Monat: April 2014

Aus dem Bücherregal im April

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Es grünt und blüht überall. So auch in unserem Bücherregal, denn hier sind gerade Frühling und Blumen allgegenwärtig. Für die Kinder ist es toll, das, was sie überall sehen, in Büchern noch einmal zu Hause nachzuerleben. Heute gibt es deswegen einen kleinen Einblick in unser Bücherregal und die Lieblingsbücher momentan.

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Der Klassiker der Jahreszeitenbücher ist natürlich „Das Jahreszeitenbuch„, das uns nun schon seit einigen Jahren begleitet und immer wieder Freude bereitet. Darin finden sich schöne Anregungen für jede Jahreszeit: Geschichten, Lieder, Bastelideen und Rezepte, um den Lauf des Jahres zu begleiten und für Kinder verständlich zu machen. Die Tochter mag die Geschichten, der Sohn lauscht den Liedern oder bastelt auch hier und da mit.

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Ebenso ein Klassiker ist auch die Bilderbuch-Jahreszeitenreihe aus dem Verlag Urachhaus. Für den Sohn mit 18 Monaten ist das Buch „Frühling“ gerade aktuell. Auf den Bildern gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken und benennen und es bereitet Freude, gemeinsam über das bunte Aprilwetter zu staunen oder den Feentanz zu betrachten.

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Was wächst denn da?“ ist eine meiner Neuentdeckungen, die mir die Buchhändlerin kürzlich empfohlen hat. Hier wird ein Jahr in Opas Garten vorgestellt: Kinder erfahren Wissenswertes über Gemüse-Familien, über den Anbau von Gemüse, über Insekten und den gesamten Weg vom Beet in den Gemüseladen. Es ist schon recht anspruchsvoll und daher für Kinder im Vorschul- und Schulalter geeignet, die Tochter mit ihren 5 Jahren schaut es sich gerne mit mir an und bekommt daraus vorgelesen.

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Als passendes Bastelbuch hat sie dazu noch das „aktiv-Heft Pflanzen„, in dem Pflanzen ausgemalt, Aufkleber verklebt, Spiele gespielt und Bastelideen vorgestellt werden. Eine schöne Ergänzung für ruhige Bastelzeiten oder Momente, in denen ich mich mehr um den Sohn kümmern muss und die Tochter allein spielt. Besonderen Gefallen hat sie an dem Aufkleben der Blätter an den richtigen Baum gefunden.

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Am Wochenende sind wir ja gerne draußen in der Natur. Weil beide Kinder gerne Blumensträuße pflücken, habe ich als Begleitbuch für unsere Spaziergänge das Buch „Mein erstes Was blüht denn da?“ gekauft. Darin sind nach Blütenfarbe verschiedene einheimische Blumen aufgeführt mit der Angabe, ob sie giftig sind oder nicht und zahlreichen weiteren Informationen. Ein ganz wunderbarer Begleiter auf Spaziergängen und Wanderungen und nicht selten lerne ich auch noch etwas dazu. Für alle Naturliebhaber also ein super Taschenbuch!

Und was steht bei Euch gerade im Bücherregal ganz vorne?

* Der Link zum Buch ist ein Affiliate-Link zu Amazon, durch den ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Das Buch ist unabhängig davon aber auch im Buchhandel, bei Buch7 oder anderen Shops erhältlich

Löwenzahnhonig selbstgemacht

Der Löwenzahn blüht gerade weit und breit. Wohin man auch sieht, sind Wiesen mit gelben Punkten übersät. Doch die Pflanze mit den leuchtenden Blüten ist mehr als nur schön anzusehen: Löwenzahnblätter sind nicht nur für Meerschweinchen ein leckerer Salat oder lassen sich zu einem Pesto verarbeiten, Löwenzahn ist auch ein schönes Heilkraut (u.a. als Tee) und seine Blüten lassen sich leicht zu einem leckeren Brotaufstrich verarbeiten. Deswegen war ich mit den Kindern unterwegs, um Löwenzahnblüten zu sammeln und daraus Löwenzahnhonig zu machen. Weiterlesen

