Kategorie: Gefühle begleiten

„Jetzt sei aber mal lieb zu dem anderen Kind!“ – Wie Kinder soziales Verhalten lernen

„Jetzt sei mal schön lieb zu dem anderen Kind!“ schallt es über den Spielplatz. Das Kleinkind, das gemeint ist und einem anderen gerade den Eimer wegnehmen möchte, erscheint es wenig verunsichert, streckt den Arm aus, streichelt das andere Kind und nimmt dann den Eimer an sich. Das Konzept von „lieb sein“ wie es seine Bezugsperson gemeint hat, hat es noch nicht genau verstanden und verinnerlicht. Es denkt, es soll ein bestimmtes, erlerntes Verhalten zeigen und weiß nicht, dass dieses „lieb sein“ eher eine Haltung ist, denn eine Handlung. Und diese Haltung hat es als bewusste Haltung nicht verinnerlicht. Der eben noch rufende Elternteil kommt über den Spielplatz gespurtet, reißt den Eimer aus der Hand und stellt ihn dem anderen Kind wieder hin. „Du solltest den Eimer zurückgeben, hab ich gesagt!“ – Das Kind schaut wieder verwundert, denn natürlich wurde das nicht gesagt, auch wenn es gemeint wurde. WAS aber gemeint wurde, hat das Kind nicht verstanden.

Eltern wünschen sich einfühlsame, „liebe“ Kinder

Kinder sind von sich aus kooperativ und sozial. Allerdings sind Kinder auch Kinder und der kindlichen Entwicklung unterworfen, weshalb ihr kooperatives und soziales Verhalten Grenzen hat (was übrigens auch bei uns Erwachsenen so ist, nur dass unsere Grenzen meistens weiter sind) und beispielsweise ausgeschöpft oder erschöpft sein kann bzw. auch den eigenen Bedürfnissen unterliegt und dem Umstand, sich noch nicht gut in andere Personen hineinversetzen zu können und die Gefühle anderer immer richtig einschätzen oder vor-einschätzen zu können.

Als Eltern nehmen wir die Kooperation des Kindes und sein soziales Verhalten im Alltag oft nicht als solches wahr, bis zu dem Zeitpunkt, wo es gerade nicht auftritt und wir uns wünschen, dass das Kind sich aber „gut“ verhalten soll. Oft sind das Situationen, in denen wir gestresst sind durch Zeitdruck oder durch beobachtende Dritte und nicht als Eltern schlecht bewertet werden wollen. Dann fordern wir von unseren Kindern ein „liebes“ Verhalten ein oder versuchen, dem Kind das „lieb sein“ aktiv vorzuführen: Streichel mal das andere Kind, teil doch mal dein Spielzeug, begrüße mal lieb die Tante,… Manchmal fordern wir dabei mehr ein, als das Kind eigentlich gerade in diesem Alter leisten kann, beispielsweise wenn wir Kleinkinder zum Teilen ihrer Lieblingsspielsachen auffordern.

Viele Eltern übersehen bei dem Wunsch nach einem „lieben“ Kind auch, dass das Kind ein Mensch ist. So wie Erwachsene auch. Wir alle haben jeden Tag eine Vielzahl unterschiedlicher Gefühle und niemand ist „nur freundlich“, ganz besonders Kinder nicht, die noch Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu regulieren. Es ist wichtig, dass Kinder die breite Palette an Gefühlen erfahren dürfen, denn sie gehören zum Leben dazu und jedes Gefühl hat auch einen anderen Gefühlspart: wütend – zufrieden, traurig – munter,… Durch die Wahrnehmung des einen ist bewusster Raum für die Wahrnehmung des anderen vorhanden. Kein Kind muss „lieb sein“, wenn es sich nicht danach fühlt und kein Kind muss beständig freundlich und zuvorkommend sein. Kinder lernen zunehmend, ihre Gefühle in einer Gesellschaft passend auszudrücken. Mit zunehmenden Alter lernen sie, was sie tun können, wenn sie auf einer Familienfeier schlechte Laune haben, ohne sich dabei verstellen zu müssen. Sie lernen Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Gefühlen und diese Kompetenz bedeutet nicht zwangsweise Anpassung an Erwartungen, sondern einen guten Umgang damit: Niemand sollte fröhlich sein müssen, obwohl er gerade extrem traurig ist.

