„Ich kann das nicht!“ – Über die Angst in der Schwangerschaft und vor der Geburt

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In den letzten Tagen ist viel darüber zu lesen, welche unmöglichen Kommentare sich Frauen anhören lassen müssen, wenn sie schwangerschaftsbedingt zunehmen. Das SZ-Magazin titelt „Unguter Hoffnung“ und berichtet, wie sich Schwangere heute allen möglichen Schönheitsidealen unterwerfen müssen. Unter dem Hashtag #alsichschwangerwar berichten Frauen auf Twitter darüber, welche Kommentare sie als Schwangere anhören mussten. Frauen leiden heute in Bezug auf die Schwangerschaft vor allem unter einem: unter Angst.

Wovor Schwangere heute Angst haben

Was früher „gute Hoffnung“ war, hat sich heute an vielen Stellen in das Gegenteil verkehrt. Angst macht sich breit unter den Schwangeren: Zunächst vor den ersten drei Monaten und der großen Angst, das Kind zu verlieren in dieser ersten Zeit. Dazu kommt die von vielen Seiten geschürte Angst vor so genannten „Fehlbildungen“ oder „Behinderungen“. Es werden verschiedenste Untersuchungen angeboten und an vielen Stellen auch aufgedrängt – beispielsweise wenn eine Schwangere ein bestimmtes Lebensalter erreicht hat -, die Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten von Behinderungen berechnen. Feindiagnostiker wollen mittels Ultraschall mögliche „Probleme“ erkennen und abbilden.* Schwangere verfolgen ängstlich bestimmte Ernährungspläne aus Angst vor Listeriose oder Toxoplasmose. Wer schon Kinder hat oder mit welchen arbeitsbedingt in Kontakt steht, hat Angst vor einer Infektion mit dem Cytomegalie-Virus oder einer anderen Krankheit. Und als ob das alles noch nicht reicht, gesellt sich nun auch noch die Angst dazu, zu viel zu zu nehmen.

Die oftmals größte Angst: die Geburt

Doch in dieser Aufzählung fehlt noch eine ganz besonders große Angst, die oft erst im letzten Schwangerschaftsdrittel auftritt: die Angst vor der Geburt selbst. Insbesondere Erstgebärende haben sie, diese Angst vor dem Unbekannten, vor der Grenzerfahrung, vor dem, was sie nicht kennen.

Als Geburtsvorbereiterin erfahre ich diese Angst in den Geburtsvorbereitungskursen, aber ganz besonders in der Einzel- bzw. Paarbegleitung, wenn wirklich Zeit und Raum ist, um sich mit dem eigentlichen Bedarf der Vorbereitung auf die Geburt zu beschäftigen. Anatomie und Ablauf einer Geburt sind einfach erklärbar. Doch viel wichtiger sind die Fragen dahinter. „Wann ist der passende Zeitpunkt, um in die Klinik zu fahren?“ steht oft für die ängstliche Frage: „Wenn ich es nun nicht rechtzeitig in die Klinik schaffe, wenn ich nicht medizinische Versorgung um mich habe, was dann? Wie soll nur mein Kind ohne Hilfe auf die Welt kommen?“ Oder die andere Frage nach Möglichkeiten der Schmerzbehandlung: Sie zeigt, welche großen Ängste Frauen vor der Geburt haben, vor diesem unbekannten Ereignis, dass doch auf normalem Weg nicht auszuhalten sein kann.

Wie uns Angst gemacht wird

Natürlich ist es ganz normal, dass wir diese Ängste in uns tragen. Wie auch nicht? Von allen Seiten wird uns heute ja gezeigt, dass Geburt schlimm, schmerzhaft und nicht ohne medizinische Versorgung zu handhaben ist. In Serien und Filmen sehen wir auf dem Rücken liegende, schreiende Frauen, die den Anwesenden fast die Hände vor Schmerz brechen. Schon in Kinderbüchern wird vermittelt, dass Geburten in Krankenhäusern stattfinden müssen und die Sendung mit der Maus zeigt eine Kaiserschnittgeburt unter dem Titel „Vom Glück des Lebens“. Geburt ist in unserer heutigen Gesellschaft eben nicht mehr die „Niederkunft“. Heute wird „entbunden“ – und dies natürlich unter fachlicher Anleitung.

Wir haben kaum positive Geburtsberichte in unserer Umgebung. Wenig Menschen, die von ganz normalen Geburten berichten, d.h. Geburten ohne Eingriffe, ohne Medikamente. Geburten (und das Stillen) sind aus dem Alltag nach und nach verbannt worden. Zeigten früher Bilder oder Steinreliefs wie Sheela-na-gigs Abbildungen von natürlich gebärenden Frauen, haben wir heute solche Bilder nicht mehr um uns. Geburt findet hinter verschlossenen Türen statt. Sie ist unbekannt und dieses Unbekannte macht Angst.

