Kategorie: Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 08./09. Dezember 2018

Dieses Wochenende war ein besonderes Wochenende, denn es ist ein Abschied und ein Neubeginn. Seit 2013 gibt es auf diesem Blog das „Wochenende in Bildern“ – ich habe Euch über 5 Jahre mitgenommen in unser Familienleben am Wochenende. Dies immer vor dem Hintergrund, die Geschichten des Alltags zu erzählen und damit Anregungen zu geben für den eigenen Alltag. So, wie ich es oft in meiner Familienbegleitungsarbeit auch tue: Über eigene Wege berichten und jeden das mitnehmen lassen, was für denjenigen passt und gerade gut machbar ist. Nimm Dir mit, was Dir jetzt gerade gut tut.

Die letzten 5 Jahren haben uns zusammen durch eine Schwangerschaft und Geburt geführt, haben viele Ideen für Spiele, Bastelideen und den Alltag zwischen Stadt und Land mitgegeben. Irgendwann haben sich viele andere Blogs angeschlossen, um auch einen Einblick zugeben und noch mehr zu zeigen: So sieht Familienleben bei uns aus. Und auch: Familienleben sieht ganz unterschiedlich aus. Dieses gemeinsame Schreiben über Ähnlichkeiten und Unterschiede ist eine große Bereicherung und oft habe ich gelesen, dass es für viele auch eine schöne Begleitung durch den Alltag ist, eine Inspirationsquelle und manchmal auch einfach das gute Gefühl da lässt: Ja, so ähnlich ist es bei uns auch.

Nun, nach 5 Jahren, habe ich mich entschlossen, das Wochenende in Bildern auf diesem Blog zu beenden. Alu und Konsti von grossekoepfe.de werden diese Blogreihe übernehmen und ab dem nächsten Wochenende Wochenenden von anderen Blogs bei sich sammeln und verlinken. Für mich ist es an dieser Stelle ein Abschied.

Gleichzeitig werde ich eine neue Serie starten: Ideen für das Wochenende, in der es um jahreszeitlich passende Inspirationen für das Wochenende geht: eine Bastelidee, ein schönes Rezept oder Kinderbuch oder eine Idee für einen Ausflug oder ähnliches – immer freitags, um mit Ideen ins das Wochenende zu starten. Eine Sammlung von eigenen Ideen und Ideen, die ich im Netz gefunden habe und die passen könnten. Die Ideen für den Alltag gehen weiter, aber in einer anderen Form. Auf Instagram gibt es weiterhin Bilder aus unserem Leben passend zum Blog. Ich begleite Euch weiter, aber eben ein wenig anders.

Eine Tür schließt sich, eine andere geht auf. Auf diesem Blog und zukünftig auf einem anderen.
Eure

 

 

Wochenende in Bildern 01./02. Dezember 2018

Das erste Adventswochenende und das erste Beutelchen, das geöffnet wird. Mit großer Vorfreude wurde dieser Samstag herbeigesehnt – wie in jedem Jahr. Und begann deswegen mit einem frühen Frühstück aufgrund sehr früh aufstehender, aufgeregter Kinder und müder Eltern.

Der Adventskalender ist in diesem Jahr ein wenig improvisiert: In einem Kalender hatten sich leider Motten eingenistet und der nachbestellte Kalender ist nicht rechtzeitig angekommen, weshalb am Freitagabend noch schnell improvisiert werden musste mit Pappkartons, die eigentlich für einen anderen Zweck gedacht waren. Die Kinder haben aber nichts gemerkt und den Zauber am Morgen genossen.

Zauber bringen auch unsere „Muckla“ in die Weihnachtszeit: Im Haus verteilt gibt es ein paar kleine Muckla-Wohnungen, in die man hinein sehen kann. Manchmal finden sich dort neue, bewohnte Spuren, manchmal ist sogar eine kleine Lampe darin an. Sie gehören einfach mit dazu zu diesem alten Haus und die Kinder beziehen sie mal mehrmal weniger in ihren Alltag mit ein. Manchmal heißt es, es wurde nun wirklich einer gesichtet. Manchmal werden den Muckla wilde Geschichten angedichtet und nicht selten sind sie daran schuld, wenn irgendwas verloren gegangen ist. Nun ist auf einmal eine neue kleine Tür erschienen (gebastelt aus Eisstielen).

