Gespräche mit einer Vierjährigen Nr.8

Welraumbild

Wie auch immer die Tochter auf den Weltraum gekommen ist. Von mir hat sie das nicht. Ich kann manchmal noch immer nicht glauben, dass die Menschen wirklich ins Weltall fliegen. Jedenfalls setzte sie sich hin malte dieses Weltraumbild: Die ganze große Erde, die Sonne und drum herum lauter Astronauten. Ich bestaunte das Bild sehr (und ja, ich lobe meine Kinder viel, wenn das auch heutzutage oft verpönt wird). Jedenfalls setzte sie sich danach wieder auf ihre Hochebene, während ich mit dem Sohn auf dem Boden saß und stillte. Doch das Thema Weltraum war noch nicht abgeschlossen für sie:

Tochter: „Weil, ich werde später  nämlich auch Astronautin!“

Ich: „Ach, ehrlich?“ und denke: Was für eine furchtbare Vorstellung!

Tochter: „Aber ich komm Euch dann besuchen!“

Ich: „Das ist schön!“ und heule fast schon bei dem Gedanken, dass mein kleines Kind irgendwann nicht mehr bei uns wohnt.

Tochter: „Dann setze ich aber den Helm ab. Nicht, dass die mich sonst einsperren.“

Denke: Hä? Aber die Tochter fährt schon fort mit ihren Überlegungen.

Tochter: „Aber ich nehm Dich auch mal mit mit der Rakete. Dann fliegen wir zum Mond. Dann müssen wir erst den fragen, dem der Weltraum gehört, für den ich dann arbeite, und dann kannst Du mit.“

Ich: „Und wem gehört der Weltraum?“

Tochter: „Keine Ahnung. Das werden wir dann ja sehen. Vielleicht den Englein oder so. ABER Du musst Dich richtig, richtig warm anziehen. Da draußen ist es nämlich ganz kalt!“

Ich: „Ach?“

Tochter: „Ja, da ist es so RICHTIG kalt. Da ist nämlich immer Weihnachten!“

Und nun freue ich mich doch ein bisschen über den Berufswunsch. Denn es ist ziemlich einmalig, wenn ich später einmal der Tochter erzählen kann, dass ihr erster Berufswunsch Astronautin für die himmlischen Heerscharen war im Land der ewigen Weihnacht.

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