Monat: August 2014

Ein Leben ohne Kinderwagen

 

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Im Oktober schon wird der Sohn zwei Jahre alt. Vom Kind, das auf dem Rücken lag, das sich irgendwann drehen konnte, das begann zu robben und krabbeln ist er zu einem schneller Läufer geworden. Er steigt die Treppen hoch und runter und hält sich am Geländer fest oder probiert es oft auch ohne jedes Festhalten. Wenn wir unterwegs sind, läuft er so lange, bis er irgendwann auf den Arm genommen werden möchte: Für mich das Signal, dass er nicht mehr laufen kann. Nicht, dass er nicht mehr laufen möchte, sondern dass seine Kräfte ihn einfach verlassen haben.

Kinder und Bewegung – beides gehört zusammen

Kinder lieben Bewegung. Sie lieben es, sich und ihren Körper zu spüren, sich zu erproben. Sie sind den ganzen Tag mit ihrer Art von Lernen beschäftigt. Dabei erforschen sie, wie die Dinge funktionieren, wofür alles da ist und auch, wie sie sich selbst verhalten können. Schaffen sie es schon, auf dem schmalen Bordstein zu balancieren? Können sie in die Luft hüpfen und sicher wieder auf beiden Füßen ankommen? Es ist die Lust am Ausprobieren, die wir ihnen ansehen. Und genau dabei lernen sie: Sie lernen, was sie können, was sie nicht können und sie probieren unaufhaltsam aus und verfeinern ihre Fertigkeiten.

Nicht anders verhält es sich mit dem Laufen: Kinder lernen nach und nach das Laufen. Erst richten sie sich ganz vorsichtig auf, laufen dann meist seitwärts entlang der Möbel und halten sich an ihnen fest. Das Gleichgewicht in der aufrechten Position muss erst erlernt werden. Irgendwann wagen sie die ersten freien Schritte. Oft sind es am Anfang erst wenige. Manche Kinder sind ungestüm und rennen nahezu los ohne zu wissen, wie sie das Laufen eigentlich wieder stoppen. Sie lernen nach und nach das richtige Tempo, wie man die Füße nacheinander gut aufsetzt ohne zu stolpern und wie man sicher den Gang anhält. Für all diese Dinge haben sie einen inneren Ansporn und möchten es von sich aus nach ihrem eigenen Tempo erlernen.

Wichtig ist, dass sie die Möglichkeit haben, sich selbst zu erproben. Sie brauchen eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht, all die Feinheiten des Laufens zu erlernen. Sie müssen gerade Strecken laufen können und auch Treppen steigen dürfen. Nach ihren Fähigkeiten und ihrer Entwicklung bauen sie nach und nach ihr Können aus. Dazu gehört auch, wie weit die Strecken sind, die sie zurück legen können. Deswegen ist es wichtig, ihnen die Möglichkeit zu geben, diese Strecken selbst einzuschätzen. Setzen wir sie bei jedem Gang außer Haus sofort in den Kinderwagen, haben sie nicht die Möglichkeit, sich selbst zu erproben. Sie lernen erst langsam, wie weit sie wirklich laufen können.

Ein Kind 2 Jahre tragen – das geht?

Meine beiden Kinder habe ich von Anfang an im Tuch getragen. Mittlerweile habe ich eine kleine Sammlung an verschiedenen Tüchern: kurz, lang, mittel, verschiedene Muster und Marken. Natürlich habe ich auch beruflich einige Modelle für verschiedene Zwecke, aber besonders auch privat ist mir die Auswahl mittlerweile wichtig.

Den Sohn habe ich ganz am Anfang im Tuch getragen in der Wickelkreuztrage oder auch der Känguru-Trage. Ich fand es angenehm, auf diese Weise auch ganz unauffällig stillen zu können. Allerdings kam der Sohn im Herbst 2012 zur Welt, auf den dieser lange und kalte Winter folgte. Ich stellte fest, dass im hohen Schnee und unterwegs mit zwei Kindern das Tragetuch zu unflexibel für mich war (in Hinblick auf schnelles rein und raus) und nutzte beim Sohn dann auch als Tragehilfe den Bondolino (anfangs mit Verengung des Stegs durch eine Tuch).