Zauber gibt es aber auch noch immer bei den großen Kindern: Eines ist an diesem Wochenende zu einem Geburtstag eingeladen und bringt ein ganz spezielles Geburtstagsgeschenk mit. Diese Freude über die Zauberdinge lässt auch nach der magischen Phase hier nicht nach.

Und dann machen den alltäglichen Zauber auch einfach die Rituale der Weihnachtszeit aus: das Kerzenziehen, das gemeinsame Backen (und danach feststellen, dass wir niemals einen Vorrat bis Weihnachten anlegen, weil doch alles aufgenascht wird). Die hier entstandenen Plätzchen wurden jedenfalls alle noch am selben Tag verzehrt.

Und wie war Euer Wochenende?
Eure

 

 

Wochenende in Bildern 24./25. November 2018

Nachdem in dieser Woche die Kinder abwechselnd krank waren und sie Tag für Tag gekuschelt, bekocht und mit Lieblingstee versehen wurden, reichte am Ende der Woche die Kraft nicht mehr aus und meine Reserven waren aufgebraucht. Dazu kam ein seit Tagen schlecht schlafendes Kind zu so schlug sich die Erkältung auch auf mich nieder. Und dies gerade an diesem Wochenende, an dem das letzte Weiterbildungswochenende des Jahres stattfinden sollte samt Prüfung für die die letzten Abende gelernt wurde.

Das letzte Wochenende des Jahres, in dem es rund um das Stillen geht. Und dieses Mal ganz besonders auch um die eigene Stillerfahrung mit der Frage: Wie und wo wurdest Du gestillt? Wo wurden Deine Bedürfnisse gestillt als Baby und Kind und wo vielleicht auch nicht? Nicht nur in Bezug auf die Muttermilch, sondern ganz generell. Eine sehr bewegende Frage für all die Frauen, die hier in der Runde saßen und ihre Geschichten geteilt haben von Glück und Leid. Gerade hiervon nehme ich sehr viel mit für meine Arbeit und die nächste Zeit und das Thema der „gestillten oder nicht gestillten Bedürfnisse“ wird mich noch eine Weile begleiten – sicher auch hier auf dem Blog und im nächsten Newsletter.

An solchen Weiterbildungswochenenden sind die Kinder immer mit ihrem Vater unterwegs, basteln und kochen. Und wenn ich nach Hause komme, werde ich überrascht von den Dingen des Tages: an einem Abend mit einer leckeren Tarte, die alle zusammen zum Abendessen gemacht haben. Am anderen Tag von diesen Weintrauben mit Schokoüberzug, die die Kinder unbedingt machen wollten, nachdem sie das Rezept im Kinderradio gehört haben. Natürlich musste ich den Spieß, der ja eigentlich für mich aufgehoben wurde, dann doch noch teilen.

Und am Ende eines solchen Wochenendes braucht es dann doch noch einmal ganz viel Zeit mit allen Kindern zusammen und einzeln, damit sich jedes noch einmal gesehen fühlt und die eigenen Geschichten erzählen kann. „Mama, komm spielen!“ und ich setze mich dazu und muss eigentlich gar nicht mitspielen, sondern nur da sein. Ganz nah. Da bin ich dann gleich wieder beim Thema „Bedürfnisse stillen“ zurück. Und dann gibt es einen kurzen Streit um die Zuwendungsressourcen und ein jedes braucht noch einmal exklusive Zeit: eines wird in Ruhe gestillt, das andere bekommt eine Geschichte vorgelesen und das dritte liegt mit dem Kopf auf meinem Schoß als alle anderen schon schlafen und erzählt, während ich über das Köpfchen streiche.

Und dann ist das Wochenende auch schon vorbei und eine neue, aufregende Woche liegt vor uns.
Und wie war es bei Euch?
Eure

Wochenende in Bildern 17./18. November 2018

enthält unbezahlte Werbung wegen Namensnennung/Verlinkung

An diesem Wochenende waren wir in Hinblick auf Nachhaltigkeit unterwegs an verschiedenen Punkten in Hamburg und Berlin. Der Samstag begann mit einem Frühstück bevor Mann und Kinder aufgebrochen sind zu einem Astronautentraining und mein großes Kind eine Verabredung mit der Großmama zu einem Entspannungstag hatte. Bevor ich selber mit der Bahn nachHamburg aufbrechen musste, hatte ich daher noch ein paar ganz stille und ruhige Stunden zu Hause – eine seltene Möglichkeit für ein paar ruhige Tätigkeiten.