Wie Kinder wirklich lernen, sich sozial zu verhalten

All diese freundlichen, lieben Verhaltensweisen lernen Kinder aber viel weniger durch direkte Anleitung oder Aufforderungen, als durch Vorbildverhalten von uns Erwachsenen: wie wir mit anderen umgehen und auch mit dem Kind selbst. Die Art, wie andere Menschen dem Kind begegnen, mit ihm interagieren und es behandeln, prägt das Bild über soziales Verhalten. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder freundlich zu anderen sind, nicht übergriffig und langfristig sozial agieren, müssen wir uns fragen, wie wir diese Werte im Alltag transportieren. Wir können uns Fragen stellen wie:

  • Wie begegne ich dem Kind respektvoll?
  • Wie fasse ich es an?
  • Wie reagiere ich auf Fragen, Wünsche, Bedürfnisse?
  • Wie spreche ich mit dem Kind und lasse ich es ausreden oder fahre ich ihm über den Mund? In welchem Tonfall und welcher Lautstärke rede ich mit meinem Kind?
  • Reiße ich meinem Kind die Dinge aus der Hand, wenn ich etwas haben möchte, oder bin ich geduldig?
  • Erkläre ich Dinge ruhig, oder handle ich einfach anstatt zu reden?

Wenn wir uns die Frage stellen, wie unsere Kinder sind und sein sollen, sollten wir zunächst darauf schauen, wie wir sind.
Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

„Mit dem Kopf in den Wolken“ – verträumte Kinder

Und da sitzt es, das Kind, und ist wieder in Gedanken an einem anderen Ort, hängt mit den Gedanken einem anderen Thema hinterher, ist scheinbar ganz weit weg. Und wieder denken wir „Aber was soll nur aus dem Kind werden?“ oder „Ich muss es so erziehen, diese Träumerei zu lassen!“ und wir versuchen, dem Kind das Träumen auszureden, reißen es aus den Gedanken, ermahnen und reden uns scheinbar den Mund fusselig. Die Beziehung leidet, obwohl wir doch eigentlich nur etwas Gutes wollen. Aber irgendwie funktioniert es nicht. Denn der Fehler liegt in unseren Gedanken: nicht das Kind ist falsch, sondern die Strategien.

Wir sind verschieden

Wir alle sind unterschiedlich, nehmen Reize unterschiedlich wahr, reagieren unterschiedlich darauf, verarbeiten unterschiedlich. Wir haben verschiedene Vorlieben und Abneigungen. Im Laufe der Zeit werden Temperamente in Auseinandersetzung mit der Umwelt zu Persönlichkeitseigenschaften, die Grundmelodie unseres Wesens bleibt bestehen. Wichtig ist dabei, dass wir in unserem Wesen so angenommen werden, wie wir sind, denn so bilden wir ein gutes Bild von uns aus, sehen uns selbst als wertvoll, liebenswert und wirksam an. Wird unserem Wesen mit Ablehnung begegnet, verinnerlichen wir dies als Teil unseres Selbstbildes: Ich bin nicht liebenswert, weil…

Tagträumen und die Anforderungen der Umwelt = Streit

Verträumte Kinder können wunderbar in ihre Gedanken versinken, tief spielen und phantasievoll und kreativ sein. Auf der anderen Seite sind sie aber oft auch langsamer als viele andere Menschen. Gerade dann, wenn ein verträumtes Kind mit dem Alltagsstress konfrontiert wird, kann es manchmal schwierig werden, denn das Kind nimmt zwar den Druck und den Wunsch der anderen nach Änderung wahr, kann aber durch ein „Mach doch mal schneller!“, „Immer muss ich dir alles x-mal sagen!“, „Meine Güte, warum hörst du nicht einfach mal zu!“ nichts anfangen.

Nicht ändern, sondern annehmen und gemeinsam Wege finden

Hilfreich ist es nicht, das Kind zu einem anderen Menschen machen zu wollen. Ansatzpunkt ist – wie so oft in Temperamentsfragen – dem Kind einen guten Umgang beizubringen mit der eigenen Art. Hilfe zu geben für den Umgang mit anderen Menschen und der Gesellschaft. Die Frage ist also nicht: „Wie hört mein Kind mit dem Tagträumen auf?“ sondern „Wie kann ich mein Kind darin unterstützen, das Tagträumen mit den Anforderungen der Umgebung zu vereinbaren?“ Für uns als Eltern bedeutet das zugleich: Ich werde mein Kind nicht ändern, sondern es begleiten.