Mein Dorf war zu Besuch

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Gerade arbeite ich an meinem Vortrag für die re:publica 2014 mit dem Titel „Der Online-Elternclan: Zur gesellschaftlichen Bedeutung von Elternblogs„. Darin geht es um den Wert und den Nutzen, den Elternblogs und auch andere moderne Medien heute für Eltern haben. Denn an vielen Stellen werden die Eltern mit ihren Smartphones und Tablets belächelt, verspottet oder gar beschimpft. Von zu wenig Aufmerksamkeit für die Kinder wird an vielen Stellen gesprochen. Doch den wirklich wichtigen Nutzen und die Bedeutung dieser Medien werden häufig übersehen. Ganz klar ist aber auch: Natürlich können diese Sachen nicht reale Beziehungen ersetzen. „Wer ein Kind groß ziehen möchte, braucht ein ganzes Dorf.“, so ließt man an vielen Stellen. Der Online-Elternclan kann ein ganz wichtiger Teil dieses Dorfes sein. Immer da, zu jeder Uhrzeit parat. Er kann in vielerlei Hinsicht unterstützen und sogar mal eben einer Alleinerziehenden Mutter das Geld für die Klassenfahrt der Tochter zusammen sammeln. Aber er kann auch nicht das Kind mal schnell auf den Arm nehmen, eine Windel wechseln oder das Essen kochen. Deswegen geht es heute und hier auch mal um meinen realen Clan, den ich an meiner Seite habe.

Zu meinem Clan gehört natürlich meine Familie, d.h. meine Eltern und die Familie des Mannes. Dazu kommt dann die erweiterte Familie, die zum Beispiel aus der Familie meines Patenkindes besteht. Dann gibt es noch die Freunde mit ihren Kindern: Manche noch aus der Schulzeit, aus dem Studium, dann neu dazu gewonnene im Laufe der Zeit und durch Spielplatzbesuche. Auch die Familien aus meinem Spielkreis gehören etwas mit zum Clan, denn wir sehen uns zweimal wöchentlich, lassen die Kinder zusammen spielen und essen gemeinsam. Durch Twitter und Facebook sind auch einige Menschen zu meinem Clan dazu gestoßen, auf die ich heute nicht mehr verzichten möchte und die ich im realen Leben getroffen und ins Herz geschlossen habe. Wenn ich dies alles so überdenke und aufzähle, ist mein Clan recht groß – auch wenn ich nicht Zeit habe, um alle regelmäßig zu sehen.

Heute hatte ich Besuch von einem Teil meines Clans. Eine meiner liebsten Freundinnen kam mit einer ihrer Töchter. Wir saßen in der Sonne, tranken gemeinsam Kaffee und schauten den Kindern beim Spielen zu. Wir gingen spazieren, mal gingen meine Kinder an meiner Hand, mal an ihrer und dann gingen sie auch alle zusammen im Sonnenschein. Beim Mittagessen nahm sie mir den Sohn ab, damit ich das Essen kochen konnte und beim Essen saßen wir gemeinsam an einem großen Tisch. Der Sohn ließ sich mal von der einen oder anderen füttern und liebte es. Die Kinder spielten fangen und achteten aufeinander und nahmen im Spiel Rücksicht, obwohl sie alle ganz unterschiedlichen Alters sind. Die Große konnte zeigen, dass sie aus Stöckern schon Wörter legen kann, die Tochter schaute aufmerksam zu und der Sohn genoss es, mit beiden zu spielen. Umgekehrt lernte der große Besuch, vorsichtig mit einem kleinen Kind umzugehen und es langsam mit Eis zu füttern und zu beachten, dass die Frustrationstoleranz eines so kleinen Kindes doch gering ist.

