Kategorie: Reisen

Unser Schlüssel zur Geborgenheit beim Auswandern

Von unseren ersten Jahren als Familie in Indien habe ich hier schon öfter erzählt. Seit ein paar Wochen sind wir dabei, uns wieder in Deutschland einzuleben. Nach so langer Zeit in einer so anderen Kultur ist uns auch Deutschland ein Stück fremd geworden. Für unsere Tochter ist Deutschland wirklich neu. Sie empfindet Indien als ihr Zuhause, mit ihren Freunden, der vertrauten Umgebung, dem Essen und allem anderen, was eine Kultur ausmacht. Für mich hingegen war Indien wirklich vollkommen fremd. Ich stand vor der Herausforderung: Wie kann man inmitten von all dem Neuen und Anderen Geborgenheit finden mit einem Baby oder Kleinkind? Geborgenheit, schreibt Susanne immer wieder, sieht für jede Familie anders aus. In diesem Artikel möchte ich ein paar unserer Schlüssel für Geborgenheit teilen.

Körperkontakt

Berührung und Kontakt helfen uns, uns als Familie zu spüren, auch wenn die äußeren Umstände sich verändern. In Zeiten von Übergang und Veränderung hilft uns Tragen, Umarmen, Kuscheln. Gerade auch, wenn wir auf Reisen waren, haben wir unsere Tochter oft getragen und waren wir so sicher, das Wichtigste nahe bei uns zu haben. So war unsere Tochter auch jederzeit geschützt. Auch wenn ich gerade überfordert, getriggert oder gestresst war von all dem Fremden, half es mir, in einer Umarmung zu sein, so dass sich mein Nervensystem wieder beruhigen und entspannen konnte. Und jetzt in diesen Wochen wird wieder viel getragen, denn wir Eltern sind im Moment das Einzige, was von der vorherigen vertrauten Welt für unsere Tochter noch geblieben ist. 

Verlangsamung

Ich habe in der Zeit in Indien unglaublich viel „verpasst“. Ich habe nicht einmal das Taj Mahal gesehen. Weil ich andere Prioritäten gesetzt habe. Es war mir sehr wichtig, einen stressarmen Familienalltag zu gestalten und Zeit zu haben. Dazu gehört für mich die Möglichkeit verlangsamen zu können, für einzelne Momente, aber auch für Stunden oder Tage oder Wochen. Die Verlangsamung ermöglicht mir, im Kontakt mit mir zu bleiben, mit meiner Tochter, mit meinem Mann. Oder diesen Kontakt wieder herzustellen. Manche Erfahrungen in Indien lösten eine solche Dichte an Empfindungen in mir aus, die ich sonst gar nicht hätte aufnehmen können. Die Verlangsamung ermöglicht mir, Gefühle und Empfindungen zu durchleben und dann auch wieder gehen zu lassen. So konnten wir diese ersten Jahre als Familie in ziemlich großer Langsamkeit gestalten. Das finde ich auch jetzt sehr wertvoll, wo in Deutschland wieder ein anderer Beat vorherrscht. Langsamkeit bedeutete, mehr vor Ort zu sein, weniger zu unternehmen. Dafür aber Zeit zu haben für Beziehung. 

Das Hüten der eigenen Kultur

Neben all dem Abenteuer eines Lebens in Indien war es wichtig, auch die Rituale und Gewohnheiten der eigenen Kultur für uns zu bewahren und Räume zu schaffen, wo sie weiter gelebt werden können. Neben dem Zuhause gehörten für uns dazu vertrautes Essen wie Brot oder auch das Feiern von Festen wie Weihnachten oder Ostern. Wunderschön ist, dass man dieses Würdigen des Eigenen mit den Menschen vor Ort teilen kann: Wir haben oft unsere Nachbarsfamilie eingeladen und konnten sehen, wie bereichernd es für die Kinder ist, zu erleben, dass es bei uns ganz anders zugeht. Dass man bei uns mit Besteck isst und alle gemeinsame am Tisch sitzen zum Beispiel, oder dass man an Ostern Eier anmalt und sucht. Ich brachte den Nachbarn selbstgebackenes Brot und Apfelkuchen und dafür bekamen wir Chapati und Parata. Das Bewahren und Teilen des Eigenen baut Brücken und verbindet. Diese Verbundenheit in aller Verschiedenheit ist etwas sehr Kostbares. Jede und jeder darf anders sein. Trotzdem sind wir zusammen und verbunden. 

All dies hilft uns jetzt übrigens auch beim Einleben in Deutschland. Nur dass es nun darum geht, auch etwas von dem Leben in Indien in unserem Herzen und Alltag zu bewahren. Gerade auch für unsere Tochter, für die Indien das erste Zuhause war.  