Dazu kommen, wenn wir denn doch Berichte hören, oft schlimme Meldungen von Schmerzen oder Komplikationen. Als ich selbst in meiner zweiten Schwangerschaft einen Geburtsvorbereitungskurs für Mehrgebärende besuchte, waren dort 10 Frauen versammelt, von denen zwei (eine davon war ich), eine normale Geburt hatten. Die anderen erzählten in der ersten Kursstunde von ihren traumatischen Erfahrungen unter der ersten Geburt. Wie sollte man in einer solchen Situation keine Angst vor Geburten bekommen? Wie sollte man nicht denken, dass einem selbst ja auch eine solche Komplikation passieren könnte, wenn dies doch bei fast jeder Frau auftreten würde?

Die Angst selbst beeinflusst die Geburt

Dass Angst die Geburt negativ beeinflusst, ist schon lange bekannt. Grantly Dick-Read, beschreibt bereits 1933 in seinem bekannten Buch „Die natürliche Geburt„, dass Angst den Wehenschmerz verstärkt. Medizinisch erklärbar ist dies durch die Wirkung von Hormonen: Katecholamine (z.B. Adrenalin) verursachen in großer Menge Schmerz, wodurch wiederum mehr Angst entsteht, wodurch wiederum Schmerz entsteht. Dazu hemmt Angst die Entspannung der Schließmuskeln -was unter der Geburt schlimme Auswirkungen hat, weil sich der Muttermund nicht weiter öffnet, sich wieder verengt oder Mütter gegen die fehlende Weitung arbeiten.

Im Gegensatz zu diesen negativ wirkenden Hormonen können Oxytocin und Betaendorphine positiv wirken: Natürliches Oxytocin bringt die Wehen voran, Betaendorphine wirken schmerzlindernd. Dafür sind aber gute Rahmenbedingungen wie Ruhe, Intimität, sensible Betreuung, Freude und Geborgenheit wichtig.

Es ist ein Teufelskreis: Wir hören von schlimmen Geburtserfahrungen und haben deswegen Angst vor der Geburt. Diese Ängste wirken sich unter der Geburt ggf. auf den Geburtsverlauf aus, es sind Eingriffe notwendig. Nach der Geburt wird wiederum von den Komplikationen berichtet, was bei anderen Gebärenden wieder zu Angst führt…

Bin ich „selber Schuld“ an Eingriffen unter der Geburt?

Es hört sich in der Theorie so einfach an: Na dann hab doch keine Angst und dann läuft die Geburt auch gut. Oder, noch schlimmer: Wenn Komplikationen stattfinden, bist Du selber Schuld, denn bestimmt hattest Du Angst und deswegen ist es so gelaufen. So einfach ist das natürlich nicht. Keine Frau geht schließlich absichtlich mit Ängsten in die Geburt. Keine Frau hat Schuld, wenn sie unter der Geburt Ängste verspürt. Keine Frau ist Schuld daran, wenn die Geburt anders verläuft, als sie es sich vorgestellt hat. Viele Ängste sind unbewusst vorhanden. Es können Geschichten sein, die wir irgendwann einmal gehört haben und längst vergessen glaubten. Es ist unser kulturelles Erbe, das zum Tragen kommt. Oft sind es auch Rahmenbedingungen, die nicht stimmen: Häufiger Personalwechsel, fehlende konstante Ansprechpartner, ungenügende Kommunikation oder ganz schlicht: fehlende Aufklärung. Es wird heute zu wenig darauf geachtet, Frauen zu erklären und zu verdeutlichen, wie normal eine Geburt ist und dass der Körper darauf eingestimmt ist, eine Geburt zu meistern. Beispielsweise dadurch, dass sich das Becken natürlich weitet, dass es Hormone gibt, die den Schmerzen entgegen wirken, dass es Positionen gibt, die hilfreich sind in bestimmten Phasen. Es fehlt Aufklärung im Voraus, was viele Situationen erleichtern könnte. Was helfen kann, durchzuhalten. Was einem im Hinterkopf hören lässt: Alles gut, Du packst das. Doch daran ist keine einzelne Frau Schuld. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das diese Stimme des „Es wird schon!“ verstummen lässt.

Was wir gegen die Angst tun können

Am wichtigsten ist es, einen Menschen an der Seite zu haben, der Sicherheit ausstrahlt, der da ist, der auf einen eingeht. Eine Beleghebamme oder eine eigene Hebamme bei Geburtshaus- oder Hausgeburt ist ein wahrer Schatz. Im Vorfeld kann mit dieser Vertrauten offen über Probleme und Ängste gesprochen werden. Sie als Fachfrau kann alle offenen Fragen beantworten und Ängste abbauen. In einem Geburtsvorbereitungskurs sollte weniger der Schwerpunkt auf Anatomie und Ablauf gelegt sein, sondern vielmehr auf die natürlichen und körpereigenen Unterstützungsfähigkeiten unter der Geburt, so dass Selbstvertrauen in die Gebärfähigkeit auf- und Angst abgebaut wird. Wer darüber hinaus starke Ängste hat, kann sich auch therapeutisch behandeln lassen.