Mit jedem Jahr und steigender Anzahl an Kindern werden die Weihnachtsvorbereitungen nicht weniger. Nachdem in dieser Woche meine Autorinnen-Freiexemplare von „Ein Guter Plan Family“ angekommen sind, habe ich mir überlegt, diese Weihachtsüberraschungen schon jetzt zu versenden und damit einen Haken an einige der Vorweihnachtsaufgaben zu hängen. Das ist dann etwas zeitige Weihnachtspost, aber ich denke, die Empfängerinnen werden es verstehen. Auch weitere Post wird einfach schon in der nächsten Woche fertig gemacht und dann später versendet.

Danach hat mich mein Weg nach Hamburg geführt, denn ich war von Marijana Braune eingeladen, über „Nachhaltigkeit und Bedürfnisorientierung“ auf ihrem #greenparenting Event zusprechen. Zunächst führte Marijana alle Anwesenden durch ihr kleines Hamburger Haus und erklärte, wie sie in welchen Bereichen warum was tut: Vom minimalistischen Kleiderschrank über die Zero Waste Küche bis zum Kinderzimmer, in dem noch die Spielsachen ihrer Kindheit benutzt werden. Dabei erzählte sie, wie sie preisgünstig an Einweggläser kommt, wenn Menschen auf Ebay ihre Hochzeitsfeierausstattung verkaufen, und wie sie beim Eisladen um die Ecke das Eis immer in Mehrwegbehältern abholt. Ein wirklich spannender Tag mit viel Austausch und verschiedenen Anregungen. Unser Gespräch wird es später bei ihr auf dem Blog als Podcast zuhören geben.

Am nächsten Morgen lassen uns die großen Kinder erst einmal ein wenig ausschlafen und dann gibt es neben dem richtigen Frühstück später vorher noch ein Frühstück im Bett. Wie gut es tut, wenn man einfach mal ausschlafen kann und wie entspannt dann gleich alles ist.

Später fahren wir gemeinsam mit dem Rad zum Heldenmarkt. Alle sind ein wenig verkühlt, als wir schließlich ankommen, aber dann treffen wir dort auf bekannte Gesichter und verbringen einen schönen Nachmittag zwischen Tofu und Popcorn. Nur ein wenig nachdenklich stimmt uns Erwachsene, dass auf so einem Nachhaltigkeitsmarkt dann doch sehr viel Einweggeschirr genutzt wird und Kleinigkeiten in Plastikverpackungen verschenkt werden. Schade, da gibt es dann doch noch einiges Entwicklungspotential. Aber immerhin gab es auch ein paar interessante neue Dinge zu sehen wie beispielsweise Baumpatenschaften für Nussbäume, deren Ertrag man zugeschickt bekommt.

Und wie war Euer Wochenende?
Eure

Wochenende in Bildern 10./11. November 2018

Unser Samstag beginnt zu viert, denn seit Donnerstag ist mein Mann in der Schweiz zum Doktorandenkolloquium. Den Alltag mit drei Kindern allein zu organisieren, ist nicht so einfach und die letzten Tage waren ziemlich aufreibend und durchgeplant. Dennoch starten wir in den Samstag mit einem schönen Frühstück, denn die Kinder haben Pancakes gemacht (und nur ganz kurz ist der Rauchmelder morgens um 8 angegangen). Ein wenig beneide ich aus der Ferne meinen Mann um das Ausschlafen und auch um die Doktorarbeit und überlege, ob ich irgendwann meine eigene Dissertation nochmal angehen werde. Vor vielen Jahren habe ich mich ja dagegen entschieden, aber manchmal bedauere ich die Entscheidung auch.

