Das Baby abhalten: Was ist das? Warum? Und wie?

In der letzten Zeit habe ich viele Interviews gegeben und an neuen Büchern gearbeitet. Immer wieder wurde ich von Lektorinnen und Journalistinnen gefragt, was ich mit „abhalten“ meinen würde. In meinem Arbeitsbereich ist dieser Begriff so geläufig, dass ich ihn meist nicht mehr konkretisiere. Aber dann stelle ich doch immer wieder fest, dass das Abhalten von Babys nicht alltäglich und gewohnt ist. – Obwohl es so praktisch ist.

Was bedeutet „abhalten“?

„Abhalten“ bedeutet, das Baby in einer bequemen Position ohne Windel ausscheiden zu lassen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Baby dabei zu halten und zu stützen. Je nach Alter, Gewicht und Größe, kann das Kind unterschiedlich gehalten werden. Hier gibt es einen Überblick über mögliche Techniken. Das Baby kann sich dann über der Toilette, einer bestimmten Schüssel, im Freien oder das Waschbecken erleichtern und entleert die Ausscheidungen nicht in die Windel.

Warum sollten Babys abgehalten werden?

Babys möchten nicht in ihren Ausscheidungen liegen. Auch aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ist es gut, wenn Babys möglichst nicht in ihren Ausscheidungen liegen – auch wenn die Absorber heutiger Wegwerfwindeln stark sind und viel Nässe aufnehmen. Die empfindsame Babyhaut wird gereizt, es kann zu Problemen kommen. Damit sie nicht in ihren Ausscheidungen liegen müssen, kommunizieren sie mit uns und zeigen anhand von Signalen, dass sie ausscheiden müssen. Schon der Kinderarzt Remo Largo beschreibt, dass Babys einen Schrei von sich geben, bevor sie ausscheiden – auch in zahlreicher weiterer Literatur ist davon zu lesen. In vielen Kulturen ist es normal, dass Babys abgehalten werden und keine Windeln tragen. Das Abhalten ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags. Dieses Wissen um die Signale des Babys haben wir jedoch verlernt und verlassen uns auf den Schutz der Windeln, die oft auch in unserem Alltag hier sehr praktisch sind, da wir unsere Babys oft weniger körpernah bei uns haben. Dennoch lohnt sich ein Blick auf den Windelfrei-Ansatz. Dies besonders auch dann, wenn die Babys unter Bauchschmerzen leiden, da das Abhalten schon durch die Position Erleichterung verschaffen kann. Babys, die beim Stillen sehr unruhig werden, da der Darm ausscheiden möchte und manche Babys diesen Reflex schmerzhafter wahrnehmen als andere, fühlen sich oft ebenso wohl, wenn sie während oder kurz nach dem Stillen abgehalten werden. Auch bei sehr sensiblen Kindern, die ungern auch nur wenig Nässe am Körper spüren, ist das Abhalten eine gute Idee. Wird das Baby in der zweiten Nachthälfte besonders unruhig und lässt sich auch durch nächtliches Stillen nicht wirklich beruhigen, kann das Abhalten ebenso oft eine gute Idee sein, um zu einem entspannteren Schlaf zu finden, denn nach der Entleerung der Blase sind die Babys oft wieder ruhiger.

Es gibt bestimmte Situationen, in denen es wahrscheinlich ist, dass das Baby ausscheiden möchte: während oder nach dem Stillen, nach dem Aufwachen, wenn es entkleidet wird. Im Windelfrei-Ansatz wird das Ausscheiden des Babys mit einem Signalgeräusch der Eltern kombiniert, so dass das Baby später durch dieses Signal weiß, dass es nun ausscheiden kann. Besonders für das nächtliche Abhalten ist dies praktisch.

Einfach mal ausprobieren

Aber es geht nicht darum, von heute auf morgen windelfrei werden zu müssen mit Baby. Es lohnt sich, einfach einmal in bestimmten Situationen auszuprobieren, ob das Baby abgehalten werden könnte, beispielsweise dann, wenn das Baby ohnehin gewickelt wird, denn häufig scheidet es genau dann aus. Oder als Teil der Routine nach dem Aufwachen oder Stillen. Das Ausprobieren bringt nämlich Vorteile: Es lässt das Verständnis für das Baby und seine Entwicklung noch einmal wachsen und unterstützt die Kommunikation. Zudem ist es angenehm für das Baby und jede eingesparte Windel ist eine Windel weniger (in Betracht auf die Umwelt ebenso wie auf die Kosten).