Mit etwa 6 Monaten habe ich den Sohn dann auch angefangen im Sling auf der Hüfte zu tragen – was ich bei der Tochter erst mit 9 Monaten machte. Der Sling ist für mich gerade zu Hause eine enorme Erleichterung, wenn im Haushalt etwas gemacht werden muss, aber das Kind den Körperkontakt sucht. Er ermöglicht schnelles Hinein- und Hinausnehmen. Da ich auch die Tochter schon im Sling getragen hatte, hatte ich noch einen von Didymos, der mich seither begleitet. Anders als die Tochter hat der Sohn aber auch die Rückentrage kennen und schätzen gelernt und er mag es, wenn er möglichst hoch gebunden auf meinem Rücken ist und über meine Schulter sehen kann. Das ist mit herkömmlichen Tragehilfen nicht so einfach zu machen (abgesehen natürlich vom Tuch), aber mit dem Meitai.

Der Meitai ist sozusagen die Urform der Tragehilfe. Er besteht in seiner ganz ursprünglichen Form aus einem rechteckigen Stück Stoff, dessen Ecken mit Bändern verlängert sind. Die oberen Verlängerungen dienen als Träger und die unteren als Hüftgurt. Das Kind “sitzt” in dem Stoffrechteck. Hier bei uns sind besonders die Meitais von Fräulein Hübsch bekannt geworden. Mittlerweile habe ich auch eine kleine Auswahl an Meitais zu Hause. Wie auch bei den Tragetüchern gilt auch hier: Die Stoffqualität ist wichtig für den richtigen “Sitz” des Kindes. Wie oben erwähnt, ist für das richtige Tragen eine bestimmte Haltung notwendig und besonders auch die Stützung des Rückens. Je jünger das getragene Kind ist, desto wichtiger sind diese Qualitätsmerkmale, damit es gut gehalten werden kann. Kleine Babys sollten deswegen nur in besonders hochwertigen Meitais getragen werden, in denen der Rücken optimal unterstützt wird.

Irgendwann zwischen 18 Monaten und der Zeit nun hat es sich so entwickelt, dass der Sohn zuerst immer laufen möchte, wenn wir raus gehen. Mittlerweile kann er tatsächlich lange Strecken laufend zurück legen. Wenn er doch irgendwann erschöpft ist, trage ich ihn im Sling. Für den alten Sling von Didymos ist er allerdings nun zu groß und zu schwer; zu oft musste ich beim Tragen die Tuchbahnen nachziehen. Daher habe ich mich für einen neuen Sling von Pavo entschieden, dessen Stoff dicker ist und der auch bei einem fast Zweijährigem wunderbar sitzt. Für unterwegs ist der Sling hervorragend, weil ich ihn in der Tasche tragen und bei Bedarf heraus holen kann. Er nimmt weniger Platz ein als ein Meitai oder eine andere Tragehilfe. Ist er also erschöpft oder müde, nehme ich ihn im Sling auf die Hüfte.

Ist ein Alltag ohne Kinderwagen möglich?

Wenn ich davon berichte, dass ich ausschließlich trage, werde ich oft gefragt, wie das denn im Alltag gehen würde. Oder es wird schlichtweg festgestellt, dass das gar nicht möglich sei, denn man müsse ja auch einkaufen etc. Tatsächlich aber geht es sehr gut. Ich kaufe im Alltag mit meinen Kindern zusammen ein. Wenn ich den Einkauf nach Hause tragen muss, kaufe ich nur kleine Mengen für den jeweiligen Tag ein und gehe eben am nächsten Tag wieder einkaufen mit den Kindern. So haben wir auch immer frische Lebensmittel zu Hause und ich kann spontan entscheiden, was es zu essen gibt. Einen kleinen Einkauf kann ich sehr gut zusätzlich zu dem auf meiner Hüfte sitzendem Kind tragen.

Auch sonst erweist sich das Tragen im Alltag in der Stadt sehr hilfreich: Mit dem Tragen muss an S- und U-Bahnstationen kein schwerer Kinderwagen hoch oder runter getragen werden, man ist nicht auf Aufzüge oder helfende Passanten angewiesen. Und mit einem zweiten Kind an der Hand sind schöne Spaziergänge möglich.

Manchmal werde ich auch gefragt, ob ich nicht Rückenschmerzen oder andere Probleme durch das Tragen hätte. Doch ich muss auch hier ganz ehrlich sagen: Ich habe einen sehr gesunden Rücken mit einer durch das Tragen starken Muskulatur. Bereits meine Tochter habe ich zwei Jahre getragen und hatte davon keine Nachteile – so erwarte ich es auch jetzt. Bislang jedenfalls sind keine Beschwerden oder Haltungsschäden aufgetreten. Natürlich ist für diejenigen, die lange tragen, wichtig, dass sie auch richtig tragen. Wer also den Wunsch hat, lange und ausschließlich zu tragen, kann eine Trageberatung in Anspruch nehmen, um sich umfassend über die Möglichkeiten und das korrekte Binden informieren zu lassen. In größeren Städten gibt es auch mittlerweile an vielen Stellen offene Tragegruppen, bei denen Tragetechniken besprochen werden.

