Monat: Oktober 2017

Mini-Teelicht-Laternen basteln

Die Kerzenzeit ist zurück. Bei uns hört sie ja nie so richtig auf, aber jetzt im Herbst werden neue Kerzen gezogen und es brennen auch wesentlich mehr Kerzen tagsüber. Für den Jahreszeitentisch, als Geschenk oder als Dekoration für Sankt Martin oder Halloween bieten sich besonders Mini-Teelicht-Laternen an, die mit Kindern einfach gebastelt werden können. Schon die kleinsten können sich hier einbringen, indem sie einfach bunte Papiere mit Tusche gestalten, die dann weiter verarbeitet werden.

Das brauchst Du dafür:
– Papier
– Tusche oder Wachsmalstifte (ggf. Kerze)
– Öl
– Papiertuch oder Wattebausch
– Kleber
– Teelicht
– Draht
– Stock
– Nadel
– Schere

Für die Mini-Teelicht-Laternen können Kinder ein Blatt Papier ganz nach Wunsch bemalen. Besonders schön eignen sich Aquarellbilder oder Wachskratzbilder: Hier wird das Bild zunächst in bunten Farben bemalt. Abschließend werden mit der brennenden Kerze Wachstropfen darauf verteilt. Abschließend wird das Blatt mit schwarzer Farbe komplett bemalt. Nach dem Trocknen werden die Wachspunkte entfernt und die bunten Farben scheinen hindurch.

Als Halloween-Variante haben wir Kürbisse auf das Papier gemalt, diese mit Wachs bedeckt und später freigerubbelt.

Das getrocknete Papier wird dann mit Öl eingefettet (ggf. von der Rückseite bei den Wachskratzbildern). So leuchten die Farben besonders schön.

Anschließend werden Papierstreifen abgeschnitten von etwa 4cm Höhe und in einer Breite, dass sie gut um ein Teelicht gewickelt werden können. Die Streifen werden dann am Teelicht festgeklebt und die „Naht“ ebenfalls mit Kleber verschlossen.

An den gegenüber liegdenden Seiten werden mit einer Nadel jeweils ein Loch eingefügt, durch das der Draht zur Aufhängung befestigt wird.

Viel Spaß beim Basteln,
Eure

 

Weitere schöne Bastelprojekte findet Ihr bei Creadienstag

Merke Dir den Artikel auf Pinterest

Hören und verstehen als Handlungen im Familienalltag

Wenn ich darüber schreibe, wie wichtig es ist, die Kinder in schwierigen Situationen zu verstehen und die Ursachen ihrer Handlungen zu ergründen, werde ich immer wieder gefragt: „Ja, aber wenn ich nichts daran ändern kann, was bringt es dann?“ oder „Ja, aber manchmal muss das Kind da eben einfach durch.“ Ja, das stimmt. Manchmal können wir an Situationen nicht groß etwas ändern. Manchmal können wir aber Kleinigkeiten ändern mit großer Wirkung. Und ganz oft ist das Verstehen eigentlich schon die Handlung. Und deswegen ist es so wichtig. Weiterlesen

Handgemachte Herbstmode mit liebevollen Details von Babadá

Werbung

Vor etwa einem Jahr traf ich zum ersten Mal auf die zauberhaften Kinderkleidungsstücke von Laura Rodriguez Zambrano und ihrem kleinen Label Babadá. Seither habe ich aus jeder Kollektion für eines meiner Kinder ein Kleidungsstück im Kleiderschrank gehabt, denn ihre liebevoll entworfenen Kindersachen sind ganz besondere Stücke, durchdacht hergestellt mit viel Liebe und einem besonderen Blick für Design für Kinder. Weiterlesen

„Ich kann aber nicht mehr!“ – Wenn Kinder erschöpft sind

„Ich kann aber nicht mehr!“ schreit es durch die Bahn. „Ich kann einfach nicht mehr, ich will nicht mehr!“ Das schreiende Kind ist meins. Sicherlich sind 20 Augenpaare auf mich gerichtet. Neugierig, schadenfroh, mitleidig, gespannt. Manchmal wünsche ich mir in diesen Augenblicken, es gäbe den einen Knopf bei einem Kind, mit dem man es einfach auf „reset“ stellen könnte. Aber den Knopf gibt es nicht, nur mich und das Kind und die Zuschauer. Weiterlesen

Kuschelig warmer Herbst mit Wollwalk von minibär

Werbung

Mit dem Herbst kommt der Wind, der die Blätter von den Bäumen weht, der Regen, kühlere Temperaturen und manchmal auch schon Schnee. Einige Sonnenstrahlen verlocken noch dazu, in die kühlere Jahreszeit einzutauchen und generell ist es schön, mit Kindern bei jedem Wetter hinaus zu gehen, sie die Jahreszeiten aktiv erleben zu lassen, um auch ein Verständnis für den Jahreslauf und die Eigenheiten auszubilden. Den Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ kennen wohl die meisten. Gerade jetzt ist warme Kleidung gut und wichtig und die kühleren und windigen Monate sind die Zeit des Wollwalks. Weiterlesen

Unterstützung – ohne um Hilfe bitten zu müssen

Auf einer Lesung in der letzten Woche ergab sich ein tolles und wertvolles Gespräch über das Problem der bindungsorientierten Eltern, das aktuell so viel diskutiert wird: die Überforderung. Denn ja: Als Eltern können wir in eine Schräglage kommen, wenn wir die Bedürfnisse des Kindes (langfristig) über unsere eigenen Bedürfnisse stellen. Im System Familie ist es wichtig, dass die Bedürfnisse aller Familienangehörigen berücksichtigt werden und ausgewogen sind – nur dann sind wir wirklich gestärkt genug, um den auch manchmal schweren Zeiten gut gegenüber zu treten. Auch wir Eltern brauchen Ruhe, Kraft, Zuwendung, Liebe, Erholung. Weiterlesen

Mein Smartphone und ich – Smartphone Detox für Eltern?