Abhalten im Alltag

Wie kann das also aussehen? Zwei meiner drei Kinder habe ich im Alltag abgehalten – mal mehr, mal weniger. Auch wenn es nicht immer möglich war, war es dennoch ein gutes Ritual, um das Kind auf die Ausscheidungen aufmerksam zu machen und ein natürliches Verhältnis zum Toilettengang aufzubauen, damit das Kind nicht erst lernt, dass es in die Windel machen soll und später lernen muss, dass es nun auf Toilette soll. Durch das Abhalten war der Gang auf die Toilette von Anfang an Teil der Pflegeroutine. Sobald sie es selber konnten, haben die Kinder dies auch selbständig eingefordert und der Übergang von der Windel zur Toilette war entspannt möglich. Es kommt nicht darauf an, jede einzelne Ausscheidung in eine Windel zu vermeiden, sondern vielmehr darauf, eine Alternative zu kennen, anbieten zu können und die Vorteile davon zu nutzen.

Vielleicht probiert Ihr es auch einfach einmal aus?
Eure

 

 

12 Kommentare

  1. Wiebke Gaude

    Hallo Susanne,
    Danke für den schönen Artikel. Auf meiner Webseite http://www.einfach-abhalten.de setzte ich mich auch dafür ein, dass Abhalten bekannter wird. Ich habe leider erst davon erfahren, als mein Sohn 8 Monate alt war. Und hätte es so gerne vorher gewusst, weil er sich da schon an eine volle Windel gewöhnt hat. Da große Geschäft geht aber seit dem sehr zuverlässig ins Klo/Töfchen.

    Ich habe deinen Artikel auch auf meiner Seite http://www.einfach-abhalten.de Verlinkt. Die Seite ist eine Sammlung von Büchern, Internetseiten und Blog. Mit ein paar eignen Fotos dazu. Ich fotografiere lieber, als ich schreibe. 🙂

    Liebe Grüße
    Wiebke

    PS: Der Link zu http://www.123-windelfrei.de geht leider nicht. Ich habe diese URL dazu gefunden: https://123-windelfrei.de/abhaltepositionen-11815147/

  2. Hallo,

    wir haben unseren Sohn von Geburt an bei jedem Windelwechsel abgehalten. Anfangs hat das immer mal wieder zufällig geklappt, so dass wir die ein oder andere Windel sparen konnten. Dann hat es eine Zeitlang gar nicht mehr funktioniert, bis er anfing, Brei zu essen und der Stuhl fester wurde. Er machte dann plötzlich nur noch, wenn die Windel gewechselt wurde. Das haben wir genutzt, um in wieder abzuhalten. Er fing an zu drücken, sobald er in der Abhalteposition war. Von da an (5 Monate) ging monatelang wirklich jedes große Geschäft ins Töpfchen/in die Toilette (meist morgens ein Riesenhaufen). Es ging uns dabei nicht um ein Sauberkeitstraining, sondern nur darum, dass ich es merkwürdig fand, meinem Sohn einfach dabei zuzugucken, wie er in die Windel macht, wenn ich doch weiß, dass er muss. Heute (er ist nun 1 Jahr) geht zwar auch wieder öfter etwas in die Hose, aber oft klappt es auch weiterhin. Auch Pipi macht er sehr oft ins Töpfchen, sobald er abgehalten wird. Die Großeltern machen es auch ganz begeistert mit. Mittlerweile robbt er manchmal zu uns und beschwert sich lauthals, wenn er groß muss. Er macht es nicht immer bzw. wir verstehen ihn nicht immer richtig, aber ich denke, dass das schon ein guter, kleiner Anfang Richtung trocken werden ist. Wer weiß, vielleicht wird er uns auch in den nächsten Monaten, wenn er sprechen lernt, richtig Bescheid sagen können.

