Hallo 2019!

enthält Werbung für eigene Produkte/Bücher

Zurück aus den Weihnachtsferien geht es in ein wie immer aufregendes neues Jahr. Zunächst aber möchte ich kurz zurück blicken auf 2018 und mich bei allen Leser*innen bedanken: Danke für das Jahr mit Euch! Danke für die vielen Menschen, die hier lesen und die die Grundhaltung von „Geborgen Wachsen“ teilen und mit in die Welt hinaus tragen. Im letzten Jahr haben über 1 Million Menschen hierher gefunden und das Blog hat mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet. Das ist wirklich beeindruckend und es freut mich sehr, dass bindungs- und bedürfnisorientierte Elternschaft so weit verankert ist und immer weiter wächst in unserer Gesellschaft.

Gleichzeitig ist es auch so, dass es gerade im letzten Jahr auch schwierige Momente gab, besonders rund um den den Film „Elternschule“ mit seinem Inhalt aber auch der Berichterstattung in den Medien, die das Konzept der Klinik besonders lobend hervorgehoben haben. Mittlerweile ist der Film sogar für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Dokumentarfilm“ nominiert.

2019 – Jahr der #lautsamkeit

Deswegen, und für die vielen anderen Themen, die für Familien und Kinder wichtig sind, habe ich 2019 als Jahr der „Lautsamkeit“ für mich erklärt. Lautsamkeit bedeutet: Wir müssen laut sein und einstehen für unsere Bedürfnisse und Rechte für eine gute (oder zumindest nicht schlechter werdende) Zukunft. Wir brauchen laute Stimmen für Bindung, Bildung, Kinder- und generell Menschenrechte. Für die Rechte von Frauen und das Recht auf sichere, selbstbestimmte Geburten an den Orten, an denen wir uns persönlich sicher fühlen. Laute Stimmen dafür, dass es nicht nur uns gut geht und unseren Kindern, sondern für gute Lebensbedingungen überall, gegen Ausgrenzung und Rassismus. Laute Stimmen dafür, dass wir alle zusammen Menschen sind, die in einem Lebensraum leben, den wir gemeinsam schützen müssen für uns und die nächsten Generationen. Das alles gehört zur Bedürfnisorientierung: Es geht nicht nur um individuelle Bedürfnisse, sondern unsere individuellen Bedürfnisse stehen immer im Wechselspiel mit der Gesellschaft, mit der gesamten Welt. Wir können nicht nur bei uns hinsehen und bei anderen weg.

Im letzten Jahr war ich zusammen mit Anja „laut“ mit unserem Aprilscherz „Die Autogeburt“ und mit vielen anderen im Projekt „Herzensschule„. Dieses Lautsein und diese Vernetzung möchte ich auch in das Jahr 2019 tragen – dafür gibt es schon ein paar neue Ideen für dieses Jahr.

Mehr Gesichter hinter „Geborgen Wachsen“

Auf „Geborgen Wachsen“ direkt haben sich im vergangenen Jahr auch ein paar kleine Veränderungen ergeben. Glücklicherweise bereichern ein paar weitere Menschen dieses Blog mit ihren wertvollen Beiträgen: Dr. Udo Baer ist dazu gekommen und schreibt über die Gefühlswelt der Kinder als Therapeut, Veronika Eicher, die Biologie, Naturschutz und Landschaftsplanung studiert hat, schreibt über „Naturorientiertes Aufwachsen“ und die studierte Neurowissenschaftlerin Anna Brachetti über „Achtsamkeit in der Schwangerschaft und im Familienalltag“ und im neuen Jahr wird sich Kindheitspädagogin und Trageberaterin Kira Heck dem Bereich „Tragen“ widmen. Gastartikel und Serien wie die Artikelserie von Anka Falk aus Indien sind dazu gekommen.

Auch die Facebook-Gruppen sind im letzten Jahr enorm gewachsen und um die Moderation kümmern sich Annika und Thomas Graf, sowie Nadine Pietschmann. „Geborgen Wachsen“ ist eine große Gemeinschaft, eine Bewegung. Die kostenfreie App zum Blog wurde im letzten Jahr von mehreren tausend Menschen genutzt und das Inhaltsverzeichnis wird jeden Tag mehrere hundert Male aufgerufen auf der Suche nach passenden Texten je nach Situation.

