„Ist doch nicht so schlimm!“ Ist es doch. – Über das Trösten

Kinder sind oft erstaunlich robust: Sie lernen zu krabbeln, sich hin zu setzen und zu laufen. Und dabei machen sie immer wieder auch unsanfte Erfahrungen. Sie stürzen, sie holen sich blaue Flecken und Schürfwunden. Und all diese Erfahrungen sind leider auch wichtig, denn das Baby und Kleinkind muss lernen, wie es sich richtig bewegt, wie es richtig vom Stehen zum Sitzen kommt und es muss auch lernen, wie es sich beim Fallen gut abrollen kann, um schlimme Verletzungen später zu vermeiden.

Genauso wie das Kind jedoch diese Erfahrungen benötigt, braucht es in solchen Situationen auch eine andere Erkenntnis: Es ist jemand da, der  mich wahrnimmt, der meine Gefühle spiegelt, ihnen überhaupt erst Worte gibt, und mir dadurch auch ein Bild über mich selbst vermittelt. Der mir vermittelt: „Ich sehe Deinen Schmerz oder Dein Erschrecken. Es ist berechtigt, wie Du fühlst. Du fühlst! Ich bin für Dich da. Es wird wieder gut.“

Wie sich das Fühlen entwickelt

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, weiß es anfangs all die unterschiedlichen Gefühle noch nicht zu deuten. Hunger, Durst, Unwohlsein durch eine volle Windel, Angst, Freude, Glück… Es gibt so vieles zu lernen und zu entdecken. Das Baby lernt in den ersten Lebensjahren, all diese unterschiedlichen Empfindungen kennen und deuten. Dafür braucht es aber – besonders anfangs – ein Gegenüber, das ihm all das verständlich erklärt. Die Bindungsperson nimmt die Signale des Babys wahr, deutet sie und erklärt sie: „Oh, da hat wohl nun jemand Hunger.“ oder „Du brauchst wohl eine neue Windel.“ Der Psychoanalytiker und Hirnforscher Allan N. Schore bezeichnet die Rolle der Mutter im ersten Lebensjahr deswegen auch als „Hilfskortex des Babys“ – sie ist das Großhirn des Kindes, das ihm die Welt erklärt. Nach und nach ab dem 3. bis 4. Lebensmonat entwickelt das Baby langsam die Fähigkeit, verschiedene Gefühle zu spüren und auch Bedürfnisse ein klein wenig aufzuschieben. Erst mit 3 Jahren kann das Baby die Emotionen anderer gut verstehen, sich in sie recht gut hinein versetzen und auch seine eigenen Gefühle besser steuern. Das kann es aber nur dann, wenn es vorher von der Bindungsperson gelernt hat, wie das geht.

Kinder lernen durch feinfühliges Spiegeln

Wir alle kennen auch ähnliche Situationen: Das Kind tut sich weh, es weint, wir nehmen es in den Arm und sagen: „Oh, Du hast Dir weh getan. Ja, das tut weh.“ vielleicht auch „So ein blöder Stuhl, der steht da aber ganz doof“. Es wird versprachlicht, was passiert ist. Unsere Stimme ist ein Singsang, auch wenn die Augen aufgerissen sind. Wir mildern das Geschehen ab, beruhigen so das Kind. Dabei bleibt jedoch die Botschaft erhalten und auch, dass wir Gefühle in Worte verpacken. Denn nur so kann das Kind auch lernen, dass man Gefühle versprachlichen kann. Eine wichtige Eigenschaft für das ganze Leben. Wer wegschaut und die Verletzung nicht wahrnimmt oder gar negiert mit einem „Hat ja nicht weh getan!“, nimmt dem Kind auch die Möglichkeit, die Fähigkeit zu entwickeln, selbst darüber zu sprechen. Das Kind kann keine richtige Wahrnehmung von sich selbst entwickeln und verhält sich nicht so, wie es eigentlich sollte, da es sich nicht richtig selbst fühlen kann. Vielmehr verhält es sich so, wie es gelernt hat, sich zu verhalten. Diese andere Selbstwahrnehmung und das Fehlen der Wahrnehmung der wirklichen Gefühle und Bedürfnisse kann sich das Leben lang forttragen und langfristig Folgen nach sich ziehen.