    Für uns ist das Abhalten so natürlich, entspannt, einfach und normal, dass ich es fast merkwürdig finde, dass andere Leute es mit ihren Kindern nicht machen, bzw. ich frage mich, was für sie dagegen spricht. Für uns ist es normale Hygiene, wie Windelwechseln. Und eigentlich ist doch jeder froh, wenn er keine Kakawindel wechseln muss. Das merkwürdigste Argument ist immer: Lass doch das Baby einfach Baby sein – als ob es so wunderschön und natürlich wäre, in eine Windel zu machen. Ich denke, es ist einfach sinnvoll, bei den Kindern ein Bewusstsein für die Alternative zur Windel zu wecken.

    Liebe Grüße

    Sandra

    • Ich hoffe, dass es bei uns auch irgendwann funktioniert! Das klingt voll super bei euch, und dass auch die Großeltern so begeistert mitmachen finde ich stark!

  3. Hallo Susanne,

    wir haben unsere ältere Tochter abgehalten und tun es jetzt auch bei unserer jüngsten, die 3 Monate alt ist. Ich fand es immer durchweg positiv, schön für das Kind. Die Kleine pullert zum Beispiel nachts, wenn sie schläft nicht und wird gern gehalten. Wenn sie weint oder sich steif macht, lass ich es sein…
    Heute aber war ich bei meiner Heilpraktikerin, die ich wirklich gut finde und schon lange kenne. Ich halte sie eigentlich für einen offenen Menschen und sie ist sehr belesen, war selbst mal Tagesmutti. Sie war sehr entsetzt und meinte, Abhalten sei total unnatürlich und es wäre schlimm, das dem Kind anzutun. Man würde ihm sein natürliches Recht nehmen, frei „loszulassen“, wenn es soweit ist und damit einen Kontrollzwang anerziehen. Auch würden die Kinder davon schneller Entzündungen bekommen auf lange Sicht gesehen, denn das „Spiel mit dem Urinieren“ würde Bakterien in der Harnröhre belassen und so hätte sie oft gerade Mädchen in Behandlung, die schon älter sind, wo sie die Schäden vom Abhalten beseitigen müsse.

    Kennst Du oder jemand anderes solche Argumente und kannst Sie entkräften oder ist da was dran?

    Vielleicht hat ja einer eine Antwort…
    Beste Grüße, Kerstin

    • Liebe Kerstin,
      ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sich diese Heilpraktikerin wirklich mit dem Thema auskennt. Das Abhalten ist ja eine völlig normale und in vielen Kulturen praktizierte Tradition. Die Argumentation des „loslassens“ erscheint mir jetzt sehr esoterisch. Im Gegenteil ist es ja eher so, dass Kindern anerzogen wird, dass sie in die Windel machen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie viele Problemfälle hat, die davon kommen, denn das Abhalten ist ja tatsächlich recht selten. Was natürlich stimmt: Zugunsten des Beckenbodens sollten wir Kinder nicht zwingen auf Toilette zu gehen, wenn sie nicht wollen. Aber beim Abhalten geht es ja um die Wahrnehmung und Reaktion auf natürliche Signale.

      • Hallo Susanne,
        ich danke dir sehr für die Antwort! Hab mich auch mal unter meinen Freunden, die auch Abhalten umgehört und tatsächlich sind wir alle überrascht, dass es überhaupt Gegner des Abhaltens gibt. Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass es meinen Kindern sehr gut tut und sie dieses „Angebot“ gern annehmen. Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass einfach loslassen und dann überall in seinen Ausscheidungen zu liegen so besonders natürlich und schön für ein Kind ist.
        Auch meine Hebamme hat mich positiv darin bestärkt, abzuhalten. Und meine Große (heute 4 Jahre alt und seit 3 Jahren trocken) hatte nur einmal eine ganz leichte Blasenentzündung (ich hingegen hatte das in ihrem Alter andauernd und wurde nicht abgehalten).
        Aber ich hab mir dennoch Gedanken gemacht und danke dir daher sehr für deine Antwort!

        Ich werde es weiter praktizieren und darauf achten, dass sich meine Kinder nie dabei gedrängt oder gezwungen fühlen.

        Vielen Dank und alles Gute!