Doch wie dargelegt, ist die Angst nicht nur ein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem geworden. Wir müssen nicht nur daran arbeiten, jeder einzelnen Frau die Angst zu nehmen, sondern müssen etwas an der Kultur der Geburt verändern. Das beginnt schon bei den Kinderbüchern, bei denen Geburten nicht nur in Klinikroutinen gezeigt werden sollten, geht weiter über das Kinderfernsehen, über das Thema „Geburt“ und „Gebären“, wie es in der Schule behandelt wird. Es geht darum, wie und wann wir mit unseren Kindern darüber sprechen, wie wir die Geburt erlebt haben oder ob wir sie gar an natürlichen Geburten teilhaben lassen. Es geht darum, wie in Serien und Filmen mit Geburt umgegangen wird und wie Zeitungen und Magazine darüber berichten. Und es geht darum, mehr von positiven Berichten zu erfahren, damit wir Geburt wieder als das betrachten können, was es ist: natürlich.

Die Angst verlieren durch positive Geburtsgeschichten

Ina May Gaskin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Frauenrechtlerin und Hebamme, beschreibt in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Birth Matters – Die Kraft der Geburt„, wie wichtig es ist, dass wir heute mehr positive Geburtsberichte erfahren, dass wir besser aufgeklärt werden über die Geburt, über die Zusammenhänge von Ängsten und störenden Faktoren unter der Geburt mit dem Gebären und darüber, wie normal Geburten einfach sind. Zu der großen Angst vieler Frauen davor, dass sich das Kind in der Nabelschnur einwickeln könnte beispielsweise schreibt sie (S. 21):

Zum Beispiel wird vielen Frauen beigebracht, zu denken, dass es automatisch gefährlich sei, wenn ein Baby mit der Nabelschnur um den Hals vaginal geboren wird, während tatsächlich fast alle Babys mit Nabelschnur um den Hals (vielleicht ein Fünftel aller Geburten) auf sichere Weise vaginal geboren werden können.

Diese und viele weitere Märchen über die Gefahr der Geburt werden von ihr entkräftet. Angereichert mit zahlreichen Geburtsberichten hilft dieses Buch, Geburt wieder in die richtige Position zu rücken und zu zeigen, dass sie ein völlig normaler Vorgang ist, in den eben nicht eingegriffen werden soll, den Frauen ganz von sich aus steuern sollen und der mehr Wertschätzung in unserer Gesellschaft verdient hat, denn:

Wir Menschen sind Hamstern, Nashörnern, Eichhörnchen oder Erdferkeln in unserem Fortpflanzungsdesign nicht unterlegen. Es ist unser Kopf, der uns manchmal die Dinge schwermacht.

Wir brauchen keine Angst haben vor dem Gebären. Es ist normal. Es sind Komplikationen möglich und es ist wunderbar, dass wir hier die Möglichkeit haben, dass solche in Notlagen gut aufgefangen werden können. Aber Komplikationen sind nicht der Normalfall. Wir müssen nicht schon vorher Ängste vor etwas haben, was eventuell in wenigen Fällen passieren kann und uns dadurch das größte Ereignis im Leben zerstören lassen: Die Schwangerschaft und Geburt eines neuen Menschen, die auch gleichzeitig die Geburt einer Familie ist.

 

* An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass es natürlich sinnvoll sein kann, mögliche Erkrankungen und Besonderheiten vorzeitig zu bemerken, damit das Kind eine entsprechende – manchmal lebensnotwendige – Behandlung schnell erhalten kann. Dennoch ist auch anzumerken, dass in vielen Fällen vollkommen normale Schwangerschaften vorliegen, deren Verlauf durch viele Untersuchungen beeinträchtigt wird, wenn sich die Eltern hierdurch unnötig um die gesunde Entwicklung sorgen.

  • Wow, ich wusste gar nicht, dass es so ein Angst-Problem gibt. Schönheitswahn? Ein Babybauch sieht doch toll aus (aber ich bin ein Mann, ich habe davon bestimmt einfach keine Ahnung).
    Wir hatten Angst um Zoe, Angst dass sie mit schweren Behinderungen auf die Welt kommen würde, aber das lag bei uns eher darin begründet, dass ihre große Schwester schwerbehindert und die Ursache immernoch unbekannt ist. Allerdings wussten wir auch, dass kein Test das vorher zeigen würde, erst als Zoe mit Sprechen und Laufen anfing, hatten wir Gewissheit, dass sie gesund war.
    Wenn Du positive Geburtsgeschichten suchst: Als wir im Krankenhaus waren (und ich bleibe bei meiner Meinung, dass eine Geburt dort hin gehört, alles andere ist ein unnötiges medizinisches Risiko), wollte die Ärztin „gleich vorbeischauen“ um ein CTG zu machen und eine PDA zu besprechen. Sie hat wirklich nicht lange gebraucht, aber Zoe war trotzdem schneller 🙂

    • lilysu

      Lieber Sebastian, ich gebe Dir vollkommen Recht! Der beste Ort für die Geburt ist der, an dem man sich ganz persönlich wohl fühlt. Und das kann auch ein Krankenhaus sein, keine Frage.
      Vielen Dank für Deine positive Geburtsgeschichte!

