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Aus dem Bücherregal im August

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Der Herbst kommt. Es wird kälter langsam und auch in unserem Bücherregal ist der Herbst schon eine Weile eingezogen. Besonders bei den Kindern zeigt es sich und es ist schön, die Sachen, die wir in der Natur erleben, in den Büchern zu verfolgen. Da sind die Hagebutten, die wir am Wegesrand finden und im Windelbuch entdecken. Oder die vielen Früchte, die nun geerntet werden und die in einem meiner Lieblingsbücher zu finden sind: Lasse im Garten.

Lasse im Garten lese ich ganz besonders gerne vor. Ich mag Kinderbücher mit Reimen ganz besonders. Bei Lasse im Garten gefällt mir die Geschichte, wie Lasse seinen Ball verliert an Prinz September, der ihn dann durch den ganzen Garten führt. Dabei kommen sie an all den Bäumen und Sträuchern mit ihren Früchten vorbei und sie alle sprechen als Mädchen, Jungen oder Erwachsene mit Lasse, singen ihm vor oder erzählen etwas. Immer und immer wieder kann ich dieses Buch vorlesen, das mit den wunderschönen Bildern von Elsa Beskow illustriert ist. Die Tochter ist mit 5 Jahren auch ganz begeistert von dem Buch und auch der kleine Sohn lauscht gerne immer wieder den Reimen, kann aber dem ganzen Buch noch nicht folgen. Lasse im Garten ist mein absoluter Favorit des Monats.

Auch mit einem Reim versehen ist das schöne Bilderbuch „Der Herbst steht auf der Leiter„. Viel mehr geeignet für den Sohn und für die Tochter natürlich viel zu einfach und kurz. Mit schönen herbstlichen Bildern kann man ihr sehen, wie der frohe Malersmann Herbst Bäume und Sträucher färbt und seine Farbkleckse verteilt. Auf der Rückseite des Buches sind die passenden Noten zum Text zu finden, so dass das Gedicht auch gesungen werden kann.

Ganz ohne Text ist das Herbst-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners. Wimmelbücher sind ja immer großartig und laden sogar die Tochter noch mit ein, nach dem vermissten Papagei zu suchen und immer wieder neue Details zu entdecken. Kleiner Makel: Leider wird hier auf jedem  Bild ein Baby mit dem Gesicht nach vorn getragen. Und als ich das bei Twitter anmerkte, kam sogleich ein Kommentar, der noch auf etwas anderes hinwies, was wir uns schon gefragt hatten:

 

Woraufhin Gerstenberg jedoch sogleich geantwortet hat und bescheinigt „Ihren Eindruck des unterschwelligen Rassismus jedoch teilen wir nicht und können Ihnen ganz gewiss versichern, dass auch der Illustratorin Rotraut Susanne Berner genau am Gegenteil gelegen ist: Nämlich daran, die Welt so bunt und vielfältig zu zeigen, wie sie ist, und Kindern einen offenen, toleranten Blick zu ermöglichen.“

Dann haben wir in diesem Monat noch das zum Buch „Alle Welt“, das ich Euch auch kürzlich vorgestellt habe, passende Malheft „MEINE WELT: Mit dem Buntstift auf Entdeckungsreise“ ausprobiert, in dem passende Malaufgaben zum Buch enthalten sind. So kann man die Themen des Buches und die Einblicke in andere Länder und Gesellschaften noch vertiefen. Allerdings sind die Aufgaben doch eher für Schulkinder geeignet und nicht für Vorschulkinder. Wir heben die noch nicht bespielten Seiten also einfach auf.

