Monat: September 2014

„Mama, ganz ehrlich… Die Weihnachtsgeschenke kommen von Euch, oder?“

Heute war es soweit. Dieser Tag, an den alle Eltern denken, den alle Eltern ein wenig fürchten. Die Tochter saß am Küchentisch und malte vor sich hin, griff sich eine andere Farbe und sagte beiläufig: „Mama, an Weihnachten kommen nicht die Englein, sondern die Eltern legen die Geschenke hin!“ Weiterlesen

Initiative: Wochenende in Bildern

Seit Jahren teile ich Wochenende für Wochenende meine Bilder vom Wochenende mit meinen LeserInnen hier auf dem Blog. Immer wieder erfahre ich über Kommentare im Blog, auf Facebook, Twitter oder ganz persönlich per Mail, dass diese Einblicke in das Wochenende mit Kindern ganz besondere Bedeutung für die Eltern haben, die sie sich ansehen: Es gibt einen Einblick in das Leben einer Familie mit 3 Kindern. Weiterlesen

Ich geh mit Dir wohin Du willst – Über Beständigkeit

In der Diskussion darum, dass Kinder nicht allein auf der Straße stehen gelassen werden sollten, vielleicht noch mit den Worten „Wenn Du nicht mit kommst, gehe ich eben alleine“ oder – wie auch oft anzutreffen – sich Eltern beim Vorgehen noch verstecken um den Druck des Nachkommens noch zu erhöhen, ging es immer wieder um die Frage, wie Eltern dennoch den Weg vorgeben können. Ja, Eltern müssen den Kindern den Weg vorgeben. Sie müssen präsent sein und Stärke zeigen. Sie geben an, wo es lang geht, was richtig ist und was nicht und sie strukturieren auch den Tag. Doch das alles geht ohne Machtspiele, ohne Gewalt. Aus der natürlichen Elternschaft heraus auf einem bindungsorientiertem Weg.

Kinder brauchen starke Eltern. Eltern, die sich sicher sind in dem, was sie tun. Alles im Leben der Kinder ist noch neu und sie müssen erst nach und nach lernen, wie die Welt funktioniert, wie sie sich in ihr bewegen können. Deswegen ist es so wichtig, dass sie sichere Orientierungspunkte haben. Und die Bindungspersonen, mit denen sie die meiste Zeit verbringen, sind ihr Leitfaden im Leben. Sie geben den Tagen einen Rhythmus und eine Struktur. Für einige ist es wichtig, dass diese Struktur sehr ausgeprägt und gradlinig ist, für andere sind es eher grobe Merkmale: Einige essen immer zur gleichen Uhrzeit, andere handhaben dies eher spontan nach Gefühl. Doch für welchen Lebensentwurf man sich auch entscheidet, gibt es immer eine Art Richtschnur, nach der man sich verhält und sie dem Kind mitgibt. Wichtig ist nicht, ob wir jeden Tag zur selben Uhrzeit essen oder nicht, sondern dass wir das, was wir tun, selbstsicher und gleichbleibend tun. Kinder brauchen es, Dinge voraus sehen zu können. Sie lieben es, wenn Abläufe gleich bleiben und Menschen vorhersehbar sind in ihrem Verhalten.

Wir müssen uns nicht an starren Zeitplänen festhalten, aber vielleicht an Reihenfolgen, an Ritualen. Und darin steckt eine Sache, die für die Kinder ganz besonders wichtig ist: Dass wir von dem, was wir tun, überzeugt sind. Wir geben ihnen vor, wie der Tag ist, wie wir uns bewegen und was wir tun. Wir sind ganz natürliche Vorbilder in dem, was wir täglich erleben. Dies gilt auch dafür, wie wir uns draußen bewegen. Kinder folgen uns, weil sie es auf natürliche Weise tun solange sie klein sind. Sie richten sich an unserem Vorbild aus, an unserem Verhalten. Sie achten auf uns, die wir Schutz und Zuwendung und Orientierung bieten. Es ist, als wäre ihr innerer Kompass auf uns ausgerichtet auf natürliche Weise. Wir alle wissen, wie schnell Kinder in bekannten Umgebungen auftauen, sich von ihren Bezugspersonen fort bewegen und wieder zurück kommen und wie wenig sie dies in ganz fremden Umgebungen tun und vielleicht erst abwarten und ihre Bezugsperson beobachten, wie sie sich verhält.