Anka Falk hat einen Magister in Rhetorik und Pädagogik und ist Körperpsychotherapeutin, Coach und Dozentin. Von 2007-2017 arbeitete sie in Lehre und Forschung an einem experimentellen Design Institut in der Schweiz. Sie ist im Alter von 37 Jahren mit ihrem Mann nach Indien gegangen. Ihr Kind hat sie in Deutschland geboren, ist dann aber zurück gegangen nach Indien und berichtet von ihrem Alltag dort. Zudem bloggt sie auf ljuno.de und gibt einen Einblick in ihr Alltagsleben in Indien hier auf Instagram 

Familienurlaub im Landhaus Averbeck in der Lüneburger Heide {Werbung & Verlosung}

In den Winterferien führte mich mein Weg zu einer Lesung in die Lüneburger Heide, wo wir als Familie vor und nach der Lesung einen Aufenthalt genießen konnten im schönen Familotel Landhaus Averbeck – ein Bauernhof mit Tieren, vielen Angeboten für Kinder und drum herum Natur.

Die Lüneburger Heide als Urlaubsort

Bei „Urlaub“ denken viele Menschen an Reisen an ferne Urlaubsorte, an Palmen oder Berge. Aber auch in der Nähe lässt sich ganz wunderbar Urlaub machen, denn gerade für Kinder muss es gar nicht besonders ausgefallen sein, sondern vor allem kinderfreundlich.

Die Lüneburger Heide ist gerade mit Familie ein schöner Urlaubsort, denn hier gibt es viel Natur zu entdecken, viele Möglichkeiten für lange Spaziergänge und Ausflüge mit Kindern zu jeder Jahreszeit und daneben noch einige Attraktionen wie der Heidepark Soltau, Kletter- oder Hochseilparks, wenn es doch etwas mehr sein soll als Wollgrasblüte, Heideblüte oder Wildparkbesuche. Ein wenig stört die Idylle lediglich der NATO-Truppenübungsplatz in Bergen, der gelegentlich durch dumpfes Grollen auf sich aufmerksam macht.

Attraktionen im Familotel Landhaus Averbeck

Tatsächlich sind wir bei unserem einwöchigen Aufenthalt jedoch gar nicht dazu gekommen, die Umgebung zu begutachten, weil die Kinder einfach auf dem Hof bleiben wollten, da dieser mit einer Vielzahl verschiedener Attraktionen aufwartet: Hier gibt es nicht nur eine Kletterscheune direkt neben dem Restaurant, sondern auch eine Spielscheune mit Stroh, Kettcars zum Fahren auf dem Hof, verschiedene Spielzimmer, Schwimmbad und einen großen Hof mit Tieren.

Ergänzt werden die vielen freien Beschäftigungsmöglichkeiten durch ein reichhaltiges Angebot für Kinder: Jeden Morgen können sie an einer Tour über den Hof teilnehmen, bei der die Tiere mit den Gemüse- und Obstresten des Tages gefüttert werden. Jedes Kind erhält einen kleinen Eimer und bekommt erklärt, welche Lebensmittel für welche Tiere geeignet sind. Später gibt es dann ein immer abwechslungsreiches Spiel- und Bastelangebot in den Kinderspielbereichen: an einem Tag wird zusammen Kuchen gebacken, am anderen mit Schrumpffolie Schmuck hergestellt, dann Puppentheater oder Zumba, oder es werden Pop-up-Karten gebastelt. Gemeinsam kann auch mittags oder abends am Kindertisch gegessen werden und an einigen Tagen werden die Kinder morgens an der Zimmertür abgeholt zum Frühstück und die Eltern können mal zu zweit alleine essen. Dabei gilt aber immer: Es gibt keinen Zwang und jede Familie und jedes Kind entscheidet selbst, ob es am Angebot teilnehmen möchte oder nicht. Die Betreuerinnen sind dabei zugewandt und liebevoll im Umgang.

Für alle Pferdefans gibt es neben dem Ponyreiten auch richtige Reitkurse für Kinder und Erwachsene und es können sogar Reitabzeichen erworben werden.

Familienfreundlichkeit hat einen ganz besonderen Stellenwert

Selbst Eltern von drei Kindern, legen Frauke und Ross, die das Hotel leiten, viel Wert auf Kinderfreundlichkeit. Das kommt im Angebot zum Ausdruck, in der Auswahl des Personals, das immer zugewandt und unterstützend ist, und auch in den viel kleinen Alltagsdetails: Die Erhöhungen am Buffet, damit Kinder selber alles ansehen können, Treppenschutz und Kindergeländer und eine sehr bedachte Auswahl an Spielsachen für Kinder im Haus. Noch mehr Eindrücke vom Bauernhof und Hotel gibt es hier auf Instagram.