    • Hawae, Amina

      Liebe Susanne, liebe Kerstin,

      Ich habe meinen Sohn von Geburt an mit stoffwindeln gewickelt und tagsüber wenn wir unterwegs sind, mit Wegwerfwindeln. Seit er ca. 10/11 Monate alt ist (heute ist er 12 Monate alt) fasst er sich viel dort unten hin, auch wenn er eine windel trägt, aber vor allem beim nackig sein. Nachts und vor allem in den Morgenstunden schläft er immer so unruhig und will jede stunde an die Brust, und ab da habe ich angefangen ihn einfach über das Klo/ die Badewanne zu halten, wenn er sich unten hingefasst hat oder nachts unruhig wurde. Anfangs hat das super geklappt – er hat richtig gestrahlt, wenn er pipi gemacht hatte und gelacht, wenn er gesehen hat, dass ich auch pipi mache und tagsüber ist es mittlerweile so, dass er kaum noch eine nasse windel hat, wenn wir zuhause sind, sogar nach den zwei Mittagsschlafchen ist die windel meist trocken. Folgendes macht mir jedoch sorgen, und deshalb schreibe ich hier:
      Insbesondere nach seinem zweiten Schlaf nachmittags wacht er auf und weint oft, macht sich steif und es kommt mir vor, als müsste er ziemlich dringend aufs Klo. Dann nehme ich ihn auf den Arm und ziehe ihm die windel aus und gehe mit ihm ins Bad und dann weint er aber so sehr, wenn ich ihn auf die Toilette setze (wir haben eine kinderklobrille) oder über die wanne halte. Er will dann unbedingt an die Brust (er sagt dann njam Nam) und kann nicht pipi machen, als wollte er nicht los lassen. Dabei weint er die ganze zeit, auch nachts neuerdings. Deshalb habe ich aufgehört ihn abzuhalten nachts. Tagsüber mache ich es noch weiterhin, wenn er dann pipi gemacht hat, hört er auf zu weinen. Allerdings komme ich mir manchmal ubergriffig vor. Vielleicht tue ich ihm Gewalt an und mit dem. Abhalten überhaupt keinen Gefallen? Was denkt ihr, hab ich vielleicht zu früh angefangen, ihn nachts abzuhalten, bzw. Kann es sein, dass ich ihn trotz meines guten willens für ihn unter Druck setze ohne es zu merken? Tagsüber lacht er wie gesagt beim pipi machen und mein Problem. Ist eben nach dem. Zweiten Schlaf und nachts, wo er sich so versteift und anspannt bis ich ins Bad gehe mit ihm, ihn abhalte. Da lässt er neuerdings nur los, wenn er nicht von mir gehalten wird sondern selbst sitzt, allerdings möchte er gleichzeitig stillen und gar nicht pipi machen obwohl offensichtlich ist, dass er ganz dringend muss. Liegt das nur daran dass er zu müde fürs nachts abhalten ist? Oder hab ich ihm womöglich schon Gewalt angetan durch das nachts aufstehen? Und meint ihr er fühlt sich von mir unter Druck gesetzt? Ich habe ihn noch nie einfach so abgehalten und gewartet / erwartet dass er jetzt pipi machen müsse. Ich frage ihn nur wenn ich sehe, wie er sich dort hinfasst oder Andere Zeichen gibt (unruhige Bein etc), ob er pipi muss und mit aufs Klo kommen möchte. Wenn er dann auf dem. Klo sitzt und wieder runter will. Nehme ich ihn sofort runter. Ich achte auch darauf, daß ich ihn nicht aus seiner gegenwärtigen spielsituation reiße. Was läuft schief bei uns? Soll ich es lassen mit dem. Abhalten?
      Ich finde nciht, dass ein Kleinkind so weinen muss, dann lieber in die windel machen oder? Was aber, wnen er nicht in die windel macht, sich versteift und offensichtlich aber muss?
      … Ich hab Angst, ihm geschadet zu haben in meinem Eifer, seine Zeichen zu lesen.
      Liebe Grüße und lieben dank für eure empfehlungen!
      Eure Amina

  4. Hallo liebe Susanne!
    Auf deinen Beitrag bin ich zufällig kurz nach der Geburt meines kleinen Sohnes gestoßen und hab mich gleich daran gemacht, es zu probieren.
    Es hat sogar schon ein paar mal geklappt und ich habe auch das Gefühl, dass der Kleine (3 1/2 Monate) sich mühe gibt, groß zu machen wenn ich ihn abhalte, es aber nicht immer klappt.

