Schlechtwetterspiele aus aller Welt

wir haben eine Murmelbahn gebaut

Nun ist er da, der Herbst mit seinem schönen Sonnenschein aber auch ebenso schlechten Regentagen. Regentagen, an denen alles grau ist, an denen man nicht hinaus möchte. An denen man gerne eingekuschelt auf dem Sofa mit einem Kakao und einem guten Buch sitzen möchte. Wenn da eben nicht die Kinder wären, die eben nicht den ganzen Tag auf dem Sofa eingekuschelt sitzen wollen. Jedenfalls meine nicht. Und wie schlecht das Wetter auch ist, fordern sie einen Aufenthalt im Freien ein. Und danach ist dann wieder eine Beschäftigung drinnen gefragt. Und gerade wenn die Draußenzeit so knapp ist, möchten sie Drinnen so gerne auch Dinge spielen, die sie sonst draußen spielen. Mit Sand zum Beispiel, mit Wasser oder mit den Murmeln.

 

Als schöne Abwechslung für das Draußenspiel im Sand mit Murmeln haben wir zu Hause etwas ausprobiert, das sowohl Freude beim Basteln bringt als auch im Anschluss für viele viele Spielstunden reichte: Wir haben eine Murmelbrücke gebaut. Für dieses aus Bolivien stammende Spiel nimmt man einfach einen Schuhkarton, geklebt oder bemalt ihn, malt mit einem Bleistift vier unterschiedlich große Tore auf. Über jedes Tor wird dann eine Zahl geschrieben: Die 8 auf das kleinste Tor, dann absteigend bis zur 2 beim größten Tor. Die Tore werden ausgeschnitten und schon ist das Spiel fertig. Von einer Startlinie in einigem Abstand zu den Toren wird nun versucht, die Murmeln durch die Tore zu murmeln – natürlich besonders in das mit der höchsten Punktzahl.

Die Tochter mit 5 Jahren liebt es, die Zahlen ihrer Tore auf ein Blatt Papier zu schreiben und wir rechnen dann gemeinsam aus, wie viele Punkte sie erreicht hat. Der Sohn findet Murmeln sowieso wunderbar und muss nur etwas gebremst werden in seinem Drang, die Murmeln sofort wieder aus den Toren zu holen und dabei die ganze Murmelstrecke umzuwerfen. Doch auch das gehört ja irgendwie zum Spiel dazu.

Die Idee zu dem Spiel stammt aus dem Buch „Carrom, Kreisel, Murmelbrücke. Kinderspiele aus aller Welt zum Selbermachen“, aus dem wir in diesem Herbst wohl noch einige andere Ideen für Schlechtwetternachmittage heraussuchen werden. Als nächstes probieren wir wohl das Murmelspiel „Okwe“ aus Nigeria aus.

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