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10 Stillfreundliche Hausmittel bei Erkältung

Diesen Winter blieb ich bisher ganz gut verschont von der Erkältungswelle. Hier und da kam sie mal kurz vorbei, aber nicht so groß und schlimm. Bis jetzt, denn nun hat sie mich erwischt. Während am Wochenende noch die Tochter fieberte, hat es diese Woche mich erwischt. Aber was sind eigentlich stillfreundliche Mittelchen bei Erkältungen? Meine Lieblingshausmittel möchte ich heute mit Euch teilen: Weiterlesen

Mama ist krank

 

Früher, als ich noch keine Kinder hatte, war ich mehr krank. Ich erinnere mich noch dunkel an Tage im Bett mit Büchern oder vor dem Fernseher mit Essen auf dem Schoß. Heute werde ich sehr selten krank. Oder sagen wir: Selbst wenn ich krank bin, genehmige ich mir selten eine solche Auszeit, wie ich sie früher nahm bei Krankheiten. Das mag auch daran liegen, dass es mit kleinen Kindern einfach unmöglich ist, sich entspannt auszukurieren.

An Tagen wie gestern, wenn es mir wirklich mies geht, die Nase schon vom vielen Naseputzen rot und geschwollen ist, wollen dennoch zwei kleine Kinder ihre Aufmerksamkeit von mir bekommen. „Mama, liest Du mir was vor?“ „Nein, ich habe Halsschmerzen“ krächze ich, um 10 Minuten später ein kleineres Buch mit der gleichen Frage vorgehalten zu bekommen. Sehr große Freude bereitet es den Kindern natürlich auch, mich verarzten zu können in Krankheitsfällen. In diesen Momenten liege ich auf dem Boden, ein Kind bandagiert mir irgendeinen Fuß oder eine Hand und das andere ist damit beschäftigt, mir Nasentropfen zu geben oder in meine Ohren zu sehen – all diese Dinge sind nicht besonders angenehm, wenn man gerade wirklich krank ist.

Wie also kann man sich solche Tage etwas erträglich machen, wenn man sich nicht allein im Bett ausruhen kann? Bei mir hilft dies:

  1. Kind von Großeltern/Freunden/Partner aus dem Kindergarten abholen und nach Hause bringen lassen.
    Es ist so anstrengend, wenn man krank ist und dann erst einmal aus dem Haus muss und dann im Kindergarten auf Erzieherinnen und Eltern trifft, mit denen man Worte wechseln muss. Also lieber gleich zu Hause bleiben, wenn es möglich ist.
  2. Es sich gemütlich machen.
    Ja, ganz allein würde es ruhiger und entspannter sein. Aber auch mit Kindern kann man es sich im Krankheitsfall gemütlich machen. Eine kuschelige Ecke im Kinderzimmer bauen, den Kindern erklären, dass man da ist, aber zu krank für aufregende Spiele und sich einfach nur in den Raum hinein kuschelt mit einer warmen Decke und einer Tasse Tee.
  3. Den einfachen Weg wählen.
    Der Haushalt darf Haushalt bleiben, es wird nichts aufgeräumt/umgeräumt/bearbeitet. Kräfte schonen, wo es geht, heißt es nun. Der Kühlschrank ist aber leer? Da hilft es wieder nur, Familie oder Freunde einzuspannen oder einfach zu bestellen. Nein, nicht nur Pizza. In vielen Städten kann man sich nämlich auch den Einkauf einfach nach Hause liefern lassen.

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  4. Das Besondere für Kinder.
    Für Tage wie solche halte ich immer etwas Besonderes für die Kinder in meiner Überraschungskiste bereit. Etwas, was sie sonst nicht oder selten zum Spielen bekommen und was sie dann eine Zeit lang still und andächtig beschäftigen wird. Zum Beispiel schöne oder besondere Knete – das klappt immer.
  5. Abendentspannung
    Und wenn dann die Kinder im Bett sind, tue ich mir etwas Gutes. Das mache ich eigentlich jeden Abend, auch wenn ich nicht krank bin.