Nach dem Frühstück geht es zum Markt einkaufen. Als der kleinste Sohn gerade einen Wutanfall bekommt, weil er irgendetwas nicht bekommt und ich mich zu ihm knie, um auf Augenhöhe mit ihm zu sprechen, tritt eine ältere Frau neben uns: „Du musst daran denken, dass bald der Weihnachtsmann kommt und wer unartig ist, bekommt keine Geschenke!“ Der kleine Sohn ist unbeeindruckt davon, der mittlere reißt aber erschrocken die Augen auf. Das hat er noch nie gehört. Ich bitte die Frau darum, bitte einfach weiter zu gehen und sich nicht in unser Familienleben einzumischen während der kleine Sohn weiter wütet. Davon zeigt sie sich jedoch unbeeindruckt und erklärt weiter: „Als Eltern muss man aber hart…“ Um das Schreien des kleinen Kindes zu übertönen, wende ich mich nochmal an sie, obwohl ich nicht die geringste Lust und Zeit dafür habe mit drei Kindern auf dem Markt: „Gehen Sie jetzt bitte endlich weiter. Das hier geht Sie überhaupt nichts an und ich erziehe meine Kinder so, wie ich es für richtig halte.“ Die Frau starrt mich empört an, schüttelt den Kopf, geht weiter, dreht sich um und schüttelt wieder Kopf. Mehrfach hintereinander. Der kleine Sohn beruhigt sich schließlich und freut sich, als Ablenkung auf meinem Sattel sitzen zu dürfen. Bis der andere Sohn plötzlich hervorstößt: „Mama, stimmt das wirklich? Wenn ich was gemacht haben, bekomme ich dann keine Geschenke?“ „Nein, natürlich nicht.“ Glücklicherweise springt mir auch die große Tochter zur Seite: „So ein Unsinn, das war einfach eine gemeine alte Frau. Natürlich hat das nichts miteinander zu tun. Die Frau wollte ihm nur Angst machen, damit er nicht mehr weint.“ Immer wieder denke ich: Es ist doch noch viel zu tun. Vielleicht mache ich ja doch nochmal Flyer für solche Situationen mit dem Inhalt von „Rundum geborgen“ in Kurzform.

Feststimmung glücklicherweise wieder hergestellt: Wir backen zusammen Kekse zu Sankt Martin in Form von Sonne, Mond und Sternen. Der Großteil des Teigs wird wohl direkt ungebacken verzehrt, ist aber bei diesem Mürbeteigrezept auch kein Problem.

Sonntagmorgenfrühstück. Mein Mann ist aus der Schweiz zurück nach vielen Stunden kurioser Bahnfahrten und hat Kaffee und meine Lieblingspralinen mitgebracht. Ein guter Start in den Tag, auch wenn das Frühstück natürlich nach so einer Rückkehr recht turbulent und sehr laut ist – so viele Geschichten sind zu erzählen. Und natürlich auch noch mal bei ihm die Rückversicherung, ob das mit den Geschenken dieses Jahr auch wieder in Ordnung geht oder an der Geschichte der Frau doch etwas dran sei? Es ist schon verrückt, wie sehr so eine Anmerkung einer fremden Person sich im Kopf eines Kindes festsetzen kann.

Betreuungswechsel: Mann und Kinder sind spazieren, ich arbeite bei Kaffee und Kaminfeuer.

Am Abend werden noch Weckfrauen gebacken nach diesem Rezept, die dann zum Abend gegessen werden und morgen auch mit in die Schule kommen. Wie schön Feste und Feierlichkeiten doch begangen werden können ohne Druck und ohne den Kindern Angst zu machen.

Eure

 

Wochenende in Bildern 03./04. November 2018

Nach ereignisreichen Wochen haben wir uns mit den Kindern in der letzten Woche auf das Land zurück gezogen, um ein paar Nesttage zu machen: Ganz viel Natur, jeden Tag ein Spaziergang im Wald mit den Kindern. Frische Luft, Ruhe und entspanntes Frühstück. So konnten die Energiereserven – vor allem meine – wieder aufgefüllt werden.

Der Samstag beginnt mit einem Spaziergang in der frischen Luft zum Förster und seinen Tieren. In den letzten Tagen sind wir jeden Morgen gleich nach dem frühen Frühstück in den Wald gegangen. Die Kinder haben Pilze gesucht und gefunden, sind auf Bäume geklettert und haben Blätter und Bucheckern gesammelt. Auf dem Rückweg geht es immer vorbei am Försterhaus mit großen Weidelandschaften.

Endlich auch wieder Ruhe für die kleinen Dinge haben. Der Jahreszeitentisch will neu dekoriert werden mit den Dingen, die die Kinder gefunden haben und kleinen Bastelsachen wie der Teelichtlaterne und Zimtpilzen. Und auch die Walnüsse für Kerzenschiffchen stehen schon bereit. Diese Ruhe für die kleinen Dinge tut so gut.

