Kategorie: Jahreskreis

Libellen aus Ahornsamen basteln

Ahornsamen sind Kindheitserinnerungen. Meine Kinder kleben sich die geöffneten, klebrigen Samen heute genauso auf die Nase wie ich damals als Kind. Aber sie sind nicht nur zum Aufkleben ein schönes Naturspielzeug, sondern können auch zu kleinen Ahornfeen verbastelt werden wie hier oder zu Libellen, wie sie in diesem Jahr unseren Jahreszeitentisch schmücken.

Für die Libellen braucht Ihr:

  • Ahornsamen
  • Wasserfarbe und Pinsel
  • etwas Draht
  • einen dünnen Stock
  • nach Möglichkeit: zwei kleine Holzperlen für die Augen

Die Ahornsamen können auch schon von kleinen Kindern mit Farbe und Pinsel angemalt werden, für die Befestigung am Stock braucht es allerdings etwas Fingerspitzengefühl: Der Draht verläuft über Kreuz über die Flügel, so dass diese sicher am Stock befestigt werden können. Zwei kleine Holzperlen können ebenfalls auf dem Draht aufgefedelt und dann als Augen festgebunden werden. Aufgehangen können die Libellen im Wind am Fenster fliegen oder auf dem Jahreszeitentisch sitzen.

Viel Spaß beim Basteln!
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Zauberwelt der Knospen – Auf Entdeckungsreise mit den Kindern

Der Winter in Deutschland kann ganz schön lang sein. Gerade dann, wenn der Spaß mit
Schnee und Eis vorüber ist und der Frühling trotzdem noch so lange auf sich warten lässt. Von vielen Eltern habe ich in den letzten Tagen Nachrichten gelesen, dass die Kinder gerade so ungern nach draußen gehen. Gleichzeitig tut es der Familie gut, wenn sich die Kinder an der frischen Luft austoben können und alle einmal tief durchatmen können.
In der Wildnispädagogik gibt es den Ansatz, jeden Tag eine Frage mit nach draußen zu nehmen. Diese Frage bildet den Kern des Naturaufenthalts und soll dazu anregen, die Aufmerksamkeit bei jedem Mal auf unterschiedliche Aspekte der Natur zu lenken. Auch in dieser scheinbar unspektakulären Zwischen-Jahreszeit im Februar und März, in der der kalte Winter schon vorüber ist, aber der Frühling noch auf sich warten lässt, gibt es einige Fragen, denen man nachgehen kann. In der Natur gibt es nämlich schon einiges zu entdecken.

Schlafen Knospen im Familienbett oder alleine?

Die heutige Frage, der dieser Artikel nachforscht, lautet: Was machen die Blätter und Blüten der Bäume im Winter?
Wer die Äste der Bäume genauer ansieht, entdeckt sie: Sie halten Winterschlaf, sind dick
eingemuckelt und fest eingepackt, damit Kälte und Frost ihnen keinen Schaden zufügen.
Ihre Betten sind mal lang und schmal, mal kurz und knollig. Die Einen schlafen zu mehreren in gewissen Abstand nebeneinander, andere drängen sich dicht an dicht und wärmen sich wie Pinguine in einer Kolonie. Andere schlafen lieber alleine, brauchen mehr Platz und teilen nicht gerne.

Knospen drängen sich nicht auf. Sie zu entdecken vermag nur der, der mit offenen Augen durch die Natur läuft. Erst wenn die Blätter austreiben und ihr Knospenbett verlassen, bemerken die meisten Menschen: Oh, der Frühling ist da! Eure Kinder können dieses Jahr einen Schritt voraus sein. Mit eurer Anleitung können sie die Zauberwelt der Knospen entdecken und kennenlernen. Denn zauberhaft ist die Welt der Blätter und Blüten im Winterschlaf wirklich. Ihr wisst bestimmt, wie groß so ein Kastanienblatt im Sommer mal sein wird, oder? Und vielleicht habt ihr auch ein Bild von den riesigen weißen Blütenständen der Kastanie vor Augen, an denen sich im Sommer die Hummeln und Bienen tummeln. All das ist in den Knospen bereits vorbereitet. Jetzt ist eine Kastanienknospe nicht unbedingt die kleinste aller Knospen. Aber dennoch finde ich es so erstaunlich und be-wunder-nswert, dass all diese Anlagen bereits in den vielen Schuppen der Knospe vorhanden sind und ihren Winterschlaf halten, bis ihre Zeit gekommen ist.