Aufgrund dieser Bedürfnisorientierung an Familien ist das Landhaus Averbeck Teil der 60 Hotels im Zusammenschluss der Familotels mit familienorientierten Urlaubsstandards, ausgezeichnet mit dem TÜV Siegel „Ok für Kids“ und Sicherheitsstandards, die vom Deutschen Kinderschutzbund entwickelt wurden.

Verlosung

Auch wenn die „Trotzphase“ auch in der Lüneburger Heide nicht nachlässt, haben wir dort eine sehr schöne Zeit verbracht und euch die Chance auf einen kleinen Urlaub im Familotel Landhaus Averbeck mitgebracht:

  • Verlost wird ein Wochenende für 2 Erwachsene mit 2 Kindern im Reisezeitraum A oder B im Familotel Landhaus Averbeck
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog
  • Bitte kommentiere individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Die Teilnahme beginnt am 14. Februar 2019 um 08:00 Uhr und endet am 16. Februar 2019 um 24 Uhr (Teilnahmeschluss). Ausgelost wird dann nach dem Teilnahmeschluss.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und erhält eine Benachrichtigungsemail am 17. Februar 2019. Eine Veröffentlichung des Namens findet aus Datenschutzgründen nicht statt.
  • Die Adresse der Gewinnerin/des Gewinners und die Mailadresse wird an das Familotel Landhaus Averbeck weiter gegeben. Hiermit erklären sich die Teilnehmer*innen am Gewinnspiel einverstanden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

*** Die Verlosung ist beendet. Die ausgeloste Person wurde benachrichtigt.***

Auf großer Fahrt mit Kindern und Affenzahn Trolleys {Werbung & Verlosung}

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Erst vor kurzer Zeit ging es bei uns einmal wieder auf große Fahrt: Mit drei Kindern verreisen ist nicht immer einfach, denn es kommt bei einer längeren Reise zu viel Gepäck, das transportiert werden will. Gut ist es, wenn die Kinder daher selber zuständig und aktiv dabei sein können. Auf unsere letzte Fahrt haben uns die neuen Trolleys von Affenzahn begleitet: Jedes Kind hat seinen eigenen Koffer, den es selbst befüllt hat und unterwegs zieht.

Kinder beim Packen beteiligen

Kleidung und Spielsachen für eine Reise einpacken, ist bei uns nicht nur Elternsache. Um Konflikten wie „Du hast mein Lieblingshemd vergessen!“ oder „Wo ist mein Kuschelschwein?“ am Urlaubsort vorzubeugen, helfen die Kinder beim Packen mit und sind zu einem großen Teil (je nach Alter) verantwortlich für ihren Kofferinhalt. Damit aber dennoch nicht zu viel oder zu wenig eingepackt wird, haben wir einen Packtrick: Jedes Kind bekommt eine grobe Einpackliste, an der es sich orientieren kann. Auf dieser Liste sind die Anzahl von Kleidungsstücken vermerkt, die es benötigt. Aus dem Kleiderschrank holt dann jedes Kind die Sachen, die es mitnehmen möchte, selbst. Beim Einräumen in den Koffer wird zusammen durchgezählt und abgehakt. Beim kleinsten Sohn ist natürlich noch etwas mehr Unterstützung notwendig, aber letztlich bleibt das Gefühl: Ich habe meinen Koffer selbst gepackt.

Kindgerechte Reisebegleiter

Damit wir Eltern nicht alle Gepäckstücke selber tragen müssen, sind kindgerechte Reisebegleiter eine große Erleichterung: Koffer, die leicht und handlich genug sind, damit Kinder sie selber ziehen und bewegen können. Affenzahn hat deswegen das Sortiment an nachhaltigen Kinderrucksäcken um ebenso nachhaltiges Reisezubehör ergänzt: Die Trolleys Timmy Tiger, Finn Frosch, Vicky Vogel und Bobo Bär sind ebenso wie ihre „älteren Rucksackgeschwister“ durchdachte Reisebegleiter. Die Trolleys in Handgepäckgröße haben nicht nur einen gepolsterten Tragegriff und Schultertragegurt (damit die Eltern die Tasche doch mal schnell beim Umsteigen auf die Schulter nehmen), sondern auch ein höhenverstellbares Gestänge, um von Kindern und Eltern gezogen werden zu können. Im Inneren gibt es ein Fach für schmutzige Wäsche, außen eine Tasche, um die Reisespielsachen gut erreichbar zu verwahren. Auf der bekannten Ziehzunge können alle wichtigen Daten der Besitzerin/des Besitzers notiert werden, damit alles auch gut am Urlaubsort ankommt.