Etwas später bekommen wir Besuch von Familie Von guten Eltern. Während wir Eltern zusammen sitzen, spielen die Kinder mit einander. Die großen Mädchen gehen zum Pferdehof und bleiben lange einfach fort, die großen Jungen spielen gemeinsam allein im Garten und pflücken restliche Beeren, um sie zu geheimen Tränken zu verarbeiten und hantieren mit Leitern und Schnitzmessern und Taschenlampen bis in die Dunkelheit. Restliche Halloween-Süßigkeiten werden unter Ausschluss der kleinsten Kinder „heimlich“ aufgebraucht. Die kleinsten Kinder pendeln ein wenig zwischen uns Erwachsenen und den nächst älteren Kindern. Es ist immer wieder spannend, diese Dynamiken zu beobachten und zu sehen, wie weit sie sich entfernen und welche Abenteuer sie erleben je nach Alter. Je größer sie werden, desto weiter entfernen sie sich ganz selbstsicher und fordern es ein. Der Radius wächst einfach natürlich mit dem Alter mit – wenn wir dafür offen sind.

Am Sonntag ist noch mehr Ruhe für mich vorgesehen: Mann und Kinder besuchen die Großmutter und ich räume in Ruhe auf, sortiere alte Sachen aus, räume um und suche verloren geglaubte Spielsachen. Nachdem die Räume wieder Struktur haben, setze ich mich an die Schreibarbeit, denn ein Buch will zu Ende geschrieben werden und ein anderes begonnen. Am besten arbeitet es sich für mich mit Klarheit um mich herum und ein Mindestmaß an Ordnung (zumindest im Blickfeld).

Zusammengesucht: Die Babyspielmaterailien für meine Babykurse, die in ein paar Wochen wieder starten. Vier Jahre haben meine Kurssachen nun in Körben und Schränken darauf gewartet, dass sie wieder zum Einsatz kommen. Ab und zu mussten sie vor Kinderhänden gerettet werden, damit sie nicht im Alltag verloren gehen. Immer in meinem Glauben, dass ich ganz sicher zurück gehe in die Kursarbeit. Im letzten Jahr habe ich einige Weiterbildungen besucht zur Auffrischung einiger Themen wie Stillen und Tragen. Und nun habe ich an diesem Wochenende die Spielsachen sortiert und einige Holzstücke neu geölt. So ein gutes Gefühl.

Und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei, diese ruhigen beiden Tage und ich wünsche mir, diese Ruhe nun auch in die nächste Woche zu tragen.
Eure

 

Wochenende in Bildern 27./28. Oktober 2018

An diesem Wochenende steht wieder ein Weiterbildungswochenende an, an dem ich wenig Zeit mit der Familie verbringe und viel Zeit mit altem und neuem Wissen. Umso wichtiger sind die kleinen Momente drumherum wie zum Beispiel das Frühstück am Morgen, das zwar viel zu früh für ein Wochenendfrühstück stattfindet und auch ein wenig kurz, aber dennoch eben ein Moment ist, an dem wir alle zusammen am Tisch sitzen und reden: Darüber, wie dieses Wochenende wird, was wir alle so machen und was uns wichtig ist. Gerade in stressigen Zeiten sind diese Momente am Tisch zusammen für uns als Familie wichtig. Studien zeigen, dass zumindest bei Schimpansen durch das gemeinsame Essen mehr Oxytocin ausgeschüttet wird vielleicht ist das ja auch einer der Gründe für das Wohlgefühl am Familientisch.

Um beim Oxytocin zu bleiben: Mein großes Kind hat mir einen Schal gestrickt, den ich nun trage, auch wenn es doch ein sehr intensives rosa geworden ist, das nun meinen Hals ziert. Aber diese Freude und dieser Stolz über das heimlich selbst gemachte Geschenk.

Nach dem Frühstück geht es ins Krankenhaus zur Weiterbildung. „Elternschule“ steht in großen Buchstaben am Eingang und ein paar Räume weiter findet gerade ein Geburtsvorbereitungskurs statt. Wie negativ mir auf einmal dieser Titel erscheint, während er vor einigen Wochen nur so aus dem Augenwinkel und ohne Bedeutung meine Aufmerksamkeit erlangte.

