Schlagwort: DIY

In der Weihnachtsbäckerei

Lebkuchen

Habt Ihr schon für den Weihnachtsteller und für den Baum alles fertig gebacken? Noch habt Ihr Zeit für den Lebkuchenteig: Am Montag anrühren, am Dienstag backen. In jedem Jahr backen wir ein Lebkuchenhaus aus diesem Teig und die Anhänger für den Weihnachtsbaum, die dann nach Weihnachten aufgenascht werden.

Das Rezept reicht für ein Lebkuchenhaus oder einen Satz Baumschmuck:

Es werden

60g Butter mit

750g Honig und

250g Zucker in einem Topf erhitzt. Ist es eine einheitliche Masse, darf sie wieder abkühlen. In der Zwischenzeit werden

1kg Mehl,

150g gemahlene Mandeln,

2 Eier,

1 TL gemahlene Nelken und

1,5 TL Zimt vermengt.

Nun werden die Honig-Zucker-Butter-Mischung und die Mehlmischung unter kneten zusammengefügt.

20g Pottasche und

10g Hirschhornsalz werden in

2 EL Milch gelöst und dann zum Teig hinzu gegeben. Alles wird vermengt und dann über Nacht ruhen gelassen.

Der Teig wird dann am nächsten Tag etwa 1/2 cm dick ausgerollt und etwa 15 Minuten im Backofen gebacken. Beim Herausnehmen ist er noch weich und härtet dann beim Abkühlen.

Für den Zuckerguss vermenge ich

1 Eiweiß mit

250g Puderzucker.

Dekoriert wird mit allem, was sich die Tochter aussucht. In diesem Jahr war der Herzenswunsch Smarties.

Frau Mierau lernt nähen und verlost ein zauberhaftes Kreativbuch

Verlosung_Belle_Boo

Als Kind hatten wir zu Hause eine Nähmaschine. Und da meine Mutter damit nichts anfangen wollte, durfte ich sie allein benutzen. Also fing ich mit 8 Jahren an, Kissen zu nähen. Wie man die Maschine richtig benutzt, habe ich nie gelernt. Es machte aber Spaß. Ich nähte Patchworkkissen, weil ich das im Fernsehen gesehen hatte. Und Kissen, die wie ein Buch zu öffnen waren. Ich nähte meinen Puppen Kleider, die ich persönlich sehr schön fand.

25 Jahre später bin ich Mutter von zwei Kindern. Und wie das nun so in Mütterkreisen ist, kommt doch der Wunsch auf, selber Sachen zu nähen für die Kinder. Mal eine hübsche Splitpants für den Sohn im Winter. Oder eine Hose für die Tochter. Die ersten Nähversuche sind aber eher krumm. Was also tun? Einen Nähkurs besuchen, ist die naheliegende Lösung. Doch es ist gar nicht so einfach, wenn man immer „falsch“ genäht hat, auf einmal anders nähen zu lernen. Der Körper hat Handgriffe gelernt, die er so schnell nicht vergessen möchte. Also wird von Anfang an neu gelernt: Es werden Linien auf Papier nachgenäht, erst gerade Linien, dann Wellenlinien. Kurven werden geübt und Buchstaben auf Papier. Es dauert lange, bis das erste Stück Stoff in die Nähmaschine kommt. Applizieren wird geübt und es entsteht die erste hübsche, tragbare Sache unter meinen Händen: Ein Geburtstagsbody für den Sohn mit einer großen Eins und einer Eisenbahn. Es geht voran. Langsam, aber es geht.

Und wie der Zufall es wollte, kam vom Ratgeberverlag Edition Fischer die Anfrage, ob ich ein Rezensionsexemplar  „Das Belle & Boo Kreativbuch“ erhalten möchte. Darin finden sich 25 zauberhafte Kreativideen aus der Welt der kleinen Belle und ihrem Hasen Boo. Gestrickte Fäustlinge mit Schneeflocken und zugehörige Mütze, eine kleine Kochschürze mit Tasche, ein entzückendes Fühlbuch oder ein kleiner, kuscheliger Nachziehelefant? Alle Bastelideen sind präzise illustriert und die Fotos machen die Auswahl schwer, mit welchem Projekt man beginnen möchte.

