Der 2. Geburtstag – Über Rosa, Legoland und Geschenke

Geburtstagstisch vor dem Aufstehen

Nun also ist der Sohn 2 Jahre alt. Ist die Geburt wirklich schon 2 Jahre her? Wo ist nur die Zeit geblieben? Er geht im Wechselschritt die Treppe hoch, spricht in vollständigen Sätzen, kennt mindestens 5 Schimpfwörter von seiner großen Schwester, spielt mit den Händen „Hund“. Er füllt gerne Flüssigkeiten um und möchte zu Hause lieber Boxershorts als Windeln tragen. Seine Lieblingsfarbe ist rosa und so kam es auch, dass er sehr genau sagen konnte, was er sich zum Geburtstag wünscht: einen rosa Schokoladenregenschirm.

In der Nacht zum Geburtstag habe ich für den Sohn eine rosa Torte gebacken. Das Rezept für diesen „Ultimate Chocolate Birthday Cake“ findet Ihr hier. Ich habe die Torte abschließend noch mit rosa Fondant bedeckt, um dem Rosabedürfnis nachzukommen. Der Sohn hat sie genau untersucht, fand sie aber abschließend zum Frühstück doch nicht besonders passend. Das könnte jedoch auch daran liegen, dass er seinen rosa Schokoladenschirm als erstes Geschenk aufgemacht und verspeist hatte.

Einige Stunden nach dem Aufstehen ging es dann ins Lego Discovery Center Berlin, in das die gesamte Familie im Rahmen der Vorstellung des neuen Duplo-Bereichs eingeladen war. Zusammen mit anderen Bloggerinnen und ihren Kindern wurde der neue, 30qm große Bauernhofbereich ausprobiert: Beide Kinder waren von der kleinen Rutsche absolut begeistert. Immer und immer wieder wurden die kleinen Treppen erklommen, um dann im kurzen Tunnel einzutauchen und mit hochstehenden Haaren aus dem Tunnel zu kommen. Mit 2 und 5 Jahren passten beide Kinder auch gut zur Zielgruppe dieses Bereiches. Etwas überrascht war der Sohn allerdings von der elektronischen Kuh: Bei Betätigung eines roten Knopfes an einer aufgemalten Duplo-Kuh ertönt aus einem Lautsprecher ein lautes Muhen. Wie es schien, war er auf diesen Effekt nicht vorbereitet und konnte das Geräusch später auch nicht mit dem ihm bekannten Geräusch von Kühen in Verbindung bringen. Doch dieses Erlebnis hielt ihn nicht von weiteren Erkundungen ab und schnell rannte er zu weiteren Attraktionen und erfreute sich auch an den Bereichen der älteren Kinder. Mit der Tochter besuchte ich einen Duplo-Workshop, in dem ein Kreisel aus Duplo-Steinen gebaut wurde samt Kreiselanstoßmaschine. Und obwohl ich auf dem Attachment-Parenting-Kongress am Wochenende zuvor über Vorraussetzungen für kindliches Lernen und kreativen Umgang mit Neuem und Herausforderungen ganz andere Dinge von Herbert Renz-Polster gehört hatte, erfreute sich die Tochter an diesem 30minütigem Zusammenbau. Um das Spiel zwischen Kindern und Eltern zu fördern, erklärt uns die Managerin, dass Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen hinein kommen und anders herum. Doch auch für Erwachsene, die gerne mal ohne Kinderlärm im Hintergrund spielen möchten hat das Lego Discovery Center Berlin vorgesorgt: Es gibt nämlich spezielle Erwachsenen-Fanabende, an denen das Legoland für Kinder geschlossen ist und nur Erwachsene hinein können. Nach zwei Stunden wilden Spielens sind die Kinder müde und wir Eltern ebenso erschöpft von vielen bunten Eindrücken. Mit kleinen Geschenketüten mit Duplo-Bauernhoftieren geht es nach Hause.

Zu Hause geht es am Nachmittag weniger bunt weiter. Freunde mit Kindern kommen zu Besuch. Es wird gelacht, geredet und zwischen uns rennen Kinder umher, bauen, spielen, lachen. Ich liebe diese Feste!

Und mit den vielen lieben Besuchen füllt sich auch der Geburtstagstisch. Der Sohn ist ganz begeistert, packt jedes Geschenk selbst aus und freut sich über die vielen tollen Geschenke. So vielfältig sind die Ideen für einen zweijährigen: Neue Ostheimerfiguren stehen neben Schraubspielen und Büchern. Ein Angelspiel wird sofort ausprobiert und erinnert mich an meine eigene Kindheit. Auch Bücher dürfen nicht fehlen. Die Playmobil-Autos erinnern mich an einen Vortrag am Samstag von André Stern: Nachdem sie aus dem Pappkarton entnommen sind, hebt der Sohn sie hoch und sagt „Ist kein Lenkrad dran! Kann ich Mann auch nicht hinsetzen! Kann Mann Arm nicht bewegen?“

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Natürlich bekommen die kleinen Gäste auch ein Geschenketütchen zum Dank. Darin befindet sich ein kleines Holzboot, eine Packung Miniknete und ein Tattoo. Als die Gäste alle gegangen sind, fragen wir den Sohn im Bett noch einmal: „War es ein schöner Geburtstag? Was hat Dir am Besten gefallen?“ „Der rosa Schokoladenregenschirm!“ ist seine Antwort.

Und was sind die Lieblingsgeschenke Eurer Kinder?
Eure

Susanne_clear Kopie

 

 

 

 

 

 

7 Kommentare

  1. Was für ein wunderschöner Geburtstag!
    Und beim letzten Satz musste ich richtig kniepern… *schnüff*

    Der Muckelito wird im Januar zwei. Mal sehen ob er auch so genau sagen kann was er sich wünscht 🙂 Und mal schauen, was wir unternehmen werden. Ich freu mich drauf.
    Zwei ist ein sehr tolles Alter!

    LG

  2. Ich bin immer wieder fasziniert, wie weit dein kleiner Mensch sprachlich schon unterwegs ist. Wow. Zum zweiten Geburtstag des Sternguckers gab es einen Ausflug ans Meer.
    Das beste Geschenk war einmal für den Wolf zu Weihnachten eine Angel und ein Eimer voller Fische (http://jademond.de/familie/geschenkt-fischlein/) Damit spielen die Kinder immer noch.
    Sehr beliebt sind grad auch Lego-Bausets. Die Tochter freute sich damals sehr über Schleich-Tiere und Feen.

  3. Klingt nach einem durch und durch gelungenen Tag! Meine Tochter wünschte sich „Schokoladenkuchen mit Marties, Mama!“ und den bekam sie auch. Das absolut liebste Geschenk ist der Kaufladen, den wir ihr eingerichtet haben. Noch Wochen nach dem Geburtstag sagte sie nach dem Mittagsschlaf: „Mein Kaufladen ist immer noch da, Mama! Meine Überraschung zum Geburtstag.“
    Und ich hatte schon Angst, dass sie ihn gar nicht gut finden könnte.
    Liebe Grüße
    Julia

  4. Hallo Susanne,
    verrätst Du mir, von welcher Firma das tolle Schraubspiel ist? Meine Tochter wird im Februar 2 und ich möchte ihr gern so etwas kaufen. Danke schon mal!
    Viele Grüße
    Denise

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