    • julia

      Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der sicherste Geburtsort der ist, an dem frau sich am sichersten fühlt. Aber: Aussagen wie „Als wir im Krankenhaus waren (und ich bleibe bei meiner Meinung, dass eine Geburt dort hin gehört, alles andere ist ein unnötiges medizinisches Risiko“ sind leider Teil des gesellschaftlichen Problems. Warum muss man über die wohlüberlegt und bewusst getroffene Entscheidung werdender Eltern für einen für sie persönlich sicheren Geburtsort -die eine andere ist als die Eigene- so urteilen? Entschuldigung, aber das ärgert mich sehr.

    • yalele

      sooo schön, dass ihr so eine gute Geburtserfahrung hattet ♥♥♥ schade allerdings, dass Du meinst, dass alles was n icht im Krnakenhaus stattfindet an geburt, ein medizinisches Risiko darstellt… da gibt es woh auch anderes zu beachten: schon alleine dass die Neugeborenen im KRANKENhaus viel mehr Bakterien, Viren, Keimen und sonstwas ausgesetzt sind, spricht doch schon mal dagegen… und viele Mütter/Kinder/Familien, die Kra kenhausgeburten erlbeten, tragen Trauer/Schmerz mit sich, weil sie dort eben nciht sebstbestimmt gebären konnten… rutinemässige Eineitugn sorgt sehr oft für Komplikationen… da sich der Muttermund dann nicht schnell genug mitöffnet -> fürht nciht seten zu einem (Not)Kaiserschnitt… PDA (auf ausdrückichen BEWUSSTEN WUNSCH ja in Ordnung, wenn die Schmerzen NICHT durch eine angespannte hektishce Atmösphäre, Stress und Druck entstehen, dann gehört nämlich an der Situation was geändert!!!) betäuben auch die Fähigkeit, zu pressen -> kann zu Komplikationen führen, und betäuben auch das Kind… usw. —- ausserdem gibt es ja keine Veranlassung, eine GEBURT als ein MEDIZINISCHES Ereignis zu sehen – vllt ist es ein tiefes Wunder, ein heiliges spirituelles Ereignis? dafür sprechen u.a auch vielschichtige von verschiedenen Seiten durchgeführte Untersuchungenh, dass Hausgeburten/Geburtshausgeburten, Geburten in Geburtszimmern und sonstiger ENTSPANNTER Atmosphäre wesentlich Risikoärmer sind! 🙂 🙂 🙂 — sich bei einem besonderen Risiko die entsprechende Unterstützung zu suchen und zu finden ist natürlich nicht nur legitim sonder richtig wichtig!! ansonsten schliesse ich mich an und empfinde auch, dass der Beste Ort für eine Geburt der ist, an dem Frau (Famiie) sich wsoh und sicher fühlt ♥ ♥ ♥ – bei mir kann das ein Geburtshaus sein mit wirkich kompenten Hebammen (nicht solchen, die sehr Schulmedizin unterwürfig sind…), die NATUR, Geburtsjurte,…. wichtig hierfür: Information -> Entscheidungsfreiheit, nicht nur rechtich auch menschich (-> kein Druck/ Angstmacherei von Frauenärzten, Verwandten, Bekanntehn… wäre SEHR wichtig!!!) — Liebe Grüsse

      • Ich kenne diesbezüglich nur „unser“ Krankenhaus: Eine Geburtsabteilung in freundlichen Farben mit drei Kreissäälen plus ein paar Nebenräume (darunter ein OP), genug Personal, dass viel Erfahrung hat und keine Hektik verbreitet und eine Wochenbettstation mit angeschlossener Kinderstation und Rückzugsräumen, die Väter als Teil der jungen Familie sieht und nicht als „Besucher“. Bea hat sich 36 Stunden Zeit gelassen und da konnte der Gyn-Chefarzt zwischendurch einfach mal vorbeischauen um seine Erfahrung einzubringen.
        Natürlich gibt es ein Infektionsrisiko, aber im Gegensatz zu den Risiken, wenn nicht mal eben schnell auf den OP ausgewichen werden kann oder ein Brutkasten, Sauerstoff und genügend Fachkräfte bereitstehen. Gerade heute habe ich auf einem anderen Blog von einer Geburt gelesen, bei der das Kind direkt danach Infusion und Medikamente brauchte. Bei Hausgeburt wäre es vermutlich tot gewesen. Das Risiko ist es mir nicht wert.

