12 von 12 im Mai

Heute ist der 12. Mai, ein Dienstag und damit mal wieder ein normaler Arbeitstag für mich in einem nicht ganz so normalen Arbeitsalltag, nämlich dem mit einem Kind, das noch nicht in den Kindergarten geht und das mich zu meiner Arbeit begleitet. Wie der Tag für meinen Mann heute aussah und wo wir Überschneidungen haben (zum Beispiel in Bezug auf einen Schlüssel, den ich dringend brauche), seht ihr bei ihm.

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1. Guten Morgen, Berlin. Es gibt Toastbrot zum Frühstück.

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2. Die Tochter wird in den Kindergarten gebracht, der Sohn reitet auf meinen Schultern.

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3. Wie immer vor der Arbeit: Ich hole mir einen Kaffee und für den Sohn gibt es ein Croissant.

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4. Bei der Arbeit: Der Tisch für die kleine Mahlzeit der Kinder ist bereits gedeckt. 1,5 Stunden Spielkreiszeit haben wir nun vor uns. Heute sind aber nicht viele Eltern mit Kindern da, vielleicht lockt das schöne Wetter hinaus? Es gibt Hirse mit Apfelmark, getrocknete Apfelringe und getrocknete Kirschen.

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5. Wir bemalen von Ostheimer zur Verfügung gestellte Holzelefanten. Jedes Kind kann seinen kleinen Elefanten mit nach Hause nehmen und Kinder und Eltern freuen sich.

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6. Mittagsschlaf. Der Sohn ist erschöpft vom Vormittag und er beginnt zu fiebern. Gestern wurde er geimpft.

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7. Tochter vom Kindergarten abgeholt, zu Hause ausgesperrt, Mann um den Schlüssel gebeten. Der schickt ihn mit einem Taxi vorbei und die Tochter hat glücklicherweise ihr Fernglas dabei, um Ausschau zu halten.

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8. Nachmittagssnack.

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9. Abendessen: Es gibt Reis mit Ratatouille.

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10. Der Himmel über Berlin zieht sich zu, es gewittert.

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11. Gute-Nacht-Geschichte.

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12. Die Kinder schlafen und wälzen sich unruhig hin und her. Morgen wird wohl auch die Große zu Hause bleiben. Ich arbeite noch ein wenig und überlege, was zum Thema „Bindung“ alles wichtig ist. Fällt Euch etwas ein? Was bedeutet „geborgen wachsen“ für Euch?

Eure
Susanne_clear Kopie

Noch mehr 12von12 Bilder findet Ihr bei Draußen nur Kännchen.

 

  • Stefanie

    Stichworte zu Bindung, Eltern Kind Bindung unterstelle ich ;0)

    Spontan würde ich sagen: Verlässlichkeit, Vertrauen und das Gefühl, sich ohne Einschränkungen & jederzeit angenommen zu fühlen.

    Gute Besserung & einen ruhigen Abend

  • Anne

    Als Kind hat mich immer gestört, dass meine Mama teilnahmslos gewirkt hat und kaum Gefühle gezeigt hat. Geborgen wachsen/ Bindung bedeutet für mich Verbundenheit, sich als Familie fühlen, miteinander leben und erleben. Das Gefühl zeigen und haben, dass da jemand ist, der mich wahrnimmt als Kind, als Mama/Papa; als Mensch einfach und auf mich reagiert.
    Gute Besserung
    Viele Grüße
    Anne