Konkret bedeutet dies, dass wir Verständnis aufbringen für unser Kind und sein Wesen. Das Tagträumen ist nicht schlecht, keine negative Eigenschaft, sondern eine kreative. Im Alltag brauchen viel träumende Kinder kleinschrittige Anleitungen, die ihnen ermöglichen, komplexere Aufgaben nach und nach abzuarbeiten und die Übersicht zu behalten: Für die Rituale am Morgen eignen sich Bilder als Übersicht mit all den Dingen, die erledigt werden wollen: Frühstück, Zähne putzen, anziehen,… Damit sich das Kind vor dem Kleiderschrank nicht in Gedanken verliert, können am Vorabend alle Dinge auf einen Stapel gelegt werden: was zuerst angezogen wird nach oben. Oder auch hier kann eine Checkliste am Schrank helfen: 1. Unterwäsche, 2. Oberteil,…

Auch beim Aufräumen sind gerade verträumte Kinder oft langsamer oder geraten immer wieder ins Spiel. Ihnen hilft es, wenn gemeinsam aufgeräumt werden kann und wir Eltern dabei als Vorbild mit einem guten Ordnungssystem vorangehen und den Kindern kleine Aufgabeneinheiten im gemeinsamen Tun überlassen: „Wir räumen zusammen auf und du machst alle Holzbausteine in die Holzkiste und ich alle Plastikteile in die Plastikkiste.“

Zeit für das Träumen lassen

Gerade dann, wenn die Kinder besonders kooperieren mussten und dies von ihnen besondere Anstrengung und Energie brauchte, brauchen sie auch wieder eine Pause, in der sie entspannen und ihren Gedanken nachgehen können. Gerade hier ist es auch wichtig, ihnen die Möglichkeit einzuräumen und im Alltag auf eine gute Balance zwischen Anregung und Entspannung zu achten, damit sie wieder in ihre Grundmelodie zurückkommen können. Emotionales Auftanken ist für die Kinder dann oft hilfreich.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Mit den starken Gefühlen meines Kindes umgehen

Die Gefühlswelt von Kindern ist groß und schillert in vielen Facetten. Anders als bei uns Erwachsenen, können sie die vielen unterschiedlichen und starken Gefühle aber noch nicht gut regulieren und sind auf uns und unsere Co-Regulation angewiesen: Anders als Säuglinge schaffen es Kleinkinder schon mehr, ihre Bedürfnisse etwas aufzuschieben, mehr zu kooperieren und fangen an, auch die Perspektive der Eltern einzunehmen, aber viele Gefühle werden noch sehr intensiv ausgelebt und können nicht gut eingeordnet und verarbeitet werden. Das liegt vor allem an der Gehirnentwicklung: Das Fühlen und überlegte Denken des Kindes ist noch nicht wie bei erwachsenen Menschen miteinander verbunden, weshalb sie noch impulsiv reagieren. Erst durch die Einordnung und Begleitung durch Erwachsene lernen Kinder nach und nach mit Gefühlen umzugehen und bilden ein Muster für den Umgang mit den einzelnen Gefühlen aus.

Gefühle wollen begleitet werden

Allein ist es dem Kind noch nicht möglich, die starken Gefühle, die es wahrnimmt, einzuordnen. Es braucht dafür andere erwachsene Bezugspersonen, die

So lernt es zunehmen, mit den Gefühlen umzugehen, sie wahrzunehmen, einzuordnen und einen passenden Ausdruck dafür zu finden. Hilfreich kann es auch sein, abseits von aktuellen Gefühlssituationen, passende Bücher über die Bandbreite von Gefühlen gemeinsam anzusehen. Lehnen wir hingegen bestimmte Gefühle bei dem Kind ab, unterdrückt es diese zunehmend und bildet keinen guten Zugang zu ihnen aus, lehnt sie bei sich selbst und anderen ab, was sich auf die Selbstwahrnehmung und Interaktion mit anderen auswirkt. Zeigen wir keine Umgangsmöglichkeiten mit Gefühlen auf und helfen dem Kind nicht, einen guten Umgang mit starken Gefühlen zu finden, hat das Kind Schwierigkeiten, selber gute Strategien auszubilden und kann somit schuldlos immer wieder an gesellschaftliche Konventionen anstoßen.

