Kategorie: Babyschlaf

Einschlafen

Da liegst Du nun in meinem Arm. In einem Moment noch so munter, streckst Deine Arme hoch und möchtest mir noch von der Welt erzählen. Auch Deine kleinen Beine sind noch nicht zur Ruhe gekommen und hüpfen noch unter der Decke hin und her. Im nächsten Moment sehe ich, wie sich Deine Augen langsam schließen. Schnell öffnest du sie wieder: Nichts verpassen. Und nachsehen, ob ich noch da bin. Ganz nah liege ich bei Dir. Ich spüre Deinen Atem auf meiner Wange. Erst noch unruhig, dann immer gleichmäßiger. Die Augen gehen auf und wieder zu. Du bist schon ein wenig in Deiner Traumwelt eingetaucht, siehst auf der anderen Seite schon eine Geschichte. Dann sind die Augen wieder weit auf, Deine kleine Hand sucht meine. Ja, ich bin noch immer hier bei Dir. Deine Augen schließen sich wieder. Ich sehe, wie sie sich unter Deinen zarten Augenliedern bewegen und ein Lächeln huscht über Dein Gesicht mit einem kleinen Glucksen. Noch eine ganze Weile liegen wir so dort, nebeneinander, aneinander. Deine kleine Hand umfasst einige meiner Finger und langsam, ganz langsam wird der Druck immer weniger. Deine Augen bewegen sich nicht mehr hinter den Lidern, Dein Atem ist gleichmäßig und lang. Du bist eingeschlafen, ganz sanft. Nicht langsam, es hat schon eine Weile gedauert, aber Du bist ruhig über gegangen zu diesem wunderbaren Ort des Schlafes, an dem Du Dich nun von all den Dingen des Tages erholen kannst. Du kannst es genießen, das Schlafen und Kraft schöpfen für einen neuen Tag voller Eindrücke und Erlebnisse. Ein Tag, an dem Du Dir sicher sein kannst, dass Du am Ende ebenfalls wieder in meinen Armen schlafen kannst.

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Wenn wir uns fragen, wie unsere Kinder einschlafen sollen, müssen wir uns die Frage erlauben, wie wir selbst einschlafen wollen. Niemand möchte von einer geliebten Person in einem dunklen Raum allein zurück gelassen werden ohne die wärmende Nähe eines anderen, vertrauten Menschen. Ohne das Wissen, wann man wieder aus dieser Einsamkeit befreit wird und ob es dort ohne andere Menschen sicher ist. Es bedarf nicht viel für das Einschlafen: Wir brauchen keine Nachtlichter, keine extra Musik, keine aufregenden Aktivitäten. Wir brauchen einen ruhigen, weichen, warmen, sicheren Ort, an dem wir ruhen können. Unsere Kinder wünschen sich das, was auch uns gut tut: geborgenes Einschlafen mit der Sicherheit, dass ein liebender Mensch über sie wacht.

Eure

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5 Ammenmärchen über den Babyschlaf

Im Laufe der Jahre habe ich viel erfahren über das Schlafverhalten anderer Babys und Kinder und auch meine eigenen drei Kinder sind ganz verschiedene Schläfer: Da gibt es das Kind, das von Anfang an nachts wunderbar schlief, aber kaum am Tage. Dann gab es das Kind, das nachts lange (und zwar Jahre!) schlecht schlief und dafür den Mittagsschlaf liebte. Und es gibt das Kind, das irgendwo so in der Mitte ist und gerade erst den Tag-Nacht-Rhythmus für sich entdeckt hat. 3 Kinder in einer Familie, 3 verschiedene Schlafgeschichten. Babys und Kinder schlafen unterschiedlich und doch gibt es eines, was ganz sicher gilt: Es gibt viel zu viele Ammenmärchen über den Schlaf unserer Kleinsten. Weiterlesen