Äste zum Sammeln schneiden

Auf Knospen-suche zu gehen bedarf keiner besonderen Vorbereitung. Dort, wo es Laubbäume gibt, gibt es auch Knospen. Ihr könnt also eure ganz gewöhnliche Spazierroute wählen und sie neu entdecken. Geht mit den Kindern los und erzählt ihnen vorher eine kurze Geschichte über den Winterschlaf der Blätter. Wie sie sich warm eingepackt in ihre Betten gekuschelt haben, um auf den Frühling zu warten. Und wie jede Baumart ein anderes Bettchen für seine Blätter vorbereitet hat.

Mit einer Gartenschere ausgerüstet, könnt ihr verschiedene Äste sammeln. Mit solchen Aussagen bin ich vorsichtig, denn als studierte Naturschützerin (ihr schmunzelt vielleicht, aber das kann man tatsächlich studieren), weiß ich natürlich, dass das Ausreißen von Pflanzen und Pflanzenteilen in vielen Fällen nicht erlaubt ist. Ich bin aber der Meinung, dass Natur für Kinder etwas be-greifbares sein muss. Sie müssen durch einen Wald laufen dürfen, um zu begreifen, was ein Wald ist. Sie müssen einen Ast fühlen, anfassen, auch damit auf den Boden schlagen dürfen, die Rinde abpulen und ihn schnitzen dürfen, um ihn zu be-greifen. Man kann nur dann eine Verbindung mit der Natur aufbauen, wenn man sie begreifen darf. Deshalb denke ich, es ist viel mehr gewonnen, wenn ihr ein paar Äste abschneidet und sie zum Sammeln mit nach Hause nehmt, als wenn die Kinder einmal auf den Ast schauen und beim zweiten schon gelangweilt nach Hause wollen. Sammeln ist immer eine gute Idee mit Kindern; und wir brauchen die Äste für unsere Nachbereitung der Knospenwelt zu Hause.

Welche Knospen zu welchen Tieren?

Die gesammelten Äste (ihr braucht pro Baumart eigentlich nur einen) werden zuhause nebeneinander auf dem Tisch ausgebreitet. So nebeneinander aufgereiht sieht man die
Unterschiede der verschiedenen Knospen besonders gut. Je nach Altersgruppe kann mit unterschiedlichen Ansätzen an die Knospen herangegangen werden.

Kleine Kinder können die Knospen mit Tiergruppen vergleichen, so wie ich es oben getan habe. Beispiele: Die Knospen der Kirschen stehen so dicht gedrängt wie Pinguine in einer Kolonie. Die Kastanienknospe schläft lieber alleine, sie thront groß am Ende des Zweiges und ist furchtbar klebrig. Da kann man sich die Frage stellen, warum sie so klebrig ist: Weil sie Besucher damit abschrecken will? Oder weil sie eigentlich gar nicht so gerne alleine schläft und gerne jemanden bei sich hätte?

Eine andere Idee ist das Lesen von Emotionen und Gesichtern in den Knospen. So sehen
die Knospen von Walnuss und Esche wie breit grinsende Gesichter aus. Der Essigbaum ist dicht behaart, sein Ast fühlt sich an wie von einem dichten Winterfell überzogen. Seine Knospenbetten sind besonders kuschelig. Für den Anfang ist es nicht wichtig, welcher Ast zu welcher Baumart gehört. Einen spielerischer Zugang zu ermöglichen, macht den Kindern viel mehr Freude an der Sache. Und für die, die es genauer wissen wollen, gibt es jede Menge Bestimmungsliteratur im Netz.