Warum Zuwendung wirklich gegen Schmerzen hilft

Wir wissen es doch eigentlich selbst: Wenn es uns nicht gut geht, hilft es oft, von einem Menschen in den Arm genommen zu werden. Es ist nicht nur das Gefühl, dass jemand da ist für uns, sondern die Berührung löst auch wirklich etwas in unserem Körper aus. Durch liebevolle (!) Berührungen werden im Gehirn Cortisol-Rezeptoren stimuliert, wodurch Stresshormone abgebaut werden können. Sogar liebevoller Blickkontakt löst bereits eine solche Reaktion aus. Fehlt die liebevolle Zuwendung aber längerfristig, entwickeln Kinder sogar weniger Cortisol-Rezeptoren, d.h. sie können sich generell schwieriger beruhigen. Auch weniger Dopamin- und Opiatrezeptoren, die für Freude und Belohnung zuständig sind, werden ausgebildet und das Kind empfindet insgesamt weniger Freude. Sind Kinder gestresst oder ängstlich, können sie weniger gut neue Informationen aufnehmen: das Lernen ist erschwert.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Kinder sich verletzten und scheinbar keinen Schmerz fühlen. Sie stehen auf und rennen weiter. Auch das ist in Ordnung. Wir müssen Kinder nicht dazu anhalten, sich verletzt zu fühlen. Aber wir sollten ihnen dann, wenn sie Zuwendung und Trost brauchen, den Raum dafür geben. Wir können Fragen: „Hast Du Dich verletzt, brauchst Du Hilfe?“ und die Antwort des Kindes so annehmen, wie das Kind sie formuliert.

Warum wir es hier so schwer haben, liebevoll mit Kindern umzugehen

All diese Informationen zeigen, dass es sehr sinnvoll ist, wenn Kinder liebevoll begleitet werden. Wenn wir ihnen nicht sagen, dass „sie sich nicht anstellen sollen“ oder „Jungs weinen nicht!“ oder wir gar behaupten „Tut doch gar nicht weh.“. Stürze und Verletzungen erschrecken oft oder tun weh und wir müssen dies aufnehmen, für das Kind übersetzen und trösten. Und doch tun wir uns besonders hierzulande so schwer damit, Kinder zu trösten. Immer wieder gibt es den Vorwurf, man würde sein Kind verziehen oder verweichlichen, wenn man es oft in den Arm nimmt und auch bei „Kleinigkeiten“ tröstet.

Leider ist dieser Umgang mit dem Kind noch immer unserem geschichtlichen Erbe geschuldet. Wenn wir vom Verwöhnen sprechen, vom Lob der Disziplin, von Gehorsam und Abhärtung, dann sind das alles Begriffe, die noch immer die nationalsozialistische Erziehung durchblicken lassen und die Zeit davor, die ihr den Weg ebnete. 1934 wurde der nationalsozialistische Ratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von Dr. Johanna Haarer veröffentlicht. Dieses Buch wurde auch nach der Zeit des Nationalsozialismus immer weiter aufgelegt, zuletzt im März 1996. Überarbeitet und leicht verändert als „Die Mutter und ihr erstes Kind“, aber vom Tenor weiterhin deutlich gegen die „Verzärtlichung“ gerichtet. Hier wird beschrieben, welch ein „Schlachtfeld“ die Geburt sei, dass „Machtkämpfe“ um das Stillen und Sauberwerden stattfinden, dass mit Härte gegen das Schreien vorgegangen werden müsse:

»Dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen. Das Kind begreift unglaublich rasch (…). Nach kurzer Zeit fordert es diese Beschäftigung mit ihm als ein Recht, gibt keine Ruhe mehr, bis es wieder getragen, gewiegt oder gefahren wird – und der kleine, aber unerbittliche Haustyrann ist fertig.«

Sind wir ehrlich: Wer hat genau solche Argumente noch nie von Bekannten, Verwandten, Freunden oder gar Ärzten oder Kursleitern gehört?  Und Haarer ist nur eine – wenn auch wohl die bekannteste – Vertreterin dieser Mütterratgeberinnen. Wir finden bis heute die Auswirkungen dieser Literatur in Büchern, Ratschlägen und allgemeinem Sprachgebrauch.