Ein Blick in Familienbetten – Die geborgen wachsen Familienbettgalerie

Schon bevor unsere Tochter 2009 geboren wurde, stand für uns fest, dass sie mit uns zusammen in einem Bett schlafen wird. Als unser Sohn 2012 geboren wurde, musste das Bett vergrößert werden und für unser drittes Kind sind wir nun auf zwei Ebenen ausgewichen. Das Familienbett ist aber nicht nur in unserer Familie Tradition, sondern kommt viel häufiger vor als wir es manchmal denken. Kinder suchen für einen sicheren und geborgenen Schlaf oft die Nähe der Erwachsenen auf. Noch immer halten sich einige Ammenmärchen gegen Familienbetten hartnäckig, doch zeigen Gespräche mit Eltern immer wieder: Dass die Kinder entweder gleich bei ihren Eltern schlafen oder nachts mit ins Bett schlüpfen, ist weit verbreitet. Gerade bei Kindern, die auch nach dem 1. Geburtstag noch nicht durchschlafen, ist das oft hilfreich. Weiterlesen

So schlafen wir in Familienbetten!

Nachdem ich vor einiger Zeit hier auf dem Blog gezeigt habe, wie wir unsere Familienbetten gebaut haben, habe ich einige Rückmeldungen bekommen, dass unsere Betten nachgebaut wurden. Einige haben mir auch Fotos geschickt von ihren Familienbettlösungen. Diese Bilder und Blogbeiträge möchte ich gerne nun sammeln und als großen Familienbettbeitrag mit vielen verschiedenen Beispielen veröffentlichen. So können wir zeigen: Familienbetten sind gar nicht so selten und es gibt viele Wege, um als Familie gemeinsam gut Schlaf zu finden.

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Wer also die Familienbettlandschaft bereichern möchte, kann mir gerne ein Foto senden vom Familienbett mit ein paar Angaben: Wieviele Personen schlafen darin? Seit wann habt Ihr das Bett so und wie praktisch ist es für Euch im Alltag? Dazu gerne Euren Vornamen und Euer Alter. Wenn Ihr einen eigenen Blog habt, dann schickt mir doch gerne den Link zu Eurem Familienbettartikel und ein Beitragsbild.

Lasst uns gemeinsam eine riesige Sammlung an Familienbettbeispielen anlegen und Inspiration sein für viele andere!

Ich freue mich auf Eure Links und Fotos,
Eure
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Guten Abend, gute Nacht – Über das Zubettgehen

Schlafen

Wenn über das Schlafen gesprochen wird, kommt irgendwann auch das Thema Einschlafrituale auf den Tisch. Denn eines ist klar: Kinder lieben Rituale und gerade auch beim Einschlafen können sie eine schöne Hilfe sein. Warum? Weil sie Struktur geben. Weil sie dem Kind klar machen: Es ist ein immer gleicher Ablauf und Du weißt, was als nächstes passiert. Doch nicht nur für Kinder sind sie eine gute Unterstützung, auch Eltern helfen die kleinen Rituale am Abend, um sich an immer gleichen Handlungen zu orientieren. Gerade am Anfang des Elterndaseins ist es hilfreich, sich mit Ritualen den Tag zu strukturieren. Im Laufe der Jahre hatten wir verschiedene Einschlafrituale, denn je nach dem Alter des Kindes und dem Bedarf bzw. auch der Familienzusammensetzung haben sich die Rituale verändert. Heute gebe ich Euch einen kleinen Einblick in unsere Einschlafrituale der letzten 5 Jahre.

Gute Nacht, mein Baby!