  • JesSi Ca von feierSun.de

    Kurze Gedanken zu Bindung vor allem mit einem Pflegekind:
    Bindung besteht für mich mehr als nur aus den Genen und dem Blut in unseren Adern. Bindung zwischen Eltern und Kindern kann so vieles sein aber so lange sie da ist, ist es wundervoll.
    Reißt sie ab, wie die zwischen meinem Pflegesohn und seinen Eltern, dann droht man daran zu zerbrechen, gerade als Kind. Diesen Zustand auf zu fangen und zu kitten ist eine Mammutaufgabe vor der ich jeden Tag stehe und die ich jeden Tag Stein für Stein erneut aufbaue. Auch in der Gewissheit das der Turm ab und an fallen wird, unermüdlich erarbeiten wir unseren Turm aus Bildung denn wenn wir eines gewiss wissen, dann „Nicht das Blut ist unsere Verbindung zueinander, sondern die Liebe!“

    Bindung ist Verbindung, sich verstehen sich aufeinander einlassen und das jeden Tag aufs Neue.

    Liebste Grüße
    JesSi Ca

  • Sandra

    Ein spannendes Thema wäre auch, dass Bindung immer zwei Seiten hat. In den meisten Ratgebern steht sehr viel über die kindliche Seite der Bindung und was Eltern alles machen müssen um eine gute Bindung aufzubauen. Soweit ist das wichtig und klar.
    Was aber ist mit der Bindung die die Eltern erlebt haben? Wie beeinflusst diese die neue Bindung zu unseren Kindern? Wie kann man sich vielleicht ein Stück weit frei davon machen?
    Was passiert wenn man eben nicht dem Ideal entsprechen kann? (Schuldgefühle, was kann man dann tun?). Welche „Rechte und Freiheiten“ sollten sich Eltern zugestehen (Stichwort Selbstpflege um insgesamt ausgeglichener und zufriedener zu sein)…

    Soweit meine zusätzlichen Ideen dazu 🙂
    Liebe Grüße, Sandra

  • Mam Hochdrei

    Schön euren Alltag begleiten zu dürfen für einen Tag 🙂
    Das mit dem Schlüssel hätte mich ja sehr aus der Fassung gebracht…

    zum Thema Bindung: Sich immer darauf verlassen können, dass man geliebt wird und Hilfe bekommt, Rückhalt, wenn man es braucht…

    Liebe Grüße
    Stephi

  • Danke für die 12von12. Wie immer gerne gelesen ;o) Und die „Fischerbluse“ vom Sohn ist toll, musste ich schmunzeln^^

    Hab mich mal in über die Frage „Was bedeutet geborgen wachsen für euch“ ausgelassen: (die ausführliche Variante hier: http://wp.me/p5qMRn-1q)

    Ein Kind braucht Liebe und Geborgenheit. Und Vertrauen. In sich und seine Eltern. Und Ehrlichkeit.
    Ein Kind muss wissen dass es ok ist wie es ist. Und selbst wenn es scheiße gebaut hat darf die Liebe nicht wackeln. Es muss aber auch lernen dass keine Anarchie herrscht, sondern ein Miteinander mit Rücksicht und Empathie. Solange das Kind keine Dinge tut die ein Zusammenleben substantiell gefährden muss es sich darauf verlassen können dass es geliebt wird und die Eltern für es da sind. Unbedingt.
    Ein Kind darf nicht allein gelassen werden mit allem. Auch wenn es durch Fehler und eigene Entscheidungen lernt und zu dem wird was es ist, es braucht oftmals Hilfe um aus dem Fehler zu lernen oder ihn überhaupt zu erkennen. Bzw sich zu hinterfragen. Wenn das Kind von eigenen schlimmen Erfahrungen erzählt darf nicht draufgeschlagen werden mit einem „selber schuld“. Niemals. Selbst wenn es vielleicht so sein sollte dass das Kind echt Mist gebaut hat – als erstes braucht es den bedingungslosen Rückhalt. Und das Wissen dass man fast alles regeln kann und es Hilfe dabei bekommt.
    Ein Kind ist kein rationaler gleichgestellter erwachsener Mensch, sondern ein emotional abhängiges Wesen was Zuneigung und Geborgenheit braucht wie eine Pflanze Licht und Nährstoffe.
    Von Worten allein wächst nichts. Und von leeren Worten geht es ein.