Passend zum Trolley gibt es Kinderkulturtaschen, in der Zahnbürste, Zahncreme, Sonnencreme, Haarbürste etc. Platz finden. Trolley und Kulturtasche werden wie auch die Rucksäcke u.a. aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Als bluesign® Partner werden die Produktionsschritte von Affenzahn bezüglich der ökologischen Richtlinien überprüft.

Verlosung: Ein Trolley Deiner Wahl

Geht auch Ihr bald auf Reise? Dann habt Ihr hier die Chance, an einer Verlosung eines Trolleys + Kulturtasche Eurer Wahl teilzunehmen:

  • Verlost wird ein Trolley + Kulturtasche aus der neuen Affenzahn Kollektion
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog: Welcher der vier Trolleys sollte Euch begleiten?
  • Bitte kommentiert individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Die Teilnahme beginnt am 27. September 2018 um 8:00 Uhr und endet am 27. September 2018 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 28. September 2018.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar zur Teilnahme benachrichtigt, sowie direkt angeschrieben
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurück melden, verfällt der Gewinn.

Eure

 

Die Verlosung ist beendet, die Gewinnerin ist markiert und benachrichtigt.

Was tun bei Reiseübelkeit von Kindern?

Reisen mit Kindern ist toll, kann aber in einigen Fällen dann schwierig werden, wenn einzelne Familienmitglieder Schwierigkeiten haben mit den Fahrten: Ob im Auto, Bus oder der Bahn, Reiseübelkeit kann verschiedene Familienmitglieder betreffen, tritt aber besonders ab dem 2. Lebensjahr bis zur Teenagerzeit auf. Während Erwachsene meist schon ihre Umgangsmöglichkeiten damit gefunden haben und diese Übelkeit auch besser verstehen, ist es bei Kindern oft wesentlich schwieriger.

Woher kommt die Übelkeit?

Eigentlich sind wir auf die Fortbewegung zu Fuß ausgerichtet. Dabei bekommen wir über unsere Sinnesorgane die passenden Nachrichten über unsere Fortbewegung und das Gehirn kann alle Informationen sinnvoll kombinieren. Bewegen wir uns aber mit dem Auto, Bus oder Schiff, werden also gefahren, stimmen die Informationen nicht mehr überein: Unser Auge sieht, dass wir uns bewegen, unser Körper gibt aber keine passenden Signale dazu von sich, denn er bewegt sich nicht. Besondere Bedeutung hat dabei das Gleichgewichtssystem im Innenohr: Kurven, eine holprige Strecke und ein Auf und Ab wirken auf das Gleichgewichtssystem. Werden die Bewegungen nicht mit den Augen verfolgt, führt das zu Irritationen in der Verarbeitung und es kommt zu Übelkeit und Erbrechen. Gerade bei größeren Kindern kann aber auch die Aufregung einen Teil zur Reiseübelkeit beitragen. Hier ist es dann besonders wichtig, über Ängste und Sorgen zu sprechen und die Gefühle des Kindes vor der Reise aufzufangen. Kennt das Kind Reiseübelkeit bereits, kann es auch Angst vor der Übelkeit oder dem Erbrechen entwickeln.

Was tun gegen Reiseübelkeit bei Kindern?

Reiseübelkeit ist meist ein Problem der Wahrnehmung und Verarbeitung. Ein „Reiß Dich zusammen“ ist nicht hilfreich, denn Kindern fehlt die Möglichkeit, mit diesem Gefühl selbständig umzugehen. Als Eltern können wir sie daher nur begleiten und ihnen einige Erleichterungen verschaffen oder Hilfen anbieten gegen die Übelkeit. Sie brauchen uns aber dafür, um damit richtig umzugehen zu lernen.

Der wichtigste Punkt ist, die Ursache der Übelkeit anzugehen, nämlich die Unvereinbarkeit der Sinneseindrücke: Daher ist es gut, das Kind anzuregen, aus dem Fenster zu sehen und Spiele zu initiieren, die dies unterstützen. Besonders wichtig ist es auch, die Ängste und Sorgen aufzufangen und das Kind zu beruhigen: Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl, gerade für kleinere Kinder, die es schwer einordnen können und nicht wissen, wann und wie es beendet werden kann. Angaben zur Reisedauer und dazu, wie lange dieser unangenehme Zustand noch ausgehalten werden muss, können nicht überblickt werden. Für sie ist es deswegen besonders wichtig, regelmäßige Erholungspausen zu machen.