Vor kurzer Zeit wurde ich gefragt, ob ich für die aktuelle Printausgabe der SZ Familie, die sich dem Thema widmet, ein Interview geben könnte zu meiner persönlichen Smartphonenutzung und wurde eingeladen, am Runden Tisch zum Thema „Smartphone über alles: was die bahnbrechendste Erfindung der vergangenen Jahrzehnte mit unseren Familien macht“ teilzunehmen als Bloggerin, die mit dieser Seite und allen Social Media Kanälen drum herum mitten in dem steht, was Eltern mit dem Smartphone machen: Facebook, Blogs, Instagram, Twitter, Messenger,…  Weiterlesen

Warme Füße in der kalten Jahreszeit – die neuen Wollis von Pololo

Werbung

Die Schuhe von Pololo begleiten uns nun schon seit vielen Jahren und machen damit ihrem Namen alle Ehre: Die bezeichnung „Pololo“ kommt aus dem chilenischem Spanisch und bedeutet „fester Freund“: Die ersten Schritte draußen wurden in den weichen Lederpuschen unternommen, die die großen Kinder auch gerne im Kindergarten oder Schule schon trugen. Und auch die Straßenschuhe gehören seit langer Zeit zu unserem Alltag und die Kinder haben in jeder Saison neben Barfußschuhen ein Modell der nachhaltigen, pflanzlich gegerbten und allergikerfreundlichen Schuhe. Nun hat Pololo ein neues Modell in ihr Sortiment aufgenommen: die Wollis. Weiterlesen

Den Absprung zum Schlaf finden – über Einschlafbegleitung und Zeitfenster

Der Tag war so aufregend, so vieles erlebt. Und eigentlich bist du schon müde. Eigentlich. Du reibst deine Augen mit den kleinen Fäusten, deine Wangen sind rot. Nun schnell ins Bett, denke ich und möchte noch einmal kurz die Windel wechseln. Die Zahnbürste am Wickeltisch erregt deine Aufmerksamkeit: In deiner Hand wendest du sie hin und her und wieder hin und her, steckst sie in den Mund. Auf einmal scheint die Müdigkeit verschwunden, wie weggewischt von deinem kleinen Gesicht. Weiterlesen

Jedes Kind darf wütend sein

Da stehst du vor mir und wütest. Du schreist mich an, mich und die Welt. Denn ich und die Welt, wir sind gerade blöd für dich. Wir verstehen dich nicht, wir lassen dich nicht das tun, was du gerade wolltest. Dabei willst du doch entdecken und lernen und erfinden. Nur manchmal, da geht das eben nicht. Da stehen die Dinge, die Menschen dir im Weg. Und manchmal kommst du nicht an ihnen und ihren Meinungen und Wünschen vorbei. Manchmal findet sich kein Kompromiss, manchmal müssen Eltern den Weg anzeigen und können ihn nicht ändern.

Also wütest du und schreist. Und es ist in Ordnung, das zu tun. Es ist in Ordnung, Gefühle zu haben und auch Wut, Angst und Ärger zu spüren, zu benennen, auszuleben. Es ist in Ordnung, die Wut aus dem Bauch heraus zu lassen und sie nicht in sich verbergen zu müssen. Wut ist kein Gefühl, das man lassen muss. Es ist kein Gefühl, das verboten ist. Keines, das versteckt werden muss oder nur heimlich allein betrachtet werden kann. Wut ist nichts, wofür man sich schämen muss. Menschen sind glücklich und traurig und lustig und aufgeregt und nervös und eben auch wütend. All das gehört zum Leben dazu, all das macht das Leben aus. Auch die Wut ist ein Teil der Gefühlswelt und auch sie hat ihren Platz im Alltag.

Noch ist es schwer, durch die Wut hindurch zu kommen, denn du findest noch nicht den Weg aus ihr heraus. Noch brauchst du mich, um auf dem Weg begleitet zu werden. Manchmal mit Worten, manchmal durch Berührung und manchmal einfach nur mit Verständnis. Der Weg, mit der Wut umgehen zu können, ist lang. Aber den Umgang lernst du nur dann, wenn du sie auch fühlen darfst. Du lernst, wie du dich beruhigen kannst – nach und nach. Durch uns Erwachsene, durch unsere Worte und unser Dasein.

In den nächsten Jahren wirst du uns immer weniger brauchen und schließlich wirst du deinen eigenen Weg finden durch diese starken Gefühle – oder selber wissen, wann du eine andere Person zur Hilfe hinzuziehen musst. Denn auch das kannst du lernen: Wir müssen Gefühle nicht allein mit uns ausmachen, auch nicht als Erwachsene. Es gibt Situationen, in denen wir sie allein regulieren und es gibt Situationen, da tut es so gut, sich anzulehnen, den Ärger auszusprechen und eine verständnisvolle Person gegenüber zu haben.

Es ist in Ordnung, wütend zu sein. Auch als Elternteil. Auch wir sind wütend, enttäuscht, zermürbt, überreizt. Auch wir haben Gefühle, die wir nicht verschließen müssen und sollten. Im Unterschied zu unseren Kindern sind wir aber erwachsen und sollten einen Weg gefunden haben, gut und gesellschaftlich verträglich damit umzugehen. Und wenn es uns schwer fällt, ist es umso wichtiger, unserem Kind einen anderen Weg aufzuzeigen und mit ihm gemeinsam zu lernen.

Eure

Merke Dir diesen Artikel auf Pinterest