        • Anne

          Hallo Sebastian,
          es ist schön dass ihr ein so gutes Krankenhaus habt. Dass das Kind von dem du gelesen hast bei einer Hausgeburt gestorben wäre kann tatsächlich sein- allerdings wissen viele nicht, was Hebammen alles „dürfen“ und können – zum Beispiel beatmen und Infusionen legen…
          Ich wage mal zu behaupten, dass öfter Komplikationen durch den Stress in einem schlechten oder einfach nur überlasteten Krankenhaus entstehen als durch fehlende medizinische Behandlung bei einer Hausgeburt.
          Ob im Krankenhaus, zuhause oder im Geburtshaus, wichtig ist dass Frau sich wohlfühlt- und dass sie die Wahl hat!

  • Julika Jarosch

    Ich hätte mir gewünscht ein wenig zuzunehmen und nun nach 14 Monaten stillen, hab ich das Gewicht erreicht, was ich hatte als ich 13 Jahre alt war. Somit seht Ihr, es gibt auch den umgekehrten Fall: Mensch, Du bist so dünn geworden! Und das selbst mit dicken Babybauch!

  • Mama notes

    Vielen Dank für diesen Text. Mir ist besonders Dein Absatz wichtig, dass die Angst vor der Geburt ein gesellschaftliches Problem ist, bzw. in der gesellschaftlichen Haltung vor der Geburt und ihren möglichen Komplikationen. Zu den eigenen Ängsten, die ja auch normal sind, hat jeder zumeist ungefragt eine Meinung. Und sich gegen Klinik oder sogar gegen reine Gyn-Vorsorge zu entscheiden ist für viele ein unfassbar riesiger Schritt. Vorallem in der ersten Schwangerschaft!
    Ich glaube, wir brauchen eine andere kulturelle Deutung der Geburt und der Schwangerschaft, denn die Ängste werden ja nicht erst in der Schwangerschaft geschürt. Das, was eine Geburt wirklich ist für die Frau (Erlebnis, Grenzerfahrung, Werdeprozess, Reifeprüfung) das ist total verloren gegangen. Und ich habe es auch erst nach der Geburt gewußt. Wie Du sagst, ist es ein Teufelskreis, da alle Erzählungen (privat, Geschichten, Serien etc.) Ängste schüren. Die sich dann bewahrheiten.
    Ich denke, das ist noch ein langer Prozess, bis eine natürliche, halbwegs angstfreie Geburt wieder alltäglich wird.
    Ich würde dazu gerne Kinder-/Jugendbücher und Filme „sammeln“, damit ich meinen Kindern darüber (und durch meine Erzählungen) eine andere Sicht vermitteln kann. Wenn Du dazu Tipps hast und mal bloggen würdest, wäre das toll. 🙂

  • sternenglück

    Danke für deinen tollen Artikel. Ich kann nur bestätigen, was du schreibst und wünsche doch allen Frauen und vor allem den Bald-Gebärenden, dass sie an sich und ihren Körper glauben. Wir sind dazu gemacht Kinder zu bekommen und wir schaffen das! Mit dieser Überzeugung habe ich unseren Sonnenschein zur Welt gebracht. Eine Geburt ist sicherlich keine einfache Sache und bringt uns an unsere Grenzen, aber es ist eine wunderbare Erfahrung so einen winzigen Menschen in den Armen zu halten. Vor der Geburt habe ich versucht möglichst allen Geschichten und vor allem den Angst-machenden Horrorszenarien aus dem Weg zu gehen, das hat mir wirklich geholfen. Jetzt, kurz vor der Geburt meines zweiten Kindes, habe ich doch einiges an Geschichten gehört, im Rückbildungskurs konnte ich dem nicht aus dem Weg gehen. Und ja, das macht mir Angst. Aber ich weiß auch, dass ich schon ein wunderbares Kind zur Welt gebracht habe, das halte ich mir immer wieder vor Augen. Und ich werde das wieder schaffen und vertraue in mich und meinen Körper. Ich hoffe sehr, dass ihr alle ebenso den Mut dazu fasst, denn: Wir schaffen das!
    Alles Liebe
    Sternie (sternenglueck.blogspot.de)

  • Liesbeth

    Auch ich kann mich Sebastian nur anschließen: Ich habe beide Kinder im Krankenhaus zur Welt gebracht, fühlte mich sicher und gut aufgehoben und immer in meinen Gefühlen und Wünschen wahrgenommen. Dort arbeiten ja auch Hebammen, die wissen, wie eine Geburt abläuft. Auch dort gibt es Bälle, Hocker, Wannen, Seile, Sprossenwände, etc., um für jede Frau das Optimum zu finden. Und Ärzte/Anästhesisten werden nur auf Wunsch bzw. im Notfall benachrichtigt. Dann jedoch sind sie auch schnell zur Stelle. Mir hat genau das einen Großteil der Angst genommen und mich entspannen und auf das Wichtige konzentrieren lassen.

