Blessingway – Das Mutterwerden feiern

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Mit klassischen Babypartys kann ich nicht besonders viel anfangen: Windelmeisterschaften nach Zeit entsprechen ebenso wenig meiner persönlichen Einstellung zur Körperpflege wie Babybreiraten aus dem Gläschen meiner Vorstellung über Beikost nahe kommt. Diese dritte Schwangerschaft und die kommende Geburt wollte ich jedoch auf besondere Weise noch einmal feiern. Vielleicht ist es wirklich die letzte Schwangerschaft, die letzte Geburt. Ich wollte gerne noch einmal ein großes Fest daraus machen Frau zu sein und Mutter zu werden. Dieses unglaubliche Gefühl zu zelebrieren, einen Menschen im Körper wachsen zu lassen. Nachdem ich von dem amerikanischen Ritual des Blessingway gelesen hatte, entschied ich mich, im Kreise von lieben Freundinnen genau dieses feiern zu wollen: Ein Ritual des Übergangs – auf meine Weise.

Rosen und Lotus – Blumen für Geburt und Mutterschaft

Blumen haben eine große Bedeutung für mich. Ich liebe es, Blumensträuße auf dem Frühstückstisch stehen zu haben oder kleine Blumentöpfe auf dem Jahreszeitentisch. Besonders der Rosenduft hat es mir angetan und ich liebe Öle und Cremes, die nach Rosen duften. In der Schwangerschaft verstärkt sich diese Liebe jedes Mal noch mehr. Als ich kürzlich davon hörte, dass der Rosenduft auch bei der Geburt eine besondere Bedeutung haben kann, faszinierte mich das noch mehr: Im Islam werden Neugeborene oft mit einem Rosenduft begrüßt: Sie werden in Rosenblüten gebadet oder – wenn diese nicht vorhanden sind – in ein pinkes Tuch, das mit Rosenwasser besprüht ist, gewickelt. Auch in einer Duftlampe wird der Rosenduft gelegentlich unter der Geburt eingesetzt. Rosen und Rosenduft gehörten deswegen für mich in Gedanken absolut zum Blessingway dazu. Und noch eine Blume verbinde ich mit Geburt besonders: den Lotus. Zahlreiche Phantasiereisen und Geburtsaffirmationen greifen den Lotus auf als Symbol dafür, sich zu öffnen und das Baby aus dem Körper zu entlassen. Viel schöner als eine Geburtstorte, wie man sie manchmal auf Facebook sieht, fand ich daher die Idee, eine Torte mit Lotus (Marzipan) zu bestellen.

Hennabemalung als Ritual für Verbundenheit und zur Feier des Körpers

Was ich auch schon immer einmal machen wollte, war eine Hennabemalung des Bauches. Seit mehr als 10 Jahren habe ich eine Lilienranke von den Rippen auf der Vorderseite bis zum Steißbein tätowiert, da Susanne „die Lilie“ bedeutet. Das Hennatattoo sollte dieses Motiv aufgreifen. Im Vorgespräch mit Carola, die unter cabo-malerei Hennabemalungen an Frauen für Frauenabende, Hochzeiten und andere Anlässe anbietet, habe ich besprochen, dass die Lilien für eine Bemalung am Bauch aufgegriffen werden sollten. Auch sollte bei der Feier nicht nur ich in den Genuss einer Bemalung kommen, sondern auch alle anderen, die sich dies wünschten als Erinnerung an diesen Tag, unser Zusammenkommen und auch als Sinnbild für eine Verbindung unter uns Frauen. Carola bot daher allen Gästinnen und Kindern die Bemalung der Hände oder des Unterarms an, während ich mir über eineinhalb Stunden den Bauch von ihr bemalen ließ. Sie erklärte mir vorher, welche Bestandteile in der Paste sind und mischte eine eigene Paste ohne Minzöl an, die sie extra bei Schwangeren einsetzt. Die Farbe sollte dann 6 bis 8 Stunden auf der Haut bleiben und gelegentlich mit Zuckerwasser angefeuchtet werden, damit die Farbe gut einwirken kann. Nach einigen Stunden habe ich das Tattoo abgeklebt, damit es besser geschützt ist.