Gefühle übersetzen

Während es auf der Seite des Kindes wichtig ist, dass wir Eltern dem Kind die Gefühle erklären, sie begleiten und benennen, ist es auf der anderen Seite auch für uns Eltern wichtig, uns selbst das Verhalten des Kindes zu erklären und den Ausdruck der Gefühle zu übersetzen: Was zeigt mein Kind mit seinem Verhalten? Was braucht es gerade, wenn es wütend, traurig oder freudig ist?

Es ist ebenso wichtig, die Freude eines Kindes zu begleiten und sich mitzufreuen, wie Wut oder Angst zu begleiten. Allerdings erscheint es uns manchmal einfacher, die Freude zu teilen, als die Angst eines Kindes anzunehmen, zu verstehen, dass es jetzt ein Gefühl von Sicherheit braucht, auch wenn wir als Erwachsene die Situation nicht als ängstigend einschätzen. Auch hier gilt: Zunächst nehmen wir das Gefühl des Kindes respektvoll an, zeigen mit unserem Verhalten Beruhigungsstrategien auf und zeigen dadurch gleichzeitig, dass dies keine Situation ist, in der das Kind sich ängstigen muss. So erlernt es nach und nach Kompetenz im Umgang. Ist es doch eine Situation, in der Angst angebracht ist, lernt das Kind durch unser Vorbild einen respektvollen Umgang mit der Situation.

Gerade in Situationen, die Kinder noch nicht gut überblicken können, die neu sind, in denen Veränderungen eingetreten sind (vielleicht sogar plötzlich), können Kinder starke Gefühle zeigen. Das ist in einer solchen Situation, die vielleicht auch für die Eltern noch neu und übersichtlich ist, besonders anstrengend. Dennoch ist es aber wichtig, diese starken Gefühle des Kindes als Ausdruck dieser Verunsicherung oder Umgewöhnung zu sehen und sie weder abzulehnen/zu unterdrücken, noch ins Leere laufen zu lassen. Gefühle wollen begleitet werden, damit Kinder zunehmend gut selbständig damit umgehen können.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Als Elternteil mit Sorgen und Angst umgehen

Angst ist kein schlechtes Gefühl. Angst ist ein Gefühl, das uns in vielen Situationen schützen kann und uns davor warnt, wenn wir in eine für uns schwierige Situation kommen könnten, in der wir oder andere Personen Schaden nehmen könnten. Spüren wir Angst, versuchen wir meistens, den Angstauslöser zu vermeiden oder wir schützen uns durch ein Fluchtverhalten. Gerade neue, ungewohnte, fremde Situationen können Angst in uns auslösen. Die Angst gehört zu der breiten Palette all unserer Gefühle und wir müssen uns für sie nicht schämen, müssen sie nicht vertuschen oder ignorieren. Angst entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren, unter anderem den chemischen und molekularen Vorgängen in unserem Gehirn. Wir gehen unterschiedlich mit Ängsten um: Der Psychologe Prof. Dr. Borwin Bandelow erklärt*: „Kein Mensch ist ohne Angst“, aber unsere Ängste liegen in unterschiedlichen Bereichen. Und: „Ein bisschen Angst muss jeder haben – diese allgemeine Weisheit trifft zu. Wer vorsichtig Auto fährt, die Türen gut abschließt oder sich auf Prüfungen aus Angst vor dem versagen lange vorbereitet, hat durchaus Vorteile im Leben.“ Die Angst kann uns sogar beflügeln und helfen.

Es lohnt sich – gerade als Eltern – die Angst einmal genauer anzusehen und ihr zu begegnen, damit wir überprüfen können, woher sie kommt, und unterscheiden können, ob wir ängstlich sind, ob diese Angst einer Sorge entspringt oder auf dem Weg zu einer Panik ist.

Sorge oder Panik?