Es wundert also nicht, wenn wir auf andere Eltern stoßen, die von ihren Kindern das Nicht-Weinen verlangen. Vielleicht wissen sie es nicht besser. Wahrscheinlich sind sie selbst mit diesen Argumenten aufgewachsen, die sich in ihren Köpfen hartnäckig festgesetzt haben. Sicher ist aber, dass es an uns liegt, dieses Denken und diese Tradition endlich zu beenden. Nehmt also Eure Kinder in den Arm, tröstet sie und lasst sie Kinder sein – so, wie Ihr es Euch als Kind ganz sicher auch gewünscht hättet.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik)Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Weiterführende Literatur:
Mierau, Susanne (2019): Mutter.Sein. Von der Last eines Ideals und dem Glück des eigenen Wegs. – Weinheim: Beltz.
Mierau, Ssuanne (2016): Geborgen wachsen. Wie Kinder glücklich groß werden. München: Kösel.
Mierau, Susanne (2017): Geborgene Kindheit. Kinder liebevoll und entspannt begleiten. München: Kösel.
Brisch, Karl Heinz (2010): SAFE. Sichere Ausbildung für Eltern. – Stuttgart: Klett-Cotta.
Ustorf, Anne-Ev (2012): Allererste Liebe: Wie Babys Glück und Gesundheit lernen. – Stuttgart: Klett-Cotta.

22 Kommentare

  1. Petitepetal

    Vielen Dank, dein Text ist wirklich super, denn oft passiert das „einfach so“ weil der Erwachsene das Kind besänftigen will und eigentlich sagen will: „Das geht gleich wieder weg“ „Oder du bruachst keine Angst haben, das tut nur kurz weh“….Bewusstmachen was man versprachlicht ist der allererste Schritt (nichzt nur!!) im Umgang mit Kind/ern.

    Das andere stimmt aber auch, dass wenn der Erwachsene erschreckt, kopflos, panisch reagiert und dsa Kind quasi vom Boden hochreißt- das erschreckt auch.

  2. Also ich finde deinen text super und ich bin über froh das ich es in den letzten 19 Jahren bei meinen 5 Kindern immer richtig gemacht habe und zwar mich immer von meinem Gefühl leiten hab lassen. Bei uns gibt es das Elternbett schon zu zeiten als alle darüber gelästert hatten , gestillt wurde solang es ging und rumgetragen solang wie es das Kind benötigt hat. Getröstet und gepustet oder heile heile segen wurde solange gesungen bis das kind das nicht mehr verlangte und nie hatten wir haustyrannen. Sind wir doch mal ehrlich lebhafte Kinder die aufgeweckt mit ihrer Umwelt umgehen entstehen nicht weil man sie rumträgt oder ihnen die liebe und zuwendung angedeihen lässt die notwendig ist für eine gute Entwicklung sondern weil sie gefördert und gefordert werden und entdecken wollen das gehört zur Natur des kleinen Menschenkindleins ich finde es eher erschreckend kinder zusehen die eingeschüchtert sind sich nix trauen zusagen und immer konform mit dem Erwachsenen gehen, kinder MÜßEN lernen können wo die Grenzen sind ..das fängt schon an beim Süßigkeiten Regal an der Kasse……. und hat nix mit Liebe und zuwendung und fürsorge zutun eine normale Entwicklung eben 😉 und verschiedene ungeliebte Phasen aber die gehen auh mit Liebe und einfühlungsvermögen JEDER MENGE Geduld wieder vorbei

  3. Wie wahr. Und doch ist es immer wieder erschreckend und traurig wie auf deutschen Spielplätzen „getröstet“ wird, von den ach so modernen und weltoffenen wasweißich-Eltern. Von „Ist doch nicht so schlimm“ bis „Nix passiert“ sind sämtliche Variationen der Gefühlsverleumdung zu finden…

    Schon merkwürdig, dass sich dieses Denken so hartnäckig hält, findet man doch mittlerweile selbst in „Mainstreem“ Elternratgebern, Zeitschriften und Co. recht gute Tips zu einem respektvollem Umgang mit dem Thema.