    Ich denke, die haben auch erkannt, wie wichtig eine selbstbestimmte Geburt ist und wie sie unterstützen können ohne zu bevormunden. Hat in meinem Fall super geklappt – ich würde es immer wieder so machen.

    In Deinem Artikel wird das leider irgendwie ein wenig einseitig dargestellt (auch wahrscheinlich wegen des Beitrages der Sendung mit der Maus?) und das finde ich nicht gerechtfertigt. Wohl aber sehe ich ein, dass es natürlich auch Negativerlebnisse in Krankenhäusern gibt.

    • lilysu

      Liebe Lisbeth,
      es tut mir leid, wenn das falsch verstanden kann. Wie ich schon Sebastian geantwortet habe: Der beste Ort für die Geburt ist der, an dem man sich selbst wohl fühlt. Und es ist wunderbar, dass es Krankenhäuser gibt, die die Würde der Gebärenden und des Kindes berücksichtigen und wirklich nur im Notfall eingreifen und nicht verfrüht oder aus finanziellen Interessen etc. Das ist doch schon einmal ein Anfang (der ja gleichzeitig auch ein Rückweg ist) 🙂

      • Liesbeth

        Absolut. Wobei auch da bestimmte Kliniken sicher noch viel, viel lernen müssen. Die sollten hier auch alle mal mitlesen, damit sie wissen, in welche Richtung es gehen soll. 🙂

  • schlummer

    oh Mann, das ist ja wirklich schrecklich (!!!!), dass in der Sendung mit der Maus ein KAISERSCHNITT gezeigt wurde! das ist ja gar nicht der richtige Weg, ein Kind zu bekommen.

    So wie ich das verstanden habe, haben sie in der Sendung ein Paar begleitet und dann wurde es halt ein Kaiserschnitt (wie im übrigen bei vielen anderen Frauen auch), warum sollte man das verschweigen? Hätten sie dann so lange Paare nehmen müssen, bis eine endlich mal „richtig“ ein Kind zur Welt bringt? Klar wäre es schön gewesen, den natürlichen Weg zu zeigen, aber dann hätte es sicher auch wieder Gemecker gegeben, dass es nicht im Geburtshaus war, keine Hausgeburt, blabla.

    (Ist jetzt bisschen gemein, ich weiß!, so hast du es wahrscheinlich nicht gemeint, aber finde, es kommt schon ein wenig komisch rüber)

    • lilysu

      Ich verstehe sehr, was Du meinst. Natürlich ist auch ein Kaiserschnitt eine Möglichkeit, ein Kind zu gebären. Und die Eltern haben sich diese Möglichkeit nicht ausgesucht; es war schließlich kein Wunschkaiserschnitt. Und ein kaiserschnitt ist wahrlich kein Spaziergang. Aber worum es hier geht, ist ja gerade auch der gesellschaftliche Aspekt von Geburt: Was wird als normal von Anfang an wahrgenommen. Und natürlich macht es einen Unterschied, ob Kinder von Anfang an lernen, dass Kinder vaginal geboren werden, dass Wehen durchlebt werden und das der normale Weg ist, ein Kind zu gebären.

      Ja, in der Sendung mit der Maus wurde ein Paar begleitet und diese Begleitung endete in einem Kaiserschnitt. Das war nicht planbar. Aber im Sinne eines Bildungsauftrags wäre es dennoch sinnvoller gewesen, dann irgendwie anders weiter zu machen.

  • Sandra

    Wunderbarer Artikel, sehr treffend beschrieben, ohne Druck aufzubauen. Mir gehen oft dieselben Gedanken durch den Kopf, wenn ich mitverfolge, wie eigentlich ganz natürliche Vorgänge durch „inhaltliches Sezieren“ plötzlich wie ein riskantes High-Tech-Konstrukt erscheinen.

    Wenn man sich nur mal die komplexen Ereignisse in einem Schuhladen in genau derselben Form bewusst macht (vom Reinschlüpfen in Schuhe, in denen schon viele andere fremde Füße drin steckten bis hin zum Entgegennehmen potentiell kontaminierter Wechselgeldscheine) könnte man auch Angst vorm Schuhe shoppen bekommen. Was nicht nötig ist, denn wir Frauen können 1. eh nicht anders als Schuhe zu shoppen und Kinder zu bekommen und 2. eine Menge vertragen.

