Kategorie: Rezepte

Von BLW, Familienkost und Sonntagssüßen

Mealprep für Familien – zum Einsteigen

Für die ganze Familie zu kochen, kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Nicht nur wegen unterschiedlicher Vorlieben, sondern auch einfach wegen des Aufwands der Zubereitung, fehlender Zeit unter der Woche und auch, weil eine ausgewogene Ernährung im Blick zu behalten im Alltagschaos manchmal gar nicht so einfach ist.

Das Mealprepping oder Foodprepping ist eine einfache Möglichkeit, um sich den Familien-Essenalltag zu erleichtern: Einmal in der Woche wird der Großteil vorgekocht und dann aufbewahrt. So kann auch an stressigen Tagen gesundes Essen auf den Tisch kommen und unter der Woche braucht die Essenszubereitung weniger Zeit – das gibt mehr Familienzeit. Besonders abends nach einem langen Arbeitstag oder wenn die Kinder erschöpft sind, ist das Kochen manchmal eine mühselige Belastung.

Vorgekocht kann an einem freien Tag (zum Beispiel am Wochenende) gemeinsam werden und auch die Kinder können ihre Lieblingsessen für die Woche auf den Speiseplan setzen lassen. Beispielsweise kann gefragt werden: „Diese Woche gibt es mehrmals Hirse/Nudeln/Kartoffeln/Coucous… Was ist DeinLieblingsessen mit dieser Zutat?“

Was du für den Start brauchst

Wenn du mit dem Planen, Vorkochen und Aufbewahren anfangen möchtest, benötigst du vor allem Aufbewahrungsmöglichkeiten für die vorgekochten Speisen. Das müssen nicht zwangsweise teure neue Behälter sein, sondern es eigenen sich auch einfache Küchendosen und -boxen, Einmachgläser und ausgewaschene Marmeladegläser. Darin lassen sich beispielsweise auch portioniert Suppen einfrieren. Gläser mit Schraubverschluss sind aber auch toll, um darin Salate oder Oatmeal aufzubewahren. Schön geschichtet ist das Essen darin auch noch ein optischer Genuss.

Aufbewahrung von Suppen

Wichtig ist auch, dass du Platz zum Aufbewahren der vorbereiteten Speisen hast in einer Vorratskammer (bei eingekochten Mahlzeiten), im Kühlschrank oder Gefrierfach. Und du kannst auch einen kleinen Vorrat anlegen an Zutaten, die du zur Variation der Speisen verwendest: gefrorenes Obst, Nüsse und ganz besonders Gewürze: Sie machen den feinen Unterschied von Speise zu Speise.

Zudem ist es gut, wenn du einen schriftlichen Plan machst für die Wochenplanung, den dazu passenden Einkaufszettel und zusätzlich auch die Lieblingsspeisen notierst, so dass du langfristig immer leichter eine ganze Woche im Voraus planen kannst.

Gerichte für eine Woche planen – So geht es

Wenn alles bereit ist, geht es an die Wochenplanung: Für den Beginn starte mit einfachen Gerichten und einer einfachen Planung. Frühstück lässt sich oft besonders leicht planen mit Brot + Belag, Müsli, Haferflocken als Porridge oder Overnight Oats und dazu Obst und Nüsse. Auch das Abendessen ist oft leicht zu planen, wenn nicht extra warm gegessen wird. Für den Start ist es gut, 2 bis 3 Gerichte für die Mittagsessen festzulegen. Möglich ist es auch, eine Hauptzutat vorzukochen und dann unterschiedlich aufzubereiten, beispielsweise Nudeln für Nudeln mit Sosse, Nudelauflauf, Nudelsalat. Oder Hirse für süßen Hirsebrei, Hirseauflauf, Hirsepuffer. Such im Internet nach Inspirationen für Meal Prepping. Dort findest Du viele Anregungen und es gibt auch einige passende Rezeptbücher.

Die durchgegarten Speisen sind einige Tage im Kühlschrank haltbar. Viele Speisen können aber auch eingefroren werden (Suppen, Eintopf, Aufläufe, Gemüse, Früchte). Schnell verderbliche Zutaten sollten gleich am ersten Tag verspeist werden.

Auch für Kinder ist Meal-Prepping gut geeignet. Wenn wir sie in die Erstellung des Essensplans einbeziehen, können sie mitbestimmen, was auf den Tisch kommt, und lernen gleichzeitig, wie Lebensmittel einkaufen und Essen machen organisiert wird.