Als unsere Tochter geboren war, war das Elternsein erst einmal neu für uns und ich fand es gut, mir mit Ritualen den Tag zu strukturieren. Schließlich war ich vorher noch nie einfach so zu Hause für lange Zeit ohne gerade zu arbeiten oder zu studieren. Was für den Tag galt, galt auch für den Abend: Ein Ablauf sollte her, der die Abendplanung unterstützen sollte. Wir entschieden uns, unsere Tochter abends mit einer entspannenden Massage zu beruhigen. Massiert wurde auf dem Wickeltisch im Bad, mal von Mama, mal von Papa. Es gibt spezielle beruhigende Massagegriffe. Grob gesagt sind es besonders alle Massagebewegungen, die vom Körper weg gehen, die entspannen, lösen und beruhigen. Also strichen wir Abend für Abend ihren Körper aus, was sie sehr genoss. Zusammen mit der Massage war auch die restliche Körperpflege verbunden: Sie bekam eine frische Windel und ab dem 4. Monat, als ihre ersten beiden Zähne erschienen, wurden die Zähne geputzt. Dann legte ich mich mit ihr auf der Brust auf das Sofa, stillte sie bis sie einschlief und las dann noch etwas, wenn ich nicht selbst dabei einschlummerte. Irgendwann, wenn mein Mann dann schlafen ging, weckte er mich und brachte uns ins Bett.

Als sie größer wurde, massierten wir sie ab und zu im Bett. Papa sagte dann gute Nacht und ich stillte sie im Bett bis sie einschlief. Es gab und gibt bei uns keine festen Zubettgehzeiten. Wir essen immer in etwa zur gleichen Zeit zu Abend, manchmal früher, manchmal später und daran schließt sich das Zubettgehen mit der Abendpflege an. Wenn wir merken, dass die Kinder besonders müde sind, beeilene wir uns mit dem Abendessen oder machen nur ein kleines Essen.

Gute Nacht, mein Kleinkind!

Als die Tochter größer wurde, blieb das Zubettgehen zunächst wie gehabt. Ich stillte sie bis zu ihrem 2. Geburtstag zum Einschlafen. Vorher schauten wir uns oft noch ein Bilderbuch gemeinsam an. Das Abstillen am Abend war eine große Änderung in unserem Abendablauf und zunächst brachte es viel durcheinander. Das Stillen wurde durch das Kuscheln ersetzt. Nach dem Abendessen ging es ins Bad, Zahnseide wurde benutzt, die Tochter durfte selbst putzen und wir putzten noch einmal die Zähne nach. Danach wurde im Bett ein Buch vorgelesen, meist ein kleines Pixi-Buch aus ihrer Sammlung. Bevor wir zu den großen Vorlesebüchern übergingen, durfte sie auch zwei Geschichten auswählen. Ich blieb bei ihr, bis sie eingeschlafen war. Dann genoss ich den Abend mit meinem Mann oder arbeitete noch etwas, bevor ich mich wieder ins Familienbett zu ihr legte.

Gute Nacht, große Schwester und kleiner Bruder!

Als dann der Sohn geboren wurde, war die Tochter 3,5 Jahre alt. Wie sollte ich sie weiter ins Bett bringen, wo doch jetzt das Baby da war? Wie macht man das mit dem Familienbett? Sind wie am Ende des Familienbetts angekommen? Diese Fragen stellten wir uns, und dann ging es doch einfacher, als wir dachten. Nach dem Abendessen wurden beide Kinder bettfertig gemacht. Die Tochter wie gewohnt mit Zahnseide und Zähneputzen, der Sohn bekam eine frische Windel. Da es keinen Raum für die Abendmassage beim Sohn gab, wurde er einfach morgens oder tagsüber massiert. Eine Weile aber forderte die Tochter mehr Massageeinheiten am Abend ein und ich massierte sie im Bett nach dem Zähneputzen. Wir gingen alle zusammen ins Bett: Mutter, Vater und zwei Kinder. So tun wir es auch heute noch. Der Mann liest ein Kapitel aus einem Vorlesebuch vor. Die Tochter lauscht, der Sohn hört etwas zu oder spielt ein wenig vor sich hin oder wird gestillt oder schaut parallel ein Bilderbuch an. Im Anschluss an das Vorlesen kann die Tochter sich aussuchen, ob sie noch ein Hörspiel auf ihrer Hochebene im Spielzimmer hören möchte bei Sternenlicht oder sie im Wohnzimmer auf dem Sofa liegen möchte, wo ihr Papa ihr noch ein Lied vorsingt. In der Zwischenzeit stille ich den Sohn im Familienbett, wo er auch schon bald einschläft. Die Tochter schläft dann auf der Hochebene oder auf dem Sofa meistens ein und wird dann wieder ins Bett zurück getragen.