Ich habe mich für das Nähen des kleinen Elefanten entschieden. Aus dem Stoff einer alten Jeans sollte er gemacht werden. Eine kleine Abwandlung in Sachen Füllung gab es: Die Tochter hat einem kleinen Glasherz Leben eingehaucht und es dann in den Elefanten gesteckt. Und er sollte auch erst einmal keine Räder bekommen, damit man ihn besser bekuscheln kann. Für mein allererstes selbstgenähtes Kuscheltier ist er dank guter Anleitung und beiliegender Schnittmuster sehr schön geworden – so schön, dass ich gleich noch einen zweiten machen muss für den Sohn.

Verlosung_Belle_Boo2

Und wie ist es bei Euch? Habt Ihr Lust, auch eines der schönen Projekte von Belle & Boo nachzubasteln? Ein weiteres Exemplar des zauberhaften Buches habe ich zur Verlosung erhalten. Unter allen geborgen-wachsen Facebook-Fans, die bis 6. Dezember 23:59 Uhr auf Facebook den Aufruf zur Verlosung öffentlich teilen und kommentieren, verlose ich  dieses Buch.

Traut Euch! Macht mit und seht, dass es ganz einfach ist Spaß macht. – Und Eure Kinder werden es lieben.

 

3 x 24 – Die Adventskalender hängen

Adeventskalender

Es beginnt zu weihnachten. In dieser Woche wird das Lebkuchenhaus gebacken, der Adventskranz wird gebunden. Im Kindergarten findet das Adventsgärtlein statt. Und nun hängen auch die Adventskalender in unserer Küche. In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal drei Kalender gemacht; im letzten Jahr war der Sohn noch zu klein. Was wohl in den Kinderbeutelchen zu finden ist?

Tochter_Adventskalender

Tochterkalender mit 4 Jahren und 9 Monaten

Als wir zum ersten Mal gemeinsam Weihnachten feierten, war die Tochter 9 Monate alt. Da gab es noch keinen Kalender für sie. Im darauf folgenden Jahr sollte sie aber ebenso wie wir einen bekommen. Ich gab mir viel Mühe mit der Auswahl und packte liebevoll die Päckchen mit kleinen Hübschigkeiten. Schnell aber entdeckte sie, dass wie Erwachsenen Schokolade in unseren Beutelchen hatten und sie nicht. Deswegen mussten wir alsbald unseren Kalender mit ihr teilen. Im folgenden Jahr wünschte sie sich dann auf jeden Fall auch Schokolade für ihren Kalender. Und so erhält sie nun in jedem Jahr einen selbstgemachten Kalender mit Schokolade und ein paar ausgewählten Kleinigkeiten. In diesem Jahr hat sie sich einen Kalender mit Zahlen gewünscht, denn bislang hatte sie nur Stoffbeutel ohne Aufdruck und konnte jeden Tag davon frei wählen. Nun aber kennt sie schon viele Zahlen und ist begierig, sie zu lesen. Deswegen habe ich in diesem Jahr aus einfachen Papierbeuteln einen Kalender gebastelt: Auf jeden Beutel wurde eine Zahl aus Holz aufgeklebt. Die Tüten wurde gelocht und auf eine rote Samtschnur aufgezogen. Dazwischen kamen noch etwas Thymian und getrocknete Apfelscheiben. Und in den beutelchen sind kleine Schokoladentäfelchen – für jeden Tag eines und dazu gibt es Glitzermalstifte, Pferdetattoos, eine kleine Strickkatze zu Nikolaus, Haarspangen und Tinti.