Und bei mir gibt es gerade einen Einblick in meine nächsten Arbeiten. Im September halte ich einen Workshop auf der GfG Jahrestagung zum Thema „Babymassage – Berührung von Anfang an“ und im Oktober spreche ich darüber in Hamburg auf dem Attachment Parenting Kongress. Daher bin ich gerade mit Vorbereitungen beider Workshops beschäftigt und lese mich durch passende Literatur. Sehr schön (und mit einem Kapitel über Effekte von Berührung und Massage auf Kinder und Eltern) ist das von Karl Heinz Brisch und Theodor Hellbrügge herausgegebene Buch „Der Säugling – Bindung, Neurobiologie und Gene: Grundlagen für Prävention, Beratung und Therapie„. Zwar ein Fachbuch, aber dennoch an vielen Stellen sehr schön zu lesen und immer wieder spannend.

Das war der Rundgang durch unser Bücheregal im August.
Was lest Ihr gerade? Seid Ihr auch schon im Herbst angekommen?
Alles Liebe,
Susanne_smooth Kopie

 

 

Aus dem Bücherregal im Juni

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In diesem Monat ging es bei uns im Bücherregal viel um andere Kulturen. Woran das lag? Eine Freundin der Tochter hat eine andere Hautfarbe als sie. Sehr lange war das nie ein Thema und wenn die Tochter ihre Freundin beschrieben hat, dann nie darüber. Nun aber war es irgendwann einmal Thema, dass der Vater der Freundin aus einem anderen Land kommt. Und warum er eine andere Hautfarbe hat? Aber die Freundin, die ja hier geboren ist, hat ja auch eine andere Hautfarbe, auch wenn die Sonne hier nicht so doll scheint? Wie kann das denn sein? Es war also Zeit, sich mit anderen Kulturen genauer zu befassen und auch zu sehen, wo welche Länder liegen.

Ein ganz wunderbarer Atlas für Kinder ist der neu im Moritz-Verlag heraus gekommene Landkartenatlas „Alle Welt. Das Landkartenbuch„. Hier sind ganz zauberhaft bebilderte Landkarten enthalten, auf denen man nicht nur Landesgrenzen, Städte und Flüsse erkennen kann, sondern auch noch Besonderheiten der jeweiligen Länder: Speisen, Dinge, die dort hergestellt werden, besondere Menschen. Es ist fast wie die Wimmelbücher für die Kleinen, nur mit mehr realem Inhalt. Wirklich wunderschön, um mit Kindern über andere Länder ins Gespräch zu kommen. Altersempfehlung ist ab 6 Jahren, aber zum Nachschlagen und als Gesprächsanlass kann man es durchaus auch schon früher benutzen. Sogar der Sohn hat mit seinen 20 Monaten schon begeistert auf Tiere und Menschen gezeigt und Verschiedenes benannt.

Eine passende schöne Überraschung hat uns auch Librileo ins Haus gebracht. In der Bücherbox des letzten Monats war das Buch „Felix bei den Kindern dieser Welt“ enthalten. Eine schöne Geschichte um den kleinen Kuschelhasen, der verloren geglaubt auf Weltreise ist und von den einzelnen Stationen seiner Reise Briefe nach Hause schickt und von seinen Erlebnissen berichtet. Die Briefe des kleinen Hasen sind in Briefumschlägen im Buch enthalten und manches Mal mit kleinen Überraschungen ergänzt: Da gibt es einen kleinen Webrahmen für Armbänder oder ein Foto mit dem Hasen und zum Schluss ein richtiges Spiel. Eine ganz wunderbare Ergänzung zum Atlas, denn dort kann auch noch einmal nachgeschlagen werden. Besonderheit an der Box: Mit dem Buch kam auch noch ein Heftchen speziell mit von Librileo zusammengestellten Rezepten aus aller Welt und ein Heftchen über Kulturen. Sarah Seeliger von Librileo ist übrigens morgen hier im Interview zu „Neue Wege – Mütter und ihre Jobs“ zu finden.