Die Sorge ist eine sanfte Art der Angst: ein mulmiges Gefühl in Bezug auf die Zukunft und eine Auseinandersetzung mit eventuell auf uns lauernden Problemen. Wenn wir uns sorgen, spielen wir verschiedene Szenarien in unseren Köpfen durch, setzen uns mit einem Thema auseinander, um mögliche Lösungsstrategien vorab zu durchdenken. Das kann uns durchaus für die Zukunft helfen, denn wir stolpern nicht unbedacht in eine schwierige Situation hinein, sondern haben bereits Lösungsansätze entwickelt oder Informationen gesammelt.

Manchmal sind unsere Ängste jedoch außerhalb der realistischen Erklärungen. Sie sind übertrieben, schränken uns ein, stören den Alltag. So haben sie keine Schutzfunktion mehr. Fühlen wir uns allerdings akut bedroht, spüren wir Panik. Wir können nicht mehr objektiv Informationen einholen, nicht abwägen und überlegen, sondern sind extrem angespannt und in einem Alarmmodus, der unser rationales Handeln behindert.

„All diese Meldungen verändern unsere Wahrnehmung. Wir beginnen, die Welt durch eine negative Brille zu sehen und uns hilflos zu fühlen angesichts all der Schrecklichkeiten, denn die klassische Medienberichterstattung basiert auf den Schreckens- und Problemmeldungen, dem sogenannten Negativitätsbias.“

S. Mierau (2019): Mutter.Sein

Die Sorge vor der Ansteckung mit einer Krankheit ist zunächst normal: Wir überlegen, wie das passieren könnte, was passieren könnte und wie wir uns schützen können. Führt diese Sorge allerdings zu Panik und einer Zwangskrankheit, sind wir über das Ziel hinaus gegangen. Es kann deswegen beruhigen, uns immer wieder die Fakten vor Augen zu führen: Gehöre ich selbst oder gehören Familienmitglieder zur Risikogruppe? Wenn ja: Was kann ich tun, um mich/die Familie zu schützen und was muss ich im Falle einer Erkrankung tun? Wenn nein: Wie ist die Prognose im Falle einer Erkrankung ohne der Risikogruppe anzugehören? War ich in einem Risikogebiet? Was soll ich tun, um andere zu schützen? Wenn wir uns konkret mit diesen Fragen auseinander setzen, erleben wir uns als handlungsfähig und aktiv gegenüber unserer Angst. Wichtig ist dabei, bei Informationen auf offizielle Informationen und Angaben zu vertrauen und nicht inoffizielle Tipps aus Foren, WhatsApp Gruppen oder anderen als vertrauenswürdig einzustufen. Merken wir, dass unsere Ängste zu groß werden, uns einschränken oder aggressiv werden lassen, sollten wir therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Auch die Sorge davor, in Quarantäne mit Kindern zu sein zur Vorbeugung der Ansteckung oder aufgrund der behördlichen Anordnungen, nicht das Haus verlassen zu dürfen, ist normal und wir können uns von dieser Aufgabe überrollt fühlen. Auch hier ist es wichtig, die Fakten zu betrachten: Habe ich schon einmal ähnliche Situationen gemeistert? Was kann ich konkret tun, wenn wir zu Hause bleiben müssen? Auf welche Ressourcen kann ich zurückgreifen? Wie kann ich mich dennoch gut vernetzen und was tut mir persönlich gut, um diese Zeit zu überstehen?

Deligierte Angst

Kinder spüren unsere Ängste. Auch wenn wir sie nicht aussprechen, stehen sie im Raum und umgeben uns. Sie können sich dann auf unsere Kinder übertragen, ohne dass sie diese Angst wirklich verstehen oder begreifen können. Es legt sich eine unbestimmte, verunsichernde Angst auf die Kinder. Sie werden ängstlich und manchmal dann wiederum von Eltern wegen der allgemeinen Ängstlichkeit verurteilt. Besser ist es deswegen, mit unseren Kindern zu reden: „Ich habe Angst/Sorge mich, es ist meine Angst, nicht deine. Deswegen bin ich gerade angespannt, aber du musst das nicht sein.“

Größere Kinder kommen über andere Kinder, Kitas, Schulen und Medien vielleicht selbst in Kontakt mit dem ängstigenden Thema, nehmen dabei vielleicht sogar falsche Informationen auf. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Ängste nicht nur nicht versuchen zu verbergen, sondern mit ihnen altersangemessen darüber sprechen. Sofern das Kind selbst Angst hat, soll es sich nicht alleingelassen fühlen. „Kinder brauchen Unterstützung, Solidarität, Parteilichkeit und Trost, wenn sie sich bedroht fühlen.“ erklären Gabriele Frick-Baer, Pädagogin und Therapeutin, und Dr. Udo Baer, Pädagoge und Therapeut**. Das Bindungssystem ist ein Schutzsystem von Seiten der Eltern für die Kinder und es unsere Aufgabe, ihnen einen Schutzraum auf körperlicher und psychischer Ebene zu sichern.