Allgemeine Tipps bei Reiseübelkeit von Kindern

  1. Ruhe & Entspannung am Abend zuvor.
  2. Bus, Bahn, Auto: Aus dem Fenster sehen, damit Gefühl + Sehen übereinstimmen (Achtung: ist das im Kindersitz möglich?)
    Schiff: An Deck gehen und den Horizont ansehen, in der Mitte schwankt es meist weniger
  3. In Fahrtrichtung sitzen unterstützt den Gleichgewichtssinn/Vereinbarkeit der Eindrücke.
  4. Regelmäßig Pausen an der frischen Luft machen mit Bewegung.
  5. Nachts reisen.
  6. Nicht mit leerem Magen reisen, aber auch nicht zu voll: Snacks anbieten.
  7. Größeren Kindern das Kauen von Kaugummi helfen.
  8. Spiele spielen, die ablenken oder mit dem Hinaussehen zu tun haben. Nichts, bei dem sich das Kind auf einen Punkt im Auto fokussiert (wie lesen).
  9. Notfallset dabei haben: Spucktüte, feuchter Lappen, eine Flasche Zitronenwasser zum Nachspülen, Wechselkleidung

Manchen Kindern helfen auch Akupressurarmbänder oder das Riechen an einem mit Orangenöl versehenem Tuch (Orangenöl wirkt beruhigend und entspannend). Meist geht die Reiseübelkeit im Teenageralter zurück. Leidet das Kind sehr unter Reiseübelkeit, sollten Reisen vorab immer gut geplant und besprochen werden und unnötige Fahrten nach Möglichkeit vermieden werden.

Eure

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Heilpraktikerin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Elternblogs über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Die besten Spiele für unterwegs – 40 Tipps vom Kleinkind bis zum Schulalter

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Mit unseren drei Kindern sind wir öfters mal unterwegs: Weil wir die Kinder auf arbeitsbedingte Reisen mitnehmen, weil wir mit dem Zug aufs Land fahren, weil wir Freunde besuchen. Da wir unsere Flugreisen auf ein Minimum begrenzen wollen, sind die Reisezeiten manchmal lang und es ist wichtig, Reisen gut zu planen und nicht nur genügend Essen und Getränke mit zu nehmen, sondern auch an die Beschäftigungen zu denken. Mit drei Kindern in drei unterschiedlichen Altersgruppen gibt es immer einige Dinge, die gut zusammen gespielt werden können und andere, die nur für einzelne passen.

Generell gilt bei längeren Fahrten mit Kindern:

  • Sitzplätze reservieren, um Stress zu vermeiden. Besonders schön: ein Kinderabteil in der Bahn reservieren für ausreichend Platz und um andere Fahrgäste vor der Lautstärke zu schützen/sich vor negativen Blicken zu schützen
  • ungünstige Fahrtzeiten mit vielen Fahrgästen meiden (Berufspendlerzeiten)
  • wenig Gepäck mitnehmen, um nicht in Stress zu geraten und sich auch beim Umsteigen gut um die Kinder kümmern zu können
  • Kleinteilige Spielsachen in eigene Dosen oder Beutel verpacken (siehe LEGO-Box, auch möglich als Pixiebuch-Box oder Malbox mit Stiften)
  • an Essen und Getränke denken: unterwegs einzukaufen ist oft teuer und produziert oft unnötigen Müll
  • Kinder mit einem Notfallarmband/auf den Arm geschriebener Rufnummer versorgen, falls man sich unterwegs doch verliert

Ab Kleinkindalter

  • Spiele: Mein erster Obstgarten, Autoralley, Memory
  • ohne Material: Welche Farbe hat…? (Dinge im Zug oder draußen benennen und nach Farbe fragen)
  • ohne Material: Was fehlt? (Drei bis fünf Dinge aus der Handtasche auf den Tisch legen, Kind schließt die Augen, eins weg nehmen und fragen, was fehlt)
  • Stift und Papier: Gemaltes raten (einer malt, der andere rät was es wird)
  • Perlen auffädeln
  • DIY: Ertaste-Beutel (einen blickdichten Beutel mitnehmen. Einen Alltagsgegenstand/ein Ding aus der Handtasche/ein Spielzeug hinein legen und ertasten lassen, was es ist)
  • Spielzeugautos
  • bei Bahnfahrten: Bordrestaurant besuchen
  • Aufkleberhefte
  • Ausmalhefte
  • Bienenwachsknete
  • Bücher vorlesen
  • einfachvorlesen.de
  • malen mit Stiften/Zaubertafel