  4. woher kommt diese 3jahresgrenze bei den gefühlen die ich dauernd lese? maus fing schon mit etwas über einem jahr an weinende menschen zu trösten, menschen die betrübt dasitzen oder verletzt sind zu streicheln, sie leidet extrem mit und drückt mich wenn ich sage das sie mir wehtut usw…

  5. ..und was ist das Ergebnis solchen Denkens, dass Kinder einen immer nur ,,testen“ wollen? genau, ferbern…. arme Kinder…

  6. Maggie Hühü

    ja da hast du so recht! gefühle und auch sehr wichtig ängste müssen wahrgenommen angesprochen und hinterfragt werden! und aus der erfahrung heraus dauert das „problam“ dann nicht so lange als wenn wir es nicht tun abtun.

    klasse das so ganz langsam ein wandel stattfindet!

    liebe grüße kerstin

  7. Nadine snoopy

    Ganz toller Artikell. Kurz und aussagekräftig. Wir brauchen keinen starken Indiander und auch keine kalten kinder. Kinder brauchen liebe und geborgenheit. Eine schulter zum anlehnen wenn sie sich weh getan haben. Top

  8. Pingback: Bemerkenswert | Jademond

  9. Andrea Mordasini, Bern

    Ein Kind zu trösten, das hingefallen hat und Schmerzen oder auch Angst hat, ist für mich selbstverständlich. Doch auch schon mir ist ein „das geht schon wieder, ist nicht so schlimm“ herausgerutscht, einfach weil ich das Kind so trösten und ihm die Angst/der Schmerz etwas lindern bzw. nehmen wollte. Wichtig ist einfach, dass wir die Gefühle der Kinder und die Kinder selber immer ernst nehmen und sie nicht als unwichtig abtun. Was mir aber schon mehrmals gerade auch auf Spielplätzen aufgefallen ist, sind diese hyperaktiven, überbesorgten und panischen Helikoptereltern, die ihre Kinder am liebsten in Watte packen und vor allen Gefahren bewahren möchten à la „Ui nein, tue dies nicht, mach dies nicht, VORSICHT!, fall nicht runter, das ist zu gefährlich,…“. Mit solchen Aussagen und solchem Handeln erweisen wir unseren Kindern jedoch einen Bärendienst und bremsen sie in der gesunden Entwicklung. Sie werden dadurch unsicher, ängstlich(er) und unselbständig. Was das Trösten betrifft: auch da kommt es meiner Meinung nach auf das WIE darauf an: oftmals weinen die Kinder erst nach der Intervention der Mutter und erschrecken eher ab deren Reaktion: „Oh nein, Du hast Dich sicher ganz fest weh getan, wie schlimm, blablabla“. Da finde ich es auchNatürlich ist es wichtig und richtig zu trösten, das geht aber auch ganz einfacht, ohne grosses Tamtam, indem man möglichst ruhig und besonnen zum Kind hingeht und dieses in den Arm nimmt ;).

  10. Ich denke, dass wir die Sorgen von Kindern generell sehr oft komplett unterschätzen, nur weil sie uns banal vorkommen. Aber für Kinder sind „Kleinigkeiten“ wie eine bestimmte Hose und ähnliches sehr wichtig – und wir sollten uns freuen, dass die falsche Hose für unser Kind ein Weltuntergang ist. Das bedeutet nämlich, dass unser Kind noch ein bisschen länger vor den Grausamkeiten der Welt beschützt ist. Hunger, Armut und Gewalt lernt es noch früh genug kennen und es muss daran deutlich sanfter heran geführt werden als mit einem „Ist doch nicht so schlimm, stell dich nicht so an, andere haben gar nichts“.

