Ein Tag voll Calendula im Weleda Heilpflanzengarten

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In dieser Woche war ich mit meinem kleinsten Kind zu Besuch im Heilpflanzengarten von Weleda. Obwohl ich schon oft von Weleda für Vorträge und Veranstaltungen eingeladen war, war es mir noch nicht vorher möglich, den Heilpflanzengarten zu besuchen und zu sehen, wo und wie die Ringelblume für die von mir so oft empfohlene Calendula-Pflegeserie für Kinder angebaut wird. Meinen Einblick in den Anbau, die Ernte und Weiterverarbeitung der wunderbaren Heilpflanze teile ich mit Euch, denn es ist eine wirklich besondere Geschichte:

Die Weite des Heilpflanzengartens ist beeindrucken: Die großen Calendulafelder, aus denen Wirkstoffe für Medikamente und Kosmetik gewonnen werden, liegen im Weleda Erlebniszentrum in Schwäbisch Gmünd. Mit über 250 verschiedenen Pflanzenarten auf 23 Hektar Land ist es das größte biologisch-dynamisch bewirtschafte Biotop Europas.

Hier reihen sich die unterschiedlichsten Pflanzen nebeneinander: alte Bekannte aus dem eigenen Garten ebenso wie exotische Pflanzen wie die Maracuja. In einer Gartenführung werden die einzelnen Pflanzen und ihre Wirkungsweisen vorgestellt und es gibt viele Anregungen für den eignen Garten: Die Fette Henne wird als „deutsche Aloe Vera“ beschrieben und es wird gezeigt, wie die fleischigen Blütenblätter gehäutet werden können, um an den saftigen Inhalt zu kommen. Jenen, die häufig unter Nasennebenhöhlenentzündungen leiden, wird der stark duftende Katzengamander empfohlen und die Geschichte vom Zusammenhang von Bilsenkraut und Bier wird auch noch kurz eingeflochten.

Kinder können bedenkenlos ins Feld laufen: Beim Anbau gelangen weder Pestizide noch andere giftige Stoffe an die Pflanzen und selbst bei der Bodendüngungen kommen die Pflanzen aus dem eigenen Garten zum Einsatz und es werden Pflanzenreste aus der Produktion genutzt und zu einem speziellen Kompost zusammengesetzt. Für einzelne Pflanzen werden auch spezielle Zusammensetzungen vorgenommen: der Dünger des Johanniskrauts beinhaltet Gold, um die Wirkung des Krauts zu verstärken. Auf den Feldern werden nach Möglichkeit jährlich andere Pflanzen angebaut oder sie werden zur Gründüngung mit Klee bepflanzt.

Von den mehr als 250 Pflanzenarten werden allerdings nur 140 wirklich für die Weleda-Produkte genutzt, die restlichen Pflanzen werden für das natürliche Gleichgewicht benötigt: Sie bieten Insekten und anderen Tieren Nahrung und Unterschlupf und sorgen damit dafür, dass auch die Heilpflanzen gut gedeihen. Es gibt Krebse in Teichen, Schafe, die das Gras fressen, um das Ernten zu erleichtern, und Stockenten, die Schnecken fressen.

Nicht nur die Calendula, auch viele andere Pflanzen werden mit der Hand gepflückt und umsorgt. Bei der Calendulaernte werden die Blüten der voll erblühten Heilpflanze mit der Hand vom Feld gepflückt und in Eimern zur Weiterverarbeitung gebracht. Erfahrene Hände sind sicherlich schneller als unsere, aber auch diese nehmen jede Blüte einzeln in die Hand. Nur so kann sichergestellt werden, dass nur die kräftigsten und qualitativ hochwertigsten Blumen in die Heilmittel und Kosmetikartikel gelangen. Aber auch die restlichen Pflanzen werden noch vollständig genutzt. Gepflückt wird ausschließlich vormittags bis 12 Uhr, wenn die Blüte in vollster Pracht steht und die gesamte Kraft der Pflanze zum Ausdruck kommt und die Wirkstoffe besonders dicht sind. Das Kraut der Pflanze wird zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls geerntet und dann weiter verarbeitet.

Eimer voll Blüten werden dann in die Verarbeitung gebracht. Die meisten Blüten kommen direkt in das Haus der Tinkturenherstellung ganz in der Nähe. Auf verschiedene Arten werden die Inhaltsstoffe aus den Pflanzen gelöst: eingelegt in Bio-Ethanol, in Pflanzenöl oder auch Sole.

Unsere geernteten Blüten werden allerdings getrocknet, denn sie sind für einen Tee für ein Hilfsprojekt im Herbst gedacht.

Die frische Blume kann aber wunderbar auch für ein sinnliches Fußbad genutzt werden. Mit ein paar Murmeln in der Badeschüssel wird dieses auch gleich noch zu einer Fußmassage. Fußbäder sind bei uns im Familienalltag ein ganz wichtiges Ritual. Besonders im Winter werden sie nach dem Heimkommen nach einem langen Spaziergang in der Kälte immer gemacht, um den ganzen Körper wieder zu erwärmen. Im Sommer gibt es hingegen erfrischende Fußbäder mit Zitrusnote oder zur Entspannung am Abend ein Fußbad mit Lavendel nach einem aufregenden Tag.

Die getrockneten Blütenblätter können später nicht nur für einen Tee, sondern auch zu Dekorationszwecken eingesetzt werden oder als Zusatz für selbst gemachte Seifen, wie wir sie öfters mit den Kindern machen.

Den Weg vom Samen über die Blüte bis zur Ernte und Weiterverarbeitung haben wir an diesem Tag kennen gelernt, betrachtet und aktiv mitmachen dürfen. Noch nie zuvor war mir bewusst, wie viel Zuwendung und einzelne Handgriffe in dieser Calendula Serie stecken, die wir zu Hause so oft nutzen. In 23 Produkten aus dem Weleda Sortiment ist die Heilpflanze enthalten, unter anderem in den neuen Kinderduschen, aber auch in dem klassischen Calendula Bad für Babys, das mit seinen enthaltenen Heilpflanzen insbesondere zum Wärmen und Ankommen geeignet ist und für uns immer wieder ein Mittel an stressigen Tagen ist, um zur Ruhe zu kommen.

Ein langer Weg durch viele Hände, den jede einzelne Blüte zurück legt, bevor sie in unseren Händen ankommt.
Eure

 

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