Habt Ihr noch mehr Tipps fürs Kranksein als Eltern?
Ich kann Eure Ideen gerade gut gebrauchen.
Alles Liebe,

Susanne_clear Kopie

Ab in den Urlaub! – Wohin, wie und was muss mit?

Ostern13

Die Kindergärten gehen in die Sommerpause, Schulferien beginnen – die Urlaubszeit steht an. Vielleicht für einige Familien der erste gemeinsame Urlaub, andere sind schon daran gewöhnt. Urlaub, das ist auch für Kinder etwas Besonderes und auch eine erholsame Zeit, eine Auszeit vom Alltag. Besonders Kindergarten- und Schulkinder brauchen mal eine Pause vom Alltag. Manche Eltern sind gereizt wegen der langen Schließzeiten im Kindergarten. Aber betrachten wir es doch einmal von einer anderen Seite: Schulkinder haben 6 Wochen Schulferien, warum sollten Kindergartenkinder, die im Kindergarten erleben und auf ihre Art lernen, nicht auch eine lange Pause haben, in denen sie wieder viel Nähe zu ihren Bezugspersonen haben können? Auch bei Kindern ist es nicht anders als bei uns Erwachsenen: ohne Pausen werden sie krank und holen sich die Pause, die sie benötigen. Pausen sind wichtig.

Wohin geht es?

Es muss kein teurer Urlaub sein. Urlaub kann man auch wunderbar in der eigenen Stadt machen. Denn Kindern geht es nicht darum, fremde Orte zu sehen, andere Kulturen zu erleben oder im hellblauen Meer zu schwimmen. Kinder wollen eine schöne Zeit mit ihren liebsten Bezugspersonen verbringen.  Das muss nicht teuer sein, denn es gibt auch ohne große Geldausgaben für Kinder wunderschöne Dinge:

  • verschiedene Spielplätze der Stadt entdecken
  • Picknick im Park
  • im Wald Stöcker sammeln und schnitzen
  • am Fluss Steine sammeln und bunt anmalen
  • einen bunten Blumenstrauß in der Natur pflücken
  • Obst auf einem Erntehof ernten und einkochen (oder einfach aufnaschen)
  • einfach gemeinsam malen, spielen, basteln

Wenn wir wegfahren, dann wohin?

Bei der Urlaubsplanung treffen nicht selten zwei Welten aufeinander. Eltern wünschen sich eine Auszeit, Entspannung und Ruhe, Kinder wollen einfach mit ihren Eltern zusammen sein und dabei ihren natürlichen kindlichen Bedürfnissen nachkommen. Wie Astrid Lindgren über ihre eigene Kindheit schrieb. „Wir spielten und spielten udn spielten und es ist ein Wunder, dass wir uns nicht totgespielt haben.“ Kinder brauchen Raum, um sich auszutoben, brauchen (ab einem bestimmten Alter) andere Kinder zum gemeinsamen Spiel. Für Stadtkinder ist es wunderbar zumindest in den Ferien elementare Erfahrungen zu machen, die sonst vielleicht zu kurz kommen: auf Bäume klettern, im Wald spielen, über Felder laufen. Der Strandurlaub im Luxushotel ist dann nicht unbedingt die richtige Wahl. Also lohnt es sich als Familie vorher, genau zu überlegen: Wie ist mein Kind, was braucht es, um dann eine gute Lösung zu finden. Denn kaum etwas ist so unerholsam, wie ein gelangweiltes Kind im Urlaub.

