Wochenende in Bildern 13./14. Oktober 2018

Das war wohl die bislang anstrengendste Woche dieses Jahres, voll von unterschiedlichen Aufgaben, Herausforderungen und Gefühlen. Nach mehreren Übernachtungen auf einem Klappbett im Krankenhaus wache ich am Samstag allein in einem Doppelbett in einem Hotelzimmer in Hamburg auf: Ich bin als Referentin auf den Attachment Parenting Kongress eingeladen. Die Familie muss in diesem Jahr zum ersten Mal in Berlin bleiben.

Die Woche war sehr voll und es war eine große Herausforderung, alles einigermaßen miteinander zu vereinbaren. Eigentlich hatte ich meinen Vortrag zum Thema „Trotzphase? Autonomiephase? Überhaupt eine Phase?“ schon fertig, habe dann aber doch noch morgens einige Ergänzungen eingebaut zum Thema Wortwahl mit Beispielen aus dem Film, dessen Erscheinen gerade so viele Menschen bewegt und protestieren lässt. Noch habe ich ihn nicht ganz gesehen, wurde aber dazu und zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Danach kann ich sicherlich mehr berichten.
Mein Vortrag in Hamburg war ausgebucht und auch im Anschluss haben sich interessante Gespräche ergeben zu diesem und anderen Themen mit Hebammen und Elternberater*innen. Die Präsentation ist hier zu sehen. Ein rundum schöner und voller Tag. Am Abend geht es jedoch schon zurück nach Berlin: Zum Ende dieser Woche gibt es noch einen Geburtstag, der gefeiert werden will.

Ein Sonntagmorgen wie genau vor 6 Jahren. Als wir um 10 Uhr zusammen mit der Großmama am Frühstückstisch sitzen, denke ich daran, wie genau jetzt vor 6 Jahren hier in diesem Raum mein Kind geborgen wurde: ich am Schreibtisch stehend. Mit der Schwangerschaft und Geburt dieses Kindes hat all dies hier angefangen, Geborgen Wachsen.
Am Tag zuvor habe ich noch ein reges Gespräch geführt über Geschenke und Spielsachen und ob Kinder nun viel oder wenig brauchen würden und wie sehr wir manchmal auch die Last der eigenen Vergangenheit aus der eigenen Kindheit mit hinein tragen in unsere Entscheidungen: dafür ganz viele Spielsachen anzuschaffen, wenn man selbst einen Mangel hatte, oder dafür, ganz wenige zu nutzen, wenn man ganz bewusst mit Konsum umgehen möchte. Letztlich ist es wohl so, dass viele Sachen noch lange keine glückliche Kindheit ausmachen – glücklicherweise. Und ein Schwelgen im Überfluss weder notwendig ist in Hinblick auf die Entwicklung, noch ein sinnvolles Ziel in Zeiten des glücklicherweise eintretenden Konsumwandels. Ein immer wieder spannendes Thema, weil es so viele Blickwinkel hat, die berücksichtigt werden wollen. Das Kind hier freut sich jedenfalls über die wenigen, dafür sorgsam bedachten Geschenke.

Die Großmama schenkt jedem Kind einen Butterstempel, über die sie sich sehr freuen. Damit hat schon mein Mann gespielt und ich glaube, wir werden in der nächsten Zeit sehr hübsch portionierte Butterstücken haben.

Auf Wunsch des Kindes geht es dann zusammen in die Trampolinhalle und die Kinder und selbst wir Eltern springen bis alle müde sind. So hat die schwierige Woche einen wirklich schönen und entspannten Abschluss gefunden und wir alle freuen uns auf ein wenig Normalität in der nächsten Woche.

Und wie war Euer Wochenende?
Und wie macht Ihr das mit Geschenken und Spielzeug allgemein?
Eure

 

 

5 Kommentare

  1. Sabrina Marten

    Liebe Susanne,

    wo gibt es diese tollen, länglichen Kerzen für die Geburtstagsspirale zu kaufen?

    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

  2. Geschenke sind ein Thema, das mich auch sehr viel beschäftigt, wenn es um mein großes Kind geht. Mein großes Kind beginnt jetzt, Wünsche zu äußern und vermutlich auch überhaupt zu haben. Und haben ist dabei der Punkt: alles will gehabt werden.
    Unsere erste Reaktion war, dass wir klargemacht haben, dass es Wiehnachten und Geburtstag gibt und man sich für solche Tage wirklich mal was wünschen darf (und es dann auch bekommt). Und genau dieser Teil in Klammern ist mein Problem. Wie soll man mit Wünschen umgehen, zu Geburtstag oder Weihnachten, die man ablehnt. Bei uns ist es zum Beispiel ein Puppenwagen, der bitte genau so sein soll, wie ein echter Kinderwagen, mit der Möglichkeit ihn vom Babywagen in einen Buggy zu verwandeln. Meine persönliche Kategorie dafür: Brauchen wir nicht, möchte ich nicht in der Wohnung stehen haben, bietet nur begrenzte Möglichkeiten bespielt zu werden, frisst Ressourcen. Kategorie des Kindes: Herzenswunsch, sehe ich oft bei anderen Kindern, möchte ich auch haben, unser doofer alter Holzpuppenwagen sieht gar nicht so aus, wie ein Kinderwagen aussehen soll.
    So wurde für die Hintertür, die wir mit unserer Weihnachten-Geburtstags-Sonderstellung geschaffen haben, gleich der Puppenwagen als Wunsch gewählt. Er hält sich. Was macht ihr , wenn euer Kind sich so sehr etwas wünscht und ihr es einfach nicht haben wollt?

    Liebe Grüße

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