Montage – Tipps gegen den Stress am Wochenanfang

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Kürzlich wurde ich hier auf dem Blog zu einem der „Wochenenden in Bildern“ gefragt, ob denn immer alles so harmonisch sei oder ob es auch mal Probleme geben würde. Natürlich gibt es die. Und zwar besonders an Montagen. An Montagen wie heute, an denen ich den Flachbildfernseher aus Versehen mit dem falschen Reinigungsmittel abgewischt habe, ich mit dem Auto unglücklich gegen den Bordstein geprallt bin, so dass die Radkappe irgendwie defekt ist. An Tagen wie heute, an denen ich schon gestresst bin von all den Dingen, dann mit zwei Kindern an der Supermarktkasse stehe und der Sohn sagt, dass er dringend raus muss, um Pipi zu machen.

Montage sind immer besonders schwierig bei mir. Am Wochenende hat sich viel angetürmt: Wäsche, Spielzeug ist noch verstreut und niemand hat am Wochenende so richtig aufgeräumt und sauber gemacht, weil wir die Zeit zusammen genossen haben. Am Montag muss oft auch eingekauft werden, weil der Kühlschrank leer ist. Im Speiseplan ist das bereits berücksichtigt, denn der Montag ist unser Nudeltag und die gibt es vorrätig immer im Schrank. Am Montag sind auch die Kinder immer etwas durch den Wind und mit der Umstellung vom Wochenende beschäftigt. Windelfrei ist an diesem Tag immer schwierig, an dem recht viel daneben geht. Der Sohn schläft auch gerne schon früher ein zum Mittagsschlaf als sonst, so gegen 10 Uhr und ist dann am Nachmittag schon müde und schlecht gelaunt. Die Tochter möchte nur kurz im Kindergarten sein, um kurz mit den Freunden zu spielen, möchte aber auch gerne schon bald nach Hause. Mittagskind also. Ach ja, und Montag ist natürlich der Beginn der Arbeitswoche und ich muss Mails beantworten, Hausbesuchstermine planen, Rechnungen verschicken etc. Kurz und knapp: Montage sind stressige Tage.

Ganz ehrlich, diesen Satz kennen wir alle: Wenn Du Dich beeilen musst, gehe langsam. Und er stimmt. Immer wieder an Montagen stelle ich fest, dass er stimmt. Denn jedes Mal wieder versuche ich, alles zu schaffen. Und dann geht hier und da was schief, weil es einfach zu viel ist, weil ich hier und da etwas anpacke und mich nicht genug auf eine Sache konzentriere. Deswegen teile ich heute mit Euch meine 10 wichtigsten Regeln für Montage:

  1. Mach Dir eine Liste mit all den Dingen, die Du zu tun hast (schon am Sonntag). Bei mir liegt immer ein Notizblock auf dem Schreibtisch, auf dem ich dann und wann im Vorbeigehen Sachen aufschreibe, die mir einfallen.
  2. Suche die wichtigsten Dinge aus der Liste aus und versuche, sie zu erledigen.
  3. Dabei nicht viele Dinge gleichzeitig anfangen, sondern die Liste Stück für Stück abarbeiten und immer erst eine neue Aufgabe anfangen, wenn eine abgeschlossen ist.
  4. Lass Dich nicht hetzen: Gehe nicht bei rot über die Ampel, weil Du schneller sein willst, renne nicht zur Bahn oder zum Bus. Bleib ruhig. Du kannst auch die nächste Bahn nehmen.
  5. Gönne Dir Pausen. Nach jeder größeren Pause eine kleine Pause einlegen. In Ruhe ein erfrischendes Getränk trinken, einen Kaffee zubereiten und genießen, ein paar Erdbeeren.
  6. Erkläre Deinen Kindern, dass heute ein anstrengender Tag ist und Du heute etwas gestresst bist – so kann Konflikten vielleicht schon vorgebeugt werden und man kommt zusammen ins Gespräch.
  7. Gehe nur ans Telefon, wenn es unbedingt sein muss (gehe ans Telefon, wenn das Telefonat unter 5 zu verzeichnen ist, z.B. wenn es Deine Freundin ist, die anruft).
  8. Keine ausgefallenen Dinge am Montag: Keine Kinderverabredungen, keine besonderen Backaktionen, die noch mehr Unordnung machen, keine Schuh- oder Bekleidungseinkäufe – schon gar nicht für die Kinder.
  9. Kuschelige und ruhige Beschäftigungen mit den Kindern am Nachmittag: Bücher lesen, basteln, malen.
  10. Würdige Deine Arbeit am Abend: Sei stolz auf das, was Du alles erreicht hast. Sei nicht verärgert, weil Du nicht alles geschafft hast, denn meistens würde das niemand schaffen.

Der nächste Montag wird bestimmt besser.

Sind Eure Montage eigentlich auch so? Habt Ihr weitere Tipps für den Wochenstart?

2 Kommentare

  1. gute Tipps !!! lieber jeden Tag ein bisschen etwas „gut“ schaffen, als viele Aufgaben nur anzureissen und nicht vernünftig zuende zu bringen.

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