    Wir haben kein Verständnis mehr dafür, wie Kinder die Welt erleben und eben auch nicht, wann sie sich weh tun und wann sie eher vor Schreck weinen. Und wann das Weinen tatsächlich durch übertriebene Sorge der Eltern ausgelöst wird, denn ich denke schon, dass es so etwas gibt.
    Manchmal tut etwas ziemlich fies weh, auch wenn es nicht schlimm aussieht. Oder wir empfinden etwas als schlimmer, weil wir gerade generell nicht gut drauf sind. Aber in beiden Situationen hilft es dem Kind nicht, wenn sein Schmerz heruntergespielt wird. Egal, warum es weint, ob es einfach nur Nähe braucht oder sich wirklich verletzt hat – es braucht uns. Und uns bricht es keinen Zacken aus der Krone, einfach mit Anteilnahme, aber ohne übertriebene Sorge nachzufragen, ob etwas weh getan hat, wenn es nicht ersichtlich ist.

  11. Lydia Kassemek

    Wenn mein Sohn (5) stürzt, sich weh tut oder ähnliches, dann warte ich erstmal ab wie seine Reaktion aussieht, die ja meist etwas später einsetzt, weil ich häufig auf Spielplätzen beobachtet habe, dass Kinder getröstet wurden, die eigentlich nach einem kurzen Schreck schon längst weitergespielt hätten. Von außen wirke ich dann wahrscheinlich auch wie die eingangs beschriebene Mutter und in meiner abwartenden Haltung, in der ich absolut auf mein Kind fokussiert bin, würde ich wohl auch etwas ähnliches sagen, wenn sich da jemand „einmischt“ und mein Kind statt meiner trösten will – fühlt sich nämlich auch nicht so schön an… Zumal er ebenso irritiert wäre.
    Ich gebe der Mutter erstmal Recht: häufig ist es doch der Schreck bzw. (Trennung-) Schmerz der Eltern, der die Kinder verunsichert und zusätzlich erschreckt oder den Schmerz verstärkt…
    Allerdings war ich ja nicht dabei.
    Aber wenn ich sehe, dass mein Kind mich nicht braucht, dann dränge ich mich ihm auch nicht auf.

    Danke für die ausführliche Erklärung der neuronalen Prozesse und deinen wundervollen Blog!

    Lydia

    PS: Huch, der Eintrag war schon etwas älter, Trotzdem ist es mir hier wichtig, einen Kommentar zu hinterlassen… LG

  12. Yasmin Eder

    „Was du nicht willst, dass dir man tut, das füg‘ auch keinem anderen zu“ Denke immer das sei common sense, aber wenn man hier die Kommentare liest…
    Würde mein Partner mir erklären ich solle mich nicht so anstellen, weil er nicht den selben Schmerz/Unmut/whatever über eine Sache empfindet, hätten wir bald ein Problem miteinander. Nur: Ich kann mich gegen so eine Behandlung wehren. Mein Kind nicht. Also bleibe ich achtsam und bemühe mich diese Regel so selten es geht zu brechen. Klappt nicht immer, bleibt aber immer das oberste Ziel.
    Ob ich ein Verhalten als thyrannisch empfinde liegt im Übrigen in meiner Verantwortung und nicht in der des Kindes.

  13. Lilit Adamjan

    Guten Tag,
    ich bin selbst Pädagogin und Mutter von zwei Kindern und ich finde alles richtig, was Sie schreiben. Ich finde es sehr seltsam und schwierig, dass man viel achtsamer und sensibler mit Erwachsenen umgeht, als mit Kindern. Es ist mir ein Rätsel, warum man denkt, dass Kinder „hart“ gemacht werden müssen.
    Sie stellen richtige Überlegungen an. Und ich lese Ihre Artikeln sehr gern. Ich sehe die gleichen Gegebenheiten im Alltag und reagiere auf die gleiche Art und Weise.
    Weiterhin noch viel Erfolg und viel Spass bei der Erziehung der Kinder.
    Liebe Grüße

  14. Nadine Brehmen

    Liebe Susanne, großartig recherchiert und geschrieben. Die Verzärtlichung hatte ich im nationalsozialistischen Kontext, trotz sozialwissenschaftlicher Fakultas, ganz vergessen.

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