Mein persönliches Resümée

Ich habe zwei Kinder nun (fast) zwei Jahre getragen mit unterschiedlichen Tragehilfen. Von den Vorurteilen, dass getragene Kinder nie laufen wollen würden, habe ich in beiden Fällen nichts gespürt. Meine beiden Kinder laufen gerne und viel, sie gehen mit einkaufen, wir laufen oft weite Strecken in Berlin auch wenn wir die Bahn benutzen könnten. Sie laufen, weil sie es einfach gerne tun, weil sie sich daran erfreuen und es von Anfang an so kennen gelernt haben. Sie haben vermittelt bekommen: Probiere Dich aus, laufe und wenn Du zu müde wirst, machen wir eine Pause – im Tragetuch oder einfach eine Pause auf einer Bank oder bei einem Getränk in einem kleinen Café auf unserem Weg.

Ob Trage oder Kinderwagen: Kinder sollen laufen dürfen und sich selbst erproben

Aber ob nun Trage oder Kinderwagen: Beides ist möglich – und auch beides ist ausschließlich möglich. Doch lassen wir – egal wofür wir uns entscheiden – unseren Kindern auch die Wahl, selbst zu entscheiden, ob sie laufen wollen oder von uns befördert werden möchten. Lassen wir sie sich ausprobieren und geben wir ihnen die Möglichkeit, sich ihrer Grenzen bewusst zu werden und sich dann zurück zu ziehen, wenn es für die notwendig ist.

Oft sind wir Erwachsenen es, die es eilig haben und die Kinder lieber schnell irgendwo hin transportieren wollen – in der Trage, im Kinderwagen, auf dem Arm oder im Auto. Doch versuchen wir einmal, auf diese Situationen zu achten und uns zurück zu nehmen dafür, dass wir den Bedürfnissen unserer Kinder nach Bewegung nach kommen. Nicht nur sie sind uns dafür dankbar, sondern auch wir uns selbst eines Tages.

Ausschließlich tragen, ist das für Euch denkbar?
Ich freue mich über Eure Berichte,
Eure

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Spätsommertage

Ich liebe den Herbst und den Spätsommer. Frühling und Herbst – das sind meine Jahreszeiten. Und während sich jetzt gerade viele beschweren, dass der Sommer viel zu schnell gegangen ist, freue ich mich still und heimlich über das sich färbende Laub und all die schönen Dinge, die man im Spätsommer und Herbst machen kann. Bei uns bedeutet das:

1. Ernten

Die Trauben im Garten werden reif und wollen bald gepflückt werden. Was wir daraus machen werden? Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht besorgen wir uns einen Weinballon und machen eigenen Wein? Die Kinder werden wahrscheinlich weiterhin viel davon naschen.

Aus den Nachbargärten kommen Äpfel, Birnen und Pflaumen und werden verkocht und gebacken.

 

2. Backen

Spätsommer und Herbst sind die Jahreszeiten der warmen Früchtekuchen, die nachmittags mit Kakao gegessen werden. Dafür gibt es das immer gleiche Grundrezept, das mit den verschiedenen Früchten variiert wird: 250g Mehl, 120g Rohrohrzucker, 125g Butter, 1 Ei, 1/2 Päckchen Backpulver gut verkneten. Davon eine Hälfte für den Boden, eine Hälfte für das Gitter oben drauf verwenden. Schmeckt wunderbar mit Äpfeln, Pflaumen, Beeren,…

3. Pflanzen pflücken

Die Minze blüht und ich habe Minzblütenzucker gemacht, mit dem wir später in der kalten Jahreszeit unser Gebäck bestreuen können. Lavendelzucker haben wir im letzten Jahr gemacht und ihn später auf Kekse gestreut. Überall auf den Wiesen und Felder blüht es und die vielen Blumen wollen gepflückt, getrocknet oder auch zu Pflanzenfarbe gekocht werden. Ein bisschen Spätsommer aufbewahren für die kalten Tage.