Sohn_Adventskalender

Sohnkalender mit 14 Monaten

Was die große Schwester macht, das wird mitgemacht. Und deswegen steht es außer Frage, dass auch der Sohn einen eigenen Kalender bekommt. Er erhält nun die Stoffbeutelchen ohne Zahlen und kann sich jeden Tag einen davon abpflücken. Und was für ihn darin ist? Eine Kiste Haba-Fantasiebausteine (glücklicherweise hat Haba bei Stiftung Warentest recht gut abgeschnitten im Holzspielzeugtest), die für jeden Tag 1-2 Bausteine hergibt und dazu an jedem Tag einen ungesüßten Kinderkeks. Zu Nikolaus gibt es wie bei der Tochter ein kleines Kätzchen.

Und der 3. Kalender ist für @leitmedium. Aber was da drin ist, verrate ich hier nicht. Nur so viel: Die Tochter hat es ausgesucht.

Und was gibt es bei Euch?

Weihnachtsgebastel: Rosenperlen

Rosenperlen_8

Langsam wird es Zeit, an Weihnachten zu denken. Bald schon werde ich anfangen, die Weihnachtskalender zu basteln. In diesem Jahr werden es drei Kalender sein: für die Tochter, den Sohn und den Mann. Aber nicht nur die Kalender wollen befüllt werden, auch Geschenke müssen nun langsam erdacht und gefertigt werden. Angefertigt, nicht gekauft? Sowohl als auch. Ich kaufe gerne ausgewählte Dinge für Familie und Freude, aber ich mache auch gerne Kleinigkeiten selbst. Einfach, weil so viel Herz mit darin steckt. Weil man dabei an den anderen Menschen denkt, für den dieses Geschenk sein wird. Manchmal ist es fast meditativ, ein Geschenk selbst zu machen. Zum Beispiel das Basteln von Rosenperlen.

Auf die Idee zu den Rosenperlen kam ich durch eine Erzieherin im Kindergarten der Tochter. Sie hatte ein wunderschönes Armband und erzählte, dass sie die Perlen aus Rosenblüten selbst gemacht hätte. Das sei ein langwieriger, aber einfacher Prozess. Und das ist es tatsächlich:

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Man nimmt frische oder getrocknete Rosenblüten und gibt sie mit Wasser in einen Kochtopf.

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So viel Wasser, dass die Blüten gut bedeckt sind. Dann beginnt das köcheln: Die Rosenblüten sollten nicht zu heiß gekocht werden, weil dann der Duft verloren geht. Also langsam erhitzen und immer wieder umrühren. Es soll ein leimartiger Brei werden. Getrocknete Blüten werden nicht so gut breiig. Eventuell mit Pürrierstab zerkleinern.

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Hat der Brei die richtige Konsistenz, wird er in ein Leinentuch gegossen und ausgepresst, so dass eine Knetmasse entsteht.

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Zur besseren Haltbarkeit kann man noch einen Löffel Gummi arabicum zugeben. Dann wird die Masse zu einer Rolle geformt, von der dann kleine Stücke abgetrennt werden, die zu Perlen gerollt werden.

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Die Perlen schrumpfen beim Trocknen noch stark, daher erst einmal größer formen als gewünscht. Kugeln anschließend auf Zahnstocher pieksen (für die Fädellöcher).

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Die Perlen müssen täglich auf den Zahnstochern gedreht werden bis die Perlen durchgetrocknet sind.

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Am Besten in einem Glas mit Verschluss lagern, damit der Duft erhalten bleibt.

 

Herbsttag. Blättergebastel

Die Bäume werden nun kahl. Blätter wehen über Berlins Straßen. Die Tochter hat heute im Hof Blätter gesammelt. Aber was stellt man dann damit an? Wir haben uns fürs Malen entschieden:

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Alles vorbereitet: Blätter gewaschen und getrocknet, Aquarellmalfarben mit Wasser gemischt.