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Dieses Nachfolgen gilt auch auf der Straße: Wir Erwachsenen geben den Weg vor. Wir zeigen, dass wir bei Rot stehen bleiben an der Ampel, dass wir nicht zu nah an die Fahrbahn oder den Radweg gehen und wir erwarten genau dies von unseren Kindern. Wir ermahnen sie gelegentlich, aber sie lernen besonders durch unser Vorbild. Je klarer und berechenbarer wir sind in unserem Verhalten, desto besser verstehen Kinder, was in einer bestimmten Situation zählt. Einmal über Rot gehen und beim nächsten Mal erwarten, dass das Kind stehen bleibt, ist daher eher ungünstig. Beständigkeit ist das Zauberwort.

Kinder sehen sich so das passende Verhalten ab. Doch wenn andere Dinge in den Vordergrund treten, dann ist das nicht mehr so einfach, dies zu verstehen. Vielleicht ist es zu laut, das Kind erschreckt sich vor einer Sirene oder es tritt eine dieser Situationen auf, in der das Kind eben nicht weiß, was es tun will und sich gegen das, was wir wollen, hartnäckig aufbäumt. Nein, dann folgen Kinder nicht einfach hinterher und das tun sie auch nicht, wenn wir einfach weiter gehen – wie tausende von Eltern schon viele Male erlebt haben. Kinder kommen nicht einfach hinterher. Sie bleiben stehen, weinen oder streiken. Wenn sie größer werden, treten andere Bedürfnisse der Erkundung in den Vordergrund. Auch das ist normal und es ist unsere Aufgabe als Eltern, beständig zu bleiben: Abwarten, Fragen beantworten und dann den Weg fortsetzen. Und manchmal, wenn keine Zeit zum Abwarten vorhanden ist, freundlich-liebevoll-beständig gemeinsam gehen.

Wenn wir manchmal von unserem Weg abweichen und nicht weiter gehen, sondern auf das Kind zugehen, ist das keine Inkonsequenz. Es ist ein Zeichen, dass wir verstehen, dass wir zuhören und dass wir da sind. So, wie wir immer da sind. Denn wir zeigen auch darin Beständigkeit, wenn wir einfach immer da sind, wenn unser Kind uns braucht. Und dies ist die wohl wichtigste Beständigkeit im Leben.

Eure
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Wochenende in Bildern 13./14. September 2014

Ein Wochenende zwischen Berlin und dem Land. Unser Landzuhause ist gerade in einem Zustand, den man wohlwollend mit Baustelle bezeichnen kann. Tatsächlich ist es ein großes Durcheinander mit viel Schutt, Steinen und Staub. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist es auch ein toller Ort für Kinder. Nur fürs Übernachten macht es sich dort gerade schlecht. Daher gab es an diesem Wochenende einen Samstag in Berlin und einen Sonntag auf dem Land. Weiterlesen

12 von 12 im September

Heute ist also der 12. mal ein Freitag. Und dazu ein Tag, an dem ich die meiste Zeit nur ein Kind um mich habe, denn die Tochter war erst im Kindergarten und dann bei einer Verabredung. Zeit, um richtig viel zu tun mal. Und auch diesmal gibt es den Tag auch aus der Perspektive meines Mannes zu sehen auf leitmedium.de

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#01
Guten Morgen, Berlin! Frühstückszeit! Der Mann hat ja gestern Einkäufe nach Hause liefern lassen und deswegen gibt es heute Toastbrot.

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#02
Mann und Tochter sind aus dem Haus. Der Sohn spielt in der Kinderstube und bereitet dort ein weiteres Frühstück vor.

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#03
Wäsche, Wäsche und Wäsche steht erst einmal auf dem Programm. Ach ja, und die Küche…

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#04
„Kann ich Dir helfen?“ Zusammen räumen wir den Geschirrspüler aus und dann darf er die Backform einfetten. Es wird Apfelkuchen gebacken.

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#05
Duftet herrlich. Ist aber als Überraschung für den Mann gedacht. Bringen wir ihm noch leicht warm und mit Zuckerguss ins Büro.

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#06
Von dort aus geht es weiter ins Hug & Grow. Dort ist morgen Kleidermarkt und wer verkauft, muss heute seine Sachen vorbei bringen. Massen an Gummistiefeln wandern aus unserem Schrank ins Regal im Laden und warten darauf, morgen gekauft zu werden.