Susanne Mierau & Milena Glimbovski „Einfach Familie leben“ S. 121

Wenn Gerichte gleich fertig im Glas aufbewahrt werden sollen wie beispielsweise Salate, die zur Arbeit mitgenommen werden, ist beim Einfüllen ins Glas die Schichtung zu beachten: Das Dressing kommt ganz nach unten, darüber die Zutaten, die dadurch nicht weich und „unschön“ werden wie Bohnen oder Kichererbsen und erst zum Abschluss kommen die empfindsamen Zutaten wie Salat.

Resteverwertung

Wenn doch einmal noch Reste anfallen, können diese noch eingefroren werden für die nächste Woche (beispielsweise Suppe kann gut in Schraubgläser abgefüllt und eingefroren werden) oder es kann vor dem nächsten Einkauf einen Resteverwertungstag geben, beispielsweise mit Suppe oder es werden Obstreste zu Kompott eingekocht oder Tofu- und Gemüsereste in Sommerrollen mit Reispapier gewickelt. Hier ist Kreativität gefragt.

Was bringt mir Meal Prep?

Es scheint erst einmal aufwändig, aber tatsächlich ist es eine Vereinfachung. Am Zubereitungstag werden zwei bis drei Stunden Küchenarbeit benötigt, die gut auch mit Kindern zusammen verrichtet werden kann. Sie können. – je nach Alter – Obst und Gemüse waschen, schneiden und mitkochen.

Unter der Woche wird dadurch Zeit gespart und vor allem werden Nerven geschont – und dies auch schon beim Einkauf, denn das Einkaufen „noch schnell fürs Abendessen nach der Kita“ entfällt. zu Hause geht es dann auch schnell, die schon vorbereiteten Mahlzeiten fertig zu machen und die Kinder haben die Möglichkeit, noch zu ihrer Spielzeit mit Mama und/oder Papa zu kommen.

Zudem werden ungesunde Speisen eher vermieden (was nicht heißen soll, dass Pizza und Pommes nicht auch mal toll sind) und eine gesunde Ernährung für die ganze Familie kommt in den Blick. Auch Kinder lernen so aktiv und nebenbei viel über Ernährung und Mahlzeitenzubereitung. Durch den gezielten Einkauf werden die Dinge gekauft, wie wirklich notwendig sind und es kann Geld gespart werden, weil weniger Lebensmittel weggeworfen werden und Fehlkäufe vermieden werden. Wer häufig berufsbedingt auswärts ist, kann durch die leckeren Mahlzeiten im Glas zusätzlich Geld sparen, das sonst in der Kantine oder im Restaurant ausgegeben werden würde.

Hast du es schon einmal ausprobiert oder jetzt Lust bekommen auf das Vorkochen?
Probier es doch mal aus.
Deine

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Die leckerste Schoko-Nicecream der Welt – leckeres Kindereis ohne Zuckerzusatz

Obwohl noch Frühling, ist es seit Tagen unglaublich warm. Jeden Tag fragen die Kinder: „Bekommen wir ein Eis?“ und auch wenn es bei uns auch außerhalb des Sonntagssüß Eis gibt, gibt es nicht jeden Tag einen Halt an der Eisdiele. Dafür aber gibt es die Auswahl unter den verschiedenen selbst gemachten Eissorten, die in den letzten 8 Jahren hier erprobt wurden: Von Wassermelone am Stiel über selbst gemachte Popsickles aus Saft und Joghurt bis hin zur Nicecream.

Unser aktuelles Lieblingsrezept für die wohl leckerste Schoko-Nicecream der Welt ist ebenso einfach wie lecker – und dazu ganz ohne zugesetzten Zucker und damit schon für die ganz kleinen Eisfans ein Genuss.

Für drei Kinderportionen nehmen wir:

2 in Scheiben geschnittene und gefrorene Bananen
4 EL Mandelmilch (oder auch Sojamilch)
1 EL Mandelmus
1 TL ungesüßtes Kakaopulver

Die tiefgefrorene Bananenscheiben in einen guten Mixer geben (Stabmixer reicht nicht, wenn die Bananenscheiben sehr dick sind oder die Banane nicht reif genug war), Pflanzenmilch, Mandelmus und Kakaopulver nacheinander zugeben und pürieren.
Wer mag, kann die Schoko-Nicecream noch mit einer Prise Zimt versehen.

Guten Appetit!

