Monat: Juni 2013

Als meine Freundin ging. Am Elternsein scheiden sich die Freundschaften

Weg

Meine beste Freundin. Wir kennen uns seit Kindertagen und haben so viel gemeinsam erlebt: Große Lieben, kleine Schwärmereien, haben voneinander abgeschrieben, haben Schulbrote geteilt. Wir waren füreinander da. Und langsam wurden wir auch älter. Wir verließen die Schule und schworen uns ewige Freundschaft. Wir heirateten und irgendwann wurden wir schwanger. Das war der Moment, an dem wir merkten, dass wir doch ganz unterschiedlich sind.
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Thymianbalsam selbst gemacht

Thymian ist eines meiner Lieblingskräuter und immer im Küchenschrank vorhanden. Von Mai bis Herbst blüht das Kraut, das vor und zu Beginn der Blütezeit gesammelt werden kann. Die obere Hälfte des Thymians kann dann für allerlei gute Dinge in der Küche oder für die Hausapotheke verwendet werden. In der Küche und der Hausapotheke wird eine Eigenschaft des Thymians besonders genutzt: die antiseptische Wirkung. Er wirkt aber auch krampf- und schleimlösend und auswurffördernd, weshalb Thymian ein ganz typisches Kraut ist, das bei Husten eingesetzt wird – und das auch schon bei Kindern. Schon Kleinkinder können einen leichten Thymiantee trinken oder einen leckeren selbstgemachten Thymiansirup gegen Husten einnehmen. Eine meiner Lieblingsanwendungen ist jedoch der Thymianbalsam, mit dem bei Husten die Brust und der Rücken eingerieben werden kann.
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Wie heißt das Zauberwort? Respekt.

Bitte-Danke

Kürzlich war ich mit meiner Tochter auf dem Spielplatz. Sie rannte sofort in den Sand, alles vergessend. Ich rief ihr hinterher: „Bring noch die Schuhe her!“ Da erklang hinter mir von der Bank: „Na, da hat die Mama wohl das Zauberwort vergessen!“ Als ich nicht darauf einging folgte noch „Ist ja auch schwer, sich so ein Zauberwort zu merken.“ Szenenwechsel ein paar Tage später: Wieder sind wir auf dem Spielplatz. Diesmal spielen wir im Sand. Ein anderes Kind bringt den Eltern zur Bank ein matschiges Sandküchlein und kippt es stolz aus, wobei ein Teil des Inhalts auf Schuhe und Füße der Mutter spritzt. Sie schaut auf ihre Füße und sagt: „Na schönen Dank auch. Das hab ich ja jetzt benötigt!“ – Einmal fehlte das „Zauberwort“, einmal wurde es benutzt. Welche Situation ist nun die, die für das Kind unangenehmer war? Und muss es wirklich immer sein, dass wir „Bitte“ und „Danke“ sagen oder reichen nicht auch Gesten, Blicke oder einfach eine wertschätzende Haltung allgemein?
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Wohin mit Kind in Berlin? Ins Strandgut zum Beispiel

Einen schönen Ort zum Spielen und Verweilen habe ich gestern mit meinen Kindern im Crelle-Kiez in Berlin-Schöneberg besucht. Das Strandgut in der Crellestraße 19/20 ist ein Spielraum für „jung und alt“ nach einer Idee von Ute Strub. Ute Strub ist Physiotherapeutin, Gründungsmitglied es Emmi-Pikler-Hauses e.V. und seit vielen Jahren Dozentin für Bewegungsentwicklung. Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, an einem ihrer Seminare über die Bewegungsentwicklung einmal teilzunehmen, das mir große Freude bereitet hat.
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Wiegenlieder – sanft in den Schlaf begleiten

Wiegenlieder

Schlafen ist wohl eines der wichtigsten Themen für Eltern im ersten Lebensjahr. Nichts berührt so sehr, nichts ist so anstrengend wie fehlender Schlaf. Massen von Schlafratgebern gibt es auf dem Markt – viele davon schlecht und mehr oder weniger das Schreien lassen empfehlend. Doch oft sind es schon die Rahmenbedingungen, die das Schlafen erleichtern können. Rituale sind für Kinder und Eltern wunderbar, um den Abend und das Schlafen einzuleiten. Sie geben dem Tag einen Rahmen und schon kleine Babys und Kinder lernen durch Rituale Abläufe kennen und erfahren Strukturen. Wie ein Abendritual aussieht, kann sehr unterschiedlich sein: Für die einen ist es das abendliche Waschen und die Babymassage, für andere  ist es ein Rundgang durch die Wohnung, bei dem allen Dingen Gute Nacht gesagt wird. Oft sind Abendrituale für Babys und Kinder mit Gesang verbunden. Wiegenlieder sind es, die sanft in die Nacht begleiten.
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„Ist doch nicht so schlimm!“ Ist es doch. – Über das Trösten

 

Kürzlich beim Einkaufen in der Spielecke: Ein kleiner Junge klettert auf das Spielpodest, verliert das Gleichgewicht und fällt rückwärts mit dem Kopf über die Stufen ratternd nach unten. Er bleibt kurz liegen, steht auf. Die Mutter steht daneben. Ich blicke den Jungen an und sage: „Oh, das hat sicher weh getan.“ Ich schaue die Mutter an, sie schüttelt den Kopf. Ich schaue verdutzt zurück. Sie erklärt: „Das hat nicht weh getan. Kinder sind ja hart im Nehmen. Die fangen erst zu heulen an, wenn Eltern ein erschrecktes Gesicht machen. Am Besten, nicht drauf reagieren.“ Aha, ist das so?
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