Tag: 15. April 2019

Vom großen Glück, Familie einfach zu leben – und nebenbei noch nachhaltig {Werbung & Verlosung}

Einfach Familie leben – das wünschen wir uns doch eigentlich alle. Und dann ist es doch irgendwie gar nicht so einfach. Manchmal, weil uns Vorbilder fehlen. Manchmal, weil die Umstände wirklich schwierig und anstrengend sind. Und manchmal auch, weil wir eine ganz falsche Vorstellungen davon bekommen, wie es „einfach“ geht und was wirklich wichtig ist. Und wirklich wichtig, das ist vor allem Zeit. Ganz am Anfang, aber auch sonst. Denn Familienglück ist der Raum zwischen den Dingen, und der ist nicht käuflich. Im Gegenteil: Es ist es viel praktischer, weniger an den Dingen zu hängen und mehr an der Beziehung.

Wie die Dinge unser Familienleben bestimmen

Wer kennt ihn nicht, den Satz „Also was Du unbedingt brauchst fürs Baby…“ Viel seltener aber ist der Satz „Also was du wirklich nicht brauchst…“ Denn was Dein Baby unbedingt erst einmal braucht, sind zugewandte und liebevolle Bezugspersonen und die Möglichkeit, dass diese Bezugspersonen wirklich in Beziehung gehen können mit dem kleinen Menschen, der dort ins Leben gekommen ist. Und dafür brauchen sie vor allem Ruhe und Zeit zum Kennenlernen und Verstehen der Signale dieses neuen Menschen.

Gerade am Anfang ist die Zeit zusammen und das Beobachten des Babys hilfreich, um sich einzuspielen. Auch wenn es uns als so praktisch angepriesen wird, brauchen wir keine Musik machenden, sich selbst bewegenden Wiegen für das Baby. Babys suchen die Nähe der Bezugspersonen und wollen nicht in eigenen Kinderzimmern schlafen. Sie brauchen keine kleinen Babybadewannen, sondern genießen das Bad im Körperkontakt zusammen. Sie müssen nicht speziell gewärmt werden, wenn gerade im Wochenbett eigentlich die Möglichkeit besteht, Körperwärme zu bekommen von einem anderen Menschen. In der Nähe und in der Zeit liegt das Verständnis für die Kinder – bei Müttern wie Vätern.

Wenn wir wickeln, können wir uns die kurze Zeit des intimen Moments des Säubern nehmen und das Kind in Ruhe sauber machen mit einem Lappen und ein wenig Öl, statt es schnell abzufertigen. Auch wenn es viele Male am Tag sind, können wir diese Zeiten zu guten Pflegemomenten werden lassen. Wir können respektieren, dass Babys auch dann nicht in ihren Ausscheidungen lange Zeit verbringen sollten, wenn Superbooster in Wegwerfwindeln scheinbar alles aufsaugen durch die Chemie, die jeden Tag rund um die Uhr auf die Haut im Intimbereich einwirkt.

Wenn sie mit Beikost beginnen, benötigen sie keine wärmenden Schüsseln, die die Nahrung warm halten, bis sie endlich das Tellereben leer gegessen haben. Und sie benötigen keine Löffel, die biegsam sind, damit das Essen doch den Weg in den Mund findet, der das Essen sonst noch nicht aufnehmen könnte. Sie wollen selbst begreifen und dann Nahrung zu sich nehmen, wenn sie dazu bereit sind.

Wenn sie größer werden, wollen sie sich selber anziehen und es ist praktisch, aus einer übersichtlichen Kleidungsmenge das Kind selbst auswählen zu lassen, als es in farblich aufeinander angestimmte Sachen gegen den Willen zu stecken.

Kurz: In eigentlich allen Bereichen im Zusammenleben mit dem Kind kommt es auf die Beziehung an, auf das Miteinander und respektvollen Umgang. Und viele Dinge, die uns die Werbung als sinnvoll und wichtig für das Baby erklärt, sind es nicht, sondern behindern sogar den wertschätzenden Umgang.