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#07
Kleine Pause zwischendurch. Sohn hat Durst und muss sich ausruhen.

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#08
Einkauf erledigt. Sohn möchte gerne die Tasche tragen, die aber viel zu schwer ist. Aber er will sie trotzdem tragen. Das erinnernt mich doch wieder an eine Situation letztens… Na ja, wir einigen uns darauf dass er das Studentenfutter allein trägt und ich die Tasche.

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#09
Kastanien auf dem Heimweg. Müssen natürlich auch noch in die Tasche. Langsam füllt sich unser Korb zu Hause. Ob ich es dieses Jahr schaffe, endlich ein großes Kastanienbad für die Kinder anzulegen?

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#10
Einkauf nach Hause gebracht, jetzt geht es noch einmal los, um die Tochter von ihrer Verabredung abzuholen. Dort gibt es für die Kinder Nudeln zum Abendessen. Der Mann kommt auch dorthin und wir gehen gemeinsam nach Hause.
Zähneputzen, Gutenachtgeschichte, Singen und schon schlafen die Kinder.

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#11
Für uns gibt es dann ein Abendessen für zwei.

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#12
Und im Anschluss gibt es noch ein bisschen Arbeit für mich: Ein Beitrag über Geburtsvorbereitung für einen Sammelband muss noch geschrieben werden und ich sitze schon seit Tagen daran ohne wirklich voran zu kommen. Jetzt aber!
Also Gute Nacht Euch allen.
Ich hoffe, Ihr hattet auch einen schönen 12. September 2014.

Eure

Susanne_clear Kopie

Mehr 12 von 12 findet Ihr bei Draußen nur Kännchen

Lass mich nicht stehen, Mama!

Kürzlich habe ich über „Ich weiß auch nicht was ich will – und ich will nicht, was Du willst!“ geschrieben, über das so genannte Trotzen der Kinder. Auslöser war eine Situation, bei der der Sohn entschied, dass er weder laufen noch getragen werden wollte. Darauf gab es einige Kommentare bei Facebook, im Blog und auch in persönlichen Gesprächen mit anderen Eltern. Immer wieder kommt dabei die Frage: „Warum lässt Du ihn nicht einfach stehen und gehst weiter?“ Und warum ich das nicht mache, möchte ich Euch heute erklären.

Versetzen wir uns einmal in die Situation, stehen gelassen zu werden…

Kürzlich habe ich meine Tochter vom Kindergarten abgeholt. Wir liefen nach Hause und an einer Straßenecke stritt sich ein junges Paar sehr laut und gestenreich. So etwas kommt in Berlin-Friedrichshain durchaus mal vor. Wir standen an der Ampel und sahen, wie sie anschrien. Letztlich hob die Frau die Hand noch einmal, machte eine wegwerfende Bewegung, drehte sich um und rannte weg. Der Mann blieb einen Moment wie angewurzelt stehen. Es war nicht klar, worum es in dem Streit ging, denn wir konnten die Sprache nicht verstehen. Die Tochter blickte mich an und sagte: „Das ist aber nicht nett, einfach weg zu gehen.“ Stimmt, gab ich ihr Recht. Es ist nicht nett, einfach weg zu gehen, wenn man eine Situation nicht geklärt hat.

Als Erwachsene möchte ich nicht, wenn sich Menschen, mit denen ich gerade spreche oder auch streite einfach umdrehen und weggehen. Ich möchte eine Sache diskutieren und auch wenn wir nicht mit derselben Meinung auseinander gehen, kann man sich auf höfliche Art trennen. Es ist nicht nett, einfach weg zu gehen. Doch bei Kindern geht es um noch viel mehr als darum „nicht nett zu sein“. Es geht darum, dass wir Vorbilder sind. Darum, wie wir unsere Kinder ernst nehmen und auch, wie wir sie überhaupt wahrnehmen. Es geht um Bedürfnisse und um Ängste.

Alleinsein setzt Kinder unter Stress und löst Ängste aus

Dieser Erwachsene, der an der Straßenecke stehen gelassen wurde, hatte wahrscheinlich keine Angst, dass er sich verirren könnte oder Angst vor den vielen lauten Geräuschen der Straße oder den Blicken der fremden Menschen. Vielleicht – oder sehr wahrscheinlich – hatte er Angst um die Beziehung zu dem Menschen, der gerade von ihm fort gegangen ist. Kinder aber haben all diese Ängste – besonders noch in dem Alter, in dem manche Leute zum Weggehen anraten: der so genannten Trotzphase um den 2. Geburtstag. Die Straße ist laut und gefährlich – das jedenfalls erfahren sie täglich von uns, wenn wir sie ermahnen, dass sie nicht zu nah an die Fahrbahn gehen sollen, weil dort die Autos fahren. Nun werden sie an diesem gefährlichen Ort allein gelassen? Von uns?