Individuelle Wege finden, Inspiration ohne Druck

Längst ist „Geborgen Wachsen“ nicht mehr nur ein Bild aus unserem Familienalltag, sondern ein Begriff geworden für ein geborgenes Miteinander, das in jeder Familie auch ein wenig anders aussieht. „Jede Familie darf ihren eigenen Weg finden, um gemeinsam zu wachsen.“ habe ich in meinem Buch „Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden“ schon 2016 geschrieben und genau das ist auch das Anliegen der Artikel hier: Nehmt das mit, was passt, was gut tut. Findet Inspiration, aber fühlt keinen Druck. 2019 wird dieser Weg noch weiter ausgebaut, noch mehr Überblick, noch mehr verschiedene Wege.

Um „Geborgen Wachsen“ und meinen persönlichen Weg ein wenig zu trennen, habe ich nun neben dem großen @geborgen_wachsen Account auf Instagram einen eigenen @fraumierau Account angelegt, in dem es mehr um mich persönlich geht und meine Gedanken und anderen Herzensthemen.

Bücher und anderes

2019 erscheinen zwei neue Bücher von mir zu zwei neuen Themen. Im April mein Buch „Einfach Familie leben“ über entspannten Minimalismus im Familienalltag und warum es auf die Beziehung ankommt anstatt auf Zeug. Das Buch habe ich zusammen geschrieben mit meiner Freundin Milena Glimbovski von Original Unverpackt und es enthält nicht nur unser gemeinsames Wissen aus Pädagogik und Zero Waste/Minimalismus, sondern wir haben auch zusammen mit unserer Fotografin Katja Vogt viele inspirierende Menschen besucht und interviewt zu den Themen des Buches. Ich finde, es ist ein wirklich tolles Buch geworden.

Im Herbst erscheint dann noch ein weiteres Buch, auf das Ihr Euch freuen könnt, denn es wird ein ganz anderes Buch werden als die anderen bisher. Ihr dürft gespannt sein – mehr kann ich aktuell noch nicht verraten. Aus beiden Büchern – wie auch aus allen anderen – werde ich auch 2019 wieder an vielen Orten lesen.

Im Shop wird es auch ein paar Neuerungen geben, denn ganz neue Produkte sind aktuell in Planung und auch die Postkarten und Posterserie mit der wunderbaren Nadine von sketchnotelove.com geht weiter. Die Poster zu den aktuellen Postkarten sind schon angekommen und kommen demnächst in den Shop.

Das also ist meine kleine Einleitung in das Jahr 2019 für Euch. Habt Ihr Wünsche für das Blog? Themen, die mehr berücksichtigt werden sollen? Dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin und Mutter von 3 Kindern. 2012 hat sie „Geborgen Wachsen“ ins Leben gerufen, das seither zu einem der größten deutschsprachigen Magazine über bindungsorientierte Elternschaft gewachsen ist. Sie ist Autorin diverser Elternratgeber, spricht auf Konferenzen und Tagungen, arbeitet in der Elternberatung und bildet Fachpersonal in Hinblick auf bindungsorientierte Elternberatung mit verschiedenen Schwerpunkten weiter.    

10 Kommentare

  1. Karoline Wagner

    Das klingt nach einem tollen Ausblick und ich freue mich sehr auf das im April erscheinende Buch! Mein großes Kind wird in diesem Jahr eingeschult, daher würde ich mir mehr zu diesem Thema Wünschen! Schulkinder und Ihre Bedürfnisse und wie wir es schaffen Verantwortung abzugeben!

  2. hannah_86

    Liebe Fraumirau,

    das hört sich gut an. Ich bin sehr gespannt; stöbere sehr gerne hier.
    Ich würde mir sehr wünschen, Du fändest eine Alternative zu den Amaz_n Links! Habe Dein Statement dazu gelesen, dennoch! Und ich beispielsweise kaufe dort einfach nicht. Aus Gründen!