Die gesammelten Materialien zum Basteln und Lernen verwenden

Außerdem können die Äste nach dem Begutachten noch für weitere Aktivitäten genutzt werden: Auf Papier dienen sie als Schablonen beim Malen. Die Kinder können dann auf dem Bild den Frühling bereits willkommen heißen und Blüten und Blätter an die Äste malen.
Und wer wissen will, was er sich da alles ins Haus geholt hat, stellt die Äste ins Wasser auf die Fensterbank. Jetzt habt ihr ein kleines Forschungslabor im Wohnzimmer. Innerhalb der nächsten Tage und Wochen können die Knospen beobachtet werden: Welche Schuppenschicht öffnet sich zuerst, welches Blatt spitzt heraus? Zusammen mit den Blättern lassen sich dann auch die Baumarten leichter bestimmen.

Wer den Kindern Materialien zur Verfügung stellt, mit ihnen in die Bibliothek zum Ausleihen von (kindgerechten) Naturführern geht oder im Internet die ein oder andere Quelle bereit stellt, gibt ihnen die Möglichkeit ihre Neugierde zu vertiefen. Als ersten Schritt jedoch müssen sie gepackt werden von den kleinen Wundern der Natur. Denn mit der vielen möglichen Ablenkung heutzutage durch die neuen Medien, die scheinbar viel größere Wunder am laufenden Band liefern, hat die Natur einen schweren Stand.

Es liegt an uns Eltern, den Kindern die kleinen Wunder des wahren Lebens zu zeigen.
Dafür müssen wir selbst sie wieder sehen lernen. Dieser Frühlingsbeginn ist ein guter
Zeitpunkt dafür.

Veronika hat Biologie, Naturschutz und Landschaftsplanung studiert und ist Mutter einer Tochter. In ihrer Kolumne „Naturorientiertes Aufwachsen“ berichtet sie von Wegen, auf denen Kindern die Liebe und der Respekt zur Natur als Samenkorn mitgegeben werden können.  Mehr über Veronikas Arbeit und ihre aktuellen Texte zu grünen Themen findet ihr auf ihrer Homepage, Instagram oder Twitter.

Geborgenheit an Weihnachten

Nun liegt es vor uns, das große Fest mit nicht selten großen Erwartungen: an die Stimmung, an das Essen, die Geschenke, vielleicht auch an Dankbarkeit und Freude. Weihnachten, so scheint es manchmal, ist mehr zu dem Abhaken von Checklisten geworden als zu einem Fest des gemütlichen Beisammenseins. Aber was war das doch gleich, dass wirklich wichtig an Weihnachten ist?

Ein Rückblick auf das Jahr

Es ist die Zeit des Jahresendes, in der wir ein Stück weit zurückblicken können auf das, was in diesem Jahr erlebt wurde: Was haben wir mit den Kindern erlebt? Was waren die schönsten, was die schwersten Momente? Was waren die besonders schönen Momente des Jahres? Wir können gemeinsam Fotos ansehen aus dem Jahr und uns erfreuen oder auch ein Tagebuch durchblättern. Wir können Geschichten erzählen darüber, über was wir dieses Jahr dankbar waren. Über einen positiven Rückblick kommen wir zur Ruhe und können uns auch ganz auf die Menschen einlassen, über die wir gerade nachdenken und ihre aktuellen Bedürfnisse: Wie hat sich mein Kind dieses Jahr entwickelt, was braucht es deswegen jetzt gerade? Woran sind wir als Eltern gewachsen und was tut uns zu den Feiertagen wirklich gut?