Das Kind, das allein gelassen wird, hat Angst. Ja, Kinder haben Objektpermanenz ab einem bestimmten Alter. Aber gerade der Umstand, dass Mama oder Papa eine sichere Basis sind, zu der man immer zurück kommen kann, die immer da sind, wird in dem Verhalten, ein Kind stehen zu lassen und weiter zu gehen, umgangen. Ausgedrückt wird: „Ich gehe jetzt. Du kommst hinterher oder musst sehen, was passiert!“ Kinder haben in diesen Situationen Ängste, Urängste. Denn evolutionär ist nicht vorgesehen, dass kleine Kinder irgendwo allein stehen gelassen werden. Passierte dies, drohte der Tod durch Verhungern oder ein gefährliches Tier. Wer ein Kind allein lässt, setzt es Urängsten aus.

Aufgewühltes Kind allein lassen bedeutet ihm noch mehr Probleme aufzubürden

Gerade in einer Situation, in der das Kind sowieso Schwierigkeiten hat mit sich und der Umgebung, einem Moment, in dem die Synapsen im Gehirn vielleicht in alle Richtungen Informationen aussenden und das Kind einfach nicht weiß, was es eigentlich will, ein Moment, in dem es in einem Konflikt ist, wird ihm zu dem bestehenden Konflikt ein weiterer aufgedrängt: Du hast ein Problem und nun gebe ich Dir ein zweites hinzu, indem ich Dich einfach stehen lasse. Dass Kinder in diesen Situationen dann erst recht zu weinen und zu schreien anfangen und sich vielleicht auf den Boden werfen ist klar: Das Kind ist mit viel zu vielen Problemen überfrachtet und weiß keinen Ausweg. Und es schreit, um nicht allein gelassen zu werden, um beschützt zu bleiben.

Wenn das Kind dann doch kommt – was hat es dann gelernt?

Natürlich kommt das Kind dann irgendwann hinterher. Es kommt, weil es kommen muss, weil es auf Erwachsene angewiesen ist um zu überleben. Es kommt, weil es die Bezugsperson braucht. Es wird hinterher laufen, weil es nicht anders kann. Doch was hat der Erwachsene, der sich seinem Kind gegenüber so verhält, eigentlich gewonnen? Er hat seinem Kind demonstriert, dass er bestimmt, dass das Kind kommen muss und wenn es nicht hört, sich selbst in der „Wildnis“ überlassen wird. Er zeigt: Höre auf mich oder Du bist verloren. Blinder Gehorsam statt Zuhören und Verstehen. Und was soll das Kind davon für sein eigenes Verhalten lernen?

Die Alternative

Ja, es gibt Tage, die sind anstrengend. Und wir haben Termine oder das Wetter ist schlecht oder der Einkauf schwer. Wir Eltern wünschen uns, dass die Kinder mit kommen und auf uns hören. Und natürlich ist es auch wichtig, dass sie das tun. Besonders in gefährlichen Situationen müssen Kinder wissen, dass sie auf die Stimme der Erwachsenen hören müssen. Ein „Halt!“ an der Straße ist ein „Halt!“ und kein „Ach, ich tapse mal weiter.“ Doch in den meisten Situationen geht es nicht darum. Es geht um Kinder, die vielleicht müde sind vom Tag oder vom Kindergarten. Kinder, die vielleicht eine Ameisenstraße entdeckt haben und sie beobachten möchten. Kinder, die gerade selber nicht wissen, was sie wollen oder ihre Grenzen erproben. Es geht ganz einfach um KINDER, keine kleinen Erwachsenen. Wenn unser Kind also nicht hinterher kommt, können wir uns zu ihm beugen und fragen, warum. Vielleicht hat es einen guten Grund und wir nehmen uns einen Moment Zeit dafür. Und wenn es keinen Grund hat, der uns klar ist, dann sehen wir, was wir tun können. Und ja, wir können unsere Kinder auch gegen ihren Willen (respektvoll) auf den Arm nehmen und nach Hause tragen, weil es gerade notwendig ist. Noch besser ist es, wenn wir uns einfach daneben setzen und sie durch das, was sie durchmachen, begleiten. Aber wir müssen sie nicht stehen lassen allein auf der Straße. Wir sollten sie nicht stehen lassen allein auf der Straße. Es sind unsere kleinen Kinder und sie haben es verdient, mit dem Respekt behandelt zu werden, den wir uns alle wünschen.

