Monat: September 2013

Wochenende in Bildern

Ich wehre mich gerne gegen die Aussage, Stadtkinder würden oder könnten keine Naturerfahrungen machen. „Stadtkinder“ haben nämlich die große Chance, sowohl das Stadtleben kennen zu lernen als auch die Natur zu erfahren.

Wochenende_01

 Waldspaziergang bei Alt-Stahnsdorf.

Wochenende_02

 Pilze sammeln: Sehen, fühlen, riechen, schmecken.

Wochenende_03

 Schnitzen mit dem Opinel-Messer.

Wochenende_04

 Tragen im Wald.

Wochenende_05

 Sonnenuntergang bewundern.

Wochenende_06

 Tochter-Mutter-Sohn in der Herbstsonne.

Wochenende_07

 Apfelpfütze im Mauerpark.

Wochenende_08

 Kleine Pause im Fast Rabbit

Wochenende_09

Treptow. Restaurantschiff.

An die guten Momente denken wir zu selten…

Glücksmomente

Der Herbst ist da und damit die Erkältungszeit. Zeiten, in denen wir viel gefordert werden, wenn wir Kinder haben. Da sind die Ängste, ob es vielleicht doch etwas Schlimmes ist. Wir wachen Nächte durch, um unsere Kinder zu tragen, mit ihnen zu inhalieren, Fieber zu messen oder oder oder. Und selbst wenn die Kinder gerade nicht krank sind, haben wir oft anstrengende Zeiten: Entwicklungsschübe kommen und gehen, der Alltag ist da und muss bewältigt werden mit Kochen, Putzen, Einkaufen,… An manchen Tagen ist alles einfach anstrengend. Man wünscht sich ein unbeschwertes und einfaches Leben. Wie war das noch damals, als die Kinder nicht da waren? Als man noch bis 10 Uhr im Bett lag, dann im Schlafanzug zum Kühlschrank schlenderte, sich etwas heraus nahm und im Bett vor dem laufenden Fernseher ungesund gefrühstückt hat?

Doch natürlich sind auch in unserem Alltag jetzt die wundervollen Momente da. Wir sehen nur zu selten hin. Oder wir vergessen sie wieder. Manchmal sind wir auch zu abgelenkt, um sie wirklich bestaunen und würdigen zu können, die zauberhaften kleinen Momente des Glücks. Doch genau sie sind es, die uns in der Herbstzeit Kraft geben können und die uns am Ende eines anstrengenden Tages doch noch einmal lächeln lassen, um gut in die Nacht zu finden und einen kraftvollen neuen Tag beginnen zu können.

Deswegen: Nehmt Euch einen kleinen Notizblock, einen Stift und ein Marmeladenglas. Stift und Notizblock müssen in Eure Hosentasche passen, so dass beides immer griffbereit ist. Und dann notiert jeden Tag die wunderbaren Momente, die ihr erlebt: Wie Euer Baby Euch nach dem Schlafen angelächelt hat. Wie es Euch auf wackeligen Beinen entgegen gelaufen ist. Das schöne Bild, das Euer Kind Euch gemalt hat. Wie Ihr Eurem großen Kind beim Schaukeln in der Herbstsonne zugesehen habt. Es genügt ein Satz mit Datum und Uhrzeit. Legt am Abend die Zettelchen des Tages (es kann auch nur einer sein, aber wenigstens einer!) in das Glas. Lasst dabei die schönen Momente noch ein vor Euren Augen vorbei ziehen. Und wann immer Ihr es braucht: Bedient Euch aus dem Glas der Glücksmomente. Zieht Euch ein Zettelchen heraus, lest es und lasst es Euch damit gut gehen.

Alles ist nur eine Phase! Es kommen bessere Zeiten und schöne Momente gibt es jeden Tag.