So also laufen die Abende im Hause Mierau ab. Wichtig ist mir immer wieder, dass es zwar gleichbleibende Abläufe gibt, aber keine starren Regeln. Es muss nie etwas zu exakt einer bestimmten Uhrzeit passieren. Wir orientieren uns immer an den Kindern. Sind sie müde, wird alles etwas vor verlegt. Sind sie noch nicht müde, dürfen sie länger spielen und wir dehnen den Ablauf aus. So ersparen wir uns immer wieder Frust am Abend. Denn kaum etwas ist schlimmer, als Kinder, die nicht schlafen wollen und Eltern, die davon genervt sind. Ich kann deswegen nur allen Eltern raten: Schaut auf Eure Kinder und geht es ganz locker an. Wer müde ist, der wird auch schlafen – und das gilt auch für müde Eltern.

Und wie sind Eure Einschlafrituale?

„In den Schlaf gewiegt zu werden ist Gewohnheit“ – Gedanken zum Interview mit Annette Kast-Zahn

Schlaf

Als ich die aktuelle Ausgabe der ELTERN-Zeitschrift aufblättere, trifft es mich wie ein Schlag: Ein Interview mit Annette Kast-Zahn, Mit-Autorin des umstrittenen Buches „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Erst kürzlich ging durch alle Socialmediakanäle der Aufruf, eine Petition zum „Verbot“ des Buches zu unterzeichnen. Gerade erst gab es eine Neuauflage dieses Buches im GU Verlag. Die Petition, die von etwa 5000 Menschen unterzeichnet wurde, hatte nichts bewirkt. Und nun bietet die ELTERN-Zeitschrift der Autorin eine Plattform, um die Neuauflage zu bewerben.

Frau Kast-Zahn bezieht Stellung zu ihren Ansätzen und dem Protest. Etwas ungehalten wirkt sie schon in dem Interview, es ist keine angenehme Ausdrucksform, die sie gewählt hat, um von ihrem Projekt zu sprechen. Was sie aber auf jeden Fall ist: Überzeugt von sich und ihrer Theorie, das „kontrollierte“ Schreienlassen wäre ein legitimes Mittel, um Kindern das Schlafen beizubringen. Auf die Frage nach der Petition und möglichen Folgen kann sie behaupten:

Nähme ein Verlag mein Buch aus dem Programm, ginge ich mit meinem Manuskript eben zum nächsten.

Recht hat sie damit wahrscheinlich, denn nur weil ein Verlag ein Buch heraus bringt, bedeutet das nicht, dass dessen Inhalt auch gut und richtig ist. Es ist ein Millionengeschäft – und das gerade, wenn es um ein so heikles Thema geht wie die Ängste und Sorgen von Eltern. Dass sie von ihrer Arbeit aber auch überzeugt ist, führt sie weiter damit aus, dass sie in all den Jahren noch nie einen negativen Leserbrief bekommen hätte:

Erstaunlicherweise habe ich – im Gegensatz zu Ihnen – in den vergangenen 18 Jahren nicht einen einzigen solchen Brief bekommen.