    • Ja, da muss ich mich wirklich dran setzen. Statistisch sehe ich, dass beispielsweise Buch7 wesentlich weniger geklickt wird, wenn es verlinkt ist. Aber vielleicht erstmal immer als Alternative mit aufführen? Ich denke drüber nach, wie ich das auch optisch gut umsetzen kann.

    • hannah_86

      erstmal als Alternative wäre doch ein guter Anfang! Letztlich entscheidet Nutzer*innen Verhalten, schon klar, aber irgendwie muss man und frau ja anfangen…

  3. Liebe Susanne,

    Ich habe deinen Blog im ersten Lebensjahr meines Kindes sehr genossen zu lesen. Es ist mein liebstes Elternblog im deutschen Netz. Dein zweites Buch habe ich geade angefangen zu lesen. Danke für deine tolle Arbeit!
    Einen Wunsch hätte ich noch für die Webseite: ein chronologisches Verzeichnis aller Blogbeiträge vermisse ich sehr!
    Liebe Grüße,
    Rebekka

  4. vielen lieben dank und ich freue mich auf dieses jahr mit den vielen neuen ideen… ich würde mich über das thema speziell ressourcenverteilung bei mehreren kindern freuen: ich habe das gefühl, dass die älteren schnell zu kurz kommen bzw bei mir mit dem kleinen nachzügler oft nicht die ruhe da ist z.b. den großen länger und in ruhe etwas zu zeigen, längere spiele zu machen (monopoly etc.). das schlechte gewissen ist da bei mir an allen enden: der 2jährige, der noch viel mama braucht und mir was zeigen will, immer dann, wenn auch die anderen was wollen. die älteren beiden, denen ich genau auch das immer wieder allein geben möchte: ruhe und aufmerksamkeit. dann kommt meine unzufriedenheit, es nicht hinzubekommen und dann mein gemecker statt schöne momente. und das, obwohl der viel arbeitende papa sich echt auch bemüht. hilft mehr organisation der zeit für jedem einzelnen??

  5. Ich finde die Arbeit ziemlich klasse, welche hier drin steckt. Man kann sich viele Anregungen holen. Und obschon nicht alle Themen positiv sind, vermisse ich oft „schwierige“ Alltagspunkte. Sei es die Vereinbarkeit mit Familie, wenn nicht alles so harmonisch ist. Vielleicht auch, wenn ein Elternteil eine Einschränkung hat (zb spannend Asperger) o.ä. Mir kommt es subjektiv zu oft vor wie der Sonnenschein. Klar, den wünschen wir uns alle und er hat eine Vorbildfunktion. Definitiv. Ohne ihn gäbe es auch in ein paar Jahren nur Regenschein. Aber um die Sonne wirklich schätzen zu können, braucht es den Regen und umgekehrt.

    • Liebe Anna,
      ich verstehe, was Du meinst. Mir ist wichtig, mit meinen Texten immer die Augen zu öffnen für die wirklichen Absichten der Kinder und dem, washinter ihrem Verhalten steht. Das sind immer Bedürfnisse und nie einfach nur negative Absichten, daher sind die Texte immer auch wohlwollenden verstehend geschrieben. Wenn ich dich richtig verstehe, wünschst du dir einfach mehr Artikel zu konkreten Problemfeldern mit Tipps?

  6. Liebe Susanne,

    ich habe eine kleine Korrekturanmerkung: „Elternschule“ ist nicht für den Deutschen Filmpreis nominiert, sondern erst in der Vorauswahl. Aus 13 Filmen werden dann drei endgültig nominiert und ich hoffe inständig, dass „Elternschule“ nicht dabei sein wird, weil ich ihn – abgesehen von der für mich unerträglichen Botschaft – auch überhaupt nicht für filmisch gelungen halte…

    Vielen Dank für Deine Inspirationen, die ich auch 2019 wieder gerne lesen und das in unser Familienleben integrieren werde, was mich und meine Lieben ein bisschen glücklicher macht!

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