Hummus mit Gemüsesticks – leckerer Snack für BLW und später

Kleine Zwischenmahlzeiten für Kinder sind oft entweder süß oder sehr getreidelastig: die Brezel hier, Croissant da, ein Riegel etc. Eine leckere und wirklich einfache Alternative ist Hummus mit Gemüsesticks. Weich gedämpftes Gemüse (Möhren, Pastinake, Kartoffelsticks) mit Hummus ist als Beikost schon für viele Kinder eine leckere Hauptmahlzeit, für die größeren sind auch knackige Rohkostgemüsesticks mit Hummus lecker. Wir machen zwei Varianten Hummus je nach Bedarf und Zutaten zu Hause:

vegan und BLW geeignet
250g gekochte Kichererbsen (selbst gekocht oder aus Dose/Glas)
1 EL Olivenöl
1 EL Tahin (Sesammus)
Saft einer halben Zitrone
ggf. Wasser, wenn zu fest
bei Bedarf: klein gehackte Petersilie untermengen

Hummus mit Knoblauch und Skyr
250 g gekochte Kichererbsen (selbst gekocht oder aus Dose/Glas)
1 EL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe
eine Prise Salz
3 EL Skyr
Saft einer halben Zitronensaft

Schnelles Familienessen: Chili sin Carne

Manchmal muss es besonders schnell gehen. Eines unserer besonders schnellen Rezepte ist Chili sin Carne (+ sin Chili für die Kinder). Dafür brauchst Du:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Öl
vegetarisches oder veganes Gehacktes
1 Glas Kidneybohnen
1 Glas Mais
1 Glas Weiße Riesenbohnen
1 Packung passierte Tomaten
1 Tasse Gemüsebrühe
ggf. Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Thymian
Rosmarin
Chiliflocken
Wraps

Zwiebel und Knoblauch mit einem Esslöffel Öl anbraten. Dann vegetarisches Gehacktes zugeben und gut verrühren. Kidneybohnen, weiße Riesenbohnen, Mais hinzugeben. Dann passierte Tomaten zufügen und mit einer Tasse Gemüsebrühe auffüllen. Wer die Konsistenz sicker mag, kann etwas Tomatenmark zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wahl abschmecken. Wir schmecken mit Gewürzen ab, füllen den Kindern etwas auf die Teller und geben dann noch einmal Chiliflocken dazu und kochen es noch einmal kurz auf. Alles wird dann mit Wraps serviert.

Das besondere Geschenk: Liebevolle Unterstützungskekse für Eltern

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Was Eltern (und andere) wirklich brauchen, ist oft Unterstützung: konkrete Hilfe im Alltag, ein offenes Ohr, liebevolle Zuwendung und vor allem auch jemanden, der einem sagt: „Du machst das gut!“ – Besonders in anstrengenden Phasen. Nun beginnt die Weihnachtszeit, eine Zeit, die manche Familie viel Energie kostet. Wie wäre es, in diesem Jahr weniger Dinge und mehr Zuwendung zu verschenken? Hilfen anzubieten und einfach etwas Auflockerung und gute Gefühle verschenken. Der Bedarf dafür kann in jeder Familie anders sein.

Bei uns gibt es in diesem Jahr für Freunde und Familie eine extra Portion „Rescue Cookies“: Ruhe, Kraft, Verständnis, Geborgenheit – nimm was Du gerade brauchst und gönn Dir eine kurze Pause. Weiterlesen

Schnelle Kekse ohne Milch und Ei

Die ersten Blätter fallen von den Bäumen. Zeit für Wärme, Tee und Kekse. um den Herbst ein wenig einzufangen, habe ich mit den Kindern erste schnelle Kekse gebacken. Der Teig ohne Ei und Backpulver kann beim Ausstechen auch genascht werden und ist deswegen ganz besonders für ein spontanes Backen am Nachmittag geeignet.

Für den Teig:
300g Mehl
200g kalte Butter
100g Zucker

vermengen, zu einer Kugel formen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, dann ausrollen und ausstechen und im Backofen bei 175°C etwa 12 Minuten backen.

Sommeressen Nr.1: Herzhaftes aus dem Waffeleisen

Als ich noch ein Kind war, gab es bei uns zu Hause den Begriff des Extra-Sommer-Mittagessens. Gemeint waren damit immer besonders unkomplizierte Essen, nicht zu schwer. Solche, die man oft auch gut mit ins Schwimmbad nehmen konnte oder an andere Orte. Kleine Portionen, die sich einfach herstellen lassen. Da ich mit meinen Kindern gerade viel unterwegs bin und das gute Wetter ja nun zurück kommen wird, möchte ich Euch ein wenig mitnehmen zu unseren Sommermittagessen.

Anfangen möchte ich mit Leckereien aus dem Waffeleisen. Weiterlesen