Wochenende in Bildern 14./15. Juli 2018

Unser zweites Ferienwochenende startete zunächst ein wenig chaotisch, nachdem wir eigentlich schon auf dem Land sein wollten, es dann aber nicht geschafft hatten, am Vortag loszufahren, weil eines der drei Kinder einen solchen Wutanfall hatte, dass ein Loskommen unmöglich war. Familienleben bedeutet eben doch auch oft Umplanen und tatsächlich brachte dieses Umplanen die einzig wirklich gute Lösung für die Situation.

Aufgrund dieser ungeplanten Umstände gab es jedoch am Samstagmorgen zunächst kein Frühstück und wir besuchten eines der Lieblingscafés, um jeder ein Schälchen Porridge mit Lieblingstopping zu essen. Nach dem großen Wochenendeinkauf wurde selber weiter gekocht und gegrillt – mal mit Rezept, mal ohne improvisiert. Jedes Wochenende fragen wir uns, ob wir nicht zu viel Obst oder Gemüse gekauft haben und stellen dann fest, wie schnell es weg geht. Oft schon auf dem Weg nach Hause wird eine Schale Erdbeeren oder ein Pfirsich gegessen, dann hier und da ein Apfel zwischendurch… Vielleicht wiegen wir am nächsten Wochenende mal das gesamte Obst, um zu sehen, wie viele Kilo an so einem Wochenende verspeist werden.

Was gefällt, ist manchmal ganz unterschiedlich. Die Kinder hier haben zum Teil sehr verschiedene Vorstellungen von ihren Freizeitbeschäftigungen. Manchmal lassen sich gute Kompromisse oder Gemeinsamkeiten finden. Manchmal entsteht Harmonie nur dadurch, dass jedes Kind seinen eigenen Bedürfnissen ungestört nachkommen kann.

Auch für uns Erwachsene ist die Ferienzeit manchmal eine Herausforderung, wenn alle Kinder zu Hause sind und wir dennoch arbeiten (müssen). Hier heißt es dann, gut zu planen, Zeiten einzuteilen und jedem Freiraum auch ohne Kinder zu ermöglichen. In dieser Woche ist viel Arbeit bei mir liegen geblieben bzw. neue Aufgaben sind hinzu gekommen und wollen am Wochenende erledigt werden. Im Garten sitzend lässt sich bei der Arbeit auch das Wochenende  und Wetter genießen.

Aber neben Spiel und Arbeit sind die Ruhepausen wichtig, die im Alltag so schnell übersehen werden. „Ich kann ja noch hier schnell…“, „Ich räume noch eben den Geschirrspüler aus…“. Es tut so gut, sich kurz auch hinzulegen und die Ruhe zu genießen, zu entspannen und dem ruhigen Atem eines kleinen Wirbelwindes zuzuhören.

Und wie war Euer Wochenende?
Eure

 

5 Kommentare

  1. Du hast so recht, bei uns blieben die Pausen an diesem hektischen Wochenende auch aus, so sehr waren wir darauf gerichtet, Arbeiten und Kinderdinge unter einen Hut zu bekommen, und nun bin ich völlig erledigt.. Ich male mir das fürs nächste Wochenende fett oben auf die To Do Liste! 🙂

  2. Deine ehrlichen Familienberichte mit all den Höhen aber auch Tiefen gefallen mir sehr gut! Das vermisse ich oft auf anderen Blogs, denn Bullerbü ist nun mal nur eine Seite des Ganzen.
    Ja, die Pausen sind sehr wichtig und gehen im Alltag leider oft unter, wir sind noch mitten drin im Hamsterrad, in Baden-Württemberg müssen wir bis nächste Woche noch auf die Ferien warten.
    Der Sommer ist mit Kindern sehr schön aber auch sehr anstrengend, da es so viele Aktivitäten und Feste gibt und sie später einschlafen. Euch alles Gute

  3. Liebe Susanne
    Habe heute erst diesen Beitrag gelesen und mich gefragt, wie ihr das macht in der beschriebenen Situation: ein Kind bekommt einen Wutanfall, ihr könnt nicht wie geplant auf‘s Land fahren und verschiebt die Abfahrt um einen Tag. Aber da sind ja noch zwei weitere Kinder, die sich so sehr gefreut haben, heute zu fahren und nicht morgen. Wie erklärt ihr Ihnen, dass sie ihre Bedürfnisse jetzt zurückstellen müssen? Wir haben auch drei Kinder und es gibt immer wieder mal solche Situationen. Meine Kinder sind schon etwas älter und benennen ihren Frust darüber dann auch. „Warum müssen wir jetzt zurückstecken wegen ihr/ihm. Das ist unfair.“ Ja, damit haben sie recht, und trotzdem hat auch das andere Kind seine Bedürfnisse. Wie löst ihr das auf?

    • Liebe Wiebke,
      zuerst finde ich noch einmal wichtig immer wieder zu sehen: Was sind Bedürfnisse und was sind Wünsche. Oft werden diese beiden Begriffe synonym verwendet, aber in Hinblick auf den Familienalltag ist es sehr wichtig zu unterscheiden. Bedürfnisse sind das, was das Kind wirklich braucht. Kein Kind muss aufs Land fahren oder muss jetzt ein Eis essen oder oder oder. Das Bedürfnis dahinter ist zu betrachten, wenn ein Kind enttäuscht ist: Bedürfnis nach Zeit mit Familie, Bedürfnis nach Zeit mit Freunden,… Und wenn man dieses Bedürfnis erkannt hat, dann ist es auch einfacher, Alternativen vorzuschlagen für die Kinder, weil es nicht um direkt eine bestimmte Handlung geht. Natürlich bleibt dann Enttäuschung, aber es ist nicht ganz so schlimm, wenn Alternativen genannt werden können und es entlastet auch die Eltern, wenn man sich den Unterschied zwischen Wunsch und Bedürfnis vor Augen führt.

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