Wenn wir weiterhin offen sind, wenn wir Interesse an den Themen unserer Kinder haben und zeigen (ohne sie zu überwachen), dann stehen wir mit ihnen in einem Dialog über das Leben. Und egal ob Computerspiel, Mobbing, Schneeball-Whats-App-Nachrichten: Wenn wir eine gute Basis geschaffen haben, können unsere Kinder damit zu uns kommen und mit uns reden. Sie wissen, dass wir sie ernsthaft begleiten und ihnen zur Seite stehen, denn auch größere Kinder brauchen Schultern zum Anlehnen, wenn es mal anstrengend ist.“

S. Mierau (2019): Mutter.Sein

Positiven Alltag fokussieren

Eine Angst, besonders vor einer neu aufgetretenen Krankheit oder anderen neuen Umständen, kann auf einmal viel Raum einnehmen: Ständig ändern sich Angaben, Richtlinien und Informationen. Gerade durch moderne Medien werden wir im Minutentakt mit diesen Informationen konfrontiert und kommen so in die Gefahr, dass sich nur noch dieses Angst-Thema in den Fokus unseres Alltags schiebt und wir die zwischenmenschliche Kommunikation in der Familie aus den Augen verlieren.

Es ist deswegen gut, etwas Abstand zum Geschehen zu bekommen und nicht beständig das Internet und Nachrichtensendungen nach neuen Informationen abzusuchen, sondern eine feste Routine für die Informationssammlung einzunehmen, beispielsweise morgens und abends. So, dass wir das Gefühl haben, gut über die aktuelle Lage informiert zu sein, aber dennoch der Fokus auf den Beziehungen im Alltag ausgerichtet ist. Gerade auch Kinder brauchen Eltern, die ihnen zugewandt sind in dieser Zeit, in der die Eltern sich sorgen. Zuwendung, Beziehung und Bindung geben den Kindern ein Gefühl von Sicherheit, das sie jetzt gerade benötigen. Deswegen sind Pausen von der Informationsflut und ein bewusster normaler Familienalltag in den aktuellen Rahmenbedingungen wichtig.

Es ist normal, dass wir uns aktuell sorgen. Es ist wichtig, dass wir andere Menschen schützen und uns gleichzeitig unsere eigene Position in dem System klar machen. Und es ist wichtig, dass wir aktiv mit unseren Gefühlen umgehen und Kindern einen Schutzraum geben.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Weiterführende Literatur:
*Bandelow, Borwin (2006): Das Angstbuch. Woher Ängste kommen und wie man sie bekämpft. – Reinbeck: Rowohlt Verlag.
**Baer, Udo/ Frick-Baer, Gabriele (2018): Wie Kinder fühlen. – Weinheim: Beltz.
Mierau, Susanne (2019): Mutter.Sein. Von der Last eines Ideals und dem Glück des eigenen Wegs. Weinheim: Beltz.

Du kannst mit deiner Wut zu mir kommen

Für viele Eltern ist es gar nicht so einfach, ein wütendes Kleinkind zu begleiten. In einem Moment war die Welt noch in Ordnung, im nächsten Moment ist das Kind erzürnt. Vielleicht hat etwas nicht so funktioniert, wie das Kind es sich vorgestellt hat. Vielleicht kann es etwas nicht erreichen, was es erreichen wollte. Vielleicht hat ein anderer Mensch nicht verstanden, was das Kind eigentlich sagen wollte. Oder ein anderes Kind hat das Spielzeug, mit dem es selber gerade spielen wollte.

