Wohin mit Kind in Berlin? Obst ernten in Potsdam

Kinder brauchen Naturerfahrungen. Schließlich ist die Natur der Raum, in dem sich Kinder seit Millionen von Jahren naturgemäß bewegt haben. Hier können sie lernen, wie die Welt funktioniert. Sie können sich erproben, können spielen, können sich in Beziehung setzen  zu anderen Dingen. Sie erfahren, wie sie ihren Körper einsetzen können: Schaffe ich es, auf den Baum zu klettern? Was ist für mich zu hoch? Kann ich über diesen Baumstamm balancieren? Am Besten ist es sogar, wenn diese Naturerfahrungen mit anderen Kindern gemeinsam gemacht werden könne. So lernen sie am Vorbild Größerer und unterstützen Kleinere. Doch in unseren großen Städten ist es oft nicht einfach, Kindern solche Erfahrungen zu bieten. Uns fehlen Ideen, wir sind es nicht mehr gewohnt. Doch es gibt sie: Die Orte, an denen Kinder Naturerfahrungen machen können. Zum Beispiel in einem Erntegarten, in dem sie selbst verschiedene Obstsorten pflücken und auch naschen können.


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Auf 50 Hektar werden in Neumanns Erntegarten Erdbeeren, Kirschen, Äpfel, Himbeeren, Pflaumen, Birnen, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Tafelwein angepflanzt. Selbst geerntet werden kann von Juni bis September/Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr. Körbchen gibt es für 50 Cent auf dem Hof und dann kann es los gehen: Gemeinsam wird mit den Kindern der Erntegarten betreten. Zwischen den Bäumen lässt es sich schön umher rennen und natürlich macht es den Kleinen auch Spaß, selber mal auf eine der Leitern steigen zu dürfen und aus dem Pflaumenbaum die weichen, süßen Pflaumen zu pflücken. Bei den Brombeeren heißt es dann aufgepasst: Hier gibt es Stacheln und man muss acht geben, nicht daran hängen zu bleiben. Auch die Himbeeren können etwas pieken. Doch all das sind schöne Erfahrungen für Kinder. Hier sehen sie, an welchen Bäumen oder Sträuchern das Obst wirklich wächst und lernen auch, dass die Ernte gar nicht so einfach ist. Natürlich ist auch das Probieren zwischendurch erlaubt und hier und da wandert eine Brombeere nicht direkt ins Körbchen.

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Wer zu  wenig Inhalt im Körbchen hat, kann dann im Hofladen bereits gepflückten Nachschub erwerben. Hier auf dem Hof kann auch eine kleine Pause eingelegt werden. Der Spielplatz lädt die Kinder zum Toben ein und die Eltern können nebenbei einen Moment ausruhen und eine Kleinigkeit aus der Küche oder dem Hofladen essen oder trinken. Tiere gibt es auch zu betrachten: Schweine, Esel, Gänse und Hühner gibt es gleich neben dem Spielplatz.

Insgesamt ist es ein schönes Ausflugsziel mit Kindern bei gutem Wetter und bietet gerade für Stadtkinder sehr schöne Naturerlebnisse.

 

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