Was die Natur als Urlaubsort bietet

Gerade naturnahe Orte bieten Kindern viele Möglichkeiten. Denn hier ist der Spielplatz nicht gestaltet, das Material gibt nicht genau vor, wie es benutzt werden soll und kann. In der Natur ist die kindliche Phantasie gefragt: ein Stock kann ein Stock sein, eine Schippe, eine Harke ein Staubsauger, ein Schiffsmast… Kinder können sich nach ihrem Bedürfnis bewegen – wenn wir sie lassen. Sie schulen ihren Körper auf spielerische Weise, lernen ihre Grenzen kennen, bekommen ein Gefühl für sich und ihre Umgebung. Dabei sind nicht nur das Flechten von Blumenkränzen und Gänseblümchenketten wichtig: Naturerfahrungen bedeutet, sich auch zu messen, Fehler zu machen, herausgefordert zu werden. Auch schon kleine Krabbler sollten die Möglichkeit haben, Naturerfahrungen zu machen, die Füße im Matsch zu versenken, einen Stock in Ruhe mit allen Sinnen zu begreifen. Natürlich muss dieser Naturraum nicht gleich ein Naturschutzgebiet sonstwo sein. Das kann auch einfach das Wäldchen um die Ecke sein oder der kleine Park in der Nähe.

Urlaub mit den Kleinsten?

Machen wir uns nichts vor: Für kleine Babys ist Urlaub Stress. Eltern sind angespannt, was Kinder immer spüren, lange Reisen sind anstrengend und vielleicht auch unbequem, ein anderes Wetter ist körperlich anstrengend. Babys und Kleinkinder reagieren anders als wir Erwachsene auf diese Strapazen – das vergessen wir oft. Wer dennoch mit einem kleinen Kind unterwegs sein möchte, sollte auf seine Bedürfnisse unbedingt Rücksicht nehmen. Das bedeutet vor allem, dass auf langen Strecken viele Pausen gemacht werden müssen. Wer im Auto unterwegs ist, sollte eine stündliche Pause einplanen, in der in Ruhe (!) gegessen werden kann, das Kind sorgsam gewickelt wird und auch das Spiel nicht zu kurz kommt. Auch Flüge sind für Kinder wesentlich anstrengender als für viele Erwachsene: die Enge, viele fremde Menschen, Gerüche, wenig Bewegungsmöglichkeiten. Zum Druckausgleich bietet sich das Stillen an. Stressig kann es zudem werden, wenn man für das Baby bei einem längeren Flug keinen eigenen Babyplatz hat durch das zahlungspflichtige Buchen eines Kindersitzes oder weil entsprechende Babykörbchen nicht längerfristig gebucht werden können. Bei Airberlin beispielsweise heißt es:

Viele unserer Flugzeuge sind mit Babykörbchen ausgestattet, welche wir ab einer Flugzeit von 90 Minuten für Kleinkinder bis 12 Monate bereitstellen. Informieren Sie sich vor dem Start bei unserem Kabinenpersonal über die Verfügbarkeit. Ein Babykörbchen kann vorab nicht reserviert werden. 

Sorgsames Planen und Abwägen ist daher gerade mit den Kleinsten angemessen. Und ist man dann im Urlaub, gibt es auch da viele Dinge zu beachten. Wer mit Kindern in exotische Länder fliegt, sollte bei Nahrungsmitteln den Grundsatz „Cook it, peel it or forget it“ beachten. Da Hygienereglungen anders sind, beispielsweise auch was das Trinkwasser betrifft, sollten Eltern gut darauf achten. Zwar gilt ja immer, dass Kinder sich auch dreckig machen sollen und dürfen, doch die Auseinandersetzung mit fremden Keimen bei Kindern, die von zu Hause ganz andere Zustände gewöhnt sind, kann schwer fallen und zu Erkrankungen führen. Regelmäßiges Händewaschen und Duschen sind daher wichtige vorbeugende Maßnahmen.

Reiseapotheke?