4. Jahreszeitentisch umgestalten

Auch auf dem Jahreszeitentisch auf dem Fensterbrett in unserer Küche zieht nun der Spätsommer ein. Was wir in der Natur finden, wird hier hübsch dekoriert, z.B. Hagebutten und Weizen.

5. Pilze sammeln

Für mich ist das Pilzesammeln zu aufregend und ich esse keinen einzigen gesammelten Pilz, aber die Kinder lieben es, mit dem Mann im Wald nach Pilzen zu suchen, sie im Körbchen zu tragen und dann zu Hause zuzubereiten. ich begleite sie auf ihren Wanderungen, schaue nach Hagebuttensträuchen oder anderen Dingen, die ich für mich sammeln kann und freue mich an ihrer Freude.

6. Das neue Jahr vorbereiten

Der Garten wartet nicht und nun müssen wir bereits an das neue Jahr denken, müssen neue Büsche pflanzen und Zwiebeln in den Boden stecken.

7. Lagerfeuer, viele Lagerfeuer

Im Kinderofen und in der Feuerschale werden Feuer gemacht und Stockbrot gebacken. Leuchtende Kinderaugen, auch immer etwas ängstlich und bedacht, dem Feuer nicht zu nah zu kommen.

Und was habt Ihr Euch für den Spätsommer vorgenommen?

Ich bin gespannt auf Eure Ideen,
Eure

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Mit Pflanzen färben

Der Sommer geht in seine letzte Phase. Wohin man sieht, blühen die wunderschönen Spätsommerblumen. Grün und an manchen Stellen schon gelb und rot zeigen sich die Blätter. Goldrute und Rainfarn wachsen am Straßenrand. In unserem Garten gibt es eine Brennnesselecke, die ich den Sommer über habe wachsen lassen, die nun aber entfernt werden muss, um einem kleinen Spielhaus für die Kinder Platz zu machen. Und was lässt sich mit den Brennnesseln machen? Tee, Sud für die Haare – und Pflanzenfarbe. Weiterlesen

Neue Wege – Mütter und ihre Jobs: Tagesmutter Katharina

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Blogprinzessin Katharina habe ich bei Twitter gefunden, unter den ersten TwitterInnen, denen ich vor zwei Jahren Anfing zu folgen. Im letzten Jahr beantwortete ich ihr „6 Fragen an eine Familienbegleiterin“ und lese immer mal wieder bei ihr im Blog hinein. Als dreifache Mutter mit einem Zwillingspaar ist viel bei ihr los. Neben dem Bloggen hat sie sich entschieden, ihren alten Job nicht mehr zu verfolgen und ganz neue Wege einzuschlagen als Tagesmutter. Warum und wie erzählt sie im Interview:

1. Was hast Du früher gemacht/wo hast Du früher gearbeitet?

Ich habe Buchhändlerin gelernt, nach der Ausbildung aber als Theaterleitung im Kino gearbeitet. Während der Ausbildung war schon klar das mein Betrieb mich nicht würde übernehmen können, und dann flatterte mir passend die Vollzeitstelle im Kino rein. Super! Bis zur Geburt meiner ersten Tochter habe ich also dort im Schichtdienst gearbeitet. Als Theaterleitung ist man die Schnittstelle zwischen den Kunden, den Mitarbeitern und der Geschäftsführung und kümmert sich viel um die Dinge hinter den Kulissen.

2. Warum wolltest Du nach der Geburt/Elternzeit einen neuen Weg gehen?

Das wollte ich zunächst gar nicht, aber nach und nach stellte sich heraus, dass in unserer Gegend niemand darauf eingestellt ist wenn beide Eltern im Schichtdienst (nicht in der gleichen Branche) arbeiten. In Krankenhäusern kann man es ja oft so einrichten das einer nur die Frühschichten macht und der andere die Spätdienste. Das funktioniert bei uns nicht, denn ins Kino geht eben niemand morgens um 8:00Uhr.

Ich versuchte einen Kindergartenplatz zu finden, aber alle Kindergärten boten nur Zeiten an die wir gar nicht brauchen. Selbst in den Nachbarorten war nichts zu machen.  Ich versuchte es noch bei einer Tagesmutter, die aber erstens so teuer war das wir uns das nur mit Mühe und Not hätten leisten können, aber leider bot auch sie keine passenden Uhrzeiten an. Bis Nachts um halb eins macht halt niemand.