Am Abend wieder zurück beim Thema „Essen in Gemeinschaft“: Ich fahre nach der Weiterbildung zu Anja und Christian von „Von guten Eltern„, wo ich auf den Rest meiner Familie treffe. Die Kinder teilen sich – mehr oder weniger begeistert – das Essen bzw. verteidigen ihre Teller vor Übergriffen anderer kleiner Kinderhände und sitzen trotzdem so freudig und lustig um ihren Tisch herum und lachen und erzählen und machen zwischendurch ein wenig Unsinn. Zum zweiten Mal an diesem Tag denke ich darüber nach, wie besonders diese gemeinsamen Essenszeiten sind und wie verbindend.

Sonntagmorgen ist dank Zeitumstellung ein wenig mehr Zeit am Morgen, so dass ich noch kurz mit im Kaufmannsladen sitzen kann. Die Kinder beschweren sich ein wenig, dass ich heute auch wieder erst spät nach Hause komme, freuen sich aber auch auf den Tag mit „nur Papa“, weil dann meistens noch ganz andere Punkte auf dem Tagesplan stehen. Passend dazu sprechen wir auch heute bei der Arbeit über das Thema „gleichberechtigt und gleichwertig“ und die Unterschiede zwischen Eltern und ihren Aufgaben.

Und auch spannend ist ein Blick in die Vergangenheit und kritische Reflexionen über unseren Alltag und die Dinge, wie wir immer wieder gesagt bekommen, dass wir sie brauchen würden. Überhaupt ist das gerade wieder ein so wichtiges Thema in meiner Arbeit: Was brauchen wir alle wirklich? Was brauchen wir wirklich für Elternschaft und im Zusammensein mit Kindern? Und immer wieder komme ich zurück darauf, dass das Wichtigste nicht die Dinge, sondern eben die Menschen und die Unterstützung sind und wir darin unsere Kraft legen sollten, unser Engagement. In der Begleitung individueller Stillentscheidungen ebenso wie in den vielen anderen Themen des Elternseins.

Ein langes Wochenende geht zu Ende. In meinen Armen liegen die Kinder, die noch in den Schlaf begleitet werden. Es war ein wenig zu wenig Familie an diesem Wochenende für mich, aber dafür viel anderer wichtiger Input und nun haben wir eine ganze Woche auf dem Land vor uns, wo ich am Abend mit der Bahn hingefahren bin. Eine ganze Woche Natur und Ruhe und Zusammensein in den Ferien.

Eure

 

Wochenende in Bildern 20./21. Oktober 2018

Die letzten Wochen waren anstrengend und herausfordernd: Krankenhaus, Kongress in Hamburg, Kindergeburtstag, neue Kursräume besichtigt und dann die spontane Aktion #herzensschule, die einige Abende Zeit gekostet hat, die nicht eingeplant waren. So kam es durch all diese Dinge, dass ein paar andere Dinge aufgeschoben werden mussten, wie beispielsweise Einkäufe. Der Samstag startet deswegen nur mit einem vergleichsweise kleinen Frühstück, weil dringende Besorgungen anstehen.

Erst einmal geht es in den Lieblingsbastelladen, denn es fehlen noch ein paar Zutaten für die Aktionen zur Kindergeburtstagsfeier am Nachmittag. Mann und Kinder sind unterwegs und ich habe mal Zeit, ganz in Ruhe allein hier zu stöbern. Dabei fällt mir auf, dass ich auf die Herbstbastelzeit noch nicht gut vorbereitet bin: Drachensteigen, Laternenbasteln, Halloween und Vorbereitungen für Weihnachten stehen noch aus und wurden sonst in den Herbstferien begonnen. Durch die vielen Aufgaben und Unternehmungen der letzten Zeit ist das alles etwas nach hinten gerückt. Ich hole mir zumindest schon einmal ein paar Inspirationen für die nächste Zeit.

Kindergeburtstagsfeier. Alles vorbereitet, alles wunderbar und doch noch rechtzeitig. – Bis zu dem Moment, als alle Kinder am Tisch sitzen und ich feststelle, dass ich mich verzählt habe und immer eine Sache von allem fehlt… Mein Mann hat das gesamte Wochenende gelacht. Letztlich ging doch alles gut und wir haben improvisiert und bis auf dem großen Kind ist es keinem Kind aufgefallen. Aber dieser Moment…

Der Sonntag beginnt mit einem langen Spaziergang. Ein wenig Ruhe endlich im Herbstsonnenschein. Durchatmen, das Draußensein genießen. Das kleinste Kind wird noch immer getragen. Wenn die Füße müde werden, wenn eine Pause notwendig ist, wird er ins Tuch genommen und wenn er wieder bereit ist, flitzt er wieder los.