Es war schön, dies alles zu beobachten. Zu sehen, wie gut es Kindern unterschiedlichen Alters tut, zusammen zu sein. Jedes konnte etwas vom anderen lernen. Es tat gut, mal beide Hände beim Kochen frei zu haben und mit einer Freundin in der Sonne zu sitzen und zu reden. Erleben, wie wichtig es ist, mal los zu lassen und einfach andere Wege zuzulassen. Ich bin glücklich, meinen Clan zu haben. Meinen Online-Clan und meinen Real-Clan. Jeder bereichert auf seine Weise mein Leben, macht es einfacher und schön. Vielen Dank!

Trotzen? Gibt es nicht.

Trotzen

Der Sohn ist nun 18 Monate alt, er redet viel und oft, klettert und rennt. Zeit, für die Außenwelt mal nachzufragen: Neben der allgegenwärtigen Frage „Schläft er denn nun schon durch?“ kommt immer häufiger eine andere Frage in den Mittelpunkt, nämlich die, ob er denn nun schon im Trotzalter sei. Trotzalter. Das ist ein Begriff, den ich nicht gerne höre. Schon wenn ich Ankündigungen für Workshops und Kurse sehe, in denen es um wütende Kinder, um das Trotzen oder um den Zorn von Kleinkindern geht, werde ich ärgerlich. Denn diese Beschreibung von Kindern ist grundlegend falsch.

Jeder Mensch hat eine eigene Meinung

Stellen wir uns zu Beginn folgende Situation vor: Ein Paar ist zusammen im Supermarkt. Er schiebt den Wagen, sie legt einen Schokoriegel hinein.
Er: „Leg den bitte wieder zurück.“
Sie: „Was?“
Er: „Leg den bitte wieder zurück!“
Sie: „Äh, nein. Warum?“
Er: „Jetzt leg ihn bitte wieder zurück. Du weißt: Süßigkeiten sind nicht so gesund für Deine Zähne.“
Sie: „Was? Ja. Aber nein, ich nehme den mit. Ich putz mir ja die Zähne auch.“
Er: „Und auch sonst sind sie nicht so gesund für Deinen Körper. Bitte leg den Riegel jetzt zurück ins Regal.“
Sie: „Du spinnst wohl. Ich lege ihn nicht zurück ins Regal.“
Er: „Leg ihn zurück, sonst lege ich ihn zurück.“
Sie: „Nein, ich nehme diesen Riegel mit.“
Er legt den Riegel ins Regal, sie zieht ihn zu sich heran, während er ihn noch hält. Der Einkaufswagen schlingert scheppernd in das Regal.

Diese oder ähnliche Situationen haben wir alle schon oft gesehen oder selbst erlebt. Nicht unbedingt mit unseren Partnern, aber mit unseren Kindern. Wir gehen einkaufen und haben ganz verschiedene Vorstellungen davon, was in den Einkaufswagen kommen soll. Das kann entweder ein Schokoriegel sein, der gewünscht wird oder die blinkenden Turnschuhe. Doch während wir in Gesprächen mit einem Erwachsenen ihm zumeist ein gleichberechtigtes Stimmrecht zuerkennen, machen wir das mit Kindern nicht. Oft hören wir nicht einmal genau ihre Gründe an, warum nun unbedingt ein Schokoriegel/eine Fruchtschnitte/ein Plastikhase oder die lila Socken mit grünen Punkten gekauft werden müssen. Und darin liegt auch schon das Problem: Wir erkennen nicht an, dass Kinder eine eigene Meinung haben und sie vertreten. Natürlich wissen wir als Eltern viele Dinge besser. Wir haben mehr Lebenserfahrung. Wir wissen, dass zu viel Schokolade ungesund ist oder dass Plastikspielzeug fragwürdiger Herkunft gesundheitsschädlich sein kann. Kinder müssen diese Dinge erst lernen. Viele Dinge müssen sie tatsächlich durch eigene Erfahrung lernen und wir können ihnen mit gut gemeinten Ratschlägen dieses Wissen nicht vermitteln – so sehr wir uns das auch manchmal wünschen. Doch das wirklich Wichtige daran ist: Um was auch immer es geht, wir sollten den Wunsch der Kinder ernst nehmen.