Und falls doch etwas passiert, ist es gut, die Reiseapotheke für Kinder dabei zu haben. Bei uns findet sich darin zum Beispiel:

  • Fieberthermometer (flexibel)
  • Pipette (um z.B. Muttermilch bei Schnupfen in die Nase träufeln zu können)
  • Kirschkernkissen
  • Wickelset
  • Desinfektionsspray
  • Elektrolytlösung
  • Pflaster
  • Fieberzäpfchen (für den Notfall, wer in warme Regionen fährt: Fiebersaft)
  • Salbe gegen Insektenstiche/Verbrennungen, z.B. Combudoron von Weleda
  • Arnikasalbe
  • Calendula-Essenz
  • Emser Salz
  • Lavendelöl (beruhigend, entspannend)
  • Sonnenschutz
  • antiallergische Medikamente für Allergiker
  • Liste mit Notfallnummern vor Ort

Und für die Kleinsten sind natürlich noch viele Dinge dabei zu haben, die ihnen vertraut sind, zum Beispiel das Lammfell, auf dem sie gerne schlafen, die Babytrage, Lieblingskuscheltier…So kann ihnen die bekannte Geborgenheit auch an fremden Orten geboten werden. Wer schwanger ist, sollte auch noch auf diesen Tipp des Elternprotestes denken.

Ich hoffe, Ihr könnt beruhigt und entspannt in die Ferienzeit starten. Bei uns beginnt sie am Freitag. Dann gibt es hier im Blog immer wieder ein Foto unserer „Sommerferienaktion des Tages“.

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Wochenende in Bildern 18./19. Januar

Ein Januarwochenende. Es war ein gutes Wochenende, an dem ich viel gearbeitet, aber auch viel Familienzeit hatte. Ich habe viel gelesen zwischendurch (und nicht nur Kinderbücher!), habe zu wenig geschlafen, habe Eis und Schikoladenpudding genascht, habe eine liebe Kollegin getroffen, habe mit den Kindern gespielt und abends mit dem Mann ferngesehen. Weiterlesen

Wochenende in Bildern

Wieder liegt ein arbeitsreiches Wochenende hinter mir. Gleich zwei Workshops gab es am Samstag. Dafür am Sonntag umso mehr Freizeit im Grünen und zu Hause – wenn der Sohn doch nicht gerade jetzt zahnen würde.

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Ein Samstagmorgen in Berlin-Friedrichshain.

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Auf dem Weg zur Arbeit mit Demonstrationspuppe Lisa. Neben mir hält ein Auto: „Entschuldigung, ihr Baby hat seine Schuhe verloren!?“ „Das ist kein Baby. Das ist eine Puppe. Aber danke.“

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Zuerst führt mich mein Weg heute ins Amitola in Friedrichshain zum Breifrei-Workshop.

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Am Nachmittag der nächste Workshop: Diesmal „Hausmittel für Kinder“ in der Villa rund und bunt in Steglitz.

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Sonntagsfrühstück.

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Schlechtes Wetter? Gibt es nicht. Raus mit den Kindern!

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Blätterschiffe auf dem Bach fahren lassen. Immer und immer wieder. Und immer fahren sie in die gleiche Richtung…

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Stillen draußen wird langsam ganz schön frisch.

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„Mama, was ist das?“

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Unser Sonntagssüß: Regenschirmkekse. Passt doch zum Wetter.

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Sonntagsbad. Ente, Kerze, Tee.

Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende gab es ziemlich viel zu tun. Meine Elternzeit ist vorbei und da der Sohn erst mit 3 Jahren in den Kindergarten kommt, bleiben mir nur die Wochenenden, an denen ich arbeiten kann. Und diese sind bis zum Jahresende schon sehr verplant: Hier und da ein Workshop, eine Weiterbildung, die ich leite und so weiter. Und trotzdem muss ja auch Familienzeit da sein. Aber macht Euch ruhig selber einen Eindruck vom Wochenende im Hause Mierau:

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Am Samstag habe ich vormittags einen Workshop zum Thema „Hausmittel für Kinder“ im Hug & Grow gegeben. Mit dabei meine Demonstrationspuppe Lisa, an der ich vorführe, wie man Wickel anlegt. In der Berliner U-Bahn wurde ich mit der lebensecht aussehenden Puppe kritisch beäugt und auch mehrmals angesprochen.