Ab Vorschulalter

  • ohne Material: Ich sehe was, was Du nicht siehst
  • ohne Material: Wortkette (Spiel mit zusammengesetzten Nomen: Spieler*in 1: Bananenblatt, Spieler*in 2: Blattsalat, Spieler*in 3: Salatkopf,…)
  • ohne Material: Ich packe meinen Koffer und nehme mit…
  • ohne Material: Was ist es? (Eine*r denkt sich ein Tier/Ding/eine Person aus und die anderen beginnen mit Fragen: Ist es ein Tier?… Geantwortet wird nur mit Ja oder Nein. Wird mit Ja geantwortet, darf die Person noch einmal fragen)
  • zu Hause vorbereitet: selbstgemachte LEGO-Box (siehe DIY Bild)
  • zu Hause vorbereitet: Stationskarten (für jeden Halt eine Karte mit dem Ortsnamen basteln, das Kind bekommt zu Fahrtbeginn alle Karten und gibt bei jeder Station die passende Karte ab. So bekommt es ein Gefühl für die Länge der Fahrt)
  • Spiel: UNO
  • Spiel: Bingo (Reisebingo)
  • Spiel: Reisespiele für unterwegs wie Mensch Ärgere Dich nicht
  • Kritzelkarten für unterwegs
  • Tiptoi (mit Kopfhörern)
  • Hörbücher (mit Kopfhörern)
  • Washitape
  • Stempel + Stempelfarbe
  • Strickliesel
  • Apps
  • ICE-Portal mit Hörspielen, Spielen, Filmen

Ab Schulalter

  • ohne Material: Teekesselchen spielen
  • Spiel: Drecksau
  • Stift und Papier: Stadt, Land, Fluss
  • Stift und Papier: Käsekästchen
  • Stift und Papier: Reisetagebuch schreiben
  • Stift und Papier, zu Hause vorbereiten: Fahrtstrecke auf kopierter Landkarte einzeichnen
  • alte Spiele-Handhaldes wie Gameboy & Co.
  • Armbänder knüpfen
  • Ebookreader/Tablets: In einigen Bibliotheken lassen sich kostenfrei Bücher ausleihen und auch unterwegs ausleihen

 

Susanne Mierau ist u.a. Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Geburtsvorbereiterin, Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Elternblogs über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.  

Auf einmal weg! Wenn Kinder unterwegs verloren gehen

Es gibt diese Momente im Elternleben, in denen das Herz kurz stehen bleibt. In denen alles fallen gelassen wird, um beim Kind zu sein. Wenn man einlautes Krachen im Nachbarzimmer hört und einen Schmerzensschrei des Kindes. Oder wenn es auf einmal still ist unterwegs und Du merkst: Mein Kind ist weg. Ich habe beide Situationen schon erlebt, beide Male gefühlt, wie in kürzester Zeit verschiedene Dinge im Kopf ablaufen. Gerade dann, wenn ein Kind unterwegs auf einmal weg ist, schießen tausend Gedanken durch den Kopf: Wo ist es? Wo war es zuletzt? Was hat es an? Was tue ich zuerst? Ruhe bewahren! Weiterlesen

Urlaub mit Kindern in Südtirol

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Im letzten Jahr waren wir berufsbedingt viel unterwegs. Auf meine Reisen zu Vorträgen, Konferenzen und Lesungen nehme ich immer meine gesamte Familie mit – weil der kleine Sohn noch nicht so lange getrennt von mir sein möchte und auch, weil es für die anderen Kinder schön ist, meine Arbeit zu sehen und dadurch auch viele Städte und Neues kennen zu lernen. Mit einer großen Familie auf Reisen – und oft auch schon mit einer kleinen – ist man vor viele Herausforderungen gestellt: vom Gepäck über Dinge des täglichen Bedarfs bis hin zu Kinderfreundlichkeit in Hotels und Restaurants. Dieses Mal hat uns mein beruflicher Weg nach Südtirol geführt und wir wurden dazu eingeladen, uns das 4 Sterne Superior Familienhotel Feldhof in Naturns anzusehen und mit unseren drei Kindern die Familienfreundlichkeit dort genau zu erproben. Weiterlesen

Ein Tag voll Calendula im Weleda Heilpflanzengarten

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In dieser Woche war ich mit meinem kleinsten Kind zu Besuch im Heilpflanzengarten von Weleda. Obwohl ich schon oft von Weleda für Vorträge und Veranstaltungen eingeladen war, war es mir noch nicht vorher möglich, den Heilpflanzengarten zu besuchen und zu sehen, wo und wie die Ringelblume für die von mir so oft empfohlene Calendula-Pflegeserie für Kinder angebaut wird. Meinen Einblick in den Anbau, die Ernte und Weiterverarbeitung der wunderbaren Heilpflanze teile ich mit Euch, denn es ist eine wirklich besondere Geschichte: Weiterlesen

Ab in den Urlaub! – Wohin, wie und was muss mit?

