Schlaf gut: Von Traumfängern und Monsterspray

Kürzlich schrieb ich über das Schlafen und darüber, dass auch Kleinkinder oder Kindergartenkinder noch nicht unbedingt durchschlafen. Gerade bei den größeren Kindern treten in einem bestimmten Alter auch immer wieder Ängste auf: Vor der Dunkelheit an sich oder vor Monstern oder wilden Tieren, die sich im Zimmer verstecken könnten. Ich habe schon von einigen Freundinnen gehört, dass sie Monsterspray verwenden: Etwas Wasser mit berühigendem Lavendelöl in einer Sprühflasche, das die Kinder bei Bedarf einfach im Raum versprühen dürfen.

Mit meinen Kindern habe ich Traumfänger aus Peddigrohr hergestellt. Das können auch schon kleine Vorschulkinderhände verarbeiten und beim Basteln lässt es sich so gut über Träume reden und Ängste. Wünsche für gute Träume lassen sich beim Flechten hinein sprechen.

Für einen solchen Traumfänger braucht es:

  • 3 Fäden Peddigrohr
  • Garn
  • Perlen, Federn, Anhänger nach Wahl
  • ggf. Farbe

Und so geht es:

Das Peddigrohr wird erst einmal – in Ringe gelegt – einige Minuten in lauwarmes Wasser gelegt, damit es geschmeidiger wird. Dann wird der Faden zu einer Schlinge gelegt wie bei einem Knoten. Anschließend werden die Enden um diesen Kreis gewunden bis das Material aufgebraucht ist. Damit steht schon die Grundstruktur des Traumfängers.

Nun wird an einer Stelle ein Faden durch den Kreis gezogen und um sich selbst geschlungen bis zur gegenüber liegenden Seite. Dort wird er ebenfalls durch den Kreis gezogen und wieder zurück geflochten bis zur Mitte. In der Mitte angekommen werden jeweils ein Teil des Fadens nach links und rechts gezogen, so dass im Inneren ein Kreuz entsteht. Diese beiden Fäden werden wieder durch den Kreis gezogen und dann zurück geflochten zur Mitte und wieder zurück bis das Material aufgebraucht wird.

In die Mitte wird dann mit einem weiteren Strang ein Gottesauge geflochten: Hierzu wird ein Ende des Fadens recht kurz gehalten und später in einen der beiden Kreuzstränge eingesteckt. Das Kreuz in der Mitte wird dann mit dem Faden kreuzweise umschlossen. Dann beginnt das Flechten des Gottesauges: Der Faden geht vorn über einen Strang, wird entgegen dem Uhrzeigersinn hinter dem Strang geführt und geht dann geht dann seitwärts weiter zum nächsten Strang, über diesen hinweg, hinter ihm gegen den Uhrzeigersinn weiter… Dies wird so lange fort geführt, bis der Faden zu Ende ist. Dann wird er in einen der Kreuzstränge eingesteckt und auch der Anfang des Fadens versteckt.

Wer mag, kann nun dieses Grundgerüst noch mit Farbe anstreichen oder den Außenring mit dem Gottesauge durch einzelne Garnstreben verbinden. Abschließend werden dann Perlen, Federn oder eben die Sachen, die sich das Kind aussucht, am Traumfänger befestigt.

Und dann muss er nur noch aufgehangen werden. Ist übrigens auch eine schöne Idee für Kindergeburtstage.

Eure

Susanne_clear Kopie

  • Mareike

    Vielen Dank für die tolle Anleitung! Unser Kleiner leidet gerade wieder vermehrt unter seinen Albträumen. Mal sehen, ob wir sie auch mithilfe des Traumfängers in den Griff bekommen.
    Grüße Mareike

  • Danke für die Anleitung! Wobei ich die Idee mit dem „Monsterspray“ auch gut finde. Auf jeden Fall beides tolle Ideen!