Nebeneffekt der Einfachheit: Nachhaltigkeit

Der einfache Nebeneffekt, der sich aus der Reduzierung auf das Wesentlich ergibt ist Nachhaltigkeit: Wenn wir uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist – die Beziehung – merken wir, dass wir viele Dinge gar nicht brauchen. Wir gelangen zur Nachhaltigkeit, weil wir der Beziehung und dem Miteinander und der Zeit den Vorrang geben.

Manchmal ist es auch der umgekehrte Weg: Über die Gedanken zur Nachhaltigkeit erlangen wir zunächst unbewusst mehr Zeit und stärken die Beziehungen.

Einfach Familie leben – das Buch

Einfach Familie leben – So geht es: Das Buch

Wie aber geht es nun konkret, das einfache Familienleben? Wie fängt man an und wo und wie soll das in einem Familiensystem laufen, wenn auf einmal die Dinge weniger und die Beziehung mehr werden soll? Darüber habe ich mit meiner Freundin Milena Glimbovski, Gründerin von Original Unverpackt, ein Buch geschrieben: Einfach Familie leben (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel). Darin geht es um alle wichtigen Familienbereiche: Wohnen, Kleidung, Ernährung, Pflege, Lifestyle, Mobilität. Es wird erklärt, wie erste Schritte gegangen werden können zu einem minimalistischen und nachhaltigen Familienleben und ergibt DIYs für selbstgemachte Haushaltsreiniger, Waschmittel und Pflegeprodukte. Dabei haben wir nicht nur Anregungen und Informationen zusammengetragen, sondern auch mit Familien gesprochen: Mit Linda Zerfass darüber, wie das nachhaltige Leben mit wenig Geld geht. Mit Ruth Abraham über die Befreiung von der Erziehung, mit Anna Schunck und Marcus Werner über das Leben auf dem Land mit Kind oder mit Rebecca Lina über Pflanzen und Naturverbundenheit. Wir haben mit Unternehmerinnen gesprochen, warum sie ein nachhaltiges Unternehmen im Bereich Kinder gegründet haben und wie ihr Weg dorthin aussah: Stefanie Oppiz von der Windelmanufaktur berichtet von ihrer Arbeit in Dresden, Tabea Börner und Nina Krake von forschur darüber, wie sie am Küchentisch anfingen, Hosen zu nähen und Silke Kamchen von Püppikram, wie sie als alleinerziehende Mutter zwei Firmen leitet und mit Kind in einer minimalistischen Mini-WG wohnt.

Über Nachhaltigkeit reden

Am vergangenen Wochenende haben wir zum Buchstart in Berlin eine Podiumsdiskussion mit Workshops abgehalten. Es ging um nachhaltiges Familienleben und darum, warum weniger oft mehr ist und wie wir jetzt mit unseren Familien gut leben und zugleich eine lebenswerte Zukunft sicherstellen können. Anbei ein paar Eindrücke von der Veranstaltung:

Susanne Mierau und Milena Glimbovski im Gespräch über Nachhaltigkeit mit Isabel Robles von littleyears
Diskussion: Wie geht das nachhaltige Familienleben? Worauf kommt es an? Warum ist es gerade heute so wichtig?
Vortrag Veronica Frenzel, Autorin von „Just Share It!“ (Amazon* | Buch 7* | Buchhandel): „Teilen macht glücklich!“ erklärt Veronica. Wir sind darauf angelegt, kooperativ zu leben und es gibt viele Möglichkeiten, zusammen ein nachhaltiges Leben zu organisieren.
Workshop „Pflegeprodukte selber herstellen“: Vom Massageöl für Erwachsene oder Babys, über Abschminklotion bis Schlaföl. Im Workshop von Primavera wurden verschiedene Produkte selber hergestellt.
Mit dabei auch Janine Dudenhöffer, die sich bei parents4future einsetzt und Beratungen zur Capsule Wardrobe anbietet
Mit dabei: Einige der Familien und Unternehmen, die auch im Buch portraitiert wurden wie hier Anna Brachetti von langsam.achtsam.echt zusammen mit Tabea Börner und Nina Krake von forschur
Ein wichtiges Thema: Verpackungen. Es ist wichtig, dass Unternehmen auf Verpackungsmaterialien achten, sie reduzieren und auf Recyclingmaterial achten. Zusätzlich gab es ein Upcycling von Weleda Produkten, die mit etwas Kleber und Schnur zu kleinen Blumenvasen wurden.
Welche Werte leben wir? Und welche Leben wir vor? Milena hat als Mitgründerin von „Ein guter Plan“ einen Workshop zu persönlichen Werten gehalten.
Viele Gespräche den ganzen Tag über machen durstig.
Susanne Mierau beim Aufbau der Kinderspielecke
Von Knesebeck gibt es auch schöne Kinderbücher
Miteinander reden über Nachhaltigkeit und Familie. Und dann ein wenig die Welt ändern.

Wir danken Little Years für die Organisation dieses wunderbaren Tages und dem Knesebeck Verlag für die Unterstützung. Außerdem danken wir allen Sponsoren des Tages wie Livipur, Ostheimer, Fagus, Primavera, Weleda, Ein Guter Plan, Lemonaid und The local Water.
Fotos: Sarah Staiger
Titelbild: Katja Vogt

Verlosung

  • Gewinne eines von drei „Einfach Familie leben“ Sets: Mit meinem neuen Buch, einem MealPrep Plan, um entspannt das Familienessen zu planen, einem „Ein guter Plan Family“ Kalender (mit Susanne Mieraus Tipps für einen achtsamen Familienalltag), dem Buch „Just Share It!“ von Veronica Frenzel und Naturkosmetik für Dich, verpackt im Gemüsenetz, um ab jetzt nachhaltiger einzukaufen.
  • Kommentiere zur Teilnahme hier auf dem Blog: Was hat sich bei Dir als überflüssige Anschaffung für das Familienleben herausgestellt?
  • Bitte kommentiert individuell, so dass nach der Auslosung eine eindeutige Zuordnung des Namens möglich ist (bspw. ist eine Zuordnung schwierig, wenn es 20 Stefanies gibt, daher dann lieber Stefanie_79 oder ähnlichen Namen wählen). Bitte kommentiere nur einmal: Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis Dein Kommentar freigeschaltet werden kann, aber er geht nicht verloren.
  • Die Teilnahme steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
  • Datenschutzhinweis: Dieses Gewinnspiel ist nicht an weitere Kontaktaufnahme wie Newsletter und Werbung gekoppelt. Die Daten der TeilnehmerInnen werden nicht weitergehend ausgewertet oder zu Werbezwecken gebraucht. Alles weitere zum Umgang mit Daten findet Ihr im Datenschutzhinweis
  • Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Die Teilnahme beginnt am 15. April 2019 um 21:00 Uhr und endet am 17. April 2019 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss am 18. April 2019.
  • Der/die Gewinner/in wird im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und erhält eine Benachrichtigungsemail am 18. April 2019. Eine Veröffentlichung des Namens findet aus Datenschutzgründen nicht statt.
  • Die Adresse der Gewinnerin/des Gewinners und die Mailadresse wird an die Firma Affenzahn weitergegeben. Hiermit erklären sich die Teilnehmer*innen am Gewinnspiel einverstanden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Sollte sich der/die Gewinnerin nicht spätestens 10 Tage nach der Verlosung zurückmelden, verfällt der Gewinn.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon und Buch7, durch die ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen.

***Das Gewinnspiel ist beendet. Die ausgelosten Personen wurden benachrichtigt.***