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Hach, diese Farben!

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Blätter von einer Seite bemalen.

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Und dann auf das Papier drucken. Kann man wunderschönes Geschenkpapier mit herstellen (dazu als Untergrund Seidenpapier nehmen).

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Variation: Mit der Zahnbürste Farbe um die Blätter herum spritzen.

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Auch die kleinsten Hände wollen mitmachen.

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Der Herbst ist da: Die besten Hausmittel für Kinder in der Erkältungszeit

Hausmittel

Der Herbst ist da. Tage und Nächte werden kühler. Wind weht eisig. Das Sitzen im Sandkasten auf kaltem Stein ist längst keine Freude mehr. Und natürlich sind sie schon unter uns: die ersten Schniefnasen. Rote Kindernasen, laufende Babynäschen, mit gelbem Rotz verschmiert. Wir sind froh, wenn es uns (noch) nicht erwischt hat und denken voll Sehnsucht an die herrlichen Sommertage zurück, die frei von verstopften Nasen und nächtlichen Hustenattacken waren. Und auch wenn man sich nicht ganz davor bewahren kann, gibt es doch ein paar Hausmittel und Tricks, die den Herbst und Winter besser überstehen lassen.

Auf die Kleidung kommt es an

Natürlich ist an Muttis Rat was dran, im Winter die guten Wollunterhosen anzuziehen. Es muss nicht kratzig sein und auch nicht hässlich, aber passende Kleidung ist das A und O in der kalten Jahreszeit. Dünne Baumwollhemdchen gehören in den Sommer. Im Winter werden die kleinen Kinderkörper am Besten von Wolle und Wolle/Seide gewärmt. Wolle hat nämlich verschiedene Eigenschaften, die für Bekleidung im Herbst und Winter sehr praktisch sind: Sie kann die Temperatur angemessen regulieren, indem sie die Körperwärme speichert. Auch Wasserdampf wird von ihr aufgenommen und dies zu großen Mengen ohne dass sich die Wolle feucht anfühlt. Das sind ideale Eigenschaften vor allem für Socken, damit die Füße warm bleiben. Wollsocken sind deswegen wirklich die beste Fußbekleidung in den kalten Jahreszeiten. Doch nicht nur der Fuß profitiert von diesen Eigenschaften: Wenn Kinder draußen toben und schwitzen, brauchen sie genau diese Fähigkeiten der Wolle. Bleiben sie nämlich nass, kühlt der Körper aus. Darüber hinaus nimmt das Naturprodukt auch Schmutz und Gerüche wenig an – ein weiterer großer Pluspunkt, um als Kinderkleidung in Betracht zu kommen. Um Erkältungen also vorzubeugen, sollte man durchaus ein paar Wollteile mit in den Kleiderschrank aufnehmen. Da sie Schweiß bindet und unangenehme Gerüche wieder an die Luft abgegeben werden, müssen die Wollteile auch nicht ständig gewaschen werden. Man braucht also nicht so viele verschiedene Teilchen, aber ein paar sollten es schon sein. Sind Füße und Körper gut eingepackt, sollte es auch am Kopf nicht mangeln. Das Kindchenschema, durch das wir Babys und Kinder so niedlich finden, basiert u.a. auf einem relativ großen Kopf im Vergleich zum restlichen Körper. Körperwärme wird daher über diesen großen Körperteil nach außen abgegeben. Eine Kopfbedeckung sollte deswegen in der kühleren Zeit nicht fehlen.