Und dann gibt es noch ein Buch, das eigentlich nichts mit verschiedenen Kulturen zu tun hat, sondern bei uns einfach schon sehr lange im Bücherregal zu finden ist. Die Tochter hat es vor Jahren sehr geliebt und nun ist es beim Sohn ebenso. Luzie und Lottchen sind aus der Bücherwelt meiner Kinder nicht wegzudenken. Aktuell muss ich jeden Tag „Luzie und Lottchen ziehen sich an“ vorlesen – mehrfach. Es passt aber auch sehr gut zum Sohn, dass Luzie sich nicht anziehen möchte, um draußen im Regen zu spielen. Und dann gehen wir immer wieder Schritt für Schritt durch, was als erstes angezogen wird und was danach. Und tatsächlich: Nun versucht er auch schon, seine Schuhe selbst anzuziehen. Mit den Gummistiefeln klappt es auf jeden Fall schon ganz gut.

Und welches sind momentan die Lieblingsbücher Eurer Kinder?

Aus dem Bücherregal im April

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Es grünt und blüht überall. So auch in unserem Bücherregal, denn hier sind gerade Frühling und Blumen allgegenwärtig. Für die Kinder ist es toll, das, was sie überall sehen, in Büchern noch einmal zu Hause nachzuerleben. Heute gibt es deswegen einen kleinen Einblick in unser Bücherregal und die Lieblingsbücher momentan.

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Der Klassiker unter allen Waldorfeltern ist natürlich „Das Jahreszeitenbuch„, das uns nun schon seit einigen Jahren begleitet und immer wieder Freude bereitet. Darin finden sich schöne Anregungen für jede Jahreszeit: Geschichten, Lieder, Bastelideen und Rezepte, um den Lauf des Jahres zu begleiten und für Kinder verständlich zu machen. Die Tochter mag die Geschichten, der Sohn lauscht den Liedern oder bastelt auch hier und da mit.

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Ebenso ein Klassiker ist auch die Bilderbuch-Jahreszeitenreihe aus dem Verlag Urachhaus. Für den Sohn mit 18 Monaten ist das Buch „Frühling“ gerade aktuell. Auf den Bildern gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken und benennen und es bereitet Freude, gemeinsam über das bunte Aprilwetter zu staunen oder den Feentanz zu betrachten.

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Was wächst denn da?“ ist eine meiner Neuentdeckungen, die mir die Buchhändlerin kürzlich empfohlen hat. Hier wird ein Jahr in Opas Garten vorgestellt: Kinder erfahren Wissenswertes über Gemüse-Familien, über den Anbau von Gemüse, über Insekten und den gesamten Weg vom Beet in den Gemüseladen. Es ist schon recht anspruchsvoll und daher für Kinder im Vorschul- und Schulalter geeignet, die Tochter mit ihren 5 Jahren schaut es sich gerne mit mir an und bekommt daraus vorgelesen.

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Als passendes Bastelbuch hat sie dazu noch das „aktiv-Heft Pflanzen„, in dem Pflanzen ausgemalt, Aufkleber verklebt, Spiele gespielt und Bastelideen vorgestellt werden. Eine schöne Ergänzung für ruhige Bastelzeiten oder Momente, in denen ich mich mehr um den Sohn kümmern muss und die Tochter allein spielt. Besonderen Gefallen hat sie an dem Aufkleben der Blätter an den richtigen Baum gefunden.

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Am Wochenende sind wir ja gerne draußen in der Natur. Weil beide Kinder gerne Blumensträuße pflücken, habe ich als Begleitbuch für unsere Spaziergänge das Buch „Mein erstes Was blüht denn da?“ gekauft. Darin sind nach Blütenfarbe verschiedene einheimische Blumen aufgeführt mit der Angabe, ob sie giftig sind oder nicht und zahlreichen weiteren Informationen. Ein ganz wunderbarer Begleiter auf Spaziergängen und Wanderungen und nicht selten lerne ich auch noch etwas dazu. Für alle Naturliebhaber also ein super Taschenbuch!

Und was steht bei Euch gerade im Bücherregal ganz vorne?