Das finde ich persönlich in der Tat erstaunlich. Denn auch ich kenne aus meiner Arbeit viele Eltern, die zu mir kamen mit Schlafproblemen ihrer Kinder und berichteten, dass sie das Schlafprogramm ausprobiert und abgebrochen haben, weil sie es nicht aushielten. Wenn es also solche Eltern weiterhin gibt, können Sie sich hier direkt an Frau Kast-Zahn wenden. Vielleicht gibt sie ja dann im nächsten Interview an, dass es doch den ein oder anderen negativen Brief gegeben hätte – oder sie verschließt weiterhin die Augen vor diesem Umstand. Das übrigens tut sie gerne, wenn es um Belege dafür geht, dass das Schreienlassen negative Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung hat. Hinweise darauf kommentiert sie nämlich folgendermaßen:

Da möchte ich nun aber gerne eine Studie sehen, die das belegt. das ist doch nichts anderes als eine Behauptung, eine persönliche Meinung, eine Überzeugung! Seit Jahren bitte ich die Kritiker meines Buches, mir doch einmal wissenschaftliche Quellen für ihre Unterstellungen zukommen zu lassen.

Andere Fachleute scheint Frau Kast-Zahn nämlich abzustreiten bzw. hält sie sich im Kompetenzgerangel wohl für weit überlegen, wenn sie andere Ansichten abtut mit:

Aufsätze aus der Bindungstheorie oder ein Interview mit einer Stillberaterin, die für Co-Sleeping plädiert.

An dieser Stelle möchte ich gerne sagen: Liebe Frau Kast-Zahn, ich selber bin Diplom-Pädagogin mit diversen Zusatzausbildungen. Möchten Sie mir die Kompetenz, mich zu diesem Thema zu äußern, auch absprechen? Sind alle Menschen, die ihre Kinder nicht wie Sie selbst hinter einer Tür schreien lassen (denn Frau Kast-Zahn hat ihr Schlafprogramm natürlich bei ihrer Tochter selbst ausprobiert), nicht qualifiziert sich dazu zu äußern? Und denken Sie tatsächlich, dass Ihre Qualifikation höher zu betrachten ist als beispielsweise die eines Dr. Karl Heinz Brisch, Autor zahlreicher Bücher über Bindung und Bindungsstörungen, der zu eben solchen Schlafprogrammen sagt (2010, S.99):

Wenn das Baby weint, fühlt es sich hilflos und alleine. Wenn niemand kommt, ist der Stress sehr groß, aus dem es sich allein nicht befreien kann. Es macht hierbei die Erfahrung, dass es sich in Situationen von Angst und Alleinsein nicht darauf verlassen kann, dass seine Bindungspersonen ihm Schutz und Sicherheit geben. Diese emotionale Erfahrung verinnerlicht es schon sehr früh und für den Rest seines Lebens, so dass es sich eventuell auch später in angstvollen Situationen keine Hilfe mehr holen wird. Man stelle sich einmal vor, dass man als erwachsener Patient im Krankenhaus läge, in der Nacht große Schmerzen hätte und nach der Krankenschwester klingelte, aber niemand käme. Um wieviel verlorener muss sich ein Baby in der Nacht fühlen?

An dieser Stelle möchte ich nicht noch einmal auf die Auswirkungen des Schreienlassens auf das Kind eingehen, denn das habe ich an anderer Stelle ausführlich getan. Zur besseren Verdeutlichung des Zitats von Karl Heinz Brisch möchte ich jedoch noch auf dieses Video von Nestling verweisen:

 

Ich hoffe, dass Frau Kast-Zahn mit ihrer Meinung „Ich bin überzeugt, dass es weinenden Babys nicht schadet, kurz allein zu sein“ mehr und mehr allein dasteht und Eltern verstehen, dass Schreienlassen keine gute Idee ist, um Kindern Selbständigkeit anzuerziehen. Und dass sich zudem das Verständnis dafür durchsetzt, dass das nächtliche Aufwachen des Babys normal ist und  Frau Kast-Zahns Aussage „Wenn ein Baby auch im zweiten Lebenshalbjahr noch mindestens zweimal pro nacht wach wird und irgendwas von den Eltern braucht, hat es nach Definition der Schlafforschung eine Schlafstörung.“ bald der Vergangenheit angehört.

