Monat: April 2013

Schlaffe Brüste? Nicht vom Stillen!

Man hört oder liest es immer wieder: Stillen soll die Brüste schlaff machen. Stimmt aber nicht, wie Ärzte, Hebammen und Stillberaterinnen immer wieder kontern, denn: Brüste verändern sich bereits in der Schwangerschaft und auch das Alter trägt dazu bei, dass sie sich optisch verändern. Wer sich keine Veränderungen an der Brust wünscht, sollte eben weder altern noch schwanger werden noch große Gewichtsschwankungen mitmachen. Und um dieses alte Vorurteil anschaulich zu entkräften, hat Kristina Seifert nun das Buch „Stille Brüste – Das Fotobuch für die Stillzeit und danach“ veröffentlicht. Sie bat 50 Frauen zwischen 21 und 71 Jahren vor die Kamera und hielt fest, wie ihre Brüste heute aussehen nach unterschiedlich langen Stillzeiten und was sie sonst über das Stillen erzählen wollen.


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Warum es Babys, die nicht krabbeln wollen, nicht gibt – die normale Bewegungsentwicklung des Kindes – Teil 1

Besonders in der heutigen Elterngeneration ist er vertreten, der Spruch: „Als Kind wollte ich nicht robben oder krabbeln, sondern habe gleich mit dem Laufen angefangen, sagt meine Mutter.“ Und weil diese Aussage so weit verbreitet ist, nehmen viele Eltern auch heute dies als Tatsache hin und gehen selbst davon aus: „Also er mag es so gerne, wenn ich ihn hin stelle und er sich an meinen Händen fest halten kann. Er wird das Krabbeln wohl ausfallen lassen und gleich laufen.“ Aber was ist dran an diesem Mythos über das Kind, das nicht krabbeln will? Warum sollte die Natur etwas wie krabbeln eingerichtet haben, wenn es nicht notwendig ist? Oder steckt doch etwas anderes dahinter?


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Babys brauchen keine Frühförderung, sondern Feinfühligkeit

Wir wissen es längst: Die ersten Jahre des Lebens sind besonders wichtig. Doch nicht erst ab der Geburt wird der Grundstein für das weitere Leben gelegt, sondern schon in der Schwangerschaft. Wie sich Kinder entwickeln, wie sie körperlich und seelisch gesund bleiben, all das hat seinen Ursprung in der Schwangerschaft und den folgenden Jahren. Deswegen achten Eltern heute ganz besonders darauf, ihren Kindern möglichst viele Anregungen zu geben, sie eben zu „fördern“. Anne-Ev Ustorf zeigt in ihrem Buch „Allererste Liebe: Wie Babys Glück und Gesundheit lernen„, dass es aber gar nicht auf irgendwelche Kurse und Forscherkrippen ankommt, sondern einzig darauf, dass wir eines der Grundbedürfnisse des Kindes wirklich erfüllen: das Bedürfnis nach verlässlichen, liebevollen und feinfühligen Eltern.


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Das Baby-Led Weaning Experiment: Wie mein Baby ohne Brei mit dem Essen beginnt – Ein Tatsachenbericht Teil 2

Ist das Baby nun bereit für die erste Beikost, das heißt, es kann (fast ohne Hilfe) aufrecht sitzen, Dinge mit der Hand ergreifen und selbständig zum Mund führen, stellen sich für Eltern die Fragen: Wie beginne ich nun wirklich mit Baby-Led Weaning? Welches Essen ist geeignet und welches nicht? Muss ich irgendwas beachten?

Baby-Led Weaning ist eigentlich ganz einfach: Das Baby isst ab dem Zeitpunkt, an dem es bereit ist, einfach mit. Doch für uns ist dies gar nicht so einfach, denn schließlich haben wir über Jahre von allen Seiten gehört: Babys langsam an Beikost heran führen. Nicht zu viele unterschiedliche Lebensmittel geben, sondern langsam Neues einführen und sehen, wie das Kind es verträgt. Karotten sollen Verstopfung machen, Pastinaken eher abführen. Und bei Brot ist man sich mittlerweile ganz unsicher: Früh mit Gluten vertraut machen oder lieber spät, damit keine Zöliakie entsteht? Und was ist eigentlich mit Milchprodukten?
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Herz vor Gehirn – Wenn es den Kindern schlecht geht, hilft manchmal auch alles Wissen nichts

Ich habe in meinen Kursen schon oft von Fieberkrämpfen berichtet. Wenn wir über Hausmittel in der Erkältungszeit und den Umgang mit Fieber sprechen, sind auch Fieberkrämpfe oft ein Thema. Ausgelöst wird ein Fieberkrampf durch einen plötzlichen Temperaturanstieg – also ist nicht eine hohe Temperatur an sich ausschlaggebend. Der Fieberkrampf kann ganz am Anfang auftreten, wenn das Kind schnell Fieber bekommt oder auch während des Fieberns. Tritt ein solcher Fieberkrampf auf, verliert das Kind kurz das Bewusstsein, es kommt zu Krämpfen. Auch Grimassen oder Augenrollen sind möglich. Die Atmung kann kurz aussetzen. Oft sieht es schlimmer aus, als es wirklich ist. Soviel also zur Theorie. Und dann erlebte ich einen Fieberkrampf.


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Das Baby-Led Weaning Experiment: Wie mein Baby ohne Brei mit dem Essen beginnt – Ein Tatsachenbericht Teil 1

Es klingt verlockend: Babys können auch ohne Babybrei aufwachsen? Kein lästiges Gläschen vorkochen oder kaufen, keine schmierigen Mahlzeiten, bei denen die Kleidungsstücke aller Beteiligten porentief mit Karottenbrei bedeckt werden. Keine Angst, ob unterwegs ein Fläschchenwärmer aufgetrieben werden kann, damit das Baby den Geflügel-Kartoffel-Brokkoli-Brei auch warm erhält. Baby-Led Weaning (kurz: BLW) bedeutet einfach: Das Baby isst ganz normale Kost. Aber wann ist ein Baby überhaupt bereit dazu?
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