    Was meint Problem ist: Ich erkenne seine Signale nicht! Überhaupt nicht, es kommt einfach immer überraschend wenn er in die Windel macht… Er hat/hatte aber auch sehr viel mit Blähungen und schmerzhaften Pupsen zu kämpfen.

    Hast Du ein paar Tipps, wie diese Signale aussehen könnten?

  5. Liebe Susanne,
    Seit ca 2-3 Wochen versuchen wir uns am „Teilzeitabhalten“ (mein kleiner ist jetzt 5 Wochen alt). D.h. Ich halte ihn immer ab, wenn wir sowieso wickeln, was bei uns momentan meist beim Brustwechsel der Fall ist. Da muss er auch meist. Ansonsten halte ich ihn ab, wenn ich meine, Signale zu erkennen. Es funktioniert eigentlich recht gut. Zuletzt hatte ich aber vermehrt das Gefühl, dass er wenn er gar nicht dringend muss, dass Pipi regelrecht raus presst, auch wenn nur ein paar Tropfen kommen. So als denke er, er müsse jetzt machen. Dabei weint er auch kurz, bis es raus ist. Ich habe nun die Sorge, dass ihm das weh tut und ihm vielleicht sogar schaden kann. Was denkst du dazu oder hat jemand Erfahrungen damit? Ist er vielleicht noch zu klein?
    Umgekehrt habe ich das Gefühl, dass er wenn er klein muss und wir nicht gleich „zum Klo rennen“ (zB mitten beim Stillen oder wenn ich mir unsicher wegen des Signals bin), lange damit kämpft als würde er es zurückhalten. Häufig war das aber dann „Fehlalarm“ oder er hatte dann doch schon gemacht. Mit dem großen Geschäft habe ich all diese Dinge nicht bemerkt.
    Lieben Dank schon einmal, falls jemand eine kurze Einschätzung geben kann und Danke dir, Susanne, dass du deine Erfahrungen teilst und anderen Muttis weiter hilfst 🙂
    Liebe Grüße, Anna

  6. Sabrina Hischer

    Hallo Susanne,

    dein Artikel bestärkt mich mit dem Abhalten bei unserem Sohn (3Monate)weiter zu machen. Vor allem die Passage das nicht jede Ausscheidung abgehalten werden muss. Wir haben als Backup immer Stoffwindel an. Seit seiner fünften Lebenswoche habe ich damit begonnen. Vor allem das große Geschäft geht täglich gut abzuhalten. Jetzt wohnen wir direkt in der Mitte von Berlin und als wir bei meinen Eltern übers Wochenende waren ist mir deutlich der Unterschied zwischen Stadt und Land aufgefallen. Auf dem Land konnte ich ihn problemlos abhalten als wir mit dem Kinderwagen unterwegs waren. Das hat grandios funktioniert. Was mach ich aber in der Stadt? Wie kann man das Handhaben? Frustriert es mein Kind wenn ich zu 80% auf seine Signale reagiere und dann wieder nicht? Manchmal schreit er auch sehr laut beim abhalten und pinkelt dennoch. Ist das schon zwingen? Genau diesen Punkt schreckt meinen Lebenspartner davon ab zu 100% hinter der Sache zu stehen und das verunsichert mich dann auch.
    Ich habe Angst das Kind falsch zu konditionieren.
    Sei ganz lieb gegrüßt, Sabrina

  7. Liebe Susanne,

    wir haben unseren Sohn von Geburt an abgehalten, was er gern angenommen hat für viele Monate. Es gab dann Phasen in welchen er nicht mehr abgehalten werden wollte, was wir sofort respektierten. Die gingen dann nach ein paar Wochen wieder vorbei.
    Nun ist er 20 Monate und möchte sich seit Herbst nicht mehr abhalten lassen und lehnt zudem das Töpfchen ab. Ich hab den Eindruck, er möchte wirklich entweder in die Windel oder auf den Boden machen. Wir bieten ihm weiterhin immer mal wieder den Topf, und das Abhalten an, aber keine Chance. Hast du irgendwelche Anregungen/Tipps zu unserer Situation oder auch nur Ideen, woran das liegen könnte?

    Viele liebe Grüße,
    Aliena

    P.S. Dein Buch Mutter. Sein., welches ich gerade lese, ist sehr, sehr wohltuend für mich und mein Mutterideal!
    Einen tiefen Dank an dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.