Nachtrag vom 17.01.2014 11:19 Uhr:
Ich habe nun von verschiedenen Stellen noch einmal den Hinweis bekommen, dass in dem Artikel auch folgendes Statement der ELTERN zu finden ist:

Wir von der ELTERN-Redaktion haben unsere Meinung zu Schlaflernprogrammen in den vergangenen Jahren geändert: Wir haben sie früher durchaus als Rettungsanker für übermüdete Eltern empfohlen, heute raten wir, einen Kompromiss zwischen Schlafbedürfnissen aller Familienmitglieder zu finden – ohne dem Babys den Stress eines Schlaflernprogramms zuzumuten.

Ja, das ist richtig. Doch dieser Artikel hier beschäftigt sich mit einer kritischen Auseinandersetzung mit den Antworten von Frau Kast-Zahn. Zudem ist trotz dieser Anmerkung nicht klar, warum überhaupt Frau Kast-Zahn einen solchen Raum für ihre Ausführungen erhält. Wäre nicht ein kritischer Artikel dazu sinnvoller gewesen? Oder ein Interview zusätzlich mit einem Autor wie dem oben genannten Karl Heinz Brisch, der die Angaben von Frau Kast-Zahn relativieren bzw. sogar umwerfen kann?

 

 

Familienschlaf – darauf kann ich achten, um mit Baby Schlaf zu finden

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Schlaf ist wohl eines der wichtigsten Themen im ersten Lebensjahr. Nichts zehrt so sehr an jungen Familien wie Schlafmangel. Ganze Regalbretter in Buchhandlungen sind voll mit Ratgebern zu diesem Thema: vom Schreienlassen bis hin zum Akzeptieren. Doch wie kann es sein, dass gerade das Schlafen, eines unserer Grundbedürfnisse, in der ersten Zeit mit dem Baby so schwierig sein soll? Was ist es, was uns tatsächlich am Schlaf hindert und was können wir tun, um unserem Grundbedürfnis nachkommen zu können?
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Wenn Babys schreien gelassen werden – was passiert in Babys Körper?

Obwohl das „Kontrollierte Schreienlassen“, auch „Ferbern“ genannt (nach dem Erfinder des Schlafprogramms Dr. Richard Ferber, bei uns durch das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ verbreitet), heute leider noch weit verbreitet ist, gibt es zahlreiche Artikel und Berichte darüber, dass das Schreienlassen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Babys hat. Während es verschiedene Ausführungen darüber gibt, wie sich diese Methode negativ auf das Verhalten des Babys und die Entwicklung seiner Selbstwirksamkeit auswirkt, ist vielen Eltern unbekannt, was tatsächlich im Körper eines Babys geschieht, wenn sein Weinen und Schreien nicht berücksichtigt werden. An dieser Stelle soll nun einmal ausführlich darauf eingegangen werden, welche Prozesse durch das Schreienlassen ausgelöst werden und welche Langzeitfolgen neben psychischen und sozialen Problemen auf der medizinischen Ebene auftreten können.
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Ammenmärchen über das Familienbett

Der kürzlich erschienene Artikel über das Familienbett hat bei einigen Leuten Fragen dazu aufgeworfen, wie das denn überhaupt funktionieren kann und ob das nicht unnatürlich und ungesund sei. Den häufigsten negativen Aussagen zum Familienbett wird hier daher hier einmal auf den Grund gegangen:

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Schlafen im Familienbett – Anleitung für den Bau eines Familienbetts

Kaum ein Thema ist für Eltern so wichtig in den ersten Lebensjahren wie der Kinderschlaf. Doch die Informationen und Ratschläge, die man dazu erhält, sind oftmals verwirrend oder widersprechen sich sogar. Patentrezepte für einen guten Schlaf gibt es leider nicht, aber es gibt einige Punkte, die wir durchaus berücksichtigen können. Und es gibt Möglichkeiten, es dem Kind zu erleichtern, wie zum Beispiel durch das Familienbett.


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