Die richtige Nahrung

Unserem Körper kann es nur gut gehen, wenn er alle Nährstoffe bekommt, die er benötigt. Bei Kindern, die noch wachsen, ist das besonders wichtig. Ebenso auch in Zeiten, die sehr zehrend sind, wie lange, kalte Winter. Mit der richtigen Nahrung können wir gezielt das Immunsystem unterstützen. Das fängt schon bei den Babys an: Der nahende Winter ist für das Abstillen keine gute Zeit. Gerade jetzt brauchen Babys und Kinder jede Unterstützung des Immunsystems, die sie bekommen können. Wer stillt, kann seinem Kind über die Muttermilch Immunglobuline geben, die bei der spezifischen Abwehr von Krankheitserregern helfen. Wenn möglich, sollte das Abstillen deswegen auf eine weniger krankheitsintensive Jahreszeit verlegt werden. Doch auch unabhängig vom Stillen kann mit Nahrung gut unterstützt werden. Dazu ist ausgewogene und vielfältige Nahrung wichtig: Getreideprodukte mit hohem Anteil von Vollkornprodukten, täglich frisches Obst und Gemüse. Und wenn Kinder Obst gerade nicht pur essen wollen, ist ein selbstgemachter Smoothie vielleicht eine gute Alternative. Wer sich und seine Kinder vegetarisch oder vegan ernährt, sollte besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten und darauf, dass alle wichtigen Nahrungsinhaltsstoffe tatsächlich dem Körper zugeführt werden. Kraftsuppen können in der kalten Jahreszeit gut unterstützen und gleichzeitig viel gesundes Gemüse enthalten – aufgehübscht mit lustigen Buchstaben- oder Figurennudeln. Süßigkeiten sind natürlich möglich, aber in Maßen. Auch die Trinkgewohnheiten sind in Sachen Ernährung wichtig: Kinder sollten laut DGE fast 1l Flüssigkeit zu sich nehmen – bevorzugt Wasser oder ungesüßten Tee.

Bewegung trägt zur Gesunderhaltung bei

Kinder brauchen Bewegung. Oder besser gesagt: sie brauchen ein ausgeglichenes Verhältnis von Ruhe und Bewegung. Natürlich sind auch Ruhephasen wichtig und das entspannte Zuhause sein bei Tee und Vorlesegeschichte. Doch gerade im Herbst und Winter neigen wir dazu, unseren Kindern zu wenig Bewegung zu ermöglichen. Durch die Bewegung wird die Durchblutung gefördert und somit die Sauerstoffversorgung. Ganz besonders gut ist die Bewegung draußen auch im Winter. Kinder benötigen Sonnenlicht: Es regt den Stoffwechsel an und dient der Bildung von Vitamin D. Auch im Winter sollten Kinder deswegen täglich die Möglichkeit haben, mindestens eine Stunde draußen zu spielen und sich dabei ausgiebig bewegen zu können. Manche Kindergärten gehen täglich mit den Kindern raus. Ist dies nicht der Fall, sollten Eltern das auf jeden Fall am Nachmittag nachholen. Auch wenn es draußen nass und kalt. Die richtige Kleidung schützt das Kind vor Kälte und Nässe und im Anschluss kann ein warmes Fußbad und ein warmer Tee wieder Wärme geben und zum Ausruhen einladen.

Wenn sich die Erkältung doch eingeschlichen hat

Und wenn all das nicht geholfen hat? Kinder müssen ihr Immunsystem erst aufbauen und ein Infekt pro Monat wird durchaus als normal betrachtet. Erst im Grundschulalter wird die Infektanfälligkeit meist geringer. Wenn also die Erkältung da ist, wird schnell auf bewährte Hausmittel zurück gegriffen. Die Klassiker aus der Familie Mierau sind: Brustwickel bei Husten, selbstgemachter Hustensaft aus Zwiebeln oder schwarzem Rettich, Dampfbäder bei Erkältung, Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen, Zwiebelsocken bei Erkältungen, Gurgeln mit Salbeitee oder anderen guten Dingen bei Halssschmerzen.

