Tag: 5. Dezember 2013

10 Träume die ich als Mutter aufgegeben habe – und 10 neue Träume in meinem Leben

30dinge

Kürzlich saß ich mit meinem Mann am Tisch und dachte darüber nach, wohin mich mein Leben geführt hat und wohin es wohl noch gehen mag. Und ich dachte an eine Liste, die ich während meiner Studienzeit einmal mit Freundinnen machte: 30 Dinge, die wir vor dem 30. Geburtstag tun wollten. Vieles davon habe ich im Laufe der Jahre abhaken können: Piercings, Tätowierung, heiraten, Kind bekommen, Buch schreiben. Nun werde ich nächstes Jahr 34. Zeit, um mal zu überschlagen, was so gemacht wurde und was nicht. Und dabei ist mir aufgefallen, dass es ein paar Dinge gibt, die ich in diesem Leben nicht mehr tun kann oder werde. Es ist Zeit, mich von diesen Dingen zu verabschieden, die ich irgendwann mal tun wollte:

  1. Rockstar sein.
  2. Medizin studieren.
  3. Kunst studieren.
  4. Dreadlocks haben.
  5. Weitere Piercings machen, z.B. Brustwarze.
  6. Eine Woche allein im Kloster verbringen.
  7. Bungee-Jumping.
  8. Eine Handtasche besitzen, die so viel kostet, wie ich im Monat verdiene.
  9. Einen alten VW-Käfer fahren.
  10. Shopping in New York.

Und während es diese Dinge gibt, die ich aus meiner To-Do-Liste gestrichen habe, gibt es nun jenseits der 30 neue Dinge, die ich machen möchte, an die ich früher nie gedacht habe:

  1. Reiten lernen, um mit meiner Tochter irgendwann einmal gemeinsam auf einem Pferd durch den Wald zu reiten.
  2. Mit meiner Familie einen Urlaub machen an einem Ort, wo es feinen weißen Sand gibt und türkisfarbenes Wasser.
  3. Stricken, Nähen, Häkeln lernen.
  4. Mein Buch im Buchladen sehen.
  5. Ein Enkelkind im Arm halten.
  6. Mit meinem Mann noch einmal auf Hochzeitsreise gehen.
  7. In Würde sterben.
  8. Mit der Familie mit einem Bus durch Schweden fahren.
  9. Momente leben und ganz da sein.
  10. Bis ans Ende immer wieder neu verliebt sein in meinen Mann.

Man muss nicht studiert haben, um zu sehen, wie sich meine Prioritäten verlagert haben. Handtaschen, Brustwarzenpiercings, Einkaufstouren wurden ersetzt durch Gefühl, Nähe, Gemeinschaft. Etwas kitschig, aber so ist es manchmal. Schließlich bringt dieses Mama-Dasein ja auch eine ganze Ladung an Hormonen mit sich. Und mit Stillkind, Tragekind und Familienbett dürfte das Bindungshormon Oxytocin nicht zu wenig in meinem Körper herumsausen.

Es gibt Tage, an denen bin ich ein bisschen traurig, dass die ersten 30 Jahre so schnell vergangen sind. Und dann bin ich auch wieder ein bisschen froh, denn zurücktauschen würde ich jetzt auch nicht wollen. Noch einmal 25 sein? Ach, nein danke. Dann lieber mit 33 die ersten grauen Haare überfärben und Klopfmassage um die Augen herum gegen Krähenfüße betreiben.

Und wie ist es bei Euch? Was sind Eure 10 Punkte, die ihr aufgegeben oder hinzugefügt habt?