„Trotz“ ist kein passender Begriff

Laut Duden bedeutet Trotz „hartnäckiger [eigensinniger] Widerstand gegen eine Autorität aus dem Gefühl heraus, im Recht zu sein“. Doch ist es das wirklich, was sich in den Reaktionen der Kinder zeigt? Das Kind zeigt in seiner Äußerung seine Vorstellung, seinen Willen oder Wunsch. Es tut das nicht in erster Linie als Widerstand gegen eine Autorität (sofern man die Beziehung zwischen Kind und Eltern überhaupt mit diesem Machtgefälle bezeichnen möchte). Es lehnt sich nicht in erster Linie gegen einen anderen Menschen auf, sondern zeigt seine eigenen Vorstellungen, die sich eben von denen eines anderen Menschen unterscheiden. Der Widerstand ist erst die Konsequenz dessen, dass das Kind selbst auf einen Widerstand stößt. Oftmals sind die Kinder davon selbst überrascht. Gerade kleine Kinder, deren Empathie noch nicht so weit ausgebildet ist, dass sie sich problemlos in andere hinein versetzen können, sind selbst davon überrascht, dass die Person gegenüber ganz andere Vorstellungen hat als sie selber. „Was, Mama möchte nicht, dass ich diesen tollen grünen Flummi mitnehme? Ich verstehe die Welt nicht mehr!“ könnten sie sagen, wäre ihnen das möglich. Nein, Kinder wollen sich nicht gegen Erwachsene auflehnen aus Respektlosigkeit oder einfach nur der Sache wegen. Sie lehnen sich auf, weil sie eigene Ideen von ihrem Leben haben. Sie wollen nicht mehr die Jacke von Mama oder Papa zu gemacht bekommen, sondern wollen es selbst probieren.

Warum Kinder sich so verhalten, wie sie sich verhalten

So wie wir Erwachsenen Gründe für unser Tun haben, haben es auch Kinder. Oftmals können oder wollen wir uns nur nicht mehr ausreichend in sie hinein versetzen oder denken zu sehr aus unserer erwachsenen Sicht heraus, als dass wir Kinder noch verstehen könnten. Denn: Auch wenn uns das Verhalten unseres Kindes in einer solchen Konfliktsituation nicht gefällt, hat es einen Sinn. Herbert Renz-Polster schreibt in seinem Buch „Kinder verstehen“ über den so genannten Abstillkonflikt der Kinder, d.h. über die Zeitspanne, in der Kinder natürlicherweise abgestillt wurden und in deren Phase kindliche Zornanfälle besonders auftreten (S.183):

Die Abstillzeit war auch beim Menschen eine „Trennungszeit“, der Abstillkonflikt damit ein Loslösekonflikt. Evolutionsbiologisch betrachtet ist es deshalb plausibel, dass Zornanfälle ein Gegenmittel sind, das Kinder entwickelt haben, um in dem täglichen Abstiegskampf dann doch noch das eine oder andere Tor zu erzielen und dafür zu sorgen, dass sie bei der jetzt anstehenden Umverteilung angemessen berücksichtigt werden.