Langsam reifte dann in mir der Wunsch nach „Selber machen“. Ich konnte es gar nicht fassen, das die Stadt auf Eltern wie uns gar nicht eingestellt ist. Auf nachfrage bei der entsprechenden Stelle sagte man mir wir wären die einzigen Eltern in der ganzen Stadt die beide im Schichtdienst arbeiten und so eine Frage wie unsere hätte man noch nie bekommen.

Dazu kam, das mir die „Arbeit“ mit meiner Tochter so viel Spass machte.

Leider wohnen wir in einer sehr kleinen Wohnung, und Kinderbetreuung ist hier nicht möglich. Ich fand eine gleichgesinnte Freundin mit Eigenheim und wir starteten unsere Qualifikation zur Tagesmutter.

Die Auflagen was einen Zusammenschluss angeht sind je nach Bundesland unterschiedlich und bei uns besonders streng.

Nachdem ich mitten in der Ausbildung mit den Zwillingen schwanger wurde, teilte man uns mit das unter den neuen Umständen ein Zusammenschluss nicht mehr möglich sei. Nun müssen wir (meine Familie und ich) erst einmal umziehen bis ich durchstarten kann.

3. Erkläre kurz, was Dir an der Arbeit besonders gefällt.

Ich mag die Arbeit, gerade mit Kleinkindern. In meinem Praktikum bei einer anderen Tagesmutter hatte ich die ganze Zeit im Sinn wie super das ist, das ich den Tag mit den Kiddies verbringe und später genau für diese Tätigkeit auch noch Geld bekommen soll.

Mir liegt das Kneten, matschen, singen, füttern, basteln und beibringen einfach. Zusätzlich finde ich es klasse das ich als Tagesmutter meine Arbeitszeiten selber einteilen kann und meine Kinder mitbetreuen darf.

4. Wie gestaltest Du jetzt Deinen Alltag mit dem Job und Deiner Familie?

Einen Alltag habe ich ja jetzt noch nicht, da wir noch immer auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie im Raum Hamburg sind. Ich komme aber gerne noch einmal auf dieses Interview zurück, wenn wir voll im Arbeitsalltag angekommen sind.

5. Würdest Du Deinen neuen Job anderen Müttern empfehlen? Wenn ja, warum?

Ich würde anderen Müttern diesen Job tatsächlich ans Herz legen, allerdings sollte man wirklich vorher mal ein Praktikum gemacht haben, ob es wirklich das ist was man sich längerfristig vorstellen kann. In meiner Qualifikation sind einige Damen die sich mitten in der Ausbildung noch einmal umentschieden haben und in ihren alten Job zurück gekehrt sind.

Empfehlen würde ich es, weil man einerseits Kindern beim „wachsen“ helfen kann und ihnen schon so einen guten Start ins Leben ermöglichen kann, und andererseits weil man sein eigener Chef sein kann und die Betreuungszeiten so anbieten kann wie es am besten in die eigene Familie passt.

Vielen Dank an Katharina für das Interview. In der nächsten Woche findet Ihr hier das Interview mit – wem eigentlich?Hast Du auch einen Job, den Du hier vorstellen möchtest? Dann schreib mir an [email protected]

Bisher in dieser Reihe erschienen sind Interviews mit Hebamme Anna VirnichBloggerin Marisa Hart von Baby, Kind & MeerBabyladeninhaberin Paula PülzSchwangerschafts-Concierge Ulrike LothHebamme und Bloggerin Anja C. GacaSarah Seeliger von LibrileoAutorin Nora ImlauMütterpflegerin Kathrin Roth, Chemikerin @fraubruellenDoula Denise WilkEva Ella Hartmann von ringelmiezBettina M. Kreissl Lonfant von der Agence PhilosophiqueAnna Luz de León von BerlinMitteMomRamona Weyde-Ferch von jademond.de,Stephanie Oppitz von der Windelmanufaktur, und Simone Janke als me&i-Beraterin.

Auch Elke Peetz hat sich des Themas angenommen und zeigt hier 100 Probleme und 100 Lösungen von FrauenAlex Kahl ruft zu einer Blogparade zum Thema familienfreundliche Arbeitgeber auf.

Was schenke ich zum Kindergeburtstag? – Teil 2

gesponserter Beitrag

Gerade werden viele Kinder im Freundeskreis 5 Jahre alt. Die Tochter hatte ja bereits im Frühling ihren runden Geburtstag mit einer Feenparty gefeiert. Nun im Sommer haben viele Freunde von ihr Geburtstag und immer wieder treffen wir gerade auf ein ganz großes Thema bei den Jungsgeburtstagen: Drachen!