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Was beim Hausmittelworkshop so alles auf den Tisch kommt. Demnächst gibt es dazu auch das passende Ebook von mir.

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Am Nachmittag hatten wir einen Fototermin: Endlich mal neue Fotos machen lassen von der ganzen Familie – für privat und für die Arbeit.

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Am Samstag war Nacht der singenden Balkone in Friedrichshain. Wir haben zugehört beim Event von Polly & Bob.

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So sieht ein singender Balkon aus.

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Sonntagsfrühstück.

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Ich backe mit den Kindern unser Sonntagssüß.

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Es wird weiterhin gestillt. Auch mit über 12 Monaten.

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Kinderkunst.

Der Herbst ist da: Die besten Hausmittel für Kinder in der Erkältungszeit

Hausmittel

Der Herbst ist da. Tage und Nächte werden kühler. Wind weht eisig. Das Sitzen im Sandkasten auf kaltem Stein ist längst keine Freude mehr. Und natürlich sind sie schon unter uns: die ersten Schniefnasen. Rote Kindernasen, laufende Babynäschen, mit gelbem Rotz verschmiert. Wir sind froh, wenn es uns (noch) nicht erwischt hat und denken voll Sehnsucht an die herrlichen Sommertage zurück, die frei von verstopften Nasen und nächtlichen Hustenattacken waren. Und auch wenn man sich nicht ganz davor bewahren kann, gibt es doch ein paar Hausmittel und Tricks, die den Herbst und Winter besser überstehen lassen.

Auf die Kleidung kommt es an

Natürlich ist an Muttis Rat was dran, im Winter die guten Wollunterhosen anzuziehen. Es muss nicht kratzig sein und auch nicht hässlich, aber passende Kleidung ist das A und O in der kalten Jahreszeit. Dünne Baumwollhemdchen gehören in den Sommer. Im Winter werden die kleinen Kinderkörper am Besten von Wolle und Wolle/Seide gewärmt. Wolle hat nämlich verschiedene Eigenschaften, die für Bekleidung im Herbst und Winter sehr praktisch sind: Sie kann die Temperatur angemessen regulieren, indem sie die Körperwärme speichert. Auch Wasserdampf wird von ihr aufgenommen und dies zu großen Mengen ohne dass sich die Wolle feucht anfühlt. Das sind ideale Eigenschaften vor allem für Socken, damit die Füße warm bleiben. Wollsocken sind deswegen wirklich die beste Fußbekleidung in den kalten Jahreszeiten. Doch nicht nur der Fuß profitiert von diesen Eigenschaften: Wenn Kinder draußen toben und schwitzen, brauchen sie genau diese Fähigkeiten der Wolle. Bleiben sie nämlich nass, kühlt der Körper aus. Darüber hinaus nimmt das Naturprodukt auch Schmutz und Gerüche wenig an – ein weiterer großer Pluspunkt, um als Kinderkleidung in Betracht zu kommen. Um Erkältungen also vorzubeugen, sollte man durchaus ein paar Wollteile mit in den Kleiderschrank aufnehmen. Da sie Schweiß bindet und unangenehme Gerüche wieder an die Luft abgegeben werden, müssen die Wollteile auch nicht ständig gewaschen werden. Man braucht also nicht so viele verschiedene Teilchen, aber ein paar sollten es schon sein. Sind Füße und Körper gut eingepackt, sollte es auch am Kopf nicht mangeln. Das Kindchenschema, durch das wir Babys und Kinder so niedlich finden, basiert u.a. auf einem relativ großen Kopf im Vergleich zum restlichen Körper. Körperwärme wird daher über diesen großen Körperteil nach außen abgegeben. Eine Kopfbedeckung sollte deswegen in der kühleren Zeit nicht fehlen.