Kinder zeigen also in diesen Situationen zweierlei ganz wichtige Dinge: Sie befinden sich in einer Phase, in der sie von der Natur vorgesehen weiter von den Eltern Abstand nehmen und eigene Wege gehen. Vielleicht bekommen sie sogar gerade ein kleines Geschwisterkind und daher stellt sich diese Herausforderung besonders. Dafür benötigen sie bestimmte Fähigkeiten: Sie müssen ihre Jacken selber schließen können, ihre Schnürsenkel selber binden lernen, erfahren, wie man mit einer Schere oder einem Schnitzmesser richtig umgeht. Sie müssen lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Und das fordern sie tagtäglich ein. Sie rufen uns gerade zu: „Lass es mich selbst probieren! Ich muss das lernen!“ Gleichzeitig aber sind sie eben doch auch kleine Kinder und auf Zuwendung angewiesen. So zeigen sie auch: „Hey, ich bin hier und ich bin zwar schon in vielen Dingen selbständig, aber verlier mich nicht aus den Augen und wende Dich mir weiterhin viel zu!“ Das, was so oft als „Trotz“ bezeichnet wird, ist eine ganz wichtige und bedeutende Aufgabe für unsere Kinder. Ein Meilenstein der Entwicklung – auch wenn es manchmal für uns anstrengend und kräfteraubend ist.

Was also soll man mit Kindern in dieser Entwicklungsphase tun?

Im Alltag bedeutet dies vor allem eins: Ruhe bewahren. Wenn das Kind seine Eigenständigkeit zeigen möchte oder auch gerade das Gegenteil davon, treten wir einen Schritt zurück und schimpfen nicht gleich oder sind verärgert, sondern sehen hin und sagen zu uns: „Aha, ich nehme das jetzt einfach so hin. Was will mein Kind eigentlich?“ Und allzu oft sehen wir es schon: Das Kind will etwas selber machen oder selber entscheiden. Es möchte ein besonderes Geschenk bekommen, das die Geschwister nicht haben oder die größte Portion Mittagessen (auch wenn es das nicht aufessen wird). Ruhe ist die wichtigste Eigenschaft in dieser Zeit. Hinreich ist es deswegen auch, wenn man von Anfang an für wichtige Dinge mehr Zeit einplant: Anziehen kann lange dauern, wenn ein Kleinkind sich selbst anziehen möchte oder selber die Kleider zusammen stellt. Kompromissbereitschaft ist ebenso wichtig. Ja, dann zieht das Kind eben heute mal verschiedene Socken an oder hat das T-Shirt verkehrt herum an. Sind wir ehrlich zu uns selbst: Wen kümmert das schon? Und wenn es doch Konsequenzen hat, dann ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern auch Dinge zutrauen mit dem Wissen, dass das Kind daraus etwas lernen wird. Das Kind wird lernen, dass es nicht zu viel rohen Teig essen darf, wenn ihm davon übel wird oder dass es vielleicht doch keine schlaue Idee ist, das Lieblingsshirt ohne Jacke an einem kalten Tag zu tragen. Wir müssen unseren Kindern zugestehen, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Nur so können sich Kinder weiter entwickeln. Natürlich hat das einen Rahmen, aber gewisse eigene Entscheidungen, die wir nicht unbedingt gutheißen, sollten wir auch unseren Kleinkindern schon ermöglichen. Und wenn es schief läuft, dann sind wir da. Wir nehmen sie in den Arm, wir lieben sie. So, wie sie uns auch weiter lieben, wenn wir ihnen Dinge verbieten oder vorschreiben. Oder – wie meine Tochter es mit drei Jahren nach einem solchen Anfall des Eigensinns auf die Äußerung, dass dieses Verhalten nun aber ziemlich unangenehm war, sagte: „Mir war das auch unangenehm, Papa. Mir auch.“ Und damit meinte sie nicht den Umstand, dass sie sich auf den Boden warf und mit den Beinen strampelte, sondern dass das überhaupt notwendig war.

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Ostersonntag in Bildern

Ostersonntag. Die Kinder haben sich seit Tagen auf Ostern gefreut. Der Sohn mit seinen 18 Monaten hatte sicherlich noch keine genaue Vorstellung von dem Fest, aber die Vorfreude seiner großen Schwester reichte dafür aus, immer wieder begeistert „Ostern!“ zu rufen und sich darauf zu freuen. Die Osterkörbchen waren schon vorher gefüllt, denn wie in den Jahren zuvor sind wir auf den Bauernhof gefahren zum Osterfest.