Die Zeit des „alleine“ ist wichtig, aber herausfordernd für das Kind

Die Anlässe dafür, dass ein kleines Kind wütend wird, können vielfältig sein in der Kleinkindzeit. Denn gerade jetzt macht es sich auf den Weg, in der Welt zurecht zukommen. Es lernt Selbständigkeit und muss sie lernen, weil dies auf dem Entwicklungsplan des kleinen Menschen liegt. Nachdem das Kind im ersten Jahr in der Welt angekommen ist und die grundlegenden Fertigkeiten ausgebildet hat, sich darin zu bewegen, will es nun aktiv mit der Welt umgehen und alles lernen und erfahren, was es für das Leben braucht: von Gesprächen über motorische Handlungen bis zu den kleinen Details des sozialen Miteinanders. Klappt etwas nicht wie geplant, können die Gefühle ein kein Kind schnell überrollen. Denn auch wenn auch dieser Bereich in der Kleinkindzeit weiter ausgebaut wird, ist das Kleinkind an vielen Stellen noch nicht fähig, Gefühle allein zu regulieren und mit ihnen selbständig umzugehen. Es benötigt die Bezugspersonen als Partner in der Regulation.

Das Annehmen der Gefühle des Kindes ist wichtig

Die Beziehung zum Kind zu gestalten in dieser Zeit, wenn die Kinder manchmal so ganz von ihren Gefühlen überrollt werden, ist nicht immer einfach. Besonders nicht, wenn sie ein Verhalten zeigen, das für die Eltern besonders anstrengend ist, weil es an die eigenen körperlichen oder seelischen Grenzen stößt, wenn das Kind aus der Wut heraus beißt, spuckt oder Schimpfworte benutzt, um diesen Gefühlen einen Raum zu bieten, um sie umzusetzen, wenn sie sich so stark in ihnen zu Wort melden. In diesen Momenten hinter das Verhalten des Kindes zu sehen und zu erkennen, dass das Beißen oder Spucken vielleicht eine Form des Widerspruchs ist, weil das Kind sich sonst machtlos uns unterlegen fühlt oder dass Schimpfworte genutzt werden, um einen Superlativ von Gefühlen und Verärgerung auszudrücken, den es anders nicht in Worte fassen kann, ist nicht immer einfach.

Dennoch ist es gerade jetzt wichtig. Denn das Kind braucht die Bezugspersonen noch immer als sicheren Hafen. Als Schutz. Es braucht das Gefühl, dass es mit allen Gefühlen bei der Bezugsperson einen Anlaufpunkt hat und Hilfe erhält bei den Herausforderungen des Alltags. Und der Umgang mit diesen starken Gefühlen ist eine Herausforderung, die das Kind nur mit uns bewältigen kann. Und darüber dann lernt in den nächsten Jahren, diese Gefühle auch allein bewältigen zu können. Wir geben mit unserer Zuwendung eine Anleitung, einen Fahrplan, eine Richtschnur. Durch uns lernt das Kind, die eigenen Gefühle zu verstehen, zu interpretieren und dann mit ihnen umzugehen: Kann es sie alleine bewältigen oder braucht es Hilfe von anderen?

Was wir tun können in Momenten der großen Gefühle – und was wir lassen sollten

Nehmen wir also die Gefühle unseres Kindes an, wenn es mit ihnen zu uns kommt – bedingungslos. Die Gefühle der Freude und Heiterkeit wollen ebenso geteilt werden die Wut und Trauer. Und auch wenn es anstrengend sein mag an einigen Tagen, blocken wir nicht ab durch Worte der Ablehnung, der eigenen Verärgerung über das kindliche Verhalten oder auch der Überheblichkeit, dass das Problem des Kindes gerade lächerlich sei. Das, was das Kind gerade fühlt, ist für dieses Kind jetzt gerade real. Es braucht keinen Spott, keine Ablehnung, sondern Verständnis.

Dieses Verständnis, das wir dem Kind und seiner Gefühlswelt entgegen bringen, lässt das Vertrauen in uns weiter wachsen und stärkt die Beziehung. Das Angenommenwerden unterstützt auch weiterhin auf dem Weg, eine sichere Bindung aufzubauen und zu erhalten.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Weiterführende Literatur*:
Mierau, Susanne (2017): Ich! Will! Aber! Nicht! Die Trotzphase verstehen und gelassen meistern. – München: GU.
Mierau, Susanne (2017): Geborgene Kindheit. Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten. – München: Kösel.
Prehn, Anette (2017): Hirnzellen lieben blinde Kuh. Was die Hirnforschung über starke Kinder weiß. – Weniheim: Beltz.
Becker-Stoll, Fabienne/Beckh, Kathrin/Berkic, Julia (2018): Bindung. Eine sichere Basis fürs Leben. Das große Elternbuch. – München: Kösel.

