Der perfekte Sandkasten – Wir bauen eine Matschküche

Die ersten Sonnenstrahlen und warmen Tage haben die Spielplatzsaison eingeläutet. Wohin man auch sieht: Die Spielplätze sind wieder gefüllt, Eltern und Kinder tummeln sich im Sand. Auch bei uns hat der Frühling Einzug gehalten und lockt die Kinder hinaus. Deswegen ist es höchste Zeit, den Garten herzurichten und den Kindern einen schönen Spielbereich im Garten einzurichten.

Spielplätze müssen der Kreativität Raum lassen

Generell finde ich Spielplätze befremdlich, die Kindern alle Handlungen schon vorgeben und keinen Raum mehr für das eigene Entdecken und Handeln lassen. Da gibt es eine Rutsche, die zum Rutschen da ist, eine Schaukel, die zum Schaukeln dient. Viele Orte lassen der Kreativität wenig Raum. Und wenn die Kinder sie dann doch ausüben und Sand auf die Schaukel schippen oder die Rutsche hochlaufen, werden sie vielleicht noch von Eltern angeschimpft, weil sie sich nicht so verhalten, wie sie es sollten, wie das Spielzeug es ihnen vorgibt. Dabei sollten Spielorte für Kinder viele Möglichkeiten offen halten, zum Experimentieren und Entdecken einladen.

Unter diesem Gesichtspunkt habe ich mir Gedanken zu unserem Garten gemacht und entschieden, dass es ein Ort werden soll, der den Kindern verschiedene Möglichkeiten offen lässt. Sandkasten ist nämlich nicht gleich Sandkasten. Ein Sandkasten soll ein Ort sein, an dem ein Kind ganz frei matschen, bauen, spielen kann. An dem es Raum hat und verschiedene Materialien, die ihn zum Ausprobieren einladen.

Die Matschküche – Ort für kreatives Chaos

Unter all diesen Gedanken wurde für mich klar: Für die Kinder möchte ich eine Matschküche bauen. Ein Ort, an dem sie ganz nach ihrem eigenen Bedarf hantieren können. Verschieden große Behältnisse und Materialien sollen zum Spiel einladen und ihnen die Möglichkeit geben, damit anzustellen, was sie wollen.

Bau einer Matschküche

In der Matschküche wird gematscht, zusammengefügt, mit Wasser geschüttet und die einzelnen Behältnisse sollen einen Unterschlupf finden:  Für das Spiel selbst würden verschiedene Schüsseln, Kannen, Eimer und Flaschen notwendig sein – hierzu musste der Küchenschrank einmal genau betrachtet werden, was nicht mehr benötigt werden würde.

Schritt für Schritt zum Spielparadies

Zuerst wird der Sandkasten aufgebaut. Das geht schnell und einfach: Die Holzbalken werden ineinander gesteckt und abschließend verschraubt.

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Steht der Sandkasten, kann die eigentliche Matschküche gebaut werden. Das geht ganz einfach: In ein Brett werden zwei Löcher für zwei Metallschüsseln geschnitten. Achtung: Der Ausschnitt muss kleiner sein als die Schüsseln, damit sie später auch darin halten.

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Rechts und links werden nun gleichhohe Bretter angeschraubt. Je nach Größer der Kinder kann die Höhe variieren; ich habe mich für eine Höhe von 60cm entschieden.

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Als Ablagefläche habe ich ein weiteres Brett parallel zum Lochbrett festgeschraubt. An die Rückseite wurden ebenfalls zwei Bretter geschraubt mit einer langen Holzlatte als Verbindung, an die verschiedene Dinge gehängt werden können.

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Um der Matschküche noch einen hübscheren Ausdruck zu geben und sie älter wirken zu lassen, habe ich das Holz mit Holzlasur behandelt.

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Als Material haben die Kinder Sand, Erde, Steine, Wasser, Stöcke und Gras zur Verfügung. Nach Wurzeln und Baumstümpfen, die als Hocker und Kochstellen genutzt werden können, suchen wir noch. Wie ich die Kinder kenne, werden sicher noch ein paar mehr Alltagsdinge aus dem Haus in die Matschküche verschwinden.

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