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Die ersten Sonnenstrahlen erhellen den Hof. Um halb sieben haben die Kinder uns geweckt, denn heute ich ja endlich Ostern. Schnell muss der Mann sich unter einem Vorwand hinaus stehlen, um die Osterkörbe zu verstecken.

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Die Tochter auf der Suche nach den Osterkörbchen im frühen Sonnenschein.

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Auch der Sohn sucht begeistert. War dort nicht gerade ein Hase?

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Vielleicht verstecken sich die Eier und Schokolade im Hühnerhaus?

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In der Scheune finden sich dann die ersten kleinen Schokoeier.

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Gemeinsam gesucht, gemeinsam gefunden.

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Durch das Stroh stapfen und nach weiteren Überraschungen suchen.

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Alles gefunden. Kleine Hände wickeln Schokoeier aus.

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Mittlerweile ich es richtig hell draußen, der Himmel ist blau.

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Zeit für das Frühstück.

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Danach geht es zum Mittelaltermarkt nach Chorin. Hier werden Seifenblasen bestaunt…

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… und riesige Drachen.

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Die Sonne scheint warm, der Sohn spielt im Heu.

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Abschluss eines langen Tages bei Kerzenschein und einem Strauß Blumen, von der Tochter handgepflückt.

Ostern hoch zwei – Was bei uns in diesem Jahr im Osternest liegt

Ostern steht kurz bevor. Die Ostereier sind bemalt, die Körbchen für die Kinder sind bereitet und warten auf ihren großen Einsatz am Wochenende. Und was in diesem Jahr in den Körbchen für die 5jährige Tochter und den 18 Monate alten Sohn liegt, seht Ihr hier:

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Das Tochternest

Rosa ist gerade die Farbe, die die Tochter bewegt. Daher ist auch das Osternest in rosa gehalten mit einem rosa Osterhasen, Schmetterlingshaarspangen und einem rosa Schneckenband. Daneben gibt es noch ein frühlingshaft gelbes Schneckenband, ein Ei aus Holz für den Kaufmannsladen und eine mintgrüne Legging. Im Stoffbeutelchen befindet sich Knete, denn davon kann die Tochter nie genug haben.

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Das Sohnnest

Der Sohn liebt alles, was seine große Schwester auch liebt. Es wird gespielt, was sie spielt. Ihre Lieblingsfarben sind auch seine Lieblingsfarben. Deswegen muss das Osternest des Sohns auch ganz ähnlich sein wie das der großen Schwester. Auch hier gibt es zwei Schneckenbänder: eins in lila, eins in blau. Dazu ein Stoffesel, ein Ei aus Holz und ein Schokoladenhase. Wie auch bei der Schwester gibt es ein Beutelchen mit Knete.

Daneben gibt es noch ein paar kleine Schokoeier, die hier und da im Freien verteilt werden.

Was liegt bei Euch im Nest? Verschenkt Ihr mehr oder weniger? Mit oder ohne Süßigkeiten? Wenn Ihr vegane Ostern feiert, was kommt bei Euch ins Nest?

Ostereiergebastel schon mit den ganz Kleinen

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Nun steht Ostern vor der Tür. Die große Tochter ist schon ganz aufgeregt und wir sprechen täglich über den Osterhasen, über das Osterfest und die Eiersuche. Wie auch bei der Vorfreude auf Weihnachten, möchten die Tage bis zum Fest nun noch gut überbrückt werden. Und was eignet sich da besser als das Anmalen von Ostereiern in allen Variationen? Großeltern und Verwandte freuen sich über die Kunstwerke der Kinder oder man verwendet sie noch für die Osterdekoration zu Hause. Hier kommen meine Ideen für unsere Lieblingsgestaltungen, die zum Teil auch schon mit den Kleinsten gemacht werden können.

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Zunächst werden Löcher in die Eier gemacht. Am Spitzen Ende (das später nach oben zeigt) ein kleines, am unteren Ende ein größeres Loch.