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Worte des Begleitens lernen – Wie wir unsere Kinder trösten und beruhigen können

Der Umgang mit dem Weinen, mit Wut und Ängsten von Kindern ist für Eltern nicht immer einfach. Gerade dann nicht, wenn sie selber nicht gelernt haben, dass diese Gefühle nicht gestoppt, nicht ausgeblendet, nicht sofort beendet werden müssen, sondern eine Berechtigung haben und begleitet und/oder ausgelebt werden wollen. Für einige Eltern ist es schwer, mit diesen Gefühlen generell umzugehen: Sie fühlen sich überfordert, ausgeliefert, hilflos, ärgerlich, wütend… Kommen sie in eine Situation, in der das Kind eine solche Emotionalität zeigt, fühlen sie sich hilflos und haben nicht selten das Gefühl, machtlos zu sein: Obwohl wir rational wissen, dass solche Situationen mit Kindern vorbei gehen, fühlen wir uns in den Momenten vielleicht gefangen und haben das Gefühl, sie würden nie zu Ende gehen.

Es ist nicht einfach, an die Ursache dieser eigenen Unbehaglichkeit zu kommen: Woher rührt das Gefühl, dass das Weinen sofort beendet werden muss? Woher kommt der Gedanke, Kinder dürften nicht wütend sein und ihre Wut nicht zeigen? Warum denken wir, Kinder dürften nicht ärgerlich sein, weil wir ihnen vorschreiben, wie ihr Tag ablaufen soll und sie in einen Zeitplan fügen, den auch wir nicht immer gut finden, aber dennoch einhalten müssen? Warum fühlen wir uns hilflos im Angesicht großer Emotionen? Sich diesen Fragen zu stellen, wenn wir Probleme mit den Gefühlen unserer Kinder haben, ist langfristig gut, denn wir werden über viele Jahre mit Wut, Trauer, Ärger, Missmut, Langeweile etc. der Kinder umgehen müssen.

Was wir zunächst aber tun können auf dieser Reise des Klärens, ist die Veränderung unseres unmittelbaren Verhaltens. Wir können in einem ersten Schritt für uns selbst sorgen und uns versichern, dass dies jetzt und hier eine für uns schwierige Situation ist, die wir meistern werden. Wir können uns wahrnehmen in dieser Situation und uns darauf fokussieren, wie sich unser Körper gerade anfühlt: Wie atmen wir? Wie fühlt sich unser Körper an? Und wir können versuchen, bewusst gegen die Anspannung, die sich in uns aufbaut, zu arbeiten: tiefer und ruhiger atmen, die Muskulatur wieder entspannen, beispielsweise durch Öffnen und Schließen der Hände Anspannung loslassen.

Und wir können die Worte, die wir nutzen, ändern: Anstatt unserem Kind zu sagen „Hör jetzt endlich auf!“ oder „Nun ist aber mal gut mit weinen!“ oder „Du hast gar keinen Grund, ärgerlich zu sein/zu weinen!“ können wir einfach sagen:

  • „Ich bin hier.“
  • „Ich begleite dich.“
  • „Ich tröste dich, wenn du mich brauchst.“
  • „Es ist okay, wenn du nicht in den Arm genommen werden willst. Ich bin aber hier, wenn du mich brauchst.“
  • „Erkläre mir, was dich verärgert.“
  • „Du bist nicht allein.“
  • „Es ist okay, wie du dich fühlst.“
  • „Du bist traurig/wütend/enttäuscht…“

Denn alle Gefühle dürfen gespürt werden, kein Gefühl muss verboten werden. Und wir begleiten unsere Kinder auf ihrem Weg, mit diesen Gefühlen umgehen zu können.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Weiterführende Literatur*:
Mierau, Susanne (2017): Ich! Will! Aber! Nicht! Die Trotzphase verstehen und begleiten. München: GU.
Mierau, Susanne (2019): Mutter. Sein. Von der Last eines Ideals und dem Glück des eigenen Wegs. Weinheim: Beltz.
Harms, Thomas (2016): Körperpsychotherapie mit Säuglingen und Eltern. Gießen: Psychosozial Verlag.

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