Aus dem Bücherregal im Juli

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Es sind Ferien und wir verbringen viel Zeit draußen. Deswegen ist die Lesezeit etwas weniger als sonst, aber natürlich gibt es auch im Sommer die kleinen Momente des Ausruhens, besonders in der Mittagszeit und am Abend. Zeit, um zur Ruhe zu kommen in der aufregenden Ferienzeit. Um ein wenig Entspannung in den Alltag zu bringen, lesen wir momentan diese Bücher:

Das erste Buch für den Babysohn ist da. Ich erinnere mich noch daran, wie das erste Buch der großen Tochter damals vor 7 Jahren arg mitgenommen war, weil es beständig angeknabbert wurde. Es war die Raupe Nimmersatt. Für den Babysohn haben wir nun ein Popup-Büchlein aus Stoff, das ganz nach Bedarf angelutscht werden kann: Wuff. Richtig sommerlich geht es darin um einen kleinen Hund, der im Wald campt. Man sieht ihn durch den Wald rennen, daneben viele andere Tiere stehen und im Sonnenblumenfeld die Vögel aufscheuchen bevor er schließlich zum Zelt zurück kehrt. Neben dem stehenden Zelt verfügt das Buch noch über eine Knisterseite und ist farblich schön ruhig gestaltet.

Auch ein schönes Buch, das eher für den Babysohn da ist, ist Annika Kuhns „Jippieh! Endlich bist Du da„. Es ist ein Babybuch, in dem alle Erinnerungen kurz festgehalten werden können auf 60 schön gestalteten Seiten. Geschlechtsneutral gestaltet, können dort Babylocke, Fußabdrücke und geschriebene Erinnerungen festgehalten werden. Ein wirklich schöner kleiner Begleiter durch die Babyzeit.

Ein Buch der besonderen Art ist Stina Wirséns „klein„. Darin geht es um den kleinen Wusel Klein, dem es zu Hause nicht gut geht: Die Eltern Stark und Groß streiten sich immer wieder , schreien Klein an und Klein hat viel Angst. Als Groß auch noch ganz geht und Stark nur noch weint, kümmert sich niemand mehr um Klein. Glücklicherweise hat er jedoch eine aufmerksame Erzieherin, die zuhört und sich um Klein kümmert. Es ist ein beeindruckendes Buch darüber, wie es Kindern gehen muss, wenn sie in solch schwierigen Familien leben und wie wichtig es ist, dass wir alle aufmerksam sind und auf die Bedürfnisse der Kinder achten: „Denn alle, die groß sind, sollen sich um die kümmern, die klein sind. So ist das.“ Mit wenigen Worten und ausdrucksvollen Bildern können Kinder aufgeklärt werden darüber, dass elterliches Verhalten nicht angenommen werden muss, wenn es ihnen nicht gut tut und sie sich Hilfe suchen dürfen, indem sie über ihr Erleben sprechen. Für ErzieherInnen ist es ein gutes Buch, um noch einmal aufmerksam zu machen auf die Berichte der Kinder.

Ein schönes Buch, das wir schon eine ganze Weile bei uns haben, ist „Beste Freunde“ von Linda Sarah und Benji Davies. Da es so wunderschöne sommerliche Farben hat, passt es gerade jetzt gut zum Vorlesen. Zudem geht es um ein Thema, das gerade in den Ferien sehr aktuell ist: Wie Kinder zusammen spielen und sich Freundschaften entwickeln. Ben und Eddy sind nämlich beste Freunde und spielen jeden Tag mit ihren Pappkartons phantasievolle Spiele bis eines Tages Sam auftaucht, der mitspielen möchte. Auf einmal fühlt sich Ben ausgeschlossen und es scheint fast, als sei die Freundschaft beendet. Doch Eddy und Sam finden einen Weg, um Ben doch wieder einzuschließen und sind schließlich ein gutes Dreierteam.

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Und abschließend möchte ich Euch noch das Buch der Großen vorstellen, das momentan das Lieblingsbuch ist: Herr der Diebe von Cornelia Funke. Die Eltern des Geschwisterpaars Prosper und Bo sind gestorben und der kleine Bo ist bei seiner Tante aufgenommen worden, während Prosper ins Internat soll. Doch damit sie zusammen bleiben können, sind Prosper und Bo weg gerannt nach Venedig, denn davon hat die Mutter immer geschwärmt. Dort schließen sie sich einer Bande von ebenfalls ausgerissenen Kindern an, die vom Herr der Diebe angeführt wird, einem Kind, das sich um sie kümmert, aber nur sporadisch bei ihnen ist. Doch Prosper und Bos Tante beginnt eine Suche nach ihnen, die sich auf die gesamte Kindergruppe auswirkt. Als sie wirklich in ihrer Not versuchen, einen Diebstahl zu begehen, finden sie neue erwachsene Freunde und erfahren vom geheimnisvollen Karrussel der barmherzigen Schwestern. Es geht um Freundschaft, um den Wunsch nach Älterwerden und um Zusammenhalt und auch darum, dass es manchmal gut ist, sich anderen Erwachsenen anzuvertrauen.

Das sind unsere derzeitigen Favoriten. Und wie heißen Eure?

Eure
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3 Kommentare

  1. Barfuss im Sand

    Diesmal ist zwar nichts für unser Alter dabei, aber ich freue mich immer über deine guten Tipps im großen Dschungel der (Kinder-)bücher. Eins frage ich mich: warum verlinkst du immer auf den großen Monopolisten und nicht auf eine soziale oder anderweitig engagierte Alternative wie z.B. buch7.de oder seedread.de?

  2. Wir haben in den Sommerferien „Seeland“ von Anna Ruhe mit der Siebenjährigen gelesen. Es geht um Abenteuer und Freundschaft unter Kindern mit einem starken weiblichen Charakter; außerdem ist es toll illustriert. Der Tochter und mir hat es sehr gut gefallen.

  3. „Herr der Diebe“ ist für Kinder ab 10 geeignet. Das sollte man vielleicht dazuschreiben.

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