Ein Perlenarmband als Unterstützung unter der Geburt

Von allen Gästinnen habe ich mir zudem ein Mitbringsel gewünscht: Eine Perle, die sie mir aussuchen. Diese Perlen möchte ich auf ein Band fädeln, das ich dann bei der Geburt um das Handgelenk trage, damit ich auf diese Weise von erfahrenen anderen Müttern unterstützt bin. Für mich ein ganz wundervoller Gedanke. Daneben habe ich aber auch noch einige andere Geschenke bekommen für mich. Keine Babygeschenke wie bei klassischen Babypartys oder Babyshower, sondern wirklich einfach Geschenke für mich, für die Zeit nach der Geburt, für Entspannung und Unterstützung.

me&i – letzte Besorgungen für mich und das Baby 

In den letzten Wochen habe ich es kaum geschafft einkaufen zu gehen für die Kinder. Es fehlen hier und da noch Kleidungsstücke für das Frühjahr und auch für mich selbst brauchte ich noch das ein oder andere bequeme Teil für das Wochenbett. Daher habe ich zum Blessingway zum ersten Mal eine Beraterin von me&i zu mir nach Hause bestellt. Die Sachen von me&i tragen die Kinder und ich schon seit einigen Jahren und ich bin von der langlebigen Qualität und dem Unternehmen, das ich vor zwei Jahren in Schweden selbst kennen lernen konnte, überzeugt. Die für meinen Bereich zuständige Beraterin, Kaisa, hat mit mir vorher alle Details besprochen und kam dann mit der aktuellen Kollektion einfach zur Party dazu nach Hause und hat die Sachen vorgeführt und sie konnten sogar anprobiert werden. Mit dabei waren auch zwei ihrer drei Kinder, die sie ab und zu auf Partys mitnimmt, wenn das abgesprochen ist und passt. Ich fand das sehr sympathisch und die Kinder haben sich gleich in das Gewusel der anderen Gastkinder gestürzt und uns Frauen die Sachen durchstöbern lassen. Kaisa hat berichtet, das das für sie eine gute Möglichkeit der Vereinbarkeit ist. Schließlich habe ich mir eine neue, bequeme Hose für die Wochenbettzeit ausgesucht, die ich auch schon vor zwei Jahren im Sommer einmal hatte und die mir eine gute Begleitung für die erste Zeit erscheint, in der alles bequem und anschmiegsam sein muss und man zudem vorher noch nicht weiß, welche Hosengröße überhaupt passen wird. Und obwohl ich die Erstausstattung sehr gering gehalten habe diesmal, hat mich ein süßer Body noch so farbenfroh angelächelt, dass ich ihn für den Babysohn gekauft habe – allerdings erst für etwas später in einer größeren Größe.

Willkommen für das Baby

Neben all den Dingen für mich sollte auch das Baby willkommen geheißen werden. Jede der Gästinnen sollte sich deswegen in ein Babygästebuch eintragen. Hiervon haben wir bereits ein Freundebuch für die Tochter, das ebenso geschlechtsneutral und schlicht gestaltet ist.

Gastgeschenke: eine Kerze anzünden

Als Gastgeschenk sollte jede der Frauen eine Kerze bekommen. Wenn es soweit ist, können sie die Kerze anzünden, um an mich und die Geburt zu denken.

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Vielleicht feiert Ihr ja auch in der nächsten Schwangerschaft ein Blessingway?

Eure
Susanne_clear Kopie

 

 

 

 

 

 

  • Rebecca

    Das hört sich so wunderbar schön an. Ich würde das ja auch gerne machen, aber leider ist das für meine Freundinnen so gar nichts. Vielleicht lad ich sie einfach alle kurz vorher nochmal zu einem Kaffee bei uns ein.

  • Nadjalino

    Sehr schön! Das Hennatattoo ist wirklich wunderschön!
    Wie hast du es mit deinen Kindern und deinem Mann gemacht? Ich überlege noch, ob es bei mir ein reiner Frauenabend oder nur Frauen mit Kindern oder mein Mann einfach „im Hintergrund“ da seiend oder doch sogar auch männliche Freunde dabei werden soll…
    Ich finde ja den März auch wirklich einen sehr schönen Geburtsmonat! Es steht grad gefühlt alles so in den Startlöchern, die Vögel geben ihr bestes und auch die Sonne wärmt schon richtig…
    Meine zweite Tochter ist ein Märzkind und ich kann mich noch so gut dran erinnern, wie ich im Wochenbett die aufspringenden Knospen durchs Fenster bewundert hab…
    Aber jetzt freu ich mich auf ein Sommerkind! 🙂

  • Petra Kiefer

    Das ist wirklich eine ganz wunderbare Idee… ich hab in den letzten Wochen ein paar mal in sozialen Medien von blessingways gelesen und wünschte ich hätte das schon letztes Jahr getan dann hätte ich bestimmt auch so eine Feier gemacht. Die klassischen babyshowers finde ich affig und ehrlich gesagt auch ein bisschen lächerlich… deshalb gab es bei mir einfach gar kein Ritual… aber beim nächsten Baby kann ich das ja dann machen…
    Das ist das „pech“ des ersten Kindes. Es ist immer auch ein bisschen Versuchskaninchen und muss die Unsicherheiten und unwissenheit der Mama ausbaden… 🙁
    aber dafür hat das erste ja auch das große Glück alle Aufmerksamkeit ungeteilt zu haben…

  • Deesje

    Schöne Idee! Alles Gute!

    übrigens: http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/lotus.shtml
    wusste ich selbst lange nicht 😉