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Nun wird gepustet – und zwar in die kleinere Öffnung, damit der Eiinhalt aus der größeren Öffnung fließen kann.

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Danach darf dann bemalt werden. Die größeren Kinder können schon einen Pinsel benutzen.

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Für die kleinen Hände eignen sich kleine Pinsel (hier im Einsatz ist mein Rougepinsel für unterwegs) oder einfach die Finger.

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Schwierigkeitsgrad 1: Geeignet für die Kleinsten
Ausgeblasene Ostereier mit Fingermalfarbe bemalen lassen. Der Sohn hatte mit seinen 18 Monaten große Freude daran. Wer mag, kann nachher mit Buchstabenstempeln kleine Botschaften aufstempeln.

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Schwierigkeitsgrad 2: Ostereier mit Acrylfarbe bemalen
Auch schon für nicht mehr ganz so kleine Kinder geeignet, aber Acrylfarbe geht wesentlich schwerer ab als Fingermalfarbe. Daher lieber in geübtere Hände geben.
Kann danach mit einer Schleife umwickelt werden.

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Schwierigkeitsgrad 3: Pinsel und Naturfarben zum Bemalen.
So entstehen sanft-bunte Meisterwerke.

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Schwierigkeitsgrad 4: Serviettentechnik.
Vorschulkinderhände können hübsche Motive aus Servietten ausschneiden. Zum Ankleben braucht es dann aber doch noch große Hilfe von Erwachsenen.

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Und was macht man dann mit dem Eiweiß und Eigelb? Bei uns sind Osterkranz und Eierkuchen sehr beliebt. Ein Rezept für einen köstlichen Osterkranz wie wir ihn backen, findet Ihr hier.

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Eierkuchen mit Puderzucker und frischem Obst. Himmlisch. Ein ähnliches Rezept dazu gibt es hier.

Demnächst zeige ich Euch, was dann in unseren Osternestern liegen wird.
Andere hübsche Osterideen findet Ihr übrigens bei Jademond.

12 von 12 im April

Heute ist an einem Samstag 12 von 12 und morgen gibt es ja schon wieder mein Wochenende in Bildern. Um es für Euch etwas abwechslungsreich zu gestalten, zeige ich Euch bei meinen 12 heute einfach etwas von der Natur, die mich so umgibt und sende Euch damit ein paar Frühlingsgrüße in Euer Zuhause. Meine heutigen „12 von 12“ stehen deswegen unter dem Motto „natürlich“.

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Guten Morgen. Ungeschminkt, natürlich.

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Natürlich kommt es immer anders als geplant. Besonders am Wochenende. Eigentlich wollten wir heute auf die Straße gehen zum Hebammenprotest. Aber der Sohn ist krank.

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Aber darum kümmern sich die Blumen im Garten und die Insekten natürlich nicht. Hier wird weiter gesummt und gebrummt.

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„Mama, machst Du ein Foto von dem Schmetterling?“

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Ameisenhaufen entdeckt beim Spaziergang. Bitte nicht anfassen. Aber der stürmische Sohn ist sowieso in der Trage  und krankheitsbedingt natürlich heute weitaus weniger stürmisch.

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Klar gibt es Schafe auf dem Land.

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Überall grünt und blüht es jetzt.

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Ich liebe es am See, wenn das Wasser so glatt und still ist.

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Weitere Anzeichen des Frühlings: Munteres Geklapper.

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Bei so viel Sonnenschein röten sich natürlich sofort die Wangen und die Sommersprossen sprießen.

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Nun ist schon fast Ostern und wir hätten fast die Zaubernuss vergessen: Im Kindergarten gab es zu Weihnachten eine goldene Nuss, gefüllt mit Samenkörnern, die zu Ostern geöffnet und ausgesäht werden soll.

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Abendessen: Rote-Beete-Suppe mit Balsamico. Lecker, natürlich.

Andere 12 von 12 findet Ihr hier.