    Die Geburt meiner heute 16 Jahre alten Tochter fand spontan zu Hause statt, weil sie es eilig hatte. Ich habe jeden Moment bewusst „genossen“, wo mir die Wehen echt weh taten (das kann man tatsächlich genießen ohne Masochist zu sein), denn ich hatte meinen Körper noch nie in der Form erlebt und wollte es um keinen Preis verpassen. Ich war sehr stolz auf ihn, wie er kiloweise Endorphine rauspumpte während ich mich fragte, wann denn endlich die verdammten Endorphine ins Spiel kommen. Ich wollte keine Schmerzmittel, ich wollte Geduld üben und lernte sie und lernte auch, dass Geduld und Hingabe hervorragende Schmerzmittel sind. Ich lernte, dass man tatsächlich viel mehr aushält, als man glauben gemacht wird. Man darf sich darauf verlassen, dass die Hebammen wissen was sie tun und Vorsorgen treffen, wenn sie nötig werden. Man darf sich loslassen. Etwas Vertrauen macht das Leben leichter.

    Ein ganz klares Plädoyer für die Kraft der Frau, die sie mitunter erst kennenlernt, wenn sie das erste Mal ein Kind bekommt. Das ist ein Grund zur Freude und für Lampenfieber. Man darf auch ruhig Angst haben. Aber immer schön im Rahmen halten. Man ist ja schließlich nicht auf dem Weg zu einer sinnlosen Folterung sondern zum eigenen geliebten Kind, das auf unglaubliche Weise im eigenen Körper gewachsen und aus ihm geboren wird.

    (und wenn es einmal da ist, wird sich alles fügen, was vorher unvorstellbar war – also auch hier kein Grund zur Panik)

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  • Veronika

    Ich sage Ihnen was meine größte Sorge ist. Dass man mich wegen Körperverletzung, Fremdgefährdung in den Knast steckt 😛
    Denn niemand bringt mich ins Liegen. Ich hole meinen Jungen dann lieber selbst. Ich gebäre im Stehen. Punkt. Und niemand schaut stundenlang in meine Scheide und niemand fummelt an meinem Perineum rum. Sei es auch ein Chefarzt. Mein Baby entwickelt sich körperlich unauffällig und ist motorisch eigentlich weiter als er sein sollte. Von wem hat er den Sturkopf nur?

    Und als erfahrene Kampfsportlerin, habe ich eine Ahnung von Schmerzenaushalten. Ich bin gesund und bekomme dieses Kind auch ohne Einleitung oder PDA. Und mit CTG muss man gar nicht anfangen. Doppler reicht.

  • Lysithea

    Danke, echt schöner bericht. Hier noch eine positive geburtsgeschichte: erstes kind, hausgeburt mit geburtspool, keinerlei eingriffe oder medikamente, ordentlich gemuuuuht und aktiv geblieben, nur 4 stunden das ganze, kopf des babies war schon draussen als die hebamme kam, es war nur eine doula anwesend ( für die letzten zwei stunden). Baby hatte auch Nabelschnur um den Hals, aber alles ging super. Warum auch nicht? Die einzige person die über mich und meinen körper bescheid weiss, bin nun mal ich selbst! Und ich war einfach der überzeugung, dass geburt eben für mich etwas ist, worauf mein körper und meine mentale kraft perfekt eingestellt sein. Ich sage nicht, dass es keine angst, nur superschnelle schöne geburten und keine komplikationen gibt, aber ich möchte einfach sagen: glaubt an eure eigene kraft, muttis! Wünsche allseits angenehmes gebären.

  • Eleine

    Liebe Mamis! HABT MUT zu einer selbstbestimmten Geburt!

    Kurzer positiver Geburtsbericht:
    Meine Mama ist Hebamme, von demher wollte ich unter keinen Umständen in die Klinik. DANKE den lieben Hebammen bei uns, dass sie rechtzeitig ein Geburtshaus eröffnet haben so dass ich dort meinen ersten Sohn zur Welt bringen konnte.

    Ich muss sagen, ich hatte schrecklich viele Ängste vor der Geburt. Vielleicht habe ich zu viel gehört (aber doch nichts richtig wissen wollen 😉 ). Habe das Thema immer weit von mir weg geschoben. Dachte nur: Viel Blut, viele Schmerzen BÄH!
    Dann habe ich mir aber ein Kind gewünscht und dann war von Anfang an klar ich muss mich mit diesem Thema auseinandersetzen. Ich war dann im Geburtsvorbereitungskurs – bei der Hebamme, die auch die Vorsorge & Nachsorge machte (und ggf. auch die Geburt begleitet hätte) und im laufe der Termine bekam ich richtig LUST auf dieses große Ereignis. Fragte mich, wie ich reagieren würde, wie es werden würde, war ganz gespannt.