Und darum, Ihr Lieben, lasse ich meine Kinder nicht allein stehen.
Wie geht Ihr mit diesen Situationen um? Ich bin gespannt auf Eure Meinungen,
Eure
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Mama ist krank

 

Früher, als ich noch keine Kinder hatte, war ich mehr krank. Ich erinnere mich noch dunkel an Tage im Bett mit Büchern oder vor dem Fernseher mit Essen auf dem Schoß. Heute werde ich sehr selten krank. Oder sagen wir: Selbst wenn ich krank bin, genehmige ich mir selten eine solche Auszeit, wie ich sie früher nahm bei Krankheiten. Das mag auch daran liegen, dass es mit kleinen Kindern einfach unmöglich ist, sich entspannt auszukurieren.

An Tagen wie gestern, wenn es mir wirklich mies geht, die Nase schon vom vielen Naseputzen rot und geschwollen ist, wollen dennoch zwei kleine Kinder ihre Aufmerksamkeit von mir bekommen. „Mama, liest Du mir was vor?“ „Nein, ich habe Halsschmerzen“ krächze ich, um 10 Minuten später ein kleineres Buch mit der gleichen Frage vorgehalten zu bekommen. Sehr große Freude bereitet es den Kindern natürlich auch, mich verarzten zu können in Krankheitsfällen. In diesen Momenten liege ich auf dem Boden, ein Kind bandagiert mir irgendeinen Fuß oder eine Hand und das andere ist damit beschäftigt, mir Nasentropfen zu geben oder in meine Ohren zu sehen – all diese Dinge sind nicht besonders angenehm, wenn man gerade wirklich krank ist.

Wie also kann man sich solche Tage etwas erträglich machen, wenn man sich nicht allein im Bett ausruhen kann? Bei mir hilft dies:

  1. Kind von Großeltern/Freunden/Partner aus dem Kindergarten abholen und nach Hause bringen lassen.
    Es ist so anstrengend, wenn man krank ist und dann erst einmal aus dem Haus muss und dann im Kindergarten auf Erzieherinnen und Eltern trifft, mit denen man Worte wechseln muss. Also lieber gleich zu Hause bleiben, wenn es möglich ist.
  2. Es sich gemütlich machen.
    Ja, ganz allein würde es ruhiger und entspannter sein. Aber auch mit Kindern kann man es sich im Krankheitsfall gemütlich machen. Eine kuschelige Ecke im Kinderzimmer bauen, den Kindern erklären, dass man da ist, aber zu krank für aufregende Spiele und sich einfach nur in den Raum hinein kuschelt mit einer warmen Decke und einer Tasse Tee.
  3. Den einfachen Weg wählen.
    Der Haushalt darf Haushalt bleiben, es wird nichts aufgeräumt/umgeräumt/bearbeitet. Kräfte schonen, wo es geht, heißt es nun. Der Kühlschrank ist aber leer? Da hilft es wieder nur, Familie oder Freunde einzuspannen oder einfach zu bestellen. Nein, nicht nur Pizza. In vielen Städten kann man sich nämlich auch den Einkauf einfach nach Hause liefern lassen.

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  4. Das Besondere für Kinder.
    Für Tage wie solche halte ich immer etwas Besonderes für die Kinder in meiner Überraschungskiste bereit. Etwas, was sie sonst nicht oder selten zum Spielen bekommen und was sie dann eine Zeit lang still und andächtig beschäftigen wird. Zum Beispiel schöne oder besondere Knete – das klappt immer.
  5. Abendentspannung
    Und wenn dann die Kinder im Bett sind, tue ich mir etwas Gutes. Das mache ich eigentlich jeden Abend, auch wenn ich nicht krank bin.

Habt Ihr noch mehr Tipps fürs Kranksein als Eltern?
Ich kann Eure Ideen gerade gut gebrauchen.
Alles Liebe,

Susanne_clear Kopie