Drachenpartys stehen hoch im Kurs. Es werden Drachenschatzsuchen veranstaltet, bei denen verzauberte Eier ausgegraben werden oder der große Drachenschatz gesucht wird und es gibt Drachenverkleidungspartys mit Kinderschminken. Natürlich soll auch in den Geschenken dieses Thema wieder aufgegriffen werden. Deswegen stelle ich Euch heute vor, wie wir das Thema „Drachen“ umgesetzt haben in der letzten Zeit.

In einem unserer Lieblingsbuchläden bin ich auf zwei zauberhafte Drachenbücher gestoßen: „Der kleine Drache Theodor“ und das zweite Buch der Reihe „Der kleine Drache Theodor in der Höhle des Zyklopen„. Ins Auge gefallen sind mir die Bücher aufgrund ihres Formats und des schönen Covers. Im inneren wurde der erste Eindruck von den Illustrationen sogar noch übertroffen, denn es sind ganz zauberhafte Bilder, die durch Farben und Details bestechen. Viel zu entdecken gibt es hier auf den meisten Seiten. Und auch die Geschichte ist spannend. Im ersten Buch geht es um den kleinen Drachen Theodor, der irgendwie anders ist als die anderen Drachen: Er ist klein, hat riesige Flügel, kann aber nicht fliegen und dichtet lieber als sich um andere Drachendinge zu kümmern. In der Drachenschule ist er ein Außenseiter, was ihn sehr traurig macht. Doch auf einmal, am Rande der Katastrophe, erfährt er Freundschaft und entdeckt ganz ungeahnte Kräfte.

Noch aufregender wird es dann im zweiten Teil, in dem sich Theodor auf die Suche nach einem Freund begibt. Doch Freunde zu finden ist gar nicht so einfach und immer wieder muss er fliehen. Auf die, die ihm Freundschaft anbieten, geht er hingegen nicht ein, weil sie als Marienchenkäfer nicht so alt werden wie Drachen. Doch als er sich auf seiner Suche in große Gefahr begibt, weil er Freundschaft mit einem Zyklopen schließen will, merkt er, was das wirklich Wichtige an einer Freundschaft ist. Der zweite Band ist nicht ganz so lehrreich und besonders wie der erste, aber auch wieder wunderbar illustriert.

Diese beiden Bücher jedenfalls sind für 5/6jährige passend und eine schöne Idee für einen Drachengeburtstag. Preislich mit 19,95 Euro allerdings etwas teuer für einen Kindergeburtstag. Wer jedoch in der Familie einen Drachenliebhaber beschenken möchte, dem sei besonders der erste Teil angeraten.

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Neben Büchern liebe ich es, persönliche Dinge zu verschenken. Entweder kommt oft Serviettentechnik zum Einsatz oder mein sehr geliebter Brandmalkolben. Passend zum Buch oder andere Drachenbilder nachzeichnend lässt sich so sehr einfach ein zauberhaftes Geschenk herstellen – ganz persönlich.

Eine weitere – und recht preiswerte – Idee von einem der Kindergeburtstage ist eine Drachenschatzkiste: In eine kleine Holzkiste kommt ein Drachenschatz für das Geburtstagskind: Drachengold, Glasnuggets und Edelsteine laden zum Basteln ein, daneben Glasperlen zum Auffädeln mit Schnur. Schnell, einfach und trotzdem ein tolles Geschenk, weil Kinder in diesem Alter so gerne basteln, fädeln und kleben.

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Und ganz zum Schluss noch eine süße Idee für alle, die selber einen Drachengeburtstag ausrichten oder etwas Süßes verschenken wollen: Drachencakepops. Lassen sich ganz einfach ohne Backen herstellen, indem man einen Teig macht aus zerbröselten Keksen und Frischkäse. Daraus lässt sich ein Drachenkopf formen. Aus weißer Schokolade und grüner Lebensmittelfarbe wird die Glasur hergestellt. Stil in die Glasur tauchen, dann in den Drachenkopf und kurz antrocknen lassen. Anschließend den ganzen Kopf in der Glasur wenden, abtropfen lassen und Zuckeraugen aufdrücken. Smarties dienen als Rückenschuppen. Sieht toll aus, die Kinder lieben es!