    Letzten Endes hatte ich echt lange Wehen (26 Stunden und von Beginn an alle 5-10 Minuten, konnte auch nicht schlafen, war also am Ende echt fertig). ABER ich habe meinen Sohn ohne irgendwelche Schmerzmittel (oder den Wunsch danach!) auf die Welt gebracht. Natürlich ist eine Geburt… anstrengend, schmerzhaft,… ABER wir Frauen sind dafür gemacht Kinder zu bekommen! Außerdem weiß man zu jeder Zeit für wen man es macht (für das Kleine liebe Baby-chen) UND wenn man erst einmal eine Geburt überstanden hat, dann weiß man: JETZT schaffe ich alles! 😉

  • Anna

    Kann mich Deinem Bericht über die erste Geburtserfahrung fast komplett anschliessen. Warum nur „fast“ – ich hatte ÜBERHAUPT keine Angst vor der Geburt, im Gegenteil – ich konnte es kaum erwarten, dass es los geht, weil ich so sehr mein Baby ( auch Tochter 😉 ) endlich sehen wollte, nachdem ich sie monatelang in meinem Bauch rumturnen spüren durfte :-)) Ich habe unter Wehen noch mit meiner Hebamme scherze gerissen und gelacht.
    Ohne PDA oder andere Schmerzmittel, keine Eingriffe, keine Panik, sondern NUR freudige Erwartung, Vertrauen in meinen Körper und Hebamme, und Gedanken nur beim Baby = nach insgesamt 3,5 Stunden hielt ich meine süße, putzmuntere Tochter im Arm, konnte sie sofort zum Stillen anlegen und vor Glück die ganze Welt umarmen!
    Ich hatte bei der Geburt meiner Tochter auch kiloweise Glückshormone in mir, die auch nach der Geburt lange nicht aufhörten zu wirken, so dass ich noch 4 Tage nach der Geburt nur am Dauergrinsen war. Es war bei mir ein absolut unbeschreibliches und sehr lange anhaltendes High-Gefühl. Nach der Geburt sagte ich zu meiner Hebamme:“ Ich will nochmal“ und nach der Entlassung aus der Geburtsklinik habe ich dem Personal versprochen bald wiederzukommen !!!! 😀

  • Inga

    Einerseits finde ich den Artikel gut. Es ist tasächlich so, dass bereits in der Schwangerschaft so viele Ängste geschürt werden, man ständig mit der Konfronation leben muss, eine Untersuchung abgelehnt zu haben, die man für nicht sinnvoll hält und man eventuell dadurch selber Schuld ist, wenn mit dem Kind „was ist“. Es geht nämlich nicht nur darum, als Schwangere bereits perfekt zu sein, sondern auch das Kind hat perfekt zu sein.
    Auch nach der Geburt, wird einem das Muttersein ebenso schwer gemacht und Ängste werden geschürt. Was geben ich meinem Kind zu essen, wann muss es gegen was geimpft werden, ist ein zusätzlicher Nierenultraschall wichtig…IGEL-Leistungen sind zu meinem persönlichen Unwort der Jahre 2013/2014 geworden.

    Doch andererseits fühle ich mich als Kaiserschnittmutter in dem Artikel nicht gut dargestellt. Ich habe dafür gekämpft natürlich gebären zu können und schließlich musste ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil mein Polyhydramnion keine geburtsrelevanten Wehen zugelassen hat und meine Tochter nicht ins Becken gerutscht ist, sondern quer im Bauch lag.
    Mein Kaiserschnitt war die absolute Hölle, mit jeder Menge verständnisloser Ärzte und eben jenen ganzen furchtbaren Geburtserfahrungen, die man einfach niemandem wünscht. Da kann ich so positiv und natürlich an die Sache ran gehen wie ich will…es ist nunmal so gekommen und ich werde mich nicht noch schuldiger fühlen als ich es eh schon tue…

    Frauen sollten ihre Intuition wieder finden. Hätte ich auf meine Intuition gehört, hätte ich deutlich direktiver, aktiver und präsenter in den gesamten Kaiserschnittablauf eingegriffen und es dennoch zu MEINER Geburt gemacht…

  • JanaMarie

    Ein wirklich zutreffender und wunderbarer Artikel. Danke dafür!

  • alice marce

    Angst braucht es nicht aber ich denke Respekt sollte man schon haben. Auch die totale Propagierung der „Natürlichkeit“ finde ich so nicht richtig. Natürlich war früher auch das viele Mütter und Babys bei der Geburt starben. Außerdem hat das auch andere Nebenwirkungen… Ich habe Frauen erlebt die waren totunglücklich und hatten Schuldgefühle, weil sie nen Kaiserschnitt gebraucht haben! Eben weil ja angeblich alles so einfach und „natürlich“ sein soll kamen sie sich dadurch erst recht als Versager vor.

    Was soll überhaupt der Fokus auf die Geburt an sich als „größte Ereignis im Leben“? Wichtig ist doch, das dass Kind gesund ist und fertig. Ob mit PDA oder Kaiserschnitt was soll’s? Das interessiert hinterher doch keinen mehr.

    Ich finde die erste Priorität von Eltern sollte sein das Wohl des Kindes vor sein eigenes zu stellen. Denn das „größte Ereignis im Leben“ ist nicht irgendein Geburtserlebnis sondern ein gesundes Kind!

  • Abey kelly

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