Die richtige Nahrung

Unserem Körper kann es nur gut gehen, wenn er alle Nährstoffe bekommt, die er benötigt. Bei Kindern, die noch wachsen, ist das besonders wichtig. Ebenso auch in Zeiten, die sehr zehrend sind, wie lange, kalte Winter. Mit der richtigen Nahrung können wir gezielt das Immunsystem unterstützen. Das fängt schon bei den Babys an: Der nahende Winter ist für das Abstillen keine gute Zeit. Gerade jetzt brauchen Babys und Kinder jede Unterstützung des Immunsystems, die sie bekommen können. Wer stillt, kann seinem Kind über die Muttermilch Immunglobuline geben, die bei der spezifischen Abwehr von Krankheitserregern helfen. Wenn möglich, sollte das Abstillen deswegen auf eine weniger krankheitsintensive Jahreszeit verlegt werden. Doch auch unabhängig vom Stillen kann mit Nahrung gut unterstützt werden. Dazu ist ausgewogene und vielfältige Nahrung wichtig: Getreideprodukte mit hohem Anteil von Vollkornprodukten, täglich frisches Obst und Gemüse. Und wenn Kinder Obst gerade nicht pur essen wollen, ist ein selbstgemachter Smoothie vielleicht eine gute Alternative. Wer sich und seine Kinder vegetarisch oder vegan ernährt, sollte besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten und darauf, dass alle wichtigen Nahrungsinhaltsstoffe tatsächlich dem Körper zugeführt werden. Kraftsuppen können in der kalten Jahreszeit gut unterstützen und gleichzeitig viel gesundes Gemüse enthalten – aufgehübscht mit lustigen Buchstaben- oder Figurennudeln. Süßigkeiten sind natürlich möglich, aber in Maßen. Auch die Trinkgewohnheiten sind in Sachen Ernährung wichtig: Kinder sollten laut DGE fast 1l Flüssigkeit zu sich nehmen – bevorzugt Wasser oder ungesüßten Tee.

Bewegung trägt zur Gesunderhaltung bei

Kinder brauchen Bewegung. Oder besser gesagt: sie brauchen ein ausgeglichenes Verhältnis von Ruhe und Bewegung. Natürlich sind auch Ruhephasen wichtig und das entspannte Zuhause sein bei Tee und Vorlesegeschichte. Doch gerade im Herbst und Winter neigen wir dazu, unseren Kindern zu wenig Bewegung zu ermöglichen. Durch die Bewegung wird die Durchblutung gefördert und somit die Sauerstoffversorgung. Ganz besonders gut ist die Bewegung draußen auch im Winter. Kinder benötigen Sonnenlicht: Es regt den Stoffwechsel an und dient der Bildung von Vitamin D. Auch im Winter sollten Kinder deswegen täglich die Möglichkeit haben, mindestens eine Stunde draußen zu spielen und sich dabei ausgiebig bewegen zu können. Manche Kindergärten gehen täglich mit den Kindern raus. Ist dies nicht der Fall, sollten Eltern das auf jeden Fall am Nachmittag nachholen. Auch wenn es draußen nass und kalt. Die richtige Kleidung schützt das Kind vor Kälte und Nässe und im Anschluss kann ein warmes Fußbad und ein warmer Tee wieder Wärme geben und zum Ausruhen einladen.

Wenn sich die Erkältung doch eingeschlichen hat

Und wenn all das nicht geholfen hat? Kinder müssen ihr Immunsystem erst aufbauen und ein Infekt pro Monat wird durchaus als normal betrachtet. Erst im Grundschulalter wird die Infektanfälligkeit meist geringer. Wenn also die Erkältung da ist, wird schnell auf bewährte Hausmittel zurück gegriffen. Die Klassiker aus der Familie Mierau sind: Brustwickel bei Husten, selbstgemachter Hustensaft aus Zwiebeln oder schwarzem Rettich, Dampfbäder bei Erkältung, Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen, Zwiebelsocken bei Erkältungen, Gurgeln mit Salbeitee oder anderen guten Dingen bei Halssschmerzen.