Ostern13

Die Kindergärten gehen in die Sommerpause, Schulferien beginnen – die Urlaubszeit steht an. Vielleicht für einige Familien der erste gemeinsame Urlaub, andere sind schon daran gewöhnt. Urlaub, das ist auch für Kinder etwas Besonderes und auch eine erholsame Zeit, eine Auszeit vom Alltag. Besonders Kindergarten- und Schulkinder brauchen mal eine Pause vom Alltag. Manche Eltern sind gereizt wegen der langen Schließzeiten im Kindergarten. Aber betrachten wir es doch einmal von einer anderen Seite: Schulkinder haben 6 Wochen Schulferien, warum sollten Kindergartenkinder, die im Kindergarten erleben und auf ihre Art lernen, nicht auch eine lange Pause haben, in denen sie wieder viel Nähe zu ihren Bezugspersonen haben können? Auch bei Kindern ist es nicht anders als bei uns Erwachsenen: ohne Pausen werden sie krank und holen sich die Pause, die sie benötigen. Pausen sind wichtig.

Wohin geht es?

Es muss kein teurer Urlaub sein. Urlaub kann man auch wunderbar in der eigenen Stadt machen. Denn Kindern geht es nicht darum, fremde Orte zu sehen, andere Kulturen zu erleben oder im hellblauen Meer zu schwimmen. Kinder wollen eine schöne Zeit mit ihren liebsten Bezugspersonen verbringen.  Das muss nicht teuer sein, denn es gibt auch ohne große Geldausgaben für Kinder wunderschöne Dinge:

  • verschiedene Spielplätze der Stadt entdecken
  • Picknick im Park
  • im Wald Stöcker sammeln und schnitzen
  • am Fluss Steine sammeln und bunt anmalen
  • einen bunten Blumenstrauß in der Natur pflücken
  • Obst auf einem Erntehof ernten und einkochen (oder einfach aufnaschen)
  • einfach gemeinsam malen, spielen, basteln

Wenn wir wegfahren, dann wohin?

Bei der Urlaubsplanung treffen nicht selten zwei Welten aufeinander. Eltern wünschen sich eine Auszeit, Entspannung und Ruhe, Kinder wollen einfach mit ihren Eltern zusammen sein und dabei ihren natürlichen kindlichen Bedürfnissen nachkommen. Wie Astrid Lindgren über ihre eigene Kindheit schrieb. „Wir spielten und spielten udn spielten und es ist ein Wunder, dass wir uns nicht totgespielt haben.“ Kinder brauchen Raum, um sich auszutoben, brauchen (ab einem bestimmten Alter) andere Kinder zum gemeinsamen Spiel. Für Stadtkinder ist es wunderbar zumindest in den Ferien elementare Erfahrungen zu machen, die sonst vielleicht zu kurz kommen: auf Bäume klettern, im Wald spielen, über Felder laufen. Der Strandurlaub im Luxushotel ist dann nicht unbedingt die richtige Wahl. Also lohnt es sich als Familie vorher, genau zu überlegen: Wie ist mein Kind, was braucht es, um dann eine gute Lösung zu finden. Denn kaum etwas ist so unerholsam, wie ein gelangweiltes Kind im Urlaub.

Was die Natur als Urlaubsort bietet

Gerade naturnahe Orte bieten Kindern viele Möglichkeiten. Denn hier ist der Spielplatz nicht gestaltet, das Material gibt nicht genau vor, wie es benutzt werden soll und kann. In der Natur ist die kindliche Phantasie gefragt: ein Stock kann ein Stock sein, eine Schippe, eine Harke ein Staubsauger, ein Schiffsmast… Kinder können sich nach ihrem Bedürfnis bewegen – wenn wir sie lassen. Sie schulen ihren Körper auf spielerische Weise, lernen ihre Grenzen kennen, bekommen ein Gefühl für sich und ihre Umgebung. Dabei sind nicht nur das Flechten von Blumenkränzen und Gänseblümchenketten wichtig: Naturerfahrungen bedeutet, sich auch zu messen, Fehler zu machen, herausgefordert zu werden. Auch schon kleine Krabbler sollten die Möglichkeit haben, Naturerfahrungen zu machen, die Füße im Matsch zu versenken, einen Stock in Ruhe mit allen Sinnen zu begreifen. Natürlich muss dieser Naturraum nicht gleich ein Naturschutzgebiet sonstwo sein. Das kann auch einfach das Wäldchen um die Ecke sein oder der kleine Park in der Nähe.

