Lieblingsspiel im 15. Monat: Umschütten, Füllen, Fühlen

 

Im letzten Monat lag das Stecken und Sortieren ganz weit vorne. In diesem Monat nun hat es sich etwas verändert. Noch immer ist unsere „mobile Spieleinheit“, die Holzkiste, ganz weit vorn in den Lieblingsspielsachen. Doch nun sind es nicht mehr nur die Steckspiele, die hier hinein kommen. Nun gerade ist nämlich das Umschütten, Umfüllen und Befühlen von verschiedenen Materialien wichtig.

Vielleicht kennt Ihr das: Ihr sitzt am Essenstisch und das Kind kippt den Inhalt den Trinkbechers in den Teller. Am Liebsten auch gleich wieder zurück – irgendwie. Hin und her. In der Badewanne kann das wunderbar gespielt werden, wenn man dem Kind einfach verschiedene Becher, Trichter etc. anbietet.

Nun ist aber leider nicht immer Badezeit und Kleinkinder müssen auch nicht jeden Tag in die Wanne – besonders nicht im Winter, wenn die Haut durch die äußeren Einflüsse sowieso schon empfindlich ist. Eine Alternative für den Umfüllspaß haben wir deswegen in unserer Holzkiste gefunden. Es kommen verschiedene Schüsseln aus unterschiedlichem Material hinein, dazu Löffel und Kellen etc. und dann natürlich das Schüttmaterial: Linsen machen sich ganz wunderbar! Aber auch große Bohnen sind herausfordernd für den Sohn. Und (fast) alles bleibt in der Kiste und kann so lange bespielt werden, ohne dass über das gesamte Zimmer Linsen, Bohnen oder Reis verteilt sind.

 

Und was bringt dieses Spiel nun? Kritische Stimmen werden vielleicht sagen: Mit Essen spielt man nicht! Aber es ist eine wunderbare Erfahrung für den Tastsinn, die Hände (oder gerne auch mal die Füße) in die verschiedenen Behältnisse  zu stecken, die Finger darin zu bewegen, die Linsen durch die Finger rinnen zu lassen… Mit dem Umfüllen können Kinder Experimente machen: Passt der Inhalt des kleinen Topfes auch in einen großen? Und wenn der große Topf ganz befüllt ist, geht das dann in den kleinen Topf hinein? Sie üben ihre Feinmotorik, indem sie lernen, Dinge von einer Schüssel in die andere zu schütten. Anfangs vielleicht geht noch viel daneben, aber es wird immer genauer. Alle Materialien können eine lange Zeit lang wiederverwendet werden (oder im Kaufmannsladen untergebracht werden) und manchmal lohnt auch ein Blick in den Schrank, wenn Reis oder Hülsenfrüchte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum weit überschritten haben, noch eine Verwendung finden wollen.

4 Kommentare

  1. Danke gute Idee. Wir probieren mit einer Glasschüssel, einer Kelle und weißen Bohnen herum. Eigentlich habe ich diese meinem Kleinenn schon mit etwa 18 Mon. angeboten, sie dann aber doch wieder weggenommen, weil die Bohnen überall herumlagen. 3 MOnate später gehts shcon besser und die Bohnen wurden wieder herausgezaubert. Was ich richtig gut finde, ist die Idee mit der Holzkiste. Die Schüsseln sind, wenn ich es richtig verstanden habe, alle in einer Holzkiste und landen somit nicht überall. … darauf bin ich noch nicht gekommen. Werde mich mal nach einer Kiste/Karton umschauen.

  2. kleine Lachfrau

    Das liest sich gut. Wie groß ist eigentlich diese Spielkiste? Ich überlege, uns aucheine zu bauen…
    Vielen Dank im Voraus!

  3. Landpommerle

    wie simpel und doch spitzenmässige iddee. manchmal sieht man vor lauter Wald die Bäume nicht. danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.