Brustwickel bei Husten

Seit vielen Jahren haben wir nun immer Bienenwachswickel für den Notfall zu Hause. Die Kinder mögen sie gerne und sie helfen wirklich. Angewärmt werden kann das Bienenwachs mit einem Fön. Wir zu Hause haben aber unsere ganz spezielle Art: Mama oder Papa wärmen die Kompresse erst einmal an der eigenen Haut an unter dem Pullover. Mit „Mamawärme“ oder „Papawärme“ aufgeladen, hilft der Bienenwachswickel nämlich gleich noch besser. Mit einem Wickelset oder einem warmen Tuch umhüllt, bleibt das Bienenwachs lange warm und weich auf der Brust des Kindes und kann auch eine ganze Nacht lang wirken. Geht auch schon bei den ganz Kleinen!

Hustensaft aus Zwiebeln oder schwarzem Rettich

Auch schon beliebt bi der großen Tochter ist der selbst gemachte Hustensaft mit Honig. Entweder wird ein schwarzer Rettich ausgehöhlt und darin wird Honig eingefüllt, der über Nacht ziehen gelassen wird. Am Morgen wird der Saft in ein Glas umgeggossen  und es gibt 3x täglich einen Esslöffel davon. Alternativ – wenn kein Rettich zur Hand – nehmen wir auch Zwiebeln und lassen sie mit Honig ziehen. Aber Achtung: Honig ist natürlich nicht für Babys geeignet wegen der Botulismusgefahr.

Dampfbäder

Eingeatmet kann heißer Dampf die erkrankten Schleimhäute befeuchten, abschwellend wirken und die Entzündung hemmen. Mit einem Inhaliergerät aus der Apotheke ist das gut möglich, aber auch ein Dampfbad über einer dampfenden Wasserschüssel mit Handtuch über dem Kopf kann reichen. Achtung aber vor Verbrühungen! Kinder dürfen niemals allein gelassen werden mit heißem Wasser. Sind die Kinder noch klein, kann das Dampfbad auch gemeinsam unter einem mit einer Decke verhangenen Tisch eingenommen werden – einer dampfenden Räuberhöhle! Zum Wasser kann entweder Salz oder Kamille gegeben werden oder auch Thymian.

Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen

Es ist DAS Hausmittel bei Ohrenschmerzen: Zwiebel klein schneiden, auf einem umgedrehten Kochtopfdeckel über  heißem Wasser erwärmen, in eine Socke oder eine Ohrkompresse geben und auf das schmerzende Ohr legen.

Zwiebelsocken bei Erkältungen

Und auch generell bei Erkältungen etwas größerer Kinder sind Zwiebeln eine gute Idee. Ebenso erwärmt wie bei den Ohrkompressen kann die Zwiebel auch in einem Beutelchen auf die Füße gegeben werden und dann ab damit ins warme Bett!

Gurgeln

Größeren Kindern ab etwa 3 Jahren kann gurgeln wirklich Spaß machen. Wenn Salbeitee noch vom Geschmack zu intensiv ist, kann das Gurgeln auch mit Aloevera probiert werden.

Die Zwiebel ist also erst einmal oft das Hausmittel Nummer 1 bei uns und kann bei vielen Dingen eingesetzt werden. Ab Herbst haben wir daher immer einen gefüllten Zwiebeltopf zu Hause. Natürlich gibt es daneben noch allerhand andere Dinge, die wir machen. Viele Tees und verschiedene Teemischungen kommen oft zum Einsatz oder auch das ein oder andere Fußbad mit Senfmehl oder anderen guten Zusätzen. Oft können diese einfachen „Hausmittel“ schon große Linderung verschaffen. Aber natürlich gilt immer: Wenn man sich unsicher ist, das Kind sehr schlapp ist, man ein ungutes Gefühl hat oder auch Fieber lange andauert oder sehr hoch ist, sollte man unbedingt den Arzt kontaktieren. Übrigens gibt es mittlerweile einen Antibiotika-Pass, den man für sich und das Kind auf jeden Fall besorgen sollte, um im Blick zu behalten, wann welche Medikamente gegeben wurden.