Brustwickel bei Husten

Seit vielen Jahren haben wir nun immer Bienenwachswickel für den Notfall zu Hause. Die Kinder mögen sie gerne und sie helfen wirklich. Angewärmt werden kann das Bienenwachs mit einem Fön. Wir zu Hause haben aber unsere ganz spezielle Art: Mama oder Papa wärmen die Kompresse erst einmal an der eigenen Haut an unter dem Pullover. Mit „Mamawärme“ oder „Papawärme“ aufgeladen, hilft der Bienenwachswickel nämlich gleich noch besser. Mit einem Wickelset oder einem warmen Tuch umhüllt, bleibt das Bienenwachs lange warm und weich auf der Brust des Kindes und kann auch eine ganze Nacht lang wirken. Geht auch schon bei den ganz Kleinen!

Hustensaft aus Zwiebeln oder schwarzem Rettich

Auch schon beliebt bi der großen Tochter ist der selbst gemachte Hustensaft mit Honig. Entweder wird ein schwarzer Rettich ausgehöhlt und darin wird Honig eingefüllt, der über Nacht ziehen gelassen wird. Am Morgen wird der Saft in ein Glas umgeggossen  und es gibt 3x täglich einen Esslöffel davon. Alternativ – wenn kein Rettich zur Hand – nehmen wir auch Zwiebeln und lassen sie mit Honig ziehen. Aber Achtung: Honig ist natürlich nicht für Babys geeignet wegen der Botulismusgefahr.

Dampfbäder

Eingeatmet kann heißer Dampf die erkrankten Schleimhäute befeuchten, abschwellend wirken und die Entzündung hemmen. Mit einem Inhaliergerät aus der Apotheke ist das gut möglich, aber auch ein Dampfbad über einer dampfenden Wasserschüssel mit Handtuch über dem Kopf kann reichen. Achtung aber vor Verbrühungen! Kinder dürfen niemals allein gelassen werden mit heißem Wasser. Sind die Kinder noch klein, kann das Dampfbad auch gemeinsam unter einem mit einer Decke verhangenen Tisch eingenommen werden – einer dampfenden Räuberhöhle! Zum Wasser kann entweder Salz oder Kamille gegeben werden oder auch Thymian.

Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen

Es ist DAS Hausmittel bei Ohrenschmerzen: Zwiebel klein schneiden, auf einem umgedrehten Kochtopfdeckel über  heißem Wasser erwärmen, in eine Socke oder eine Ohrkompresse geben und auf das schmerzende Ohr legen.

Zwiebelsocken bei Erkältungen

Und auch generell bei Erkältungen etwas größerer Kinder sind Zwiebeln eine gute Idee. Ebenso erwärmt wie bei den Ohrkompressen kann die Zwiebel auch in einem Beutelchen auf die Füße gegeben werden und dann ab damit ins warme Bett!

Gurgeln

Größeren Kindern ab etwa 3 Jahren kann gurgeln wirklich Spaß machen. Wenn Salbeitee noch vom Geschmack zu intensiv ist, kann das Gurgeln auch mit Aloevera probiert werden.

Die Zwiebel ist also erst einmal oft das Hausmittel Nummer 1 bei uns und kann bei vielen Dingen eingesetzt werden. Ab Herbst haben wir daher immer einen gefüllten Zwiebeltopf zu Hause. Natürlich gibt es daneben noch allerhand andere Dinge, die wir machen. Viele Tees und verschiedene Teemischungen kommen oft zum Einsatz oder auch das ein oder andere Fußbad mit Senfmehl oder anderen guten Zusätzen. Oft können diese einfachen „Hausmittel“ schon große Linderung verschaffen. Aber natürlich gilt immer: Wenn man sich unsicher ist, das Kind sehr schlapp ist, man ein ungutes Gefühl hat oder auch Fieber lange andauert oder sehr hoch ist, sollte man unbedingt den Arzt kontaktieren. Übrigens gibt es mittlerweile einen Antibiotika-Pass, den man für sich und das Kind auf jeden Fall besorgen sollte, um im Blick zu behalten, wann welche Medikamente gegeben wurden.