, können wir uns fragen: Was braucht das Kind jetzt? Eine Ruhepause? Eine ausgedehnte Schlafzeit? Aber wieviel Schlaf ein Kind braucht, ist ebenfalls wieder äußerst individuell und schon früh gibt es Babys, die weniger Schlaf brauchen und solche, die mehr Schlaf brauchen. Wir machen es uns schwer, wenn wir versuchen, das Kind in einen Rahmen zu pressen, in den es vielleicht nicht passt: Weil es vielleicht abends früher oder später müde wird als andere Kinder, die wir kennen und morgens früher oder später wieder aufwacht. Oder weil es mehr oder weniger Schlafbedürfnis hat als andere Kinder in der Kita oder im Freundeskreis.

Jedes Kind sollte individuell betrachtet werden

Es ist gut, einige Orientierungen zu haben über die groben Bedürfnisse von Kindern. Darüber hinaus sollten uns Regeln und Rahmenbedingungen aber nicht den Blick versperren auf dieses einzelne Kind: Jedes Kind ist individuell, bringt ein eigenes Temperament mit ins Leben, eigene Bedürfnisse. Manche Kinder sind lauter, andere leiser. Manche brauchen sehr viel Körperkontakt, andere weniger. Manche sind zögerlicher, andere mutiger. Die großen Fragen der Elternschaft können wir immer mit der Frage beantworten: Was braucht mein Kind gerade? Nähe, Nahrung, Schlaf, Zuwendung, Spiel, Ruhe, Anregung,… Und dann können wir hinsehen und überlegen, wann es davon gesättigt ist, welche Signale es zeigt, anstatt pauschal eine Menge an Liebe, Zuneigung, Schlaf oder Spielzeiten festzulegen.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  


„Aber das Baby will immer zu Dir an die Brust“ – der nicht stillende Elternteil und die Babyberuhigung

Das Stillen ist eine Möglichkeit, um ein Baby in vielen Situationen zu beruhigen und die Brust ist besonders auch im ersten Jahr der Ort, an dem das Baby oft einschläft. „Einschlafstillen wirkt so sicher wie eine Narkose“ schreibt Hebamme Anja, denn in der Muttermilch sind schlaffördernde Inhaltsstoffe enthalten. Im Darm des Babys wird das Hormon Cholecystokinin ausgeschüttet, das dem Gehirn Sättigung signalisiert und Müdigkeit auslöst (dieses Hormon steht auch im Zusammenhang mit dem Clusterfeeding). Und durch den Körperkontakt kommt es zur Ausschüttung von Oxytocin, das zusätzlich beruhigt. Zudem befindet es sich in der Nähe des bekannten und beruhigenden Herzschlags, ist gewärmt durch die Körperwärme eines anderen Menschen und weiß sich in diesem Kontakt sicher und geborgen. Ein rundum schöner Ort, um einzuschlafen oder beruhigt zu werden. Aber dennoch ist es nicht der einzige Ort, der Beruhigung bietet und Schlaf ermöglicht.

Zum Beruhigen müssen Signale erkannt werden

Eltern können ihre Kinder beruhigen – unabhängig davon, ob sie stillende Eltern sind oder nicht. Für die Beruhigung des Babys ist es wichtig, dass die Signale des Babys wahrgenommen und beantwortet werden: Ist es überreizt, braucht es Ruhe und Reizminderung. Ist es hungrig, braucht es Nahrung. Fühlt es sich in einer nassen Windel unwohl, muss es gewickelt werden… Die Signale des Babys lernen wir zu verstehen, wenn wir mit ihnen Zeit verbringen. Dann lernen wir auch unsere jeweils eigenen Beruhigungsstrategien.

Bevorzugung des Bekannten

Natürlich haben Babys eine Vorliebe für die Beruhigungsstrategien, die sie seit jeher kennen. Wenn sie immer an der stillenden Brust einschlafen, werden sie gegen eine Änderung dieser bequemen und bekannten Beruhigungsstrategie rebellieren. Praktisch ist es deswegen, wenn sie schon früher andere Wege in den Schlaf kennengelernt haben oder auch von anderen Menschen in den Schlaf begleitet wurden auf eine andere Weise.

Individuelle Unterschiede sind in Beruhigungsritualen sind möglich

Wie ein anderes Schlafritual oder Beruhigungsritual aussehen kann, kann ganz verschieden sein. Es ist wichtig, dass jede/r Elternteil ein eigenes Ritual entwickeln kann, ohne dass dieses vom anderen Elternteil bewertet oder vorschnell eingegriffen wird. Das Baby ist in guten Händen: Es wird begleitet in dem Bedürfnis, das es gerade hat, es ist nicht allein und wird umsorgt. Es erfährt: Hier ist jemand, der/die bei mir ist und mir helfen möchte, auch wenn es Zeit braucht.

Für das Baby gilt, was für alle Menschen gleichermaßen in Situationen bedeutsam ist, in denen sie sich fremd und allein fühlen: Ein vertrauter Mensch an der Seite, der beruhigt und liebevoll unterstützt, ist eine große Hilfe.

S. Mierau „Geborgen wachsen“ S. 48

Sichere Bindung geht auch ohne Stillen

Eine sichere Bindung entsteht nicht durch das Stillen, auch wenn es einen Einfluss darauf haben kann. Sichere Bindung entsteht durch Feinfühligkeit und (promptes) Reagieren auf die Signale des Babys. Und das ist unabhängig vom Stillen.

Dass Babys zur Beruhigung auf die gewohnte stillende Brust und Milch zurückgreifen wollen, ist normal, wenn dieses die Hauptberuhigungsstrategie im Alltag ist und sie hat zudem die oben aufgeführten Vorteile. Deswegen ist es gut, wenn beide Elternteile gleichermaßen das Baby beruhigen – von Anfang an. Wenn das Baby zunächst an der stillenden Brust besonders viel beruhigt wurde und nun „umlernen“ soll/kann, braucht es wahrscheinlich eine Zeit des Kennenlernens und beide Beteiligten brauchen die Zeit, um sich einzuspielen und eine gute andere Methode kennen zu lernen: vielleicht ist es das Tragen in Tuch oder Tragehilfe oder das Schaukeln auf einem Sitzball oder das Laufen im Fliegergriff oder das gemeinsame Ausruhen im Bett. Aber diese Zeit und die Möglichkeit, den anderen Elternteil als beruhigenden und umsorgenden Menschen kennenzulernen (jenseits von Nahrung und Sättigungsgefühl), ist eine besonders schöne Möglichkeit, um intensiv in Kontakt zu kommen, sich kennen zu lernen und eine tiefe Verbindung aufzubauen.

Daher beim nächsten Gedanken an „Ich kann das nicht, weil das Baby will sowieso nur an die Brust“ lieber einen Schritt nach vorn gehen und denken „Wir beide probieren jetzt mal unser Ding aus und bekommen das Baby geschaukelt.“ Langfristig ist dies ein Geschenk für alle Mitglieder der Familie und trägt auch zur Entlastung beider Eltern bei.

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), DAIS-Stillbegleiterin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Hudern – Über den Wert des Kuschelns im Elternbett

Sich in den Armen eines anderen Menschen geschützt, gewärmt und umsorgt fühlen. Positive Nähe zu einem Menschen, den wir mögen, kann so viel bedeuten, so viel geben. Nach einem langen, anstrengenden Tag voller Eindrücke, voller Erfahrungen und Erlebnisse kann es so wohltuend sein, sich in die Arme eines Menschen zurück zu finden und darunter Schutz zu finden wie unter einem großen Flügel, der einen von der Welt abschirmt. Weiterlesen