Wochenende in Bildern 01./02. Oktober 2016

An diesem Wochenende waren wir als Familie und ich als Referentin in Hamburg beim Attachment Parenting Kongress. Für mich bedeutete das viele Gespräche, Treffen mit „alten Bekannten“ wie Nicola Schmidt und Julia Dibbern von artgerecht, Nora Imlau und Katia Saalfrank und lieben Bloggerinnen wie Rebecca von Elfenkind, Andra von Runzelfüßchen, Katja vom Gewünschtesten Wunschkind, Kathrin von ÖkoHippieRabenmütter und vielen anderen.

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Samstagmorgen gibt es erstmal kein richtiges Frühstück. Wir müssen nach Hamburg und die Bahn hat unsere Abfahrtszeit um eine halbe Stunde nach vorn verschoben, wie wir morgens per Email erfahren.

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Die Bahnfahrt ist auch dementsprechend ungemütlich, denn die Reservierungen stimmen nicht mehr. Das gebuchte Kleinkindabteil sind nun 4 Plätze im Familienbereich im Großraumwaggon. Aber da ist natürlich wenig Platz zum Krabbeln und wir müssen auf den Gang ausweichen.

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Endlich im Hotel in Hamburg angekommen, gibt es die nächste Überraschung: Das gebuchte Familienzimmer ist nicht vorbereitet und wir werden in einem normalen Doppelzimmer einquartiert. Uns wird versprochen, dass ein weiteres Bett später hinein gestellt wird.

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Der erste Vortrag, den ich mir anhöre, ist von Sibylle Lüpold und handelt vom großen Thema „1001 Kindernacht“. Aus der Perspektive des Kindes geht sie darauf ein, was Babys zum Schlafen brauchen und zeigt auch einen Blick auf andere Kulturen, in denen es nicht die Erwartung gibt, dass Kinder schon im Kleinkindalter allein schlafen/durchschlafen und wie dort die Rahmenbedingungen zum Schlafen aussehen. Ein entspannter Vortrag, der zeigte, dass unsere erwachsenen Vorstellungen und Erwartungen es einfach oft sind, die es uns so schwer machen.

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Im Foyer ist für das leibliche Wohl gesorgt und es gibt Duftendes und Wohltuendes neben Massagen. In den Pausen treffe ich hier liebe andere bekannte Gesichter von Twitter und anderswo und auch eine meiner Lektorinnen vom Kösel Verlag.

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Am Nachmittag berichte ich von „Eltern und BeraterInnen im Netz – Chancen, Risiken, Grenzen“ und gehe dabei besonders darauf ein, dass Elternblogs sich als neues Medium der Eltern-zu-Eltern-Beratung ausgebildet haben. Dies hat durchaus Vorteile, da es ein niedrigschwelliges Angebot ist, birgt aber auch Gefahren, da es oft keine fachspezifische Qualifikation gibt (anders als bei anderen Eltern-zu-Eltern-Beratungen wie durch die AFS) und einige Artikel dennoch den Anspruch haben, aufzuklären bzw. eigene Ansichten zu rechtfertigen oder zu verbreiten. Zudem nimmt auch das Vorhandensein von (zum Teil ungekennzeichneter) Werbung einen Einfluss auf Eltern, der anders ist als bei anderen Beratungsangeboten, da durch die persönlichen Geschichten der BloggerInnen (Storytelling) die Werbung anders aufgenommen wird. Der Vortrag war schon im Voraus ausgebucht und es ergab sich noch eine schöne Diskussion um die Inhalte und Werbehonorare im Anschluss. Einen interessanten Artikel dazu gibt es auch hier bei der Zeit. Bald spreche ich in Berlin über „Achtsames Bloggen“, wo einige Aspekte des Vortrags auch noch einmal angesprochen werden.
Der Babysohn war in dieser Zeit mit meinem Mann und den Kindern in Hamburg unterwegs und es war das erste Mal, dass ich so lange von ihm getrennt war.

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Danach ist auch schon Abend und wir gehen mit Anja von Von guten Eltern und Silke Plagge von der Lilliput Lounge indisch essen. Dort können wir auf dem Fußboden sitzen, was besonders für mein Krabbelkind praktisch ist.

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Die Kinder sind müde und wir Eltern erschöpft vom Tag. Deswegen geht es schnell zurück ins Hotel. Dort wurde aber vergessen, das weitere Bett ins Zimmer zu stellen und so muss ein Teil der Familie auf dem Fußboden schlafen.

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Frühstück am Sonntag im Hotel.

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Danach besuche ich mit Baby den Vortrag meiner Freundin Anja.

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Bei Anja geht es um Beikost und Breifrei. Obwohl ich schon einige Vorträge von ihr gehört habe und wir ja auch schon zusammen Weiterbildungen dazu gehalten haben, ist es auch dieses Mal wieder interessant. Als der Babysohn müde wird, gehe ich aber früher raus.

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Schließlich sehen wir uns noch einen Teil des Vortrags von Joachim Bensel an. Darin geht es um den ersten „Weltenwechsel“ in die Kita und auch er beschreibt eindringlich, dass wir hierzulande zu viel von unseren Kindern erwarten und sie nicht überfordern dürfen, was sich nachteilig auf die Bindung auswirken kann. Er spricht von Studien, nach denen Kinder etwa 12 Monate brauchen, um sich an eine neue Betreuungsperson zu gewöhnen und gibt Tipps zu einem sanften Übergang.

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Erschöpft nach diesen zwei Tagen machen Anja und ich noch eine kleine Pause und Nachbesprechung im Park, dann geht es mit der ganzen Familie in der Bahn zurück nach Berlin.

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Die Kinder wünschen sich noch buntes Gebäck für die Fahrt.

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Bis 2018 dann!

Und wie war Euer Wochenende?
Mein Mann hat übrigens hier auch etwas über seine letzten Tage geschrieben.
Eure

Susanne_clear Kopie

  • Sonnenshyn

    Ich kann mich leider schon wieder nicht verlinken. 🙁

    http://www.sonnenshyn.de/wochenende-in-bildern/wochenende-in-bildern-01-02-10-16/

  • Gaby

    Wie bitte? Das Hotel hat vergesssen, ein bestelltes Bett aufzustellen und die Kinder schlafen auf dem Fußboden?
    Da hätte ich mich aber so bitter beschwert, dass sie am Ende noch euch dafür bezahlen, dass ihr überhaupt dableibt. Das finde ich grenzwertig unverschämt.

  • marion

    Hallo,
    Hab grad den verlinkten zeit artikel gelesen. Und die unterschwellige kritik sowie die negativen posts haben mich nachdenklich gemacht. Mich würde da mal die sicht der bloggerin interessieren. Ich meine hauptsächlich auf den vorwurf die kinder bzw. das privatleben quasi zu vermarkten. Vielleicht liebe fraumierau findest du mal zeit und hast lust was dazu zu schreiben odee hierauf zu antworten.

    • lilysu

      Liebe Marion,
      der Artikel geht ja über ein anderes Blog. Ich fühle mich davon ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen, weil ich das doch sehr anders handhabe, denke ich.
      Liebe Grüße