Schlagwort: Weinen

Elterntränen

Wie viele Tränen habe ich in der Elternschaft schon geweint? Aus Erschöpfung, Wut, Überlastung, Glück, Trauer, Versagensgefühlen? Wie oft war ich wohl verzweifelt? Es sind so viele Momente, in denen die Tränen über meine Wangen gelaufen sind: bei den Geburten – aus Freude, Glück, Angst, Schmerz -, in der Zeit mit einem kleinen Baby – aus Überforderung, Müdigkeit, Erschöpfung, Liebe, Glücksgefühl -, in der Zeit mit größeren Kindern – aus Sorge, vor Lachen, aus Kummer, aus Überwältigung. Immer wieder gibt es diese Momente, in denen Tränen ihren Raum haben. Und ihn haben müssen, denn auch die Tränen gehören dazu. Ich erinnere mich daran, wie ich weinend am Fenster stand mit meinem schreienden Baby und nicht wusste, was ich tun soll, um es zu beruhigen. Erinnerungen an das Gefühl der Scham dabei, der Angst, der Überlastung, der Sorge. Ich erinnere mich an die Tränen der Erleichterung, nachdem mein Kind auf dem Schulweg verschwunden war und ich es wieder in den Armen hielt. So viel Liebe, so viel Angst. Weiterlesen

Das weinende Baby und die „Nimm-mich-hoch-Beinchen“

Während der Recherchen für mein neues Buch über viel weinende Babys, stieß ich kürzlich auf eine aktuelle Studie über Beruhigungsstrategien von Müttern: In einer vergleichenden Studie, an der 684 Frauen aus elf verschiedenen Ländern teilnahmen, wurde festgestellt, dass es ein kulturübergreifende gleiches Handeln bei Müttern gibt, wenn ihr Baby zu weinen beginnt: Sie nehmen es hoch, tragen es und sprechen mit ihm.  Weiterlesen

„Ist doch nicht so schlimm!“ Ist es doch. – Über das Trösten

 

Kürzlich beim Einkaufen in der Spielecke: Ein kleiner Junge klettert auf das Spielpodest, verliert das Gleichgewicht und fällt rückwärts mit dem Kopf über die Stufen ratternd nach unten. Er bleibt kurz liegen, steht auf. Die Mutter steht daneben. Ich blicke den Jungen an und sage: „Oh, das hat sicher weh getan.“ Ich schaue die Mutter an, sie schüttelt den Kopf. Ich schaue verdutzt zurück. Sie erklärt: „Das hat nicht weh getan. Kinder sind ja hart im Nehmen. Die fangen erst zu heulen an, wenn Eltern ein erschrecktes Gesicht machen. Am Besten, nicht drauf reagieren.“ Aha, ist das so?
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