Gestern Besuch für die Kinder, heute Besuch für uns Erwachsene. Meine Freundin Milena kommt mit Baby, Freund und Kuchen vorbei in unseren Alltagstrubel. Und gerade diese kleinen Pausen tun auch so gut. Sich kurz hinsetzen und über die Verrücktheiten des Alltags der letzten Zeit reden, ein wenig lachen, ein wenig in den Arm genommen werden und dabei Kuchen essen.

Die nächste Woche bringt noch einmal viel intensive Arbeitszeit mit sich, aber danach gibt es eine kleine Ruhepause.
Und wie war Euer Wochenende?
Eure

Wochenende in Bildern 13./14. Oktober 2018

Das war wohl die bislang anstrengendste Woche dieses Jahres, voll von unterschiedlichen Aufgaben, Herausforderungen und Gefühlen. Nach mehreren Übernachtungen auf einem Klappbett im Krankenhaus wache ich am Samstag allein in einem Doppelbett in einem Hotelzimmer in Hamburg auf: Ich bin als Referentin auf den Attachment Parenting Kongress eingeladen. Die Familie muss in diesem Jahr zum ersten Mal in Berlin bleiben.

Die Woche war sehr voll und es war eine große Herausforderung, alles einigermaßen miteinander zu vereinbaren. Eigentlich hatte ich meinen Vortrag zum Thema „Trotzphase? Autonomiephase? Überhaupt eine Phase?“ schon fertig, habe dann aber doch noch morgens einige Ergänzungen eingebaut zum Thema Wortwahl mit Beispielen aus dem Film, dessen Erscheinen gerade so viele Menschen bewegt und protestieren lässt. Noch habe ich ihn nicht ganz gesehen, wurde aber dazu und zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Danach kann ich sicherlich mehr berichten.
Mein Vortrag in Hamburg war ausgebucht und auch im Anschluss haben sich interessante Gespräche ergeben zu diesem und anderen Themen mit Hebammen und Elternberater*innen. Die Präsentation ist hier zu sehen. Ein rundum schöner und voller Tag. Am Abend geht es jedoch schon zurück nach Berlin: Zum Ende dieser Woche gibt es noch einen Geburtstag, der gefeiert werden will.

Ein Sonntagmorgen wie genau vor 6 Jahren. Als wir um 10 Uhr zusammen mit der Großmama am Frühstückstisch sitzen, denke ich daran, wie genau jetzt vor 6 Jahren hier in diesem Raum mein Kind geborgen wurde: ich am Schreibtisch stehend. Mit der Schwangerschaft und Geburt dieses Kindes hat all dies hier angefangen, Geborgen Wachsen.
Am Tag zuvor habe ich noch ein reges Gespräch geführt über Geschenke und Spielsachen und ob Kinder nun viel oder wenig brauchen würden und wie sehr wir manchmal auch die Last der eigenen Vergangenheit aus der eigenen Kindheit mit hinein tragen in unsere Entscheidungen: dafür ganz viele Spielsachen anzuschaffen, wenn man selbst einen Mangel hatte, oder dafür, ganz wenige zu nutzen, wenn man ganz bewusst mit Konsum umgehen möchte. Letztlich ist es wohl so, dass viele Sachen noch lange keine glückliche Kindheit ausmachen – glücklicherweise. Und ein Schwelgen im Überfluss weder notwendig ist in Hinblick auf die Entwicklung, noch ein sinnvolles Ziel in Zeiten des glücklicherweise eintretenden Konsumwandels. Ein immer wieder spannendes Thema, weil es so viele Blickwinkel hat, die berücksichtigt werden wollen. Das Kind hier freut sich jedenfalls über die wenigen, dafür sorgsam bedachten Geschenke.

Die Großmama schenkt jedem Kind einen Butterstempel, über die sie sich sehr freuen. Damit hat schon mein Mann gespielt und ich glaube, wir werden in der nächsten Zeit sehr hübsch portionierte Butterstücken haben.