Es sich gemütlich machen

Es sich gemütlich machen bedeutet nicht, dass die Wohnung zwangsweise aufgeräumt erstrahlen muss. Gemütlichkeit kann in verschiedenen Familien ganz unterschiedlich aussehen. Ziel ist, dass wir uns wohl fühlen. Dieses Wohlfühlen hat sicherlich auch mit unserer Umgebung zu tun und hier hat jede Familie eigene Vorlieben. Vor allem aber entsteht es dadurch, dass wir Stress reduzieren: Zur Ruhe kommen, langsam werden. Nicht die 10 verschiedenen Plätzchensorten backen müssen, wenn 1 oder 2 reichen (oder sogar gekaufte). Wir müssen keinen pompösen amerikanischen Weihnachtsbaum haben, um endlich nach viel Stress des Aufbauens und Vor-Kinderhänden-Bewahrens im Licht dessen zu sitzen. Wir können all dies machen, wenn es passt, wenn es entspannt möglich ist, aber wir müssen nicht. Weihnachten ist keine Postkarte, sondern ein Herzensbild.

Abschied vom Perfektionswahn

Worum es also wirklich geht, ist der Abschied vom Perfektionismus, um wirklich zu einem „perfekten“ Weihnachten zu kommen: Das Vergleichen nimmt uns so oft die Freude an Dingen: Dort gibt es aber mehr Dekoration, die Geschenke bei den Freunden sind viel ausgefallener eingepackt, überhaupt gibt es bei anderen mehr oder größere Dinge/Bäume/Süßigkeiten. Lassen wir doch zumindest zu Weihnachten das Vergleichen weg und legen uns eine Liste an: Was ist für uns als Familie wirklich wichtig? Was mag jeder Einzelne besonders? Vielleicht ist es für ein Familienmitglied der Rotkohl, für ein anderes die süßen Plätzchen. Ein Kind mag besonders die eine, besondere Weihnachtskugel. Wir können auch einfach die Familie direkt fragen: Was wünscht Ihr Euch an Weihnachten? So kommen wir zu einem individuell zugeschnittenen Weihnachten auf unsere Familie anstatt uns an Pinterest-Moodboards zu orientieren, die wunderschön aussehen, aber vielleicht gar nichts mit unserer eigenen Familie zu tun haben.

Warum wir nicht viele Geschenke brauchen

Ein reich gefüllter Gabentisch und viele tolle, bunt verpackte Geschenke: Natürlich ist das ein besonderer Anblick und lässt Kinderherzen höher schlagen und auch wir Erwachsenen freuen uns über Geschenke. Wir fühlen uns belohnt, fühlen uns bedeutungsvoll, sind begeistert. Doch so wie bei vielen anderen Festtagen im Jahr, an denen punktuell einmal im Jahr die Besonderheit eines Menschen hervorgehoben wird, ist es auch hier viel sinnvoller, den wahren Wert eines Menschen und seine Bedeutung und Wichtigkeit immer wieder fortlaufend auszudrücken und nicht einmal im Jahr durch einen Geschenkeberg. Kinder und Erwachsene brauchen keinen Überfluss, sondern wirkliche Zufriedenheit.

Der Hirnforscher Gerald Hüther beschreibt, dass durch den Kauf von Dingen Belohnungszentren im Gehirn aktiviert werden, die Unzufriedenheit überdecken. Wichtig ist aber nicht, dass wir eine eigentliche Unzufriedenheit kurzfristig überdecken, sondern an dem Kern des Problems arbeiten: Geschenke und Dinge können nicht unsere allgemeine Zufriedenheit herstellen. Das können wir nur durch unseren Alltag erreichen.

