Schlagwort: Mutterkuchen

Bericht einer Hausgeburt

Meine Tochter habe ich im Frühling 2009 im Geburtshaus geboren. Es war eine schöne Geburt: eine angenehme Atmosphäre, Kerzenschein, Ruhe, konstante Betreuung von einer Hebamme, die ich schon die ganze Schwangerschaft über kennen lernen konnte. Für mein zweites Kind habe ich mir trotzdem einen anderen Geburtsort gewünscht. Denn was an der Geburt im Geburtshaus störte, war der Weg nach Hause danach und insbesondere das Treppensteigen nach der Geburt. Auch versprach ich mir noch mehr Intimität von einem Ort, an dem ich mich ganz und gar wohl fühlen würde: unsere Wohnung. Für mein zweites Kind, das im Herbst 2012 zur Welt kommen sollte, wünschte ich eine Hausgeburt.
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Hausgeburt – warum, wie und was brauche ich dafür?

Hausgeburten sind in Deutschland selten. Laut Qualitätsbericht 2010 der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (Quag) lag die Anzahl der geplanten außerklinischen Geburten 2010 bei 10 699, davon fanden lediglich 3709 Geburten zu Hause statt. Gründe gegen die Hausgeburt scheinen besonders auf einem Argument zu lasten: Eltern entscheiden sich lieber für die Geburt im Krankenhaus, um „auf der sicheren Seite“ zu sein, falls doch eine Komplikation auftritt. Immer wieder warnen Krankenhäuser und Ärzte vor Geburten außerhalb des Kreißsaals. Doch welche Gründe gibt es eigentlich, die für die Geburt zu Hause sprechen? Und wie hoch ist das Risiko tatsächlich, dass eine Hausgeburt wegen eines Notfalls abgebrochen werden muss? Was gilt es zu beachten, wenn eine Hausgeburt angestrebt wird?


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Plazenta, Nabelschnur, Eihäute – Traditionen, Rituale, Verwendungsmöglichkeiten

schwangerschaft

Was ist was und wofür ist es da?

Die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt, entwickelt sich  neben dem Embryo aus der befruchteten Eizelle. Nach der Implantation der Plazenta in der Gebärmutterwand übernimmt sie etwa ab dem 11. Schwangerschaftstag die Versorgung des Embryos. Sie breitet sich dabei zum Einen auf einer größer werdenden Fläche der Gebärmutterwand aus, wächst zum Anderen aber auch in die Tiefe und nimmt mit dem Blutkreislauf der werdenden Mutter Kontakt auf, damit die Versorgung des Embryos mit Sauerstoff und Nahrung gewährleistet werden kann. Da sie aus demselben „Ursprungsmaterial“ wie der Embryo entstanden ist, hat sie auch dieselbe DNS wie dieser. Dabei ist zu beachten, dass der Blutkreislauf der Mutter und der des Kindes getrennt bleiben und nur ein Sauerstoff und Nährstoffaustausch stattfindet. Dies erfolgt dadurch, dass die fetalen Blutgefäße durch Zellschichten von den mütterlichen Blutseen getrennt sind. Die Trennschicht bildet die Plazentaschranke. Diese Schranke schützt vor dem Eindringen von Mikroorgnismen und großmolekularen Stoffen. Die Plazenta ist neben der Versorgung des Säuglings mit Nährstoffen auch für die Hormonproduktion zuständig, u.a. für die Produktion des Progesterons, da sie diese Produktion ca. sieben bis acht Wochen nach der letzten Menstruation selbst übernimmt und nicht mehr auf die Eierstöcke als Hormonproduzent angewiesen ist. Die Produktion des Hormons spielt später auch eine wichtige Rolle beim Einsetzen der Wehen, da bei einem gleichbleibendem bzw. steigendem Progesteronspiegel die Muskulatur der Gebärmutter entspannt bleibt, bei einem Sinken jedoch ein Zusammenziehen der Muskulatur erfolgt und die Wehen somit einsetzen. Auch dei Produktion anderer Hormone, wie HCG, Östrogen und HPL gehört zu den Aufgaben der Plazenta.
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