Auf Wunsch des Kindes geht es dann zusammen in die Trampolinhalle und die Kinder und selbst wir Eltern springen bis alle müde sind. So hat die schwierige Woche einen wirklich schönen und entspannten Abschluss gefunden und wir alle freuen uns auf ein wenig Normalität in der nächsten Woche.

Und wie war Euer Wochenende?
Und wie macht Ihr das mit Geschenken und Spielzeug allgemein?
Eure

 

 

Wochenende in Bildern 06./07. Oktober 2018

Es gibt so Tage und Wochenenden, an denen läuft alles schief. Egal wie sehr man sich anstrengt, da wird einfach nichts Gutes draus. Und es gibt Tage und Momente, die sich für immer einbrennen, die man nicht mehr los wird. Und dieses war eines, an dem all das vorkam. Es begann damit, dass die Kinder und ich das Frühstück selber machen mussten, weil mein Mann zu einer Beerdigung gefahren ist, um sich von einem Menschen zu verabschieden, der ihm viel bedeutet hat. Nur hatte er die Uhrzeit falsch notiert und würde zu spät kommen. Das umso mehr, da er lange im Stau stand.

Zwei von drei Kindern spielen vergnügt im Garten mit Wasser und Spritzen und machen sich vollkommen nass. Aber sie haben Spaß und die Sachen trocknen wieder.

Nur einem Kind geht es gar nicht gut. Und auch Wärmflasche und Tee bringen nichts. Auch nicht Ruhe und Hörspiele und Lieblingsessen. Irgendwann gibt es den Moment, an dem ich denke: Wir müssen ins Krankenhaus. Ohne Auto auf dem Land mit drei Kindern ist das nicht so einfach. Und der Bus fährt am Wochenende nur ganz selten. Also warten, umsorgen, denn Mann und Auto kommen ja wieder. Irgendwann nach der Beerdigung und dem Stau auf dem Rückweg. Vielleicht ja ein Leistenbruch? Oder Blinddarm? Rückweg: Wieder Stau und irgendwann endlich angekommen im Krankenhaus in einer langen Schlange der wartenden Eltern mit kranken Kindern. Direkt vor uns ein kleines Mädchen mit Platzwunde in der Schlange und blutverschmierten Eltern. Davor ein verschnupftes, fiebriges Kind. Während ich noch darüber nachdenke, wann nun ein Notfall wirklich ein Notfall ist, wird das Kind an meiner Seite ganz schlaff und sackt zusammen. Mit anderen wartenden Eltern wird es hinein getragen. Das ist definitiv einer der Momente, die man nicht mehr vergisst. Diese Angst, diese Sorge, die Gedanken, die blitzschnell durch den Kopf gehen. Nach Untersuchungen und Warten werden wir aber wieder nach Hause gelassen: Lieber zu Hause beobachten, Ursache unklar. Also vielleicht doch kein Notfall. Oder nur jetzt noch nicht.

Die restliche Nacht ist unruhig. Aber das ist nichts Neues, denn gerade sind die Nächte ohnehin kurz. Das letzte Kind ist in der „Trotz“phase und wacht oft wütend nachts auf. Oder ganz früh morgens. Oder ist prinzipiell verstimmt, weil es die Geschwisterkinder in besserer Versorgung wähnt in Hinblick auf Nahrung, Zuwendung oder irgendetwas anderes. Ressourcen, immer geht es um Ressourcen. Ich glaube, keines meiner Kinder war jemals so wütend wie dieses. Vielleicht lese ich mal in meinem eigenen Buch nach oder höre meinem eigenen Vortrag aufmerksam zu, den ich nächsten Samstag in Hamburg halte zu genau diesem Thema.

In einer recht ruhigen Minute schaffe ich es aber, den neuen Newsletter vorzubereiten. Wie immer gibt den Anstoß zum Inhalt mein Alltag und diesmal geht es um „Irgendwas ist immer“ und „Probleme, die Gewichtheben gehen“. Im Hintergrund beklebt der Sohn Briefumschläge mit Adressetiketten, denn diese Woche wollen auch noch die vorbestellten neuen Bücher signiert und verschickt werden. Und wenn wir jetzt früh genug anfangen, dann klappt das auch trotz der Sachen, die vielleicht in dieser Woche noch so passieren. Denn irgendwas ist ja immer. Bei Euch eigentlich auch?

Eure