Einfach glücklich sein an den Festtagen

Aber wie sieht sie nun aus, die weihnachtliche Geborgenheit und Zufriedenheit? Sie entsteht da, wo wir zur Ruhe kommen und uns nicht leiten lassen von äußeren Einflüssen, sondern nur durch das, was für uns als Familie jetzt gerade richtig ist: Ein Weihnachtsfest kann auch dann einfach rund und schön sein, wenn es „nur“ Nudeln mit Soße gibt, weil das gerade für alle Familienmitglieder der entspannte Weg ist. Es reichen wenige Geschenke aus, wenn wir sie dafür schön zelebrieren: Wir sehen einander zu beim Auspacken, bestaunen zusammen das Geschenk und begleiten das Kind bei der Nutzung. Wir sitzen zusammen und spielen und lesen und essen (selbst gemachte/geschenkte/gekaufte) Plätzchen. Wir lassen uns auf die Bedürfnisse der einzelnen ein und schauen genau hin, was wirklich ein inneres Bedürfnis ist und sprechen auch unsere Bedürfnisse aus.

Weihnachten bedeutet vor allem: Zeit haben und Zeit teilen. Denn sich Zeit zu nehmen für einen anderen bedeutet, ihm Geborgenheit und Liebe zu schenken. Und genau um diese Liebe geht es an Weihnachten.

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.    

Ideen fürs Wochenende #01 Dezember 2018

Das Wochenende steht vor der Tür mit vorweihnachtlicher Behaglichkeit: es sich zusammen gemütlich machen, ein wenig träge sein, aber dennoch auch aktiv etwas mit den Kindern unternehmen.
Bei uns hat sich in dieser Woche leider ein Umstand ergeben, der die gemütliche Wochenendplanung erheblich stört: Ich liege seit Mitte der Woche im Krankenhaus. Dennoch habe ich schon vorher ein paar Ideen für dieses Wochenende für Euch zusammen gesammelt:

Zusammen backen

Backen ist einfach wundervoll in der Vorweihnachtszeit und macht auch den Kindern oft großen Spaß. Was den Spaß aber ein wenig verleiden kann: wenn verschiedene Erwartungen aufeinander treffen, die nicht vereinbar erscheinen. Auf der einen Seite das Tun und die Freude der Kinder am Kneten, Rollen und Dekorieren und auf der anderen Seite der vielleicht ästhetische Anspruch der Erwachsenen. Bei uns hilft da besonders eines: Die Kinder machen lassen nach ihren Wünschen und für unsere eigenen Ansprüche einfach extra backen. 

Es kommt nicht darauf an, wie instagrammable die Kekse aussehen, sondern dass alle eine schöne Zeit haben und das Tun genießen können.

Mit Kindern backen bedeutet: Ergebnisoffen backen: Da werden die Plätzchen ein wenig schief aussehen, wenn die kleinen Hände sie auf das Backblech legen. Und vielleicht werden sie im Zuckerguss ertrinken oder der Teig nicht mehr herauszuschmecken sein unter allen Streuseln. Damit die Kinder auch in Ruhe schon vom Teig naschen können, backen wir einfache Mürbeteigkekse ohne Ei, die schnell zu machen sind. Für mein ästhetisches Auge habe ich in diesem Jahr schon Marmeladenherzen gebacken wie hier bei berlinmittemom.  Wer es lieber vegan mag, findet hier auch eine vegane Alternative für die Kekse.

Einmal nach Kinderwunsch, einmal nach Elternwunsch gebacken – alle zufrieden

Auch Claudia von wasfürmich kennt das Problem mit dem Backen und den Ansprüchen von Kindern und Erwachsenen. Für ihre Vorliebe für Stollen hat sie nun eine kinderkompatible Lösung gefunden für Mini-Adventsstollen. Klingt sehr lecker!