An manchen Tagen fühle ich mich nicht als gute Mutter

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An manchen Tagen, da möchte ich nichts mehr hören. Da wünsche ich mir, dass ich mit einer Fernbedienung einfach einmal die Lautstärke der Kinder zurück drehen könnte – so ziemlich gegen 0. Da möchte ich nicht zum zwanzigsten Mal hören, dass der Sohn aber morgens einen Löffel mehr Müsli bekommen hat als die Tochter und das ungerecht sei. Oder dass die Tochter ihrem Bruder immer wieder seinen Kinderakkuschrauber weg nimmt und er deswegen zehnmal hintereinander zu mir gerannt kommt. An solchen Tagen, da habe ich einfach die Nase voll.

An manchen Tagen, da zweifle ich an meiner Kompetenz. Da schlage ich den Kindern etwas vor und es geht schief. Das gekochte Essen brennt an oder schmeckt einfach nicht. Beim Brot habe ich die Hefe vergessen und es geht nicht auf. Ich bügle einen großen Flicken auf die kaputte Hose der Tochter und vergesse, das Plastikspielzeug darunter wegzulegen. An diesen Tagen, da bin ich auch nicht diplomatisch und meine Erziehungskompetenz ist nicht vorhanden. Statt liebevoll Alternativen anzubieten, ertappe ich mich bei „wenn… dann“-Sätzen. An solchen Tagen, da würde ich gerne ganz allein im Bett bleiben.

An manchen Tagen, da würde ich mich als Mutter nicht lieben. Da höre ich nicht gut zu, da bin ich ungeduldig. Ich habe keine Zeit und keine Laune dafür, dass wir 15 Minuten Zeit brauchen, um in den dritten Stock zu kommen, weil der Sohn unbedingt ganz langsam allein laufen möchte und die Tochter zwischendrin eine Pause braucht, weil angeblich ihr Fuß schmerzt. Da sage ich meinen Kindern, dass ich jetzt wirklich eine Lust mehr habe und einfach mal ein paar Minuten nichts hören möchte. Da denke ich mir, dass es meine Kinder bei jeder anderen Mutter der Welt besser hätten und ich ganz furchtbar bin. An solchen Tagen entschuldige ich mich bei meinen Kindern und kann doch nichts dran ändern.

Es gibt diese Tage. An solchen Tagen, wenn sie kommen, sitze ich am Abend am Bett neben meinen Kindern. Ich streichle über ihre Haare, nehme ihre kleinen Hände in meine. Manchmal huscht ein kleines Lächeln über ihre Mundwinkel im Schlaf. Oder sie greifen nach meiner Hand, ziehen sie näher zu sich heran und kuscheln sich an. Sie sind da, ganz nah. Ich spüre die Wärme ihrer kleinen Körper, ihre kleinen, unbeholfenen Hände. Und ich weiß, dass sie all das nicht tun, um mich zu ärgern. Sie sind, wie sie sind, weil sie einfach Kinder sind. Weil das Leben manchmal laut ist und manchmal leise. Weil sie manchmal an Grenzen stoßen und manchmal ins Weite rennen wollen. Und manchmal haben wir das Pech, dass ihre und meine Bewegungen nicht zusammen passen, dass es für mich leise sein soll und für sie laut. Tage, an denen wir nicht auf einer Wellenlänge sind, nicht harmonieren. Doch über Nacht gleichen sich unsere Muster wieder an. „Es tut mir leid“, flüstere ich in ihr Ohr. „Morgen wird es besser.“ Und das wird es. Jeder Tag ist wieder ein neuer Anfang. Ein neuer Anfang, um es sich schön zu machen.

 

Sonntagssüß: Süßes am Stil – unsere ersten Cakepops

Cakepops habe ich immer wieder mal gesehen und die Tochter hat auch hier und da schon einmal welche genascht, zum Beispiel auf dem Naschmarkt in Berlin. Und immer wieder habe ich mir gedacht: Also das musst Du auch einmal selbst ausprobieren. Das ist ja perfekt für Kindergeburtstage! Weiterlesen

Exklusive Mamazeit

Mamazeit

Der Sohn wird nun bald 2 Jahre alt. 2 Jahre, in denen sich die Tochter uns als Eltern mit dem kleinen Bruder teilen muss. Manchmal sagt sie „Aber früher, da ward Ihr nur MEINE Eltern!“ und ich erinnere mich auch sehr gut noch daran, wie sie wenige Stunden nach der Geburt des kleinen Bruders – das Finger-in-den-Babymund-Stecken hatte seinen Reiz verloren – sagte „So, und nun stecke ich Dich in einen Briefumschlag und schick Dich wieder zurück!“

Geschwister sein und haben ist nicht immer einfach. Und der Sohn stillt noch immer, wird getragen und geht nicht in den Kindergarten – er ist viel an Mama dran. Deswegen sind sie besonders wichtig: Die Momente, in denen die Tochter auch mal nur einen Elternteil für sich ganz alleine hat. In denen sie keine Rücksicht nehmen muss auf ein kleineres Geschwisterkind, sondern selber einfach das einzige und deswegen kleine Kind sein kann. Momente, in denen sie ganz allein Kuscheleinheiten bekommt ohne dass sich plötzlich eine kleine Hand oder ein Fuß dazwischen schiebt. Ja, sie liebt ihren Bruder, aber manchmal, da möchte sie eben auch allein sein.