Gespräche mit einer Vierjährigen Nr.3

Lieblingspuppe

Die Tochter hat eine Lieblingspuppe namens Anna*. Lieblingspuppen oder -kuscheltiere sind für Eltern nahezu verwunschene Gegenstände, denn sie dürfen a) nicht gewaschen werden  (was Anna über die Zeit eine gräuliche Patina verliehen hat und sie – wenn wir mal wirklich ehrlich sind – ein wenig unangenehm riechen lässt) und b)niemals verloren gehen oder auch nur verlegt  oder im Kindergarten vergessen werden. Die Folgen einer solchen Handlung haben wir bereits zu spüren bekommen. Besonders der Mann, der Anna Nummer 1 wenige Wochen nachdem sie in unsere Familie gefunden hatte, an irgendeiner Apotheke verloren hat. Man mag sich das Unglück nicht ausdenken. Glücklicherweise ist Anna (dei wir heimlich Nummer 2 nennen) dann doch wieder aufgetaucht und der Mann war 80 Euro ärmer. In Folge dieses Ereignisses geben wir nun sehr gut acht auf dieses stumme Familienmitglied.
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Geborgen bis zum Ende – Über das Sterben in Würde

Großmutter_und_FRauMierau

In diesen Tagen hätte meine Großmutter Geburtstag. Sie starb vor 6 Jahren an Krebs. Und obwohl sie an ihrem Lebensende nur noch ein Schatten ihres früheren Selbst war, dünn und klein im Bett liegend, starb sie, wie sie es sich wünschte: zu Hause. In dem Zuhause, das fast ihr ganzes Leben lang ihr Lebensmittelpunkt war. Wo sie ihre drei Kinder großzog und ihre Enkelkinder bekochte. Wo sie lebte und liebte. Es war wahrlich kein einfaches Ende. Für keinen von uns. Nicht für sie, die sehr an ihrem Leben hing. Nicht für uns, die wir sie in den Tod begleiteten und Tag für Tag neu Abschied nehmen mussten und irgendwann auch auf den endgültigen Abschied für sie hofften. Trotz aller Schwere war es auch ein Abschied in Würde, an den ich oft denken muss. Als sie starb, war ihre Familie um sie. Geborgenheit ist es nicht nur, was wir am Lebensanfang brauchen, sondern auch an seinem Ende.
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Gespräche mit einer Vierjährigen Nr.2

Fliegenbabys

Neulich war ich mit den Kindern im Café. Nach einer langen Wanderung hatten wir uns auch außerhalb des Sonntagssüß ein Eis verdient und saßen vergnügt schleckend an einem Tisch. Während ich vor mich hin starrte, riss die Tochter mich aus den Gedanken.

Tochter: „Mama, schau mal. Da ist eine Fliege auf die andere gekrabbelt. Einfach so. Und die andere ist nicht tot gegangen.“

Ich: „Ah, ja… Warum sollte sie auch tot gehen davon?“

Tochter: „Warum machen die das?“

Ich: „Was?“

Tochter (leicht genervt): „Na aufeinander hüpfen!“

Ich (überlegend: muss das jetzt sein und hier???): „Die hüpfen nicht, die machen Fliegenbabys.“

Tochter (nun interessiert mit großen Augen): „Ach! Wo sind die denn, die Babys?“

Ich: „Na noch drin. In der Mama. Die werden da jetzt gerade erst gemacht. Das dauert ja bis die raus kommen. Wie bei Menschen. Das hat ja auch gedauert bis der Bruder raus kam.“

Ob das nun reichen würde? Eigentlich wollte ich das doch lieber in Ruhe besprechen. Anscheinend muss die Tochter darüber erst einmal eine Weile nachdenken und weiter am Himbeereis lecken. Die Fliegen fliegen auf und gehen wieder getrennter Wege.

Tochter: „Das geht ja ziemlich schnell mit dem Babymachen – war das denn beim Bruder auch so?“

Die ersten Schuhe – Alles Wichtige zum ersten Schuhkauf

Fuß2

Es ist ein besonderer Moment: der Kauf der ersten Schuhe für das Baby. Denn es geht nicht nur darum, möglichst gute, passende und verträgliche Schuhe zu kaufen. Es geht auch darum, dass das Baby nun seine ersten Schritte unternimmt und hinein läuft in die Welt. Ein kleiner Mensch auf zwei Beinen. So unglaublich! War nicht gerade eben noch die Geburt? Und nun läuft das Kind schon auf zwei Beinchen, noch etwas wackelig, durch den Raum. Irgendwann zwischen 9 und 18 Monaten machen die meisten Kinder ihre Schritte. Wann, das ist ganz unterschiedlich. Wichtig ist, dass das Baby nach seinem eigenen Tempo alle Bewegungsstadien durchmachen darf, die es es zum eigenständigen Laufen benötigt. Deswegen sollten Kinder möglichst nicht zu früh passiv hingestellt oder an den Händen herum geführt werden.
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