Basteln

Auch wenn wir das ganze Jahr über viel basteln, ist die Weihnachtszeit noch einmal eine besonders schöne Bastelzeit. Was wir in den letzten Wochen gemacht haben: Bienenwachskerzen gezogen, Kerzen gerollt, Gingko-Blätter-Engel gebastelt, Teelichter gegossen, Weihnachtskarten gebastelt. Im letzten Jahr haben wir diese Walnussschalen-Wichtel gebastelt. Auch aus Walnussschalen lassen sich noch andere tolle Sachen machen, wie die kleinen Wiegen: In die ausgehöhlten Walnusschalen wird mit ein paar Stoffresten das Wiegendach und die Decke geklebt. Für die Decke ein kleines Stück Märchenwolle/Heilwolle in etwas Stoff einwickeln und so festkleben. Den Kirschkern abschließend (angemalt oder pur) aufkleben. Am leichtesten lässt es sich mit Heißkleber kleben.

Wallnussschalenwiegen aus Stoffresten, Kirschkern und Walnnuss

Bei mamahoch2 gibt es ein paar Anregungen für DIY-Geschenkverpackungen aus Papiertüten und Stoff und auch hier bei alovelyjourney geht es um Verpackungen und sinnvolle Gastgeschenke. Wer Lust darauf hat, Weihnachtskarten selber mit ein paar Weihnachtsmänner zu malen, findet bei sketchnotelove eine Anleitung.  Wen es am Wochenende in die Natur verschlägt, findet bei Veronika vielleicht noch ein paar Ideen für das Sammeln von Naturmaterialien.

Wer eine Abwechslung zum Weihnachtsthema braucht: Mary Poppins ist zeitlos schön

Lesen

Natürlich ist jetzt gerade die Zeit für allerlei Weihnachtsgeschichten. Hier habe ich vor ein paar Jahren schon einmal ein paar unserer liebsten Weihnachtsbücher zusammengestellt. Bei uns ist jetzt gerade einmal wieder „Mary Poppins“ ein großes Thema. Wir haben schon vor langer Zeit alle Bücher gelesen und den Film schon sehr oft gesehen. Nun kommt nächste Woche ein neuer Film heraus, in dem Mary Poppins zurück kehrt zu Jane und Michael, die mittlerweile erwachsen sind. Bei den Kindern (und auch uns Erwachsenen) ist der Film auf der Vor-Weihnachts-Filmliste. Passend dazu habe ich mir als Rezensionsexemplar ein schönes neues Buch in schwarz-weiß mit Laserschnitten und Schattenspielen zusenden lassen, mit dem die Abenteuer von Mary Poppins nacherlebt werden können in ruhigen Bildern: Mary Poppins. Auf, auf und davon. Ein wirklich zauberhaft gestaltetes Buch, das am Abend schön mit Kindern angesehen werden kann und der Fantasie freien Lauf lässt.

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.    

Unser Jahreszeitentisch im Mai {Werbung & Verlosung}

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Der Wonnemonat. Die Bäume sind grün, die Wiesen werden bunt. Gerade jetzt tauchen überall die gelben Farbtupfer des Löwenzahns auf den Wiesen auf und laden ein zu allerlei Gebastel, Löwenzahnhonig und der Verwendung in der Naturheilkunde. Um den Jahreszeitenstisch zu gestalten, können wir nun aus dem Vollen der Natur schöpfen. Weiterlesen

Unser Jahreszeitentisch im April – mit Frühlingssuchspiel und Dosenkresse

In diesem Jahr ist das Wetter im April jeden Tag ein wenig anders und wir haben schon barfuß in kurzen Sachen draußen gespielt und an verregneten Tagen den Blitzen zugesehen. Aber nun nimmt langsam das warme Wetter zu, die Bäume zeigen erste grüne Tupfen, die sich langsam entfalten, es sprießen Blüten und hier und da ist das Gesumm einer Biene zu hören. Weiterlesen