Heute teile ich deswegen einmal die Liste unserer liebsten „Exklusive Mamazeit“-Momente:

1. Zusammen kuscheln und auf dem Sofa Bücher ansehen

Mit einem kleinen Bruder ist das Vorlesen manchmal nicht so einfach, denn die Geschichten, die ihm gefallen, sind weniger komplex und die Aufmerksamkeitsspanne geringer. Deswegen genießt es die Tochter, wenn wir Zeit zu zweit haben zum Vorlesen. Wann das besonders gut geht? Wenn der Sohn gerade Mittagsschlaf hält.

2. Zusammen etwas „herstellen“

Und wo wir gerade bei der Aufmerksamkeitsspanne sind: das gilt natürlich auch für Bastelarbeiten. Beim gemeinsamen Basteln fliegt nämlich schnell mal etwas durch die Gegend, ein Glas Wasser kippt um oder die Farbe wird verschüttet. Deswegen sind auch Bastelaktionen ganz besonders beliebte Zuzweit-Aktionen: gemeinsam Töpfern gehen, zusammen ein großes Bild mit Aquarellmalfarben malen oder auch bei gutem Wetter Bodypainting mit hautverträglichen Farben. Vieles davon geht auch gut, wenn der Sohn gerade schläft oder am Wochenende mit Papa zusammen ist.

3. Kino

Fernsehen ist für die Tochter etwas ganz Besonderes, denn das gibt es nur am Wochenende und nur sehr ausgewählt. Kurz vor der Geburt des Sohns haben wir einmal einen Kinobesuch mit der Tochter probiert: Ich war erschöpft von der Schwangerschaft und hatte keine Energie an dem Tag für irgendeine andere Sache. Wir wollten „Kleiner Rabe Socke“ sehen und kauften Popcorn und setzen uns in die Vorstellung. Die ging allerdings nicht lange für uns, denn innerhalb der ersten fünf Minuten begann die Tochter mit lautem Protest, dass der Rabe ja total unfreundlich sei und sie auf keinen Fall das weiter sehen wolle und überhaupt nie wieder ins Kino wolle – nur Popcorn sei gut.
Etwa eineinhalb Jahre später habe ich noch einmal einen Versuch gestartet, mit der Tochter ins Kino zu gehen. Allein. Nicht, weil ich es wollte und keine andere Idee für den Tag hatte, sondern weil sie es gern wollte. Wir sahen „Karlsson vom Dach“ und die Tochter fand es großartig. Popcorn gab es diesmal nicht, dafür aber Hand in Hand sitzen und zusammen Limo schlürfen.

4. Mama-Tochter-Wellness

Ganz besondere Freude macht natürlich auch ein gemeinsames Wellness-Erlebnis. Die Tochter liebt Hamam-Besuche und gemeinsame Ausflüge in die Therme. Denn dabei gibt es viel Lachen, Hautkontakt und Kuscheln – also alles, was einen schönen Mama-Tochter-Tag ausmacht. Und wenn das nicht klappt, dann doch zumindest ein gemeinsames Bad in der Badewanne mit viel Schaum.

Und manchmal, wenn wenig Zeit ist, um ganz allein zusammen zu sein, dann reicht es auch schon, wenn die Tochter mal wieder ganz klein sein darf. Wenn ich sie aus Spaß im Tragetuch trage oder mit der Bettdecke pucke wie ein Baby und im Arm halte. Wenn ich sie auf meinen Schoß setze und wiege. Es können auch die ganz kleinen Momente sein, die eine große Wirkung zeigen. Wichtig ist, dass wir sie erkennen, dass wir die Bedürfnisse unserer Kinder wahrnehmen und nach unseren Möglichkeiten darauf eingehen. Exclusive Zeit mit einem Menschen, den wir lieben, das tut uns immer gut. Ob groß oder klein.