Urlaub mit den Kleinsten?

Machen wir uns nichts vor: Für kleine Babys ist Urlaub Stress. Eltern sind angespannt, was Kinder immer spüren, lange Reisen sind anstrengend und vielleicht auch unbequem, ein anderes Wetter ist körperlich anstrengend. Babys und Kleinkinder reagieren anders als wir Erwachsene auf diese Strapazen – das vergessen wir oft. Wer dennoch mit einem kleinen Kind unterwegs sein möchte, sollte auf seine Bedürfnisse unbedingt Rücksicht nehmen. Das bedeutet vor allem, dass auf langen Strecken viele Pausen gemacht werden müssen. Wer im Auto unterwegs ist, sollte eine stündliche Pause einplanen, in der in Ruhe (!) gegessen werden kann, das Kind sorgsam gewickelt wird und auch das Spiel nicht zu kurz kommt. Auch Flüge sind für Kinder wesentlich anstrengender als für viele Erwachsene: die Enge, viele fremde Menschen, Gerüche, wenig Bewegungsmöglichkeiten. Zum Druckausgleich bietet sich das Stillen an. Stressig kann es zudem werden, wenn man für das Baby bei einem längeren Flug keinen eigenen Babyplatz hat durch das zahlungspflichtige Buchen eines Kindersitzes oder weil entsprechende Babykörbchen nicht längerfristig gebucht werden können. Bei Airberlin beispielsweise heißt es:

Viele unserer Flugzeuge sind mit Babykörbchen ausgestattet, welche wir ab einer Flugzeit von 90 Minuten für Kleinkinder bis 12 Monate bereitstellen. Informieren Sie sich vor dem Start bei unserem Kabinenpersonal über die Verfügbarkeit. Ein Babykörbchen kann vorab nicht reserviert werden. 

Sorgsames Planen und Abwägen ist daher gerade mit den Kleinsten angemessen. Und ist man dann im Urlaub, gibt es auch da viele Dinge zu beachten. Wer mit Kindern in exotische Länder fliegt, sollte bei Nahrungsmitteln den Grundsatz „Cook it, peel it or forget it“ beachten. Da Hygienereglungen anders sind, beispielsweise auch was das Trinkwasser betrifft, sollten Eltern gut darauf achten. Zwar gilt ja immer, dass Kinder sich auch dreckig machen sollen und dürfen, doch die Auseinandersetzung mit fremden Keimen bei Kindern, die von zu Hause ganz andere Zustände gewöhnt sind, kann schwer fallen und zu Erkrankungen führen. Regelmäßiges Händewaschen und Duschen sind daher wichtige vorbeugende Maßnahmen.

Reiseapotheke?

Und falls doch etwas passiert, ist es gut, die Reiseapotheke für Kinder dabei zu haben. Bei uns findet sich darin zum Beispiel:

  • Fieberthermometer (flexibel)
  • Pipette (um z.B. Muttermilch bei Schnupfen in die Nase träufeln zu können)
  • Kirschkernkissen
  • Wickelset
  • Desinfektionsspray
  • Elektrolytlösung
  • Pflaster
  • Fieberzäpfchen (für den Notfall, wer in warme Regionen fährt: Fiebersaft)
  • Salbe gegen Insektenstiche/Verbrennungen, z.B. Combudoron von Weleda
  • Arnikasalbe
  • Calendula-Essenz
  • Emser Salz
  • Lavendelöl (beruhigend, entspannend)
  • Sonnenschutz
  • antiallergische Medikamente für Allergiker
  • Liste mit Notfallnummern vor Ort

Und für die Kleinsten sind natürlich noch viele Dinge dabei zu haben, die ihnen vertraut sind, zum Beispiel das Lammfell, auf dem sie gerne schlafen, die Babytrage, Lieblingskuscheltier…So kann ihnen die bekannte Geborgenheit auch an fremden Orten geboten werden. Wer schwanger ist, sollte auch noch auf diesen Tipp des Elternprotestes denken.

Ich hoffe, Ihr könnt beruhigt und entspannt in die Ferienzeit starten. Bei uns beginnt sie am Freitag. Dann gibt es hier im Blog immer wieder ein Foto unserer „Sommerferienaktion des Tages“.

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