Unser Jahreszeitentisch im März – mit selbstgemachten Filzkeimlingen

Der März ist da, der Frühling steht vor der Tür. Weiß, Braun und Grau schleicht sich langsam davon uns wird ersetzt durch ein zartes Grün und andere sanfte Farben, die langsam aus der Erde sprießen. Genau so sprießen nun auch auch die ersten Farben auf dem Jahreszeitentisch: Die Sonne scheint warm herab und weckt die in der Erde schlafenden Samen. Mutter Natur kümmert sich liebevoll um sie, die sich räkeln und strecken und langsam entfalten – die einen früher, die anderen später. Weiterlesen

Unser Jahreszeitentisch im Februar {Werbung}

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Immer wieder habe ich hier oder auf Instagram schon unsere Jahreszeitentische gezeigt und immer wieder viele Nachfragen und viel Feedback dazu bekommen. Für dieses Jahr habe ich mir daher zusammen mit Livipur, die eine große Auswahl an Sachen für den Jahreszeitentisch anbieten,  eine besondere Idee ausgedacht: Jeden Monat bekommt Ihr hier auf dem Blog einen Einblick in die Gestaltung des Jahreszeitentisches mit einigen Ideen, die wir in unserer Familie umsetzen und auch Anregungen, wie man es auch noch anders machen kann. Am Ende des Jahres werden diese Ideen als Booklet zusammengefasst in Print- und Ebookversion. Warum der Jahreszeitentisch eine besonders schöne Idee für den Alltag ist, könnt Ihr hier erfahren. Weiterlesen

Der Jahreszeitentisch für Kinder

Die Kinder erleben den Lauf des Jahres, wenn sie draußen sind und in der Natur spielen. Oft bringen sie die Schätze der Natur, die sie dort finden, mit nach Hause und sie können aufbewahrt, als Gesprächsanlässe genutzt oder weiter verwertet werden. Darüber hinaus ist es für Kinder aber auch schön, den Lauf der Jahreszeiten und die Veränderungen des Jahres spielerisch aufgreifen zu können oder illustriert zu bekommen. Hierfür ist der Jahreszeitentisch da: Weiterlesen

Hallo Oktober!

Endlich ist der Herbst da. ich mag diese Jahreszeit so gerne, denn ich liebe das Abschiednehmen vom Sommer, die letzten warmen Sonnenstrahlen und nebligen Tage. Die Zeit, wenn der Kamin oft brennt und darauf ein Topf steht: Mit Punsch, mit Bienenwachs, mit Äpfeln. Zeit der warmen Farben, die nun auf uns herab regnen und noch einmal so satt und voll sind, bevor der kühle und blasse Winter kommt. Zeit, um mit den Kindern durch den Wald zu gehen und Pilze zu sammeln (die ich nicht esse, aber der Rest der Familie). Zeit, um es gemütlich zu machen und das Zuhause auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten: Hier und da wird um- und aufgeräumt. Einige Möbel bekommen einen neuen Anstrich, die Holzmöbel der Kinder werden zusammen geölt. Der Herbstputz steht an. Zeit, um zu basteln und Ruhe dafür zu haben: für den Jahreszeitentisch, für die Fensterbank – und natürlich die ersten Kleinigkeiten für Weihnachten und den Adventskalender, der langsam angedacht werden muss. Ich freue mich auf Kastanienmännchen und -kleber, auf Moos und Eicheln und Stöcke und den Geruch des Bienenwachses, das zu Kerzen gezogen und in Walnussschalen gegossen wird. Ich freue mich auf Marmeladen, Maronen und Ernte Dank.

Im Oktober feiern wir einen Kindergeburtstag, wir werden nach München fahren, wo ich bei der Süddeutschen Zeitung Familie am Runden Tisch zum Thema „Smartphone über alles: Was die bahnbrechendste Erfindung der vergangenen Jahrzehnte mit unseren Familien macht“ sprechen, eine Lesung halten und am 12.10. ein Webinar zum Thema Babysignale verstehen halten werde. Ich werde ein neues Buch fertig schreiben und ein anders planen, die beide im nächsten Jahr erscheinen.

Ich freue mich auf diesen Oktober.
Eure